Schweiz
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ARCHIVBILD ZUM RUECKTRITT VON GRUENEN-NATIONALRAT JONAS FRICKER, AM SAMSTAG, 30. SEPTEMBER 2017, ERHALTEN SIE FOLGENDE ARCHIVBILDER ---- Nationalrat Jonas Fricker, GPS-AG, verfolgt die Debatte in der Kleinen Kammer an der Herbstsession der Eidgenoessischen Raete, am Montag, 12. September 2016 im Staenderat in Bern. (KEYSTONE/Anthony Anex)

Jonas Fricker, Nationalrat der Grünen, einsam auf einer Bank im Bundeshaus. Bild: KEYSTONE

«Wir fordern den Rücktritt vom Rücktritt» – die Reaktionen auf Jonas Frickers Abgang 

Zwei Tage nach seinem Holocaust-Vergleich legt Jonas Fricker (Grüne) sein Amt als Nationalrat nieder. Die Reaktionen.



«Die Menschen, die dort deportiert wurden, die hatten eine kleine Chance zu überleben. Die Schweine, die fahren in den sicheren Tod.» Kaum waren Nationalrat Jonas Fricker (Grüne) diese Worte entwichen, brach die grosse Entrüstung über den Aargauer Politiker herein. Da nutzte ihm auch die sofortige Entschuldigung nichts mehr. 

Zwei Tage nach seinem verbalen Ausrutscher zieht der Aargauer die politische Notbremse – er tritt auf Beginn der Wintersession zurück. Während sein Holocaust-Vergleich beinahe von allen Seiten harsch kritisiert wurde, sind die Meinungen über seinen Rücktritt gespalten.

Das sagt seine Partei

Die Parteikollegen von Jonas Fricker hatten sich nach dessen Vergleich sofort von ihm distanziert. Und: Sie kritisierten Fricker harsch. «Ich bin entsetzt über die unsägliche Entgleisung von Jonas Fricker», sagte etwa Jo Lang. Und Fraktionspräsident Balthasar Glättli: «Die Grünen verurteilen den heute von Jonas Fricker gemachten Vergleich ohne Wenn und Aber».

Kurz nachdem Fricker sein Rücktritt bekannt gegeben hatte, meldete sich sein Fraktionspräsident wieder zu Wort. 

«Mit seinem klaren Schritt stellt Jonas Fricker in der unmissverständlichsten Form klar, dass für ihn Aussagen, die man als antisemitisch oder menschenverachtend interpretieren kann, keinen Platz haben – auch wenn sie nie so gemeint waren. Dieser hohe Anspruch an sich selbst und diese klaren Zeichen verdienen unseren grossen Respekt.»

Balthasar Glättli, Fraktionspräsident der Grünen Partei

Bei diesem Statement der Grünen ist vor allem eines auffällig: Es fällt kein Wort des Bedauerns. 

Hat ihn seine Partei fallen lassen?

Kurz nach dem Rücktritt von Fricker kritisierten Twitter-User die Grüne-Partei. Der Vorwurf: Man habe Fricker im Stich gelassen, statt ihm den Rücken zu stärken und trotz seiner unüberlegten Worte zu ihm zu stehen.

Die Applaudierer

Es gibt aber auch jene, die den Schritt von Fricker begrüssen – und vor dem konsequenten Entscheid des Aargauers den Hut ziehen.

Einige der Applaudierer sind auch der Meinung, dass dies immer so sein soll. Beispielsweise jeweils auch dann, wenn ein SVP-Mitglied einen verbalen «Ausrutscher» hat.

Entäuschte Fricker-Fans

Doch die Meinung der Mehrheit ist eine andere. Der Rücktritt sei unüberlegt, voreilig, zu radikal, zu krass oder einfach absolut falsch.

Die erste Rücktritt vom Rücktritt Forderung

Einige User auf Twitter hoffen, dass es sich der Grüne-Nationalrat doch nochmals anders überlegt. 

Oder dass Fricker wenigstens 2017 wieder zur Wahl antritt und somit sein Polit-Comeback gibt.

