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«Hört auf, unseren Planeten kaputt zu machen»: Schülerinnen am Freitagmorgen vor dem Zürcher Stadthaus.  bild: sarah serafini

Schüler machen blau für Klima: «Wem sini Zuekunft? Oisi Zuekunft!»

Am Freitag finden in allen grossen Schweizer Städten Klimademonstrationen statt. In Zürich allein sind rund tausend Jugendliche auf der Strasse.



Nach dem Vorbild von Australien und dem Aufruf von Greta Thunberg führten heute Schülerinnen und Schüler aus verschiedenen Kantonsschulen von Zürich den zweiten Schweizer Klimastreik durch. Sie waren ausgerüstet mit Plakaten und Transparenten, auf denen Sätze wie «Jugend fordert Klimaschutz!» standen. Auch in Bern, Basel und St.Gallen waren Demonstrationen angekündigt. Organisiert hatten sich die Jugendlichen per Whatsapp, Instagram und Facebook.

Unter anderem fordern die Zürcher Schüler, dass der Climate Emergency, der Klimanotstand ausgerufen wird. Die rund 1000 Streikenden versammelten sich um neun Uhr vor dem Zürcher Stadthaus, wo sie diese Forderung beim GLP-Stadtrat Andreas Hauri vorbrachten. Ein Sprecher der Bewegung gab den Ton an: «Wir versprechen der Politik eines: Wir geben nicht auf!» 

Stadtrat Hauri suchte daraufhin per Megafon den Dialog mit den Demonstranten: «Als Vorsteher des Umweltdepartements versichere ich euch, dass wir sehr ähnliche Ziele haben. Aber damit wir den Klimawandel erreichen, brauchen wir Leute in der ganzen Schweiz, in ganz Europa.» Er ermunterte die Schüler, weiterzumachen, «zu kämpfen». Hauri will nächstes Jahr mit dem Sprecher der Zürcher Bewegung zusammensitzen, um zu diskutieren, welche Massnahmen im Raum Zürich umsetzbar sind. 

Anschliessend brachen die Streikenden zu einem Demozug durch die Bahnhofstrasse und später in Richtung Central auf. Dies hatte zur Folge, dass der Verkehr in der Innenstadt zeitweise komplett lahmgelegt war. An der Demonstration beteiligten sich nicht nur Jugendliche, sondern auch Kinder

«Ich will auf diesem Planeten leben können, wenn ich gross bin.»

Die 19-jährige Anna im Gespräch mit watson:

Auch sie will, dass sich was ändert:

Vom Central verlief der Demonstrationszug über das Kunsthaus und von dort zur Kantonsschule Stadelhofen. Dort skandierten die Schüler: «Usecho!», und forderten so die Nicht-Streikenden dazu auf, sich der Demo anzuschliessen. 

Vom Stadelhofen kehrte die Demo um zum Rathaus, wo eine Schlusskundgebung stattfand.

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Schlusskundgebung vor dem Rathaus. bild: watson

Das Vorbild der Schüler: 15-Jährige streikt, um die Zukunft zu retten

Video: srf

Die grössten Klimasünder

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