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WEF 2026 in Davos live: Kanadas Premier: «Alte Ordnung gilt nicht mehr»

Switzerland's Federal President Guy Parmelin speaks to the TV reporters after a press conference at the House of Switzerland, HoS, on the sideline of the 56th annual meeting of the World Economic ...
Guy Parmelin spricht am WEF zu den Medien.Bild: keystone
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Kanadas Premier: «Alte Ordnung gilt nicht mehr» +++ Perry und Trudeau am WEF

20.01.2026, 05:1620.01.2026, 19:44

Das Wichtigste

  • Ab Montag, 19. Januar, und bis Freitag, 23. Januar, findet das Weltwirtschaftsforum (WEF) 2026 in Davos statt.
  • Das Motto des WEF lautet dieses Jahr «A Spirit of Dialogue», eine Anspielung auf die herausfordernde geopolitische Lage. Auf dem Programm steht etwa die Frage, wie Kooperation trotz wachsender globaler Spannungen möglich bleibt.
  • Auch dieses Jahr werden wieder zahlreiche Staats- und Regierungschefs sowie Vertreterinnen und Vertreter aus Wirtschaft und Gesellschaft erwartet. Unter anderem US-Präsident Donald Trump oder Ukraine-Präsident Wolodymyr Selenskyj.

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19:41
Kanadas Premier Carney spricht am WEF klare Worte
Kanadas Premierminister Mark Carney hat am Weltwirtschaftsforum in Davos seine erste Rede im Amt gehalten und sich deutlich zur veränderten Weltordnung geäussert. Mittelgrosse Staaten wie Kanada müssten lernen, für sich selbst einzustehen, sagte Carney. «Sonst landen wir auf der Speisekarte.» Voraussetzung dafür sei die Erkenntnis, dass die bisherige Ordnung nicht mehr gelte. Ziel müsse mehr wirtschaftliche Eigenständigkeit sein, ohne internationale Zusammenarbeit aufzugeben. Diese müsse breiter abgestützt und weniger starr gedacht werden.

Zum Streit um Grönland stellte sich Carney klar auf die Seite Kopenhagens und Nuuks. «Wir stehen Seite an Seite mit Dänemark und Grönland», sagte er. Den Einsatz von Zöllen als politisches Druckmittel lehnte er ausdrücklich ab. Damit reagierte er auch auf jüngste Aussagen von US-Präsident Donald Trump zur Rolle Grönlands.

Zum Abschluss bestätigte Carney, dass Kanada eine Einladung zu einem von Trump angekündigten Gaza-Friedensrat erhalten habe. Zunächst müsse jedoch geklärt werden, wie dieses Gremium ausgestaltet werde. In der anschliessenden Diskussion äusserte sich Carney auch zur Nato und sagte, das Bündnis stehe vor der Herausforderung, sich an die neue Weltlage anzupassen, sei dabei aber auf dem richtigen Weg. (mke)

18:57
Schweiz unterzeichnet in Davos Vereinbarung mit Golfstaaten-Rat
Aussenminister Ignazio Cassis hat am Dienstag in Davos GR im Rahmen des Weltwirtschaftsforums (WEF) eine Vereinbarung mit dem Golfkooperationsrat unterzeichnet. Diese sieht vor, den Dialog zwischen Bern und dem sogenannten Golfrat zu intensivieren.

Der Austausch konzentriere sich auf gemeinsame Interessen, insbesondere in den Bereichen Sicherheit, Geopolitik, Energie, Wirtschaft und neue Technologien, sagte ein Sprecher von Cassis' Departement auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Das sogenannte Memorandum of Understanding sei ein rechtlich nicht bindendes Instrument.

Die Schweiz betrachtet den Golfkooperationsrat (GCC) als wichtigen Partner, sowohl in politischer als auch in wirtschaftlicher Hinsicht, wie es weiter hiess.

Der Rat umfasst sechs der sieben Staaten der arabischen Halbinsel. Es sind: Bahrain, Katar, Kuwait, Oman, Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate. (sda)
18:39
SNB-Präsident warnt vor Vertrauensverlust bei Zentralbanken
Der Präsident der Schweizerischen Nationalbank (SNB), Martin Schlegel, hat am Weltwirtschaftsforum (WEF) vor einem raschen Verlust von Vertrauen und Glaubwürdigkeit bei Zentralbanken gewarnt. Vertrauen sei über Jahre schwierig aufzubauen, lasse sich aber sehr leicht verspielen, sagte Schlegel am Dienstag in einer Diskussionsrunde in Davos.

