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Bild: KEYSTONE

Kranke sollen mehr bezahlen – 5 Fragen und Antworten zum Franchisen-Streit

Wer zum Arzt geht, soll sich in Zukunft stärker an den Behandlungskosten beteiligen müssen. Was bedeutet das für die Versicherten konkret? Und können mit der Massnahme die Gesundheitskosten überhaupt gesenkt werden?



Die Gesundheitskosten steigen, das ist eine Tatsache. Wie allerdings dieses Problem gelöst werden soll, daran scheiden sich die Geister. Die einen finden, die Ärzte mit ihren immer höheren Salären seien Schuld am Schlamassel. Andere sagen, es sei wegen den Versicherten, die bei jedem Husten gleich zum Doktor rennen. Dritte wiederum sehen das Problem bei den Krankenkassen selber, die sich gegenseitig konkurrieren und so die Prämien in die Höhe treiben.

In der laufenden Frühjahrssession ist gleich ein ganzer Strauss an politischen Vorstössen zu diesem Thema traktandiert. Am Dienstag stimmte nun der Ständerat einer Änderung des Krankenversicherungsgesetzes (KVG) zur Mindestfranchise zu.

Was wurde jetzt beschlossen?

Kranke müssen sich in Zukunft stärker an den Behandlungskosten beteiligen. Die tiefste Franchise soll an die Entwicklung der Gesundheitskosten angepasst werden. Das hat zur Folge, dass die Mindestfranchise um 50 Franken angehoben wird und neu 350 Franken beträgt. Nachdem der Nationalrat dem Geschäft bereits zugestimmt hat, sprach sich am Dienstag auch der Ständerat mit 26 zu 13 Stimmen dafür aus.

Die Änderung des KVG erlaubt es, die Franchisen weiter zu erhöhen, wenn die Gesundheitskosten steigen. Sobald die durchschnittlichen Bruttokosten der Leistungen pro versicherte Person mehr als 13-mal höher liegen als die tiefste Franchise, wird sie wiederum um 50 Franken erhöht.

Die Räte hoffen, dass mit der Änderung weniger Versicherte wegen Bagatellen zum Arzt gehen und damit Kosten verursachen.

Was bedeutet das für die Versicherten konkret?

Ganz konkret heisst das, dass voraussichtlich im Jahr 2020 die tiefste Franchise auf 350 Franken erhöht wird. Der Bundesrat geht davon aus, dass dann durch den neuen Mechanismus die Franchisen alle vier Jahre um 50 Franken steigen werden.

Stefan Felder, Gesundheitsökonom an der Universität Basel, sagt, von der Erhöhung der Mindestfranchisen wären in der Schweiz 4.5 Millionen Menschen betroffen – 53 Prozent der Bevölkerung, also. 1,6 Millionen Menschen in der Schweiz haben nur die Mindestfranchise. 2,9 Millionen kombinieren sie zusätzlich mit einem Hausarzt- oder HMO-Modell.

Sinken jetzt die Gesundheitskosten?

Der Präsident der Gesundheitskommission des Ständerats, Joachim Eder (FDP), sagte, mit der Massnahme könne der Kostenanstieg gedämpft werden. Für die Versicherten sei dies in Form von weniger schnell steigenden Krankenkassenprämien spürbar. In den Jahren, in denen die Mindestfranchise steigt, verlangsamt sich das Kostenwachstum bei den Krankenkassenprämien gemäss Berechnungen des Bundesrates um 0,5 Prozent.

Das bezweifelt SP-Nationalrätin Barbara Gysi. Gegenüber dem «Blick» sagt sie, es sei nicht nachweisbar, dass höhere Franchisen die Gesundheitskosten irgendwie dämpfen würden.

Barbara Gysi, Nationalraetin SP-SG, Vizepraesidentin der SP Schweiz, spricht waehrend einer Medienkonferenz ueber die Verbilligung der Krankenkassenpraemien, am Montag, 28. Januar 2019, in Bern. (KEYSTONE/Peter Klaunzer)

Barbara Gysi. Bild: KEYSTONE

Auch Gesundheitsökonom Felder sagt, dass die Gesetzesänderung bei den Kosten wenig ausrichten könne. «Aus der Wissenschaft wissen wir, dass sich die Kostenbeteiligung kaum darauf auswirkt, ob man überhaupt zum Arzt geht. Patienten, die häufig die Praxis aufsuchen, reagieren jedoch darauf.» Die Zahl der Arztbesuche werde allerdings wegen der nur leicht höheren Franchise kaum zurückgehen. «Die Massnahme ist ein Placebo», sagt Felder.

Wer ist gegen die Massnahme?

Die Gegner kritisieren, dass Kranke immer stärker zur Kasse gebeten werden. Damit werde das Solidaritätsprinzip geritzt, sagte SP-Ständerat Hans Stöckli. «Immer mehr Menschen verzichten auf ärztliche Leistungen, weil sie es sich nicht leisten können. Das ist dramatisch.» Im «Blick» sagt Barbara Gysi, die Franchisenerhöhung sei schlichtweg inakzeptabel. «Sie trifft ausgerechnet die Schwächsten am stärksten – chronisch Kranke und die ältere Bevölkerung.»

Die Linke hat bereits Widerstand gegen die Erhöhung der Franchisen angekündigt. Die SP will das Referendum ergreifen, der Schweizerische Konsumentenschutz will mitziehen. Das letzte Wort zur Gesetzesänderung wird also voraussichtlich das Volk haben.

Welche Reformen stehen noch an?

Krankenkassen-Themen haben derzeit politisch Konjunktur. Der Politologe Lukas Golder vom Forschungsinstitut Gfs Bern sagte vor Kurzem gegenüber watson: «Es ist auffällig, wie viele Initiativen zum Gesundheitswesen in der Pipeline sind». Der Bundesrat und das Parlament beschäftigten sich zwar schon lange mit den steigenden Kosten, doch habe es bisher eher wenige Volksinitiativen zum Thema gegeben und diese seien ausschliesslich von links gekommen: «Das ändert sich nun, etwa mit der Kostenbremsen-Initiative der CVP

Eine weitere Initiative hat die SP in der Pipeline. Mit ihrer Prämien-Entlastungs-Initiative will sie die Prämie bei 10 Prozent des Haushaltseinkommens begrenzen. Beide Initiativen befinden sich derzeit im Sammelstadium.

Weiter hat die Gesundheitskommission des Nationalrats eine Motion eingereicht mit dem Ziel, die Grundfranchise auf 500 Franken anzuheben. Gesundheitsökonom Felder sagt, das gäbe einen grösseren Effekt als die Franchisenerhöhung auf 350 Franken. «Die deutlich höhere Kostenbeteiligung würde das Verhalten der Leute ändern und insbesondere Arztbesuche wegen Bagatellen reduzieren», so Felder.

Bild

Gesundheitsökonom Stefan Felder. screenshot: unibas.ch

Versicherte, die eine höhere Franchise als die Grundfranchise wählen, müssen diese nicht drei Jahre lang beibehalten. Der Ständerat lehnte einen entsprechenden Gesetzesentwurf ab. Der Nationalrat wollte mit der Regelung verhindern, dass Versicherte ihre Franchise wegen eines absehbaren Leistungsbezugs – beispielsweise einer planbaren Operation – vorübergehend senken und dann wieder erhöhen. Er muss nun entscheiden, ob er an der Vorlage festhalten will.

(Mit Material der sda)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Schneider Alex 07.03.2019 06:04
    Highlight Highlight Und welches sind die konkreten Vorschläge der Gegner der Franchisenerhöhung zur Kostenreduktion im Gesundheitswesen?

