Schweiz
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A woman exhales after taking a hit from a bong during 4/20, the annual day of celebration for cannabis culture lovers, at Sunset Beach in Vancouver, British Columbia, Wednesday April 20, 2016. Canada's health minister says legislation to legalize marijuana will be introduced next spring. (Darryl Dyck/The Canadian Press via AP) MANDATORY CREDIT

Eine Kanadierin feiert die angekündigte Cannabis-Legalisierung per Mitte 2018 mit einem Bong. Bild: AP/The Canadian Press

Wie die Grünliberalen Kiffen legal machen wollen – und was Kanada damit zu tun hat

30 Gramm pro Erwachsenen, deklarierte THC-Obergrenzen und ein Werbeverbot: Das GLP Lab prescht mit einem Vorschlag vor, wie eine regulierte Cannabis-Abgabe in der Schweiz aussehen könnte.



Kanadas Premierminister Justin Trudeau und unser Neo-Bundesrat Ignazio Cassis haben eines gemeinsam: Beide haben in der heissen Phase ihres Wahlkampfs zugegeben, schon einmal gekifft zu haben. Und beide stehen für eine liberale Drogenpolitik ein. Trudeau macht nun Nägel mit Köpfen: Voraussichtlich ab Mitte Jahr ist der Konsum von Cannabis in Kanada straffrei – allerdings unter strengen Auflagen.

Canada Prime Minister Justin Trudeau takes part in a Women One roundtable discussion at the Case Foundation in Washington, D.C. on Wednesday, Oct. 11, 2017.  (Sean Kilpatrick/The Canadian Press via AP)

Justin Trudeau lässt seine Kanadier bald straffrei kiffen. Bild: AP/The Canadian Press

Auch in der Schweiz mehren sich die Stimmen, die darauf drängen, dass die schätzungsweise 300’000 Kiffer im Land entkriminalisiert werden. Im April beginnt der Verein Legalize it, Unterschriften für eine Volksinitiative zu sammeln, die den Konsum und den Anbau von Cannabis für den Eigenbedarf erlauben will.

Parallel dazu berät die zuständige Kommission des Nationalrats voraussichtlich im Sommer erstmals über eine parlamentarische Initiative der Grünen, die ein neues Schweizer Hanfgesetz verlangt. Ziel: Eine umfassende Regulierung – vom Anbau über den Handel und Konsum bis hin zur Besteuerung.

Nun klinken sich auch die Grünliberalen in die Debatte ein. In einem Arbeitspapier, das watson vorliegt, skizziert das parteieigene Politlabor GLP Lab seine Vorstellungen von einer Cannabis-Regulierung. Geht es nach den Autoren, soll die Schweiz auf den «Canadian Way» einschwenken und nach dem Vorbild Trudeaus folgende Massnahmen beschliessen:

«Wenn Kanadas Premier Justin Trudeau sagt, dass es für einen Teenager heute einfacher sei, an einen Joint zu kommen als an ein Bier, dann trifft das teilweise auch in der Schweiz zu.»

Corina Gredig, Leiterin des GLP Lab

Das GLP Lab verkauft seine Idee als typisch schweizerischen Kompromiss. Ziel sei keine vollständige Liberalisierung, wie sie einige US-Bundesstaaten kennen. Stattdessen soll der Fokus auf dem «Gesundheits- und Sicherheitsschutz» liegen, sagt Corina Gredig, Zürcher Gemeinderätin und Leiterin des Politlabors.

Sie hält die repressive Schweizer Drogenpolitik für gescheitert. «Wenn Kanadas Premier Justin Trudeau sagt, dass es für einen Teenager heute einfacher sei, an einen Joint zu kommen als an ein Bier, dann trifft das teilweise auch in der Schweiz zu.» Würde der Staat den Verkauf von Cannabis regeln, könnte der Schwarzmarkt ausgetrocknet und der Jugendschutz verbessert werden, ist Gredig überzeugt.