Voraussetzung für Glaubwürdigkeit sei, dass Zentralbanken konsequent ihr Mandat erfüllten, insbesondere die Sicherung der Preisstabilität, sagte Schlegel. Vertrauen und Glaubwürdigkeit seien für alle Notenbanken zentral, um langfristig Wohlstand und Wachstum zu ermöglichen.

Auf Fragen zur Situation in den USA mit dem erbitterten Streit zwischen US-Präsident Donald Trump und Fed-Chef Jerome Powell sowie zu möglichen Auswirkungen eines Führungswechsels wollte sich Schlegel nicht konkret äussern. Er könne die US-Notenbank nicht kommentieren, betonte er.

Weiter sagte Schlegel, dass die SNB über alle notwendigen geldpolitischen Instrumente - Zinspolitik und Devisenmarktinterventionen - verfüge, um ihr Mandat zu erfüllen. Ein Bedarf nach zusätzlichen oder neuen Instrumenten bestehe aus seiner Sicht nicht. (awp/sda)
17:38
Parmelin weibelt am WEF für Gleichbehandlung mit EWR-Staaten
Bundespräsident Guy Parmelin hat am Dienstag bei den europäischen Partnern eine Ausnahme von allfälligen EU-Stahlschutzmassnahmen gefordert. Weiter brachte er die Verhandlungen für ein aktualisiertes Freihandelsabkommen mit China voran.

Die europäischen Partner - unter anderem EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen - hätten Kenntnis vom Anliegen der Schweiz genommen, sagte Parmelin am Dienstag in Davos am Rande des Weltwirtschaftsforums an einem Medienanlass. Er forderte, dass die Schweiz gleich behandelt werde wie die Staaten des Europäischen Wirtschaftsraums (EWR).

Bei einem Treffen mit einer chinesischen Delegation kamen die Fortschritte für die Aktualisierung des bestehenden Freihandelsabkommens zur Sprache.
Eine vierte Verhandlungsrunde soll im März stattfinden. Parmelin hoffe noch dieses Jahr das Dossier abschliessen zu können.

Die geopolitischen Spannungen zwischen den USA und Europa wegen Grönland seien bei den Treffen nicht zur Sprache gekommen, sagte der Bundespräsident auf Fragen von Journalisten. (sda)


16:14
Parmelin spricht am WEF mit von der Leyen über EU-Stahlmassnahmen
Bundespräsident Guy Parmelin hat sich am Dienstag in Davos GR mit EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen über Stahlschutzmassnahmen der EU unterhalten. Weiter sprachen sie über die nächsten Schritte der angestrebten bilateralen Abkommen.

Er habe gefordert, dass die Schweiz betreffend der geplanten Stahlschutzmassnahmen der EU gleich behandelt werde wie die Staaten des Europäischen Wirtschaftsraums (EWR), schrieb der Bundespräsident auf der Plattform X. Die EU plant, ihre Stahlindustrie aufgrund der weltweiten Überkapazitäten zu schützen. Die Schweizer Stahlindustrie wäre von den Massnahmen betroffen.

Parmelin traf die Kommissionspräsidentin im Kongresszentrum des Weltwirtschaftsforums (WEF) in der Bündner Berggemeinde.

Auch der Ratifizierungsprozess der ausgehandelten Abkommen zwischen der Schweiz und der EU sei besprochen worden, sagte von der Leyens Sprecherin der Nachrichtenagentur Keystone-SDA auf Anfrage. Die Abkommen sollen im Frühjahr in Brüssel unterzeichnet werden.

Weiter kam gemäss der Sprecherin der EU-Zivilschutzmechanismus zur Sprache. Die Schweiz aktivierte diesen Mechanismus nach der Brandkatastrophe der Silvesternacht in der Walliser Gemeinde Crans-Montana. Als Reaktion boten mehrere Staaten der EU ihre Hilfe an. Verletzte wurden in Spitälern nach Frankreich, Deutschland, Italien und Belgien verlegt. (sda)
15:33
Katy Perry und Justin Trudeau gemeinsam am WEF
Am Rande des Weltwirtschaftsforums in Davos haben sich Popstar Katy Perry und der frühere kanadische Premierminister Justin Trudeau gemeinsam gezeigt. Das Paar erschien Hand in Hand im Bündner Ferienort und sorgte abseits der politischen Debatten für Aufmerksamkeit.

