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Brigitte Heller, Direktorin des Hotels Monopol in Luzern.<br data-editable="remove">
Brigitte Heller, Direktorin des Hotels Monopol in Luzern.
bild: screenshot youtube

Vergesst Martullo-Blocher! Das Schweiz-Englisch dieser Luzerner Hoteldirektorin ist der Brüller

13.06.2016, 11:4115.06.2016, 11:09

Seit wenigen Tagen macht auf den Sozialen Medien gerade ein Video die Runde mit dem schlichten Namen «Hotel MONOPOL Lucerne – At the train station». 

Darin redet Brigitte Heller, die Hoteldirektorin höchstpersönlich, über die Vorzüge ihres 4-Sterne-Hauses – und das auf Englisch. Wie es sich für ein internationales Hotel eben gehört. Zuerst spricht sie über das Hotelgebäude, das wie ein Palast aus Paris oder Venedig aussehe. Der Satzbau ist beinahe perfekt, die Aussprache weniger. Der Schweizer Akzent der Hoteldirektorin ist unüberhörbar. 

«Welcome to the Hotel Monopol in Lusärn»

Ab Sekunde 41 kommt Heller ins Bild und heisst die Gäste willkommen. Die Gäste des Hotels, das «diräktli ät the Train-Station and the KKL Költer änd Convention Center» liegt.

«So bin ich.»
Hoteldirektorin Heller gegenüber watson

watson erreichte Heller am Montagmorgen per Telefon. Sie sei zuerst erschrocken, als sie plötzlich mehrere Mitteilungen betreffend dem Video bekommen habe. Gewisse Bemerkungen seien nicht gerade schmeichelnd gewesen, andere aber sehr ermutigend. «Zuerst war ich geschockt und wollte das Video sofort vom Netz nehmen», sagt Heller. Rasch aber habe sie sich davon erholt und mittlerweile nehme sie es mit Humor, dass sich gewisse Leute über ihren Englisch-Akzent lustig machten. «Das Video ist ehrlich und authentisch. Ich spreche halt mit diesem Schweizerdeutsch-Englisch-Akzent, so bin ich.» Es sei weder ein Fake, noch stehe eine Werbeagentur dahinter. Sie habe es mit Hilfe von Hochschulstudenten selber gedreht. 

Auch den Text schrieb Heller selber. Obwohl sie erstaunt ist, dass das Video momentan total viral geht, glaubt sie, den Schlüssel des Erfolges zu kennen. «Die Leute wollen keine Roboter, sondern echte Menschen und im Video spürt man das.»

Der Clip ist bereits drei Jahre alt. Wer ihn jetzt wieder ausgegraben und neu verbreitet hat, ist unklar. Auf jeden Fall beschert es dem Hotel Aufmerksamkeit und Klicks. Die 42'000 Aufrufe auf Youtube dürften schon bald um ein vielfaches übertroffen werden. Das Video hat ebenso Kult-Potenzial wie Magdalena Martullo-Blochers Seven-Thinking-Steps oder der Werbespot von Bettwaren Fischer. (feb)

Weil es so schön ist: Martullo-Blochers Seven-Thinking-Step-Video ...

... und der Spot von Bettwaren Fischer... 

...und der von Arno Del Curto.

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73 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Rolland Kacsoh
13.06.2016 19:55registriert Juni 2016
The Blocher video was funny because she was so painfully arrogant preaching ludicrously simplistic "thinking steps", but this article is just mean! All Swiss people should be allowed to speak English, French and indeed any language with their elegant Swiss accents without shame! It is beautiful and adds to the diversity of English. I should think that everyone who would mock this lady's lovely accent wouldn't want me to learn Schwiizerdütsch and spoil a language with my own terrible foreign Canadian accent. And to those of you who think so, I say to you: shame!
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Señor V
13.06.2016 12:05registriert März 2015
Ich frage mich, weshalb keiner der Hochschulstudenten Frau Heller davor bewahrt hat, dieses Video online zu stellen... Ich amüsiere mich köstlich über sie, aber für den ursprünglichen Sinn des Videos, ist es eine Katastrophe. Übrigens Frau Heller hat noch mehr auf dem Kasten: Sie war für den Swiss Award nominiert, mit etwas eigensinnigen Methoden zum Kampf gegen Foodwaste.
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rundumeli
13.06.2016 15:47registriert April 2014
das änglisch ist ja irgendwie noch süss, aber erschreckend ist dann die kamera-und tonarbeit der luzerner hochschulstudenten ... schon bei einer kurzfilmnacht letzthin am SRF wollte ich meinen augen nicht trauen ... vermutlich werden die alle zu hochzeitsfilmern ausgebildet ... und sind also im monopol dann schon am richtigen ort ;-)
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