Schweiz
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Bundespraesident Alain Berset, Vorsteher des Eidgenoessisches Departement des Innern EDI, spricht anlaesslich der Nationalen Konferenz Gesundheit 2020, am Montag, 29. Januar 2018, in Bern. (KEYSTONE/Marcel Bieri)

Bundesrat Alain Berset an der Nationalen Konferenz Gesundheit 2020. Bild: KEYSTONE

Alain Berset prangert Arztlohn von 1 Million Franken an – «Fake News» rufen Mediziner

Bis zu einer Million Franken sollen Ärzte verdienen, sagt Bundesrat Alain Berset in einem Interview und erzürnt damit Mediziner. Darunter der Schweizerische Berufsverband der Ärzte.



Alain Berset ist wütend. Seine Gefühlsregung kann er im Interview mit der Tagesschau des Westschweizer Fernsehens RTS nicht verstecken. «Wer kann ein solches Gehalt auf dem Rücken der Prämienzahler rechtfertigen?», fragt er, spricht von inakzeptablen Löhnen.

Wütend gemacht hat Berset eine Aussage des Genfer Gesundheitsdirektors Mauro Poggia an der Nationalen Konferenz Gesundheit 2020. Poggia geht davon aus, dass einige Fachärzte, zum Beispiel Chirurgen, bis zu einer Million Franken im Jahr verdienen. 

Der genervte Alain Berset im Westschweizer Fernsehen

Kaum hatte Berset die Zahl von Poggia über das Fernsehen weiterverbreitet, meldete sich die Ärzteschaft zu Wort. Ihrerseits wütend, aber nicht auf die Grossverdiener unter den Medizinern, sondern auf den Bundesrat.

«Das ist skandalös», sagte Jean-Marc Heinicke, Chirurg und Präsident des Verbands der Genfer Chirurgen gegenüber RTS. Er sei sehr überrascht, dass der Gesundheitsminister einen solchen öffentlichen Schnitzer begehe und die hohen Gehälter von Fachleuten für die Erhöhung der Prämien verantwortlich mache, sagte Heinicke.

Und für die Waadtländer Ärztegesellschaft war das kurze Interview Anlass genug, um eine zweiseitige Medienmitteilung zu publizieren. Darin bezichtigen sie Berset, «Fake News» zu verbreiten und fordern ihn auf, seine Aussagen öffentlich zurückzuziehen.

«Seit Jahren fehlt von den Leistungserbringern Transparenz über ihre Einkommen.»

Sprecher von Alain Berset

Der Schweizer Berufsverband der Ärzte (FMH) ist mit der Waadtländer Ärztegesellschaft einig, wie er gegenüber watson mitteilt. «Die Aussage von Bundesrat Alain Berset bezüglich Lohn von Spezialärzten von einer Million Franken allein aus dem obligatorischem KVG-Bereich kann nicht korrekt sein.» Rein rechnerisch sei eine solche Summe nur mit Tarmed-Tarif-Leistungen gar nicht zu erwirtschaften, so der Verband.

Der Sprecher von Alain Berset geht auf Nachfrage von watson nicht auf die Vorwürfe der Ärzte ein, sondern unterstreicht die Forderung, die der Bundesrat bereits im Interview äusserte. «Seit Jahren fehlt von den Leistungserbringern Transparenz über ihre Einkommen.»

Tatsächlich. In der Schweiz weiss derzeit niemand, wie viel die Ärztinnen und Ärzte eigentlich verdienen. Die letzten Zahlen stammen aus dem Jahr 2009, wobei das methodische Vorgehen dieser Studie kritisiert wird.

So kann man sich nur auf Insider-Informationen beziehen. Gegenüber der NZZ bezifferte der Geschäftsführer von Klingler Consultants den Normallohn eines Oberarztes zwischen 120'000 und 360'000 Franken. Am besten bezahlt würden Radiologen, Intensivmediziner, Kardiologen, Urologen und Gastroenterologen.

Ein wenig Licht ins Dunkel könnte eine Studie bringen, welche das Bundesamt für Gesundheit für den kommenden Frühling angekündigt hat.

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Video: watson/Rafi Hazera, Emily Engkent