Das sagt die Profiteurin

Der Rücktritt von Jonas Fricker ist für eine seiner Parteikolleginnen eine «gute» Nachricht. Die Aargauer Grossrätin Irene Kälin schafft durch seine Entscheidung den Sprung in den Nationalrat. Sie hatte bei den Nationalratswahlen 2015 nach Fricker am meisten Stimmen geholt.

Sie sagte am Samstagabend zum Fernsehsender «Tele M1»:

«Man wünscht sich natürlich, den Einzug in den Nationalrat auf anderem Weg zu schaffen.»

Weiter zollt sie dem Entscheid ihres Parteikollegen Respekt:

«Jonas Fricker ist eine integre Persönlichkeit und er verdient meinen allergrössten Respekt für diesen grossen Schritt, der persönlich sicher nicht einfach war.»

Lustige Geschichte am Rande

Auf Twitter kam es bereits am Donnerstag zu einer Verwechslung. Und zwar wurde Jonas Fricker statt Jonas Fricker angetwittert. Genau: Der Politiker Fricker hat auf Twitter einen Namensvetter.

Dessen Reaktion am Donnerstag.

Und auch heute kam es wieder zu Verwechslungen. Doch ein User muntert ihn auf. 

In ein paar Wochen kehrt somit bei beiden Fricker wieder Ruhe ein. (fvo)

10 spektakuläre Rücktritte

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    Alle Leser-Kommentare
  • Spooky 04.10.2017 22:34
    Highlight Highlight Wir leben in einer Zeit, in der man nicht sagen darf, was man denkt.
  • Thomas Binder 02.10.2017 16:36
    Highlight Highlight Wir leben in einer Zeit, in der uns Journalisten erklären, wie wir heute mit dem Holocaust, Hitler und der SS adäquat umzugehen haben.
    Uns allen, zuallererst den gegenüber allen ignoranten und intoleranten bloss nie gegenüber sich selbst "zeitlebens Dreijährigen", die immer alles ganz genau wissen, und den von derartigen Verblendeten empfehle ich diesbezüglich immer, dem wunderbaren Humanisten und Zionisten Henry Siegman (geb. 1930 in Frankfurt) zuzuhören, einer moralischen humanistischen und zionistischen Instanz:
    https://www.democracynow.org/2014/9/1/a_slaughter_of_innocents_henry_siegman
  • Thomas Binder 01.10.2017 21:49
    Highlight Highlight Ungerecht, unnötig und aus meiner Sicht (ich stecke aber natürlich nicht in Deiner Haut) falsch - ein weiterer Sieg empathiearmer Scheinheiliger - aber natürlich Chapeau, Jonas!
    Ich ziehe meinen Hut auch vor denjenigen Menschen, zuallererst jüdischen Glaubens, welche Dir dies richtigerweise sofort verziehen haben.
    Perfekt ist derjenige Mensch, der seine vielen Schwächen und Fehler erkennt, diese akzeptiert, zu ihnen steht und sich zeitlebens verbessern will - perfekt in der Einsicht und Akzeptanz der sowie im Umgang mit der menschlichen Imperfektion, seiner selbst und aller anderen Menschen.
    • Thomas Binder 02.10.2017 12:05
      Highlight Highlight "Unsere" Grünen befinden sich derzeit mitten im Transformationsprozess in eine Kartellpartei, in "bürgerliche Grüne" (Klaus J. Stöhlker), und müssen dafür selbstverständlich nicht verblendbare oder käufliche Humanisten loswerden.

