Schweiz
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Asylbewerber sitzen am Mittwoch, 23. Juli 2014, im Hof des Empfangs- und Verfahrenszentrums Chiasso. Die Fluechtlinge, hauptsaechlich aus Afrika, hoffen im Empfangs- und Verfahrenszentrum fuer Asylbewerber Aufnahme zu finden. (KEYSTONE/Ti-Press/Carlo Reguzzi) *** NO SALES, NO ARCHIVES ***

Seit einer Gesetzesänderung erhalten vorläufig Aufgenommene deutlich weniger Geld aus zuvor. (Symbolbild) Bild: TI-PRESS

Wenn die Asylfürsorge zum Leben kaum reicht



Seit dem 1. Juli erhalten vorläufig aufgenommene Personen im Kanton Zürich keine Sozialhilfe mehr – sondern nur noch Asylfürsorge. Das hat das Zürcher Stimmvolk letzten September beschlossen. Heute erscheint ein Bericht der Monitoring- und Anlaufstelle für vorläufig aufgenommene Personen (Map-F), der offenbart, wie schwierig das Leben für die Betroffenen geworden ist. Der Tages-Anzeiger zitiert bereits vorab aus dem Bericht.

Daraus geht hervor, dass die finanzielle Unterstützung je nach Gemeinde stark variiert. Vielerorts muss eine vierköpfige Familie mit monatlich rund 1400 Franken auskommen – eine Einzelperson sogar mit weniger als 700. Im Vergleich dazu: Sozialhilfebezüger erhalten 50 Prozent mehr. 

Leben am Existenzminimum

Seit der Gesetzesänderung macht sich Verzweiflung unter den Betroffenen breit. «Wir hören in Beratungsgesprächen immer wieder, dass die Menschen kaum mehr wissen, wie sie durchkommen sollen», zitiert der Tages-Anzeiger Moritz Wyder, Geschäftsleiter von Map-F. Das bestätigt auch der Leiter von Sozialwerke Pfarrer Sieber. «Diese Menschen sind in einer existenziellen Not.»

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Was fehlt, sind gesetzlich festgelegte Vorgaben. Sogar der Grundbedarf ist von Dorf zu Dorf unterschiedlich hoch angesetzt – und dies, obschon die Sozialkonferenz des Kanton Zürich unverbindliche Richtlinien erlassen hat. Daran hält sich aber kaum eine Gemeinde. Sie stellen eigene Regeln auf.

«Integration nur bei vorhandener Motivation»

Die Gesetzesänderung wirkt sich auch auf die Wohnkosten aus. Nur noch jede dritte Gemeinde erlaubt für vorläufig aufgenommene Personen gleich hohe Mieten wie für Sozialhilfeempfänger. In den übrigen Ortschaften werden im Schnitt nur noch 300 bis maximal 350 Franken pro Kopf bewilligt. 

Man befürchte, dass Betroffene sich nur noch in  Wohngemeinschaften einmieten können. Bis jetzt sei dies aber noch nicht eingetroffen, obschon ein paar Fälle bekannt sind. Gegenüber dem Tages-Anzeiger gibt Wyder zu bedenken: «Viele Menschen haben erst per Anfang Juli die Aufforderung erhalten, sich eine günstigere Unterkunft zu suchen. Da ist vieles noch völlig offen.»

Auch für Integrationsangebote und Zusatzleistungen gibt es bei der Asylvorsorge, im Gegensatz zur Sozialhilfe, keine klaren Regelungen. Auch wenn die Gemeinden gesetzlich dazu verpflichtet sind, werden gemäss dem Bericht Leistungen im grossen Stil gekürzt. In der Gemeinde Bubikon wird «Integration nur noch bei vorhandener Motivation geleistet».

