DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Swiss Pop macht seit Ende Jahr ihre Hörer darauf aufmerksam, dass sie ein Programm der SRG sind.
Swiss Pop macht seit Ende Jahr ihre Hörer darauf aufmerksam, dass sie ein Programm der SRG sind.Bild: KEYSTONE

Hey, wir sind auch von der SRG: Kurz vor No Billag hat Radio Swiss Pop einen neuen Jingle

Radio Swiss Pop und Swiss Classic haben einen neuen Jingle. Dieser macht ihre Hörer darauf aufmerksam, dass sie einen Sender der SRG eingeschaltet haben.
11.01.2018, 08:1111.01.2018, 08:41

Wer Radio Swiss Pop hört, tut dies vielfach aus einem Grund: Keine Werbung, keine Moderatoren, keine Nachrichten – einfach nur ununterbrochen Musik geniessen. Mit einer Einschränkung: Nach jedem dritten Lied wird ein Jingle abgespielt. Beispielsweise einfach nur: «Radio Swiss Pop». Oder auch: «Alle gespielten Songs von Radio Swiss Pop im Überblick finden Sie online auf radioswisspop.ch.»

Die verschiedenen Jingles wechseln sich ab, damit «diese von der grossen Mehrheit unserer Hörer nicht als zu häufig gespielt empfunden werden», ist auf der Website des Radiosenders zu lesen.

Aufmerksamen Zuhörern ist in den letzten Wochen aber dennoch nicht entgangen: Ein neuer Jingle ist frisch dazu gekommen. Seit Ende Dezember heisst es immer mal wieder: «Swiss Pop, ein Musikprogramm der SRG SSR». Das Timing der Änderung ist auffällig.

Der neue Jingle auf Radio Swiss Pop

In zwei Monaten, am 4. März, entscheiden die Schweizer Stimmbürger über die No-Billag-Initiative. Ein schicksalhafter Tag für die SRG. Ein Ja wäre gleichbedeutend mit dem Ende des Medienunternehmens, zumindest so wie wir es heute kennen. 

Fest steht: Bei einer Annahme der Initiative würden zumindest viele der heutigen Angebote und Sender wegfallen: Damit ist neben den Fernsehkanälen auch die Zukunft der 17 Radioprogramme der SRG ungewiss. Darunter Radio Swiss Pop, den gemäss Mediapulse täglich 507'000 Menschen hören.

«Das Publikum hat das Recht zu wissen, wer dieses Programm verantwortet.»
Daniel Steiner, Sprecher SRG

Diese sollen nun anscheinend dafür sensibilisiert werden, dass auch ihr Sender von den Gebühren abhängt. Dies betrifft auch Hörer von Radio Swiss Classic. Ab dem 1. Februar wird der Jingle auch hier zu hören sein.

SRG Mediensprecher Daniel Steiner will nichts von einem Zusammenhang mit der Initiative wissen. Die neue Leitung der Satelliten-Programme habe die Jingle-Entscheidung im letzten Sommer beschlossen, «unabhängig von No-Billag». Steiner begründet den Entscheid wie folgt: «Das Publikum hat das Recht zu wissen, wer dieses Programm verantwortet.» Denn in einem Programm ohne Moderation werde – anders als in moderierten Programmen – sonst nie auf die Herkunft hingewiesen.

Steiner betont zudem, dass es sich eigentlich um eine Wiedereinführung handle. Bis 2014 waren auf allen drei Satelliten-Radios SRG Jingles zu hören, welche die Hörer auf das Unternehmen hinter dem Sender aufmerksam machten. 2014, im Zuge der Konvergenz mit dem Fernsehen, verzichteten Swiss Pop und Swiss Classic darauf, die Jingles weiter auszustrahlen. Anders auf Swiss Jazz: Hier wurde der Jingle nie abgesetzt.

Was würde ein Kind mit acht Milliarden kaufen?

Video: Angelina Graf

1920er: Das Radio und seine Folgen

1 / 7
1920er: Das Radio und seine Folgen
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer
DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
twint icon
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Abonniere unseren Newsletter

112 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Die beliebtesten Kommentare
avatar
Beggride
11.01.2018 08:32registriert November 2015
Ob mit oder ohne NoBillag, man muss den Leuten schon zeigen, was sie nachher alles nicht mehr haben. Einige scheinen sich dessen kaum bewuust zu sein... Egal wie die Befürworter ein neues Programm über fünf Ecken finanzieren wollen, einen Radiosender ohne Werbung wird es danach sicherlich nicht mehr geben!
33448
Melden
Zum Kommentar
avatar
Howard271
11.01.2018 08:47registriert Oktober 2014
Ist doch nur fair und in Ordnung, dass man das deklarieren darf.
27923
Melden
Zum Kommentar
avatar
Snowy
11.01.2018 09:13registriert April 2016
Ist für mich als Vielautofahrer (und darum Viel-Radiohörer) mit ein Hauptgrund zur Ablehnung der No-Billag: Privat-Radioprogramme mit 12(!) Minuten Werbung pro Stunde und Non-Stop Sauglattismus-Halligalli wären mir ein Graus.

Immer wenn ich mal wieder kurz in Radio Energy, Sunshine oder wie sie alle heissen reinzappe, frage ich mich wie sich erwachsene Menschen das freiwillig antun können...
24826
Melden
Zum Kommentar
112
Jetzt ist klar, welche Brauerei das neue Migros-Bier herstellen darf
Nach dem Abstimmungsnein zum Alkoholverkauf in den orangen Supermärkten, lanciert der Detailhändler bald ein alkoholfreies Bier. Es kommt aus der Ostschweiz.

Das Abstimmungsresultat war deutlich: Mit bis zu 80 Prozent lehnten die zehn regionalen Migros-Genossenschaften die Statutenänderung ab, die es dem Detailhändler erlaubt hätte, künftig Bier, Wein und andere hochprozentige Getränke zu verkaufen.

Zur Story