Schweiz
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Lorenzo Quadri forderte ein Verbot der Finanzierung muslimischer Gebetsstätten aus dem Ausland. Bild: KEYSTONE

Diese 2 Vorstösse im Ständerat offenbaren die wahre Angst in Sachen Islam

Ausgerechnet die fehlende staatliche Anerkennung hemmt das Parlament, die Muslime strenger zu behandeln.

30.05.18, 05:41 30.05.18, 06:42

Daniel Fuchs / Nordwestschweiz



Mit der staatlichen Anerkennung des islamischen Glaubens, also der Gleichstellung mit den Landeskirchen, wären auf einen Schlag gleich mehrere Probleme gelöst. So jedenfalls lässt sich der Verlauf der Debatte im Ständerat interpretieren, wie sie gestern Dienstag stattfand. Gleich zwei Vorstösse standen auf der Traktandenliste, welche Glaubensgruppen – im Fokus die Muslime – enger an die Kandare nehmen wollten.

Vorstoss 1 forderte ein Verbot der Finanzierung muslimischer Gebetsstätten aus dem Ausland. Von Erdogans Religionsministerium finanzierte Moscheen in der Schweiz, mit saudischem Geld eingerichtete Gebetsräume oder aus arabischen Ländern entsandte Imame, die weder mit einer Schweizer Landessprache noch mit den hiesigen Lebensverhältnissen vertraut sind – wer will das schon?

Der Nationalrat, in dem der Vorstoss zuerst behandelt wurde, jedenfalls nicht. Doch im Ständerat war die Motion des Tessiner SVP-Nationalrats Lorenzo Quadri ohne Chance. Dieser hatte mit dem Beispiel Österreich argumentiert, das Geldflüssen für den Moscheebau und Moscheebetrieb vor zwei Jahren den Riegel schob.

Nur seien die schweizerischen Verhältnisse eben nicht mit den österreichischen zu vergleichen, liessen sich die Ständeräte gestern überzeugen. Der gewichtige Unterschied liege darin, so der Sprecher der vorberatenden Kommission, Robert Cramer (Grüne/GE), dass Österreich den Islam staatlich anerkenne, daran aber Vorschriften zur Finanzierung knüpfe. Mit der Pflicht, nur Gelder aus dem Inland zu nehmen, gehe auch das Recht einher, von den Mitgliedern Geld einzuziehen.

Da stand es im Ständerat 1:0 für die staatliche Anerkennung der Muslime.

Vorstoss 2 forderte eine verschärfte Aufsicht über kirchliche und religiöse Stiftungen. Damit sollen Geldwäsche und Terrorfinanzierung verhindert werden, hiess es in der Motion von Nationalrätin Doris Fiala (FDP/ZH), die der Nationalrat noch gutgeheissen hatte.

Doris Fiala forderte eine verschärfte Aufsicht über kirchliche und religiöse Stiftungen. Bild: KEYSTONE

Doch auch hier: Die Motion sei nicht zielführend, befand die vorberatende Rechtskommission des Ständerats. Im Gegenteil: Die Finanzierung der Glaubensgemeinschaften verlaufe auch und insbesondere mittels Vereinen. Gerade diese aber seien von der Motion Fiala ausgenommen. Laut Kommissionssprecher Beat Vonlanthen (CVP/FR) kommt hinzu: «In der Kommission hat man uns dargelegt, dass die acht Stiftungen im muslimischen Bereich bereits heute staatlich kontrolliert werden.» Die Verschärfung würde also bloss die bereits anerkannten Landeskirchen treffen.

Woraus die Kommission schloss: Eine engere Kontrolle der Stiftungen bei Muslimen ist nicht nötig, da diese ohnehin bereits via staatliche Aufsicht gewährleistet ist. Und: Den staatlich anerkannten Landeskirchen traut man eine interne, qualitativ hochstehende Kontrolle zu (siehe Text rechts).

Da hiess es auch schon 2:0 für die staatliche Anerkennung.

Trotzdem fordert ausser den Sozialdemokraten niemand ernsthaft eine öffentlich-rechtliche Anerkennung des Islams. Im Nationalrat hätte ein solcher Vorschlag ohnehin kaum Chancen. Doch stellen sich auch Fragen seitens der Muslime. Weder gibt es auf nationaler Ebene einen starken repräsentativen Muslim-Verband, noch fordern die Muslime selbst offensiv eine staatliche Anerkennung ihres Glaubens. Die Zurückhaltung der Muslime und das Zaudern vor den konservativen Parteien hemmt also eine längst fällige Debatte. Darin besteht die eigentliche Angst in Sachen Islam.

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93
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    Alle Leser-Kommentare
  • Oxymora 30.05.2018 22:58
    Highlight Liebe Parlamentarier/innen
    ich hätte da auch noch eine geniale Idee

    Wie wär es mit der staatlichen Anerkennung
    diverser mafiöser Vereinigungen.

    Der Schweizer Franken könnte so ganz legal
    von der juristischen Person zu den Vereinen fliessen.

    Die Vereine haben so eine solide finanzielle Bassis
    und müssen nicht mehr kriminell tätig sein.

    Bis zum Tag des jüngsten Gerichts oder
    bis zur Erschöpfung des paradiesischen Jungfrauenvorrates
    könnte der Staat zudem viele Tausend Jahre Polizeiarbeit einsparen.
    4 0 Melden
  • Rabbi Jussuf 30.05.2018 11:09
    Highlight Es ist mir ein Rätsel, warum hier über eine staatliche Anerkennung diskutiert wird, wenn schon die in Frage kommenden Vereine/Gemeinschaften - sofern es diese überhaupt gibt - dies anscheinend nicht so wirklich wollen.
    4 2 Melden
  • Rabbi Jussuf 30.05.2018 11:05
    Highlight "Woraus die Kommission schloss: Eine engere Kontrolle der Stiftungen bei Muslimen ist nicht nötig, da diese ohnehin bereits via staatliche Aufsicht gewährleistet ist. "

    Haha, die glauben auch an den Bölima.
    Warum nur haben diese Leute einen so engen Horizont? Ein Blick nach DE würde genügen um zu wissen, dass das niemals funktioniert.
    6 2 Melden
    • Enzasa 30.05.2018 17:29
      Highlight In Deutschland gibt es viele unterschiedliche Moscheen. Von streng gläubig bis liberal.
      Genauso wie es unterschiedliche Christliche Gemeinden gibt, von streng gläubig bis liberal.
      Ebenso wie es sehr viele türkische Kulturvereine gibt, die aktiv Integration fördern.
      In D funktioniert die Zusammenarbeit mit muslimischen Vereinen mit jedem Jahr besser.
      0 2 Melden
    • Rabbi Jussuf 30.05.2018 20:49
      Highlight Enzasa
      "In D funktioniert die Zusammenarbeit mit muslimischen Vereinen mit jedem Jahr besser."

