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Das Bezirksgericht in Uster (ZH) am Mittwoch, 22. Juni 2016. Martin Baeumle Praesident GLP Schweiz muss sich am Mittwoch vor dem Bezirksgericht Uster verantworten. Er soll als Duebendorfer Finanzvorstand ein lokales Grossprojekt mit einer gezielten Amtsgeheimnisverletzung hintertrieben haben. Die Staatsanwaltschaft des Kantons Zuerichs klagt ihn wegen Verletzung des Amtsgeheimnisses an. (KEYSTONE/Walter Bieri)

Bezirksgericht Uster. Bild: KEYSTONE

Teenager begeht nach Sexting Suizid: 30-jähriger Zürcher schuldig gesprochen



Das Bezirksgericht Uster hat einen heute 30-jährigen Mann wegen sexueller Nötigung und sexuellen Handlungen mit einem 14 Jahre alten Mädchen zu einer unbedingten Freiheitsstrafe von 42 Monaten verurteilt. Die Strafe wurde zugunsten einer ambulanten Behandlung aufgeschoben.

Der Fall sorgte für Schlagzeilen. Denn drei Monate nach dem letzten Kontakt zwischen dem Mann und dem Mädchen aus Finnland geschah das Unfassbare: Die 14-Jährige nahm sich das Leben.

Darum ging es am Mittwoch vor dem Bezirksgericht aber nicht. Es bestehe kein Kausalzusammenhang zwischen den Vorwürfen und dem Suizid, betonten sowohl die Staatsanwaltschaft, die Verteidigung wie auch der Richter.

Das Mädchen hatte bereits früher suizidale Gedanken und war psychisch krank. Der beschuldigte Schweizer wollte weder ihren Tod noch kann er ihm angerechnet werden, waren sich die Parteien einig.

Deshalb drehte sich die Verhandlung um einen klassischen «Sexting-Fall mit einem minderjährigen Opfer», wie der Staatsanwalt sagte.

Er beschuldigte den heute 30-jährigen einschlägig Vorbestraften der mehrfachen sexuellen Nötigung, der mehrfachen sexuellen Handlungen mit Kindern, der Nötigung und der mehrfachen harten Pornografie. Er forderte eine unbedingte Freiheitsstrafe von zwei Jahren, die zugunsten einer ambulanten Behandlung aufgeschoben werden soll.

«Lebensträume geraubt»

Der Richter, der keine Zweifel am Sachverhalt hatte, folgte den Anträgen der Staatsanwaltschaft mehrheitlich, verschärfte aber die Strafe. Zwar gab es bei der Nötigung einen Freispruch, das Gericht verhängte aber eine unbedingte Freiheitsstrafe von 42 Monaten. Die Strafe wird zugunsten der ambulanten Behandlung aufgeschoben.

Der Beschuldigte sei zielgerichtet und manipulativ vorgegangen, sagte der Richter. «Sie haben das Mädchen aus rein egoistischen Motiven zum Spielball Ihrer sexuellen Fantasie gemacht.» Sein Handeln sei unerklärlich gewesen. «Sie haben dem Mädchen die letzten Lebensträume geraubt», so der Richter.

Nun sei es höchste Zeit, dass aus dem Beschuldigten etwas Richtiges werde. Funktioniert die Therapie nicht, wird die Strafe vollzogen. Der 30-Jährige, der sich bereits in Therapie befindet, betonte mehrmals, dass er die Therapie so oder so weiterführen wolle. Sie tue ihm gut.

Nacktbilder im Internet veröffentlicht

Der damals 28-jährige Beschuldigte lernte das 14 Jahre jüngere Mädchen Anfang September 2016 über einen Internet-Chat kennen. Sie kommunizierten intensiv über verschiedene Kanäle. Im Verlaufe der Zeit schickte er ihr insgesamt 27 Nacktbilder von sich, sie liess ihm auf seinen Wunsch und sein Drängen hin elf Bilder zukommen.