      Offenbar im Gegensatz zu Rainer Mausfeld bin ich der Meinung, vielleicht ist es aber auch bloss meine Hoffnung, dass die Mehrheit derjenigen, welche dieses üble Spiel mitspielt oder diesem tatenlos zusieht, bis weit nach "oben" nur immer noch verblendet und nicht gekauft ist.

      http://www.nachdenkseiten.de/?p=40160
  • alles auf rot 01.10.2017 20:41
    Highlight Highlight Klar war der Vergleich unglücklich. Aber nur, weil er eigentlich wissen musste wie die Reaktionsmaschinerie danach an Fahrt aufnimmt.
    Mir fällt keine andere Spezies ein, die sich ganze Infrastrukturen und Produktionsstrassen baut, um andere Lebewesen zu jederzeitigen Verzehr zu halten und zu verarbeiten.
    In Wahrheit reagieren wir nicht kritisch auf den Bezug zum Holocaust, sondern auf die Kritik an der Massentierhaltung. Wie müssten uns sonst eingestehen, was wir anderen Lebewesen so absolut unreflektiert und abwehrend gegen jede Kritik antuen.
    Und da gibt es dann eben doch Parallelen.
    • Spooky 01.10.2017 23:04
      Highlight Highlight @alles auf rot
      Genau so ist es. Irgendwie habe ich das so gesehen, aber du konntest es formulieren.
    • Theor 02.10.2017 16:14
      Highlight Highlight Wirklich eine tolle Reflektion, signifikant und provokant - aber mit einem Inhalt, der den Leser zur Selbstreflektion zwingt. Chapeau! Für mich einer der geistreichsten Kommentare der letzten Monate auf watson.
  • Brainwash 01.10.2017 16:39
    Highlight Highlight Es geht hier doch darum, dass man solche Aussagen nicht bei anderen kritisieren kann und diese dann in den eigenen Reihen relativiert und ohne Konsequenzen duldet. Der Entscheid von Herr Fricker war somit konsequent und nur so bleiben die Grünen glaubwürdig.
    • häfi der Spinat 01.10.2017 17:08
      Highlight Highlight Bin mir fast sicher, dass es sich im Fall Fricker um eine interne Abrechnung handelte.
      Der Mann war vermutlich innerhalb der Partei schon angeschossen gewesen.
      Ein Glättli z.B. wäre doch im selben Fall niemals gegangen worden.
  • Angelo C. 01.10.2017 16:08
    Highlight Highlight Erstaunlich : Völlig unverdächtige historische Quellen und gar die Gedenkstätte bemühen ähnliche Vergleiche 🤔 :

    https://de.m.wikipedia.org/wiki/Viehwaggon

    Zitat: "Auf den Charakter dieser Fahrten (Massentransporte mit Tötungsorten als Ziel wie bei Schlachtvieh) und ihre besonderen Bedingungen, die viele Teilnehmer nicht überlebten, für Überlebende, Historiker wie mediale Bearbeiter des Themas die Analogie nahelegen."

    http://www.gedenkstaettenforum.de/nc/gedenkstaetten-rundbrief/rundbrief/news/der_deutsche_viehwaggon_als_symbolisches_objekt_in_kz_gedenkstaetten/
  • häfi der Spinat 01.10.2017 14:57
    Highlight Highlight Wir leben in einer Gesellschaft die geprägt ist von einem pathologischem "Antirassismus"
    Einer Art moderner Volkskrankheit an der viele unserer Zeitgenossen "leiden".

    Im Fall Fricker kann ich mir gut vorstellen, das dieser von eigenen Parteikollegen zum Rücktritt gedrängt wurde, weil es um interne Machtkämpfe ging.
    Wer profitiert, wer rückt nun für F. in den Nationalrat nach?
    • dracului 02.10.2017 09:15
      Highlight Highlight Gäbe es denn einen „gesunden“ Rassismus? Ein gesunder Antirassismus ist vielleicht gar nicht so krank?
    • häfi der Spinat 02.10.2017 14:15
      Highlight Highlight Nein, ich denke nicht, das es einen "gesunden" Rassismus gibt. Eher vieleicht einen natürlichenRassismus. (Ohne damit sagen zu wollen, das dieser gut sei).