      Ja. Als leuchtendes Beispiel allen voran die DITIB.



      Oder hab ich was falsch verstanden?
      3 0 Melden
    • Enzasa 31.05.2018 03:02
      Highlight Auch mit denen läuft es heute besser als früher. Sie sind inzwischen viel neutraler geworden.
      Es gibt z.b das Projekt Alman zur Förderung der Integration.
      Im übrigen ist es wie bei den Kirchen, abhängig vom Führungsstab ist jede Moschee individuell.


      Bezeichnend, dass die DITIB genannt wird. Warum nicht Ahmadiyya oder zum Beispiel „faire Moscheen“


      0 0 Melden
    • Rabbi Jussuf 31.05.2018 10:09
      Highlight Du bist Nachrichtenmässig anscheinend nicht auf dem neusten Stand, was DITIB anbelangt. Zudem ist das nicht gross von den einzelnen Moscheen abhängig, da DITIB sehr zentralistisch geführt wird.

      Ahmadiyya ist aus der Sicht der Sunni kein Islam. Von ihnen geht allerdings keine grosse Gefährdung aus. Trotzdem sind sie, fast noch mehr, als andere isl. Gem. in einer erzkonservativen patriarchalen Ideologie verhaftet. Sie konnten nur Anerkennung finden, weil sie die dafür nötigen Strukturen aufbauen konnten.
      0 0 Melden
    • Rabbi Jussuf 31.05.2018 10:21
      Highlight Damit komme ich zu einem weiteren kritischen Punkt der Anerkennung: Man nötigt die islamischen Gemeinschaften eine quasi zentralisitsche Struktur aufzubauen (für die Anerkennung), die aber einer Sekte gefährlich nahe kommt und deren Ideologie mit organisiert.

      Faire Moscheen? Nach einem flüchtigen Blick darauf sehe ich nicht, was sie auszeichnen könnte, als Rel.Gem. anerkannt zu werden. Zudem hielte ich es für fatal, jetzt auch noch ökologisch/ökonomische Themen religiös zu behandeln. Ausser sie gingen einmal die Halalschlachterei an. Das sehe ich aber nirgends.
      0 0 Melden
  • Alnothur 30.05.2018 10:15
    Highlight "Mit der Pflicht, nur Gelder aus dem Inland zu nehmen, gehe auch das Recht einher, von den Mitgliedern Geld einzuziehen."

    Was bittesehr macht der gute Herr im Ständerat, wenn er nicht mal grundlegendst über Vereine Bescheid weiss?
    12 3 Melden
  • I'mGroot 30.05.2018 09:30
    Highlight Hier sieht man ganz klar an welcher Ecke der Autor steht. Links

    Als Leser von Watson würde ich eine neutraler Haltung des Autors begrüssen. Zum Beispiel könnten Sie sachlich erklären was den die Vorteile einer staatl. Anerkennung der Muslime seien. Die zwei Punkte sind aus meiner Sicht noch keine ausreichende Begründung. Und warum man nicht ohne Annerkennung die Verbote einführen kann erschliesst sich mir auch nicht. Vorallem wenn es das Volk will. Mit Ihrer Haltung versuchen Sie Ihre Leser zu beinflussen. Das ist nicht wirklich guter Journalismus! ...meiner Meinung nach.
    31 11 Melden
  • Roterriese #NotMyNati 30.05.2018 09:13
    Highlight Traurig, dass man 2018 noch über die Anerkennung und Förderung von Religionen sprechen muss
    20 12 Melden
  • tfd 30.05.2018 08:49
    Highlight Ich finde es Witzig gross der Aufschrei ist das Erdo und Co. paar Gebäude finanzieren. Nicht falsch verstehen bin selber als Moslem strickt dagegen.
    Jedoch habe ich keinen aufschrei gehört, dass Monaco und Co. mit Millionen versuchen direkten einfluss auf unsere GESETZE zu nehmen.
    18 46 Melden
    • dan2016 30.05.2018 09:33
      Highlight @tfd, sehe es genau gleich.
      4 15 Melden
    • Fabio74 30.05.2018 10:10
      Highlight Nennt man Doppelmoral
      10 16 Melden
    • Graustufe Rot 30.05.2018 10:25
      Highlight Verharmlosung ist nicht gleich Coolness!
      9 5 Melden
    • Gretzky 30.05.2018 11:49
      Highlight Sie haben schon recht, nur ist die Förderung von extremistischen Gedankengut und die Untergrabung jeglicher demokratischer Grundwerte doch nicht ganz die gleiche Hausnummer wie ein Gesetz darüber wie wir zukünftig unser Gambleverhalten regeln wollen...
      8 0 Melden
    • Enzasa 31.05.2018 03:03
      Highlight Wieviele von den Vorwürfen sind wahr und wieviele Vorurteile?
      0 0 Melden
  • Theor 30.05.2018 08:37
    Highlight Statt die Anerkennung als Staatsreligion sollte man die Säkularisierung des Staates vorantreiben, für alle Religionen.

