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Klima

Klimademo bringt in der Schweiz 50'000 Teilnehmer auf die Strasse

Klimademo Bern, 6.4.2019
Demonstrationszug in Bern. Bild: watson

Klimademo bringt in der Schweiz 50'000 Menschen auf die Strasse

06.04.2019, 17:4607.04.2019, 02:20

In mehreren Schweizer Städten sind am Samstag erneut zehntausende Menschen für den Klimaschutz auf die Strasse gegangen. In zwanzig Städten hatte die Klimastreik-Bewegung zu den Kundgebungen aufgerufen.

In Aarau, Biel und Thun zogen bereits am Morgen zwischen 200 und 350 Leute durch die Stadt. Die Klimademonstration in Bern begann am frühen Nachmittag auf dem Helvetiaplatz. Mehr als 8000 Personen schlossen sich dem Aufruf der Klimastreik-Bewegung an, wie diese am Nachmittag mitteilte. Andere Schätzungen gingen von 10'000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus.

Der Berner Demonstrationszug bewegte sich über die Kirchenfeldbrücke, Kornhausbrücke, Viktoriastrasse, den Aargauerstalden und durch die untere Altstadt via Zytglogge zurück zum Helvetiaplatz.

10'000 Teilnehmer an Berner Klima-Demo

Video: watson/nico franzoni

Einen Grossaufmarsch mit über 15'000 Menschen gab es laut den Organisatoren in Zürich, und auch in Lausanne beteiligten sich demnach etwa 9000, in Genf rund 3000. In Winterthur strömten etwa 4000 und in Basel mindestens 3000 Personen an die Kundgebung. In Luzern nahmen nach Schätzungen der Organisatoren rund 2000 Personen am Demonstrationszug teil. In St.Gallen versammelten sich rund 1500 Personen in der Marktgasse.

Klimastreik

Die Stadt Sitten bewilligte die Klimademonstration nicht. Der Genehmigungsantrag traf gemäss den Behörden nicht rechtzeitig und nicht in der erforderlichen Form ein.

Auch ältere Generation gefordert

Damit auch Berufstätige teilnehmen konnten, fand die Demo an einem Samstag statt.

Am letzten Grossanlass vom 15. März hatten sich zehntausende Menschen im ganzen Land beteiligt. In den Wochen seit dem Beginn der Klimastreikbewegung haben die Städte Basel, Olten und Delsberg den Klimanotstand ausgerufen. Hinzu kommt der Kanton Waadt als Ganzes.

Meh Lauch statt Rauch - Klimademo in Zürich
Demo in Zürich.Bild: watson

Damit anerkennen diese Gemeinwesen den Klimawandel als von Menschen gemacht und verpflichten sich, die globale Erwärmung auf 1.5 Grad im Vergleich zum vorindustriellen Zustand zu begrenzen.

Klima

Ambitioniert, aber machbar

Die Forderungen der Klimastreikbewegung sind der nationale Klimanotstand, keinen Treibhausgasausstoss im Inland mehr bis 2030 und Klimagerechtigkeit. Über 23'000 deutschsprachige Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler bezeichnen diese Forderungen als gerechtfertigt.

«Die Forderungen des Klimastreiks sind ambitioniert, aber nötig und umsetzbar», erklärte der Berner Gymnasiast Jan Burckhardt. «Es ist reine Willenssache, ob wir auf die Stimme der Wissenschaft hören.»

Die Klimastreikbewegung versteht sich als dezentrale Jugendbewegung mit basisdemokratischen Strukturen. Demnach fällt sie ihre Entscheide im Konsens und vermeidet Hierarchien. Sie ist nicht an eine Partei oder Organisation gebunden. (sda)

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