Diese Bilder veröffentlichte er entgegen ihrem Willen mit einer Ausnahme auf einem Porno-Portal - und löschte sie trotz ihrem Bitten nicht. Später drohte er gar, die Bilder ihren Eltern und Freunden zu senden, wenn sie ihm keine Nacktaufnahmen mehr schicke oder die Freundschaft abbreche.

«Das Opfer zerbrach, erstellte weiter Bilder und hoffte, der Druck lässt nach», sagte der Staatsanwalt. Der Mann hingegen sei nur auf die Befriedigung seiner sexuellen Bedürfnisse aus gewesen. Schliesslich löschte er die Bilder, als das Mädchen ein Bild schickte, auf dem es sich ein Messer an den Hals hielt, und drohte, sich ein Leid anzutun.

Die Fallaufarbeitung war für die Behörden einfach: Einerseits war der Beschuldigte von Anfang an geständig, andererseits liess sich die Geschichte anhand der diversen Chatprotokolle rekonstruieren. «Die Anklage stützt sich auf Sachbeweise, die sich mit den Aussagen des Beschuldigten decken», sagte der Staatsanwalt.

«Bedaure es sehr»

Dass er auf das Mädchen stiess, sei reiner Zufall gewesen, sagte der Beschuldigte vor Gericht. Er bedaure das alles sehr und frage sich ständig, weshalb er das gemacht habe. Er habe auch nicht gewusst, was er auslöse und ihr antue. «Das wurde mir erst später klar», sagte er und betonte, er würde nie mehr so etwas machen.

«Ich habe mir nichts dabei gedacht», war ein Satz, der während der Befragung mehrmals fiel. Die Bilder habe er veröffentlicht, um Druck auszuüben, damit sie ihm noch mehr schicke. Er habe sie erst aufgrund des Messer-Bildes gelöscht. «Ich war schockiert. Ich wollte nicht, dass sie sich etwas antut», sagte er und betonte, er habe nicht gewusst, dass sie krank war. Ihr Tod sei denn auch ein Schock gewesen.

Sein Verteidiger erklärte, der Beschuldigte habe in der Untersuchungshaft seine Lektion gelernt. «Er hat erkannt, dass er ein Problem hat und dieses lösen muss», sagte er.

Er hatte eine bedingte Freiheitsstrafe von zwölf Monaten wegen mehrfachen sexuellen Handlungen mit Kindern, Nötigung sowie mehrfachen harten Pornografie gefordert. Ausserdem wünsche sein Klient eine Weiterführung der angefangenen Therapie - allerdings nicht als angeordnete ambulante Massnahme, sondern in Form einer Weisung.

Dies lehnte der Richter jedoch ab, da aufgrund der Vorstrafen keine günstige Prognose gestellt werden könne - «Sie haben aus den Vorstrafen nichts gelernt» - und eine schwere Persönlichkeitsstörung vorliege. (cma/sda)

(cma/sda)

Lass dir helfen!

Du glaubst, du kannst eine persönliche Krise nicht selbst bewältigen? Das musst du auch nicht. Lass dir helfen. In der Schweiz gibt es zahlreiche Stellen, die rund um die Uhr für Menschen in suizidalen Krisen da sind – vertraulich und kostenlos.
Die Dargebotene Hand: Tel.: 143, www.143.ch
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36Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Fumia Canero 02.11.2018 14:14
    Highlight Highlight Wenn das Opfer in Finnland lebte und starb, sollte dann nicht ein Auslieferungsantrag von finnischen Behörden gemacht werden, damit der Täter dort auch belangt wird?
  • Traintown 02.11.2018 09:44
    Highlight Highlight Bedenklich ist, dass im Tele Züri die Staatsanwaltschaft überrascht von dem hohen Urteil von 42 Monaten war! Ein Mensch wurde in den Tod getrieben aber 42 Monate sei zu lang. Lächerlich!
  • critico 01.11.2018 23:19
    Highlight Highlight einschlägig vorbestraft und aufgeschobener knast? zu gunsten eines jetzt top verdienenden psychiaters ?
    rückfallgefahr gebannt, bei sowas hab ich echt n problem mit unsrer rechtssprechung
  • Re Né 01.11.2018 22:40
    Highlight Highlight Ein unfassbares Urteil, nicht mehr und nicht weniger. Dort wünsche ich mir einmal eine amerikanische Rechtssprechung.... 🤭😡

    Das Leiden des Mädchens und jetzt das ihrer Angehörigen, tut mir sehr leid und dieser ...... 🤬 hat das definitiv verursacht!

