Schweiz
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epaselect epa06215263 Newly elected Federal Councilor Ignazio Cassis (C) is sworn in as Councillor in front of the Federal Assembly, in the National Council in Berne, Switzerland, 20 September 2017. The parliament elected Cassis as eigth member of the federal council, filling the vacant seat of Didier Burkhalter. EPA/PETER SCHNEIDER / POOL

Cassis bei der Vereidigung. Bild: EPA/KEYSTONE POOL

Schnellschuss! Cassis verlässt Waffenlobby «Pro Tell» nach heftiger Kritik wieder

Die Freude der Waffenlobby Pro Tell am ersten Bundesrat als Mitglied war von kurzer Dauer. Der neue Aussenminister Ignazio Cassis (FDP) gibt seine Mitgliedschaft nach nur gut einem Monat bereits wieder auf.

Henry Habegger / Nordwestschweiz



«Angesichts der laufenden öffentlichen Diskussion und der Instrumentalisierung seines damaligen Beitritts hat Bundesrat Cassis seine Mitgliedschaft bei «Pro Tell» und «libertà e valori» aufgegeben», sagt Ursula Eggenberger, Leiterin Kommunikation der Bundeskanzlei, zur «Nordwestschweiz».

«Seine Überzeugung bezüglich eines freiheitlichen, der Schweizer Tradition entsprechenden Waffenrechts wird er im Bundesrat vertreten, genauso wie seine Unterstützung für die Bilateralen Verträge und das Schengen-Abkommen.»

Letzte Woche machten «Luzerner Zeitung» und «Tages-Anzeiger» publik, dass Cassis am 11. September Pro Tell beigetreten war – neun Tage vor seiner Wahl zum Bundesrat. Das trug ihm unter anderem den Vorwurf ein, er habe das aus wahltaktischen Überlegungen getan.

Cassis hatte sich zuvor in einem von Pro Tell geführten schriftlichen Interview mit der Waffenlobby solidarisiert. Da diese auch das Schengen-Abkommen im Visier hat, hatte er sich in Widerspruch zur Haltung des Gesamtbundesrats gestellt, was für einen neuen Aussenminister nicht gerade hilfreich ist. Pro Tell und ihre Spitzenleute, so Vize-Präsident und SVP-Nationalrat Jean-Luc Addor (Wallis), feierten den Beitritt von Cassis als grossen Erfolg.

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    Alle Leser-Kommentare
  • Thomas Binder 17.10.2017 11:33
    Highlight Highlight Hirn- und rückgratlos treibend in der gerade (finanz)kräftigsten Strömung, sechs Buchstaben, Qualle passt einfach nicht?

    Hmmm...
    Benutzer Bild
  • rodolofo 17.10.2017 08:10
    Highlight Highlight Ein wendiger Opportunist, wie aus dem Lehrbuch...
    Wie schon bei der Abgabe des Italienischen Passes kurz vor der Bundesratswahl.
    Aber jetzt braucht er ja so viele Stimmen von der SVP.
    Da liegt ein Austritt aus dieser Waffenträger-Bande mit dem Namen "Tellen-Söhne", oder so ohne weiteres drin.
    Immerhin ist es dieses Mal eine "Wende zum Guten".
  • Thomas Binder 17.10.2017 07:36
    Highlight Highlight Ich,
    icher,
    am ichsten,
    Cassis.

    Als Arzt neben der Krankenkassen- und der Pflegeheim- auch noch die Waffenlobby zu vertreten, war das grösstmögliche selbstentlarvende öffentlich verschickte Nacktselfie.
  • ujay 17.10.2017 04:14
    Highlight Highlight Einer mit Gummirückgrat im Bundesrat. Viel Spass.....
  • Nuka Cola 17.10.2017 02:30
    Highlight Highlight Kann mal jemand ein Profiling zu dem wehrten Herrn BR machen, und dieses mit der dunklen Triade abgleichen?