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    Alle Leser-Kommentare
  • Sharkdiver 03.02.2018 10:57
    Highlight Highlight Eines der grossen Probleme und Kostentreiber ist das Spitalsystem. Stationär ist teurer wie Ambulant da die Kantone 55% der stationären Kosten tragen und 0% der Ambulanten die zu 100% durch Kassenptämien bezahlt werden, Stieren die Kantone dass als wie mehr stationäre Behandlungen Ambulant gemacht werden was die Prämien nach oben Jagen. Zudem sind die ambulanten Behandlungen nicht der Fallpauschale unterstellt
  • Eri Beeri 02.02.2018 23:57
    Highlight Highlight Die Ärzte verdienen bis auf wenige Ausnahmen, die sicher korrigiert werden sollten, entsprechend ihrem Hierarchiestatus oder bei Selbstständigkeit und bei dieser Ausbildung doch eher bescheiden. Ein Facharzt für Psychiatrie hat einen Stundenlohn von brutto 169 CHF. Und sich jetzt bitte fragen, ob das wirklich fair ist für diese Arbeit und 12 Jahre Ausbildung. Und bitte auch rechnen was das für ein Jahresgehalt nach Abzug aller Kosten macht. Bitte auch mit Stundenlohn eines Schlüsseldienstes vergleichen.
  • denwag 02.02.2018 11:39
    Highlight Highlight Transparenz - dann diskutieren wir weiter!
    • Eri Beeri 02.02.2018 23:50
      Highlight Highlight schau doch auf Deine Rechnung vom Arzt und dann rechne hoch.
  • Sharkdiver 01.02.2018 20:20
    Highlight Highlight Ein Oberarzt mit 120‘000? Das ist lächerlich. Ein Hausarzt einer der am schlechtesten bezahlter Arzt verdient 150‘000 aufwärts. Ein Chefchirug verdient teils 750‘000 und mehr. Die Frage ist welche Zahl man nimmt. Nimmt man die Zahlungen in die Sozialversicherungen und alles drumherum dazu dann sind 1 Million sehr realistisch. Beispiel gab es for etwa 3 Jahre ein Skandal in Basel Stadt. Der oberste Orthopäden hat gemäss Abrechnung zur gleichen Zeit in Zwei Spitäler Operiert und abkassiert. Offizielle Begründung vom Spital: klar er hatte auch die Verantwortung für beide Op‘s
    • Makatitom 02.02.2018 13:40
      Highlight Highlight Die Verantwortung, die er dann an den Anästhesisten oder an die OP-Schwester abgegeben hätte, wenn etwas passiert wäre?
    • Eri Beeri 02.02.2018 23:50
      Highlight Highlight ja genau die OP Schwester hätte dann weiteroperiert
    • Eri Beeri 02.02.2018 23:59
      Highlight Highlight der am schlechtesten verdienende Arzt ist nicht der Hausarzt sondern der Kinder- und Jugendpsychiater, dann der Psychiater und dann kommen Kinder und Hausärzte. Wobei diese wenn die Praxis gut läuft allein mit Medikamenten 100 000 bs 500 000 CHF verdienen können.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Samurai Gra 01.02.2018 18:38
    Highlight Highlight @watson: Bitte macht einen Grossen Gesundheitsreport wo ihr das Tarifsystem (Baserate, TARMED, TARPSY, UVG Tarif, Liegedauer, Tarifverhandlungen) aber auch der generelle Spitalaufbau (Honorarwesen, Anforderung an rzte für Stellen sowie die Auswirkung die es darauf hat was Spitäler anbieten dürfen), wieso Spitäler Gewinne machen müssen, über Vertrauensärzte der Kassen, über die Konkurierenden Med. Controllern bei rzten und Kassen, über die Provisionen für z.B. comparis für Kassenwechsel, Sinn und Unsinn von eHealth usw.

    Es ist bitter nötig wie man an den Kommentaren sieht! Bitte Watson 😟
  • Theor 01.02.2018 16:34
    Highlight Highlight Ich finde es eigentlich nicht so skandalös, wenn ein Oberarzt 120'000 Franken im Jahr verdient.

    Die skandalöse Frage ist eher: Brauchen wir alle für jeden Kratzer immer direkt den Oberarzt?
  • Nominator 01.02.2018 13:33
    Highlight Highlight Ein Gleichnis:
    Das Zebra steht am Fluss und fragt: «Ist das Gewässer sicher?» Das Krokodil antwortet: «Todsicher!»
  • Pisti 01.02.2018 12:29
    Highlight Highlight Die Frage ist wohl eher wie rechtfertigt Berset seinen Lohn vor dem Steuerzahler, Politik betreibt er aufjedenfall nicht für die Schweiz.
    • ujay 02.02.2018 09:59
      Highlight Highlight 😂😂😂Pisti in den Bundesrat, der wirds allen mal zeigen,,😂😂😂
    • Pisti 02.02.2018 13:03
      Highlight Highlight Löpfe hätte sicher viel zu schreiben! 😅😅
  • The Hat Guy 01.02.2018 12:13
    Highlight Highlight Ein Bundesrat verdient etwas eine halbe Million Franken im Jahr. Wer kann ein solches Gehalt auf Kosten der Steuerzahler rechtfertigen?
    • atomschlaf 01.02.2018 12:49
      Highlight Highlight Das Problem beim Bundesrat ist bestimmt nicht, dass die Mitglieder zu viel verdienen.
      Eher, dass das übliche Auswahlverfahren leider allzuoft nur mässig fähige Leute in dieses Gremium spült.
    • Snowy 01.02.2018 13:56
      Highlight Highlight Eine halbe Million für den höchsten Schweizer ..? Find ich angemessen.
    • Eri Beeri 03.02.2018 00:01
      Highlight Highlight wieso? und warum höchster Schweizer? Ein Neurochirurg macht also weniger wichtige Arbeit als Herr Berset ja?
  • c_meier 01.02.2018 11:02
    Highlight Highlight immer das gleiche im Gesundheitswesen...

    die verschiedenen Player in diesem Business(Krankenkassen/Pharma/Ärzte/Spitäler/Kantone/...) aber auch Parlamentarier (haben ja etliche Verwaltungsratsmandate und "Kranken-Cassis" ist jetzt Bundesrat) haben sich so gut organisiert, dass man die hohen Kosten immer auf die anderen abschieben kann.
    Bis man dann untersucht hätte, was wirklich los ist, wird wieder eine andere Sau durchs Dorf getrieben...
  • Keller101 01.02.2018 10:50
    Highlight Highlight Das Beängstigende ist mit welcher Undifferenziertheit Herr Berset eine Meldung übernimmt und von einer Million Gewinn spricht und somit von 90k CHF Gewinn pro Monat. Ohne zu unterscheiden, dass es sich hierbei um UMSATZ von Ärzten handelt, die privat abrechnen und somit NICHT die Prämienzahler belasten. Leider ist es halt so, dass anders als im Berufsleben, Politiker ohne fundierte Ausbildung und Hintergrundwissen Dinge entscheiden können, die sie nicht verstehen, das ist beängstigend! Und Herr Beriet wirft der SVP Populismus vor 😂😂😂😂
    • Gubbe 01.02.2018 11:28
      Highlight Highlight Ach so, die Ärzte rechnen privat ab. Sie beziehen also nicht Geld für zB. Operationen von den Kassen. Woher erhalten sie den ihr Honorar? Sicher nicht privat von dem Operierten. Auch wenn der Umsatz 1 Mio. ist, wird der Arzt nicht darben müssen.
    • FrancoL 01.02.2018 12:06
      Highlight Highlight Einiges ist unklar bei den Ärzten aber eines ist sicherlich klar, dass Sie keine Ahnung haben über Arztkosten die im KVG abgerechnet werden und zwar bei einer OPs netto ohne Abzüge die bereits den Kassen schon verrechnet wurde. Machen Sie sich ein wenig schlau und sie werden merken dass die Ärzte auch über das VKG gur verdienen können. Zudem ist es eben Populismus etwas wie Sie daherzuplappern und andere des Populismus zu bezichtigen.
      Es würde übriges genügen Wenn sie Ihre Police zum KVG richtig lesen würden.
    • Keller101 01.02.2018 15:22
      Highlight Highlight Benzimo: schon mal was von Privatversicherung gehört, nein? Schade!
    Weitere Antworten anzeigen
  • Eye of the tiger 01.02.2018 10:39
    Highlight Highlight Die Zusatzhonorare schenken richtig ein