      Ja, ein "gesunder" oder besser ein natürlicher Antirassismus wäre selbstverständlich etwas gutes.
  • Lowend 01.10.2017 14:55
    Highlight Highlight Während die Parlamente voll Politiker sind, die mit präzise ausgeklügeltem Tabubruch und bewusster Hetze, auch gegen Juden, die Gesellschaft spalten, verliert ausgerechnet einer, der eingesteht, einen groben Fehler gemacht zu haben und dessen Entschuldigung sogar vom Schweizerisch Israelitischen Gemeindebund akzeptiert wurde den Rückhalt in der eigenen Partei?

    https://www.swissjews.ch/de/news/sig-news/fricker/

    Für mich echt unkollegial und wenn ich dann noch lese, dass sich einige Grüne einen Maulkorberlass geben wollen, frage ich mich schon, wen ich da in's Parlament gewählt habe!
    • poga 01.10.2017 18:22
      Highlight Highlight Dass das nicht passiert? Gleiche Meinung wie @Lowend.... Gut ich hätte nie die Grünen gewählt. Aber das Verhalten finde ich trotzdem ziemlich schockierend...
  • fischi 01.10.2017 13:44
    Highlight Highlight ist es nicht ein wenig scheinheilig, währe ein Politiker der rechten seite betroffen würden die gleichen Leute die jetzt ihn ihren Tweets von einmaligen ausrutschern sprechen hier sofortige rücktritte fordern und sollte seine Partei ihm/ihr rückendeckunge geben diese auch gleich ins Pfefferland wünschen.
    • Barracuda 02.10.2017 14:46
      Highlight Highlight Da gibt es kleine aber feine Unterschiede. Fricker hat sich umgehend für seine Aussage entschuldigt, ohne auch nur den Versuch zu unternehmen, diese zu rechtfertigen. Auf der rechten Seite hat die Vergangenheit gezeigt, dass man da selten so ehrlich und einsichtig ist. Da wird zuerst geschwiegen, vertuscht und dann redet man sich raus. Dass ein Zuppiger z.B. nicht Bundesrat (!) wurde, ist bekanntlich auch nicht auf seine Ehrlichkeit zurückzuführen;-) Eine rechte Partei wäre ausserdem nie so konsequent, da dort zu viele Fremd- und Eigeninteressen im Spiel sind.
  • atomschlaf 01.10.2017 13:00
    Highlight Highlight Auch wenn ich den Vergleich idiotisch und unpassend fand - ich bin erschrocken, als ich hörte, dass Fricker zurückgetreten sei.

    Wir haben immer noch Meinungsäusserungsfreiheit in diesem Land und dass ein Parlamentarier wegen eines ungeschickten Vergleichs zum Rücktritt gedrängt wird, geht gar nicht!
  • Rabbi Jussuf 01.10.2017 12:29
    Highlight Highlight Das war von allem Anfang an ein Selbstläufer. Die eigentlich "Betroffenen", Juden, spielen in dem Theater nur noch eine Nebenrolle. Spielten, muss man sagen, da sie die Sache ja längst für erledigt halten.

    Eine Partei (und sicher ein Teil der SP auch) spielt sich nun zum Hüter über Antisemitismusfragen auf - ohne dass die eigentlich Betroffenen etwas dazu zu sagen hätten.
    Interessant auch, wenn man sich erinnert an die Nähe der Grünen und der SP zur Hamas....
  • der_senf_istda 01.10.2017 12:26
    Highlight Highlight Ja, diese Aussage war daneben. Der Rücktritt ist jedoch völlig überzogen, was ist nur aus der guten alten Entschuldigung geworden...
  • Safster 01.10.2017 11:20
    Highlight Highlight Heieiei. Das kann ja gar nicht sein. Er will das Leid von Schweinen beim Massentransport versinnbildlichen, um das Leid greifbar zu machen. Er greift zu einem vermessenen Vergleich. Kriegt zu Recht auf die Finger. Entschuldigt sich. Dann Rücktritt? Wer nicht mehr erträgt, gehört vielleicht tatsächlich nicht in den Nationalrat. Aber die Reaktion darauf ist doch völlig übertrieben.
    • Hierundjetzt 01.10.2017 14:02
      Highlight Highlight Man vergleicht gleiches mit gleichen. Das lernen wir bereits in der SchuleÄpfel mit Äpfel z. B. Und nicht Äpfel mit Waldsterben. Oder Züge.

