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246 Frauen politisieren Ende Oktober in den Kammern des Parlaments im Bundeshaus in Bern.
246 Frauen politisieren Ende Oktober in den Kammern des Parlaments im Bundeshaus in Bern.
Bild: sda

Du willst etwas verändern in der Schweiz? Das ist deine Chance!

Das Interesse an der Frauensession war gross: 200 Plätze sind bereits besetzt. watson verlost einen der 46 noch offenen Plätze. Wie du dabei sein kannst und warum es die Frauensession überhaupt gibt.
25.06.2021, 14:5525.06.2021, 15:58

Warum braucht es eine Frauensession?

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Vor 50 Jahren erhielten die Frauen das eidgenössische Stimm- und Wahlrecht. Und fünfzig Jahre ist es her, seit elf Nationalrätinnen zum ersten Mal ins Parlament einzogen. «Es ist aber bis heute eine Tatsache, dass Frauen im Parlament, in der Exekutive oder in politischen Gremien immer noch in der Minderheit sind», sagt Kathrin Bertschy. Sie organisiert als Co-Präsidentin der Organisation Alliance F die Frauensession – zusammen mit weiteren Verbänden und Organisationen.

Laut der GLP-Nationalrätin sei die Idee einer Frauensession, die in den Parlamentsräumen in Berner Bundeshaus Platz nimmt, schon länger rumgegeistert. «Wir wollen, dass der Rat ein anderes Gesicht hat, dass die weibliche Perspektive in den Vordergrund rückt und Themen besprochen werden, die unter den Nägeln brennen.»

Fragt man Bertschy, welche Themen sie konkret meint, überlegt sie nicht lange. «Bei der externen Kinderbetreuung erhält die Schweiz miserable Noten.» Die Nationalrätin bezieht sich auf eine Auswertung des Uno-Kinderhilfswerk Unicef. Diese zeigte, dass die externe Kinderbetreuung für eine Schweizer Durchschnittsfamilie viel zu teuer ist. Die Schweiz rangiert bei im Vergleich zu anderen wohlhabenden Ländern auf dem viertletzten Platz. «Die Vereinbarkeit von Familie und Berufung ist dringender denn je. Genau solche Probleme wollen wir in der Frauensession angehen», sagt Bertschy bestimmt.

Was ist das Ziel der Session?

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«Im Mittelpunkt stehen ganz klar Diskussionen zu Gleichstellungsthemen», so Bertschy. Dazu gehöre sowohl sozialpolitische Fragestellungen als auch die Diskussion über das Sexualstrafrecht oder den Schutz von Opfern häuslicher Gewalt.

Bereits im August tagen verschiedene Kommissionen, die sich mit unterschiedlichen Themen auseinandersetzen und Vorschläge ausarbeiten. Über diese Vorschläge wird dann Ende Oktober im Plenum diskutiert. «Ich erwarte möglichst konkrete Vorschläge, die wir danach dem Bundesrat und dem Parlament unterbreiten können», sagt Bertschy.

Dass diese Vorschläge einstimmig während der Frauensession durchgewunken werden, glaubt Bertschy nicht. «Ich denke, es gibt sicher einen grossen gemeinsamen Nenner, wenn nur Frauen politisieren, aber in der Detailaustegstaltung gibt es sicherlich Differenzen, denn es sind Frauen aller politischer Couleur vertreten.»

Neben den konkreten Vorstössen, hofft Bertschy noch auf etwas: «Vielleicht gefällt der einen oder anderen gewählten Kandidatin der politische Alltag so fest, dass sie sich für eine politische Karriere entscheidet.»

Frauensession 2021
Die Frauensession wird organisiert von Alliance F, dem überparteilicher Dachverband der Frauenorganisationen in der Schweiz, den Evangelischen Frauen Schweiz (EFS), dem Schweizerischen Bäuerinnen- und Landfrauenverband (SBLV), dem Dachverband Schweizerischer Gemeinnütziger Frauen (SGF), dem Schweizerischen Katholischen Frauenbund (SKF) und der Eidgenössischen Kommission für Frauenfragen (EKF).

Wer ist schon gewählt?

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Über 1400 Frauen aus der ganzen Schweiz haben für die Session kandidiert. 200 Plätze sind bereits besetzt. Bei der Verteilung der Sitze wurde die Bevölkerungszahl der Regionen und die Anzahl der Kandidaturen zu gleichen Teilen gewichtet.

Die Organisatorinnen waren überwältigt vom Zulauf an Kandidaturen und Wählerinnen. «Das Interesse war gross. Das hat uns enorm erfreut», sagt Bertschy. Positiv überrascht haben sie auch die Wahlresultate. «Es wurden viele Frauen gewählt, die in der konventionellen Politik unterrepräsentiert sind. Beispielsweise Frauen mit nicht weisser Hautfarbe oder mit einem auf den ersten Blick nicht typischen Schweizer Namen.»

Wer in welchen Regionen gewählt wurde, erfährst du hier.

So bist du dabei:

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watson verlost einen Platz für die Frauensession vom 29. bis 30. Oktober 2021 in Bern.

Gewählt werden können cis sowie trans Frauen, die mindestens 16 Jahre alt sind in der Schweiz wohnen (unabhängig von der Staatsbürgerschaft oder Aufenthaltsstatus) oder Auslandsschweizerinnen sind.

Auch inter und non-binäre Menschen und Menschen, die von der Gesellschaft diskriminiert wurden, weil sie als Frau gelesen werden oder wurden, sind herzlich eingeladen, an der Wahl teilzunehmen.

Anmeldung für die Frauensession
Hier kannst du für die Frauensession vom 29. bis 30. Oktober 2021 kandidieren. Verrate uns in einigen Sätzen oder in einem Video, warum du gewählt werden willst.
Video hochladenmax. 10MB sind erlaubt

Das musst du noch wissen:

Die Frauensession soll eine Parlamentssitzung so genau wie möglich abbilden. Wer erfolgreich gewählt wird, kann sich einer von Kommissionen anschliessen und gleichstellungsrelevante Themen besprechen.

  • Kommission für Ausländer:innenstimmrecht
  • Kommission für Gleichstellung in Arbeit und Absicherung
  • Kommission für Landwirtschaft
  • Kommission für Wissenschaft
  • Kommission für Rechtsfragen und Schutz gegen Gewalt
  • Kommission für Digitalisierung
  • Kommission für Sexuelle Gesundheit und Gender-Medizin
  • Kommission für Anerkennung Freiwilligen und Care-Arbeit

Die verschiedenen Kommissionen arbeiten Anträge aus. Diese werden dann während der Frauensession im Oktober beraten und beschlossen. Die konkreten Forderungen werden dann dem Bundesrat und dem Parlament übergeben.

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Landsgemeinde Appenzell AR beschliesst das Frauenstimmrecht

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Landsgemeinde Appenzell AR beschliesst das Frauenstimmrecht
quelle: schweizerisches naationalmuseum
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Sie ist einer der Gründe, wieso wir Frauen heute Rechte haben

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