    -----


    Und ich bin immer noch der Meinung, Bundesräte sollten durch den Volkssouverän gewählt werden, und nicht durch Geldtransfers.
  • Thomas Binder 16.10.2017 23:27
    Highlight Highlight Der Ausbund an Empathie, Fingerspitzen- und Verantwortungsgefühl BR Ignazio Cassis steckt einen Skandal nach dem anderen locker weg - u.a. hatte der gleichzeitig Arzt, Krankenkassen- und Pflegeheimlobbyist Laura Sadis, für die er 2007 überhaupt nur in den NR nachgerückt war und welche ihn nun wohl locker geschlagen hätte, schon im Tessin ausgebootet - während NR Jonas Fricker wegen eines einzigen Skandälchens gehen musste: Der auch in der wunderbaren Schweiz mittlerweile ganz normale Wahnsinn
  • TanookiStormtrooper 16.10.2017 22:56
    Highlight Highlight Böse gesagt hat Cassis den Job nur bekommen, weil er sich überall eingeschleimt hat und weil das Tessin uns sonst wieder jahrelang genervt hätte.
    Es hätte im Tessin sicher bessere Kandidaten gegeben, die sich nicht für die Krankenkassen- und Waffenlobby prostituieren lassen.
  • Kong 16.10.2017 22:46
    Highlight Highlight Man kann zum ProTell Beitritt stehen wie man will, positiv oder negativ, je nach Ecke. Ein so rascher Austritt hinterlässt jedoch für die einen den selben schalen Geschmack wie für die anderen der Beitritt. Zweimal falsch bleibt da in Erinnerung.
    Oder es waren die hohen Jahresgebühren?! (Ironie off)
  • Thinktank 16.10.2017 22:44
    Highlight Highlight Als nächstes gibt er die Supercard zurück.
  • JR67 16.10.2017 22:34
    Highlight Highlight Und so ein Weichei sitzt im Bundeshaus. Da hat ja sogar die Simonetta mehr Eier!!!

    Play Icon
  • Luca Brasi 16.10.2017 22:20
    Highlight Highlight Kurz vor der Wahl opportunistisch den italienischen Pass abgeben, Pro Tell beitreten und nach längerer öffentlicher Diskussion wieder austreten. Wo das Windchen weht, ist der neue Schweizer Aussenminister nicht weit...
  • Majoras Maske 16.10.2017 22:19
    Highlight Highlight Ganz der Taktiker: Weil die Linke ihn wegen seinem Lobbyismus nicht unterstützte, musste er sich bei den Konservativen einschleimen. Er fand Schusswaffen gut und seinen zweiten Pass plötzlich schlecht. Von den Rechten gewählt, musste er aber gleich mit den Linken flirten, da stören Schusswaffen nur. Würde er als Aussenminister auf die SVP setzen, er würde als helvetische Ms. May enden bevor er auch nur etwas getan hätte.
  • Spooky 16.10.2017 22:17
    Highlight Highlight Ich war für eine Tessinerin oder einen Tessiner im Bundesrat.

    Aber das verstehe ich nicht, was er gemacht hat.

    "Pro Tell" ist für mich ein harmloser, sonntäglicher Schützenverein. Wieso muss man da austreten?
    • ujay 17.10.2017 04:16
      Highlight Highlight ....und die NRA in den USA sind ein harmloser patriotischer Verein, der nur alten Traditionen verpflichtet ist😂😂😂
  • Madison Pierce 16.10.2017 22:11
    Highlight Highlight Kann ihn nicht mehr ernst nehmen. Ich habe gerne Politiker, die zu ihren Überzeugungen stehen und auch mal etwas Gegenwind aushalten. Cassis ist ein Karrierist. Der würde auch die Partei wechseln, wenn es für ihn von Vorteil wäre.
  • sambeat 16.10.2017 21:55
    Highlight Highlight Like a Candle in the Wind...
  • Mnemonic 16.10.2017 21:37
    Highlight Highlight Schickt alle Waffenfreaks einfach nur einmal auch bloss in die Nähe eines Gefechts. Dann werden sie extrem schnell extrem still...
  • pamayer 16.10.2017 21:34
    Highlight Highlight Fast nicht lächerlich.
  • Palatino 16.10.2017 21:07
    Highlight Highlight Ein guter Start ist das A und O:

    Play Icon
    • Butschina 17.10.2017 02:19
      Highlight Highlight Och der Franz.... war das nicht sein letztes grosses Rennen?
  • dan2016 16.10.2017 21:06
    Highlight Highlight Da können wir uns auf seeeehr viel Flexibiilität freuen ohne störendes Rückgrat
    • Don Sinner 16.10.2017 22:27
      Highlight Highlight schön gesagt
  • Don Sinner 16.10.2017 20:59
    Highlight Highlight Die Marionette. Der Konturlose. Der 1/4-Bundesrat. Jemand, der sich dermassen nach allen Seiten verbiegen lässt, je nachdem, wer an den Fäden zieht, so einer soll die Schweiz, unsere Interessen als Aussenminister vertreten?! Ernsthaft: wie tragbar ist eine solche Person. Ist er zurechnungsfähig? Was für eine Zickzack vorwärts und zurück Aussenpolitik wird das werden?
    • FrancoL 16.10.2017 23:15
      Highlight Highlight ER ist tragbar und das ganz sicher. Die SVP trägt ihn wo immer sie hin will.
  • Alnothur 16.10.2017 20:22
    Highlight Highlight Schade... Aber wenn er die Ideale weiterhin vertritt, ist der Austritt rein symbolischer Natur.

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