Es bleibt, wie es ist

Die Folgen der Gesetzesänderung sind für die Betroffenen fatal. Das illustriert der «Tages-Anzeiger» ein Beispiel eines 16-Jährigen, der in der Schweiz geboren und aufgewachsen ist und nun eine Lehre macht. Die Gemeinde zieht der Familie den gesamten Lehrlingslohn vom Grundbedarf ab. Zudem wurden die Mittagsverpflegung und die Transportkosten zum Lehrbetrieb gestrichen. 

Ändern wird sich an dieser Situation voraussichtlich nichts. Da es keine klare Regelung gibt, können die vorläufig Aufgenommenen auch keine Forderungen stellen. Hinzu kommt noch, dass Flüchtlingen der erste Wohnsitz zugeteilt wird und ein Umzug nicht gestattet ist, solange eine finanzielle Abhängigkeit besteht. Wer Pech hat, muss mit weniger auskommen als andere. 

In der Politik sieht man jedenfalls keinen Handlungsbedarf. «Der Gesamtregierungsrat hat bereits im Dezember 2016 festgehalten, dass er keinen Anlass hat, den Ermessensspielraum der Gemeinden mittels Richtlinien einzuschränken», zitiert der Tages-Anzeiger Urs Grob, Sprecher von Sicherheitsdirektor Mario Fehr (SP). (vom)

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76
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76Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • MilfLover 25.08.2018 14:25
    Highlight Highlight Dieser Beitrag wurde gelöscht. Bitte beachte die Kommentarregeln.
  • tengo 25.08.2018 13:24
    Highlight Highlight Zählen wir mal auf, was sie alles bekommen. 1. Ein Dach über den Kopf. 2. Geld für Trinken und Nahrung. 3. Ärztliche Versorgung. 4. Zahnbehandlung. 5. Jeden Tag Sackgeld.
    Naja, kein Wunder sind sie nicht zufrieden. Kein Auto, keine Ferienzulagen, müssen lange Sparen bis sie in ihr Land in die Ferien können. Nichts für Casino und Kino. Naja geht alles für Natel und Zigis und Alkohol drauf. Stimmen wir doch ab, ob sie mehr bekommen sollten.
  • PrincessCrazy 24.08.2018 17:16
    Highlight Highlight Solche Themen sind immer heikel, lösen viele Diskussionen aus und oft ist man sich nicht mal unter Freunden oder in der Familie einig. Ich denke dann halt einfach immer: Ich hatte das GLÜCK, in der Schweiz geboren worden zu sein. Ich habe nichts dafür getan. Jeder, der hier von "Schweiz verlassen" oder "Rücknahmeabkommen" redet... Vielleicht wärt ihr, wenn ihr in so einem Land geboren worden wärt, auch in die Schweiz gekommen? Der Unterschied ist; ihr hattet einfach das Glück, dass ihr schon hier geboren seid. Schlussendlich sind wir alle Menschen und könnten uns auch öfter so benehmen...
  • Narzyss 24.08.2018 00:29
    Highlight Highlight Bei Erwachsenen versteh ich das ja mit dem Lohn abziehen. Aber bei einem 16 Jährigen der hier geboren und aufgewachsen ist und eine Lehre macht. Da finde ich könnte man schon etwas kulanter sein. Der kann ja an der Situation gar nichts dafür und der arbeitet ja auch. Den Transport zur Arbeit und das essen müssen doch sichergestellt werden. Nicht das der Einstieg in die Berufswelt an dieser Hürde scheitern. Das wäre sehr kurzsichtig, schliesslich kostet das uns alle wesentlich mehr, wenn er auch weiterhin auf Staatskosten lebt.
    • Demo78 24.08.2018 21:29
      Highlight Highlight Absolut richtig👍
  • Evangelina 23.08.2018 16:18
    Highlight Highlight Ich als Schweizerin finde es beschämend welche Kommentare hier rausgelassen werden! Schämt euch alle!

    Diese Menschen haben ein Anrecht auf ein würdevolles Leben in einem der reichsten Länder der Erde! Insbesondere Kinder! Wenn ich lese, eine 4-köpfige Familie muss mit 1400 auskommen wird mir Schlecht!!

