Schweiz
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Bild: shutterstock

Liebe Allergiker, ihr müsst jetzt stark sein: Die Pollensaison hat bereits begonnen

Rekordverdächtiger Winter in den Bergen, rekordverdächtig hohe Temperaturen in den Städten. Im Flachland war der Januar seit Messbeginn noch nie so warm wie dieses Jahr. Insbesondere für die Allergiker ist das keine gute Nachricht.

26.01.18, 09:35 29.01.18, 10:39


Da liest man die Nachrichten von eingeschneiten Touristen in den Bergen, von heftigen Schneefällen, dem Lawinenwinter, der uns offenbar noch bevorsteht und dann das: Hatschi! 

Pollen? Jetzt? Ja! Denn im Flachland ist es aussergewöhnlich warm für diese Jahreszeit. Für die Westschweiz und das Wallis zeichnet sich sogar ein massiver Januarrekord ab, heisst es auf der Homepage von Meteo Schweiz

Rekordjanuar in Genf:

bild: Meteo schweiz 

Die Ursache der extremen Januarwärme im Flachland liegt in den anhaltenden kräftigen Strömungslagen aus West- und Südwest. Die fast ununterbrochene Zufuhr von milder Atlantikluft trieb die Monatsmitteltemperatur stark in die Höhe. Und mit den steigenden Temperaturen beginnt auch das Treiben der Blüten. 

Es sind die Haselpollen, welche die Allergiker in den letzten Tagen in der Nase gekitzelt, im Hals gekratzt und Tränen in die Augen getrieben haben. Normalerweise beginnt die Blütesaison der Haselsträuche erst Anfang bis Mitte Februar. Doch die Pflanzen haben von der Sonne und den milden Temperaturen profitiert, schreibt Meteo Schweiz auf ihrer Homepage.

Klimatologin Regula Gehrig bestätigt: «Die Haselpollen sind dieses Jahr früher dran, als sonst.» Ein Blick auf die Pollenprognose von aha! Allergiezentrum Schweiz zeigt: Während sich im Januar vor einem Jahr bei den Haselpollen noch gar nichts tat, sind die Werte der verschiedenen Messstationen jetzt erhöht oder sogar stark. 

Haselpollen-Wert im Januar 2017:

Gelb bedeutet eine schwache Vorkommnis von Haselpollen. bild: aha!

Haselpollen-Wert im Januar 2018:

Gelb bedeutet eine schwache, orange eine mässige und rot eine starke Vorkommnis von Haselpollen. bild: aha!

Dass der Haselstrauch immer früher zu blühen beginnt, folge einem Trend, sagt Gehrig. Abgesehen von vergangenem Jahr habe er auch schon im Januar 2016, 2015 und 2014 sehr früh zu blühen begonnen. «Das hängt eng mit den wärmeren Temperaturen und mit dem Klimawandel zusammen», so Gehrig. 

Auch Apotheken bekommen die frühe Allergiesaison zu spüren. Sam Metin, Apotheker in der Bellvue Apotheke in Zürich, sagt: «Es ist aussergewöhnlich, dass sich bereits jetzt Kunden mit Allergiebeschwerden an uns wenden.» Beim Verkauf von Augentropfen gäbe es, verglichen mit den Vorjahren, einen auffälligen Peak.

Allergikern rät Metin, sich gut vor Erkältungen zu schützen. Denn die erhöhte Schleimbildung bei einer Allergie könne insbesondere in der Winterzeit die Erkältungssymptome verstärken. 

Auch Gehrig von Meteo Schweiz deutet darauf hin, dass es für Allergiker unangenehmer wird, wenn die Pollensaison früher beginnt. Denn viele seien nicht nur auf eine Pollenart, sondern auf mehrere allergisch. Hat es vorher längere Pausen zwischen dem Blühen der einen Pflanze und der anderen gegeben, werde nun die pollenfreie Zeit kürzer. (sar)

Leben mit Allergie: Achtung, Nüsse!

