Schweiz
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Verhaftung mit Handschellen durch Kantonspolizei Zürich.
Symbolbild.

Die Delikte haben 2017 erneut abgenommen. Bild: Kapo Zürich

Mehr minderjährige Straftäter, weniger Delikte: Die Kriminalstatistik in 6 Grafiken

Die Zahl der Straftaten ist in der Schweiz auf ein Rekordtief gesunken. Häufiger straffällig geworden sind jedoch unter 18-Jährige. Auch die Drohungen gegen Beamte haben zugenommen, wie die heute veröffentlichte Kriminalstatistik für das Jahr 2017 zeigt.



2017 wurden in der Schweiz erneut weniger Delikte verübt als im Jahr davor. Das geht aus der am Montag veröffentlichten Kriminalstatistik hervor. Allerdings gibt es auch negative Entwicklungen.

Die wichtigsten Erkenntnisse in sechs Grafiken:

Das Wichtigste in Kürze:

Kriminalstatistik 2017 Grafiken

daten: bfs

Das Gute zuerst: Insgesamt gab es 2017 4 Prozent weniger Delikte als im Jahr zuvor. Einbrüche (-12 Prozent), Delikte häuslicher Gewalt (-4 Prozent) und auch Gewaltdelikte im Allgemeinen (-3 Prozent) haben abgenommen.

Auch die Widerhandlungen gegen das Betäubungsmittelgesetz (BetmG) haben abgenommen – um fast 4 Prozent. Mit 9 Prozent ist der Rückgang jedoch bei Verstössen gegen das Ausländergesetz (AuG) am stärksten.

Um 12 Prozent zugenommen haben hingegen Gewalt und Drohungen gegen Beamte. Laut der Konferenz der kantonalen Polizeikommandanten (KKPKS) könnte dies jedoch mit einer restriktiveren kantonalen Politik zusammenhängen.

Entwicklung seit 2009

Kriminalstatistik 2017 Grafiken

daten: bfs

Mit der neuesten Kriminalstatistik führt sich der Trend fort: In der Schweiz werden immer weniger Straftaten verübt. Dieser Trend ist seit 2012 stabil. Mit dem Rückgang von 6,1 Prozent wurde der tiefste Wert seit Revision der Statistik im Jahr 2009 erreicht.

Die Minderjährigen:

Kriminalstatistik 2017 Grafiken

Abkürzungen: StGB = Strafgesetzbuch, BetmG = Betäubungsmittelgesetz, AuG = Ausländergesetz. daten: bfs

Sowohl bei Vergehen gegen das Strafgesetzbuch (StGB), wie auch gegen das BetmG gab es eine Zunahme bei Minderjährigen. Seit 2009 verzeichnete das Bundesamt für Statistik zum ersten Mal wieder einen Anstieg bei den minderjährigen Straftätern.

Verteilung auf die Kantone

Kriminalstatistik 2017 Grafiken

daten: bfs

Bei der Aufschlüsselung auf die Kantone lässt sich erkennen, dass die Kantone Basel-Stadt und Genf erneut mit Abstand die Führung übernehmen, was die Anzahl Straftaten pro Einwohner betrifft.

Allgemein lässt sich sagen, dass in der Westschweiz und in urbanen Gebieten mehr Delikte verübt werden. Deshalb sind Basel-Stadt und Genf auch seit Jahren an der Spitze dieser Statistik.

Am stärksten abgenommen hat dieser Wert im Kanton Appenzell Innerrhoden (-30 Prozent) und im Aargau (-28 Prozent). Obwohl der Kanton Uri weiterhin den besten Platz belegt, haben hier die Straftaten gegen das StGB prozentual am stärksten zugenommen (+22 Prozent).

Herkunft

Kriminalstatistik 2017 Grafiken

daten: bfs

Bei der Herkunft der mutmasslichen Täter gab es keine grossen Verschiebungen. Der Anteil der Kriminaltouristen (in der Grafik Blau) hat um einen Prozentpunkt abgenommen, der Anteil der Schweizer hingegen hat um einen Prozentpunkt zugenommen.