    Ich würde gerne sehen wie diese Menschen, die solche Gesetzte schaffen, mit ihrer Familie, in diesem Zustand leben würden!...
    • PrivatePyle 23.08.2018 19:30
      Highlight Highlight Falsch. Es gibt kein universelles "Recht" in einem reichen Staat zu leben und dabei noch die volle Sozialhilfe zu beziehen, ohne nie etwas eingezahlt zu haben. Ein Sozialstaat muss nachhaltig genutzt werden, sonst blutet er mittel bis langfristig aus. Das ist alles.
    • Pümpernüssler 25.08.2018 08:23
      Highlight Highlight Dann nimm doch einige bei dir Zuhause auf😉 Heisse Luft kann jeder rauslassen. Deine Aussage ist ohne Taten deinerseits einfach das klassische "Wasser predigen und Wein trinken".
  • Mietzekatze 23.08.2018 11:11
    Highlight Highlight Wow... solch kaltherzige Kommentare aus einem der reichsten Länder der Welt. :(
    • rodolofo 23.08.2018 16:44
      Highlight Highlight Offenbar ist die Schweiz ein sehr armes Land.
      Arm an Herzlichkeit und an menschlicher Wärme.
      Ich konnte diese Herzlichkeit und menschliche Wärme in einem armen "Drittweltland" erleben.
      Das hat mich beinahe umgehauen, so überwältigend war das!
      "Wir" sollten mit "Ihnen" "unseren" (materiellen) Reichtum teilen. Dann werden "sie" "ihren" (seelischen) Reichtum mit "uns" teilen!
      Alle wären glücklich!
      Alle hätten ein wunderbares und einmaliges Leben!
    • Roland Bach 25.08.2018 22:45
      Highlight Highlight Unseren Ausgesteuerten geht es da nicht viel besser. Bei denen reicht es auch kaum zum Leben.
      Warum soll es für die Asylanten Luxus geben? Die Kriegen ein Dach, Essen und medizinische Versorgung.
      Wenns denen nicht passt können sie ja gerne wieder zurück.
  • Froggr 23.08.2018 10:21
    Highlight Highlight Reicht zum leben „kaum“ aus.. Also reicht es (wenn auch knapp) aus? Danke, fall erledigt.
  • LifeIsAPitch 23.08.2018 09:43
    Highlight Highlight Fürs Leben reicht es kaum... aber fürs Smartphone und Überweisungen ins Heimatland schon. Aber ernsthaft: Vielleicht würde es helfen, wenn man endlich Rücknahmeabkommen forcieren und politischen Druck aufsetzen würde, damit reine Wirtschaftsflüchtlinge schneller zurückgeschafft werden. Dann bliebe auch mehr für echte, an Leib und Leben bedrohte Flüchtlinge übrig. Nicht nur für den Lebensunterhalt, sondern auch für eine verbesserte Integration, sprachlich, beruflich, kulturell.
    • dding (@ sahra) 23.08.2018 23:17
      Highlight Highlight Das lassen die Grünen und die SP niemals, NIEMALS zu!
    • karl_e 24.08.2018 12:09
      Highlight Highlight dding, du phantasierst in bester SVP-Manie. Die SP und die Grünen haben nichts zuzulassen, wegen der seit 170 Jahren soliden bürgerlichen Mehrheiten in diesem selben Land. Merkst du WIRKLICH nicht, was für einen Unsinn du behauptest?
    • dding (@ sahra) 24.08.2018 13:41
      Highlight Highlight Karle
      Leben Sie im Einhornland?
      Echt?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Frausowieso 23.08.2018 09:39
    Highlight Highlight Dass Löhne, auch Lehrlingslöhne, von den Sozialgeldern abgezogen werden, finde ich völlig legitim. Sozialgelder werden von der Allgemeinheit getragen und diese soll so wenig wie möglich belastet werden. Eigentlich sollte es sogar so sein, dass sie die Schulden bei der Allgemeinheit abbezahlen, sobald sie arbeiten.