    Grundlöhne und Boni sind aber ohnehin nicht das, was besonders einschenkt. Richtig viel Geld machen können Kaderärzte mit Zusatzhonoraren. Diese generieren sie durch die Behandlung von zusatzversicherten Patienten im stationären Bereich sowie bei Grund- und Zusatzversicherten im spitalambulanten Bereich. Berater Klingler sagt, bei Chefärzten könnten die Zusatzhonorare bis zum 9-Fachen des Grundlohns betragen. «Einzelne Chefärzte kommen so auf Jahreslöhne von 2 Millionen Franken oder mehr.» (NZZ)
    • Samurai Gra 01.02.2018 18:06
      Highlight Highlight Das Honorar aus dem Honorartopf ist von vielen Dingen abhängig, anzahl Leistungen, Effizienz usw.
      Und das nicht nur von den Ärzten selbst sondern auch von deren Pflegekräften.

      An einer peniblen Leistungserfassung sind nebst den Kassen und Controllern auch rzte Interessiert.
  • dorfne 01.02.2018 10:17
    Highlight Highlight Dieses Aerzte-Bashing ist kontraproduktiv. Am Schluss müssen die Patienten darunter leiden. BR Berset ist verärgert. Was immer er versucht, um die Gesundheitskosten in den Griff zu kriegen - überall beisst er auf Granit. Ich bin überzeugt: der wahre Kostentreiber ist a)die Uebernutzung des Systems durch die Patienten und b)die Tatsache, dass man sehr alte und todkranke Menschen nicht sterben lässt. Ich sehs grad wieder in der Familie. Ein 75-jähriger Krebspatient im Endstadion und Einweisungen ins Spital und Operationen im Monatstakt. Der Tod? ist das eine Biersorte?
    • FrancoL 01.02.2018 12:12
      Highlight Highlight Wieso muss ein Patient darunter leiden? Bist Du der Meinung dass wenn das Honorar geringer ausfällt die Leistung reduziert?
      Wenn ja wäre es mehr als nur eine Schande.
      Viele Akademiker und andere auch mussten in den letzten Jahren ihren Lohn oder ihr Honorar nach untern anpassen, nur scheint es so dass bei Aerzten und Rechtsanwälten dies nicht möglich sein soll. Man muss auch nicht alles an älteren Patienten die kostspielige Behandlungen brauchen aufhängen: ES IST DAS ganze SYSTEM.
      Nur will man bei niemandem mit dem Sparen anfangen.
    • Nominator 01.02.2018 13:26
      Highlight Highlight FrancoL, es muss jeder bei sich selber auf die Idee kommen etwas Verzicht zu üben. Jemanden zum Sparen zu zwingen funktioniert nicht. Das sitzt tief im Menschen drin, dass er meint je mehr er habe umso besser gehe es ihm. Ich habe vor 12 Jahren begonnen meinen Lebensstandart freiwillig herunterzufahren. Uns siehe da, die Lebensqualität hat zugenommen. Aber wer traut sich das schon. Man könnte ja für blöd angeschaut werden. Tatsächlich misstraut man mir und belächelt mich auch schon mal.
    • FrancoL 01.02.2018 15:34
      Highlight Highlight @Nominator: Und wieso sell nun der Arzt seinen Standrad nicht auch etwas runterfahren? Weis eine so starke Lobby aufbauen, die das verhindert?
      Wie willst Du Deine Lebensstandard runterfahren, wenn Du zB eine Hüftdisplasie hast oder der Rücken nicht mehr mitmacht?
      Im Dienstleistungsbereich backen fast als kleinere Brötchen nur Ärzte und Rechtsanwälte nicht. Überall hat man kartellistisches Verhalten auch nur schon im Ansatz gebodigt und klar verhindert.
    Weitere Antworten anzeigen
  • passescribe 01.02.2018 10:04
    Highlight Highlight Ärzte sind ein wichtiger Teil unserer Gesellschaft und deren Gesundheit. Sie haben eine lange und anspruchsvolle Ausbildung hinter sich. Der Bund weigert sich vehement den NC abzuschaffen, und mehr Studienplätze zu generieren, was dazu führt, das das Angebot an Ärzten klein bleibt, und dafür die Nachfrage immer weiter steigt. Durch diesen Mangel an Ärzten fallen Überzeit an, wobei die meisten Ärzte mindesten 14 Stunden pro Tag arbeiten. All das lässt den Lohn verständlich hoch sein. Und dann beschwert sich ausgerechnet der Bundesrat, welcher mitverantwortlich ist.
    • FrancoL 01.02.2018 12:17
      Highlight Highlight Quatsch! Wenn ein Arzt 50% länger arbeitet dann verdient er mehr. Wenn nun 2 Ärzte zur Verfügung stehen, die ohne Mehrstunden arbeiten, dann verdienen auch 2 Ärzte, dass hat nun auf den Lohnkosten keinerlei Einfluss.
      Das Parlament mag den NC hochhalten, was nicht richtig ist, aber dies hat nicht mit den Kosten der Ärzte zu tun.
      Was man brauchen würde wäre eine Kostentransparenz und eine gewisse Konkurrenzsituation, zB wie bei den Zahnärzten.
  • dorfne 01.02.2018 10:04
    Highlight Highlight Ich gebe die Million lieber dem Chirurgen, der Menschenleben rettet, als einem CEO, der Arbeitsplätze vernichtet.
  • Rumpelstilzchen 01.02.2018 09:30
    Highlight Highlight Die Löhne der Ober- und Assistenzärzte kann jeder in den kantonalen Lohntabellen nachlesen (und somit googeln). Bei 2/3 der Ärzte herrscht somit Transparenz.
  • Denk nach 01.02.2018 09:21
    Highlight Highlight «Die Aussage von Bundesrat Alain Berset bezüglich Lohn von Spezialärzten von einer Million Franken allein aus dem obligatorischem KVG-Bereich kann nicht korrekt sein kann.»