      Zudem wars ihm nicht einfach so rausgerutscht (da könnte man ja noch eine Auge zudrücken), nein er hat sich den Seich auch noch vorher zu Hause notiert.

      Der Rücktritt gebührt mein Respekt. Anders als beim Kristallnacht-Twitterer der SVP der von der Partei ausgeschlossen werden musste
    • Safster 01.10.2017 15:57
      Highlight Highlight @Hierundjetzt: Im Gegensatz zum Kristallnacht-Twitterer kann Fricker aber glaubwürdig vertreten, er verharmlose den Holocaust nicht oder er sei nicht antisemitisch. Ich mag Fricker nicht besonders, aber es kommt jetzt keinem ernsthaft in den Sinn, er hätte das Leid der Juden verharmlosen wollen. Das hier ist eine völlig unverhältnismässige Reaktion auf einen Fehler. Gerade weil er glaubhaft machen kann, er habe das nicht so gewollt.
  • Pafeld 01.10.2017 11:18
    Highlight Highlight Das Fallenlassen von Parteimitgliedern scheint bei den Grünen System zu haben. In keiner anderen Partei wird man für etwaige Fehltritte so schnell über die Planke gestossen. Selbst wenn noch nicht einmal Fakten auf dem Tisch sind.
    • FrancoL 01.10.2017 12:22
      Highlight Highlight Ja was die einen etwas voreilig machen, tun andere dafür auch bei schwerem Tatbestand nicht.
      Mir sind die erstern lieber auch wenn ich nicht Grün wähle.
  • willi22 01.10.2017 11:17
    Highlight Highlight Er hat doch recht. Die Bilder der Tierlaster in den Schlachthof haben eine gewisse Ähnlichkeit mit Deportationslager. Grausam, Unnatürlich und Unmeschlich und das nur weil wir von Mo bis So zwei mal am Tag Fleisch essen wollen. Wir sollten es so machen wie zu UrUrgrossmutters Zeiten. Ein- bis zwei mal Fleisch die Woche. Einmal Fisch. Da wirst du auch nicht Dick wie ein Rollmops.
    • cocorumo 01.10.2017 13:29
      Highlight Highlight Genau, weil Fleisch das ist, was dick macht... ;-)
    • Spektor 01.10.2017 16:02
      Highlight Highlight @Libertas Menschenfeind? Echt jetzt?
    • FrancoL 01.10.2017 23:39
      Highlight Highlight @Libertas; Es gab Zeiten da wurde der Unterschied nicht gemacht und es waren nicht die Grünen die diese Zeit geprägt haben.
  • Tschakkaaa! 01.10.2017 11:11
    Highlight Highlight Dieses Debakel nervt mich wahnsinnig!
    Sein Vergleich ist definitiv unglücklich formuliert und poltisch unkorrekt. Aber eigentlich hat er nicht Juden mit Schweine verglichen sondern die unmenschlichen Umstände in beiden Fällen.
    Hätte er anstatt Juden Armenier oder Zigeuner genommen, würde sich keiner aufregen. Get real und löst die wahren Probleme dieser Welt!
  • Angelo C. 01.10.2017 11:04
    Highlight Highlight Fricker ist zwar offenbar nicht der Hellsten Einer, aber seine heuchlerischen Parteigenossen gehen mir bedeutend mehr auf den Geist :

    https://www.blick.ch/news/politik/der-druck-wurde-zu-gross-ruecktritt-nach-drei-langen-tagen-gab-jonas-fricker-auf-id7399583.html?