    Religion hat ausserhalb der kommunalen Ebene nichts im Alltag verloren. Es ist rückschrittlicher Hokuspokus, der bestenfalls als Zeitvertreib in Form des miserabelsten Hobbys ever taugt.
    63 18 Melden
    • Graustufe Rot 30.05.2018 10:30
      Highlight Sie meinen wohl keine Kirchensteuer mehr, nur noch "Vereinsbeiträge". Die Kirchensteuer ist freiwillig, immer mehr Leute treten aus der Kirche aus, die Säkularisierung schreitet hierzulande kräftig voran. Nur hat diese Medaille eine Kehrseite: Durch die Säkularisierung entsteht ein Vakuum, dass dann von den Moslems ausgefüllt wird! Und der Islam kennt keine Trennung von Religion und Politik. Das Ziel ist der Gottesstaat. Schauen Sie sich um in der Welt!
      17 16 Melden
    • durrrr 30.05.2018 11:02
      Highlight @Graustufe Rot
      "Die Kirchensteuer ist freiwillig, immer mehr Leute treten aus der Kirche aus, die Säkularisierung schreitet hierzulande kräftig voran. "

      Unsinn! Die Kirchensteuer ist MIT NICHTEN gänzlich freiwillig. Für juristische Personen zB ist sie in den meisten Kantonen obligatorisch. In Zürich macht das etwa 80mio pro Jahr aus! Es stimmt im übrigen auch nicht ganz, dass sich immer mehr Leute von Kirchen abwenden. Radikalere Freikirchen haben zB immer mehr Zulauf. Die Muslime werden auch immer mehr von den Verbänden instrumentalisiert. Und diese Verbände soll man staatlich mehr stützen!?
      5 1 Melden
    • Theor 30.05.2018 12:48
      Highlight Säkularisierung bedeutet, dass sich der Staat von der Religion abtrennt. Und zwar von ALLEN Religionen. Also entstünde auch kein Raum für den Islam, weil dieser keinerlei Privilegien oder Forderungen geltend machen könnte.

      Als Verein bestünde für Religionen auch kein Minderheitenschutz mehr und Strafverfolgungen wären erheblich einfacher.
      9 0 Melden
  • Energize 30.05.2018 07:35
    Highlight Die Debatte läuft in die falsche Richtung. Es braucht nicht mehr Anerkennung, sondern weniger - keine Religion sollte in der Schweiz staatlich geschützt resp. sogar gefördert werden.

    Die Kirchen sollten unter den Denkmalschutz fallen, da diese zum Kulturgut der Schweiz gehören. Die rein seelsorgerischen Tätigkeiten könnten von den Gemeinden autonom gefördert werden, auch wenn ich hier persönlich skeptisch bin.
    40 7 Melden
  • raues Endoplasmatisches Retikulum 30.05.2018 07:15
    Highlight In meinend Augen völlig die falsche Richtung. Man sollte die trennung zwischen Staat und Kirche weiter fortführen und die Landeskirchen zudem machen, was sie eigentlich zu sein haben, private "Vereine", denen man beitreten kann oder nicht.
    Geldflüsse und alles andere kann man auch so untersuchen und gegebenenfalls verbieten. Die Idee der staatlichen Anerkennung klingt im ersten Moment geschickt, hat aber massive Probleme: Welche Religionen werden nun anerkannt und wie im Text geschrieben "den Islam" gibt es nicht, es gibt ja auch keine zentrale Strukturen.
    81 11 Melden
    • Ohniznachtisbett 30.05.2018 08:56
      Highlight Ausser der Rechtsform sind die Landeskirchen genau das. Vereine aus denen du jederzeit austreten kannst.
      8 2 Melden
    • Maracuja 30.05.2018 10:32
      Highlight @IlDon: Mit der staatlichen Anerkenung hingegen gehts.

      So einfach ist das nicht, gemäss heutigem Recht kann keine Religionsgemeinschaft gezwungen werden ein Gesuch um Anerkennung zustellen. Gerade Freikirchen wollen diese Anerkennung und die damit verbundenen Auflagen nicht, sonst hätten sie längst entsprechende Gesuche gestellt.
      8 0 Melden
    • Rabbi Jussuf 30.05.2018 10:58
      Highlight Eine "staatliche" (kantonale!) Anerkennung bringt es eben nicht! Das sehen wir bereits heute an religiösen Gemeinschaften wie Freikirchen und sonstigen Sekten, die ja bewusst eine Anerkennung ablehnen.
      Zum Zweiten bietet eine Anerkennung eine vermeintliche Legalisierung der nicht wirklich kontrollierbaren Inhalte des jeweiligen Glaubensbekenntnisses - und nicht zuletzt noch da und dort finanzielle Unterstützung, die von den Steuerzahlern berappt werden würde. Erleichterung Schulen zu eröffnen, die dann auch schwer zu kontrollieren sind (Bsp AU)

      Definitiv ist die Anerkennung der falsche Weg!
      7 3 Melden
  • Einstürzende_Altbauten * 30.05.2018 07:12
    Highlight Verstehe ich das richtig, "wir" haben eine religion nur unter kontrolle, wenn wir sie anerkennen? Was ist mit allen anderen glaubensrichtungen, was ist mit den angehörigen des jüdischen glaubens, von aussen betrachtet eine parallelgesellschaft, mit eigenen schulen etc.? Dort scheint es zu funktionieren, bzw. niemand drängt auf eine staatliche anerkennung, wissen wir denn dort, wie die schulen/moscheen etc. finanziert werden? Ist das wichtig?
    Wenn staatliche anerkennung, dann für alle religionen, oder: für keine.
    34 22 Melden
    • lilie 30.05.2018 08:03
      Highlight @Einstürzende: Unsere Verfassung sieht eine Gleichstellung aller vor dem Gesetz vor. Da müssen wohl auch die verschiedenen Glaubensrichtung gleich behandelt werden.

      Aber diese sind eben nicht gleich. Unsere Landeskirchen haben eine lange Tradition, sie einfach zu Vereinen zu degradieren, wird auf Widerstand stossen. Die Juden schotten sich teilweise ab, verursachen aber auch keine wesentlichen Probleme. Und die Buddhisten dürfen kein Kloster gründen, ihre Mönche leben jetzt halt in einem "Institut". Probleme? Keine.

      Im Islam aber gibts aggressives Potenzial. Das ist problematisch.
      19 3 Melden
    • Nicholas Fliess 30.05.2018 08:36
      Highlight Die jüdische Religionsgemeinschaft ist u.a. im Kanton Zürich öffentlich anerkannt.
      11 0 Melden
    • axantas 30.05.2018 09:53
      Highlight Mit dem Islam geht meist auch eine reaktionär, religiöse Politik einher, die wird aus Quellen finanziert und angestachelt, die wir zu Recht nicht haben wollen. Ausserdem wird der Forderungskatalog immer grösser.