9 Nies-Typen, die anstecken - zum Lachen

Video: watson

Das könnte dich auch interessieren:

33 unfassbar miese Hotels, die so richtig den Vogel abgeschossen haben

Diese 7 Zeichnungen zeigen dir, wie es am Open Air wirklich wird

Fertig mit Rosinenpicken: Es ist Zeit, dass auch Frauen bis 65 arbeiten

Erdogans Schlägertrupp auf dem Vormarsch in die Schweiz

Eine Szene – viele Wahrheiten 

Familientrennungen an der US-Grenze: TV-Moderatorin bricht in Tränen aus

Was vom Bordmenü übrig bleibt – das kannst du gegen den Abfallwahnsinn im Flugzeug tun

15 Jahre ist es her: Das wurde aus den «DSDS»-Stars der 1. Stunde

Anschnallen bitte! So sieht der Formel-E-Prix von Zürich aus der Fahrerperspektive aus

Diese Frau stellt absurde Promi-Fotos nach – 17 Lektionen, die wir von ihr lernen

Netta sang zum Abschluss der Pride – aber vorher gab es wüste Szenen

Diese 19 Fails für bessere Laune sind alles, was du heute brauchst

Plastik ist das neue Rauchen – wie ein Material all seine Freunde verlor

«Wieso sagen Schweizer gemeine Dinge über meine Schwester?»

Das absurdeste Museum der Welt und wir waren da – und bereuen es jetzt noch

Schweizer Fussballfans verirren sich an die ukrainische Front

Du weisst noch nicht, wem du an der WM helfen sollst? Hier findest du DEIN Team!

präsentiert von

13 seltsame Dinge, die uns am Trump-Kim-Gipfel aufgefallen sind

Warum das Kämpfchen gegen Netzsperren erst der Anfang war

«Die roten Linien werden eher dunkelrot»: Wie man in Brüssel die Schweiz sieht

Traum oder Albtraum? So ist es, als CH-Rock'n'Roll-Band in den USA auf Tour zu sein

Haris Seferovic: «Irgendwann ist genug und dann platzt der Kragen»

Als muslimische Piraten Europäer zu Sklaven machten 

Die ausgefallensten Hotelzimmer der Schweiz

EXKLUSIV: Hier erfährst du, wer die WM gewinnen wird! (Spoiler: Ich, der Picdump 😒)

«Pöbel-Sina» scheitert bei «Wer wird Millionär» an dieser super einfachen Frage – und du?

Shaqiri ist der «dickste» Feldspieler – und 9 weitere spannende Grafiken zur Fussball-WM

Diese 18 genialen Cartoons über die Liebe und das Leben haben uns kalt erwischt 😥😍

Wegen hoher Verletzungsgefahr: Diese Sportarten mögen Versicherungen gar nicht

Unerträgliche Regelschmerzen: Melanies Kampf gegen Endometriose

Die Bernerin, die für den Sonnenkönig spionierte

Mit dieser Begründung brechen 37 Studenten Prüfung ab

Alle Artikel anzeigen

Hol dir die App!

Charly Otherman, 5.5.2017
Watson kann nicht nur lustig! Auch für Deutsche (wie mich) ein Muss, obwohl ich das schweizerische nicht immer verstehe.

Abonniere unseren Daily Newsletter

15
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
15Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Trouble 26.01.2018 20:14
    Highlight Es ist eher insbesondere für die Bauern keine gute Nachricht 🙁
    3 1 Melden
  • Paddiesli 26.01.2018 15:03
    Highlight Ich hoffe nur, den Bauern erfriert nicht wieder ein Grossteil ihrer Pflanzen, wenn jetzt schon wieder alles anfängt zu spriessen und zu blühen.
    17 0 Melden
    • Ton 26.01.2018 17:22
      Highlight Ach was, die Landwirtschaft ist 0.8% vom BIP, wir machen das nur noch als Kulturlandschaftspflege und dieses Ziel ist erfüllt, Ernte hin oder her.
      6 9 Melden
  • cille-chille 26.01.2018 13:11
    Highlight Jetzt fällt es mir wie Schuppen von den Augen:

    Ich hatte schon an mir gezweifelt.
    Arbeite ich nun doch auch schon über 15 Jahre in der Jugendarbeit und konnte mir all die vielen roten, glasigen Augen, bereits im Januar, schlichtweg nicht erklären....

