Schweiz
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21, JUSO, Gemeinderätin –
diese Bernerin tritt gegen die «Grauhaarpolitik» an

Bild: watson

19.09.18, 14:29 20.09.18, 09:43


Ja, sie ist jung. Verdammt jung. Und ja, sie politisiert in der JUSO. Und das nicht gerade kleinlaut. Es gilt, diese Fakten kurz festzuhalten. Das Wesentliche aber ist: Vera Diener, 21 Jahre alt, geboren in Albligen, einem Weiler am Rand des Berner Mittellands, Wochenaufenthalterin in Bern, Floristin von Beruf, und JUSO-Politikerin aus Überzeugung, übernimmt bald ein Amt, das eigentlich für Menschen jenseits des Frischhaltedatums reserviert ist. Gemeinderätin in Schwarzenburg. 7 Exekutivpolitiker für 7000 Einwohner.

Während man in einigen Gemeinden aus Personalnot Leute mit vorgehaltener Pistole in die Amtsstuben schieben muss, zeigt sich Diener vorbehaltlos erfreut. Am 1. Januar rückt sie für den zurücktretenden SP-Parteikollegen Alexander Meucelin nach.

Schwarzenburg: Berner Mittelland, 7000 Einwohner, Postkartenidylle. Bild: watson

Man trifft Vera Diener am Bahnhof Schwarzenburg, wo sie ziemlich ausgestreckt auf einer Bank liegt und mit ihrem Handy beschäftigt ist. Händedruck, Begrüssung, kurzes Plaudern über Mofas (sie fuhr Puch Maxi, bis es ihr geklaut wurde, dann Ciao), und heiteres Lamentieren über die schlechte Verkehrsanbindung (den Führerschein hat sie nicht), Rituale des Dorflebens halt.

Lustigerweise wählt sie dann ein Café aus, das man eher der Birkenstock-Generation aus den 80er zurechnen würde; hier wird wohlriechendes Teekraut in bunten Riesentassen gereicht, und wer sich die steile Treppe zur vermeintlichen Toilette hinunterhangelt, findet sich plötzlich zwischen getrockneten Mandeln und magenschonendem Joghurt wieder. Kaffee für den Reporter, Tee für die Politikerin. Diener also, ihr Sidecut hat es ja schon in die Medien geschafft, die blauen Haare sowieso, und ihre sexuelle Ausrichtung auch (bisexuell, aber im Moment für die Medien und die Öffentlichkeit nicht so interessant, da sie einen Freund hat). Man muss ziemlich genau hinhören, wenn Diener spricht. Sie redet manchmal so leise, dass die Schlagerband im Radio immer wieder mal die Pauke auf ihre Wörter herunterfallen lässt – hat sie jetzt Solidarität oder Postmodernität gesagt? Man weiss nicht so genau, ob sie das sottovoce aus Vorsicht auf lokale Befindlichkeiten einstudiert hat, oder ob es ihr angeboren ist. Sie erklärt dann aber ziemlich glaubhaft, dass sie einfach ein bisschen heiser sei und ihre Stimme schonen müsse. Wahrscheinlich Folgewirkung all der Gratulationswünsche, die «von überallher niederprasseln».

Rollen wir ihre Biographie auf: Aufgewachsen in Albligen, einem Dorf «in der Senke» neben Schwarzenburg, Berner Halbinsel im Fribourgischen, 500 Einwohner, von denen mittlerweile «sicher wieder ein paar gestorben sind», also machen wir ca. 450 draus. Die Kindheit mehrheitlich hinter Buchdeckeln verbracht – Federica de Cesco, Cornelia Funke – und sich so nebenbei mit der Rolle von weiblichen Heldinnen vertraut gemacht. Das Elternhaus? Jetzt muss sie es zugeben, sie ist politisch nicht ganz unbefleckt, im Gegenteil, eigentlich strömt sogar ziemlich dickes Sozialistenblut durch ihre Adern. Ihre Familie gehört zu den sozialdemokratischen Urgesteinen in der Gegend, schon ihr Grossvater war in der SP. Uralte Parteiprotokolle läsen sich wie ein Familienstammbaum, sagt sie und zählt auf: «Lehmann, Lehmann, Lehmann, Diener, Diener, Diener, Lehmann.» Diener ist der Name ihrer Mutter, Lehmann heisst der Vater. Eintritt in die JUSO während des Au-Pair-Jahres in Genf, dann eine Lehre als Floristin, seit einem Jahr in der Geschäftsleitung der JUSO Schweiz, und nun also, seit einem Tag, Gemeinderätin in spe.