    Aus sowas eine halbe Staatsaffäre zu konstruieren ist lächerlich und passt zum üblichen Geschleime wie die Faust aufs Auge 😤
    • FrancoL 01.10.2017 12:27
      Highlight Highlight Mehr als unpassend ist es wohl Fricker als nicht den Hellsten zu betiteln. Finde ich mehr als grenzwertig eher eine Sauerei. Aber das ist wohl konservativ korrekt, die Sauerei.
  • Flughund 01.10.2017 10:27
    Highlight Highlight Scheint so das er den Rückhalt seiner Partei verloren hat und abgesägt wurde. Finde ich schäbig von den Grünen wie sie ihr Image reinwaschen wollen.
  • Majoras Maske 01.10.2017 10:20
    Highlight Highlight Ja klar, dieser Spruch war etwas daneben, aber ein Rücktritt deswegen ist auch daneben.
  • sophiia 01.10.2017 10:09
    Highlight Highlight da hat sich ein kleiner Fehler eingeschlichen: "Oder dass Fricker wenigstens 2017 wieder zur Wahl antritt und somit sein Polit-Comeback gibt." müsste wohl 2019 heissen.
  • Zeit_Genosse 01.10.2017 10:04
    Highlight Highlight Und schon wieder Schnee von gestern.

    Die Parteikollegen haben ausgesondert, damit nichts an ihren Politkarrieren hängenbleibt. #kameradenschweine.
  • Groovy 01.10.2017 09:39
    Highlight Highlight Wieder mal ein Lehrstück, wie die Welt funktioniert. Vielleicht hätte er mal lieber Palästinenser für den Vergleich herbeigezogen...
    • Lichtblau 01.10.2017 15:37
      Highlight Highlight Ich habe nicht den Eindruck, dass die Juden von der Watson-Community mit Samthandschuhen angefasst werden, im Gegenteil.
      Interessant wäre aber zu wissen, was die jüdische Gemeinde zum Fall Fricker denkt. Hat man da etwas gelesen?
    • Safster 01.10.2017 16:46
      Highlight Highlight @Lichtblau: die haben die Entschuldigung angenommen.
    • Lichtblau 01.10.2017 22:01
      Highlight Highlight Danke für die Info. Das wundert mich nicht. Wer auf eine solche Vergangenheit zurückblickt, kann einen keineswegs bösartigen Fricker richtig einordnen. Und wessen Meinung wäre relevanter?
  • klugundweise 01.10.2017 08:47
    Highlight Highlight Ist einer von diesen da zurückgetreten?

    "Politische Korrektheit ist die grösste Gefahr für unsere Demokratie."
    (U. Maurer, BR, SVP-DV 4.12.2010)

    Die Warner vor der Klimaerwärmung gehören zu einem
    „mafiösen Konstrukt, das im Stile goebbelscher Propaganda jahrelang gelogen hat“.
    (C. Zanetti, SVP ZH, BZ 29.11.09)

    "Verräterinnen wie Frau Widmer-Schlumpf hat man
    im Mittelalter mit Pferden gevierteilt. Ich wäre bei dieser
    Exekution gerne einer der vier Reiter gewesen“.
    (K. Zweifel, Arzt, SVP ZH, TAZ 12.1.10)
    • Watson - die Weltwoche der SP 01.10.2017 09:40
      Highlight Highlight "Politische Korrektheit ist die grösste Gefahr für unsere Demokratie." Triggert dich das? Oder wo genau liegt da das Problem?
    • Moti_03 01.10.2017 10:21
      Highlight Highlight Einfach etwas... Da kann jeder anfangen mit einer Auflistung des politischen Gegners. Das ist aber gegeneinander und bringt nichts. ich bevorzuge gemeinsame Lösungen und Kompromisse. Deshalb ein Blitz von mir.
    • hockeyaner 01.10.2017 11:01
      Highlight Highlight Komische Zufälle was Sie sich da so ausgesucht haben.....wieso wohl? Also Ein großer Fan einer gewissen Partei sind Sie anscheinend nicht......😅
    Weitere Antworten anzeigen
  • Vanessa_2107 01.10.2017 08:47
    Highlight Highlight Sicher war er schlimm der Vergleich und eine falsche, vermutlich unüberlegte Wortwahl. Deswegen aber gerade zurückzutreten finde ich übertrieben. Der- oder diejenige, der/ nicht schon unbedachte Worte gesagt haben, werfen den ersten Stein...aber ich weiss, dieses Thema ist und wird immer heikel sein und bleiben.
  • Denk-mal 01.10.2017 08:36
    Highlight Highlight Ja der Mensch, ein seltsames Wesen. Lernt einfach nicht, will oder kann nicht. Mir ist es ein Rätsel wie es möglich war das Hitler, Stalin, der Kaiser von Japan und, und, so riesige Vernichtungskriege möglich machten. Ist es heute besser? Sagen wir, anders und eben doch gleich. Die UNO wird immer machtloser und die Menschen abgestumpfter. Ist wohl das Schicksaal des Menschen, dass er das Geschenk des Universums, unseren Planeten, nicht annehmen kann...

