Schweiz
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Trotz eingestelltem Verfahren: Fifa-Chefermittler muss per sofort gehen



Olivier Thormann ermittelte gegen die Fifa, bis er selber verdächtigt wurde. Eine Untersuchung wäscht ihn nun rein. Trotzdem kann er nicht an seinen Arbeitsplatz zurückkehren. Dies sagte eine Sprecherin der Bundesanwaltschaft auf Anfrage der Redaktion CH Media.

ARCHIV -- ZUR EINSTELLUNG DES STRAFVERFAHRENS GEGEN OLIVIER THORMANN, LEITNDER STAATSANWALT DES BUNDES, STELLEN WIR IHNEN FOLGENDES BILDMATERIAL ZUR VERFUEGUNG -- Olivier Thormann, juge d'instruction fribourgeois parle lors d'une conference de presse suite au deces par le tir d'un policier vaudois, le 18 avril dernier sur l'autoroute A1 dans le tunnel de Sevaz, d'un presume voleur de voiture ce mardi 20 avril 2010 au centre d'intervention de la gendarmerie, CIG, a Granges-Paccot dans le canton de Fribourg. (KEYSTONE/Jean-Christophe Bott)

Die Vorwürfe gegen Olivier Thormann wurden entkräftet. Bild: KEYSTONE

«Bundesanwalt Michael Lauber und Olivier Thormann sind gemeinsam übereingekommen, das Arbeitsverhältnis aufzulösen. Dieser Schritt erfolgt nach einem bilateralen Gespräch und einer eingehenden Lagebeurteilung», schreibt die Sprecherin in einer E-Mail.

Strafverfahren eingestellt

Das Strafverfahren gegen den Chefermittler für Wirtschaftsdelikte bei der Bundesanwaltschaft ist eingestellt worden. Entsprechende Ermittlungen hätten einen Anfangsverdacht entkräftet, teilte der ausserordentliche Staatsanwalt des Bundes am Freitag mit.

Vor einer Woche war bekannt geworden, dass Olivier Thormann, leitender Staatsanwalt und Abteilungsleiter Wirtschaftskriminalität bei der Bundesanwaltschaft, vom Amt suspendiert worden war.

Mit den entsprechenden Ermittlungen und Untersuchungen ist der ehemalige Zürcher Staatsanwalt Ulrich Weder als ausserordentlicher Staatsanwalt betraut worden. Dieser teilte nun mit, dass der Anfangsverdacht in der Untersuchung entkräftet worden sei. Deshalb werde das Strafverfahren gegen Olivier Thormann vollumfänglich eingestellt, heisst es in der Mitteilung.

Gegenstand der Abklärungen waren verschiedene Tatbestände: Amtsgeheimnisverletzung, Begünstigung, Vorteilsannahme und der Verdacht, Thormann habe sich bestechen lassen, schreibt Weder weiter.

Da Weder lediglich für den strafrechtlichen Aspekt dieser Untersuchung verantwortlich war, äussert er sich nicht darüber, ob Thormann künftig wieder in seiner alten Funktion arbeiten werde, wie er auf Anfrage von Keystone-SDA sagte.

Thormann verantwortete bei der Bundesanwaltschaft als Abteilungsleiter Wirtschaftskriminalität grosse Schweizer Strafverfahren von internationalem Ausmass. Dazu zählten etwa die Korruptionsfälle um den malaysischen Staatsfonds 1MDB, den brasilianischen Energiekonzern Petrobras sowie Ermittlungen gegen den Weltfussballverband Fifa. (sda)

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3Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • walsi 16.11.2018 14:40
    Highlight Highlight Wenn er unschuldig ist, warum wird er dann entlassen? Das hat doch ein Geschmäckle.
    • Hierundjetzt 16.11.2018 15:07
      Highlight Highlight er ist im strafrechtlichen Bereich unschuldig. Das er aber wohl sonst nicht alles soooo genau genommen hat, führt wohl zur Kündigung.

      Peinlich ist es so oder so. Einmal mehr schlampt die BA
    • Töfflifahrer 16.11.2018 16:16
      Highlight Highlight Wissen tun wir gar nichts. Es kann ja auch sein, dass man nicht weiter unter diesem Chef arbeiten will. Dessen Ruf ist ja auch etwas angekratzt.

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