    Flüchtlinge zahlen häufig noch ihre Schulden im Heimatland ab und schicken ihren Familien zusätzlich Geld. Die Kreditgeber machen unheimlich Druck auf sie und bedrohen die zurückgebliebenen Familienmitglieder. Schlussendlich finanziert Europa so die Schlepperbanden.
    • Garp 23.08.2018 10:16
      Highlight Highlight Die Schulden müssen auch abbezahlt werden, sobald man wirtschaftlich dazu in der Lage ist. Die Schulden bleiben ein Leben lang bestehen.
    • Natürlich 23.08.2018 10:19
      Highlight Highlight Nein finde ich überhaupt nicht legitim.
      Was kann der Sohn dafür dass seine Eltern nicht arbeiten wollen/können?
      So schafft man komplett falsche Anreize, Jugendliche driften in Kriminalität und Drogenhandel ab und es entsehen Paralellgesellschaften.
      Entweder nimmt man die Leute auf und behandelt sie fair oder aber man ist so ehrlich und schliesst die Grenzen und lässt sie garnicht erst rein.
      Alles andere ist Heuchelei.
      Sozialhilfe zurückbezahlen ist ebenfalls der falsche Weg. Klar wenn man plötzlich 10‘000 oder mehr verdient sicher.
      Aber ansonsten besteht kein Ansporn vom soz wegzukommen
    • Natürlich 23.08.2018 10:20
      Highlight Highlight Und zu deiner Behauptung Flüchtlinge würden Geld in die Heimat schicken bzw Schulden abzahlen hätte ich gerne Quellen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Natürlich 23.08.2018 09:34
    Highlight Highlight Ich kann mir nicht erklären wie man nach über 16 Jahren immernoch als „vorläufig augenommen“ status haben kann.
    Da müsste man doch bei erfolgreicher Integration längst eingebürgert werden oder andernfalls ausgeschafft, oder verstehe ich das falsch?
    Was „chüechlen“ die Leute, die für solche Fälle zuständig sind?
    Unhaltbare Zustände, sorry.
    Anstatt das man diese Leute in den Arbeitsmarkt integriert bez sie seit 16 Jahren sozialhilfe? Wtf?!
    Der Lehrlingslohn wird komplett vom soz abgezogen? Wo bleibt da die Motivation zu arbeiten?
    Transportkosten und Verpflegung gestrichen? Säg mol schlifts?!
    • Froggr 23.08.2018 10:24
      Highlight Highlight Ein Flüchtling darf nie eingebürgert werden. Bei besserung im Heimatsland müssen sie zurückgeschafft werden. Sonst wäre das ganze Flüchtlingswesen komplett nutzlos. Moment, das ists ja sowieso, mein Fehler..
    • Natürlich 23.08.2018 11:41
      Highlight Highlight „Ein Flüchtling darf nie eingebürgert werden“
      Hää??
      Das stimmt doch so nicht?!
      Es wurdendoch bereits tausende von Italiener, Tamilen, Albanern und Serben eingebürgert.
      Die waren ja auch mal Flüchtlinge, check es nicht sorry
      Bitte um Aufklärung
    • Froggr 23.08.2018 12:51
      Highlight Highlight Das heisst ja nicht, dass es richtig war?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Medea 23.08.2018 09:27
    Highlight Highlight Mich erschrecken diese überheblichen, abgehobenen und arroganten Kommentare. "Sollen sie doch arbeiten" oder "sollen sie doch nach Hause gehen".

    Es wird hier darüber berichtet, dass es schwierig ist mit so wenig Geld zu leben. Kein(e) Betroffen(e) hat mehr Geld eingefordert oder stellt Bedingungen.