    Gerade bei den grossen Kantonsspitälern, die der öffentlichen Hand gehören, muss meines Erachtens auch der Anteil aus dem privaten Bereich zum Lohn gezählt werden. Die öffentliche Hand hat das volle unternehmerische Risiko für Hotellerie, Zimmer, medizinische Geräte, etc. Der Arzt geht rein finanziell kein Risiko ein.
  • Denk nach 01.02.2018 09:17
    Highlight Highlight https://www.solothurnerzeitung.ch/solothurn/kanton-solothurn/576-000-franken-salaer-fuer-chefaerzte-neuer-spitalchef-bekommt-einen-sonderlohn-127190734

    Naja, auch wenn die nur eine halbe Kiste (in Solothurn... In 2013) verdienen, finde ich das hoch. Ein unternehmerisches Risiko haben sie nicht in einem kantonsspital.

    Und wenn die dann noch Boni für privatpatienten erhalten...
    • dan2016 01.02.2018 11:03
      Highlight Highlight ich finde den Lohn zwar auch hoch. Das mit dem unternehmerischen Risiko ist aber sowieso ein Quatsch. Das unternehmerische Risiko ist 'Stelle verlieren' und das ist inzwischen in vielen Branchen nicht grösser oder kleiner beim CEO als beim Reinigungspersonal. Insofern taugt das überhaupt nicht.
    • Denk nach 01.02.2018 14:48
      Highlight Highlight Allein praktizierende Ärzte/Hausärzte haben dieses Risiko.... Geräte, Infrastruktur, etc. In Kantonsspitälern hat der Arzt dieses Risiko nicht. Das ist somit je nach Fall sehr wohl relevant.
    • Eri Beeri 03.02.2018 00:12
      Highlight Highlight Wieviele Chefärzte gibt es in der Schweiz? Deren Löhne sind nicht das Problem. Ein Assistenzarzt beii 60- 70 Stundenarbeit beginnt mit ca 6000 Chf. Nach 6 Jahren Studium. In dieser Zeit hat er gar nichts verdient und auch nicht in Pensionskassen eingezahlt. Nach ca. 6 Jahren ist er dann mit dem Facharzt fertig und verdient wenn angestellt bei weiterhin 50- 70 Stunden manchmal mehr beginnend bei ca 10000 Chf. Das ist dann soviel wie Lehrer Gymnasium zu Anfang erhalten.
  • abishot 01.02.2018 09:13
    Highlight Highlight Fehlende Transparenz führt halt zu "fake news". Schliesslich: wer nichts zu verbergen hat, hat auch nichts zu befürchten..
    • Eri Beeri 03.02.2018 00:13
      Highlight Highlight oh schön, dann verraten Sie uns sicher gerne, wieviel Sie verdienen ja? Oder haben Sie etwas zu verbergen?
  • Nominator 01.02.2018 09:13
    Highlight Highlight Ärzte und Spitäler sind vergleichbar mit Automechanikern und Reparaturwerkstätten. Auch in der Mentalität. Sie können uns zusammenflicken, aber nicht heilen. Für die Heilung wären eigentlich Psychologen zuständig. Da aber die Meisten an Selbstüberschätzung leiden, rennen sie mit ihrem Körper lieber in die Werkstatt, statt den Fahrlehrer oder den Verkehrspsychologen zu fragen. So wird halt repariert koste es was es wolle statt anders gelebt. Schliesslich will man ja so leben wie es einem gefällt und nicht wie es für den Körper gut wäre.
    • dorfne 01.02.2018 10:46
      Highlight Highlight Sie waren wohl noch nie ernsthaft krank, oder Sie wollen uns auf die Schippe nehmen.
    • Nominator 01.02.2018 11:33
      Highlight Highlight Abbaio, nein es ist mir todernst. Seit ich keinen Hausarzt mehr habe und mir einrede lieber zu sterben wenn es dem Lauf der Natur entspricht, als zu einem Doktor zu gehen, war ich tatsächlich nie mehr krank. Selbstverständlich würde bei einer Verletztung einen solchen aufsuche, dafür sind sie ja da. Aber auch da war mir das Glück hold. Klopf, klopf, klopf. Gut, ich bin nicht mehr der Jüngste und habe diese Erfahrung im Laufe meines Lebens machen dürfen. Was für mich gilt muss nicht für andere gelten. Es ist nur ein Denkansatz.
    • Samurai Gra 01.02.2018 18:12
      Highlight Highlight Tja Nominator: Seien Sie Dankbar für ihr Glück, ich hatte und habe es nicht, nur Glück genug um nur schon 2 Jahre Alt zu werden und seitdem noch alles Überlebt zu haben, wenn auch nicht Unbeschadet 😕