Straftäter, die sich im Asylprozess befinden, blieben stabil auf 4 Prozent.

Gewalt

Kriminalstatistik 2017 Grafiken

daten: bfs

Sehr erfreulich ist, dass die Gewaltdelikte abgenommen haben. Doch bei den Tötungsdelikten gab es eine Zunahme von 2 Prozent. Schneid- und Stichwaffen bleiben mit Abstand die häufigsten Tatwaffen bei Tötungen.

Auch die häusliche Gewalt hat dank stärkerer Sensibilisierung um 4 Prozent abgenommen. Weiterhin werden fast die Hälfte aller Delikte häuslicher Gewalt von einem Partner oder einer Partnerin verübt.

Polizist in der Berner Reitschule eingesperrt:

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52
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    Alle Leser-Kommentare
  • Skater88 27.03.2018 06:27
    Highlight Highlight Ich glaube mal das Diagramm Nr. 5 vielen nicht passen wird 😉😁
  • ubu 26.03.2018 21:58
    Highlight Highlight So Statistiken mit Vergleich zum Vorjahr oder den letzten 5 Jahren sind ja nett. Aber es müssten mindestens 20 oder 30 Jahre sein damit sie wirklich etwas aussagen.
  • Watson=Propagandahuren 26.03.2018 19:45
    Highlight Highlight Zunahme bei "Gewalt und Drohung gegen Beamte"
    Sollte dann vielleicht noch auf all die "Sensibilisierungskampagnen" hingewiesen werden in der "Beamte" (jesses sowas gibts doch gar nicht mehr in der Schweiz? ;)) dazu aufgefordert werden alle Fälle gleich anzuzeigen.
    Gilt übrigens allgemein für PKS - es gelten nur die Delikte die angezeigt werden.
    Wenn wegen geschlossener Polizeistellen, sinkendem Vertrauen usw. weniger schnell eine Anzeige eingereicht wird, kann auch das zu "sinkenden Zahlen" führen.
  • Switch_on 26.03.2018 15:45
    Highlight Highlight Dass der Wert in BS um 4% gestiegen ist hat sicher auch mit der neuen Polizeiführung in BS zu tun. Martin Roth hat eine viel härtere Gangart als sein Vorgänger. Dies ist gewissen Bereichen sicher begrüssenswert.
    Nur leider zeigt sich langsam, dass dies auch unschöne Folgen hat. So entsteht nach und nach der Eindruck, dass es mehr um Machtdemonstration geht als um Sicherheit. Vor allem bei grösseren Veranstaltungen fällt auf, dass es immer öfters zur Esakalation kommt.

    Hier noch ein Beispiel zu dem Thema:
    https://tageswoche.ch/allgemein/feindbild-linke-basler-polizei-zieht-schraube-an/
    • Mutzli 26.03.2018 18:55
      Highlight Highlight Ein Aspekt, der hier auch nicht grnannt wurde, ist dass Städte im allgemeinen aufgrund des Pendlerverkehrs und ihrer Funktion als Knotenpunkt höhere Krim.raten aufweisen. Man denke nur an Massenschlägereien bei Sportevents, bei dem vor allem auch die Dorfjugend aus dem Umland gerne mitmischt.

      Bei Baselstadt als Grenzkanton schlägt da sicherlich auch der Kriminaltourismus zu Buche.
    • Switch_on 27.03.2018 08:04
      Highlight Highlight Stimmt. Das kann ich mir auch gut vorstellen.
  • Watson - die Weltwoche der SP 26.03.2018 15:22
    Highlight Highlight Krass, dass die 2'101'000 Ausländer mit ständigem Wohnsitz in der Schweiz für 31% aller Straftaten verantwortlich sind. Diese 2'101'000 machen
    25% der Gesamtbevölkerung der Schweiz aus.

    https://www.bfs.admin.ch/bfs/de/home/statistiken/bevoelkerung/migration-integration/auslaendische-bevoelkerung.html
    • AustinOsmanSpare 26.03.2018 15:34
      Highlight Highlight Und was genau ist jetzt krass?