  • Meckerschlumpf 06.03.2019 22:33
    Highlight Highlight Hmmm jeder hat einen anderen Job und je nach dem liegt die Unfall oder Krankheitsrate höher!
    Ich als 4 Schicht arbeiter denke das ich mal mehr zum Arzt gehe als jemand der im Verkauf oder Büro arbeitet. Gerade die , die Körperlich schwere Arbeit leisten werden damit bestraft!
    Die Gesundheitskosten sind eh schon unter aller Sau!
    Hackt doch einfach weiter auf denen rum die das was für die Schweiz 🇨🇭 als ebenbürdiger Partner der umliegenden Staten was tun.
    Ich sag nicht das es alle anderen nicht braucht!
    Doch Körperliche Arbeit ist nun mal ein Gesundheitsrisiko
  • murrayB 06.03.2019 21:02
    Highlight Highlight Sehr gut gemacht, liebe Politiker...

    Kosten von den Kranken zu den Gesunden minimal umverteilt!

    Umverteilten, umverteilen, umverteilen...

    Senkt endlich die Kosten, setzt dort an, anstatt immer nur umzuverteilen!
  • Nurmalso 06.03.2019 16:54
    Highlight Highlight Find ich gut... Bin auch dafür dass Regenschirme teurer werden wenn es Regnet.

    Vielleich sollte die KK auch Lohnabhängig werden... Bitte alle Politiker die Hand heben wer dafür ist.
  • chäsli 06.03.2019 15:31
    Highlight Highlight Mit solch fantasielosen "Sparvorschlägen" machen weder die SVP noch die FDP Stimmen. Es trifft genau die chronisch Kranken und die sind selber schuld, dass sie krank sind ???
  • mogad 06.03.2019 12:23
    Highlight Highlight Jetzt entlastet man das Gesundheitswesen durch höhere Franchisen. Ergebnis: man wird sich noch weniger anstrengen um Kosten einzusparen.
  • mogad 06.03.2019 11:57
    Highlight Highlight Eine Erhöhung der Franchise wird nur kurzfristig Erfolg bringen. Nachher steigen die Kosten umso stärker an. Wer ein Vermögen ans Gesundswesen zahlt, will nachher auch ein Topleistung für das viele Geld. Und stellt beim Artzt auch entsprechende Forderungen. Völlig zu Recht
  • mogad 06.03.2019 11:53
    Highlight Highlight Gegen die Lobbys von Pharma, Spitälern, Krankenkassen und Ärzten kommt man nich an. Deshalb sind auch keine wirksamen Reformen möglich. Dann holt man sich das Geld halt bei den Patienten.
  • mogad 06.03.2019 11:43
    Highlight Highlight Und weiter gehts mit dem Sozialabbau! Die SVP, die das mitbeschlossen hat, hat sich das Wahlkampftema "Mittelstand" auf die Fahne geschrieben.
  • Neruda 06.03.2019 11:42
    Highlight Highlight Ein Experte hat es vor ein paar Monaten im SRF richtig gesagt. Sie KK-Prämien auf 10% des Einkommens zu begrenzen wäre ein guter Ansatz. So wären die, die dann mehr bezahlen (Kantone & Bund) nämlich schnell einmal gezwungen, die Kosten bei Spitälern und Medikamenten einzusparen. Momentan wird ja nur alles auf den Prämienzahler abgewälzt ohne Kosteneinsparungen.
  • zeitgeist 06.03.2019 11:40
    Highlight Highlight Es ist mir klar, dass die Medizin in verschiedensten Situationen sehr sinnvolle Arbeit leistet und viel zur Lebensqualität beitragen kann, aber bisweilen denke ich, der Bezug zur Bedeutung der eigenen Existenz geht etwas verloren.

    Lasst endlich denn Menschen wieder etwas mehr Mensch sein, als Mensch leben und auch als Mensch sterben.

    Wenn jeder und jede bei tadelloser Gesundheit mind. 100 Jahre alt werden soll, dann wundern mich die steigenden Prämien nicht.
    • mogad 06.03.2019 12:20
      Highlight Highlight 100 Jahre! Seit 1997 sinkt die Zunahme der Lebenserwartung. Vor allem bei den Frauen. Bei den Ü80 wird sie voraussichtlich ab ca. 2020 nicht mehr steigen.
  • Meli_ZH 06.03.2019 11:28
    Highlight Highlight Na toll das wird widermal uf dem rücken der chronisch Kranken.
    Der zusatz das die Francise erhöt werden kann wenn die Kosten hoher als 13x der mindestfrancise betragen.
    Das beteutet für mich ständige erhöhung der Francise!
    Als hätten wir chronisch Kranken dies uns so ausgesucht! Es vetrifft auch Senioren und kleinkinder.
    Dan werden ganz einfach die Kosten der Sotialämter steigen.
    http://St
  • droelfmalbumst 06.03.2019 11:17
    Highlight Highlight Etwas was viele wohl nicht verstehen.
    Auch im Gesundheitsbereich, also Spitäler, Ärzte, Therapeuten, Versicherungen, ist das primäre Ziel zu erwirtschaften. Geld verdienen, Gewinne erzielen und dies wenn möglich jedes Jahr ein bisschen mehr.
    Klar ist ein Arzt da um Menschen zu helfen. Aber Primär wird jemand Arzt weil er damit massig Geld verdient, ihm der Job Spass macht und er Menschen hilft. Keiner macht ein Job wenn er dafür nichts bekommt...

    Ständig darüber ärgern dass es immer teurer wird bringt auch nichts. Schaut auf euch, lebt bewusst, dann ist man automatisch weniger krank
    • Neruda 06.03.2019 11:37
      Highlight Highlight Ich gehe einmal in fünf Jahren zum Arzt und was habe ich davon? Ich darf immer mehr zahlen! Ich frage mich, warum wir unsere Räte überhaupt noch bezahlen? Es heisst doch wer zahlt, der befielt? Wenn die Gesundheitslobby mehr zahlt, können wir's ja gleich bleiben lassen.
  • Lowend 06.03.2019 10:58
    Highlight Highlight Nachdem die rechte Lobby in den letzten Tagen beschloss, die Armen per KVG und per EL-Revision gleich zweimal zu schröpfen, haben sie heute beschlossen, dass die Reichen höhere Krankheitskosten steuerlich abziehen dürfen.

    Noch nie in der Geschichte der Schweiz gab es ein Parlament, dass derart volksverachtend politisierte, wie es dieser finanzgetriebene rechte Phalanx von Heuchlern gerade tut.

    Gewählt werden die aber trotzdem. Vermutlich weil das Stimmvieh auf Schlagwörter wie Volk, Frei oder Christlich hereinfällt, während Sozial und Grün als echte Reizwörter betrachtet werden.

    • mogad 06.03.2019 11:50
      Highlight Highlight Und auch mit gezielter Angstmacherei wird das Volk weich gekocht. Beispiele: sagt ja zu tieferen Renten, sonst gibt es bald gar keine Renten mehr; sagt ja zu Steuersenkungen für die Unternehmen
      sonst wandern die misamt den Arbeitsplätzen ins Ausland ab, usw.. Angst macht Menschen gefügig.
  • Patho 06.03.2019 10:58
    Highlight Highlight Man sollte Franchisen pro Krankheit und Jahr und nicht nur pro Jahr einführe. Jedes mal wenn man wegen etwas NEUEM zum Arzt geht zahlt man z.B. 100.-, alles was darüber ist übernimmt die (Einheits-)Krankenkasse. Wer wegen jeder Bagatelle zum Arzt rennt wird bestraft, wer chronisch Krank ist, bezahlt nicht zu viel.
    • mueggy 06.03.2019 11:51
      Highlight Highlight Dies setzt allerdings eine Diagnose voraus und genau an dieser scheiterts oftmals bei chronischen Schmerzpatienten...
  • Baba 06.03.2019 10:49
    Highlight Highlight Mir in den letzten Tagen passiert:
    - Skiunfall in den Ferien im Ausland, Schulterluxation, selbst eingerenkt
    - vor Ort zum Arzt, röntgen zur Kontrolle, ob nicht etwas gesplittert/gebrochen ist. Zum Glück alles i.O.
    - Arzt (Ausland) gibt mir Schlinge, ich soll Schulter ruhigstellen und nach einer Woche mit Physio beginnen
    - zurück in CH Arztrechnung KK eingereicht, dann angefragt, ob sie mir für max. 6 Physio eine Kostengutsprache geben könnten. Antwort: Nein, das muss Ihr Arzt machen!

