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Clients are withdrawing cash at the counter of the branch bank of Raiffeisen in Appenzell, Switzerland. Pictured on May 4, 2012. (KEYSTONE/Martin Ruetschi) [STAGED PICTURE/SYMBOLIC IMAGE]

Kunden beziehen am Schalter in der Bankfiliale der Raiffeisen in Appenzell Bargeld, aufgenommen am 4. Mai 2012. (KEYSTONE/Martin Ruetschi) [GESTELLTE AUFNAHME/SYMBOLBILD]

Die Schweiz ist in absoluten Zahlen an der Spitze der europäischen Lohntabelle. Bild: KEYSTONE

In der Schweiz verdienst du 18 Mal mehr als in Rumänien: Ein europäischer Lohnvergleich

Das Bundesamt für Statistik hat neue Zahlen zum Schweizer Arbeitsmarkt veröffentlicht. Die Zahlen zeigen deutlich, wie unterschiedlich die Löhne in Europa noch immer sind.



In der Schweiz verdient man in einem Monat mehr als in Rumänien, Serbien, Bulgarien und Ungarn in einem Jahr. Dies zeigen die neuesten Zahlen des Bundesamtes für Statistik. Doch nicht überall steht die Schweiz an der europäischen Spitze. Hier eine Übersicht über das Lohnniveau in Europa in vier Grafiken:

Lohn in absoluten Zahlen:

daten: eurostat

Bei den Zahlen handelt es sich um das mediane Äquivalenzgesamtnettoeinkommen in Euro von 2016. daten: eurostat

Bei der Tabelle des medianen Äquivalenzgesamtnettoeinkommens (ÄNE) ist die Schweiz führend. Das ÄNE rechnet das Einkommen jedes Haushaltes durch Anzahl Haushaltsmitglieder. Es zeigt also an, wie viel jeder Bürger im Schnitt abzüglich Steuern und obligatorischen Sozialversicherungen zu Verfügung hätte, wenn er alleine leben würde. Davon wird in der obigen Tabelle der Median angezeigt, die Hälfte der jeweiligen Bevölkerung verdient also mehr, die andere Hälfte weniger.

In der Schweiz sind das umgerechnet 44'253 Euro im Jahr, in Rumänien nur 2'233 Euro. Damit verdient man in der Schweiz im Monat, was man in Rumänien im Schnitt in eineinhalb Jahren verdient. Was in dieser Tabelle nicht berücksichtigt wird, sind die Lebenskosten, die ebenfalls von Land zu Land variieren. Dazu mehr in der dritten Grafik.

Entwicklung seit 2008:

daten: eurostat

Bei den Zahlen handelt es sich um das mediane Äquivalenzgesamtnettoeinkommen in Euro. daten: eurostat

Wie in dieser Zeitreihe zu sehen ist, wurde die Tabelle bis 2015 von Norwegen angeführt. Die skandinavischen Länder bilden mit der Schweiz zusammen seit Jahren die Spitze der europäischen Lohntabelle.

Bis vor der Finanzkrise 2008 gehörte auch Island zur Spitzengruppe. Die Krise traf Island besonders hart, die drei grössten Geschäftsbanken brachen zusammen. Das Land kämpft bis heute noch mit den Folgen von 2008. 

Auf der anderen Seite der Tabelle bei den EU-Neuzugängen Ungarn, Bulgarien und Rumänien hat sich in den vergangenen zehn Jahren kaum etwas verändert. Dieser Gruppe nähert sich seit der Staatsschuldenkrise von 2010 auch Griechenland. In den letzten Jahren konnte sich das ÄNE wieder etwas stabilisieren.

Mit Lebenshaltungskosten:

daten: eurostat

Bei den Zahlen handelt es sich um das mediane Äquivalenzgesamtnettoeinkommen in KKS von 2016. daten: eurostat

Rechnet man das ÄNE der europäischen Länder in den sogenannten Kaufkraftstandard (KKS) um, fällt die Schweiz hinter Norwegen und Luxemburg auf den dritten Platz zurück. Im KKS ist die effektive Kaufkraft der Länder abgebildet, also das, was man mit seinem Lohn alles kaufen kann. 

Die hohen Löhne gleichen die hohen Lebenshaltungskosten in der Schweiz und in Norwegen aus. Auch mit Einbezug dieser Kosten verdient man in der Schweiz immer noch fast sechs Mal mehr als in Rumänien.  

Geografischer Vergleich:

daten: eurostat

Bei den Zahlen handelt es sich um das mediane Äquivalenzgesamtnettoeinkommen in KKS von 2016. daten: eurostat

Der geografische Vergleich zeigt, dass der Lebensunterhalt besonders in Osteuropa schwer zu bestreiten ist. Die Löhne und Lebenshaltungskosten stehen in einem sehr viel schlechteren Verhältnis als zum Beispiel in Mitteleuropa. 

Ein weiteres Gefälle ist zwischen Nord- und Südeuropa zu beobachten. In Ländern wie Italien, Spanien und Portugal ist das KKS deutlich tiefer als in Deutschland, Frankreich oder Österreich.

Bekommen wir 2018 zu wenig Lohn?

Video: srf/SDA SRF

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