Trudeau, der seit März 2025 nicht mehr im Amt ist, sprach am Dienstag vor rund 200 Teilnehmenden über kulturellen Einfluss und diplomatische Überzeugungskraft. Begleitet wurde er dabei von Perry, die sich dem formellen Rahmen des WEF angepasst zeigte. Die Sängerin trat in einem zurückhaltenden, eleganten Outfit auf, während Trudeau im klassischen dunklen Anzug erschien.

Die Beziehung der beiden ist seit mehreren Monaten bekannt. Nach ersten Spekulationen bestätigten sie ihr Verhältnis Ende 2025. Im Dezember machte Perry die Partnerschaft auch auf sozialen Medien öffentlich. (mke)

14:13
Selenskyj knüpft Davos-Besuch an Bedingungen
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat einen Besuch beim Weltwirtschaftsforum in Davos von möglichen Vertragsunterzeichnungen oder weiteren Hilfszusagen abhängig gemacht.

«Wenn die Dokumente fertig sind, dann wird es ein Treffen (mit US-Präsident Donald Trump) und eine Reise geben», sagte der Staatschef Journalisten, wie mehrere örtliche Medien übereinstimmend berichteten. Er werde auch reisen, wenn es Zusagen für weitere Unterstützung im Energiebereich oder zusätzliche Flugabwehrsysteme gebe. «Doch bisher habe ich in der Ukraine einen Auftrag, und für mich ist es essenziell, hier alle Dienste zu koordinieren», fügte Selenskyj hinzu.

Kiew hofft im Rahmen eines grösseren US-Friedensplans auf die Unterzeichnung von Abkommen über Sicherheitsgarantien und einen milliardenschweren Wiederaufbauplan mit den USA. Die Gespräche darüber stockten aber zuletzt. Die Ukraine wehrt sich seit knapp vier Jahren mit westlicher Hilfe gegen eine russische Invasion. (sda/dpa)
13:24
China fordert in Davos mehr Austausch statt Streit
Der Handelsstreit zwischen Peking und Washington hielt die Weltwirtschaft in Atem. In Davos warnt Chinas Vize-Ministerpräsident vor einer Bedrohung des globalen Handelssystems.

Angesichts der Handelsstreitigkeiten mit den USA hat China beim Weltwirtschaftsforum mehr Austausch gefordert. Im vergangenen Jahr hätten die Wirtschafts- und Handelsbeziehungen beider Länder einige Aufs und Abs erlebt, sagte Vize-Ministerpräsident He Lifeng in Davos. Lösungen sollten nicht durch Konfrontation, sondern durch Beratungen gesucht werden, erklärte He.

Die Volksrepublik sei ein Handelspartner aller Länder und kein Rivale, sagte der Chinese weiter. Parallel mahnte er in seiner Rede, dass das multilaterale Handelssystem vor ernsthaften Herausforderungen stehe. Bestimmte Nationen verstiessen mit einseitigen Praktiken und Handelsabkommen gegen die Regeln der Welthandelsorganisation, erklärte er, ohne einzelne Länder zu nennen.

China hatte in der Vergangenheit immer wieder Sanktionen der EU oder Zölle der USA als einseitige Massnahme kritisiert. He, der als Vertrauter von Staats- und Parteichef Xi Jinping gilt, hatte die chinesische Delegation in den zurückliegenden Zoll-Verhandlungen mit den USA angeführt. (sda/dpa)
12:53
Von der Leyen: EU steht kurz vor Handelsdeal mit Indien
Die EU und Indien ringen bereits seit Jahren um den Abschluss eines Freihandelsabkommen. Nun steht offensichtlich ein Durchbruch bevor.

Die EU und Indien steuern nach Angaben von EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen auf den Abschluss der Verhandlungen über eine riesige neue Freihandelszone zu. «Wir haben noch Arbeit vor uns - aber wir stehen kurz vor einem historischen Handelsabkommen», sagte sie beim Weltwirtschaftsforum in Davos.

Dieses würde einen Markt mit zwei Milliarden Menschen schaffen, der dann fast ein Viertel der weltweiten Wirtschaftsleistung ausmachen würde. «Manche nennen es die Mutter aller Deals», ergänzte von der Leyen mit Blick auf das geplante Abkommen.

Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur könnte der Abschluss der Verhandlungen bereits in der kommenden Woche bei einem EU-Indien-Gipfel in Neu-Delhi verkündet werden. Von der Leyen und EU-Ratspräsident Antonio Costa reisen dazu schon am kommenden Wochenende in das Land. (sda/dpa)
12:50
Trump plant am Donnerstag Ankündigung zu «Friedensrat»
Ungeachtet der zurückhaltenden Rückmeldungen europäischer Verbündeter plant US-Präsident Donald Trump für diesen Donnerstag eine Ankündigung zu seinem «Friedensrat».

Diese sei für 10:30 Uhr in Davos avisiert, wie das Weisse Haus mitteilte. Medienberichten zufolge will Trump dann die sogenannte «Charta des Friedensrates» unterzeichnen.

Das Format dürfte am Rande des derzeitigen Weltwirtschaftsforums in Davos stattfinden. Dort wird Trump am Mittwoch zu einer Rede vor internationalem Publikum erwartet.

Deutschland und Frankreich reagierten bislang verhalten auf die Einladung zum neu geschaffenen Gremium. Unter anderem wurden zudem EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen, Kremlchef Wladimir Putin, der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan, und Polens rechtskonservativer Präsident Karol Nawrocki eingeladen. (sda/dpa)
12:48
Bundespräsident Parmelin will Handelsabkommen mit China erneuern
Bundespräsident Guy Parmelin will die Beziehungen zu China pflegen und ausbauen. Er traf sich am Dienstagvormittag mit dem chinesischen Vize-Premierminister He Lifeng in Davos am Rande des WEF.

Der Austausch sei wichtig gewesen, schrieb der Bundespräsident auf der Plattform X. Lifeng gilt als zentraler Akteur innerhalb der chinesischen Regierung für die internationalen Handelsbeziehungen.

Wirtschaftsminister Parmelin möchte das bestehende Handelsabkommen mit Peking optimieren, wie er vergangene Woche an der Albisgüetli-Tagung der SVP sagte. Im besten Fall könnten die Verhandlungen dieses Jahr abgeschlossen und das neue Freihandelsabkommen unterschrieben werden.

An der Tagung seiner Partei sagte Parmelin weiter, dass die Schweiz mit allen grossen Handelspartnern möglichst gute Beziehungen pflegen müsse. Die Zukunft der Schweiz hänge von der Diversifizierung ihrer Märkte ab. (sda)
12:45
Von der Leyen nennt am WEF US-Zolldrohungen einen «Fehler»
EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat in Davos GR die beabsichtigten Zusatzzölle der USA aufgrund der Grönland-Krise als «Fehler» bezeichnet. Weiter kündigte sie Investitionen in Grönland sowie eine aktualisierte Arktisstrategie an.

Mit Blick auf die Drohungen aus Washington warnte von der Leyen in ihrer Ansprache am Weltwirtschaftsforum (WEF) davor, in eine «gefährliche Abwärtsspirale zu stürzen». Die EU würde «fest, vereint und mit Augenmass» reagieren.

Weiter erinnerte sie an den im Juli 2025 getroffenen Handelsdeal zwischen den USA und der EU. «Ein Deal ist ein Deal. Und wenn Freunde sich die Hände schütteln, muss das etwas bedeuten.»

Die Kommissionspräsidentin hielt fest, dass die Souveränität und Integrität der Territorien Grönlands und des Königreichs Dänemark nicht verhandelbar seien. Sie wolle aber zusammen mit den USA an einem arktischen Sicherheitskonzept arbeiten. Zudem strebe sie einen «massiven europäischen Investitionsschub» für Grönland an. (sda)

12:43
Bundespräsident dankt bei WEF-Eröffnung für Crans-Montana-Hilfe
Bundespräsident Guy Parmelin hat seine Eröffnungsrede am Weltwirtschaftsforum mit einem Dank für die internationale Unterstützung und Solidarität bei der Brandkatastrophe von Crans-Montana VS begonnen. Es sei beeindruckend, wie sowas die Zusammenarbeit stärken könne.