    • Froggr 23.08.2018 10:25
      Highlight Highlight Da wäre ich mir nicht sicher. Quellen?
    • rodolofo 23.08.2018 16:37
      Highlight Highlight @ Medea
      Weisst Du, wieviel ein einziger Schuss Panzer-Munition kostet?
      Davon verböllern unsere Militärs tausende, und hinterher sind die Böden im Zielhang mit Schwermetallen verseucht.
      Und wieviel kostet ein Panzer?
      Die Schweizer Armee hat so viele Panzer, dass sie Einige verloren hat...
      Und dann werden den Asylanten die wenigen Fränkli gekürzt, welche die stinkreiche Schweiz bereit ist, als Taggeld zu zahlen, während auf Schweizer Banken Milliarden von Dollars lagern, von den Diktatoren der Länder, aus denen die Asylanten kommen.
      Es ist einfach nur "ggschämig"!
  • Shabina 23.08.2018 08:33
    Highlight Highlight - Wieviel Sozialhilfe erhalten vorläufig aufgenommene in Ihren Heimatländern?
    - Wenn man an Leib und Leben verfolgt wird, ist man doch froh, wenn man in Sicherheit ist und der Grundbedarf gedeckt wird.
    - einem geschenkten Gaul schaut man nicht ins Maul

    Ich und mein Mann arbeiten (120%), haben 3 Kinder und würden uns glücklich schätzen wenn wir 1400.– Franken für den Grundbedarf zur verfügung hätten.
    • critico 23.08.2018 09:25
      Highlight Highlight so gehts leider vielen schweizer steuerzahlern, ich hab da selbst auch erfahrung
    • Hierundjetzt 23.08.2018 09:28
      Highlight Highlight Ihr verdient also beide bei 120% (?) 1400.- brutto im Monat? 🤔

      Warum glaub ich Dir das nicht?

      Kann es sein, dass Du einfach ein wenig Stimmung machen möchtest?
    • Shabina 23.08.2018 10:20
      Highlight Highlight Hierundjetzt:
      Du kannst nicht rechnen!
      Die 1400.– sind für den Grundbedarf!
      (4-k-familie, wir sind 5-k) Dazu kommen aber noch weitere Kosten, die vom Sozialamt bezahlt werden:

      Rechnung:
      6500.– Brutto
      minus
      2000.- Wonung (inkl NK)
      1400.– Krankenkasse
      100.– Zahnarzt
      450.– Spielgruppe
      40.– Hausratvers.
      200.– ausw. Verpflegung

      Bleibt:
      2310.–
      Mit diesem Betrag wird der Grundbedarf finanziert.

      Gemäss SKOS ist der Beitrag an eine 5-köpfigen Familie 2386.-

    Weitere Antworten anzeigen
  • rodolofo 23.08.2018 07:57
    Highlight Highlight Ich ernte zur Zeit besonders viele Zwetschgen.
    Einen Teil habe ich verkauft, an eine Gemüse-Abo-Organisation und an Nachbarn.
    Einen Teil habe ich selber verwertet und eingemacht.
    Und gestern habe ich damit begonnen, den Caritas-Laden an unserem Wohnort gratis zu beliefern.
    Die Leute dort freuten sich sehr über so schöne reife Zwetschgen in Bio-Hochstamm-Qualität!
    Wenn wir Alle einander helfen, jedeR nach seinen Möglichkeiten und Kräften, dann können wir der zunehmenden sozialen Kälte in unserem Land ein Schnippchen schlagen!
    Denn schliesslich haben wir ja eine Klima-ERWÄRMUNG zu feiern! http:// zu feiern!
    • Medea 23.08.2018 09:21
      Highlight Highlight Das finde ich super!
  • Zwerg Zwack 23.08.2018 07:49
    Highlight Highlight Seit 16 Jahren hier und immer noch nur vorläufig aufgenommen? Wer hat hier etwas verbockt? Die Gemeinde, die Familie, der Staat, das Gesetz, die Richter oder watson in der Berichterstattung? 🤔
    • Medea 23.08.2018 09:21
      Highlight Highlight Ist leider nicht unüblich ....
    • Hierundjetzt 23.08.2018 09:44
      Highlight Highlight Es gibt in Staaten, die Ihre Bürger nicht zurücknehmen, wenn diese nicht freiwillig wollen, dann gibt es leider Bürgerkriege die seit 20 Jahren laufen. Aber es ist schon korrekt, dass diese Menschen keine Flüchtlinge sind und einen rechtskräftigen Ausreiseentscheid haben (der hingegen nicht vollzogen werde kann, siehe oben)
  • Zauggovia 23.08.2018 06:28
    Highlight Highlight Ja, in einer WG leben zu müssen, hört sich wirklich unmenschlich an.
    Gruss aus einer WG.
    • borael 23.08.2018 07:35
      Highlight Highlight Hast du dir deine Mitbewohner und die Wohnung selber ausgesucht? Hast du ein Einzelzimmer? Oder wurdest du willkürlich mit 6-9 Anderen in eine kleine Wohnung eingeteilt? 2 bis 3 Personen in einem Schlafzimmer? Besuch mal so eine WG, du wirst sicher mit offenen Armen empfangen und bekocht, aber erschrick nicht zu sehr.
    • Medea 23.08.2018 09:14
      Highlight Highlight Würdet ihr in eurer WG ein Zimmer an einen VA vermieten? Die meisten eben nicht und somit stellt sich die Frage gar nicht.
    • Bene86 23.08.2018 09:26
      Highlight Highlight Du meine Güte, du Armer, wie ist's denn bloss dazugekommen?!

