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Sachspenden: In der ganzen Schweiz gibt es zurzeit Sammelaktionen für die Menschen in der Ukraine, wie hier in Luagno.
Sachspenden: In der ganzen Schweiz gibt es zurzeit Sammelaktionen für die Menschen in der Ukraine, wie hier in Luagno.Bild: keystone

6 Ideen, wie du Menschen in der Ukraine von der Schweiz aus helfen kannst

Menschen im Kriegsgebiet oder auf der Flucht kannst du auf mehrere Arten unterstützen. Hier findest du eine Liste mit Vorschlägen.
03.03.2022, 13:3204.03.2022, 12:05
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Diese Story wird laufend aktualisiert. Falls du eine weitere Idee oder Information hast, wie man in der Schweiz Menschen in der Ukraine unterstützen kann, schreib uns.

Unterstütze Hilfsorganisationen vor Ort

Geldspenden sind die wichtigsten Mittel für humanitäre Hilfe vor Ort. Achte dabei darauf, dass du dein Geld an verifizierte Adressen schickst. Hier eine Liste von möglichen Hilfsorganisationen:

Kaufst du bei Migros oder Coop ein, kannst du deine gesammelten Bonuspunkte spenden. Die beiden Detailhändler arbeiten mit unterschiedlichen gemeinnützigen Organisationen zusammen, du findest sie unter diesen Links: Migros Cumulus Punkte spenden und Coop Supercard Punkte spenden.

Sachspenden

Die ukrainische Botschaft in Bern hat am 25. Februar auf Facebook mitgeteilt, dass sie medizinische Güter und Nothilfen für Soldaten und die Zivilbevölkerung sammelt. Gebraucht werden etwa tragbare Defibrillatoren, sterile Handschuhe und Kittel, chirurgische Instrumente wie Skalpelle, Pinzetten, Bandagen, Schmerzmittel und Erste-Hilfe-Sets.

Spenderinnen und Spendern können das Material vom Montag, 28. Februar bis Freitag von 16.00 bis 19.00 Uhr in der Botschaft in Bern vorbeibringen. Allerdings muss man zuvor einen Termin via E-Mail vereinbaren.

Viele Hilfsorganisationen verzichten auf Sachspenden, weil diese logistisch schwer zu stemmen sind. Allerdings gibt es immer wieder private Initiativen, wo beispielsweise Kleider gesammelt und Konvois organisiert werden. Informiere dich dazu in deiner Gemeinde oder Stadt. Hier einige laufende Aktionen, bei denen unter anderem Medikamente, Hygieneartikel wie Tücher oder Windeln, aber auch Schlafmatten, saubere Wolldecken, Batterien oder Rucksäcke gesammelt werden:

Die Organisation «Licht im Osten» betreibt in der ganzen Schweiz Sammelstellen: Link zur Liste. Für Fragen, welche Güter benötigt würden, kann man direkt die lokalen Kontaktpersonen gemäss Website anfragen.

Video: watson/lea bloch

Teile nur seriöse Informationen

Im Netz und auf den sozialen Kanälen kursieren zig falsche Informationen über den Krieg in der Ukraine. Darunter zum Beispiels Schreckensvideos, die eigentlich aus Shooter-Games stammen. Bevor du einen Post, ein Foto oder Video teilst, prüfe unbedingt die Herkunft der Information.

Hier ein paar Grundsätze:

  • Posts mit unbekannten Quellen mit Skepsis betrachten.
  • Double-Check: Inhalte mit glaubwürdigen, unabhängigen Medien prüfen und schauen, ob sie übereinstimmen.
  • Videos und Bilder überprüfen, ob sie bereits anderswo verwendet worden sind. Tools dafür sind etwa die Google-Bildersuche, Tineye oder Bing.

Unterkunft anbieten

In der Schweiz kommen bislang noch keine ukrainischen Flüchtlinge an (Stand 3. März 2022). Allerdings gibt es bereits Bestrebungen, um Schutzbedürftige als Nothilfe aufzunehmen.

Wenn du Flüchtlinge aufnehmen willst, kannst du dich auf der Seite der Schweizerischen Flüchtlingshilfe als Gastfamilie oder Gastgeber anmelden und ein Zimmer, eine Wohnung oder ein Ferienhaus als Unterkunft für Menschen auf der Flucht registrieren.