      Es gibt viele Leute die können es sich nicht Aussuchen Chronisch Krank auf die Welt zu kommen 😶
  • tinmar 01.02.2018 09:12
    Highlight Highlight Info aus zweiter Hand zu unserem Krankenhaus hier in der nähe: Chefarzt knapp 600.000, dazu kommen dann aber noch viele Privatleistungen in unbekannter höhe.
    • sevenflip 01.02.2018 11:27
      Highlight Highlight Habt ihr ne Ahnung, wieviel ein Arzt jährlich für Weiterbildungen aus eigener Hand berappen MUSS, damit er seinen Titel behalten kann und somit seinen Job ausführen darf?

      Zudem hat ein Arzt locker 10 Jahre an Studium & Ausbildung hinter sich, was auch nicht gerade wenig kostet.

      Ich denke nicht, dass wir über Löhne jammern müssen, solange z.B. Medipreise und Patientenverhalten (immer direkt in den Notfall rennen) Milliardenkosten mit sich ziehen.

      btw: Ich bin weder Arzt noch in der Branche.
    • FrancoL 01.02.2018 12:24
      Highlight Highlight @Sevenflip; Das ist eben genau der Fehler. Nie von einer Sache sprechen, wenn man eine andere noch nicht besprochen hat, so kommen wir dann genau wohin? nirgends.
      Im Gesundheitswesen sind alle Beteiligten zu hinterfragen und überall Einsparungen vorzusehen.
    • sevenflip 01.02.2018 12:55
      Highlight Highlight @FrancoL
      Willst du ernsthaft, dass keiner mehr Arzt werden will, unsere Ärzte ins Ausland abwandern, und die hochstehende medizinische Versorgung in der Schweiz vor die Hunde geht?
      Das ist die langfristige Folge davon, wenn man an wichtigen Stellen Löhne kürzt.

      Und wenn einer wegen Privatpatienten 600K verdient, dann ist das nicht von öffentlicher Hand verschuldet, sondern von wohlhabenden Einzelpersonen. Standard-Lohn ist das bestimmt nicht.

      Die Problematik ist definitiv nicht primär den Löhnen verschuldet, sondern Folge unseres eigenen Kollektivverhaltens.
    Weitere Antworten anzeigen
  • N. Y. P. D. 01.02.2018 09:10
    Highlight Highlight Ok, nehmen wir 600'000.-

    Und sagen wir einer kann 30 Jahre dieses Gehalt beziehen. Er verdient dann in seinem Leben 18 Millionen.

    Jetzt werden noch grosszügig 8 Millionen fürs Leben abgezogen. In diesen 8 Millionen rechne ich auch den Häuslekauf ein.

    Nach langjährigem Medizinstudium und ca 35 Jahre Arbeitsleben hat er also mit 65 Jahren

    Netto 10 Millionen Cash zur freien Verfügung. ZEHN MILLIONEN.

    Gespiesen wurden diese 10 Millionen durch uns via Prämien.

    Müssen Hunderte Fachärzte mit
    65 Jahren 10 Millionen auf der Kante haben ?

    • dan2016 01.02.2018 11:05
      Highlight Highlight stimmt, man schliesst das Studium ab als Chefarzt und verdient 600 KCHF....
    • N. Y. P. D. 01.02.2018 11:45
      Highlight Highlight @dan2016

      Du musst noch

      *ironieoff*

      schreiben ;-)
  • Crissie 01.02.2018 09:09
    Highlight Highlight Nicht wirklich professionell, unbelegte Vermutungen als Fakt zu nehmen und anzuprangern! Was hingegen belegt ist, und mit Sicherheit Einfluss auf die KK-Prämien hat, sind die hohen Kosten für Verwaltung sowie Werbung und Preise der Medikamente!
  • DerGrund 01.02.2018 09:08
    Highlight Highlight Ich verdiene als Spitalarzt in Vollzeitanstellung (offiziell 50h/Woche, tatsächlich 60-65h/Woche) nichteinmal 10% des genannten Betrags. Das sind, wenn überhaupt, einige wenige spezialisierte Personen in der Schweiz, die auf solche Summen kommen. Und das auch nur mit Zulagen von privatversicherten Patienten.
    Der Ottonormalarzt erreicht so ein Gehalt nicht im Traum...
    • TheDan 01.02.2018 11:17
      Highlight Highlight Nach abgeschlossenem Medizinstudium keine 100k pro Jahr bei 50h pro Woche?! Hast Du gerade erst Deine Ausbildung abgeschlossen?

      Schwer vorstellbar für mich...
    • FrancoL 01.02.2018 12:31
      Highlight Highlight Ich würde einmal den Verdienst eines Arztes bis zur AHV etwas beziffern. Ich bin zwar nicht Arzt aber für baue ich Arzt-Praxen und sehe wir diese durch Banken finanziert werde und wie schnell diese Finanzierung zurückbezahlt werden muss. Alles zusammengerechnet muss der Arzt ein schönes Honorar verdienen können um diese Rückzahlungen zu generieren. Meistens wird dann auch nich ein EFH genau, natürlich weil der Arzt ja sooo wenig verdient.
    • DerGrund 02.02.2018 10:44
      Highlight Highlight Nein TheDan, ich bin in der Mitte meiner ärztlichen Weiterbildung, den Lohn dafür können Sie den kantonalen Lohntabellen entnehmen. Ich habe keine 100k brutto.
  • VileCoyote 01.02.2018 09:00
    Highlight Highlight Ist ja klar solche Löhne sind nur für Topmanager vorgesehen.
    • Chääschueche 01.02.2018 09:43
      Highlight Highlight @Vile
      Der Unterschied: Ich werde nicht getwungen bei Firmen einzukaufen die ihren Managern solche Löhne zahlen.
      Beim Arzt schon...oder muss ich die KKP nur zahlen wenn ich gerade lust habe? 🤔
  • Avocado 01.02.2018 08:57
    Highlight Highlight Bitte urteilt erst, wenn ihr über Fakten bescheid wisst. Klar ist eine Million zu viel, aber das ist eindeutig die Ausnahme. Die NZZ hat die Arztlöhne kürzlich portraitiert, schaut selbst:

