Schweiz
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Der Bauer Felix Merki stellt dem Basler Bischof Felix Gmür ein Bein.  screenshot srf

Sterbehilfe-«Arena»: Der alte Bauer stellt eine kluge Frage und der Abend des Bischofs ist gelaufen

Die «Arena» zum Thema Sterbehilfe hat wenig neue Erkenntnisse zum Thema gebracht, aber eines klar gezeigt: SRF sollte die geistlichen Würdenträger vor sich selber schützen und sie nicht mehr zu politischen Debatten einladen. 



Rund 800 Menschen lassen sich jährlich in der Schweiz im Rahmen des sogenannten assistierten Suizids in den Tod begleiten. Das sind etwa ein Prozent aller Toten. 

Man mag das erstaunlich viel finden oder erstaunlich wenig. Ganz sicher erstaunlich war die einleitende Diskussionsthese in der gestrigen Arena zur Sterbehilfe. Stark verkürzt, aber immer noch adäquat wiedergegeben, lautete diese folgendermassen: Immer mehr ältere Leute trinken einen Giftcocktail, weil sie spüren, dass die jüngere Bevölkerung nicht 12 Milliarden jährlich für ihre Pflegekosten aufwerfen will. 

Suizid statt auf der Tasche liegen?

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Video: streamable

Dass es absurd ist, zu denken, Leute verabreichten sich tödliche Giftmischungen, weil ihre Enkel und Kinder ihr Erbe nicht ins Pflegeheim investiert sehen wollen, leuchtete allen ein. Nur Felix Gmür, der katholische Basler Bischof, konstatierte durch die ganze Sendung hindurch einen «subtilen Druck» gesellschaftlicher Art, der alte, kranke oder invalide Menschen in den Selbstmord treibe und diagnostizierte in diesen Bevölkerungsgruppen pauschal eine Art «schlechtes Gewissen, noch zu leben».

Mit Gmür diskutierten Exit-Präsidentin Saskia Frei, CVP-Präsident Gerhard Pfister und SP-Ständerat und Rechtsprofessor Daniel Jositsch. Jedenfalls versuchten sie es, aber es war natürlich zwecklos. Gmür verwahrte sich seinem göttlichen Auftrag gehorchend gegen jedes vernünftige Argument und lehnte die Beihilfe zum Selbstmord gemäss katholischer Doktrin genau so kategorisch ab, wie den Suizid an sich. 

Der Einspruch des Psychiaters

Exit-Präsidentin Frei, zusammen mit Jositsch im Pro-Sterbehilfe-Lager, hielt ein engagiertes Votum nach dem anderen für den begleiteten Suizid und erklärte, dass Exit weit mehr Menschen vom Suizid abhalte als in den Tod begleite. Ihr härtester Gegner war Psychiater Walter Meili im Studiopublikum, der eindrücklich zu bedenken gab, dass ein Sterbewunsch in den allermeisten Fällen sehr volatil sei und man deshalb als Legitimation für die Sterbehilfe nicht einfach auf das Selbstbestimmungsrecht jedes Einzelnen abstellen kann.

«Der Sterbewunsch ist volatil»

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Video: streamable

Man müsse also sicherstellen, dass niemandem der Suizid erleichtert werde, nur weil ihm oder ihr der Gedanke missfalle, sich im Altersheim von Fremden «das – entschuldigen Sie den Ausdruck – Fudi putzen lassen zu müssen». Frei möchte das offenbar nicht, wie ihre deutliche Antwort zum Ausdruck bringt.

«Fudi putzen lassen» – Ja oder Nein?

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Video: streamable

Während Jositsch sich darauf beschränkte, die derzeit geltenden rechtlichen Rahmenbedingungen für die Sterbehilfe zu erläutern, beschränkte sich CVP-Präsident Gerhard Pfister seinerseits darauf, die Sterbehilfe in das staatliche Gesundheitssystem integrieren zu wollen. Frei musste sich damit nicht nur in der fundamental-ethischen Frage des Selbstbestimmungsrechts des Todeszeitpunkts wehren, sondern gleichzeitig erklären, dass das medizinische Personal die begleitete Sterbehilfe zwar befürworte, diese aber selbst nicht verantworten wolle, weshalb es die privaten Sterbehilfe-Organisationen brauche. 

Erlaubt ist, was nicht verboten ist

Es sei ihm einfach nicht wohl, wenn bei derart lockerer staatlicher Regulierung private Vereine das machen, warf Pfister mehrfach ein. Bischof Gmür war bei dem Gedanken nach staatlicher Regelung natürlich überhaupt nicht wohl. Man diskutiere bei der Sterbehilfe nämlich nicht über Sterbebegleitung, sondern darüber, gesetzliche Rahmenbedingungen für die Unterstützung beim Selbstmord zu schaffen und das könne nicht Aufgabe des Staates sein. Mit der begrifflichen Differenzierung hat Gmür natürlich einen Punkt. Gleichzeitig machte sein gesamter Auftritt deutlich, dass man damit aufhören sollte, Evangelikale und dogmatisch-katholische Funktionäre in Diskussionen über Gesetze auf Bundesebene einzuladen. 