11 von 12 Hanfproben verunreinigt

«Ausserdem wüsste der Konsument, wie stark das Produkt ist, das er raucht – und dass es nicht gestreckt oder Pestizide verunreinigt ist.» Eine Studie der Universität Bern kam vergangenes Jahr zum Schluss, dass wohl die meisten Kiffer in der Schweiz «mikrobiologisch kontaminiertes Material» konsumieren. So war nur eine von zwölf untersuchten Hanf-Proben unbelastet, der Rest enthielt Pestizide oder Schwermetalle wie Chrom, Cobalt, oder Aluminium.

Umfrage

Soll Cannabis in der Schweiz legalisiert werden?

  • Abstimmen

1,756 Votes zu: Soll Cannabis in der Schweiz legalisiert werden?

  • 83%Ja, auf jeden Fall.
  • 14%Nur unter strengen Auflagen.
  • 3%Nein, das wäre verantwortungslos.

Für das kanadische Modell spricht laut Gredig schliesslich auch, dass es in den einzelnen Bundesstaaten unterschiedliche Handhabungen zulässt. So können Grenzstaaten striktere Regeln erlassen, um so einen Cannabis-Tourismus zu verhindern. «Es passt zur förderalistischen Schweiz, wenn die Kantone hier ebenfalls einen gewissen Handlungsspielraum behalten.»

Befürworter im Aufwind

Zuletzt konnte sich das Schweizer Stimmvolk vor zehn Jahren zur Frage der Cannabislegalisierung äussern. Es erteilte dem straffreien Kiffen mit 63 Prozent Nein-Stimmen eine klare Abfuhr. Allerdings gibt es Hinweise darauf, dass sich die Mehrheiten seither verschoben haben. So kam eine repräsentative Umfrage des Forschungsinstituts GFS-Zürich letzten August zum Schluss, dass zwei Drittel der Bevölkerung eine Aufhebung des Cannabis-Verbots unter bestimmten Bedingungen befürworten würden.

Auch im Parlament geniesst das Anliegen deutlich mehr Rückhalt als noch vor einigen Jahren, wie ein Blick in die Online-Wahlhilfe Smartvote zeigt. 103 der 246 Parlamentarier drückten vor den letzten Wahlen bei der Frage nach der Cannabis-Legalisierung den Button «Ja» oder «eher Ja». Darunter auch zahlreiche Exponenten des bürgerlichen Lagers, etwa die Zürcher SVP-Nationalräte wie Natalie Rickli und Hans-Ueli Vogt – oder eben der heutige FDP-Bundesrat Cassis.

Diese bürgerlichen Politiker sagen: «Legalize it!»

Gredig führt das Umdenken auf die positiven Erfahrungen im Ausland zurück. Zudem werde immer offensichtlicher, dass die repressive Cannabispolitik wirkungslos geblieben sei und nur hohe Kosten verursache. «Eine Cannabissteuer hingegen brächte Steuereinnahmen in dreistelliger Millionenhöhe»

Allerdings sind im Parlament auch die Gegner einer Liberalisierung immer noch stark vertreten. Andrea Geissbühler, Berner SVP-Nationalrätin und Co-Präsidentin des Dachverbands Drogenabstinenz Schweiz, findet es «verwerflich und unverständlich», wenn sich die Befürworter von einer Cannabis-Legalisierung zusätzliche Steuereinnahmen versprechen. Damit setze man nicht nur die Gesundheit der Bürger aufs Spiel, auch die Gesundheitskosten drohten anzusteigen, warnt sie.

«Eine Legalisierung signalisiert, dass eine Substanz harmlos ist.»

Andrea Geissbühler, SVP-Nationalrätin

Die negativen Folgen des Kiffens, «vor allem auf das Gehirn und die Psyche», würden in der Legalisierungsdebatte ausgeklammert. «Wir sprechen hier nicht nur von einem erhöhten Lungenkrebsrisiko, sondern von der berauschenden Wirkung. So nehmen unter THC-Einfluss die Autounfälle und Gewalttaten erwiesenermassen zu».

Auch dass Minderjährige dank staatlicher Regulierung vom Kiffen abgehalten würden, bezweifelt Geissbühler. «Eine Legalisierung signalisiert, dass eine Substanz harmlos ist.» Zudem funktioniere der Jugendschutz heute schon bei legalen Suchtmitteln wie Alkohol oder Zigaretten schlecht.

