Schweiz
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Je nach Abo besuchen die Pöstler die älteren Damen und Herren ein- bis sechsmal pro Woche.  bild: twitter MalakoffMédéric55

Für 20 Stutz: Pöstler plaudern in Frankreich mit Senioren – «Das brauchen wir auch»

Neu besuchen französische Briefträger ab 19.90 Euro pro Monat Senioren – auf Wunsch ihrer Verwandten hin. Ein solches Angebot sei in der Schweiz auch nötig, sagen Experten. 



Niemand ist da zum gemeinsamen Abendessen, das Telefon steht still und die Wanderung am Wochenende wird alleine bestritten: Ein soziales Umfeld fehlt so manchem Senior. In Frankreich zeichnet sich im Kampf gegen Einsamkeit im Alter nun eine Lösung ab: Für abwesende Verwandte und Freunde springt der Postbote ein.

Einsamkeit im Alter

In der Schweiz sind rund 1,2 Millionen Menschen über 75 Jahre alt. Davon fühlt sich laut einer Gesundheitsbefragung des Bundesamts für Statistik aus dem Jahr 2012 jeder Dritte häufig oder manchmal einsam.

quelle: bfs

Seit Mai können unsere westlichen Nachbarn ab 19.90 Euro pro Monat den Briefträger ein- bis sechsmal pro Woche zum betagten Mami oder Papi schicken. Dieser verbringt dann rund 10 Minuten mit dem Senior, plaudert mit ihm, macht auf Wunsch hin auch beim Kafichränzli mit – fast wie in früheren Zeiten, als der Pöstler das an vielen Orten noch freiwillig tat.

Von Alters- und Pflegeheimen geschult

Im Abo inbegriffen ist auch das Fragen nach Wünschen für den Einkauf, nach dem Befinden und das Mitteilen von Nachrichten der Familie. Um die jüngere Generation zu beruhigen, erfasst der Postbote anschliessend auf einer entsprechender App ein kurzes Resümee des Besuchs.

Der neue Service ist Teil der Diversifikationsstrategie des Unternehmens, da sich mit dem Zustellen von Briefen zunehmend weniger Umsatz generieren lässt. Die Pöstler, die nun in ihrem Job ihre soziale Ader ausleben, seien von Alters- und Pflegeheimen geschult worden, sagt die französische Post

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So wirbt die französische Post für ihr Angebot. Video: YouTube/La Poste

Mangelnde Testkunden in der Schweiz

Auch die Schweizer Post dachte bereits über ein entsprechendes Angebot nach, wie Sprecherin Nathalie Dérobert Fellay sagt. «Wir haben im Jahr 2011 ein ähnliches Projekt getestet. Doch dieses konnte schlussendlich aufgrund mangelnden Pilotkunden nicht durchgeführt werden.» 

Vojislav Todosijevic von der Stiftung für Betagtenhilfe hofft trotzdem, dass es auch hierzulande bald soziale Briefträger geben wird: «In unserem Land gibt es bei weitem nicht genug Angebotsformen, die gegen Einsamkeit im Alter ankämpfen.» Diese wenigen Strukturen würden zudem nur dank Freiwilligen funktionieren.

Todosijevic: «Ein Angebot wie in Frankreich wäre sowieso in allen westeuropäischen Gebieten nötig. Wo immer es viele alte Menschen gibt, die nur wenige Angehörige haben.» In Süd- und Osteuropa hingegen sei der soziale Postbote wohl überflüssig, weil dort die meisten Familien auch nach der Heirat im selben Haushalt leben. Mit Kosten ab 19.90 Euro pro Monat sei das Angebot ausserdem auch für finanziell schwächere Personen tragbar.

«Ein solches Angebot wäre in allen westeuropäischen Gebieten nötig.»

Vojislav Todosijevic, Stiftung für Betagtenhilfe

Gewisse Voraussetzungen Pflicht

Dr. Hilde Schäffler, Projektleiterin bei Public Health Services, hat das Schweizer Angebot gegen Einsamkeit im Alter untersucht. Auch sie wünscht sich von der Schweizerischen Post einen ähnlichen Service wie in Frankreich. «Das wäre grundsätzlich eine gute Idee. Denn es gibt zwar Angebote, die potenziell gegen Einsamkeit wirken, aber die wenigsten gehen zu den Menschen nach Hause.»

