Schweiz
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Bild

 Das Ortsschild der Gemeinde Bitsch im Oberwallis.  Bild: wikicommons

Interview

Gemeindeschreiber von Bitsch: «Ich habe den Namen Pornhub vorher noch nie gehört»

Die Pornowebsite Pornhub will Gemeinden mit schlüpfrigen Namen einen kostenlosen Premium-Account offerieren. Darunter ist auch eine Schweizer Gemeinde, das Dorf Bitsch im Wallis. Der Gemeindeschreiber Rico Schmidt im Interview.



Rico Schmidt, die Pornowebsite Pornhub verspricht ihren Dorfbewohnern einen kostenlosen Premium-Account auf Lebenszeit. Wird jetzt Bitsch zur Pornokonsum-Hochburg?
Rico Schmidt: Das glaube ich nicht (lacht). Zudem findet die Aktion ja gar nicht statt. Bislang hatten wir zumindest keinen Kontakt mit dieser Firma. Ich habe erst heute morgen aus den Medien von dieser Aktion erfahren und habe vorher den Namen Pornhub noch nie gehört.

Nervt Sie diese PR-Aktion?
Es ist schon eher ärgerlich. Es wird mit unserem Dorf Werbung für einen schlüpfrigen Inhalt gemacht. Das ist nicht das Image, das wir aufbauen wollen. Wobei wir sind keine Touristendestination, von dem her hält sich der Schaden in Grenzen. 

Es gibt also auch keinen Namenstourismus?
Es gibt schon einzelne, die nur wegen dem Namen nach Bitsch kommen. Einmal war einer hier, der ein Notizbuch mit den lustigsten Orten der Schweiz führte, die er bereits besucht hatte. Er sagte zu mir, hier in der Umgebung sei ein Name amüsanter als der andere. Eine Gemeinde weiter heisst Filet. 

Der Name Bitsch sorgt also immer wieder für Belustigung.
Wir sind es uns gewohnt. Es werden regelmässig Fotos vor unserem Ortsschild gemacht. Früher gab es auch Fälle, in denen das Schild abmontiert und mitgenommen wurde. Vermutlich als Souvenir. In den 90er Jahren haben wir darum das Schild angeschweisst. Seither ist Ruhe.

Pornhub schreibt, man wolle die Dorfbewohner für Jahre der Demütigung und stillen Leidens entschädigen. Ist der Name wirklich eine Bürde?
Nein. Erstens gewöhnt man sich an das Bitsch und ist für uns Alltag. Zweitens ist es orthographisch ja nicht einmal gleich geschrieben, wie der englische Begriff Bitch, der im Sprachgebrauch der Oberwalliser auch gar nicht vorkommt. 

Müssen Sie häufig Medienanfragen wegen dem Ortsnamen beantworten?
Das kommt gefühlt alle zwei Jahre vor. Dabei kann ich gar nicht so viel dazu sagen. So weiss ich nicht einmal, von welcher Bedeutung sich der Dorfname ableitet. Zudem landet Bitsch immer wieder einmal auf Rang 1 einer Rangliste mit den lustigsten Schweizer Ortsnamen. 

Pornhub offeriert weiteren Orten ein Premium-Account – eine kleine Auswahl

Wie man mit Selfies Geld verdient

abspielen

Video: srf

Das könnte dich auch interessieren:

Mehr Spass! Hier kommen die 24 lustigsten Fails, die das Internet gerade zu bieten hat

Link zum Artikel

Kommen Sie, kommen Sie! PICDUMP!

Link zum Artikel

«So sehen Depressionen aus» – Facebookpost einer jungen Frau geht viral

Link zum Artikel

Kann Basel YB wieder gefährlich werden? Alle Transfers der Super League im Überblick

Link zum Artikel

Abonniere unseren Newsletter

25
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
25Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Gica 29.03.2018 22:43
    Highlight Highlight Im Rätoromanischen Surmiran (Umgebung Savognin) heisst "Bitsch"=Kuss.
    Also ein romantisches Vorspiel zu Pornhub...
  • walkerei 29.03.2018 10:18
    Highlight Highlight Der Ortsname Bitsch leitet sich vermutlich vom Lehnwort "Bütsch" zum lateinischen "podium" ab. Podium als Erhöhung: der alte Dorfkern von Bitsch liegt auf einer Anhöhe. Es gäbe sicher noch andere Deutungsmöglichkeiten, aber enttäuschender Weise keine, die annähernd an einen freizügigen Lebensstil erinnern würde. Im historischen Kontext ist das auch nachvollziehbar: Ausser in den Bäderorten (Leukerbad) wurden die Sitten in nach-römischen Zeiten unter dem bischöflichen Diktat jeweils hoch gehalten. Ein Bad war in Bitsch nicht vorhanden.
  • Geophage 29.03.2018 01:35
    Highlight Highlight https://de.m.wikipedia.org/wiki/Rotzloch


    Jetzt stellt sich natürlich die Frage. Bekommen die auch einen Account?

    PS ich habe den Namen nicht gegeben, also wenn jemand Blitze verdient, dann die Rotzloch-Gesellschaft, welche schon lange hätte reagieren können.