    Jetzt verursache ich entweder Kosten für Konsultation - oder ich zahl' Physio selber... Beides finde ich 💩
  • jaähä 06.03.2019 10:47
    Highlight Highlight Das Problem sind nicht die zu hohen Gesundheitskosten, sondern die finanzierung dieser: durch einkommensunabhängige Prämien müssen Menschen mit mittleren und tiefen einkommen leiden. Franchisen sind sowieso mist, da sie die Ärmsten zum Poker mit der Gesundheit einlädt. Niemand geht aus Spass zum Arzt. Stark Einkommensabhängige Prämien oder ein steuerfinanziertes System wären die Lösung.
  • FW123 06.03.2019 10:13
    Highlight Highlight Das ist der grösste Witz / Beschiss, den ich je gehört habe. Behauptet wird, dass dadurch die KK-Prämien fallen - ja selbstverständlich, weil der Versicherte Fr 50.-- mehr aus eigener Tasche zahlt, das sind zig Millionen pro Jahr. Für die Gesundheitskosten bedeutet der Automatismus, dass jetzt nicht mehr gespart werden muss, die Franchise erhöht sich automatisch. Es wird also genau das Gegenteil vom dem bewirkt, was vorgegaukelt wird. So ein Beschiss!!!
  • Chääschueche 06.03.2019 09:48
    Highlight Highlight «Immer mehr Menschen verzichten auf ärztliche Leistungen, weil sie es sich nicht leisten können. Das ist dramatisch."

    Dazu möchte ich gerne eine Studie sehen. Die aussage eines linken Politikers reicht mir da leider nicht.

    Kosten senken?
    Genf hat Weltweit die höchste Dichte an MRIs...Privatspitäler die ganze Trams mit Werbung vollpflastern (Bern / Lindenhofgruppe), Medikamente die 100% teurer sind als im Ausland, Notorische "Ich renne wegen jedem Scheiss zum Arzt"...

    Bei den nächsten Wahlen wähle ich Pikachu. Das bringt mehr.

    • Jack Venture 06.03.2019 11:27
      Highlight Highlight @Chääschueche
      So à la: „Pikachu, du bist dran!“ 😂
      Merci, You made my Day!
  • DasEndeDerEwigkeit 06.03.2019 09:45
    Highlight Highlight Ist doch cool die Idee. Ich bin unheilbar krank da macht es echt Spass noch mehr zu bezahlen..aber hey zum Arzt gehen ist mein Hobby. Spielt ja keine Rolle wenn nur paar "Ausnahmen" ausgeblutet werden solange man nur auf diesen elenden schwachen rumtrampeln kann.
    Ich würde ja jetzt sagen was ich diesen ....... Wünsche aber ich glaube nicht daß man sowas in die Kommentare schreiben darf....
    • Meli_ZH 06.03.2019 11:33
      Highlight Highlight Ich verstehe dich so gut. Meine medis kosten Wöchtenlich 1000.-fr.
      Aber ich habe mir diese beschissene krankheit auch nicht ausgesucht.
  • angrod87 06.03.2019 09:32
    Highlight Highlight Bitte klärt mich auf, wenn ich einen Denkfehler mache, aber verstehe ich das Richtig: die Franchise wird von 300 auf 350 gehoben, d.h. jede Person mit der minimal Franchise zahlt 50.- mehr pro Jahr, sofern er über die 350.- Arztkosten kommt?
    Also wird grundsätzlich um 50.- gestritten? KK-Prämien ca. 6'000.- + 350.- statt 6000.- + 300.-
    • sottosopra 06.03.2019 09:43
      Highlight Highlight Gestritten wird vor allem um diesen Punkt:
      "Der Bundesrat geht davon aus, dass dann durch den neuen Mechanismus die Franchisen alle vier Jahre um 50 Franken steigen werden."
    • ARoq 06.03.2019 11:37
      Highlight Highlight 50.- mehr alle vier Jahre ist trotzdem verhältnismässig wenig. Meine Jahresprämie ist in den letzten 3 Jahren um 864.- gestiegen.
    • Meli_ZH 06.03.2019 11:38
      Highlight Highlight Der zusatz, dass wen die 13x Kosten höher als die mindestfranchise betragen jederzeit erhöt werden können. Also wenn jemand mehr als 4550.-fr (13x350.-fr.) an kosten angehöuft hat muss er mit der erhöhung rechnen.
      Da ich an einer autoimmunktrankheit leide muss ich mir ein medi spritzen dass 1000.-/woche kostet!
      Also kannst du dir vorstellen, dass ich als chronisch Kranken ständig mit einer erhöhung rechnen muss. Das betrift übrigens auch Senioren und kleinkinder.
    Weitere Antworten anzeigen
  • ilias 06.03.2019 09:32
    Highlight Highlight Für uns chronisch Kranke total unsozial und doch listet das BAG die Krankenversicherung unter "SOZIALVersicherung" auf.
    Da steht zum Beispiel:
    "In der Schweiz besteht ein engmaschiges Netz von Sozialversicherungen, das den hier lebenden und arbeitenden Menschen und ihren Angehörigen einen weitreichenden Schutz vor Risiken bietet, deren finanzielle Folgen sie nicht allein bewältigen können."
    • zeromaster80 06.03.2019 10:25
      Highlight Highlight Ja, ist es auch. Was kostet deine Krankheit(en) so pro Jahr? Könntest Du das selber zahlen? Merkst Du was? Ja, es belastet die mehr, die Leistungen brauchen aber deswegen bleibt es dennoch eine Sozialversicherung.
    • zeitgeist 06.03.2019 11:33
      Highlight Highlight In meinen Augen sind tatsächlich wohl eher die KK-Prämien ein Risiko, deren finanzielle Folgen nicht allein bewältigt werden können.
  • Skeptischer Optimist 06.03.2019 09:18
    Highlight Highlight Politik und Gesellschaft haben Mühe zu begreifen, dass eine ständig verbesserte medizinische Versorgung einer alternden Bevölkerung zwangsläufig zu höheren Ausgaben führt. Der medizinische Leistungsbedarf der über "Eigenverantwortung" geklärt werden könnte ist dabei vernachlässigbar. Es mag Leute geben, die zu früh zum Arzt gehen, es gibt aber auch Leute, die zu spät gehen.