      Darum funktioniert das mit anderen Religionen bestens und hier eben nicht.
      14 3 Melden
    • Graustufe Rot 30.05.2018 10:36
      Highlight der Unterschied? Die Juden bilden keine Parallelgesellschaft! Sie stehen auf dem Boden unserer demokratischen Rechtsordnung, sprechen unsere Sprache, arbeiten, zahlen Steuern. Noch nie stand ein Rabbi unter dem Verdacht Hass zu predigen. Sagen wirs doch offen und ehrlich: wir haben ein Problem mit dem radikalen Scharia-Islamismus, der hier bei uns den Hass auf alles Freiheitlich-Westliche predigt. Wenn wir jetzt nicht friedlich und demokratisch Regelungen treffen, werden wir eines Tages gar nicht mehr handeln können und der Entwicklung hilflos ausgeliefert sein.
      18 6 Melden
    • Rabbi Jussuf 30.05.2018 11:45
      Highlight Graustufe
      Einige jüdische Gemeinschaften bilden sehr wohl Parallelgesellschaften. Das ist aber kein Problem, weil sie nicht expansiv, missionarisch sind.
      Scharia-Islamismus? Das ist leider nur die Spitze des Eisbergs. Die Basis dafür liegt im Islam selber, fast egal welcher Ausrichtung.
      10 2 Melden
    • dan2016 30.05.2018 12:35
      Highlight graustufe rot. Ich zitiere aus der 'jüdischen Allgemeinen' - 'nur wenige rabvbinische Autoritaeten verbieten den Haendedruck zwischen Maennern und Frauen - doch viele orthodoxe Juden vermeiden ihn im Alltag.'... ist dies nicht genau der Ausdruck der Paralellgesellschaft? Und bist Du wirklich der Meinung, dass Muslime in der SChweiz keine Steuern zahlen? Dass schweizerische Muslime weniger Deutsch sprechen? Wenn alle falschen Behauptungen aus deinem Posting rausnehme, dann bleibt ein dickflüssiges Rassistensueppli.
      4 2 Melden
    • Maracuja 30.05.2018 13:04
      Highlight @Nicholas Fliess

      Im Kanton ZH ist nicht die jüdische Religionsgemeinschaft anerkannt, sondern 2 jüdische Gemeinden: die Israelitische Cultusgemeinde Zürich und die Liberale Jüdische Gemeinde. Der Staat anerkennt nicht Religionen sondern nur einz.Körperschaften (in Basel z.B. auch eine alevitische). Festzuhalten ist, dass sich gar nicht alle jüdischen Gemeinden um die Anerkennung bemüht haben (nur die 2 erwähnten) und dass es sich nur um eine kleine Anerkennung handelt. 2-Klassen-System ist stossend, wer Auflagen erfüllt, sollte gleich behandelt werden. Oder Abschaffung staatl. Anerkennung.
      3 0 Melden
    • Maracuja 30.05.2018 13:16
      Highlight @Einstürzende: Wenn staatliche anerkennung, dann für alle religionen, oder: für keine.

      Nochmals die kantonale staatliche Anerkennung betrifft Körperschaften und NICHT Religionen. Wie soll eine staatliche Anerkennung für alle religiösen Körperschaften funktionieren, wenn 1. gar nicht alle dies wollen (Freikirchen), 2. nicht alle die Auflagen erfüllen können/wollen (denke da auch an Scientologie). Werden diese Gemeinden dann verboten? Wesentlich unproblematischer ist die Abschaffung der staatlichen Anerkennung.
      4 0 Melden
    • Rabbi Jussuf 30.05.2018 14:26
      Highlight Maracuja
      Man stelle sich die staatliche Bürokratie vor, die daraus entstehen würde, wenn es Dutzende anerkannte Gemeinschaften gäbe, nur um die Steuern einzutreiben und dann diese noch richtig zu verteilen...
      4 0 Melden
    • Einstürzende_Altbauten * 31.05.2018 06:39
      Highlight @Lilie: Danke für die antwort. Gleichstellung ist auch für mich ein wichtiges kriterium, eine lösung wäre klar eine trennung von kirche und staat, für mich ist dies anzustreben.
      1 0 Melden
  • durrrr 30.05.2018 07:10
    Highlight Die Leute, die eine staatliche Anerkennung fordern, machen einen gravierenden Denkfehler. Sie denken, dass sich die Verbände dadurch reformieren würden, was aber nicht der Fall sein wird. Im Gegenteil! Sie haben durch die viel höheren Einnahmen gar keine Gründe mehr dies zu tun. Bestes Beispiel Ditib in DE, was trotz Millionen von deutschen Fördergelder ganz heimlich zum verlängerten Arm der AKP wurde. Die Verbände müssten sich vor der Anerkennung reformieren und klar positionieren, umgekehrt funktioniert das nicht. Und mit ausländischen Geldgebern wird sich der Islam hier niemals reformieren!
    67 12 Melden
    • Trasher2 30.05.2018 08:22
      Highlight Ich denke nicht, dass die Verbände durch einen staatlich anerkannten Islam reformiert würden.

      ABER, es gäbe für Muslime die Möglichkeit ihren Glauben aus zu üben, ohne, dass sie an einen Landes Kulturverein angeschlossen sein müssten.
      7 16 Melden
    • Fabio74 30.05.2018 08:27
      Highlight Darul machen wir Geschäfte mir der globalen Terrorfinanzierung Saudi-Arabien. Darum werden die Scheichs auf Knien empfangen wenn diese ihr Blutgeld investieren wollen. Nur Profit über Moral
      17 13 Melden
    • Rabbi Jussuf 30.05.2018 11:03
      Highlight Trasher
      Muslime können heute auch ihren Glauben ausüben, ohne zu einem Verein zu gehören.
      5 0 Melden
    • Diavolino666 30.05.2018 13:48
      Highlight @Trasher2: Was viele nicht wissen - man kann einen Glauben auch ohne Moschee ausüben. Ein Gebetsteppich reicht völlig und der Rest ist eine Herzensangelegenheit.
      4 0 Melden
    • Trasher2 31.05.2018 00:05
      Highlight @rabbi und diavolino
      Klar kann man den Glauben auch alleine für sich in der Stube praktizieren.
      Man kann auch ein Konzert oder ein Fussballspiel alleine am TV schauen in der Stube schauen. Spass macht aber alles erst in der Gemeinschaft mit Gleichgesinnten. Wenn man es zusammen erleben kann, wenn man gemeinsam darüber diskutieren kann und wenn man die Gemeinschaft erlebt.
      0 3 Melden
    • Enzasa 31.05.2018 03:09
      Highlight DITIB ist öffentlich bekannt und keine geheime Untergrundbewegung.