Es sei eindrucksvoll, in welchem Masse die Katastrophe Energien mobilisieren und über alle Widrigkeiten hinweg vereinen konnte, sagte Parmelin am Dienstagvormittag im Davoser Kongresszentrum bei der Eröffnung des Weltwirtschaftsforums (WEF).

Diese Einheit müsse über einzelne Ereignisse hinausgehen, so dramatisch sie auch sein mögen. Er wünsche sich eine solche Einheit zwischen den Ländern, damit tragfähige und dauerhafte Lösungen für die «Herausforderungen unserer Zeit» gefunden würden.

Davon gäbe es einige - als Beispiele nannte er die Ukraine und Gaza, den Sudan und jene in Venezuela und im Iran. Das WEF und seine hochrangigen Gäste in diesem Jahr würden jedoch bezeugen, dass die Welt bereit sei, im Dialog die Institutionen zu stärken und damit die Herausforderungen zu bewältigen. (sda)
11:13
Selenskyj bleibt vorerst in der Ukraine
Der ukranische Präsident Wolodymyr Selenskyj reist vorerst nicht ans WEF nach Davos, wie der CNN-Reporter Barak Ravid berichtet. Grund dafür seien die massiven Luftangriffe, die Russland derzeit auf die Ukraine fliege. Es ist aber nicht ausgeschlossen, dass Selenskyj im Verlauf der Woche doch noch in die Schweiz kommt.

10:30
Jetzt startet das WEF offiziell
Um 10.30 wird das WEF offiziell eröffnet. Den Beginn macht Bundespräsident Guy Parmelin mit seiner Begrüssungsrede. Weiter sprechen auch WEF-Präsident Børge Brende und die Co-Stiftungsratspräsidenten André Hoffmann von Roche sowie Larry Fink von Blackrock.
10:26
Putins Sondergesandter in Davos angekommen
Wladimir Putins Sondergesandter Kirill Dmitriev ist nun ebenfalls in Davos, wie der Russe auf X schreibt. Wie die Nachrichtenagentur Reuters schreibt, sind beim WEF Gespräche mit US-Vertretern geplant.

9:52
Amnesty International: Europa muss Trump die Stirn bieten
Europa müsse aufhören, US-Präsident Donald Trump besänftigen zu wollen - vielmehr müsse man ihm die Stirn bieten, genau so wie anderen «Tyrannen», die die regelbasierte Weltordnung zerstören. Dazu rief die Generalsekretärin von Amnesty International am WEF auf.

«Wir brauchen viel mehr Widerstand», betonte Agnès Callamard am Rande des Weltwirtschaftsforums WEF in Davos am Montag gegenüber der Nachrichtenagentur AFP. Ihrer Meinung nach steht die Glaubwürdigkeit Europas auf dem Spiel.

Callamards Empfehlungen kommen, nachdem Trump am Sonntag erneut bekräftigt hatte, die USA würden sich Grönlands auf die eine oder andere Weise bemächtigen.

Die Generalsekretärin der Menschenrechtsorganisation forderte die Regierungen auf, Mut zu zeigen und Nein zu sagen. Sie müssten aufhören zu glauben, dass man mit Tyrannen verhandeln könne. Die Regierungen müssten aufhören zu denken, dass man die Regeln der Raubtiere akzeptieren könne, ohne selbst ihr Opfer zu werden.

Seit Donald Trump vor einem Jahr ins Weisse Haus zurückgekehrt sei, habe er «eine ganze Reihe von Entscheidungen getroffen, die zum Zusammenbruch vieler Regeln in der Welt geführt» hätten, während Russland das System durch «den Angriff auf die Ukraine» zerstört habe, erklärte sie.

Die Tatsache, dass die nach dem Zweiten Weltkrieg aufgebaute Weltordnung «heute ohne Plan B zerstört wird, nur um der Zerstörung der Regeln willen, sollte uns allen einen Schauer über den Rücken jagen», warnte Callamard.

Wenn aber Davos dank seines diesjährigen Schwerpunkts auf dem Dialog das Bewusstsein dafür schärfe, dass eine solche Zerstörung die Welt nur in den Abgrund stürzen könne, wäre das grossartig, meinte sie. Allerdings gebe es derzeit keinerlei Anzeichen für einen Dialog zwischen den Entscheidungsträgern der Welt. Ganz im Gegenteil, so Callamard. Es gebe Beweise für Einschüchterung.