      Wenn du die Straftaten nach sozialen Schichten aufschlüsselst bekommst du eine bessere Korrelation.

      Oder soll das hier billige braune Hetze sein?
    • Oh Dae-su 26.03.2018 15:35
      Highlight Highlight Find ich jetzt alles andere als krass. Wenn man den allgemein tieferen sozioökonomischen Status der ausländischen Bevölkerung im Vergleich zu Schweizern berücksichtigt, find ich den Anteil eigentlich ziemlich tief.
    • Madmessie 26.03.2018 15:38
      Highlight Highlight Fragt sich schon, ob sich die stetige Zuwanderung nun unter dem Strich für die ganze Schweiz "gelohnt" hat oder nur für die Wirtschaft/Unternehmer/Aktionäre.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Schnueffelix 26.03.2018 15:04
    Highlight Highlight Interessante Statistik. Bleibt für mich die Frage, nach dem Warum. Vieles, wofür unsereins früher noch heisse Ohren und Samstagsarbeit beim Schulhauswart eingefahren hat, landet heute beim Judendanwalt. Und gerade im bereich häusliche Gewalt fehlt oftmals das zutrauen zu den Behörden, da diese sich Aufgrund der fehlenden rechtlichen Abdeckung (Zum Beispiel Stalking) bereits auf kleinerer Eskalationsstufe als nicht hilfreich herausgestellt hatten...Nebst den anderen Hemmschwellen. Statistiken sind nett, aber ohne Kontext aus meiner Sicht mit Vorsicht zu geniessen.
    • Schnueffelix 26.03.2018 19:46
      Highlight Highlight umfff.....das hätte natürlich Jugendanwalt werden sollen.Ich entschuldige mich für den Fauxpas.
  • demokrit 26.03.2018 15:03
    Highlight Highlight Gibt es womöglich eine Zunahme bei minderjährig gestempelten Flüchtlingen?
    • Enzasa 27.03.2018 02:33
      Highlight Highlight Demokrit
      Es kann doch nicht sein, dass die Massse der Flüchtlinge keinen Einfluss auf die Statistik haben.
      Immerhin ist es gefühlt unsichererer geworden
    • demokrit 27.03.2018 09:52
      Highlight Highlight Es war nur eine Frage liebe Blitzer. Ich musste in den letzten Monaten im Bahnhof ganze drei Raufhändel zwischen Leuten beobachten, die ich dem Asylkuchen zuordnen würde (zwischen Westlern keinen einzigen). Dazu haben UMAs im Asylzentrum Polizisten mit Backsteinen beworfen und Mobiliar zerschlagen. Aber vielleicht ist das ja alles nicht repräsentativ.
    • Roland Bach 27.03.2018 21:41
      Highlight Highlight Anscheinend will die Linke in der Schweiz zustände we in Deutschland, völliger Wahnsinn

Aargau ist nicht allein: In diesen Kantonen sind die Einbürgerungshürden besonders hoch

Im Kanton Aargau gelten nach der gestrigen Abstimmung höhere Hürden für die Einbürgerung von Ausländerinnen und Ausländern. Wer den roten Pass will, darf während zehn Jahren keine Sozialhilfe bezogen haben. In zwei anderen Kantonen gelten ebenfalls strenge Regeln.

Schweizerin und Schweizer zu werden ist nicht ganz einfach. Um den roten Pass zu kriegen, müssen einige Voraussetzungen erfüllt werden.

Im Kanton Aargau wurden die Bedingungen am Sonntag verschärft. Mit 101'716 Ja- zu 55'238 Nein-Stimmen hiess die Aargauer Stimmbevölkerung eine Verschärfung des Einbürgerungsgesetzes gut. Wer Schweizerin oder Schweizer werden will, darf während zehn Jahren keine Sozialhilfe bezogen haben.

Die Stimmberechtigten bestätigten damit die von den bürgerlichen Parteien …

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