      Die meisten DITIB Moscheen sind zur Diskussion bereit und alle können öffentlich besichtigt werden.
      0 3 Melden
    • Diavolino666 31.05.2018 09:28
      Highlight @Trasher2 Spass? Im "Ernst"? Jeder darf Spass haben, wie er möchte - die Grenze ist da, wo der freie Spass des nächsten beginnt. Was ich damit meine? - Muslime dürfen sich gerne organisieren. Was mich aber stört ist, wenn sie dabei Gelder von Organisationen/Verbänden aus islamischen Ländern erhalten, deren Werte sich so gar nicht mit unserem Freiheitsgedanken ähneln.

      Und warum hinkt hier wohl der Vergleich mit einem Konzertbesuch oder einem Fussballspiel?
      1 0 Melden
    • Rabbi Jussuf 31.05.2018 10:27
      Highlight Trasher
      Sagt ja niemand was gegen Moscheen. Wie kommst du darauf? Du hast dich nur so ausgedrückt, dass der Glaube nicht gelebt werden könne, wenn man nicht zu einem Verein gehöre. Das ist nun einfach falsch.

      Enzasa
      Bitte hör auf für DITIB Werbung zu machen. Das ist nun klar der lange Arm des Sultans. Das schleckt keine Geiss weg. (Siehe den Moscheebau in Schaffhausen. Schon vergessen? Die Nachrichten sind kaum 14 Tage alt.)
      2 0 Melden
    • Diavolino666 31.05.2018 11:19
      Highlight @Enzasa ...und steht gefühlt ständig in der Kritik... Dieser Verein ist mir offen gesagt nicht ganz koscher, wenn auch deren Vertreter sich mit fragwürdigen Aussagen / Aktionen selber ins Abseits manövrieren. Wie war das nochmals mit der Theateraufführung, wo kleine Kinder Kriege nachspielten und warum werde ich da das Gefühl nicht los, dass DITIB ein praktisches Werkzeug für Erdogan ist?
      1 0 Melden
    • Rabbi Jussuf 31.05.2018 13:00
      Highlight Die Theateraufführungen in den DITIB-Moscheen waren offensichtlich generalstabsmässig organisiert. Das gab es in verschiedenen europäischen Staaten gleichzeitig.
      Deutlicher gehts nicht mehr. DITIB kommt mit sanften Worten daher (offene Moscheen und dergleichen Schmu), unsere Verantwortlichen glauben das auch noch unbesehen. Da wundert es nicht, dass DITIB und wie sie sonst noch heissen, ganz offen Anti-Europa-AKP-Politik betreiben.
      2 0 Melden
    • Rabbi Jussuf 31.05.2018 13:02
      Highlight DITIB hat nun mal nichts mit einer religiösen Gemeinschaft zu tun. Wer meint, nur weil sie Moscheen betreiben, fiele das unter die Religionsfreiheit, der hat noch nicht begriffen, was eine Moschee ist.
      DITIB spielt u.a. genau mit diesem Missverständnis, oder besser: Unverständnis.
      2 0 Melden
    • Trasher2 01.06.2018 00:36
      Highlight @ Diavolino

      Genau das mit dem Geld meine ich. Ein staatlich von der Schweiz anerkannter Islam böte die Möglichkeit, die Verbindung von anderen Staaten und der Religion an sich zu entkoppeln. Imame würden in der Schweiz ausgebildet. Die Geldflüsse gingen von den Gläubigen zu den offenen Moscheen. Muslime würden diese Moscheen des Glaubens wegen und nicht aus Verbindung zum Herkunftsland besuchen.
      0 0 Melden
  • LeChef 30.05.2018 06:52
    Highlight "Da hiess es auch schon 2:0 für die staatliche Anerkennung"

    Einfach aus der Luft gegriffen. Völlig ohne Zusammenhang mit dem, was im Artikel steht.

    (Beim "1:0" des Autors kann ich dem Argument immerhin folgen, obwohl es nicht sehr gut ist. Warum muss es der Bund genau so wie Österreich machen? Es gibt keinen zwingenden Grund, Finanzierung und Anerkennung miteinander zu verknüpfen).

    154 30 Melden
    • Graustufe Rot 30.05.2018 10:15
      Highlight Wie soll die Finanzierung gesetzlich geregelt werden ohne Anerkennung? Was jetzt abläuft mit importierten, u.a. von der türkischen Religionsbehörde bezahlten Imamen, ist mMn unhaltbar. Um bei der Türkei zu bleiben: Die türkischen Imame werden wohl auch ihre Landsleute hier i.d. CH ausspionieren zu Handen des Sultans. Viele Moscheen sind rechtsfreie Räume, in denen IS-Kämpfer rekrutiert werden und Hass auf alles Westliche gepredigt wird. Ganz zu schweigen vom importierten Frauenbild! Winterthur war vermutlich nur die Spitze eines Eisberges.
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    • LeChef 30.05.2018 11:51
      Highlight Ja, Anerkennung kann man machen. Wäre wohl auch sinnvoll, weil eine Verknüpfung von den Wählern UND Muslimen am ehesten gleichzeitig akzeptiert würde. Das ist aber keinesfalls ein zwingender Grund für eine Verknüpfung. Ich habe nur den Artikel kritisiert. Wenn der Bund ausschliesslich die Finanzierung regeln will, dann kann er das machen. Es hätte ohne Zweifel mehr Chancen ein Referendum zu überstehen, weil die muslimische Wählerschaft doch eher klein ist.
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    • Rabbi Jussuf 30.05.2018 14:35
      Highlight LeChef
      Aufpassen, du schlitterst da an einen gefährlichen Abgrund.
      Wir wollen mündige Bürger als Wähler, aber sicher keine Leute, die sich zuerst als Christen oder Muslime verstehen. Diese Haltung sollte nicht noch weiter gefördert werden.
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    • LeChef 30.05.2018 16:08
      Highlight Ich bin mir selbstverständlich bewusst, dass Präferenzen mehrdimensional sind. Hier sind aber leider nur kurze Kommentare möglich. Das erfordert gewisse Simplifizierungen. Eine reine Finanzierungsregelung dürfte grossen Teilen der muslimischen Bevölkerung nicht gefallen. Die Anerkennung als „Landeskirche“ wäre ein Zückerchen, das die Gemüter beruhigt. Wenn es aber rein um die Chancen an der Urne geht, wäre eine reine Finanzierungsregelung sicher erfolgsversprechender.
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    • Enzasa 30.05.2018 17:23
      Highlight „Wir wollen mündige Bürger als Wähler, aber ganz sicher keine Leute die sich zuerst als Christen oder Muslime verstehen.“ Da stimme ich dir glatt zu.