Es gibt ein paar andere, die sich das in ihrem Alter auch schon angetan haben. Bekannte Namen. Bänz Friedli etwa, der mit 20 in den Gemeinderat von Wohlen gewählt wurde, aber bleibendere Spuren als Autor des Huusmaa-Blog im Migros-Magazin hinterlassen hat, und heute als renommierter Musikjournalist und Kabarettist wirkt. Oder Pierre Maudet, der zwar der Politik etwas länger erhalten blieb als Friedli, aber aus anderen Gründen nicht mehr als politisches Vorbild taugt.

Nur, genau das will sie sein: Vorbild. Vor allem für junge Frauen. «Männer haben es in dieser Hinsicht so viel einfacher. Ich kann mich erinnern, wie ich am Anfang bei der JUSO extrem Schiss hatte, vor 150 Menschen zu reden, während sich die gleichaltrigen männlichen Kollegen ohne Zögern das Mikrofon geschnappt und dann «totalen Schwachsinn gelabert» haben. Diese Chuzpe will sie jetzt auch an den Tag legen, minus den Schwachsinn. «Ich mache Politik, seit ich 15 bin. Natürlich fehlen mir die spezifischen Dossierkenntnisse, aber die kann ich mir ja aneignen.»

Genau, die JUSO. Aber zuvor schaut man noch staunend einem Rudel Schulkinder auf Kickboards hinterher – «zukünftige JUSO-Mitglieder, alles!». Diener sinniert anschliessend ein bisschen darüber, ob man das Zentrum von Schwarzenburg nicht zur autofreien Zone erklären sollte, bevor sie die lustigsten Sponti-Aktionen ihrer JUSO-Zeit Revue passieren lässt, für die sie auch schon einmal in der Polizeizelle landete. Man merkt: Sie hatte ziemlich viel Spass daran. Diener merkt trocken an: «Wenn man über Politik nicht ab und zu lacht, wird man zwangsläufig verrückt.»

Martin Haller würde dem vielleicht nicht ganz so begeistert zustimmen. Gestern musste der Gemeindepräsident von Schwarzenburg es dem «Bund» schon erklären, heute hat er den watson-Reporter an der Strippe: Ja, man müsse sich als Exekutivpolitiker ein bisschen zurücknehmen. Nein, im Gemeinderat könne man nicht Oppositionspolitik machen wie in der JUSO. Ja, sie geniesse Vorschusslorbeeren bei ihm. Nein, das Alter spiele keine grosse Rolle, Erfahrung könne man sich mit 21 oder mit 60 Jahren aneignen. Ausserdem sei er ein grosser Verfechter einer ausgewogenen Vertretung der Bevölkerung im Gemeinderat.

Hände schütteln war gestern, heute macht man als Politiker ein Selfie

Der Gemeinderat von Schwarzenburg, das soll der Vollständigkeit halber erwähnt werden, war bis zu den letzten Wahlen 2016 ein rein männliches Gremium.

Man muss dann noch mit ihr durch den alten Dorfkern spazieren. Am Morgen erschlug einem die Idylle fast, Schindelhäuser, Giebeldächer, stumpenrauchende Flaneure, offene Hauseingänge, in denen Menschen Putzlappen beschaulich in Plastikeimer kreisen lassen, Szenen wie zu Gotthelfs Zeiten mit einem Schuss Moderne, sogar die Zeugen Jehovas wirken hier weniger mechanisch als in der Stadt. Jetzt die leise Hoffnung, dass Diener blumige «Grüessechs» verteilt in Hauseingängen, und den Ellbogen lässig auf ein Fenstersims abstützt, um über Geranien hinweg ein bisschen Volksnähe zu zelebrieren. Passiert leider nicht, es ist Mittagszeit in Schwarzenburg und auch die Klischees haben Pause, ausserdem kennt Diener Schwarzenburg gar nicht so gut und umgekehrt.

Drei Jahre ist sie hier in die Sekundarschule gegangen, dann ins Internat – «‹Hanni und Nanni›-Zeit, nicht übertrieben», mit der Matratze die Treppe runtergerasselt und solche Sachen – grössere und kleinere Dramen, Schulschätze und gebrochene Herzen, beste Freundinnen und schlechte Noten.