    Die Grundsatzfrage, die es zu beantworten gilt ist lediglich, ob die Finanzierung solidarisch oder individuell erfolgen soll. Mit der Verabschiedung des KVG wurde diese Grundsatzfrage geklärt.
    • aiuto 06.03.2019 10:29
      Highlight Highlight KVG ist solidarisch? Verstehe ich nicht ganz... denn es gibt nicht nur die, die zu früh oder zu spät zum Arzt gehen - es gibt auch jene, die ständig zum Arzt gehen, weil sie es müssen. Es gibt viele unheilbare Krankheiten - ohne dass man etwas dafür kann. Und die ein Leben lang behandelt werden müssen.
  • Mennsgi 06.03.2019 09:00
    Highlight Highlight Wieso wird die Grundkrankenkasse nicht verstaatlicht und man muss ein bestimmten Prozentsatz des Lohnes einzahlen wie bei der AHV und jeder hat 300.- Franchise?
    • jaydre 06.03.2019 09:38
      Highlight Highlight weil die KK ihre Lobbyisten haben. schliesslich geht es darum, dass die überzähligen der Chefetagen ihren Job bei den KK verlieren und plötzlich noch etwas arbeiten müssten. aber auch, weil das CH Volk bei der Abstimmung dafür nein gesagt hat.....
  • Lowend 06.03.2019 08:53
    Highlight Highlight Übrigens ist es bezeichnend, dass kein einziger dieser hoch bezahlten rechten Lobbypolitikern davon redet, was passieren würde, wenn die Prämien mal sinken sollten.

    Logischerweise müssten die Franchisen dann ja um 50.- sinken, aber sinkende Prämien sind in deren Denkmuster vermutlich per se nicht vorgesehen.
  • Hein Doof 06.03.2019 08:51
    Highlight Highlight Man könnte auch das ganze System anpassen (Stichwort Werbe- und Provisionskosten) um die Prämien schlagartig und ohne Leistungseinbusse zu senken.
    • zeromaster80 06.03.2019 10:29
      Highlight Highlight Senken?^^ Träum weiter. Diese linke Lüge ist langsam unerträglich.
  • bansaighdear 06.03.2019 08:42
    Highlight Highlight Also ... 2020 = 350 / 2025 = 400 / 2030 = 450 / 2035 = 500
    Ich hoffe für unsere Kinder dass die Löhne auch so steigen.
    • angrod87 06.03.2019 14:00
      Highlight Highlight 50.- alle 4 Jahre -> 12.50 pro Jahr durchschnittlich. auf 12 Monate wären das 1.0411 gerundet 1.05...

      du willst mir sagen, dein Lohn ist in den letzten Jahren nicht 1.- pro Monat und Jahr gestiegen?
    • bansaighdear 06.03.2019 14:47
      Highlight Highlight Ja, will ich.
  • Maranothar 06.03.2019 08:33
    Highlight Highlight In einer Welt in der das Wort "sozial" ein Schimpfwort zu sein scheint, ist es für Lobbyisten umso leichter einen Politiker zu kaufen.

    Jetzt soll man also neben der dauernd steigenden Prämien auch noch selber immer mehr bezahlen? Wer glaubt dass das die Kosten senkt, der leidet auch an einer speziellen Form von Geisteskrankheit.

    Und nein, die Prämien werden deswegen nicht sinken. Die Kassen werden kaum freiwillig nein zu mehr Geld sagen.
    • zeromaster80 06.03.2019 10:34
      Highlight Highlight Erklär uns das, ohne auf linke Lügen zurückgreifen zu müssen. Tipp, Gewinne sind in der Grundversicherung nicht erlaubt und nein, Rückstellungen sind keine Gewinne. Und ja... 50 Franken pro Jahr wird nicht zu einer Prämien Senkung führen. Schon mal nachgesehen woher die Steigenden Kosten kommen? Offensichtlich nicht.
  • Nachfrag 06.03.2019 08:22
    Highlight Highlight Danke viel mal. Bin gesegnet mit chronischen Problemen und finde das gar nicht solidarisch. Derweil steigen gewisse Medikamentenpreise ungebremst und ohne Grund (ausser Gier). Bedanken darf man sich bbei der FDP und der SVP.
  • Purscht 06.03.2019 08:20
    Highlight Highlight Das erinnert mich an den Lobbyartikel letstens, in dem stand dass in der Gesundheitskomission die Parlamentarier mit einem Mandat in der Gesundheitsbranche die Mehrheit haben.
    Das haben wir jetzt davon.
  • IMaki 06.03.2019 08:20
    Highlight Highlight Wie immer in der helvetischen Politik: Zu spät und am falschen Ort. Alles, was am Patienten, sprich: Prämienzahler herumgedoktert wird, ist nur Symptombekämpfung. Die Ursache des Uebels ist das KK-Obligatorium mit der so genannt "flankierenden" Prämienverbilligung. Hier steckt der Treiber für die explodierenden Kosten im Spitalwesen, die geradezu obszönen Medikamentenpreise in der Schweiz und für den Selbstbedienungsladen so genannter "Leistungserbringer". Das wollen jedoch weder linke noch rechte Politiker wahrhaben, denn das würde ihre jeweilige Klientel im Nerv treffen.
  • Hallo I bims. Ein AfterEightUmViertelVorAchtEsser 06.03.2019 08:20
    Highlight Highlight Solange Ärzte bis zu einer Million verdienen, sehe ich viel effizientere Wege um KK-Prämien zu sparen. Aber eben, die lobbyieren stark im Bundeshaus, und bei den Kranken kann man's ja nehmen. Die sind eh zu schwach um sich zu wehren.
  • Göschene-Eirolo 06.03.2019 08:19
    Highlight Highlight Wer wirksam erreichen will nicht wegen jedem BOBO zum Arzt zu gehen, der kann sein Franchise heute schon bis auf 2500 Franken erhöhen. Freiwillig notabene. Und reduziert damit spürbar seine Prämie.
    Der einzige Effekt bei der Erhöhung der Grundfranchise um 50 Franken ist, dass es Millionen in die Kassen spült, ohne dass diese dafür eine Gegenleistung erbringen (zB entsprechende Senkung der Prämie).
    Weil man diese versteckte Prämien-Erhöhung nicht ehrlich begründen will, werden wir von den Bürgerlichen mit fadenscheinigen Argumenten brandschwarz angelogen. Rentenalter 67 lässt grüssen!
    • Tagedieb 06.03.2019 10:04
      Highlight Highlight 1) Ich selber handhabe es ja auch so wie du & gehe eh kaum zum Arzt - keine regelmässigen Gesundheitschecks & so. ABER: es gibt Leute die haben nicht die Wahl, die müssen regelmässig zum Arzt (& meist nicht selbstverschuldet.) Dann gibt's die Hypochonder. Das ist auch ein ernsthaftes Problem, wenn auch ein psychisches. Die beruhigen sich nur, wenn ein Arzt sagt es sei "alles gut." Und dann gibts noch die, welche mir Verantwortungslosigkeit vorwerfen, weil Krankheiten, wenn sie im Frühstadium erkannt und behandelt werden können, wesentlich günstiger seien. (das bedingt aber Gesundheitschecks).
    • Tagedieb 06.03.2019 10:05
      Highlight Highlight 2) Und dann kommt noch das Thema Arztzeugnis. Da haben wir nochmals nicht die Wahl. Es braucht griffige Lösungen, Selbstverantwortung reicht da nicht. Und Prämienzahler gegeneinander aufhetzten und das ganze Solidaritätsprinzip aufweichen bringt's erst recht nicht!
    • Baccara 06.03.2019 11:36
      Highlight Highlight 1/2
      Nö du. Ich bezahle seit der Einführung des Krankenkassenobligatoriums Prämien und habe bisher kein einziges Mal Rechnungen eingereicht. Nicht, weil ich nicht krank gewesen bin, sondern weil ich eine Franchise von 2'500 hatte. Und ich habe JEDES JAHR zur günstigsten Versicherung gewechselt, aus Trotz über dieses hirnrissige System. Und dann wird mir angekündigt, mit 2'500 Selbstbehalt wird meine Prämie 120 Franken ansteigen. Monatlich. Weil ich eine Frau im gebärfähigen Alter bin. Ja merci, ich befruchte mich ja selber, nid wahr!
    Weitere Antworten anzeigen
  • AlienTechnologie 06.03.2019 08:17
    Highlight Highlight Ist ja schön, wenn die Politiker erkannt haben, dass exponentiell wachsende Kosten nicht in Ordnung sind. Leider gehen die Massnahmen an der Realität vorbei. Wenn Leute wegen einem Schnupfen zum Arzt gehen, kann es gut sein, dass der Arbeitgeber ein Zeugniss will. Es geht doch niemand gerne zum Arzt wegen sowas!
  • Jerry Cad 06.03.2019 08:12
    Highlight Highlight Ich versteh ja, dass es nicht einfach ist eine Lösung des Gesundheitskostenproblems zu finden, die Ideen der Politiker scheinen aber hauptsächlich Fürze zu sein, die gut aussehen, weil die Gesundheitskosten eine Hauptsorge des Wahlvolks sind.