Andrea Geissbuehler, Nationalraetin SVP-BE, links, diskutiert mit Toni Bortoluzzi, Nationalrat SVP-ZH, waehrend einer  Medienkonferenz am Freitag, 10. Oktober 2008 in Bern. Die SVP informierte ueber ihre Drogenpolitik. (KEYSTONE/Peter Klaunzer)

Andrea Geissbühler engagiert sich gegen Drogen aller Art. Bild: KEYSTONE

«Während Drogensüchtige in anderen Ländern auf der Strasse landen, muss in der Schweiz der Sozialstaat diese Leute mit Millionen von Steuergeldern auffangen.»

Andrea Geissbühler

Dass auch Kollegen aus den eigenen Reihen mit einer Liberalisierung liebäugeln, kann die SVP-Frau zu einem gewissen Grad nachvollziehen – schliesslich halte man die Eigenverantwortung in der SVP hoch. «Die Sache hat jedoch einen Haken: Im Rausch kann meist nicht mehr eigenverantwortlich gehandelt werden. Und während Drogensüchtige in anderen Ländern auf der Strasse landen, muss in der Schweiz der Sozialstaat diese Leute mit Millionen von Steuergeldern auffangen.»

Wichtig sei, dass die Stimmbürger in der Frage das letzte Wort haben. Geissbühler ist bereit, notfalls in den Kampf zu ziehen – so wie bereits 2008, als sie die Legalisierungsinitiative an vorderster Front bekämpfte.

Chronologie der Schweizer Drogenpolitik 

Weed statt Jesus. Nonnen bauen ihr eigenes Cannabis an

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Video: srf

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    Alle Leser-Kommentare
  • Lord_Mort 09.01.2018 11:19
    Highlight Highlight Tabak ist legal, Alkohol ist legal, an Amphetamine kommt man sogar als Kind ran (Tanz aus der Reihe und kassiere Ritalin, das dir sogar die KK zahlt). Aber Gras legalisieren, wo würden wir denn da hinkommen! Davon sterben nicht mal Menschen!!1!
  • DaBoong 09.01.2018 07:58
    Highlight Highlight Ja Frau Geissbühler... wir heissen sie willkommen in der Realität! Es ist nicht das Volk, welches unverantwortlich handelt, sondern sie mit ihrem langweiligen Konservatismus! Übrigens nur Leichen und Mumien werden konserviert... das Leben läuft stets in die selbe Richtung: nämlich vorwärts!
  • piranha 08.01.2018 19:59
    Highlight Highlight Sofern es die Inititianten schaffen, 100.000 Unterschriften zu sammeln, denke ich, dass die Initiative angenommen werden würde - zumindest beim Volk.
    • legalizeit 09.01.2018 16:30
      Highlight Highlight Mit 300'000 Kiffer im Land ist das Sammeln der Unterschriften sicherlich keine Herausforderung.
  • glnb 08.01.2018 17:54
    Highlight Highlight «Wir sprechen hier nicht nur von einem erhöhten Lungenkrebsrisiko, sondern von der berauschenden Wirkung. So nehmen unter THC-Einfluss die Autounfälle und Gewalttaten erwiesenermassen zu»
    Inwiefern bitteschön sollten Gewalttaten zunehmen durch die Legalisierung von Cannabis Frau Geissbühler? Mir scheint es, dass Alkohol viel öfters zu Agressionsverhalten und Gewalt führt. Cannabis hingegen wirkt doch viel deeskalierender und beruhigender. Das ist zumindest meine Meinung.
    • Professor Chaos 09.01.2018 01:39
      Highlight Highlight Das ist so aber diese SVPler behaupten einfach irgendwas wie es gerade passt. Angstmacherei und unbelegbare Behauptungen. Einerseits sollen Kiffer betäubte emotionslose Leichen sein, andererseits sollen es dann wieder aggressive Typen sein die Gewalttaten verüben 😒
  • Der Ingenieurstudent 08.01.2018 17:30
    Highlight Highlight Danke GLP. Schön, bemüht sich eine Partei um echte Lösungen statt medialer Schaumschlägerei.
    • Sandro Lightwood 08.01.2018 17:36
      Highlight Highlight Wer schlägt medial Schaum? Kann nicht ganz folgen...
    • Sandro Lightwood 09.01.2018 10:54
      Highlight Highlight Ähm, es war eine ernstgemeinte Frage. Eine Antwort würde mir mehr bringen als eine Handvoll Blitzini. Oder kann ich nun wie Zeus die Blitze umherschleudern? Wuhuuu!
    • #wiilichschan 09.01.2018 16:33
      Highlight Highlight *hust* SVP *hust*
    Weitere Antworten anzeigen
  • bruce 08.01.2018 17:26
    Highlight Highlight Beide Seiten haben nachzuvollziehende Argumente auch wenn ich grundsätzlich für eine Liberalisierung bin. Was mich aber an den Gegnern einer Entkriminalisierung stört, ist ihre Doppelmoral. Mit den exakt gleichen Argumenten müssten sie konsequenterweise für ein totales Alkoholverbot einstehen, und allenfalls auch ein Verbot für Tabakprodukte unterstützen. Tun sie aber nicht. Darum gehe ich davon aus, dass die Opposition gegen eine Liberalisierung andere Gründe hat, welche interessant wären zu wissen, vielleicht sind es ja gute Gründe...
  • Professor Chaos 08.01.2018 17:03
    Highlight Highlight "Erwachsene dürfen maximal 30 Gramm Cannabis besitzen und höchstens vier Pflanzen für die Eigenproduktion anbauen. Autofahren unter Cannabiseinfluss bleibt verboten"