      Leider wird die Frau mit Kopftuch nicht als mündige Bürgerin sondern als Muslimin gesehen.
      Ich bin Deutsche, du bist Schweizer wir stehen für Demokratie, Freiheit und Gleichberechtigung ein. Ob ich Sonntags in eine Kirche ⛪ gehe oder du Freitags in eine Moschee 🕌
      ist doch total egal. Ob du dich in erster Linie als Christ siehst oder als Eidgenosse, kann keiner prüfen.
      Religion ist privat und nur privat.
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    • Rabbi Jussuf 30.05.2018 20:54
      Highlight Enzasa
      "Religion ist privat und nur privat."
      Leider eine inhaltsleere Aussage.
      Grade eine Kopftuchfrau zeigt das doch deutlich. Da ist die Religion rein physisch schon vor allem anderen.
      3 0 Melden
    • Enzasa 31.05.2018 03:21
      Highlight Da haben wir es doch, Frau mit Kopftuch - Kritik
      Dabei ist sie die mündige Bürgerin, die öffentlich zeigt, an was sie glaubt, die sich in der Regel mit ihrer Umgebung auseinander setzt.
      Das ist doch das Ziel von Integration, Heimat behalten, freie Religionswahl, Einhaltung von Grundrechten und Gesetzen, Einbringen in die Gesellschaft.

      Fahr bitte mal zu UNI Zeiten morgens mit der Bahn nach Zürich, lauter junge Studentinnen mit Kopftuch die im besten Deutsch politische Fragen diskutieren.

      Du redest von Integration aber es wirkt auf mich wie der Ruf nach Assimilation.

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    • LeChef 31.05.2018 07:12
      Highlight Enzasa: Haha, ja genau. Keine Ahnung was für Züge du jeweils nimmst, aber das letzte mal, dass ich eine Studentin mit Kopftuch gesehen habe, ist ein halbes Jahr her. Und ich bin jeden Tag an der Uni Bern.
      1 0 Melden
    • Rabbi Jussuf 31.05.2018 10:03
      Highlight Enzasa
      Mit Integration hat das ganz sicher nichts zu tun - auch wenn diese Frauen hier aufgewachsen sind und perfekt deutsch sprechen.
      Das Kopftuch ist und bliebt ein Zeichen dafür, dass zuerst die Religion kommt und der Verstand darin eingebunden ist. Das sind in keinster Weise "mündige" Bürgerinnen.
      Gut, das mag für einige andere auch zutreffen, dass sie keinen kritischen Verstand haben und in einer Ideologie gefangen sind.
      Wenn du genauer dahinter schauen würdest, würdest du schnell merken, dass es bei solchen Leuten mit Demokratie, etc. nicht weit her ist.
      1 0 Melden
    • Rabbi Jussuf 31.05.2018 10:41
      Highlight Enzasa
      "Leider wird die Frau mit Kopftuch nicht als mündige Bürgerin sondern als Muslimin gesehen."
      Was heisst hier leider?
      Diese Frauen wollen doch genau das! Da brauchen sie sich nicht darüber beschweren, wenn sie nicht für voll, "mündig", genommen werden, oder gewisse Jobs nicht bekommen.
      Das ist nun mal der Preis für eine sichtbare Religiosität.
      1 0 Melden
  • Maracuja 30.05.2018 06:50
    Highlight <Mit der staatlichen Anerkennung des islamischen Glaubens, also der Gleichstellung mit den Landeskirchen>

    Rechtlich besteht zwischen einem Glauben und einer Religionsgemeinschaft ein Unterschied. Man kann nicht Glauben gleichstellen mit religiösen Organisationen. Die Schweiz kennt keine Anerkennung des christlichen Glaubens, sondern die Anerkennung von 3 christlichen Kirchen und zudem gilt diese nicht national, sondern kantonal geregelt. Gewisse Kantone haben auch einzelne nicht christl. Organisationen anerkannt, andere (GE, NE) haben Staat und Kirche getrennt, d.h. keine Anerkennung.
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    • Petrarca 30.05.2018 07:35
      Highlight Danke!
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    • Graustufe Rot 30.05.2018 10:24
      Highlight Sie beschreiben einen Status Quo, der angepasst werden kann, sofern man das will.
      Jedenfalls geht es mMn nicht an, dass Moscheen mit importierten Hasspredigern als rechtsfreie Räume hingenommen werden. Auch der Sultan vom Bosporus schickt seine Imame zu uns, die dann gleich noch die Türken in der Schweiz ausspionieren und politisch beeinflussen. Wir brauchen eine Lösung, die künftig auch die gemässigten Moslems vor Verdächtigungen und Uebergriffen schützt.
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  • N. Y. P. 30.05.2018 06:49
    Highlight Ich werde aus dem Ständerat nicht schlau.


    Wir Schweizer wollen..

    ein Verbot der Finanzierung muslimischer Gebetsstätten aus dem Ausland.

    keine aus dem Ausland finanzierten Moscheen in der Schweiz.

    keine aus arabischen Ländern entsandte Imame.

    Es spielt doch keine Rolle, ob die Religion staatlich anerkannt ist oder nicht. Wenn wir obige Punkte nicht tolerieren, sollten wir sie in ein Gesetz giessen.

    Nach 10 - 15 Jahren, wenn sich das Gesetz bewährt hat, kann man die staatliche Anerkennung des Islam wieder 👉zur Diskussion aufs Tapet bringen.
    205 57 Melden
    • dan2016 30.05.2018 07:26
      Highlight nun, Postings, welche mit "wir SChweizer wollen" beginnen, sind grundsätzlich zuerst mal sehr sehr unschweizerisch und für mich macht es dann letzendlich keinen Unterschied, von welcher Seite demokratische Prinzipien in Frage gestellt werden.
      Ja, es stört mich wenn autoritäre ausländische Ideologien mit Geld in der Schweiz versuchen, die Meinung zu beeinflussen. Dann können wir - mit augenverbundener Justizia - dagegen Gesetze machen. Wenn es uns nicht stört, dann machen wir keine Gesetze - so einfach. Hat nichts mit dem Islam zu tun.
      20 29 Melden
    • durrrr 30.05.2018 07:45
      Highlight @N.Y.P
      Für das gibt es in der Schweiz ein wunderbares Instrument: die Volksinitiative! Go for it, meine Unterschrift hättest du ;)
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    • Enzasa 30.05.2018 07:47
      Highlight Man kann nur etwas in ein Gesetz giessen, wenn es nicht gegen andere Gesetze verstößt.

