Schweiz
Leben

Zürich: Adoptierte erhalten bald mehr Geld für die Herkunftssuche

Zürcher Adoptierte erhalten bald mehr Geld für die Herkunftssuche

27.11.2025, 10:4127.11.2025, 10:41

Der Kanton Zürich will adoptierte Personen, die ihre leiblichen Eltern und deren Nachkommen suchen, künftig stärker unterstützen. Das Geld soll etwa für DNA-Tests, Reisen und private Suchdienste eingesetzt werden.

Hängeregister und Adoption Hängeregister und Adoption, 21.04.2023, Borkwalde, Brandenburg, An einem Hängeregister steht der Schriftzug Adoption. *** Hanging register and adoption Hanging register and  ...
Im Kanton Zürich wird die Herkunftssuche für Betroffene bereits unterstützt, jedoch noch nicht in diesem Umfang. Bild: imago

Die Suche nach den eigenen Wurzeln oder nach einer adoptieren Person kann teuer werden. Diese Kosten müssen von den Betroffenen aktuell selber bezahlt werden. Nun will der Regierungsrat das Kinder- und Jugendhilfegesetz (KJGH) anpassen, damit die Leistungen kostenfrei erbracht werden können, wie er am Donnerstag mitteilte.

Mit der Gesetzesänderung, über die als nächstes der Kantonsrat entscheidet, will die Regierung allen Betroffenen «den gleichberechtigten Zugang zu Unterstützung und Beratung» ermöglichen. Gleichzeitig setzt die Regierung damit eine Forderung von SP, GLP, EVP, Grüne und AL um.

400'000 Franken pro Jahr

Verläuft eine Herkunftssuche erfolglos, soll die adoptierte Person eine Pauschale für weitere Suchbemühungen erhalten. Damit können etwa Kosten für DNA-Tests, private Suchdienste oder Reisen gedeckt werden. Vorgesehen sind 2000 Franken für Suchen innerhalb der Schweiz und 4000 Franken für Suchen mit Bezug zum Ausland.

Diese Neuerung wird den Kanton pro Jahr etwas mehr als 400'000 Franken kosten. In den ersten Jahren nach der voraussichtlichen Inkraftsetzung im Jahr 2027 rechnet der Kanton mit einer höheren Anzahl an Gesuchen und somit auch mit höheren Kosten.

Betroffene mit Wohnsitz im Kanton Zürich erhalten bei der Herkunftssuche und der Suche nach adoptieren Personen bereits heute Beratung und Unterstützung vom Kanton, allerdings nicht in diesem Umfang. (sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Kassensturz Elektro-Zahnbürsten
1 / 6
Kassensturz Elektro-Zahnbürsten

Drei Elektro-Zahnbürsten wurden als ungenügend eingestuft.

Auf Facebook teilenAuf X teilen
Thomas Gottschalk – Das Worst-Of
Video: watson
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
3 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
3
Gericht befindet Kay Voser wegen Drohungen für schuldig – er bleibt aber straffrei
Das Bezirksgericht Bülach ZH hat am Mittwoch für den Ex-Fussballer Kay Voser eine ambulante Massnahme ausgesprochen. Der 39-Jährige befindet sich schon länger in Therapie und bedauert Videos, die er in schlechtem psychischen Zustand machte.
Der Ex-Fussballer und TV-Experte stand wegen wirren Instagram-Videos aus dem Jahr 2024 vor dem Bezirksgericht Bülach. In englischer Sprache stiess er Drohungen aus. Er habe damals viele Reaktionen erhalten. «Viele wollten mir helfen oder machten sich Sorgen um mich», sagte er bei seiner Befragung.
Zur Story