Links das altehrwürdige Tabakgeschäft, rechts der Fairtrade-Laden. Das sei Schwarzenburg en miniature, eine gute Mischung zwischen Tradition und Moderne, findet sie. Wohin als nächstes? Zur Bibliothek natürlich, dem Ort, an dem sie wahrscheinlich die meiste Zeit verbracht hatte hier. «Es hatte bloss ein paar Hundert Bücher im Regal, ich konnte nicht sehr wählerisch sein.» Unterwegs zupft Diener immer wieder mal an einem Strauch oder einem Bäumchen, pflückt eine Chegälä, eine Kastanie, oder spielt mit einer Vogelbeere. «Schon auch eine Passion, ja», sagt sie über ihren Beruf, die Floristerik, «jeder Strauss ein Einzelstück».

Ist sie eigentlich bewandt in den theoretischen Debatten der Linken? Nein, interessiert sie nicht gross, sie habe schon auch ein bisschen von Marx, Engels, Gramsci, Rosa Luxemburg gelesen, aber zitieren könne sie nicht viel. «Politik ist doch kein Wettbewerb, wer am meisten Fremdwörter in einen Satz packen kann!» Es ist die Praxis, nicht die graue Theorie, die sie reizt. Sponti-Aktionen eben, als Kriegsmaterialgerät verkleidet gegen die Wehrpflicht kämpfen, oder goldene Penisse in Flammen aufgehen lassen, um auf die Lohngleichheitsforderung aufmerksam zu machen.

Etwas mehr als drei Monate hat sie, um sich in die Dossiers einzulesen. Ist sie wirklich nicht nervös? Keine Angst vor hochgezogenen Augenbrauen und prüfenden Brillenblicken gestrenger Finanzbeamter (sie wird wahrscheinlich das Finanzdepartement übernehmen)? Kurzer Seitenblick, man will die kleinste Regung in ihrem Gesicht nicht verpassen. Aber Diener ist Profi genug, schnalzt höchstens kurz mit der Zunge: «Ich gehe nicht davon aus, dass es einfach wird, aber ich gehe davon aus, dass es funktioniert.» Linke Politiker müssen ja Visionen haben, also: Was ist ihre Vision für Schwarzenburg? «Schwarzenburg soll eine solidarische Gemeinde sein, die allen Menschen ein gutes Leben ermöglich wird, ohne dass die Umwelt darunter leidet, mit guter Bildung, guter Verkehrsanbindung.» Ok, fair enough.

Jetzt stellt man ihr noch die 5-Jahres-Frage. Was macht sie in 5 Jahren? Das ist ein bisschen gemein, weil sie jetzt entweder die ehrliche No-bullshit-Antwort geben («Ich weiss es nicht.») und sich bei ihren Gemeinderatskollegen schon jetzt ein bisschen ins Abseits zitieren kann, oder sie sagt etwas diplomatisch-verklausuliertes wie: «Ich freue mich jetzt einfach mal auf die Herausforderungen.» Sie entscheidet sich für den dritten Weg, («Doofe Frage!»), und lenkt das Gespräch auf die «Grauhaarpolitik», die sie bald aufmischen möchte.

Die nächsten Wahlen sind 2020 und wenn sie das alles tatsächlich durchzieht, dann wird sie in den nächsten zwei Jahren mehrheitlich ermüdende Budgetdiskussionen über Fussängerstreifen führen, statt als Radschützenpanzer verkleidet Berner Polizeigrenadieren vor der Nase herumtanzen. Hat sie nicht das Gefühl, dass sie irgendwie ein bisschen zu früh den Weg der grossen Beständigkeit eingeschlagen hat? Klares Dementi: «Nein, ich kann mich auch sonst austoben.» Und die grossen politischen Fragen kommen auch nicht zu kurz, sagt sie: «Ich verändere nicht den Inhalt meiner Politik, nur den Stil.»

Der Rundgang durchs Dorf endet am Bahnhof. Die S6 verbindet Schwarzenburg mit Bern, ein BLS-Bummelzug, Halbstundentakt, letzte Verbindung 23.48 Uhr. Aber Diener will ja gar nicht weg, im Gegenteil, die Stadt ermüdet sie meistens, die Menschen, die Hektik. Sie will darauf hinarbeiten, dass junge Leute wie sie vermehrt wieder aufs Land ziehen. Ein Reitschul-Ableger in Schwarzenburg, wieso nicht?

Bild: watson

Diener entdeckt dann noch einen ANTIFA-Sticker, an ein Robidog-Eimer geklebt, schon der zweite an diesem Vormittag, natürlich hat sie keine Ahnung, wer wie wo was, aber freuen kann man sich ja trotzdem. «Wieso nicht einfach mal die Botschaften etwas vereinfachen?» Eine rhetorische Frage, Diener spricht gerade über die Vorteile des linken Populismus, aber man kann es eigentlich auch auf ihre persönliche Situation anwenden. Ja, wieso nicht einfach mal die Botschaften etwas vereinfachen?