    https://www.nzz.ch/schweiz/schweizer-aerzte-sind-grossverdiener-ld.1324103

    • Denk nach 01.02.2018 09:24
      Highlight Highlight Ohne statistische Erhebung? Flächendeckend? Wohl eher eine schwierige Aussage. Unterschätzen sie nicht die medizinische lobby überall.... Und glauben sie nicht alles
    • Enzasa 01.02.2018 09:26
      Highlight Highlight Deckt sich.
    • Denk nach 01.02.2018 09:30
      Highlight Highlight Interessant auch im Artikel: Grundlöhne und Boni sind aber ohnehin nicht das, was besonders einschenkt. Richtig viel Geld machen können Kaderärzte mit Zusatzhonoraren. Diese generieren sie durch die Behandlung von zusatzversicherten Patienten im stationären Bereich sowie bei Grund- und Zusatzversicherten im spitalambulanten Bereich. Berater Klingler sagt, bei Chefärzten könnten die Zusatzhonorare bis zum 9-Fachen des Grundlohns betragen. «Einzelne Chefärzte kommen so auf Jahreslöhne von 2 Millionen Franken oder mehr.

      Und das in öffentlichen Spitälern ohne unternehmerisches Risiko!
    Weitere Antworten anzeigen
  • Alice36 01.02.2018 08:48
    Highlight Highlight Stellt euch vor wir hätten eine Einheitskrankenkasse:

    - Keine Provision für Markler
    - Weniger oder kleine Boni für Manager
    - Genug freie Manpower und Fachwissen um Arzt und Spital Rechnungen zu kontrollieren und zu überprüfen
    - Genug macht um mit der Pharmaindustrie Medikamenten Preise zu verhandeln.
    - Genug Macht um mit Ärzten und Spitälern den Taxpunkt zu verhandeln.
    - Genug Macht um Ärzte und Spitäler zu kontrollieren.

    Stattdessen bezahlt der Durschnittsbürger alljährlich höhere Prämien die er sich schon lange nicht mehr leisten kann und die Politik verliert sich im Geschwafel.
    • atomschlaf 01.02.2018 09:15
      Highlight Highlight Solange der Leistungskatalog unverändert bleibt, der Vertragszwang weiterhin besteht und die zuständigen Bundesstellen lieber der Pharmabranche hinten rein kriechen, statt die Interessen der Patienten zu vertreten, ändert eine Einheitskasse überhaupt nichts - ausser dass man als Patient bzw. Kunde dieser alternativlos ausgeliefert wäre!
    • kathrin.baenziger@hotmail.com 01.02.2018 10:29
      Highlight Highlight Genug Macht um die Prämien noch mehr zu erhöhen, da es keine Konkurrenz mehr gibt....
  • reich&schön 01.02.2018 08:47
    Highlight Highlight Es gibt schon einzelne Ärzte, die solche Einkommen erzielen, dann aber mit vielen Privatpatienten und bestimmt nicht aus KVG-Leistungen.
    • Zarzis 01.02.2018 11:46
      Highlight Highlight Leider Schon!
      Immer daran Denken an Beispiel des Prostata Eingriff meines Vaters:
      Wollen Sie in den nächsten Tagen in die Privatklinik, müssen Sie Fr. 2 000 Selbsbehalt zahlen.
      Gehen Sie nächtsen Monat diesen Eingriff in KT Spital machen, bezahlen sie nur die 10%.
      Mein Vater hat gewartet und dann 250 Fr. Selbstbehalt bezahlt. Geasamt eingriff 2'500.
      Ein Kumpel ging fast gleichzeitig, für gleiche ins Privatspital. Selbstbehalt Fr. 2000 gesammtpreis des Eingriff 12'000!
  • Randy Orton 01.02.2018 08:45
    Highlight Highlight Lieber Herr Berset, wie können Sie es rehtfertigen, dass Ärzte heute noch regelmässig gegen das Arbeisgesetz verstossen müssen mit 14h-Schichten, ungenügenden Ruhezeiten, Arbeiten trotz Krankheitsfall oder Schwangerschaft? Rechtfertigen knapp 7000.- Nettolohn 80-90h Arbeitswochen? Ist bei diesem Lohn und dieser Arbeitsbelastung die Verantwortung die Ärzte tragen gerechtfertigt? Und schlussendlich: ist es gerrchtfertigt, dass ein Bundesrat aufgrund erfundener Zahlen die jeglichwr Realität widersprechen eine ganze Berufsgruppe diskreditiert?
    Ich bin enttäuscht von Herrn Berset.
    • Randy Orton 01.02.2018 09:00
      Highlight Highlight Natürlich sollte das 7000. Bruttolohn heissen.
    • Posersalami 01.02.2018 09:52
      Highlight Highlight 90h Arbeitswoche, klar.

      https://www.srf.ch/news/schweiz/arbeitszeiten-der-assistenzaerzte-illegal-aber-voellig-normal

      "Im Durchschnitt wird 56 Stunden und mehr gearbeitet."