Das europäische Projekt sei nicht nur ein wirtschaftliches, sondern auch eines der Werte und der Achtung der Rechtsstaatlichkeit, rief sie in Erinnerung. (sda/afp)

9:04
Trump kündigt Treffen zu Grönland in Davos an
Im Grönland-Konflikt zwischen den USA und Europa hat US-Präsident Donald Trump ein Treffen der beteiligten Parteien in Davos angekündigt.

Den avisierten Gesprächen sei ein Telefonat mit Nato-Generalsekretär Mark Rutte vorangegangen, schrieb Trump auf seiner Online-Plattform Truth Social. Wer konkret an dem Treffen teilnehmen soll, liess der Republikaner offen.

Trump bekräftigte, dass die zu Dänemark gehörende Insel Grönland «von entscheidender Bedeutung» für die internationale Sicherheit und die nationale Sicherheit der USA sei. «Es gibt kein Zurück – darin sind sich alle einig!», schrieb Trump. Er will Dänemark dazu bringen, den USA die Arktisinsel zu verkaufen. Deutschland und weitere Staaten hatten daraufhin als Zeichen der Solidarität mit Dänemark Soldaten zu einer Erkundungsmission nach Grönland geschickt.

Der Republikaner kündigte dann am Samstag an, ab dem 1. Februar Strafzölle auf Waren aus einigen europäischen Nato-Ländern zu verhängen. Damit will er den Widerstand gegen einen Verkauf Grönlands an die USA brechen.

Sollte Trump die Zölle wirklich verhängen lassen, könnte die EU beispielsweise ebenfalls Sonderzölle verhängen. Im Raum stehen Extraabgaben auf Wareneinfuhren aus den USA im Wert von 93 Milliarden Euro (rund 86 Milliarden Franken) - etwa Flugzeuge, Motorräder, Rindfleisch, Whiskey und Zitrusfrüchte. (sda/dpa)
8:07
Das ist Trumps WEF-Programm
Am Mittwoch wird Donald Trump am WEF auftreten. Nun hat das Weisse Haus bekannt gegeben, wie sein Programm aussieht. Demnach wird der US-Präsident um 14.30 Uhr seine Rede halten. Danach gibt es bilaterale Treffen und einen Geschäftsempfang. Am Donnerstag soll es zudem eine Ankündigung zum neuen Friedensrat geben, bevor es wieder in die USA geht.
7:04
Guy Parmelin eröffnet WEF vor dem Hintergrund der Grönland-Krise
Bundespräsident Guy Parmelin hält am Dienstag vor dem Hintergrund geopolitischer Spannungen zwischen den USA und Europa die Eröffnungsrede des WEF. Mit Spannung werden zudem in Davos GR die Ansprachen Macrons und von der Leyens erwartet.

Aufgrund der geopolitischen Spannungen rund um Grönland könnte zwischen den USA und der EU ein Handelskonflikt eskalieren. Vor wenigen Tagen drohte US-Präsident Donald Trump Strafzölle von zehn Prozent auf Waren aus acht europäischen Staaten an, die jüngst Soldaten als Zeichen der Solidarität mit Dänemark zu einer Erkundungsmission nach Grönland geschickt hatten.

Mehrere europäische Staaten sowie die Spitzen der EU wiesen die Drohungen aus Washington zurück. Der Präsident des Europäischen Rats hat nun für Donnerstagabend ein Sondergipfeltreffen der 27 Staats- und Regierungschefs in Brüssel einberufen.

Macrons und von der Leyens Rede erwartet
In diesem Kontext werden der französische Präsident Emmanuel Macron sowie die Präsidentin der Europäischen Kommission Ursula von der Leyen ihre Reden an der Eröffnungszeremonie des Weltwirtschaftsforums (WEF) halten. Sie werden nach Parmelins Eröffnungsrede das Wort ergreifen.

Weitere hochrangige Sprecher sind gemäss dem Programm des WEF der kanadische Premierminister Mark Carney sowie der chinesische Vizepremierminister He Lifeng. Lifeng führte vergangenes Jahr die Verhandlungen im Zollkonflikt mit den USA. Weiter wird der US-amerikanische Finanzminister Scott Bessent einen Auftritt haben. Er ist teilweise für die Handelsbeziehungen der USA zuständig. (sda/dpa)

15:58
WEF-Direktor Zwinggi muss wegen Swissness verlängern
Um die Swissness zu bewahren, muss WEF-Direktor Alois Zwinggi beim Weltwirtschaftsforum verlängern. Eigentlich wird er noch in diesem Jahr pensioniert, doch aktuell ist Zwinggi der einzige Schweizer in der WEF-Geschäftsleitung und muss hier für Stabilität sorgen.

