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Allergie, Pollen, Niesen,

Bild: shutterstock

Liebe Allergiker, ihr müsst jetzt stark sein: Die Pollensaison hat bereits begonnen

Rekordverdächtiger Winter in den Bergen, rekordverdächtig hohe Temperaturen in den Städten. Im Flachland war der Januar seit Messbeginn noch nie so warm wie dieses Jahr. Insbesondere für die Allergiker ist das keine gute Nachricht.



Da liest man die Nachrichten von eingeschneiten Touristen in den Bergen, von heftigen Schneefällen, dem Lawinenwinter, der uns offenbar noch bevorsteht und dann das: Hatschi! 

Pollen? Jetzt? Ja! Denn im Flachland ist es aussergewöhnlich warm für diese Jahreszeit. Für die Westschweiz und das Wallis zeichnet sich sogar ein massiver Januarrekord ab, heisst es auf der Homepage von Meteo Schweiz

Rekordjanuar in Genf:

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bild: Meteo schweiz 

Die Ursache der extremen Januarwärme im Flachland liegt in den anhaltenden kräftigen Strömungslagen aus West- und Südwest. Die fast ununterbrochene Zufuhr von milder Atlantikluft trieb die Monatsmitteltemperatur stark in die Höhe. Und mit den steigenden Temperaturen beginnt auch das Treiben der Blüten. 

Es sind die Haselpollen, welche die Allergiker in den letzten Tagen in der Nase gekitzelt, im Hals gekratzt und Tränen in die Augen getrieben haben. Normalerweise beginnt die Blütesaison der Haselsträuche erst Anfang bis Mitte Februar. Doch die Pflanzen haben von der Sonne und den milden Temperaturen profitiert, schreibt Meteo Schweiz auf ihrer Homepage.

Klimatologin Regula Gehrig bestätigt: «Die Haselpollen sind dieses Jahr früher dran, als sonst.» Ein Blick auf die Pollenprognose von aha! Allergiezentrum Schweiz zeigt: Während sich im Januar vor einem Jahr bei den Haselpollen noch gar nichts tat, sind die Werte der verschiedenen Messstationen jetzt erhöht oder sogar stark. 

Haselpollen-Wert im Januar 2017:

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Gelb bedeutet eine schwache Vorkommnis von Haselpollen. bild: aha!

Haselpollen-Wert im Januar 2018:

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Gelb bedeutet eine schwache, orange eine mässige und rot eine starke Vorkommnis von Haselpollen. bild: aha!

Dass der Haselstrauch immer früher zu blühen beginnt, folge einem Trend, sagt Gehrig. Abgesehen von vergangenem Jahr habe er auch schon im Januar 2016, 2015 und 2014 sehr früh zu blühen begonnen. «Das hängt eng mit den wärmeren Temperaturen und mit dem Klimawandel zusammen», so Gehrig. 

Auch Apotheken bekommen die frühe Allergiesaison zu spüren. Sam Metin, Apotheker in der Bellvue Apotheke in Zürich, sagt: «Es ist aussergewöhnlich, dass sich bereits jetzt Kunden mit Allergiebeschwerden an uns wenden.» Beim Verkauf von Augentropfen gäbe es, verglichen mit den Vorjahren, einen auffälligen Peak.

Allergikern rät Metin, sich gut vor Erkältungen zu schützen. Denn die erhöhte Schleimbildung bei einer Allergie könne insbesondere in der Winterzeit die Erkältungssymptome verstärken. 

Auch Gehrig von Meteo Schweiz deutet darauf hin, dass es für Allergiker unangenehmer wird, wenn die Pollensaison früher beginnt. Denn viele seien nicht nur auf eine Pollenart, sondern auf mehrere allergisch. Hat es vorher längere Pausen zwischen dem Blühen der einen Pflanze und der anderen gegeben, werde nun die pollenfreie Zeit kürzer. (sar)

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