    Wegsperren!!!!! Sonst geht der
    alsbald wieder auf „Pirsch“! ☝🏼🙄
  • Joe Smith 01.11.2018 21:50
    Highlight Highlight Keiner der Kommentatoren kennt die Akten oder hat der Verhandlung beigewohnt, aber alle wissen es wieder einmal besser als der Richter. Die jahrelange SVP-Kampagne trägt Früchte. (Der irreführende Titel wird das seinige dazu beigetragen haben.)
  • Ehrenmann 01.11.2018 20:36
    Highlight Highlight was heisst hier aufgeschoben? kann mir das jemand erklären? muss er nach der therapie dann in den Knast oder ist das das selbe wie eine bedingte strafe?
    • Madison Pierce 01.11.2018 21:18
      Highlight Highlight Geht er in die Therapie und erweckt den Anschein, diese würde helfen, wird ihm die Strafe erlassen. "Aufgeschoben" ist eigentlich der falsche Ausdruck dafür.

      Geht er nicht in die Therapie, wird die Strafe vollzogen.

      Ich verstehe nicht, wieso man nicht beides macht: 42 Monate Haft inkl. Therapie.
    • äti 01.11.2018 22:33
      Highlight Highlight Unbedingte (!) Strafe wird aufgeschoben für ambulante (!) Therapie. Das kann doch nicht gehen.
  • Don Alejandro 01.11.2018 20:16
    Highlight Highlight Tolle Abschreckung, 42 Monate zugunsten eines ambulanten Settings. Kein kausaler Zusammehang? Unsere Justiz könnte ruhig ein bisschen mutiger sein!
  • Typu 01.11.2018 20:15
    Highlight Highlight Ich denke mal wäre der artikel besser recherchiert worden würde man den richterspruch besser verstehen. Wie kommt das gericht dazu, keine kausalität zu erkennen? Bitte mehr infos. So ist das bloss polemik und boulevard journalismus.
    • Der Kritiker 02.11.2018 06:27
      Highlight Highlight Typu. Das Urteil im Gerichtsfall der UBS Sekretärin zeigt sehr gut auf, dass Richter Urteile auf Grund von Gegebenheiten treffen, von welchen sie NULL Ahnung haben. Die Gerichtsprösidentin in diesem Falle müsste auf Grund ihrer Begründung sofort abgesetzt werden. Hier wird es sich wohl ähnlich Verhalten...
  • Buff Rogene 01.11.2018 20:14
    Highlight Highlight Hoffe, Watson und andere bleiben an der Geschichte dran. Ich würde eine ausführlichere Begründung der Staatsanwaltschaft sehr begrüssen, um es mal dezent zu formulieren.
  • leu84 01.11.2018 19:55
    Highlight Highlight Ein Nacktbild über sich behegt den meisten immer noch mit Scham. Dann vertraut man sich dem neuen (Internet-) Freund an [natürlich soll man nicht einfach so ein Nacktbild zusenden]. Landet aber das Bild mindestens auf dem Schulhof, dann ist man die "Schulhofschlampe". Mir hegt von der Aussensicht, dass sie eher eine Schüchterne und nicht ganz beliebte Person war und daher von ihm abhängig wurde. Wenn dann Nacktfotos auftauchen, Scham hoch 10. Daher sehe ich eine Kausalität (oder einen grossen Anteil) mit seinem Wirken.
  • Clife 01.11.2018 19:36
    Highlight Highlight Die Tat war Bedingung für den Tod, wobei das eine ohne das Andere nicht wegfallen kann und nach dem gewöhnlichen Lauf der Dinge und der allgemeinen Lebenserwartung kann eine solche Tat wie auch bei Mobbing und anderen menschenunwürdigen (Vergewaltigung etc.) hergängen zum Suizid einer Person führen. Man siehe und staune, wenn man Statistiken und auch die Medien konsultiert. Haben die Juristen heutzutage vergessen, dass die Justiz ein lebendes Objekt ist, das mit der Zeit gehen muss und die Weltdarstellung sich ändert? War früher vielleicht nicht so aber jetzt schon.
    • steeny 01.11.2018 20:57
      Highlight Highlight Sind sie - im Gegensatz zu mir - im Besitz der Gerichtsakten zu dem Fall, dass sie das so genau wissen bzw. beurteilen können?
    • Clife 02.11.2018 08:57
      Highlight Highlight Nein aber ich bin mir zu 99% sicher, dass es an der adäquaten Kausalität fehlt, zumal die meisten älteren Menschen davon ausgehen, dass solche Taten die Psyche einer Person nicht zerstören würden...weil es nunmal früher anders war. Heutzutage hat sich die Weltvorstellung aber geändert und es kann allemal zum Suizid führen
    • steeny 02.11.2018 11:19
      Highlight Highlight Also was jetzt? Fehlt es an der Adäquanz oder führt sein Verhalten zum Suizid wie sie am Schluss behaupten?
      Sie widersprechen sich ein wenig.
  • ChiliForever 01.11.2018 19:32
    Highlight Highlight Keinen kausalen Zusammenhang zwischen den Taten und dem Selbstmord?