      Schick mir doch einmal deine Kontonummer, ich würde dir gerne etwas spenden!
    Weitere Antworten anzeigen
  • walsi 23.08.2018 06:24
    Highlight Highlight Wie kann es sein, dass eine Familie 16 Jahre in der Schweiz lebt und immer noch als Flüchtling, oder vorläufig aufgenommen gilt. Da läuft einiges falsch. Entweder beim zurück schicken der Flüchtlinge oder im Aufnahme verfahren. Zu dem wäre spannend zu erfahren, aus welchem Land die Eltern dieses Lehrlings kommen. In welchem Land herrschten in den letzten 16 Jahre (wohl eher mehr) solche chaotische politische Zustände, dass es nicht zumutbar ist diese Leute wider dort hin zurück zu schicken?
    • marcog 23.08.2018 08:21
      Highlight Highlight So in ziemlich jedem Land, welches keine funktionirende Demokratie hat. Wenn man es sich gegen einen Diktator auflehnt, so ist es gut möglich, dass man für mehr als 16 Jahre nicht mehr in sein Land zurückkehren kann.
    • Medea 23.08.2018 09:19
      Highlight Highlight Wahrscheinlich waren sie zuerst jahrelang im Asylverfahren bzw. hatten einen N Ausweis. Zurück ins Nichts ohne gar nichts? Wenn es jetzt Irak wäre, was würdest du der Familie sagen? Oder wenn es jetzt Tibet (China) wäre, was wäre dann? Solange die Eltern wirtschaftliche Unterstützung erhält, ist eine Statusverbesserung meist ausgeschlossen. Deshalb setzen viele Familien auf ihre Kinder und fördern sie, damit diese mal die Chance haben unabhängig zu werden.
    • Aglaya 23.08.2018 09:40
      Highlight Highlight Marcog, wer sich gegen einen Diktator auflehnt, wird dadurch im Heimatland verfolgt, hat einen Asylgrund und erhält eine Aufenthaltsbewilligung B. Vorläufig aufgenommen wird nur, wer zwar nicht zurück kann, aber NICHT persönlich verfolgt wird (z.B. wenn im Heimatland Krieg herrscht).
    Weitere Antworten anzeigen
  • Watson - die Weltwoche der SP 23.08.2018 06:23
    Highlight Highlight Man sollte nicht vergessen, dass diese Menschen das Recht haben, die Schweiz jederzeit wieder zu verlassen. Vorläufig aufgenommene Ausländerinnen und Ausländer (Ausweis F) sind keine Flüchtlinge.
    • borael 23.08.2018 07:39
      Highlight Highlight Das Recht ja, aber die Möglichkeit?
      Ins eigene Land zurück geht in vielen Fällen nicht, sonst wären sie ja nicht vorläufig aufgenommen.
      Und in ein anderes europäisches Land geht auch nicht (Dublin). Für weitere Reisen fehlt das Geld.
      Zudem fühlen sich die Meisten wohl hier und integrieren sich, obwohl das mit so wenig Geld sehr schwierig ist. Die Hürden um mit F eine Arbeit zu finden sind leider sehr hoch.
  • PrivatePyle 23.08.2018 06:10