    Wie ist das "maximal 30 Gramm" denn zu verstehen? 1 Richtig potente Pflanze bringen weit mehr als 30 Gramm, da ist eine Blüte schon 10 Gramm schwer. Geschweige denn 4 Pflanzen.

    Was kiffen im Strassenverkehr betrifft: Ganz klar nicht erlaubt. Die Polizei sollte dann jedoch Tests machen die dann auch wirklich den THC Wert messen und nicht das "Abfallprodukt" THC-COOH welches sich viel länger nachweisen lässt.
    • Hugo Wottaupott 08.01.2018 19:03
      Highlight Highlight Staatskassier is not amused!
  • Sibiria 08.01.2018 16:29
    Highlight Highlight Ich habe als Nicht-GLP-Mitglied bereits zwei- bis dreimal an einem GLP-Lab teilgenommen und kann sagen, dass dort wirklich produktiv gearbeitet wird und sehr konkrete Vorschläge zu komplizierten Themen wie Mobilität/Digitalisierung etc. gemacht werden. Ich als politisch durchaus interessierter Jugendlicher musste mich wirklich ziemlich anstrengen um überhaupt den Gedanken folgen zu können welche die anderen Teilnehmer sich schon im Voraus gemacht haben.

    Ich kann euch nur wärmstens empfehlen selber einmal an einem GLP-Lab teilzunehmen und euch eure eigene Meinung zu bilden :)
    • Tikvaw 08.01.2018 17:45
      Highlight Highlight Solange sich die GLP für die Senkung von Unternehmenssteuern und die Abschaffungen von gesetzlichen Vorschriften für Unternehmen und gleichzeitig für Kürzungen von Sozialausgaben einsetzt, ist sie für mich leider nicht wählbar.
      GLP = FDP im modernen, jungen Kleid.
  • Duweisches 08.01.2018 16:26
    Highlight Highlight Eine Regulierung ist zwar zu begrüssen, aber eine THC-Obergrenze? In den USA geht der Trend hin zu Extrakten, diese haben einen extremen THCA-Gehalt, ist für die Lunge aber bedeutend weniger Schädlich als beim Rauchen verbranntes Pflanzenmaterial zu inhalieren. So etwas wäre mit einer derartigen Umsetzung nicht möglich.
    Gerade für Schmerzpatienten ist das (genauso wie die Vier-Pflanzen-Grenze) ungünstig, weil sie häufig grosse Mengen konsumieren müssen, was ohne Extrakte gesundheitsschädlich ist.
    Zu Geissbühler äussere ich mich gar nicht erst, sie disqualifiziert sich selber...
  • Silent_Revolution 08.01.2018 16:10
    Highlight Highlight Ja hoffentlich muss der "Sozial"staat für seine destruktive Politik Millionen von Steuergeldern ausgeben Frau Geissbühler.