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58
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58Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Riesen.schweiz 20.09.2018 10:41
    Highlight Als Schwarzenburger bin ich gespannt auf die Arbeit der Frau Diener.
    Ehrlich gesagt bin ich schon skeptisch, lasse mich aber gerne überzeugen.
    Als Vorsteherin der Finanzkommission wird sie auf kompetente Kommissionsmitglieder zählen können.

    17 0 Melden
  • Tempus Fugit 20.09.2018 07:58
    Highlight Sie labert sicher blindlings die sozialistischen Klassenkampfparolen runter und jeder Mann der eine Frau begehrt ist sicher gleich ein Schwein, ganz im Sinne des readikalwn Neo-Feminismus der JUSO.
    33 26 Melden
  • glointhegreat 19.09.2018 21:07
    Highlight Entfernt. Bitte beachte die Kommentarregeln. Danke, die Redaktion.
  • RandyRant 19.09.2018 19:49
    Highlight Altersdiskriminierung ist auch dann eine Diskriminierung wenn der sie ausübenden ein ach so guter Mensch ist ;)
    51 13 Melden
  • swisskiss 19.09.2018 19:15
    Highlight Mal 8 bis 10 Jahre Gemeindepolitik machen und dann mal schauen was sie gelernt hat.

    Wenn ich den politischen Werdegang eines Cedric Wermuth betrachte, der knapp 2 Jahre Erfahrung auf kommunaler Ebene gesammelt hat, 8 Jahre als Nationalrat tätig ist und dies als Vorausetzung für die Qualifikation für die Wahl in den Ständerat betrachtet, sollte man jedem Jungpolitiker ans Herz legen, zuerst sich einen politischen Rucksack zuzulegen, der eine vernünftige Realpolitik ermöglicht, statt ideologische Grabenkämpfe austragen zu wollen.
    64 41 Melden
    • äti 19.09.2018 22:26
      Highlight .. es gibt Personen, die quasi über Nacht Präsident der USA wurden. Ohne grosse politische Erfahrung.
      Andererseits gibt es viele Politiker, die seit ewigs im Amt sind und wenig Realpolitik machen. Ausser für sich selbst.
      20 9 Melden
  • N. Y. P. D. 19.09.2018 18:18
    Highlight «Schwarzenburg soll eine solidarische Gemeinde sein, die allen Menschen ein gutes Leben ermöglich wird, ohne dass die Umwelt darunter leidet, mit guter Bildung, guter Verkehrsanbindung.»

    @Vera,
    gähn hoch 4,
    das könnte das Programm eines grau melierten Politikers sein. Mir schlafen die Füsse ein..
    74 21 Melden
    • äti 19.09.2018 22:28
      Highlight .. wie wäre wohl dein Statement gewesen? Gleiches Alter, gleicher Ort.
      5 9 Melden
    • N. Y. P. D. 20.09.2018 09:51
      Highlight Sie will ja junges Blut in die Politik bringen. Aber mit dem gleichen Programm wie die graumelierten Herren, die sie angreift.
      Das Programm ist gut. Der Angriff auf die alten Politiker finde ich weniger gut.
      15 0 Melden
  • koks 19.09.2018 18:18
    Highlight Heutzutage reicht es doch schon, wenn man jung und weiblich ist, und man hat aus Sicht der Medien automatisch recht, egal was man tut und sagt.
    87 82 Melden
    • Juliet Bravo 19.09.2018 22:16
      Highlight Jung und weiblich - das zieht natürlich neider an.
      31 48 Melden
  • RiotGurl 19.09.2018 17:19
    Highlight Ich, selber links, muss dazu sagen: ich bin mir nicht sicher, ob Vera die richtige ist, um den politischen Diskurs zu führen. Sie erscheint sehr trötzlig und wenig kompromissbereit. Erscheint einerseits cool, aber, das habe ich in unserem Dorf gelernt: im Gemeinderat eines kleinen Dorfen sollte man keine Parteibüechli Politik betreiben.
    156 25 Melden
    • Troxi 19.09.2018 18:21
      Highlight Auf Ebene der Gemeinde findet man eigentlich die besten Politiker. Denn die Auswirkung ihrer Politik spüren sie direkt, auf Bundesebene spüren die wenigsten Politiker die Folgen. Aus meiner Sicht nur solche mit Doppelmandat aus dem Kanton. Daher ist die Kompromissbereitschaft auf Gemeinde Ebene das wichtigste. Dort kann ich auch mit ruhigem Gewissen Bürgerlichen die Stimme geben.
      52 10 Melden
    • Firefly 19.09.2018 18:23
      Highlight Na mit 21 bleibt noch viel Zeit zum lernen. Aber wenn man mit über 60 immer noch trötzelig und wenig kompromissbereit ist, wie so einige Exponenten in der Politik, dann wirds schwierig für den politischen Diskurs.
      91 11 Melden
  • stadtzuercher 19.09.2018 17:15
    Highlight In der Politik sind nicht die Jungen unterrepräsentiert, sondern die Geringverdiener, die Nicht-Akademiker, generell die Verlierer der heutigen Zeit. Dazu gehören auch viele 'Grauhaarige'.