    Ist das wirklich die Begründung? Das wäre schwer vorstellbar, der kausale Zusammenhang ist doch schon recht klar (zumindest laut Artikel).
    Die Frage wäre doch eher, ob ein strafrechtlicher Zusammenhgang besteht (z.B. im Sinne von "er hätte das Selbstmordrisiko erkennen können" oder "er hat es direkt darauf angelegt" oder so).
    Ich bin kein Rechtsexperte, aber so verkürzt scheint mir die Begründung doch irgendwie merkwürdig oder unwahrscheinlich.
    • kada 01.11.2018 23:20
      Highlight Highlight Bei der (adäquaten) Kausalität wird darauf abgestellt, ob die Tathandlung nach gewöhnlichem Lauf der Dinge und der allgemeinen Lebenserfahrung in der Lage war, einen Erfolg in der Art des Eingetretenen herbeizuführen. Dies ist hier wohl kaum der Fall.
  • Toerpe Zwerg 01.11.2018 19:26
    Highlight Highlight Der Titel ist irreführend. Der Mann wurde unabhängig des Suizids verurteilt.
    • Saraina 01.11.2018 20:19
      Highlight Highlight Ja, leider. Dass er selbst nach dem Bild mit dem Messer am Hals nicht nötig fand, die Polizei oder die Eltern zu informieren, ist unter aller Sau. Die Eltern haben ihr Kind verloren, und er bekommt Therapie, damit aus ihm etwas Rechtes wird?
  • banda69 01.11.2018 19:22
    Highlight Highlight Aha.. kein Zusammenhang.. momol..


    Da gibts nur eines:

    Thematisieren und die Kinder/Jugendlichen aufklären.
  • Gawayn 01.11.2018 19:21
    Highlight Highlight Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, was die Eltern des Mädchens gefühlt haben müssen bei dem Richterspruch.

    Es muss aber gräßlich gewesen sein....
  • EhrenBratan. Hääää! 01.11.2018 19:11
    Highlight Highlight Eigentlich müssten uns solche Fälle schockieren. Tun sie leider schon lange nicht mehr. Traurig...
    • Garp 01.11.2018 19:37
      Highlight Highlight Mich schockieren die nach wie vor und viele andere auch.
      Wer ist uns? Wenn sie Dich nicht mehr schockieren, dann hat das mit Dir zu tun.
    • äti 01.11.2018 22:37
      Highlight Highlight Die schockieren nicht nur, die machen auch enorm wütend. Vor allem auch auf Platform-Betreiber.
  • azoui 01.11.2018 19:07
    Highlight Highlight Weder das Gericht noch der Staatsanwalt sah keinen kausalen Zusammenhang zwischen den Handlungen des 30-Jährigen und dem Suizid der Finnin!