    Und dass bei all den Kosten die Krankenkassen, dann manchmal nicht bereit sind nötige Therapien zu bezahlen, ist auch ein Witz.
  • Randalf 06.03.2019 08:07
    Highlight Highlight Die gute Nachricht war, dass dieses Jahr die KK Prämien nicht soviel erhöht werden. Dafür steigt jetzt die Franchise, momoll, guet gmacht.
    Leider müssen wir auch zwangsweise zum Arzt (Arztzeugnis,rezeptpflichtige Medis, z.B. Malariaprophylaxe usw.).
    Wie weit sind die Politiker*innen eigentlich von Leuten entfernt ?
    50 Franken mehr oder weniger hält niemand von einem Arztbesuch ab.
    • Nachfrag 06.03.2019 08:25
      Highlight Highlight Wie bitte die Prämien werden nicht so viel erhöht?? Davon habe ich nichts mitbekommen, bei mir ists massiv teurer geworden! Und da ich dieses Jahr die Franchise unglücklicherweise wohl ausschöpfe werde ich aber auch jede erdenkliche Leistung in Anspruch nehmen welche möglich ist. Funktioniert super das tolle System.
    • nickname2000 06.03.2019 09:07
      Highlight Highlight Ich denke das ist Kalkül. Die wissen doch ganz genau, dass damit einfach die Kranken mehr zahlen müssen. Menschen mit einer 300er Franchise haben im Normalfall fixe jährliche Arztkosten von mindestens CHF 1500. Die kommen sicher nicht von Gelegenheitsbesuchen beim Arzt sondern von ernsthaften gesundheitlichen Problemen.
    • ilias 06.03.2019 09:15
      Highlight Highlight Genau. Ich bin chronisch krank und bezahle mindestens jedes Jahr CHF 300 Franchise, CHF 700 Selbstbehalt und je nach dem noch CHF 15 pro Tag bei Spitalaufenthalten plus noch Medikamente usw., was die Kasse nicht bezahlt.
      Also eine soziale Versicherung ist in meinen Augen etwas anderes...
  • olizont 06.03.2019 08:07
    Highlight Highlight Ich kann (oder will) mir keine Krankenversicherung mit einer Franchise von CHF 300 leisten. Bin schon bei einer Franchise von CHF 2500.- ! Gehe nur zum Arzt wenn ich fast am Sterben bin. Mit der Erhöhung der Franchise auf CHF 350 wollen unsere Politiker nun genau diesen Effekt erreichen... denke jedoch nicht, dass dies mit einem solch geringen Anstieg funktioniert... Finde den Ansatz völlig falsch und bedenklich
    • ilias 06.03.2019 09:18
      Highlight Highlight Ich wünsche dir, dass du weiterhin so gesund bist und nur zum Arzt musst, wenn du am Sterben bist - wie du sagst...
      Denn falls du chronisch krank wärst wie ich, dann kostet es wirklich viel. Und hat nichts mehr mit "sozialer Versicherung" zu tun. Als chronisch Kranker bist du nämlich ständig beim Arzt - ob du nun am sterben bist oder nicht.
  • wasihrnichtsagt 06.03.2019 08:06
    Highlight Highlight Denk aber immer daran, der Grat zur asozialer Marktwirtschaft ist schmal. Eigenverantwortung in Ehren, doch drängt den Mittelstand nicht an die Wand, das kommt nicht gut. Leute weichen dan nach links und rechts aus (Sinnbildlich gesprochen).
  • Robert S 06.03.2019 07:55
    Highlight Highlight Es mich an der SP Initiative stört ist, dass die Kosten nicht angepackt und nur die Ausgaben anders verteilt werden
  • red 06.03.2019 07:41
    Highlight Highlight Die Franchiseerhöhung hat doch keinen einfluss auf die Gesundheitskosten, höchstens auf die Menge der Kosten dei von den Krankenkassen übernommen werden müssen. Pure Augenwischerei. Wenn ich Krank bin gehe ich meist nur zum Arzt, damit ich ein Zeugniss für den Arbeitgeber habe. Diese Zeugnisspflicht nach 3 Tagen verursacht sicher höhere kosten und man würde besser daran drehen.
    • malina2 06.03.2019 08:17
      Highlight Highlight Dann solltest du auf ein Modell wechseln (Medgate), bei welchem du dein Zeugnis per Telefon bestellen kannst. Statt über das System zu schimpfen solltest du dich vielleicht einfach mal informieren.
    • Mutzli 06.03.2019 10:05
      Highlight Highlight @malina2