«Ich muss nachsitzen», scherzte Zwinggi im Gespräch mit Keystone-SDA. Eigentlich wird der WEF-Direktor im November 2026 pensioniert, derzeit deutet jedoch alles darauf hin, dass er bis 2028 im Amt bleibt.

Grund dafür ist die Zusammenarbeit zwischen dem WEF und der Schweiz. Als einziger Schweizer in der Geschäftsleitung sehe er sich in einer Botschafterrolle. Ziel sei es, Stabilität zu vermitteln und die langjährige Kooperation mit nationalen und regionalen Behörden fortzuführen. Eine Nachfolge müsse zwingend aus der Schweiz stammen.



14:44
Merz erwartet Treffen mit Trump am Mittwoch
Im Streit um Grönland will der deutsche Kanzler Friedrich Merz am Mittwoch auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos direkt mit US-Präsident Donald Trump sprechen.

«Ich will es nicht, aber wenn es nötig ist, dann werden wir natürlich auch unsere europäischen Interessen, auch unsere deutschen nationalen Interessen schützen», sagte Merz. Es werde sicherlich eine Gelegenheit für ein Treffen geben.

Merz machte deutlich, dass er die Sorge um militärische Sicherheit Grönlands in der längeren Perspektive ernst nehme.
Der Christdemokrat wies aber auch darauf hin, dass die USA einmal selbst mehr als 30.000 Soldaten auf Grönland hatten.

«Es sind zurzeit unter 200. Also offensichtlich ist die Bedrohungsanalyse auch der Vereinigten Staaten selbst nicht so dramatisch, wie sie im Augenblick vorgetragen wird. Was nicht heisst, dass sie nicht wieder grösser werden könnte», sagte der seit vergangenem Mai amtierende deutsche Regierungschef.

Trump will, dass die USA die Arktisinsel von Dänemark übernehmen, und verweist auf Sicherheitsinteressen.


10:28
Dänischer Wirtschaftsminister kommt nicht ans WEF
Der dänische Wirtschaftsminister Morten Bødskov kommt nicht wie geplant ans WEF. Dies bestätigte eine Sprecherin des Ministeriums gegenüber dem Blick. Die Rede ist von einem Terminproblem – weitere Details bleiben offen. Bødskov ist der einzige Vertreter Dänemarks, der ans WEF hätte reisen sollen.

7:27
Verteidigungsminister Pfister besucht mobilisierte Truppen in Davos
Verteidigungsminister Martin Pfister besucht heute in Davos GR die fürs WEF mobilisierten Truppen. Unter anderem im Hinblick auf den Besuch von US-Präsident Donald Trump wurden umfangreiche Sicherheitsvorkehrungen getroffen.

Der Zuger reist zum ersten Mal als Bundesrat zum Weltwirtschaftsforum (WEF). Er wird am ersten Tag des Forums die Truppen in Begleitung des neuen Armeechefs Benedikt Roos besuchen, der Anfang des Jahres sein Amt angetreten hat.£


Armee und Polizei müssen dieses Jahr eine Rekordzahl an Persönlichkeiten schützen. Der Besuch von Donald Trump lockt unzählige weitere Teilnehmer in den Bündner Ferienort.

Insgesamt benötigen gemäss dem Gesamteinsatzleiter 123 Personen einen besonderen Schutz. Und 400 Gäste, darunter 64 Staatschefs – sechs davon aus G7-Ländern – geniessen völkerrechtlichen Schutz und erfordern entsprechende Massnahmen.

Die Armee unterstützt die Polizei mit 5000 Soldaten, die den teilweise gesperrten Luftraum überwachen, geschützte Personen transportieren und die Polizeikräfte am Boden und online unterstützen. Auch der Nachrichtendienst des Bundes und der Bundessicherheitsdienst sind im Einsatz.

Weitere Demonstrationen erwartet
Die Sicherheitsdienste müssen sich auch auf weitere Aktionen gegen Donald Trump einstellen. Für Montagabend ist eine Demonstration in Zürich geplant. Am Wochenende fanden bereits mehrere Kundgebungen statt.