    • Nuka Cola 01.10.2017 11:35
      Highlight Highlight Du meinst die Macht in der Uno wird immer unfairer verteilt, oder? Machtloser wird sie nicht, aber die macht in der Unobist stark zentriert.

      5 Dauerhafte Sicherheitsratmitglieder, welche mit Sicherheit nicht die friedlichsten Völker vertreten.

      1 nes davon mit mehr Aussenpostenbund Flugzeugträger als alle anderen 4 zusammen.

      Naja, dass GB Imperium ist gefallen, mittlerweile herrscht nun halt ein neues. Mal schauen, für wie lange.

  • Imagine 01.10.2017 08:24
    Highlight Highlight Schade! Meines Erachtens ein übereilter Schritt.
    Frag mich, wie stark der Druck von der Partei war und deren Angst, aufgrund des (OK, nicht sehr feinfühligen) Vergleichs von Jonas Fricker zu den Schweinetransporten Stimmen zu verlieren.

    Hoffe, Jonas Fricker tritt bei den nächsten Wahlen wieder an.
    • _kokolorix 01.10.2017 10:17
      Highlight Highlight Die allgemeine Behandlung von Schlachtschweinen ist definitiv auch nicht feinfühlig
    • FrancoL 01.10.2017 11:46
      Highlight Highlight Wenn die Grünen Angst haben müssen nachdem sich Fricker in aller Form entschuldigt hat und dies in einer glaueürdigen Weise, dann habe sie aber sehr wenig zu bieten.
      Dachte sie hätten mehr Format.
  • Thadic 01.10.2017 06:45
    Highlight Highlight Ich bin der erste,der einen Kommentar schreibt: entweder interessiert sich niemand für das Thema oder alle haben Angst etwas falsches zu sagen.
    Ich habe wirklich nicht den Eindruck,dass Herr Fricker die Judenverfolgung banalisieren wollte. Es ist kein Verbrechen wenn man Tiere als gleichwertig und gleichberechtigt zu Menschen anschaut. Ein Rücktritt wäre nur notwendig wenn er tatsächlich die Judenverfolgung als ein kleines Übel anschaut.
    • Thinktank 01.10.2017 09:19
      Highlight Highlight Willkommen in der Zweiklassendiktatur. Wenn ein Linker gegen die Rassismusstrafnorm verstösst, kann er es nicht so gemeint haben, weil er ist ja per Definition ein Gutmensch, also versucht man es möglichst zu relativieren. Ich bin froh erwischt es hin und wieder auch einen Linken (Tschäppät: Tschingg, Sommarugas Käser : Neger). Selbstverständlich werden diese nie gebüsst, weil sie meinten es ja nicht so. In Hundert Jahren wird diese hoffentlich kurze Epoche als Mittelalter der Meinungsfreiheit beschrieben werden. Die Gedanken sind vorerst noch frei.
    • FrancoL 01.10.2017 12:12
      Highlight Highlight @think: ja es ist schon peinlich wenn man diese Entgleisung von Fricker untet Rassismus einzuorden versucht.
      Es war eine schwere Entgleisung aber nicht im Bereich des Rassismus.
    • Thadic 01.10.2017 12:46
      Highlight Highlight @Thinktank: es fragt sich was an Frickers unglücklichen und pietätlosen Kommentar rassistisch war? Ich erspare jetzt mir die Definition von Rassismus aus Wikipedia zu kopieren aber die Versuchung besteht.
  • Grundi72 01.10.2017 06:35
    Highlight Highlight Gewisse politische Hinterbänkler erkennt man erst wenn sie zurücktreten..