      Es allgemein gültig auf alle Menschen angewendet werden kann.

      Wenn wir das Sponsern von Moscheen verbieten, dürfen auch keine Tempel gesponsert werden und wir dürften nicht mehr für religiöse Projekte im Ausland sponsern.
      12 12 Melden
    • N. Y. P. 30.05.2018 07:52
      Highlight Ich habe bewusst

      Wir Schweizer..

      geschrieben.

      Mir fällt keiner ein, der sich nicht an diesen Punkten stört. Dass man diese drei Punkte aber nicht in ein Gesetz giessen will, hat politische Gründe.
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    • Maracuja 30.05.2018 08:02
      Highlight N.Y.P: Wenn wir obige Punkte nicht tolerieren, sollten wir sie in ein Gesetz giessen

      Islamische Gemeinden sind m.W. rechtlich i.d.R. als Vereine organisiert (genauso übrigens wie Freikirchen). Die würden sich vermutlich wehren, wenn sie rechtlich plötzlich anderen (strengeren) Auflagen unterstünden als andere Vereine. Die Kunst besteht vermutlich darin, dass Vereinsrecht so anzupassen, dass Diskriminierungsklagen aussichtslos sind, aber trotzdem nicht jeder Turnverein riesige bürokr. Auflagen erfüllen muss. Knifflig, aber da Anerkennung z.Zt keine Mehrheit findet, geht mehr Kontr.nur so.
      12 2 Melden
    • PlüschBerserker 30.05.2018 09:03
      Highlight "ein Verbot der Finanzierung muslimischer Gebetsstätten aus dem Ausland & keine aus dem Ausland finanzierten Moscheen in der Schweiz."

      Ist ein unmöglicher Stumpfsinn und mit Gesetzen nicht beizukommen.

      Kulturfreiheit und Investionsfreiheit haben dieses Land grosse gemacht.

      Überwachen müssen wir die Imame dann aber schon.
      2 8 Melden
    • N. Y. P. 30.05.2018 09:10
      Highlight Maracuja & IlDon

      Super. Danke für den rechtlichen Hintergrund.

      @IlDon

      Bleiben wir doch beim Du. Wir sind hier nicht bei der NZZ.
      Ich verstehe nicht, dass Du die Finanzierung aus dem Ausland für hiesige Moscheen befürwortest. Und auch die Entsendung von Imamen befürwortest Du.
      Verstehe ich nicht.

      P.S. Wenn man mit einem Kommentar Resonanz erzielt, ist das doch eine wunderbare Sache.
      Man kriegt wertvolle (und auch emotionale) Antworten zurück.
      👍👍
      7 1 Melden
    • LeChef 30.05.2018 09:12
      Highlight IlDon: Das Parlament hat das Recht, Gesetze zu erlassen, die Grundrechte einschränken. 1. Weil bei öffentlichem Interesse sowieso Spielraum besteht, sofern nicht der Kerngehalt betroffen ist und 2. Weil das Parlament, selbst wenn es gegen die Verfassung verstösst, oberster Gesetzgeber ist und weder vom BR noch vom Bundesgericht eingeschränkt werden kann (zumindest bei Bundesgesetzen und unter Vorbehalt des Referendums).

      Eher problematisch wäre es natürlich, nur gewisse Vereine diesen Regeln zu unterstellen und andere nicht. Aber auch dafür dürfte es ein rechtliches Schlupfloch geben.
      5 0 Melden
    • dan2016 30.05.2018 09:31
      Highlight @Enzasa. Teile Deine Meinung vollkommen. Allerdings zeigt sich hier, dass die 'schweizerischen Werte' wie Demokratie, Gleichbehandlung, Gewaltentrennung, rechststaatliche Prinzipien grad bei den echten Schweizern offenbar lieber ein Staatenmodell a la Islamische Republik hätten als das schweizerische Modell. Und - N.Y.P. - wenn DU keine andersdenkenden kennst, vielleicht könntest DU an Deiner Integration noch arbeiten.
      3 9 Melden
    • Graustufe Rot 30.05.2018 10:06
      Highlight Und die "Vereinsmitglieder" zahlen Mitgliederbeiträge über die Steuern und finanzieren dadurch ihre Gebetshäuser selber - das oesterreichische Modell! Wieso will die Schweiz das nicht übernehmen? Ich sähe darin einen Fortschritt. Ist die Schweiz nur bei gigantischen Infrastrukturprojekten wie der NEAT zu grossen Würfen fähig?!
      3 1 Melden
    • Graustufe Rot 30.05.2018 10:46
      Highlight @dan2016. Wer schreibt "wir Schweizer wollen", stellt keine demokratischen Prinzipien in Frage.
      Im Gegenteil: nach jeder direkt-demokratischen Abstimmung heisst es "das Schweizer Volk will", "das Schweizer Volk hat entschieden". Aber vielleicht wollen Sie ja die Abschaffung der Nationalstaaten, die Abschaffung der Armee, offene Grenzen. Sie wüssten in dem Fall natürlich, dass Sie dann vieles von dem, was Ihnen lieb und teuer ist verlieren könnten - Wohlstand, Selbstverwirklichung, Sozialstaatlichkeit, Sicherheit z.B. usw..Na dann.....Viel Glück.
      5 4 Melden
    • dan2016 30.05.2018 10:57
      Highlight lieber Graustufe Rot. Nach jeder Abstimmung heisst es dies. Richtig. Aber m.E. haben wir weder eine Abstimmung gehabt noch eine abstimmungsreife Vorlage.
      Und die Schweiz ist und war nie ein Nationalstaat (soviel zu Deinem durcheinander). Die Schweiz ist ein erfolgreicher Staat, weil wir ab 1848 Schritt für Schritt jene Dinge eingeführt haben, für die ICH plädiere. KEINE Willkür(gesetze), Religionsfreiheit, eine unabhängige Justiz.
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    • durrrr 30.05.2018 11:17
      Highlight @Enzasa
      "Wenn wir das Sponsern von Moscheen verbieten, dürfen auch keine Tempel gesponsert werden und wir dürften nicht mehr für religiöse Projekte im Ausland sponsern."