    Erwartet man denn tatsächlich, dass man Menschen aufgrund ihres Konsums kriminalisieren kann und sich die Betroffenen danach bemühen ein Teil einer Gesellschaft zu werden, die sie verfolgt und an den Rand drängt?
  • Trump's verschwiegener Sohn 08.01.2018 15:57
    Highlight Highlight In all diesen Artikeln, welche zu diesem Thema seit geraumer Zeit erscheinen, erfährt man nie, wie lange es denn etwa noch dauert, bis sowas in die Realität umgesetzt ist (im besten Fall). Ist das zuviel verlangt von den Journalisten?
    • Domitian 08.01.2018 18:26
      Highlight Highlight Wie im Artikel bereits erwähnt, die Unterschriftensammlung beginnt im April. Dürfte also nicht mehr allzu lange dauern, bis wir darüber abstimmen. Schätze so ca. 3 Jahre, aber das ist natürlich nur eine persönliche Einschätzung.
    • Trump's verschwiegener Sohn 08.01.2018 19:36
      Highlight Highlight @Domitian: Das was Du schätzt, betrifft die Initiative von "legalize it" und mag stimmen. Aber im Artikel ging es ja mehrheitlich um den Vorschlag der Grünliberalen. Warum kann man dann auch nicht dazu schreiben, wie lange so was dauert? Ist doch praktisch die interessanteste Information.
  • Normi 08.01.2018 15:42
    Highlight Highlight Ein pro Werbe Weed Video
    ¨
    bag of weed
    Play Icon
  • Gzuz187ers 08.01.2018 15:38
    Highlight Highlight Würde ich sehr gut finden
  • Davelus 08.01.2018 15:34
    Highlight Highlight Kenne keinen der high agressiver wird. So ein Schwachsinn! Ich glaube die verwechselt da etwas
    • Trump's verschwiegener Sohn 08.01.2018 15:54
      Highlight Highlight Ich kenne eine Menge, welche aggressiv und unerträglich werden, wenn sie mal nichts zu kiffen haben. Das soll aber nicht heissen, dass ich gegen eine Legalisierung bin
    • Majoras Maske 08.01.2018 19:37
      Highlight Highlight Die Frau hat auch schon mit Sätzen wie "Wer einmal kifft, der ist für immer für den Arbeitsmarkt verloren" geglänzt. Muss für Kiffer nicht zwingend schlecht sein, wenn das prominenteste Antidrogen-Aushängeschild in einer Fantasiewelt lebt. ;-)
  • Ohniznachtisbett 08.01.2018 15:19
    Highlight Highlight Ich kiffe zwar nicht, finde aber eine Legalisierung äusserst Sinnvoll. Qualitätskontrolle, Steuereinnahmen, keine kriminalisierten Kiffer und den Dealern das Handwerk gelegt. Nur Vorteile. Gras sollte wie Bier im Coop zu kaufen sein, dafür müsste man den Besitz und Handel mit illegalem, also nicht versteuertem und zugelassenem Gras hart bestrafen. Aber dem Zoll wird hier schon was einfallen.
  • .:|Caballito de Mantequilla|:. 08.01.2018 15:15
    Highlight Highlight Ja Liebe Frau Geissbühler, Sie sind meeega wichtig im Fall! Die zigtausend Marihuana-Toten pro Jahr in unserem Land sind wirklich ein No-Go!

    Gottlob ist Alkohol so viel besser und wir haben NULL Alkohol-Tote pro Jahr zu beklagen!

    Und von der Cannabis-Leber-Zirrhose wollen wir gar nicht erst anfangen zu reden!