      Frag mal einen Architekten. Da hängen zwar direkt keine Menschenleben dran, aber 60+h die Woche ist da die norm, bei Architekten oftmals sogar ohne Vergütung für die ersten 180h / Jahr und 7000 Brutto gibts da auch nicht.

      Ich kenne noch andere Berufsgruppen die locker mit den Zeiten der Ärzten mithalten ohne 7000 / Monat. Frag mal im Gastgewerbe oder bei einem Bauern.
    • smarties 01.02.2018 10:31
      Highlight Highlight Ja es gibt noch andere Berufsgruppen mit chronisch illegalen Überstunden aber das macht die Situation nicht besser! Das Arbeitsgesetz ist zum Schutz von Arbeitnehmern da und diese Branche, die eigentlich Menschen helfen sollte, zerstört seine eigenen Angestellten.

      Tatsache ist, dass solch lange Arbeitszeiten keiner Gesundheit nützen, die Produktivität sinkt und die Fehlerquote steigt.

      p.s. Rechne mal die 7000/ Monat auf die Stunde runter. Notabene nach 6 Jahr Studium und mit Schichtbetrieb
      7000Fr : 4 : 50h = 35Fr vs 7000Fr : 4 : 42h = ca 42Fr
    Weitere Antworten anzeigen
  • Scrat 01.02.2018 08:43
    Highlight Highlight Jeder, der an diesem System beteiligt ist, ist auch ein Kostentreiber: die Ärzte, die durch das System jköniglich?k finanziert werden, die Pharmaindustrie mit ihren überteuerten Medikamemten, die Krankenkassen mit ihren Marketing- und Makler-Prämien (Luxusreisen, etc.), die Spitäler mit ihren überdimensionierten Geräte-/Verwaltungsapparaten und deren profitorientierten, privaten Trägergesellschaften, aber auch die Bevölkerung, die wegen jedem Bobo gleich in den Notfall rennt und denen nur die beste Behandlung gut genug ist. Sparen? Unbedingt - aber nicht bei mir, sondern nur bei den anderen!
  • schuldig 01.02.2018 08:36
    Highlight Highlight Unabhängig wie man zum Thema steht:
    Mir scheint es für einen BR unpassend ein Thema rauszugreifen, zu dem es offensichtlich keine vernünftigen Zahlen gibt.
  • Alterssturheit 01.02.2018 08:22
    Highlight Highlight Seit Jahren dasselbe Trauerspiel - der schwarze Peter wird herumgereicht und keiner der Beteiligten bemüht sich ernsthaft mit Einsparungen anzufangen.
  • Eagle21 01.02.2018 08:19
    Highlight Highlight Mediziner können meistens erst ab 28-30 Jahren richtig Einkommen erwirtschaften; habe sie eine eigene Praxis, so muessen sie sich das eigene Alter ausserdem zu einem grossen Teil selbst finanzieren, neben jenem ihrer Angestellten. Wird oft vergessen...
    • Shlomo 01.02.2018 08:51
      Highlight Highlight Sorry lieber Eagle, aber das geht jedem so der was studiert und noch promoviert. Da ist man dann schnell 30ig bevor man einen richtig bezahlten Job hat.
    • Eagle21 02.02.2018 08:21
      Highlight Highlight Wem geht das noch so?
  • ströfzgi 01.02.2018 08:15
    Highlight Highlight Dass ein Arzt, welcher Leben rettet, jahrelang studiert hat und unzählige Weiterbildungen gemacht hat, das doppelte eines SRG Chefs oder gleich viel wie der SBB Chef oder die Post Chefin verdient, finde ich völlig OK.
    • demokrit 01.02.2018 08:36
      Highlight Highlight LOL, Leben rettet. Sie haben aber eine ganz schöne naive Sicht von unserem Gesundheitswesen. Ich frage mich eigentlich jedesmal, warum ich meinem Hausarzt für die paar unspezifischen Fragen eigentlich Geld bezahle, wenn ich ihn einmal aufsuche.
    • reich&schön 01.02.2018 08:48
      Highlight Highlight Als normaler Hausarzt wird man nicht reich.
    • demokrit 01.02.2018 09:12
      Highlight Highlight rich&handsome: Das ist Unsinn. Mein bester Mieter ist Hausarzt und der hat Geld wie Heu inkl. diverse Zweitwohnungen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Thinkdeeper 01.02.2018 07:56
    Highlight Highlight Ein VGE auch für Ärzte und med. Personal, klar definierte Stundenansätze nach Spezialität / Fachgebiet sowie Stundenansätze für zugehörige Hilfsleistung in denen auch die GK (Praxis) enthalten sind. Verbot direkter Medikamentenabgabe sowie der Ärzte- bzw. Praxissponsoring wären Ansätze für Transparenz.
    Bitte fair bleiben. Der Betrieb einer Arztpraxis mit 2 Arztgehilfinnen kostet in ZH mit Löhne, Kreditrückzahlungen, Mieten usw. schnell mal 500'000 pro Jahr.
    Dass ist nicht der Verdienst!!!
    Der eigene Bruttolohn dürfte in diesem Beispiel inkl. Überzeitzuschläge unter 200'000 sein. Zu wenig.
    • reich&schön 01.02.2018 08:50
      Highlight Highlight Die direkte Medikamentenabgabe ist eine nützliuche und komfortable Dienstleistung für Patientinnen und Patienten.
  • olmabrotwurschtmitbürli aka Pink Flauder 01.02.2018 07:41
    Highlight Highlight Das ist nicht repräsentativ, aber es gibt Ärzte mit Einkommen in dieser Grössenordnung.
    • reich&schön 01.02.2018 08:50
      Highlight Highlight Ja, aber dann haben sie viele Privatpatienten.
      Mit KVG-Ansätzen kommt keiner auf ein solches Einkommen.