    Ich sehe den kausalen Zusammenhang, aber ich bin nicht das Gesetz.
    • ast1 01.11.2018 19:44
      Highlight Highlight Es gibt den natürlichen kausalen Zusammenhang und den adäquaten Kausalzusammenhang.

      Der natürliche Kausalzusammhenang ist gegeben wenn ein Ereignis ohne das andere nicht eingetreten wäre. Davon könnte hier möglicherweise ausgegangen werden, aber nicht abschliessend.

      Der adäquate Ks-zh liegt vor wenn man schon beim ersten Ereignis logischerweise davon ausgehen kann, dass dehr wahrscheinlich ein anderes Ereignis eintritt. Das ist hier wohl nicht der Fall, da der Erpresser nicht davon ausging, dass sich das Mädchen töten würde.
    • derEchteElch 01.11.2018 19:59
      Highlight Highlight Nicht ganz, was du siehst ist nur ein „normaler“ Zusammenhang. Du musst den Begriff Kausalität besser verstehen und im strafrecht ist dieser eben viel enger gefasst.

      Leider..
    • Buff Rogene 02.11.2018 04:51
      Highlight Highlight Der Täter sei vorbestraft und habe daraus nichts gelernt, begründete der Richter das Urteil.

      Öhm. Deshalb wird der Knast zugunsten einer Therapie aufgeschoben?

      «Sie haben dem Mädchen den letzten Lebenswillen geraubt.»

      Sagts, und bestreitet gleichzeitig den Zusammenhang.

      Und andere sitzen ein, weil sie einige Mädchen nackig gefilmt haben in der Umkleide. Was ist hier eigentlich los?
  • N. Y. P. 01.11.2018 18:55
    Highlight Highlight Noch ein Nachtrag :

    Das Gericht verurteilte den Schweizer zu einer Freiheitsstrafe von 42 Monate. Diese wird aber aufgeschoben zugunsten einer ambulanten Therapie.

    Obwohl er das Mädchen in den Tod trieb, bleibt er auf fteiem Fuss.
    Und geht ein wenig in die Therapie.

    Ich kriege wieder mal Ausschlag. Langsam gehen mir diese Kuschelurteile so richtig auf den Sack.
    • Astrogator 02.11.2018 07:25
      Highlight Highlight "Obwohl er das Mädchen in den Tod trieb, bleibt er auf fteiem Fuss.
      Und geht ein wenig in die Therapie."

      Wenn du etwas weisst was dem Richter oder Staatsanwalt unbekannt ist solltest du dich melden.

      Was mir auf den Sack geht ist die künstliche Empörung in diesem Fall von jemandem der an anderen Stellen nicht müde wird sexuellen Missbrauch in der Kirche schönzureden.
    • N. Y. P. 02.11.2018 08:17
      Highlight Highlight Mit Verlaub, @Astrogator..
      Benutzer Bild
  • Miicha 01.11.2018 18:55
    Highlight Highlight Kein Zusammenhang?! Ernsthaft?
    • Clank 02.11.2018 01:24
      Highlight Highlight "Denn drei Monate nach dem letzten Kontakt zwischen dem Mann und dem Mädchen aus Finnland geschah das Unfassbare: Die 14-Jährige nahm sich das Leben. [...]
      Das Mädchen hatte bereits früher suizidale Gedanken und war psychisch krank. Der beschuldigte Schweizer wollte weder ihren Tod noch kann er ihm angerechnet werden, waren sich die Parteien einig [...]
      Schliesslich löschte er die Bilder, als das Mädchen ein Bild schickte, auf dem es sich ein Messer an den Hals hielt, und drohte, sich ein Leid anzutun."

      Für mich durchaus nachvollziehbar.
  • DerMedicus 01.11.2018 18:48
    Highlight Highlight "Für den Tod des Mädchens muss sich der Mann nicht verantworten. Schon die Staatsanwaltschaft sah keinen kausalen Zusammenhang zwischen den Handlungen des 30-Jährigen und dem Suizid der Finnin."


    Wie bitte?
    Unvorstellbar.
    Keinen Kausalen Zusammenhang?!

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