    Das Schleckt keine Geiss weg!
  • w'ever 08.01.2018 14:49
    Highlight Highlight legalisieren, versteuern und das geld in die AHV stecken.
  • Silas89 08.01.2018 14:42
    Highlight Highlight Eine Legalisierung signalisiert nicht, dass es harmlos ist. Eine Freigabe für kleine Kinder würde das signalisieren.
  • smarties 08.01.2018 14:40
    Highlight Highlight Ich wünsche mir ein Modell Portugal, in dem alle Drogen unter Auflagen legalisiert würden.
    - Reiz des Verbotenen entfällt
    ->Hemmschwelle Hilfe zu holen sinkt
    - Reinheit (=Gesundheit) steigt
    - Schwarzmarkt verliert Basis
    - Steuereinnahmen für Prävention/ AHV ... analog zu Nikotin/ Alkohol
    • Bruno S. 88 08.01.2018 15:32
      Highlight Highlight Ich komme ursprünglich aus Portugal und kann bestätigen, dass den meisten Portugiesen gar nicht bewusst ist, dass dort so eine Liberale Drogenpolitik herrscht. Meine Eltern z.B. haben keinen Plan davon.
      Das ist doch der Beweis dass eine Entkriminalisierung nicht automatisch zu mehr Konsum führt!
    • Silent_Revolution 08.01.2018 15:46
      Highlight Highlight Weder in Portugal noch in Tschechien wurden Drogen legalisiert, lediglich entkriminalisiert. Wird leider stets missverstanden.

      Es gibt dort keinen freien, legalen Markt und Konsumenten sind weiterhin auf den Schwarzmarkt angewiesen. Werden sie erwischt, werden ihnen selbst kleinste Mengen abgenommen, sie werden lediglich nicht verzeigt und es wird kein Verfahren eröffnet.

      Im Bezug auf eine fortschrittliche Drogenpolitik und ein generelles Umdenken ist die Entkriminalisierung nicht ansatzweise genug.

      Denn alle deiner aufgeführten Punkte sind im "Modell Portugal" nicht gegeben.
  • Gegu 08.01.2018 14:39
    Highlight Highlight werden sie mal erwachsen frau geissbühler!
  • atomschlaf 08.01.2018 14:36
    Highlight Highlight Ich bin klar für eine Liberalisierung, aber gleichzeitig braucht es auch eine klare und nachvollziehbare Regelung für den Strassenverkehr.
    Dass man nicht zugekifft fahren darf ist selbstverständlich, aber dass man auch noch nach Tagen wegen minimaler Rückstände bestraft werden und den Ausweis verlieren kann, obschon schon längst keine Wirkung mehr vorhanden ist, darf nicht mehr sein, sonst wird die ganze Liberalisierung zur Lachnummer.
    • Posersalami 08.01.2018 15:43
      Highlight Highlight Fahren unter Einfluss von Cannabis soll doch verboten bleiben, ist das nicht klar genug?

      Es braucht aber natürlich analog zum Alkohol einen Grenzwert. Unter dem aktuellen Verbot kann der aber kaum sinnvoll ermittelt werden.
    • atomschlaf 08.01.2018 16:36
      Highlight Highlight @Posersalami: Klar, solange das Cannabis psychoaktiv wirkt, darf nicht gefahren werden. Das ist aber auch nicht das Problem.
      Das Problem bei der heutigen Rechtslage/Praxis ist, dass auch Personen bestraft werden, bei denen diese Wirkung schon längst vorbei ist, sofern noch Rückstände im Blut gefunden werden.

      Einen sinnvollen Grenzwert bzw. geeignete Kriterien könnte man sicher schon heute mittels geeigneter Studien ermitteln - wenn man denn wollte.
    • E7#9 09.01.2018 01:21
      Highlight Highlight Der Grenzwert liegt bei 1.5 ng THC pro Liter Blut. Das ist total unrealistisch weil bei diesem Wert längst keine Wirkung mehr vorhanden ist. Da ist Autofahren nachdem man nur ein kleines Bier getrunken hat viel gefährlicher. Ich war über 1.5 ng und musste den Ausweis abgeben, obwohl ich zwischen Konsum und Autofahrt zwei Mal geschlafen hatte. Ein trauriger Witz, denn wer wirklich bekifft ist hat Werte von 100 ng und mehr. Deshalb hat Atomschlaf schon recht. Die Konzentration des Abbauproduktes (THC-COOH) spielt hingegen erst bei der Massnahme (Dauer Billetentzug u.a.) eine Rolle.
  • saukaibli 08.01.2018 14:26
    Highlight Highlight "So nehmen unter THC-Einfluss die Autounfälle und Gewalttaten erwiesenermassen zu" Hahaha, die Geissbühler ist schon eine Lustige, die steckt geistig tatsächlich noch in den 1930er Jahren fest. Ich weiss ja nicht was die konsumiert hat um auf solche Schlüsse zu kommen, muss was ganz Krasses gewesen sein.
    • You will not be able to use your remote control. 08.01.2018 19:04
      Highlight Highlight Schlimm ist doch vorallem die Beschaffungskriminalität, die bei einer Legalisierung stark zunehmen würde.
  • Radesch 08.01.2018 14:20
    Highlight Highlight "Während Drogensüchtige in anderen Ländern auf der Strasse landen, muss in der Schweiz der Sozialstaat diese Leute mit Millionen von Steuergeldern auffangen."