    Bezeichnenderweise stammt diese Politikerin aus einer gutgestellten Familie, die schon seit je in der Politik vertreten ist und Politik macht.

    Und jetzt könnt ihr meinen Beitrag wiederholt löschen, weil er nicht in die Meinstream-Meinung passt.
    100 71 Melden
    • Pisti 19.09.2018 17:59
      Highlight Die Frau ist Floristin, viel tiefer in der Lohnklasse kann man fast nicht sein.
      56 11 Melden
    • Juliet Bravo 19.09.2018 18:04
      Highlight Sie ist Floristin - weisst du was das für ein Beruf ist?
      90 32 Melden
    • Fabio74 19.09.2018 18:25
      Highlight Mag dieses jämmerliche Opfergeheule.
      Sie ist Floristin. Google mal was Floristen verdienen.
      Noch was: jeder 18 jährige Schweizer ist wahlberechtigt.
      Statt jammern, anpacken.
      50 16 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • dan2016 19.09.2018 17:14
    Highlight das Posting von 'Albert J. Brown III' war m.E. nicht sehr kritisch. Vor allem, wenn man den Text betrachtet. Ich habe den Eindruck, dass inzwischen mehr Kommentare hier hängen bleiben (aufgrund der Regeln 1-5) als bei der Bernerzeitung wenn mandie Meinung des Chefredaktors nicht teilte. Und wenn man die Hälfte der Bevölkerung als jenseits des Frischedatums bezeichnet, dann dürfte man ein ganz kleines bisschen Gegenrecht walten lassen. Weil dieser Beitrag - bei enger Auslegung - gegen die Regeln 3-5 verstösst. Aber damit verstosse ich vermutlich wiederum gegen die Regel 3.
    39 9 Melden
  • Toni.Stark 19.09.2018 16:53
    Highlight Was wir wirklich brauchen ist gratis WLAN für die ganze Bevölkerung!
    17 74 Melden
    • Juliet Bravo 19.09.2018 18:10
      Highlight Und wozu?
      52 11 Melden
    • Fabio74 19.09.2018 18:25
      Highlight Toll der Steuerzahler finanzierts
      9 7 Melden
    • Gubbe 19.09.2018 18:31
      Highlight Naja, ich kann manchmal das Zeug von einem Nachbarn lesen, der 30m weiter wohnt. Eigentlich langt mir das...
      5 3 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Albert J. Katzenellenbogen 19.09.2018 16:32
    Highlight Ui, sie ist schon einmal in einer Polizeizelle gesessen. Das muss sie ja qualifizieren.
    85 31 Melden
    • äti 19.09.2018 22:33
      Highlight .. es qualifiziert sie, weil sie nicht geblieben ist. :)
      14 5 Melden
  • Alterssturheit 19.09.2018 16:19
    Highlight Wieso immer die "Graumelierten/Grauhaarigen" (=alte Säcke). Wenn ich bei uns im Betrieb so schaue, dann sind die meisten der "Grauen" so zwischen 25-40 und auch auf der Strasse ist es häufig so.
    Und ja - mehr Junge wären gern gesehen, aber das Problem müssen sie selber lösen und sich melden. Aber Politik machen ist eben mit Arbeit verbunden....
    80 14 Melden
  • leu84 19.09.2018 16:12
    Highlight Unabhängig von der politischen Farbe, viel Erfolg. Der erste Eindruck gemäss diesem Interview zeigt ein gewisses kritisches Denken. Man kann auch als Floristin Politik betreiben, da man als BürgerIn ein Teil davon ist. Natürlich fehlt ihr Erfahrung, es gibt PolitikerInnen mit viel mehr Erfahrung, welche auch schon grossen Bockmist erarbeitet haben. (Kasachstan-Affäre, Gegen Zweitwohnungsinitiative aber eine Zweitwohnung erworben usw)
    46 22 Melden
    • sheimers 19.09.2018 16:58
      Highlight Bei der Zweitwohnungsinitiative ging es um den Bau neuer Wohnungen, nicht um den Kauf bestehender. Von da her gab es keinen Widerspruch.
      22 27 Melden
  • Janis Joplin 19.09.2018 15:59
    Highlight Vera packt das! Alles Gute und Nerven aus Stahl!
    48 59 Melden
  • andre63 19.09.2018 15:55
    Highlight super wenn sich junge menschen politisch engagieren!
    67 22 Melden
  • Thadic 19.09.2018 15:33
    Highlight Viel Glück und Spass wünsche ich von Herzen dieser jungen Frau. Ich hoffe einfach sie wird nicht verheizt und findet eine Möglichkeit die neuen Ideen umzusetzen, welche unsere Gesellschaft so dringend braucht.
    51 29 Melden
  • .:|Caballito de Mantequilla|:. 19.09.2018 15:25
    Highlight Endlich mal eine Frau in der JUSO die nicht Polarisieren will. Bravo!