      Ein Zeugnis übers Telefon bestellen? Das würde das ganze ja erst Recht ins Absurde führen. Da kann man ja gleich zugeben, dass diese Zeugnispflicht für kürzere Erkrankungen nur unnötiges Theater ist.
  • Maggiolino 06.03.2019 07:37
    Highlight Highlight Ich soll nicht wegen jeder Bagatelle zum Arzt? Wie geht das mit einer chronischen Krankheit? Da bezahle ich so oder so einfach mehr.
    Noch eine Frage: was genau ist eine unnötige Behandlung? Hilft da mir Dr. Google weiter?
    Wie viele Krankenkassen gibt es? Wie viele kostet deren Verwaltung? Und deren Typen, die ständig anrufen und mir wieder mal eine neue super Sache verkaufen möchten?
    Aus meiner Sicht geht Solidarität so: ABSCHAFFUNG der Franchise, Einheitskasse und Anpassung der Prämien an die Einkommen/Vermögen.
    Aber das ist dann wohl wieder „linkes Geschwafel“...
    • bansaighdear 06.03.2019 08:34
      Highlight Highlight Klar, eine Einheitskasse wird ihr Monopol ja auch gaaanz sicher nicht ausnutzen um vulgäre Prämien zu verlangen.
    • Troxi 06.03.2019 10:12
      Highlight Highlight Man darf die Einheitskasse nicht Privaten überlassen und der Bundesverwaltung unterstellen. Dann gibt es bei der Grundversicherung auch einen Prämienauswuchs.
  • Öpfelmues 06.03.2019 07:36
    Highlight Highlight Es gibt genug Arbeitgeber die ab dem ersten oder zweiten Tag Krankheit ein Arztzeugnis verlangen. Ich bin fast nie Krank, wen es hochkommt einen oder zwei
    Tage im Jahr. Da kann ich nicht verstehen wir der Arbeitgeber mir nicht vertraut. Ich finde man sollte diese Regel flexibel Gestalten und ein Arbeitszeugnis z.B. ab den vierten Tag verlangen. Wenn es dan Leute gibt die das Ausnützen und auffällig oft kurz Krank sind, kann man von den Personen ja ab dem ersten Tag ein Zeugnis verlangen, dann kommen die auch zur Arbeit.
    Weil ich muss nicht nur wegen einem Zettel zum Arzt!!!
  • Nik G. 06.03.2019 07:35
    Highlight Highlight Das schlimme ist, dass die Politiker eigentlich Wissen wo sie sparen könnten. Aber die Pharma und Ärztelobby ist einfach stärker.... Nehmen wir es einfach bei den schwächsten und der Normalen Bevölerung. Die Zahlen ja
    • Katzenseekatze 06.03.2019 08:43
      Highlight Highlight ... und die haben keine starke Lobby... und wehren sich nicht. Oder können nicht ...
    • Amboss 06.03.2019 09:12
      Highlight Highlight Wo könnte man denn sparen?
      Welche Gebiete sind es, wo die Politik eigentlich sparen würde, Pharma und Ärzte aber stärker sind und es verhindern?
    • Nik G. 06.03.2019 09:27
      Highlight Highlight Medikamentenpreise, anpassung des Tarmedkataloges. Viel zu hohe Spitaldichte.
    Weitere Antworten anzeigen
  • The Writer Formerly Known as Peter 06.03.2019 07:33
    Highlight Highlight Es geht nicht um die 50 Fränkle mehr. Das tut niemandem weh. Aber das damit ein automatischer Ausgleich eingeführt wird. Erst 50.- in weiteren 5 Jahren sind es dann 150.- und mehr. Gibt es diesen Patienten überhaupt, der wegen jeder Lappalie zum Arzt rennt? Wenn ich eine Packungsbeilage lese oder einen Apotheker frage, schicken die mich doch wegen jedem kleinen Unwohlsein zum Arzt... kein Risiko, keine Verantwortung.
  • Real 06.03.2019 07:33
    Highlight Highlight Unsere heutige Art zu Leben ist das Hauptproblem. Man darf, will nicht krank sein! Das kostet ja schliesslich Milliarden diese Krankheitsausfälle!!! Es braucht ja schon nach zwei Tagen ein Artztzeugnis für den Arbeitgeber. Sport, Fitness, Gesundheit ist heute das wichtigste und wird propagiert wo man nur kann. Alles muss immer schneller und besser werden, Digitalisierung lässt grüssen. Kein Wunder der Perfektionismus hinterlässt immer mehr spuren. Es gibt nur einen Weg, drei Gänge zurückschalten, und unser Tun kritisch hinterfragen.
  • Midnight 06.03.2019 07:32
    Highlight Highlight Also ein Arztbesuch kostet normalerweise doch ca. zwischen 60 und 100 Fr. Bei einer Franchise von 350 Fr. würde die Krankenkasse erst etwa ab dem 5. Arztbesuch bezahlen. Gibt es wirklich so viele Leute in der Schweiz, die jedes Jahr mehr als 5 Mal unbegründet zum Arzt gehen?

    Das ist doch Absurd!
    Da gibt es bestimmt viel grössere Kostenfaktoren. Medikamentenpreise oder die Kosten der Verwaltungsräte in den Versicherungen und Spitäler zum Beispiel.

    Was kommt als nächstes? 10'000 Fr. Maximalfranchise bei 300 Fr. Prämie - um ganz sicher zu sein?
    • Maggiolino 06.03.2019 07:44
      Highlight Highlight Als chronisch Kranker gehe ich auf jeden Fall mehr als fünfmal pro Jahr zum Arzt, sehr viel mehr als fünfmal.
      Deshalb ist eine solche Lösung für chronisch Kranke ein Witz. Eigentlich sollte man so was Blödes wie die Franchise abschaffen. Eine Versicherung sollte einfach die Kosten decken - mit den Prämien und dem Selbstbehalt. Punkt. Es braucht nicht noch eine Franchise.
    • p4trick 06.03.2019 09:19
      Highlight Highlight @Maggiolino es muss ein Anreiz da sein, dass eben die Kassen nicht einfach alles zahlen. Sooo oft habe ich von Ärzten gehört die mir ein Medi verschreiben wollten und ich nachgefragt habe ob ich das wirklich brauche... "Zahlt ja die Krankenasse sowieso". NEIN ich zahle bei hoher Franchise und ich will keine Medis die ich nicht brauche.
      Für Menschen die chronisch Krank sind ist es klar, dass die Franchise kein Sinn ergibt. Aber die Leute die wegen jedem Boboleli zum Arzt rennen sollten selber zahlen. Praxisgeld von 50 Franken pro Krankheitsfall
    • Nachfrag 06.03.2019 09:37
      Highlight Highlight Ein durchschnittlicher Arztbesuch kostet definitiv mehr als 100.- Schon alleine die externen Laborkosten für meinen letzten Checkup machen 144.-
      Da hat man wenigstens die 350.- Franchise in einem Mal raus...
    Weitere Antworten anzeigen
  • RhabarBär 06.03.2019 07:32
    Highlight Highlight Das ist wieder einmal symptomatisch für die momentane Politlandschaft: anstatt zu handeln und das Thema Krankenkassen anzugehen, griffige Massnahmen zur Kostenkontrolle einzuführen oder endlich einmal Reformen durchzusetzen, erhöht man, tada!, die Franchise, damit die Prämienzahler es ausrichten können. Nichts ändert sich! Statt dass sich die Prämien um vielleicht 4% erhöhen, steigen sie nun um 2% (was aber nicht bewiesen ist!), stattdessen erhöht sich meine Franchise alle 4 Jahre um 50 Franken. Merci villmal - für nichts!
    • Amboss 06.03.2019 08:23
      Highlight Highlight Sorry, aber es gibt wohl kaum ein Thema, womit sich die Politik häufiger auseinandersetzt als das Thema KK und Gesundheit.
      Und wieso gibt es kein "griffigen Kostenkontrolle", "Reformen" etc...?
      Weil solche gar nicht möglich sind, da muss mein einfach realistisch sein. Entweder führen Reformen zu kaum merkbaren Entlastungen oder aber man verwehrt den Patienten gewisse Behandlungen, d.h. zu massiven Einschränkungen (also Zweiklassenmedizin).

      Gäbe es wirksame Lösungen für unser Gesundheitswesen, es hätte sie bestimmt schon jemand gefunden.
    • Dr no 06.03.2019 09:10
      Highlight Highlight @ amboss gefunden sind die lösungen schon lange. aber niemand hat die eier sie durchzusetzen.
    • Amboss 06.03.2019 09:49
      Highlight Highlight @Dr no: Welche Lösungen?
    Weitere Antworten anzeigen
  • mrmikech 06.03.2019 07:30
    Highlight Highlight Problem: während die meiste angestellt sind und ein salar bekommen rechnen ärzte pro stund ab. So kann (zB) ein physiotherapeut mit eine Woche arbeit schon ein monatssalar verdienen.

    Lösung: einheitskasse und alle ärzte anstellen. So sparen wir uns sicher 50%.

    Ärzte dürfen weiterhin privat - also nicht angestellt - arbeiten, kosten sollen dann aber nicht von die krankenkasse übernommen werden.

