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Wenn Kinder im Auto sind, darf in vielen europäischen Ländern nicht mehr geraucht werden. Nicht so in der Schweiz. bild: shutterstock

Weg mit der Zigi! Mit Teenies und Kids im Auto soll nicht mehr gepafft werden

Wer in Österreich mit Kind und Zigi im Auto erwischt wird, dem drohen ab 1. Mai bis zu 1000 Euro Busse. Politiker fordern nun auch in der Schweiz ein Verbot. 



Leger im Auto sitzen und sich eine Zigi anstecken ist in Österreich ab dem 1. Mai tabu – zumindest wenn Minderjährige mitfahren.

So ein Verbot gilt bereits in folgenden europäischen Ländern: 

In der Schweiz hingegen dürfen Raucher im Auto qualmen, wann immer sie wollen – ausser im Taxi. Wenn es nach EVP-Nationalrat Nik Gugger geht, soll sich dies ändern. Er will in der Sommersession einen Vorstoss im Parlament einreichen. «Es ist unerträglich und unzumutbar, wenn Kinder im Auto passiv mitrauchen müssen. Im Vergleich zu unseren Nachbarländern sind wir hier in der Steinzeit stehen geblieben.»

Für die mitfahrenden Kids sei es wegen des knappen Raumes im Auto äusserst ungesund, wenn Erwachsene im Wagen rauchten. «Das müsste eigentlich jedem Erziehenden einleuchten», so Gugger, der lange im Sozial- und Jugendbereich gearbeitet hat. Die Realität zeige aber ein anderes Bild. Selbst Schwangere würden immer wieder zur Zigi greifen. 

Ins gleiche Horn bläst Wolfgang Kweitel von der Arbeitsgemeinschaft Tabakprävention Schweiz. «Ein Verbot hilft, Kinder im Auto vor dem schädlichen Tabakrauch zu schützen.» 

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Zigi-Rauch stört nicht nur Kinder. shutterstock

Laut dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) gibt es seitens des Bundes derzeit keine Pläne, den Schutz vor dem Passivrauchen aufs Auto auszuweiten. «Das war ein klarer Wille des Parlaments», sagt BAG-Sprecherin Katrin Holenstein.

So ist das Thema im neuen Tabakproduktegesetz nicht enthalten, welches sich derzeit in der Vernehmlassung befindet. 

Für Kweitel ist klar: «Die bürgerliche Parlamentsmehrheit schützt nach wie vor lieber die Tabakindustrie statt die Bürger». 

«Es ist selbstverständlich, dass man im Auto nicht raucht.»

Roland Eberle SVp-ständerat

Vielmehr gehe es um die Freiheit der Bürger, so SVP-Ständerat Roland Eberle. Er spricht sich klar gegen ein Verbot aus und appelliert an die Eigenverantwortung. Es sei nicht die Sache des Staates, die Menschen zu erziehen. «Für mich ist es auch ohne Verbot selbstverständlich, dass man im Auto nicht raucht, wenn junge Leute mit an Bord sind.»

Ins gleiche Horn bläst auch das BAG: «Aus Rücksicht auf die Gesundheit der Kinder sollte im Auto nicht geraucht werden –auch wenn es von Gesetzes wegen erlaubt ist .»

Trotz des neuen Verbots ist Österreich übrigens alles andere als raucherfeindlich. Die FPÖ von Vizekanzler Strache hat jüngst durchgesetzt, dass das generelle Rauchverbot in Gaststätten gekippt wird. Minderjährige dürfen aber die Raucherbereiche in den Beizen nicht betreten. 

Meanwhile in Portugal – Eltern stiften ihre Kinder zum rauchen an

Video: srf

Als Rauchen noch als vornehm galt

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Als Rauchen noch als vornehm galt
quelle: zuma dukas dukas / ?? 2005 by jeff goode/toronto star
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