    Und damit es in der Schweiz nie so weit kommz, werde ich keine SVP wählen und für eine Entkriminalisierung von natürlichen Substanzen sein. Rauchen ist auch legal und es raucht ja nicht jeder...
    • Snowy 08.01.2018 17:30
      Highlight Highlight Und in Holland kiffen weniger Jugendliche als in Deutschland und der Schweiz...

      Müsste ja gemäss SVP-Logik grad umgekehrt sein.
  • Gasosio 08.01.2018 14:19
    Highlight Highlight Da denken ein Paar mit. Super Idee und bereits konkrete Pläne. Meine nächste Stimme geht an die Grünliberalen.
  • zaepfli 08.01.2018 14:18
    Highlight Highlight Bravo - der einzige richtige Weg. Evtl. könnte man ja auch noch Geld, dass durch die Steuereinnahmen generiert wird, in die AHV fliessen lassen...?
  • Valon Gut-Behrami 08.01.2018 14:12
    Highlight Highlight 4 Pflanzen und 30 Gramm? Das ergibt halt keinen Sinn. Wenn legaler Anbau möglich jst, dann bitte mit grösseren Mengen an erlaubtem Eigenbedarf.

    LEGALIZE IT!
  • DonChaote 08.01.2018 13:57
    Highlight Highlight Es kommen langsam meine Generation Politiker. Die mit Cannabis aufgewachsen sind und gesehen haben, dass sich auch normale Leben entwickeln können, trotz gelegentlichem Cannabiskonsum.
    Und hoffentlich wird bald allen klar, wie weit wir uns schon wieder von den liberalen, eigenverantwortlichen 90er Jahren entfernt haben.
  • Posersalami 08.01.2018 13:55
    Highlight Highlight "Und während Drogensüchtige in anderen Ländern auf der Strasse landen, muss in der Schweiz der Sozialstaat diese Leute mit Millionen von Steuergeldern auffangen."

    Ganz toll, liebe SVP! Wer ab und zu mal einen Joint rauchen will ist also in der gleichen Ecke wie ein Heroin- oder Crackjunkie in der Endphase seiner Sucht. Ihr kotzt mich so dermassen an mit eurer Gleichmacherei. Vielleicht würde es euch gut tun mal zu Kiffen, damit ihr endlich mal etwas lockerer werdet. Mehr verblöden ist ja schonmal nicht möglich.
    • Bruno S. 88 08.01.2018 15:29
      Highlight Highlight Die machen völlig absurde Vergleiche. Ihr glück ist, dass Kiffen heute noch ein Tabu Thema ist. Dabei gibt es Kiffer aus allen Schichten. Menschen die ganz normale Teilnehmer unserer Gesellschaft sind!
      Ich wäre für eine "Ich kiffe!" Kampagne...Um dieses Bild des Junkie Kiffers aus den Köpfen dieser Hinterwäldler zu kriegen. Hoffentlich scheitert die neue Initiative nicht schon wieder an den Konservativen!
    • LeserNrX 08.01.2018 19:34
      Highlight Highlight @posersalami: Sorry, aber dass dich dieser Aspekt von Geissbühlers Aussage am meisten aufregt, stimmt mich etwas nachdenklich.. Das verstörendere an ihrer Aussage ist doch, dass man, laut Geissbühler, Drogensüchtige auf der Strasse krepieren lassen sollte (Stichwort "Eigenverantwortung") und nicht, dass Heroin- und Crackjunkies mit Gelegenheitskiffern gleichgesetzt werden..
    • Pius C. Bünzli 08.01.2018 23:43
      Highlight Highlight bloss nicht kiffen, könnte ja den Horizont erweitern 🤔
    Weitere Antworten anzeigen
  • Habedi 08.01.2018 13:54
    Highlight Highlight «Eine Legalisierung signalisiert, dass eine Substanz harmlos ist.»
    Demzufolge ist Alkohol auch harmlos??
  • Matti_St 08.01.2018 13:51
    Highlight Highlight Ob BR Cassis im Moment noch dafür ist, kann ziemlich ungewiss sein. Und auch wenn er in 5 Minuten dafür sein wird, wie sieht es dann in einer halben Stunde aus? Fragen über Fragen. Die einzige Konstante von Cassis ist die ewige Meinungsänderungen je nach Wählergunst.
    • Bits_and_More 08.01.2018 15:54
      Highlight Highlight Cassis setzt sich seit 1997 für die Legalisierung ein, hat 1999 empfahl Cassis BR R. Dreifuss die Legalisierung (sie scheiterte im Parlament).

