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Wem gehört das Büsi? Bundesgericht entscheidet nach vierjährigem Rechtsstreit



Nach einer vierjährigen juristischen Auseinandersetzung darf eine Waadtländer Katze definitiv bei ihrer ursprünglichen Eigentümerin bleiben. Dies hat das Bundesgericht entschieden.

Die Eigentümerin hatte ihre Katze im Dezember 2013 einem Bekannten zur Pflege übergeben, weil sie für fünf Wochen in die Ferien fuhr. Nach ihrer Rückkehr holte sie ihr Tier jedoch nicht ab.

Erst bei einem Besuch im Oktober 2014 beim hütenden Bekannten nahm die Frau die Katze einfach mit. Der Mann ging vor Gericht, und die Katzenliebhaberin wurde erstinstanzlich wegen Diebstahls zu einer Busse von 2000 Franken verurteilt. Das Waadtländer Kantonsgericht hob das Urteil auf.

Eigentum nicht ersessen

Der Pflegevater zog deshalb vors Bundesgericht. Dieses wies die Sache im Februar an die Vorinstanz zurück. Das Kantonsgericht musste prüfen, ob der Mann das Eigentum an der Katze allenfalls ersessen hat.

Das Kantonsgericht verneinte diese Frage. Und das Bundesgericht stützt in einem am Mittwoch publizierten Entscheid diese Sichtweise. Das Tier sei dem Mann nur zur vorübergehenden Pflege übergeben worden. Daraus könne kein Eigentum abgeleitet werden. (whr/sda)

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10Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Alexander König 08.11.2018 11:30
    Highlight Highlight Beide Personem gehören der Katze.
    5 0 Melden
  • Butschina 08.11.2018 09:07
    Highlight Highlight Natürlich ist das Verhalten der Besitzerin falsch. Rechtlich stimmt das Urteil aber leider. Der Pfleger hätte nach dem Nichtabholen druck ausüben müssen mittels Telefon und Brief. Wäre die Katze nicht abgeholt worden hätte er ein Einschreiben schicken können und auf den mündlichen Vertrag über 5 Wochen hinzuweisen. Darin hätte ich Verpflegungskosten gefordert und den Vorschlag zur Übernahme der Katze gemacht. Falls keine Reaktion kommt folgt ein zweites Einschreiben mit dem Vermerk, dass die Katze nach Nichtabholung innert 7 Tagen als Eigentum angesehen wird. Ev hätte er so eine Chance
    2 0 Melden
  • cassio77 08.11.2018 01:18
    Highlight Highlight Viel interessanter ist nun die Frage der Entschädigung. Wenn die Katze als Eigentum ja nicht an den Kollegen übergegangen ist, dürfte dieser Kollege ja nun Betreuungskosten geltend machen, zumindest für diese 8 bis 9 Monate.
    6 0 Melden
  • Urs-77 07.11.2018 15:16
    Highlight Highlight Eine Katze gehört doch immer nur sich selber!
    17 0 Melden
  • der_senf_istda 07.11.2018 15:11
    Highlight Highlight Und die Katze, hat den keiner die Katze gefragt ?
    43 3 Melden
  • Faktensindböse 07.11.2018 15:07
    Highlight Highlight Asozial sein wird belohnt. Toll.
    20 1 Melden
  • Brezel Hugger 07.11.2018 14:33
    Highlight Highlight Die Katze hat wie immer niemand gefragt.
    Ich bin sicher, diese kann auf Menschinnen wie ihre "Erstbesitzerin" verzichten.
    Und das Bundesgericht geht wie immer den Weg des geringsten Widerstandes.
    Nachvollziehbar ist das Urteil überhaupt nicht.
    18 4 Melden
    • Kalsarikännit 07.11.2018 17:04
      Highlight Highlight Ich musste doch tatsächlich im Duden nachschlagen, da ich das Wort Menschin noch nie gehört/gelesen habe. Haben wir wieder was gelernt, danke.
      2 0 Melden
  • River 07.11.2018 14:32
    Highlight Highlight Die geht ihre Katze einfach 10 Monete nicht holen..
    23 0 Melden
  • HeroOfGallifrey 07.11.2018 14:27
    Highlight Highlight So Leute dürften keine Haustiere haben... Vergisst einfach ihre Katze wieder abzuholen. Hoffe die Person hat keine Kinder, wenn doch, hat sie die sicher auch schon irgendwo stehengelassen...
    28 0 Melden

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