    • Pil 29.03.2018 20:04
      Highlight Highlight Da ist ja wieder der Djinn...
      Chapeau...
  • olmabrotwurschtmitbürli aka Pink Flauder 28.03.2018 22:08
    Highlight Highlight Aber da fehlt doch dieses wundervolle Restaurant:
    Benutzer Bild
  • Hugo Wottaupott 28.03.2018 21:45
    Highlight Highlight Pornhub ist ein Motorenzylinder mit extrem hoher Verdichtung.
    • Sheez Gagoo 29.03.2018 01:45
      Highlight Highlight Ja, variabel.
  • Sheez Gagoo 28.03.2018 21:20
    Highlight Highlight Was ist ein Pornhub?
  • Hugeyun 28.03.2018 20:57
    Highlight Highlight "This sign has RFID and GPS tracking" 😂
    Wenn das deren einziges Problem ist...
  • Flötist 28.03.2018 20:40
    Highlight Highlight "und habe vorher den Namen Pornhub noch nie gehört"

    Glaube ich ihm sofort, denn niemand liest diesen Namen vor im Internet.
  • Lester McAllister 28.03.2018 19:49
    Highlight Highlight Haha
    " Ich habe den Namen Pornhub bis heute micht mal gekannt"
    Und ich hab gar nicht gewusst, dass das Internet Pornos anbietet.
    Sonst hätte ich nicht für so etwas Schmuddeliges bezahlt.
  • legis 28.03.2018 19:46
    Highlight Highlight "Den Namen Pornhub noch nie gehört" 😂😂

    Isch scho guet! Darfst es gerne sagen! Wir waren alle schonmal da 😉
    • Geophage 29.03.2018 01:36
      Highlight Highlight Niemand war jemand dort.
      Benutzer Bild
  • Sarkasmusdetektor 28.03.2018 19:46
    Highlight Highlight Was ist denn dieses "Pornhub" für eine Seite? Also ich hab davon bis zu diesem Artikel auch noch niiiie gehört. Wirklich echt jetzt.
  • Likos 28.03.2018 19:33
    Highlight Highlight Nicht schlecht, da können sie im Wallis mal das andere Gewehr polieren.
    • asdf asdf 29.03.2018 10:10
      Highlight Highlight Vielleicht sind es aber auch nur "Chäpslipistöleli" ;)
  • Maniskate 28.03.2018 19:32
    Highlight Highlight “Und habe vorher den Namen Pornhub noch nie gehört”

    Ja genau😂
    • Caturix 28.03.2018 19:59
      Highlight Highlight Nein er kennt nur Youporn ;)
  • knight 28.03.2018 19:31
    Highlight Highlight habe auch noch nie etwas von pornhub gehört ;-)
  • zigmaster 28.03.2018 19:26
    Highlight Highlight so en lügner😂😂😂
  • Gringoooo 28.03.2018 19:25
    Highlight Highlight Einfach Danke sagen und mal früher Feierabend machen ;)

    Pornhub hat ein par kluge Köpfe in der PR Abteilung. Diese mediale Wirkung ist unbezahlbar.
  • Doeme 28.03.2018 19:24
    Highlight Highlight Wieder einmal eine ausserordentlich gelungene Aktion vom Pornhub😂
  • Loeffel 28.03.2018 19:23
    Highlight Highlight „habe vorher den Namen pornhub noch nie gehört“ 😂😂😂 genau, ich auch nicht. Und was ist eigentlich dieses google?
    • Geophage 29.03.2018 01:47
      Highlight Highlight @Loeffel

      Google ist eine Art Suchmaschine bei der man zu Beginn ein klares Ziel hat, aber dieses nach einiger Zeit aus den Augen verliert. Angenommen Sie möchten am Abend für die Liebste Rosmarin-Kartoffeln zubereiten. Können Sie den Wunsch dort in die Suchemaske eingeben. 3 Stunden später werden Sie resigniert da sitzen und feststellen, dass das Wort Suchmaske zwar auf Pornhub zu finden ist, aber Rosmarin-Kartoffel nicht. Des googles Wege sind unergründlich.
    • Sandro Lightwood 29.03.2018 06:51
      Highlight Highlight Neuland! 🤨

Falsche Eisbären-Expertin und «Breitbart»-Journalist in der Klima-Beilage der «Weltwoche»

Mit einem 34-seitigen «Lehrmittel» will die «Weltwoche» laut eigenen Angaben die «ungesunde Diskussion» über den Klimawandel öffnen und versachlichen. Ein genauer Blick auf die Autorenliste zeigt: Einige der Mitwirkenden haben ihre liebe Mühe mit Sachlichkeit.

In seiner Rolle als SVP-Ständeratskandidat tourt «Weltwoche»-Chefredaktor Roger Köppel seit Monaten durch den Kanton Zürich und hält Wahlkampfreden gegen den «Klimawahn» und die «rot-grüne Verlogenheit». Im Editorial der jüngsten Beilage schlägt er sanftere Töne an. Mit dem Heft solle die «festgefahrene, geradezu festgefrorene Klimadebatte» entkrampft werden. Dieses sei als «Beitrag zur Meinungsbildung und gegen Hysterie und Panikmacherei» und zur «Öffnung und Versachlichung» gedacht.

17 …

Artikel lesen
Link zum Artikel