    Und endlich mal parallelimport von medis erlauben, dann gehen diese kosten auch mit 50% runter.
    • p4trick 06.03.2019 09:14
      Highlight Highlight Bei der Einheitskasse kann diese Kasse mit dem Arzt diskutieren wie hoch der Betrag sein darf. EIN Ansprechpartner für alle Ärzte, sie können weiterhin privat bleiben nur die Zahlung ihrer Leistung wird geregelt zentral.
    • Honk Honk! 06.03.2019 11:35
      Highlight Highlight Die Einheitskasse kamm schon mal vors Volk und wurde abgelehnt! Dann muss man ja halt mit etwas anderem aufkommen, jetzt sind es die 50.- und auch das wird wahrscheinlich abgelehnt... Was kommt als nächstes?
  • p4trick 06.03.2019 07:30
    Highlight Highlight Wir brauchen eine KKV die Prämien werden direkt dem Lohn abgezogen, maximal 10% und minimal 3% bei Lohn über 10'000. Rechnungen werden direkt aus diesem Topf bezahlt. Jeder hat 3600 Franchise also zählt mit seinem Anteil diesen Anteil. Was über diesem Betrag Ende Jahr übrig bleibt also zB. 5000 wird retour bezahlt, in diesem Falle 1400.
    100 pro Kind wird monatlich direkt vom Kindergeld abgezogen und fliesst auch in die KKV. Rùckzahlung analog oben.
    Zusätzlich eine Praxis Gebühr pro Fall. Chronisch Kranke Zahlen die nicht da immer der gleiche Fall.
    Könnte das nicht die Lösung sein?
    • Wenn Åre = Are dann Zürich = Zorich 06.03.2019 08:09
      Highlight Highlight 3'600 Franchise?
      Das wäre für viele Chronisch Kranke der Ruin
    • p4trick 06.03.2019 09:12
      Highlight Highlight 3600 Franchise oder anderst gesagt 3600 Selbstbehalt entspricht einem Monatsbeitrag von 300.- was momentan die günstigste Prämie für Franchise 300 bedeutet!
      Es ist auch keine Lösung sondern die Grundidee, dass alles automatisch erfolgt und nicht nocht Prämienverbilligungen etc. beantragt werden muss. EINE Kasse die Zentral gemanaget wird vom Bund analog AHV. Die Rückzahlungen müssten noch angepasst werden für die die nie zum Arzt gehen. Es soll z.B. mindestens 150 pro Monat abgezogen werden, die nicht mehr verfgütet werden, momentan ist eine Franchise 2500 Versicherung ca. 200 im Monat.
    • Wenn Åre = Are dann Zürich = Zorich 06.03.2019 11:37
      Highlight Highlight Stopp die 300.- Franchise pro Nonat wären + 600.- Prämie + 700.- Selbstbehalt.

      Aus Erfahrung weiss ich das Krankheiten nicht Monatsweisr reintröpfeln sondern meist einfach mal auf einen Schlag Kosten.
      Erst dann wenn es Chronisch wird, kommen Regelmässige Kosten.

      Haben sie 3600 auf der Hohen Kante für Med. Notfälle?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Armend Shala 06.03.2019 07:29
    Highlight Highlight Es ist langsam wirklich Zeit die Mistgabeln hervorzunehmen.
    • Nachfrag 06.03.2019 08:28
      Highlight Highlight Ich bin dabei!
  • ströfzgi 06.03.2019 07:28
    Highlight Highlight "Eine weitere Initiative hat die SP in der Pipeline. Mit ihrer Prämien-Entlastungs-Initiative will sie die Prämie bei 10 Prozent des Haushaltseinkommens begrenzen."

    Familie, 4 Personen, Haushaltseinkommen 100.000. KK-Prämie 15.000. Nach SP neu 10.000.

    Ist ja gut gemeint, aber wer zahlt dann die Differenz von 5.000?
    • Shwarms 06.03.2019 08:00
      Highlight Highlight Wahrscheinlich diejenigen mit dem Haushaltseinkommen von über 200‘000.
      Bei einer sich immer weiter öffnenden Lohnschere wäre das gut kompensierbar.
    • The Count 06.03.2019 08:23
      Highlight Highlight Sorry aber wo und wie seid ihr denn versichert? Wir sind auch zu viert (2x 42i, 17i und 15i) umd bezahlen jährlich 8000.-
      Seid ihr da ein bisschen selber schuld?
    • Robert S 06.03.2019 08:34
      Highlight Highlight Andere, an den Kosten ändert sich nichts. Höchstens das Kostenbewusstsein, dass sinken wird
    Weitere Antworten anzeigen
  • Sherlock_Holmes 06.03.2019 07:26
    Highlight Highlight Die Wirkung ist nicht nur umstritten sondern total unsozial! Die automatische Franchisenerhöhung trifft ausgerechnet die Schwächsten am stärksten – chronisch Kranke und die ältere Bevölkerung. Schon heute geht über ein Fünftel der Leute nicht zum Arzt, weil sie Angst vor den zusätzlichen Kosten haben.
    Die wenigsten sind sich dessen bewusst, dass es auch sie betreffen kann.

    Nächste Woche wird der Nationalrat die Vorlage behandeln. Winkt er das Geschäft durch, kann nur noch ein Referendum die automatische Franchisenerhöhung aufhalten.

    Darum Referendum unterstützen!
    • sottosopra 06.03.2019 07:49
      Highlight Highlight Genau, die automatische Franchisenerhöhung trifft ausgerechnet die Schwächsten am stärksten, chronisch Kranke, die ältere Bevölkerung und Working poor/Familien des unteren Mittelstands die selten mehr als CHF 8000 Erspartes auf dem Konto haben. Von denen gehen, mit Ausnahme von ein paar Hypochondern, die wenigsten davon wegen jeder Kleinigkeit zum Arzt (den Selbstbehalt bezahlt man dennoch selber).
      Nebenbei wird auf Kantonsebene (wie wir vergangene Woche schön gesehen haben) auch bei der Prämienverbilligung für ebendiese Bevölkerungsgruppen kräftig gespart. Umverteilung von unten nach oben.
    • Lausannois86 06.03.2019 08:47
      Highlight Highlight Wenn durch die Erhöhung der Mindestfranchise die monatlichen Prämien statt um CHF 12 nur um CHF 2 steigt, profitiert jeder (mit entsprechender Franchise). Diese Zahlen sind gerechnet mit 0.5% (siehe Artikel) und 3% (gefühlter Schnitt die letzten Jahre) von 400. Dann muss die Person diese 10 CHF pM (CHF 120/Jahr) auf die Seite legen und spart sozusagen 70 CHF netto.
    • Bene883 06.03.2019 09:33
      Highlight Highlight @Sherlok_Holmes: Erklär mir das bitte Mal, ich kann das Argument nicht mehr hören. Meine Krankenkassenprämie ist jährlich in den letzten 4 Jahren (Berechnete Erhöhungsschritte um 50.- im Vorschlag) auf jeden Fall mehr als 50.- erhöht worden. D.h. auch Chronisch Kranke etc. haben längstens 50.- mehr Prämie im Jahr. Wenn nun das Prämienwachstum gebremst wird und dafür 50.- Franchise rauf zahlen chronisch Kranke, welche ihre Franchise sowieso jedes Jahr überschiessen keinen Rappen mehr als heute, oder liege ich falsch?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Scaros_2 06.03.2019 07:25
    Highlight Highlight Kleine Story

    Ich hatte einen Unfall vor 2 Jahren. Jetzt hatte ich vor 1 Monat wieder schmerzen, gleiche stelle, gleicher Schmerz, plötzlich. Gehe also zum Arzt, gebe die alte Unfallnummer an. Dann, ruft die SUVA an, sie müssen das Abklären ob es wirklich vom Umfall ist. Ihr eigener Arzt schaut das an und kommt zum entschluss es habe nichts mit dem Umfall zu tun. Ich bin aber seit 8 Sitzungen in Physio. Also will die SUVA nicht zahlen und schickt es meiner KK. Die wiederum engagiert ein Extperten, das dieser Beweist es habe mit dem Umfall zu tun. Was da Geld gebraucht wird.......
    • Scaros_2 06.03.2019 07:38
      Highlight Highlight Ergänzung: Und wir wundern uns, warum wir ständig mehr zahlen müssen wenn 2 KK sich gegenseitig den Job zustellen und jede Partei 1 Arzt, 1 Rechtsversteher etc. engagiert um darüber zu streiten wer die Kosten von 9x Physio bezahlt + 1 Arzt konsultation. Das ganze Prozedere kostet jetzt schon vermutlich schon das X-Fache der Kosten.