    Aber trotzdem gut ist er weg, Extremisten und Hetzer sollten keinen Platz im Parlament haben!
    • aglio e olio 01.10.2017 08:08
      Highlight Highlight Und auch nicht in der Kommentarspalte, gell.
    • Makatitom 01.10.2017 08:16
      Highlight Highlight Die wirklichen politischen Hinterbänkler wie Glarner, Köppels, Amstutz, Trulla-Blocher hätten und haben die Eier nicht in der Hose, zurückzutreten. Extremisten und Hetzer sollten keinen Platz im Parlament haben, das gilt vor allem für die oben genannten.
    • Leventis 01.10.2017 08:48
      Highlight Highlight Hetzer? Extremist? Jonas Fricker? Echt jetzt?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Schneider Alex 01.10.2017 05:55
    Highlight Highlight Unbedachte Äusserungen oder Handlungen sind ein Markenzeichen von Politikern. Sie wollen damit unbedingt auffallen. Diesbezügliche Häufungen von grünen Politikern aus dem Raum Baden sind rein zufällig.
  • ujay 01.10.2017 04:59
    Highlight Highlight Das mieseste an dieser Hetzkampagne ist, wie ihn seine " Parteifreunde" fallen liessen. Dass die SVP und die Mitteparteien aus dieser Muecke einen Elefanten machten, ist politisches Kalkuel. Es ist widerlich, sich diese Heucheleien, speziell von Lang, anhoeren zu.muessen.
    • Eric Lang 01.10.2017 07:57
      Highlight Highlight Ich möchte ja nicht wissen, wie die Linken und Grünen abgehen würden, wenn ein SVP-Politiker diesen Vergleich gebracht hätten!
      Und garantiert würde nun keiner der im Artikel genannten Politiker, den Rücktritt vom Rücktritt fordern, sondern noch gegen die gesamte Partei hetzen.
    • poga 01.10.2017 08:24
      Highlight Highlight @ujay zeige mir bitte, wo die SVP und die Mitte Parteien aus der Mücke den Elefanten gemacht haben. Ich habe da nicht viel gesehen. Wenn du hier in die Kommentarspalten schaust, wirst du feststellen, dass viele der rechten Wähler die Verteidigung übernommen haben. Und viele der eher linken Wähler die Absetzung forderten. Ich auf jeden Fall, habe keinen übermässigen Angriff von Rechts, auf Herrn Fricker ausmachen können.
    • Jein 01.10.2017 09:08
      Highlight Highlight Die Banalisierung des Todes von über 6 Millionen Menschen ist keine Mücke, und Fricker weiss das ja selber auch wie er mit seinem Rücktritt beweist.

      Heuchlerisch ist lediglich dass wenn z.B. ein SVPer etwas ähnliches sagen würde, genau diejenigen die gerade zum "Rücktritt vom Rücktritt" auffordern am lautesten aufschreien würden.
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Heikler Datenaustausch: Schweiz meldet eritreische Geflüchtete ans Herkunftsland

Die Schweiz verrät Daten von abgelehnten Asylsuchenden dem Regime in Eritrea. Im Nationalrat werden nun Antworten vom Bundesrat gefordert.

Eritreische Flüchtlinge haben in den vergangen Jahren eine Asyl-Verschärfung nach der anderen erlebt. Faktisch haben jene Menschen, die vor der Diktatur und dem Nationaldienst flüchten, heute kaum mehr Chancen auf Schutz in der Schweiz: Zuerst wurde die illegale Ausreise als Fluchtgrund aberkannt, dann wurde behauptet, das Desertieren vom Nationaldienst stelle keine Gefahr für Rückkehrer dar. Und zuletzt entschied das Bundesverwaltungsgericht, dass in Eritrea keine Situation allgemeiner …

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