    Highlight Highlight Die Gesetzesänderung ist im Kt Zürich ist begrüssenswert. Das fand auch die klare Mehrheit der Stimmberechtigten. Könnte durchaus auch noch erwähnt werden im Artikel^^.
    Die volle Sozialhilfe sollten nur diejenigen erhalten, die mind. über einen mittellangen Zeitraum hier Steuern bezahlten oder den Schweizer Pass haben. Die Schweiz ist nicht das Sozialamt der Welt. Ausserdem dürfen (sollten) vorläufig Aufgenommen arbeiten. Und dass nur bei Motivierten Integrationsarbeit geleistet werden sollte, macht auch Sinn. Hier jetzt also auf die Tränendrüse drücken zu müssen ist ziemlich vermessen.
    • borael 23.08.2018 07:42
      Highlight Highlight Viele vorläufig Aufgenommene möchten arbeiten und sind motiviert. Leider scheuen sich viele Arbeitgeber davor, Leute mit F-Status überhaupt einzustellen. Es ist aufwändiger, Papierkrieg und man kann nicht sicher sein, dass der Angestellte nicht doch plötzlich gehen muss.
    • D. Saat 23.08.2018 08:57
      Highlight Highlight In der Praxis ist es so, dass viele auch arbeiten wollen, dass es jedoch wenig Stellen gibt, da viele KMU den leider erheblichen administrativen Aufwand für die Arbeitsbewilligung scheuen.
    • Yummy 23.08.2018 09:36
      Highlight Highlight Also ich hab mit solchen Leuten gearbeitet. Nur wenige Wochen, aber ich habs selbst miterlebt. Und von motiviert kann man nicht sprechen. Wenn zum Deutschunterricht von 20 nur 3 erscheinen. Oder wenn nichtmal die einzige Aufgabe, ihre Unterkunft putzen ab 07.30Uhr, einigermassen recht erledigt wird. Jeden Tag mussten sie geweckt werden. Handy zum Telefonieren ja, Wecker stellen scheint schon zu viel verlangt sein.
      Und die soll mein Arbeitgeber einstellen? Niemals, so einer wird nie in der Firma arbeiten. Den Glücksgriff, den einen motivierten unter hunderten zu finden... besser Lotto spielen
    Weitere Antworten anzeigen
  • Wilhelm Dingo 23.08.2018 06:01
    Highlight Highlight Arbeiten!
    • Yolo 23.08.2018 07:36
      Highlight Highlight Da liegen ja auch bürokratische Steine im Weg. Kaum ein Arbeitgeber ist bereit dies auf sich zu nehmen. Ein Hoffnungsschimmer ist, dass die Hürden per mächstes Jahr abgebaut werden sollen, habe ich gelesen.
    • borael 23.08.2018 07:43
      Highlight Highlight Gute Idee, wieviele stellen Sie ein?
    • Zwerg Zwack 23.08.2018 07:46
      Highlight Highlight Ja, wenn sie denn dürften!
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Zehn Tage Sommerferien in der Schweiz – hier kommt der fixfertige Urlaubsplan Vol. 2

Ferien im Ausland werden immer unrealistischer. Deshalb freunden wir uns immer mehr mit Sommerferien in der Schweiz an. Blausee und Alpsteig sind passé – jetzt ist es Zeit für neue Orte. Auf geht's!

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