Das Budget für die Sicherheitsvorkehrungen beläuft sich wie im letzten Jahr auf neun Millionen Franken. Die Sicherheit des US-Präsidenten dürfte zusätzliche Kosten verursachen, auch wenn die US-Delegation einen Teil davon mit eigenen logistischen Mitteln deckt.

Vier Bundesräte in Davos
Neben Pfister reisen drei weitere Bundesräte nach Davos. Bundespräsident Guy Parmelin wird das Forum am Dienstag offiziell eröffnen.

Der Waadtländer wird mit den Vertretern aus den USA sicherlich das Zollabkommen ansprechen. In diesem Dossier soll bis 31. März eine formelle Vereinbarung getroffen werden. Auch Finanzministerin Karin Keller-Sutter und Aussenminister Ignazio Cassis werden vor Ort sein.

Die Regierung reist wenige Wochen nach der Brandkatastrophe von Crans-Montana VS in der Neujahrsnacht nach Davos. WEF-Präsident Borge Brende erklärte gegenüber den Medien, dass ein Moment gefunden werde, um den Opfern zu gedenken. (sda/con)
7:24
Heute beginnt das WEF
Herzlich willkommen zur watson-Berichterstattung zum WEF 2026 in Davos. Heute geht es los. Hier halten wir dich über alle Entwicklungen rund um das Forum auf dem Laufenden.

Zuletzt gaben diverse Dinge im Vorfeld des Treffens in den Bündner Bergen zu reden. So tut sich der Bundesrat trotz Gastgeberrolle bisher schwer, Termine mit anderen hochrangigen Politikern zu vereinbaren. Grund dafür ist der Besuch von Donald Trump in Davos – alle rechnen sich Chancen aus, mit dem US-Präsidenten zu sprechen und wollen dafür zeitlich flexibel bleiben. Mehr dazu gibt es hier:
Für Kritik am WEF sorgte die kurzfristige Einladung für den iranischen Aussenminister Abbas Araghtschi. Er ist Teil des Regimes, das vor wenigen Tagen Tausende Menschen massakrieren liess, weil sie gegen die iranische Regierung protestierten. Mehr dazu hier:
Das Weltwirtschaftsforum steht ansonsten im Zeichen von Donald Trump. Der streitbare US-Präsident kommt mitten in von ihm verursachten geopolitischen Spannungen mit Europa in die Schweiz. Dabei wird er vom nicht weniger kontroversen Berater Stephen Miller begleitet. Mehr Infos findest du hier:
(con)
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Diese Politikerinnen und Politiker kommen ans WEF
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Diese Politikerinnen und Politiker kommen ans WEF
Stargast des Weltwirtschaftsforums (WEF) ist wohl auch in diesem Jahr wieder Wolodymyr Selenskyj.
quelle: pd
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Lauter Protest gegen das WEF in Bern
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69 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Gurgelhals
19.01.2026 10:44registriert Mai 2015
Der Dänische Wirtschaftsminister macht das einzig Richtige. Hoffentlich tun ihm das spontan noch ein paar weitere Politiker gleich.
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Pebbles F.
19.01.2026 11:08registriert Mai 2021
Wer den Iranischen Despoten zum Fondueplausch einlädt und dem Rohling Trump den Hof macht, sollte sofort ins Schämdi-Eggeli stehen.
Danke, Morten Bødskov, mit solchen Typen spricht man nicht - es ist vernünftig, Anstand, Lösungsorientierung und Fairness anzustreben.
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TiDAL
19.01.2026 12:32registriert Juli 2023
man sollte trumps brief bezüglich nobelpreis auf der leinwand zeigen und ihn dann auslachen.
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Morettis haben Kaution zusammen – Freilassung soll «innert Tagen» erfolgen
Das Betreiberpaar des Unglückslokals von Crans-Montana hat eine Möglichkeit gefunden, die Kaution zu finanzieren. Eine Freilassung aus der Untersuchungshaft für Jacques Moretti soll demnächst erfolgen.
Die Morettis haben den von der Walliser Justiz geforderten Betrag für die Freilassung aus der Untersuchungshaft aufgebracht. Laut franceinfo verfügen sie nun über die 200'000 Schweizer Franken, die als Kaution für die Entlassung von Jacques Moretti aus der Untersuchungshaft verlangt wurde.
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