    höhö.... ***Auflockerungs-Joke-Off**


    Naja... Bin ja selbst Heuschnupfer.... geh mich demfall einfach mal ab dem reinigenden Regen freuen.
    Oder so....... ;-)
    13 2 Melden
  • Sarkasmusdetektor 26.01.2018 13:05
    Highlight Danke für den Artikel, dass wär mir sonst gar nicht aufgefallen...
    3 2 Melden
  • Matrixx 26.01.2018 12:42
    Highlight Oh super! Dann habe ich als Stauballergiker wieder mehr Leidensgenossen!
    2 3 Melden
  • Joe Smith 26.01.2018 11:58
    Highlight Liebe Journalisten, ihr müsst jetzt ganz stark sein: Wir Allergiker merken auch ohne Euch, wenn die Pollensaison beginnt.
    29 3 Melden
    • Mia_san_mia 26.01.2018 16:25
      Highlight Es ist trotzdem noch interessant für einen Nicht-Allergiker wie mich.
      5 2 Melden
    • Joe Smith 26.01.2018 18:09
      Highlight @Mia_san_mia: Natürlich ist es interessant. Aber der Titel ist wieder einmal schlicht nur saublöd.
      4 0 Melden
  • Anmatipe 26.01.2018 10:52
    Highlight Einfach auf alle Formen von Zucker verzichten (auch kein Honig und keine Früchte) und dann sind die Beschwerden fast weg oder mindestens viel erträglicher. Zusätzlich Vitamin b6, b5 und Zink.
    1 29 Melden
    • Joe Smith 26.01.2018 11:57
      Highlight Viel besser wirkt: Bei Vollmond (aber keinesfalls bei Gewitter!) in der nördlichsten Ecke des Gartens (aber keinesfalls unter einer Eiche!) eine Schwarze Katze vergraben, und dann dreimal barfuss das Grab gehen und dazu drei Vaterunser beten.
      25 3 Melden
    • Vorname Nachname 26.01.2018 13:39
      4 0 Melden
    • Vorname Nachname 26.01.2018 13:43
      Highlight Mich würde wirklich interessieren was der Verzicht auf "alle Formen von Zucker" mit Heuschnupfen zu tun haben? Gibts da noch eine Erklärung?
      9 0 Melden
    • Marion Frey 26.01.2018 17:38
      Highlight "Alle Arten von Zucker" vermeiden stimmt für mich so nicht, aber viel Frisches und selbst kochen und die Süßigkeiten lassen hilft bei mir tatsächlich sehr viel. Allein über die Ernährung (plus homöopathische Globulis) hab ich es letzten Frühling geschafft viel leichter durch die entsprechende Pollenzeit zu kommen.
      2 1 Melden
    • tannair 26.01.2018 19:51
      Highlight Kommt stark auf die Person an. Ich hatte mal strikt auf Zucker und Milch verzichten müssen, um zu sehen ob dies meine Pollenallergie auslöst. Es hat geholfen aber ganz ehrlich, das tut sich keiner länger als 1 Jahr an. Milch und/oder Zucker ist in fast jedem Lebensmittel drin.
      Es hilft aber schon, für mich, diesen Konsum zu reduzieren.
      0 0 Melden

Unerträgliche Regelschmerzen: Melanies Kampf gegen Endometriose

«Ich sass auf dem Klo und dachte, ich müsste sterben.» So beschreibt Melanie die Schmerzen, die sie immer wieder plagen. Die 27-jährige Pflegefachfrau leidet an Endometriose. Ein Porträt. 

Melanie bezeichnet Endometriose als «fiese Krankheit». Fies, weil sie sich bei jedem anders äussert und schwer fassbar ist. «Endometriose ist wie ein Chamäleon. Sie verändert sich und Symptome und Schmerzen sind bei jedem wieder anders», so die 27-jährige Pflegefachfrau. Sie wirkt stark und bestimmt und gleichzeitig sehr zerbrechlich.

Endometriose ist eine chronische Krankheit, bei der die Gebärmutterschleimhaut wuchert und sich an anderen Stellen im Körper festsetzt. Das kann vor allem …

Artikel lesen