      2007 (erstes mal im NR) empfahl Cassis die Annahme der Hanf-Initiative.

      2012 setzte er sich für die Betäubungsmittelgesetzrevision ein, woraufhin Kiffer mit kleinen Mengen an Gras nur noch gebüsst werden.

      2017 sprich sich Cassis für die Legalisierung von Kokain aus.

      Ich denke kaum, dass sich Cassis nach mehr als 20 Jahren klarer Bekennung der Legalisierung plötzlich dagegen aussprechen wird.
  • Luku luku 08.01.2018 13:47
    Highlight Highlight Also ich sehe nicht, wieso die Gesundheit nicht verbessert würde, wenn wenigstens reguliert wäre, welche Qualität das Gras haben muss. Stellt euch vor, Tabak und Alkohol wären illegal, niemand würde diese mehr zu sich nehmen 😂
  • Caligula 08.01.2018 13:46
    Highlight Highlight Zählt Frau Geissbühler und ihr Verein Alkohol und Tabak auch zu den Drogen dazu? Sollen diese in der Schweiz auch verboten werden? Alles andere wäre inkonsequent.
  • meine senf 08.01.2018 13:36
    Highlight Highlight Diese Geissbüher immer:

    "So nehmen unter THC-Einfluss die Autounfälle und Gewalttaten erwiesenermassen zu". (Ähm, wie ist das beim Alkohol?)

    "Zudem funktioniere der Jugendschutz heute schon bei legalen Suchtmitteln wie Alkohol oder Zigaretten schlecht."

    Solange sie diese Argumente bringt, aber Alkohol trotzdem anders als Cannabis behandeln will, kann man die einfach nicht ernst nehmen.

    Wenn sie konsequent wäre, müsste sie entweder für ein Verbot von beidem sein oder dafür dass beides (von mir aus reguliert) erlaubt wäre. Alles andere ist Doppelmoral.
    • atomschlaf 08.01.2018 14:46
      Highlight Highlight Wenn lese, was die Dame für einen Stuss rauslässt, werde ich regelmässig aggressiv.

Linksautonome Schweizer marschierten an «Gilets-jaunes»-Protesten mit

Unter die «gilets jaunes» in Paris mischten sich am Samstag auch Mitglieder der linksradikalen «Revolutionären Jugend». Sie wollten Solidarität bekunden, «Erfahrungen in Strassenkämpfen» sammeln und «untersuchen, inwiefern sich Rechtsextreme an den Protesten beteiligen.»

Proteste der «Gelbwesten» mit Krawallen und Ausschreitungen haben Frankreich an diesem Wochenende erneut in Atem gehalten. Unter die Demonstranten mischten sich anscheinend auch Schweizer Linksautonome.

Mitglieder der Revolutionären Jugend Bern schreiben auf Facebook, sie hätten sich in Paris ein Bild der Bewegung machen können, das «sehr positiv und motivierend» ausfalle. Darunter publizieren sie ein Foto eines brennenden Autos. 

Auch die Zürcher Sektion der Bewegung berichtet von …

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