      Mich macht das sehr wütend.
    • Wenn Åre = Are dann Zürich = Zorich 06.03.2019 07:41
      Highlight Highlight Ich hoffe füt Sie das Sie nicht "Temporär" einspringen müssen
    • Wenn Åre = Are dann Zürich = Zorich 06.03.2019 08:07
      Highlight Highlight Ja das Kostet.
      Krankenkassen haben meist mehr oder weniger die selbe Personelle Struktur auf ihrer Seite wie Spitäler, also Ärzte, Anwälte, Medizincontroller usw.

      Wer das Bezahlt wird meines Wissens niergends Transparent Ausgewiesen.
      Angeblich geht das alles über die Zusatzversicherungen aber die seien Wiederum nicht mehr Rentabel.

      Ich wäre für ein Fallpauschalsystem der Kassen und Versicherer analog der Erbringer.
      Jeder Klient sähe dann welche Leistungen zu welchem Preis die Kasse erbrachte
    Weitere Antworten anzeigen
  • Albertine 06.03.2019 07:20
    Highlight Highlight Kranksein muss man sich halt leisten können ...

    ... das Gesundheitssystem wird in eine Zwei-Klassen-Medizin münden
    • droelfmalbumst 06.03.2019 11:13
      Highlight Highlight Die Zweiklassenmedizin gibt es seit dem Obligatorium der Grundversicherung... Nichts neues... wieso dann immer so "mötzeln" ?
    • Chääschueche 06.03.2019 12:13
      Highlight Highlight @Albertime
      Ja. Weil es Masslos ausgenutzt wird und man wegen jedem Scheiss zum Arzt rennt.

      Das wir immer älter werden (Danke Medizin) hilft eben auch nicht die Kosten zu senken.

      Aber eben. Dafür kannst du in Genf bei Zig verschiedenen "Firmen" ein MRI machen...
  • Shwarms 06.03.2019 07:18
    Highlight Highlight Die Entwicklung geht in eine Richtung, bei der sich künftig wohl nur noch finanziell besser gestellte Menschen eine chronische Krankheit leisten können.
    Als (noch) gesunder und junger Bürger bereitet mir das wohl Kopfzerbrechen.
    Wäre es nicht sinnvoller Notfallpauschalen zu erhöhen, Den Krankenkassen zu verbieten gewinnorientiert zu arbeiten und Medikamentenpreise zu vermindern?
    Die Kostentreiber werden aber dank ihres Lobbyismus (auch Korruption genannt) nicht zur Verantwortung gezogen.
  • Goon 06.03.2019 07:18
    Highlight Highlight Jetzt muss man nicht nur immer mehr Prämien bezahlen sondern ständig auch mehr Franchise. Mol, Bravo und Super....
  • Stichelei 06.03.2019 07:16
    Highlight Highlight Die Politiker übertreffen sich gegenseitig mit ihren fantasielosen Konzepten: Man überwälzt die permanent steigenden Gesundheitskosten einfach auf alle Prämienzahler wie mit der Erhöhung der Franchise; oder man lässt einfach den Mittelstand für die anderen zahlen wie bei der SP-Initiative. Wie wär‘s mit Kosten reduzieren wie z.B. bei den Medikamentenpreisen oder dem Überangebot von Leistungen (es braucht kein MRI in jedem Spital mit mehr als zwei Betten)? Aber offensichtlich ist es in Bern zu schwierig, sich gegen die Lobbyisten durchzusetzen.
    • 有好的中国老虎 friendly chinese Tiger 06.03.2019 07:31
      Highlight Highlight Langsam haben wir US zustände in der Schweiz. Die Lobbies haben zuviel Macht im Parlament und die Politiker kein Rückgrat. Die sichern sich lieber ein Extraeinkommen als ihren Job zu machen --> uns in Bren zu repräsentieren
    • Gopfridsenkel 06.03.2019 07:44
      Highlight Highlight Bin absolut deiner Meinung! Es braucht meiner Meinung nach auch nicht 50 verschiedene Krankenkassen. Wenn man die Anzahl reduzieren würde, dann könnte man bei dem administrativen Apparat massiv Kosten sparen.
    • nib 06.03.2019 08:41
      Highlight Highlight Bereits viermal hat das Schweizerische Stimmvolk eine Vorlage zu einer staatlichen Einheitskasse deutlich abgelehnt.
      Aber heh, lässt uns noch ein paar Mal darüber abstimmen, bis die durchkommt. Prima Demokratieverständnis
    Weitere Antworten anzeigen
  • N. Y. P. 06.03.2019 07:09
    Highlight Highlight Die Änderung des KVG erlaubt es, die Franchisen weiter zu erhöhen, wenn die Gesundheitskosten steigen.

    Sobald die durchschnittlichen Bruttokosten der Leistungen pro versicherte Person mehr als 13-mal höher liegen als die tiefste Franchise, wird sie wiederum um 50 Franken erhöht.

    Oha !

    Das ist starker Tobak !

    Da scheinen sich die Bürgerlichen wohl ihre PFRÜNDE bis in alle Ewigkeiten sichern zu wollen.

    Die gesamte Last liegt so tonnenschwer auf unseren Portemonnaies.. und die Bürgerlichen lehnen sich zurück und zählen das reinkommende Geld.. http://H
  • pamayer 06.03.2019 07:09
    Highlight Highlight Und darf man raten, wen diese Gesetzesänderung betrifft?

    Genau.

    Alle mit mittlerem oder tieferen Einkommen plus natürlich Familien und sowieso Alleinerziehende. Von den älteren Menschen gar nicht zu reden.

    Toll, wie sozial unser Parlament waltet.
    • Qui-Gon 06.03.2019 09:24
      Highlight Highlight Bürgerliche Mehrheit halt. Das Vouch will es so.
  • inmi 06.03.2019 07:02
    Highlight Highlight Gut, dass sich Patienten nun endlich auch an der Lösung der hohen Gesundheitskosten beteiligen.

    Alles andere ist nämlich nur Symptombekämpfung. Jeder im Gesundheitswesen weiss, wie viele Kosten unnötige Arztbesuche verursachen.
    • Nerthu 06.03.2019 08:08
      Highlight Highlight ich gehe ja auch aus spass zum arzt. und wer meint damit die kosten zu senken liegt falsch. denken sie wirklich wegen 50franken mehr franchise steigen die prämien weniger stark an?
    • Wenn Åre = Are dann Zürich = Zorich 06.03.2019 08:19
      Highlight Highlight Und jeder der im Gesundheitswesen arbeitet sollte Wissen das Akute Krankheiten, wenn sie zu spät oder gar nicht behandelt werden, chronisch werden können und dann Teils richtig Teuer werden.

      Zumal eine Verschleppung gefährlich sein kann, zum Beispiel Krebs.
      Füf Kassen,ich bitte um Entschuldigung für den zynischen Spruch, wäre es der optimalfall wenn Kranke so spät zum Arzt gehen das Hilfe zu spät kommt.
      Einnahme ohne Ausgabe, der Kapitalistische Traum

      Wir sollten Aufhören auf ambulante Spezialisten zu setzen, die machen die Kosten.
      Deren Reduktion wollten die Bürgerlichen aber nicht

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