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Klima

Felssturz in Brienz im Livestream: Die aktuelle Lage vor Ort

Nur noch Stunden bis Tage bis zum Felssturz in Brienz – der Berg im Livestream

24.11.2025, 17:0225.11.2025, 08:50

Am Montag haben sich oberhalb des Bündner Bergdorfs Brienz mehrere kleine Felsstürze ereignet. Inzwischen bildete sich eine Rinne, aus der vermehrt Gestein abgeht. In den nächsten Stunden bis Tagen erwarten die Geologen den Abbruch des darüber liegenden Plateaus.

Christian Gartmann, Kommunikationsverantwortlicher der zuständigen Gemeinde Albula, sagt auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA:

«Wir gehen von Stunden bis Tagen aus, nicht mehr von Tagen bis Wochen, bis das östliche Plateau abgeht»
Christian Gartmann

Die Felsstürze vom Montag seien noch klein gewesen, für das Dorf bestand keine Gefahr. «Vor einem grossen Abbruch erwarten wir eine Häufung von Felsstürzen», erklärte Gartmann weiter. Danach könnte sich ein Felsabbruch mit einem Volumen von bis zu 300'000 Kubikmetern ereignen. Das entspricht einem Volumen von etwa 300 Einfamilienhäusern.

Die Abbrüche in Brienz vom Wochenende:

Video: extern/brk news

Die grösste Gefahr für das Dorf besteht darin, dass diese Gesteinsmassen auf die darunterliegende Schutthalde fallen können. Zusammen mit dem Gestein dort könnte sich insgesamt eine Million Kubikmeter Schutt in Richtung Brienz in Bewegung setzen – entweder als sogenannter Schuttstrom oder gar als Steinlawine.

«Ich schaue mit gemischten Gefühlen auf die Situation», erklärte die Vorsteherin des Departements für Infrastruktur, Energie und Mobilität, Carmelia Maissen (Mitte) am Montag im Gespräch mit Keystone-SDA. Einerseits bestehe die Hoffnung, dass nach einem Fels- oder Bergsturz mehr Klarheit über die künftige Entwicklung am Berg bestehe und so die Brienzer und Brienzerinnen, die bereits seit über einem Jahr evakuiert sind, verlässlichere Perspektiven hätten.

Andererseits bestehe auch die Möglichkeit, dass danach immer noch vieles unklar bleibe. «Es bleibt uns nichts anderes übrig, als den Takt der Natur zu respektieren», sagte die Regierungsrätin. (leo/sda)

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21 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Jurasalz
24.11.2025 14:23registriert Oktober 2021
Auch Interessant finde ich wie der Heimatschutz nun schauen muss wie Leere Gebäude die unter ihrem Schutz stehen zu erhalten sind :)
Fenster und Türen zu Mauern damit die Gebäude nicht mehr benutz werden können ist so eine Idee.
Hauptsache das Dorfbild stimmt :)
Millionen verlochen um ein zum Tode geweihtes Dorf zu erhalten und Gebäude zu Schützen damit sie von weitem
aussehen wie ein Altes Schweizer Dorf finde ich irgendwie Grenzwärtig. Aber für solche Spässe haben der Bund , die Kantone und Gemeinde wohl immer noch genug Geld.
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Marc67
24.11.2025 15:17registriert September 2024
Dann lieber aufgeben und den bewohnern einen neustart ermöglichen
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