Der Kanton Zürich hat bereits eine zentrale Anlaufstelle eingerichtet, wo sich melden kann, wer Ukrainerinnen und Ukrainer bei sich unterbringen würde. Die Kantonale Ukraine-Anlaufstelle ist per Mail (ukraine@sa.zh.ch) erreichbar und via Telefon 043 259 24 41, zwischen Montag und Freitag, jeweils von 8.30 bis 11.30 Uhr und von 13.30 bis 16.30 Uhr.

>>> Die neusten Entwicklungen im Liveticker.

In Deutschland gibt es private Initiativen, die Notunterkünfte organisieren und bei denen man sich auch von der Schweiz aus registrieren kann. Beim Elinor Netzwerk oder «host4ukraine» kann man sich online registrieren. Ein gendersensibles Angebot bietet die Facebook-Gruppe Host a Sister: Dort können sich nur Frauen anmelden, um andere Frauen und Kinder aufzunehmen.

Freiwillig engagieren

Es gibt zahlreiche Initiativen, für die momentan Freiwillige benötigt werden. Zum einen kannst du dich direkt bei den Hilfsorganisationen melden und fragen. Bei #leavenoonebehind kann sich online registrieren, wer helfen möchte. Auch die US-amerikanische NGO «Ukraine Now» sucht Freiwillige, die etwa Flüchtlinge evakuieren.

Psychologische Betreuung ist für Betroffene und deren Angehörige ebenfalls wichtig. Für sie bietet etwa die Initiative Krisenchat kostenlose Angebote. Sie suchen zurzeit nach Psychologinnen und Psychologen, die Russisch und Ukrainisch sprechen.

Schau zu dir selbst
Hast du Angst- oder Panikattacken wegen des Krieges in der Ukraine? Es gibt kostenfreie Anlaufstellen, die Hilfe bieten, etwa lilli.ch, die Dargebotene Hand oder der psychologische Dienst der Stadt Zürich.

Nimm an friedlichen Demonstrationen teil

An Kundgebungen und Demonstrationen kann man sich mit den Menschen in der Ukraine solidarisieren. Es gibt immer wieder spontan organisierte Anlässe in der Schweiz. Einen Überblick gibt diese Website, dort kann man auch eigens organisierte Demonstrationen registrieren. Die Ukrainische Botschaft teilt Anlässe vereinzelt auf ihrer Facebook-Seite.

Momentan finden in der Schweiz wiederholt Friedensdemonstrationen statt wie hier am Samstag in Bern.
Momentan finden in der Schweiz wiederholt Friedensdemonstrationen statt wie hier am Samstag in Bern.Bild: keystone

Tausende fordern beim Zürcher Fraumünster Frieden für die Ukraine

Video: watson/een
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Solidarität bekunden: Diese Gebäude leuchten für die Ukraine

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Solidarität bekunden: Diese Gebäude leuchten für die Ukraine
quelle: keystone / mohammed badra
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Demonstranten aus aller Welt gehen auf die Strasse, um gegen Putin zu protestieren

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37 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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flottebiene
01.03.2022 11:32registriert September 2014
Berücksichtige bei den nächsten Wahlen, wer sich jetzt für die Ukraine einsetzt und wer stattdessen lieber weiter Russland hofiert. Das nützt den Menschen in der Ukraine nicht unmittelbar, eine menschlichere Politik wird langfristig aber vielen Menschen zugutekommen.
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Ig nid är
01.03.2022 15:59registriert April 2018
Vorsicht nicht ernst gemeint:
Können wir nicht die Trychler schicken? Ist ja DAS Mittel für Freiheit und gegen böse, böse Diktatoren
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Madiba
01.03.2022 14:58registriert Dezember 2019
Beim FC Winterthur werden jeweils nach dem Spiel diverse Depot Becher auf den Platz geworfen als Spende. Die Spende vom gestrigen Spiel wird vollumfänglich in die Ukraine gespendet. (Über welche Organisation weiss ich nicht) Finde ich persönlich eine sehr schöne geste 😊
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