Damit dieses Angebot aber etwas bewirke, bedürfe es einiger Voraussetzungen: «Ist der Postbote der älteren Dame, mit der er laut Auftrag jeden Tag 10-15 Minuten sprechen soll, ihr beispielsweise unsympathisch, dann wird das kaum klappen.»

«Veiller sur mes parents» (zu deutsch in etwa: Auf meine Eltern aufpassen), nennt sich das Angebot in Frankreich.   quelle: twitter

«Das sieht eher nach einer Diversifizierung mangels anderer Dienstleistungen aus.»

Urs Frieden, Schweizerisches Rotes Kreuz

Umsatzorientierte Massnahme?

Beim Schweizerischen Roten Kreuz hingegen wäre man von einer solchen Dienstleistung nicht begeistert. Urs Frieden, Kommunikationschef, sagt: «Das sieht eher nach einer Diversifizierung mangels anderer, verschwundener, Dienstleistungen aus, also nicht zwingend empfängerorientiert. Das wäre auch für die Schweiz nicht ideal.»

Auch Betroffene äussern sich skeptisch. Marisa*, 75, zieht ein Telefongespräch mit den Angehörigen klar vor. «So etwas ist doch unnötig. Wollen meine Töchter wissen, wie es mir geht, sollen sie zum Hörer greifen.»

«Ich glaube nicht, dass die Pöstler ganz ohne Zeitzwang auf die älteren Menschen eingehen können.»

Peter, Rentner

Der 75-jährige Peter* sieht das Problem eher bei der Post als Anbieter selbst: «Ich glaube nicht, dass die Pöstler ganz ohne Zeitzwang auf uns ältere Menschen eingehen können. Und ohne das bringt das Ganze wohl nichts.»

*Namen der Redaktion bekannt. 

Umfrage

Wünschst auch du dir einen Pöstler, der nach deinen betagten Eltern schaut?

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363

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  • Ja, das ist eine super Idee. Brauchen wir hier auch!30%
  • Ich weiss nicht. 18%

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15Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • El Vals del Obrero 19.06.2017 11:26
    Highlight Highlight Dieses Problem wird in Frankreich auch durch den ausserhalb der Städten und den Verbindungen zwischen diesen kaum existenten ÖV noch verschärft.

    (Man kommt zwar mit dem TGV innert kurzer Zeit von Paris in andere grössere Städte, aber in den meisten kleinen Dörfern dazwischen fährt vielleicht einmal im Tag ein Bus).

    Ältere Menschen ohne Fahrausweis (oder auch Kinder ohne Elterntaxi) sind somit in ihrem Dorf gefangen.

    In der Schweiz hingegen können dank auch in der Fläche vergleichsweisem gutem ÖV auch ältere Menschen sich selbstständig bewegen um z.B. in der nächsten Stadt andere zu treffen.
  • karima 18.06.2017 11:16
    Highlight Highlight ich ziehe später mal in ne wg.
  • Mira Bond 18.06.2017 10:30
    Highlight Highlight Schon mal überlegt,dass die Tochter oder der Sohn vielleicht 500 oder gar 8000 km weit von der Mutter entfernt lebt? Diese Moralkeule in den Kommentaren ist heuchlerisch. Ich bringe manchmal den älteren Personen das Essen von der Spitex vorbei und ihr glaubt gar nicht, wie froh diese Leute sind, jemanden zu sehen und kurz zu plaudern.Viele von ihnen sind wirklich alleine..vielleicht weil niemand mehr lebt, manche haben durch Bösheit auch alle vertrieben.
    P.S. Ich mache diese Arbeit benevol. Wäre gespannt zu erfahren, ob die Besserwisser hier ebenfalls ihre Zeit für sowas hingeben würden...?


    • ChSt 18.06.2017 13:21
      Highlight Highlight Ich finde deinen Einsatz bewundernswert.
    • Nibu 18.06.2017 19:08
      Highlight Highlight Wofür wollen wir dann noch bezahlen?

