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Auf seinem YouTube-Channel erklärt Thomas Kovacs seinen Abonnenten die Welt der Finanzen.  bild: youtube/screenshot

Gesicht des Verzichts

Thomas (22) aus Zürich hat einen Plan – mit 30 Millionär sein und in Frühpension gehen

Er ist 22 und weiss mehr über das Sparen und Anlegen als manch ein Altersgenosse. Thomas Kovacs ist Frugalist. Er gibt nur für das nötigste Geld aus. Mit 30 will er seine erste Million besitzen. 



«Hallo meine Lieben, ich bin's, euer Thomas aka Sparkojote.» So begrüsst der 22-jährige Thomas Kovacs seine knapp 1'800 Follower auf YouTube. Doch der Zürcher bewirbt weder Lifestyle-Produkte, noch erzählt er von Reisen nach Indonesien. Die Videos des jungen Mannes handeln einzig und allein vom Sparen, Investieren und Verzichten. 

Serie «Gesicht des Verzichts»

Kein Alkohol, kein Fleisch, kein Zucker. Verzicht ist in. Aber kannst du dir vorstellen, auf eine Wohnung zu verzichten? Oder jeden Tag dasselbe Kleidungsstück zu tragen? Wir auch nicht (so ganz). Deshalb stellen wir dir in der Serie «Gesicht des Verzichts» junge Menschen vor, die ganz bewusst auf alltäglich scheinende Dinge verzichten. Und sie erzählen uns, warum sie sich dafür entschieden haben – und was sie antreibt. 

Kovacs ist Frugalist. Er gibt nur das Nötigste an Geld aus, der Rest wird eisern gespart und angelegt. Sein Traum: Nie mehr arbeiten zu müssen und finanziell unabhängig sein. Mit 30 will er Millionär sein – und nur noch von den Zinsen und Dividendenerträgen leben können. Dafür lebt er sehr sparsam und versucht bis zu 70 Prozent seines Lohnes zu sparen. Mit 22 Jahren besitzt er bereits ein Nettovermögen von 140'000 Franken. 

Gegenüber watson hat der Sparfuchs verraten, was er sich trotz allem gönnt und warum er den materiellen Konsum als das grösste aller Probleme sieht.

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Im Februar will Kovacs exakt 100 Franken für Essen ausgeben. 3.50 Franken pro Tag für Frühstück, Mittag- und Abendessen. Ob er das schafft? «Das weiss ich noch nicht», sagt er im Video. Video: YouTube/Thomas der Sparkojote

Ich spare ...

Ich versuche, so viel wie möglich zu sparen, ohne dabei an Lebensqualität zu verlieren. Seit mehr als vier Jahren führe ich ein Haushaltsbudget und kenne meine Ausgaben auf den Rappen genau. Natürlich gehört viel Disziplin dazu, aber es macht auch sehr viel Spass. Am liebsten spare ich bei den monatlich wiederkehrenden Fixkosten: Je weniger, desto besser. 

Ich verzichte ...

... selten auf Dinge, denn ich weiss genau, was ich will. Alles Unnötige wird radikal gestrichen. Ich koche oft Zuhause und esse selten auswärts. Einerseits spart das sehr viel Geld, andererseits ist es auch gesünder.

Weil meine Freundin und ich mehr Platz brauchen, haben wir uns dazu entschieden, unser Bett wegzugeben und in Zukunft auf einem Futon zu schlafen. Jeden morgen rollen wir den Futon zusammen und haben so ein ganzes Zimmer zur Verfügung und müssen nicht eine grössere Wohnung umziehen. 

Aber ich habe nicht das Gefühl, dass ich auf etwas verzichten muss. Für mich ist es eine Lifestyle-Entscheidung. 

Ich gönne mir ...

... die Starbucks Classic Hot Chocolate. Ich bin gerne im Starbucks und nutze dort die Infrastruktur, um an meinen Projekten zu arbeiten. 

Hier bin ich noch nicht so konsequent, wie ich es eigentlich sein will ...