    Und die Menschen aus Bläkbörri und Umgebung gehören im Bernbiet zu den bodenständigsten Leuten wo ich kenne.
    38 14 Melden
  • Paul_Partisan 19.09.2018 15:17
    Highlight Viel Erfolg Vera, mach den alten Säcken etwas Dampf ;-)
    205 152 Melden
  • Posersalami 19.09.2018 14:47
    Highlight Top! Es gibt viel zu wenig junge Politiker, die ein Amt bekleiden.

    Der Durchschnitt in der Exekutive und Judikative liegt glaub ich bei Mitte 50. Da wäre mal eine Quote fällig für junge Leute. Es kann nicht sein, dass grau melierte Herren und Damen über eine Zukunft entscheiden, die sie nicht mehr erleben werden.
    267 180 Melden
    • Against all odds 19.09.2018 15:17
      Highlight Dafür braucht’s keine Quote. Die jungen Leute können sich aufstellen und wählen lassen. Wie alle anderen auch.
      167 17 Melden
    • Herr J. 19.09.2018 15:57
      Highlight Nicht jeder, der schon etwas grau ist, neigt zu "Nach mir die Sintflut". Es ist den meisten gar nicht egal, in welcher Welt die Kinder und Kindeskinder leben.
      83 4 Melden
    • Posersalami 19.09.2018 16:20
      Highlight Ja klar! Junge Leute werden mit dem Netzwerk und der finanziellen Ausstattung geboren, um zu kandidieren! Und natürlich verzichten die Älteren gerne auf ein Mandat zu Gunsten eines Jüngeren.

      Schon klar! So funktioniert die Welt!

      NICHT

      Mein ehemaliger Chef hat für den Stadtrat in Zug kandidiert. Das ganze hat ihn gut 30 000.- gekostet für Fotos, Plakate, usw. Das kann natürlich jeder Interessierte 20 jährige locker stemmen!
      38 43 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • G. Schmidt 19.09.2018 14:43
    Highlight Ist doch spannend...

    ...dann sehen wir wenigstens ob die Jung-Sozialisten sich im demokratischen Prozess beweisen können.

    BHs verbrennen und auswendig gelernte Zitate von Marx und Co. aufsagen kann jeder
    426 111 Melden
    • Paul_Partisan 19.09.2018 15:20
      Highlight Lieber Schmidt, Juso-Mitglieder_Innen haben in der ganzen Schweiz Ämter auf Gemeinde- und Kantonaler Ebene inne. Nur so.
      73 106 Melden
    • Juliet Bravo 19.09.2018 18:03
      Highlight Wenn du dich immer noch an die BH-Verbrennung erinnerst, haben die Juso wohl ins Schwarze getroffen😅
      41 37 Melden
    • Me, my shelf and I 19.09.2018 18:35
      Highlight Praktisch jede*r junge SPler*in in Kantons- und Gemeinderäten ist in der JUSO. Nur hat nicht jede*r mediale Aufmerksamkeit.
      18 4 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Albert J. Katzenellenbogen 19.09.2018 14:39
    Highlight Entfernt. Bitte formuliere deine Kritik sachlich. Danke, die Redaktion.

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