      Wo bleibt der Respekt vor dem Alter? Eine alte Person muss also bezahlen dass sie dem Pöstler einen Kaffee und Kuchen offerieren darf?

      Hääää?
  • seventhinkingsteps 17.06.2017 23:31
    Highlight Highlight Ist doch schön, eine Gesellschaft wo die Alten nicht von den Kindern besucht werden können weil die Kinder keine Zeit haben weil sie damit beschäftigt sind sich selber die mickrige Rente für die Pensionszeit erarbeiten in der sie dann auch keiner besucht.
    • Mr.President 18.06.2017 09:30
      Highlight Highlight Sad Story, Bro...
    • Tschedai 18.06.2017 10:45
      Highlight Highlight Schön ist das nicht.
  • TheMan 17.06.2017 21:40
    Highlight Highlight Eigentlich ist er Tragisch, da ziehen die Eltern die Kinder 20Jahre oder mehr auf, dan werden Sie im Stick gelassen. Was wir brauchen, sind Erwachsene Kinder, welche zu Ihren Eltern plaudern gehen. Nicht die Pöstler.
    • Tschedai 17.06.2017 22:20
      Highlight Highlight Die Eltern haben sie so erzogen. So ist es.
  • raphe qwe 17.06.2017 21:06
    Highlight Highlight Die Menschen, welche bezahlen müssen um sozialen Kontakt zu haben, tun mir echt leid. Die jungen sollten die Alten ech mehr besuchen, auch ich muss hier vor der eigenen Haustüre wischen.
    • Yes. 18.06.2017 00:38
      Highlight Highlight Oder die Alten sollen mal die Jungen besuchen (sofern es von der Physis noch geht)!
      Meine verwittwete Grossmutter jammert immer, dass wir sie so wenig sehen, obwohl mein Vater sie ständig einlädt. Seit 5 Jahren war sie nicht mehr bei uns, ist aber noch fit genug um Ferien im Ausland zu machen. So sehen wir sie halt wirklich nur wenn sie und einlädt.
      Man muss auch bedenken, dass viele im Alter kompliziert werden.
  • Mantarochen 17.06.2017 20:57
    Highlight Highlight Wie traurig, dass man für sowas noch Geld verlangt.
    • seventhinkingsteps 17.06.2017 23:32
      Highlight Highlight Der Kapitalismus kommodifiziert alles
  • Angelo C. 17.06.2017 20:52
    Highlight Highlight Sowas würde wohl nicht zuletzt auf die Chemie zwischen RentnerIn und Pöstler ankommen, ob sowas tatsächlich (inkl. plaudern) eine wirkliche Bereicherung wäre.

    Und so sympathisch die Sache auf den ersten Blick auch scheint, so wenig realistisch wird sowas im Stadtgebiet sein. Etwas gar personalintensiv, würde man meinen 😊.

    Kommt hinzu, dass sich die Post heutzutage anstelle des Service publique vermehrt der Gewinnmaximierung verpflichtet fühlt und hunderte von Poststellen, selbst an grösseren Orten, schliesst.

    Wo sollen da noch Kapazitäten für soziale Dienstleistungen Platz finden....

Diese Atomlager bedrohen Millionen Menschen und die Umwelt

Egal ob in Russland, den USA, im Pazifik oder im Atlantik: Überall wird Atommüll gelagert. Es gibt jedoch bis heute kein einziges Endlager für hochradioaktive Abfälle. Weltweit. Viel schlimmer noch: Viele dieser provisorischen Stätten sind tickende Zeitbomben für Mensch und Umwelt.

Früher machte man es sich einfach. Nuklearer Abfall wurde verbuddelt, in Seen geworfen oder im Meer versenkt. Klappe zu, Affe tot.

Die Devise war klar: Bloss weg mit dem Atommüll. Doch wohin? Jedes mögliche Lager stösst verständlicherweise immer, zumindest in dicht besiedelten Ländern wie der Schweiz oder Deutschland, auf massiven Widerstand der Bevölkerung. Wer will schon neben einem atomaren Endlager wohnen?

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