      Und wo ist das Problem!?
      Geld aus dem Ausland für religiöse Institutionen JEGLICHER ART haben hier nichts zu suchen! Religiöse Gemeinden können gerne als Verbände oder Vereine von ihren Mitglieder Zahlungen verlangen/erwarten. Das Handeln dieser Verbände regelt schlussendlich Gesetz und Verfassung. Dafür braucht es keine Anerkennung des Staates und schon gar keine staatliche Zusatzförderung. Bei den Kirchensteuern dasselbe..
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  • cero 30.05.2018 06:48
    Highlight Ist Religion Privatsache oder nicht? Man fordert staatliche Anerkennung und staatliche Einflussnahme, andererseits wird Religion gesellschaftlich immer mehr zur Privatangelegenheit degradiert (?).
    Imho muss der Staat mit dem Ziel 'friedliches Zusammenleben' den Religionen Grenzen setzen, sie aber auch im Hinblick darauf unterstützen (z.B. Ausbildung von Geistlichen).
    Auch der Staat profitiert von gut eingegliederten religiösen Gemeinschaften.
    Religionen aber sind nie nur harmlos, auch das Christentum nicht. Deshalb muss der Staat mit den Religionen in einem konstruktivem Dialog sein.
    37 5 Melden
    • Graustufe Rot 30.05.2018 10:51
      Highlight Vielleicht sind wir in dieser Diskussion zu sehr auf den Begriff Religion fixiert. Wir sagen, die Religion ist privat. Das trifft nicht auf den Islam zu, der ist immer politisch. Im Islam gibt es keine Trennung zwischen Staat, Religion und dem Privatleben. Der Gottesstaat ist das Ziel. Siehe Iran, Saudi-Arabien, die Türkei und viele Länder mehr, auch in Asien. Noch spüren wir bis auf ein paar ausländische Hassprediger nichts davon. Genau deshalb, können wir die Sache noch unter unsere demokratische Kontrolle bringen. Wenn wir jetzt nichts tun, wird es irgendwann zu spät sein.
      7 2 Melden
    • dan2016 30.05.2018 14:15
      Highlight @Graustufe Rot. Der Islam war und ist im Zeitverlauf genau so politisch oder unpolitisch gewesen wie das Christentum. Die Evamgelikaner in den USA, die Juden in Israel trennen genausowenig wie die Orthodoxen in Russland und die Radiomariafreunde an der Spitze in Polen. Und vielleicht ist die Repolitisierung tatsächlich ein globaler Trend, der aber durch Dich (aus unwissenheit oder böswillig) genau so gefördert wird.
      Türkei wäre übrigens bis ca. 2000 genau das Gegenbeispiel gewesen... Und dies übrigens schon stark zu osmanischen Zeiten.....

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  • Trasher2 30.05.2018 06:47
    Highlight Dass Muslie in der Schweiz leben, das ist Fakt.
    Daher wäre es längst fällig, dass wir in der Schweiz Imame ausbilden. Leute, die unsere Kultur anerkennen und in ihr ihren Glauben leben.
    Ich habe keine Angst vor „dem Islam“, aber dass Herr Erdogan bei uns Moscheen bauen lässt und unterhält, das bereitet mir sorgen!

    Als Politiker ist es wohl bequemer gegen „den Islam“ zu wettern als bestimmt gegen den politischen Islam vor zu gehen.
    73 21 Melden
    • Erdling.Nik 30.05.2018 07:09
      Highlight Welche Moscheen wurden denn vom bösen Oberterroristen Erdogan finanziert? Gibt es Quellen dazu?
      5 47 Melden
    • Enzasa 30.05.2018 07:42
      Highlight Nicht nur die Türkei auch Saudi Arabien etc. „verschenken, fördern“ Moscheen oder andere religiöse Projekte. Sie machen es öffentlich und vor allen gesponserten Moscheen sind Tafeln mit den Sponsoren angebracht. Tue Gutes und rede darüber, so macht man sich Freunde.
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    • Roterriese #NotMyNati 30.05.2018 07:56
      Highlight Staatlich geförderte Märchenstunden, oder was?
      11 9 Melden
    • Bits_and_More 30.05.2018 08:09
      Highlight "Unbestritten ist dagegen, dass in der Schweiz rund siebzig türkische Moscheen über die Diyanet-Stiftung direkt von der Türkei finanziert werden. Die wichtigsten stehen in Zürich, Luzern, St. Gallen, Lugano, Biel, Freiburg und Neuenburg."

      Zitiert aus der NZZ
      https://www.nzz.ch/nzzas/nzz-am-sonntag/arabisches-geld-fuer-schweizer-moscheen-ld.128077
      19 0 Melden
    • Trasher2 30.05.2018 08:11
      Highlight Wenn sie Herr Erdogan mit „bösen Oberterroristen“ betiteln, wird es wohl so sein...

      Meine Quellen sind schnell zu finden...

      https://www.rbb-online.de/kontraste/archiv/kontraste-vom-26-04-2018/erdogans-langer-arm-in-deutschland.html

      https://www.swissinfo.ch/ger/islamisches-gebetshaus_wer-finanziert-grossmoschee-in-schaffhausen-/44135974
      11 1 Melden
    • Graustufe Rot 30.05.2018 10:55
      Highlight Und die Diyanet-Stiftung untersteht direkt der
      Türkischen Regierung! Das ist alles andere als eine harmlose Stiftung, sondern der lange Arm des Religionsministers. Die "Stiftung" investiert Milliarden in den Bau und Unterhalt von Moscheen im Ausland. Nicht zuletzt, um die Türken im Ausland kontrollieren zu können.
      7 0 Melden
    • Rabbi Jussuf 30.05.2018 11:59
      Highlight Trasher2
      Kaum passiert, schon wieder vergessen...
      die Schaffhauser Moschee...
      8 0 Melden

«We Muslims have one word for Jews»: Britische Muslime solidarisieren sich mit Juden

Der Islam hat ein Antisemitismus-Problem, sagen viele. Nun wollen Muslime in Grossbritannien dieses Problem angehen. Mehrere muslimische Persönlichkeiten haben zu diesem Anlass eine ganzseitige Anzeige im «Telegraph» geschalten: «We Muslims have one word for you Jews. Shalom.»

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