Ich möchte mehr saisonal einkaufen, bisher habe ich das vor mir hergeschoben. Es kostet mich immer noch viel Überwindung, im Winter nicht ins Regal der Heidelbeeren zu greifen. Heidelbeeren sind meine absoluten Lieblingsbeeren. 

Wie sich Kovacs Freundin mit seinem Lebensstil zurecht findet, wollen viele User des «Sparkojoten» wissen. 

Nachhaltigkeit ist für mich ...

Nachhaltigkeit hat viele Facetten. Ich besitze kein Auto, falls ich dennoch eins brauche, nutze ich eine Car-Sharing Dienstleistung. Sonst fahre ich mit den ÖV oder meinem Elektro-Scooter. Ich versuche zudem alle Dinge, die ich besitze, so lange wie möglich zu nutzen. Was ich nicht mehr brauche, verschenke ich. So landet nicht alles direkt im Müll.

Kovacs mit seiner reinrassigen Kurzhaar-Katze Arthur. Kostenpunkt: 1000 Franken. 

Das grösste Problem unserer Gesellschaft ist ...

... der Konsum von materiellen Gütern. Viele Menschen leben nach der YOLO-Mentalität (You only live once). Sie konsumieren sehr viel und glauben, dass Geld glücklich macht. Und sie haben das Gefühl, dass jemand, der wenig ausgibt, unmöglich glücklich sein kann. 

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In seinen Videos spricht Kovacs Klartext. Seinen Usern erzählt er, wie viel er mit welchen Einnahmequellen verdient.  Video: YouTube/Thomas der Sparkojote

Ich sehe das anders. Man soll sehr wohl das Hier und Jetzt geniessen. Sich aber auch gleichzeitig für das Alter absichern. Mein 75-jähriges Ich wird es mir danken. 

Für 2019 wünsche ich mir ...

Im Oktober 2018 habe ich meinen Job gekündigt. Vorher habe ich 70’000 CHF Brutto verdient. Als Selbständiger komme ich bei weitem noch nicht in die Nähe dieses Betrags. Aktuell verdiene ich mit Kooperationen und Werbung auf meinem Blog und YouTube-Kanal «Sparkojote» sowie über meinen Online-Shop «Amazing Toys, Comics & More» Geld.

Für dieses Jahr wünsche ich mir, dass meine geplanten Projekte klappen. Dafür arbeite ich hart. Seit Jahren halte ich alle meine Ziele, Ideen und Verpflichtungen in einem Journal fest. 

Wenn ich einkaufen gehe, dann nur mit Stoffsäcken fürs Gemüse und einer grossen Tasche für den ganzen Einkauf. Dann muss ich weder Plastiksäckchen noch eine grosse Einkaufstasche kaufen. Und auch meinen Fleischkonsum habe ich seit Jahren verringert. Ich esse nur zwei bis dreimal die Woche Fleisch. Das reicht absolut. 

Das weiss noch niemand über mich...

Ich bin in der Berufsmaturitätsschule in Mathematik mit einer 3.9 durchgefallen. Die BMS habe ich dann aber erfolgreich bestanden. 

Würdest du dem Internet sagen, wie viel du verdienst?

Video: srf

12'000 Franken sparen mit gesammelter Briefkasten-Werbung aus den Jahren 2011 bis 2015

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253 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
AfterEightZuHauseUmViertelVorAchtEsser____________
11.02.2019 13:41registriert August 2017
Und dann mit 30 das gesamte Vermögen in Bitcoin investieren. Ist ein todsicherer Tipp, glaube mir. 😉
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sierra2011
11.02.2019 14:49registriert April 2017
Geld für die blondierten Haare hat er ja, so von wegen nur das Nötigste...
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DerRaucher
11.02.2019 15:53registriert January 2016
Kann dem mal jemand sagen das eine Million im heutigen Zeitalter kaum noch reichen wird, um schon mit 30 in Frührente zu gehen?
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