    • DerGrund 01.02.2018 09:12
      Highlight Highlight Also ich als Spitalarzt verdiene, wie 99% meiner Kollegen, ca 10% der genannten Summe und kann das Gezeter nicht nachvollziehen...
  • Etniesoph 01.02.2018 07:35
    Highlight Highlight nicht alle werden soviel verdienen, das ist klar. Aber ein Teil wird solche Einkommen erzielen und das ist wirklich stossend. Zudem verdienen manche das goldene Händchen von den Provisionen der Pharmaindustrie. Da wäre eben auch ein investigativer Journalismus gefragt der solche Missstände aufklären täte. Das wäre mal spannend und nicht nur zu diesem Thema...
  • Flint 01.02.2018 07:33
    Highlight Highlight Ich habe solche Geschichten früher auch schon gehört, dass es Ärzte mit Millionengehalt geben soll. Da waren es Augenärzte. Ob das stimmt keine Ahnung. Was auf jedenfall stimmt ist die Gehaltsoptimierung durch geschicktes Falschabrechnen durch Ärzte. Ein Einfacher Bericht wird z.B. plötzlich als Konsilium verrechnet, usw.
  • PettR 01.02.2018 07:29
    Highlight Highlight Also wir dürfen bezahlen und sie verheimlichen was ihr einkommen ist. Stell dir mal vor eine KK würde so vorgehen und die Verwaltungskosten oder den Gehalt des CEO nicht offenlegen. Man würde sie mit Fakeln in den Händen stürmen.
    • MacB 01.02.2018 09:04
      Highlight Highlight Wenn du zug fährst, weisst du auch nicht, wieviel der kondukteur verdient. Etwas konstruiert..
    • Zarzis 01.02.2018 11:23
      Highlight Highlight @MacB
      Aber ein Kondukteur motz nicht, wie vor der Einheitskassen Abstimmung:
      Es kann nicht sein das ein Arzt NUR 1 Mio im jahr verdiennt!
      Mein Hausarzt sagt auch das ein Spez. Arzt 2-3x soviel Verdiennt wie ein Hausarzt! Und ein Chiurg, noch mehr.
      Da will Berset ansetzen und hat recht!
    • PettR 01.02.2018 11:32
      Highlight Highlight Ausserdem verhandelt der Kondukteur seinen Lohn nicht selbst sondern hat einen GAV und wird durch keine oblig. Kopfprämie finanziert.
      Es geht auch nicht darum zu wissen was jeder einzelne Arzt erwirtschaftet, sondern um kantonale Ansätze der einzelnen Arztgruppen.
  • Hugo Wottaupott 01.02.2018 07:25
    Highlight Highlight Verwaltungskosten: Spielen keine grosse Rolle bei den KK-Prämien. Medikamentenwerbung: Spielen keine grosse Rolle bei den Prämien. Medikamentenpreise: Spielen keine grosse Rolle bei den Prämien. Arzthonorar spielt keine grosse Rolle bei den Prämien..... usw. Der grosse unsichtbare Dämon streicht die ganzen Prämien ein!
    • Frausowieso 01.02.2018 09:19
      Highlight Highlight Vergiss bitte die Vermittlungsprovisionen nicht, die ebenfalls keine grosse Rolle spielen.
    • bebby 01.02.2018 09:38
      Highlight Highlight Und was ist mit dem Mengenwachstum? Die höhere Lebenserwartung und die demografische Entwicklung kosten auch. Die Patienten haben auch Teil an der Kostenexplosion.
    • dorfne 01.02.2018 10:09
      Highlight Highlight BR Berset könnte doch mal bei der Swissmedic ansetzen, der Zulassungs- und Aufsichtsbehörde für Medikamente. Diese Behörde winkt ja auch die überrissenen Medikamentenpreise durch. Wieso sind die Medis im Ausland oft so viel billiger? Nicht zuletzt weil die zuständige Behörde dort hart verhandelt mit der Pharmabranche.
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  • fw_80 01.02.2018 07:22
    Highlight Highlight Auf diese Studie bin wohl nicht nur ich sehr gespannt!
  • blablup 01.02.2018 07:17
    Highlight Highlight Wenn es keine Tranzparenz gibt muss sich niemand über Fantasiezahlen beschweren!
    • midval 01.02.2018 08:14
      Highlight Highlight So ein Schwachsinn!
      Ärzte retten Leben kümmer sich um unser Wohl! Wirtschaftfutzis studieren 3,5 Jahre Wirtschaft und verdienen Boni in millionenhöhe! Das ist ein Skandal und nicht das Fachärzte soviel verdienen sollen.
      Traurig anders zu denken.
    • Alice36 01.02.2018 09:09
      Highlight Highlight @midval - Ärzte retten Leben kümmern sich um unser Wohl!

      Ja das tuen sie. Dafür haben wir auch ihr Studium zu grossen Teil bezahlt. Ferner füttern sie uns aber auch mit nutzlosen Medis, führen unnötige Bahandlungen durch und wenn mal was schiefgeht drücken sie sich vor der Verantwortung.

      Ärzte die ihre Arbeit gerne und seriös machen sollen auch anständig bezahlt werden, 1 Million muss es aber nicht sein. Deshalb Transparenz wo ist denn da das Problem?
    • Best of 7 01.02.2018 11:13
      Highlight Highlight Alice36...guter Ratschlag für dich, suche doch einfach keine Ärzte mehr auf! Dann können sie dich auch nicht mit "nutzlosen" Medis füttern. Ma könnte auch bei anderen Kostenstellen in unserem Staat viel Geld sparen, aber das darf man auf dem linken Watson nicht schreiben, sonst wird man wieder gesperrt. Soviel zur Meinungsfreiheit!
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