Und das schon nur, um sie vor sich selber zu schützen, wie die Situation verdeutlicht, in der sich Gmür vom 86-jährigen Felix Merki derart in die Pfanne hauen lassen musste, dass es Szenen-Applaus gab. Man achte während Merkis Frage an Gmür auch auf den Gesichtsausdruck von Exit-Präsidentin Frei im Hintergrund. 

«Unter Nächstenliebe abbuchen?»

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Video: streamable

Die einzig richtige Antwort, die Gmür auf diese Frage hätte geben können, sofern er sich auch nur ein bisschen um Sympathiepunkte hätte bemühen wollen, wäre «Ja» gewesen, stattdessen sagte er, dass es auf die Art des Suizids überhaupt nicht an komme. 

«Am Schluss ist man einfach tot!»

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Gmür beteiligte sich je länger je weniger wirklich an der Diskussion und versuchte auch immer weniger, allenfalls jemanden von seinem Standpunkt zu überzeugen. Im Gegenteil, er setzte sein Selbstmord-ist-Selbstmord-ist-Sünde-Mantra noch verstärkt fort. 

«Das ist alles gewalttätig»

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Video: streamable

Für den Basler Bischof Gmür ist also mit anderen Worten jede Art von Sterbehilfe exakt gleich gewalttätig wie unbegleitete Suizidmethoden, wohl weil ein Gewaltakt gegen Gottes Willen. Was bleibt Exit-Präsidentin Frei da noch zu sagen? 

Der geneigte Gebührenzahler wünschte sich die stärkere Beachtung laizistischer Grundsätze bei der Auswahl der «Arena»-Gäste, zumal er schon Kirchensteuer bezahlt, um bei Bedarf Predigten zu hören.

Denn der Bischof diskutierte nicht mit den anderen Gästen im Studio, sondern predigte zu seiner religiösen Anhängerschaft. Bloss nicht in der Kirche, wo er hingehört, sondern im Polit-Talk des Schweizer Farbfernsehens. 

Umfrage

Ist Sterbehilfe ethisch vertretbar?

  • Abstimmen

5,872

  • Ja, jeder soll selbst entscheiden können, wann er geht.85%
  • Nein, prinzipiell nicht.5%
  • Nur bei unheilbar Kranken.10%

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93Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Spooky 05.07.2016 03:46
    Highlight Highlight Als alter Sack kriegt man von den Jungen die Message, dass man überflüssig ist. Ob das immer schon so gewesen ist, weiss ich nicht - ich bin zum ersten Mal alt.
    • NarzisstisteinbloedesmodewortichbinderGrösste 05.07.2016 22:00
      Highlight Highlight Vor ein paar Monaten erlitt meine Grossmutter einen Sturz, der ihre Gehfähigkeit verunmöglichte. Daraufhin sagte sie, dass sie sterben möchte. Nun fanden wir als Familie dies sehr traurig und egoistisch, da sie ein angenehmes und schönes Leben bis dahin hatte und auch weitgehend selbständig leben konnte.
      Meine Grossmutter- gut situiert, aber etwas knausrig mit dem Geld- wird nun jedoch von meiner Schwester und ihrem Freund betreut, die beide eine Ausbildung im sozialen Bereich haben: hätten wir sie ins Pflegeheim gebracht, würde an ihre Pflege Geld vom Staat gezahlt werden (Teil 1).
    • NarzisstisteinbloedesmodewortichbinderGrösste 05.07.2016 22:01
      Highlight Highlight Da sie aber Zuhause betreut wird, gibt es diese Beiträge nicht. Das sind nicht nur ökonomische Fehlanreize, sondern dies schränkt auch das Wohlbefinden ein, wenn Pflegebedürftige plötzlich- von einem Tag auf den Anderen- von ihnen unbekannten Pflegepersonen betreut werden und der Staat dafür sogar noch Anreize schafft. Verbunden mit der relativ lockeren Handhabung der Sterbehilfe in der CH, gibt das schon ein ziemliches "Gschmäckle" (Teil 2).
    • NarzisstisteinbloedesmodewortichbinderGrösste 05.07.2016 22:02
      Highlight Highlight Es gibt Situationen, in denen ich Sterbehilfe durchaus nachvollziehen kann, aber auch wenn ich an die Situation meiner beiden anderen Grosseltern denke und wie es auch ihnen nicht gefiel im Altersheim (worauf sie auch bald starben), denke ich schon, dass gewisse Dinge in diesem Bereich in der Schweiz in der Schieflage sind (Teil 3).
    Weitere Antworten anzeigen
  • andersen 03.07.2016 17:09
    Highlight Highlight Ein Kunde kam dreimal in der Woche zu mir und sagte:
    "Jetzt springe ich vor dem Zug".
    Ich sagte; "Nein, Kurt, dass kannst du nicht machen", bis es eines Tages mir verjagt haben, dann ich zu Ihm; "Weiss was, dann gehe doch, aber ich finde es ein verdammte Sauerei, wenn wir noch die Lungen, das Herz und der Hirne zusammen lesen muss, die überall verspritzt wird."
    Dann sagte Kurt," Nein, mache ich nicht!".

    Also, es geht doch weiter, oder? Das schönste ist doch, dass es gar kein Ende gibt.
  • Too Scoop 02.07.2016 19:39
    Highlight Highlight Da man in der heutigen Zeit so oder so das Leben durch Maßnahmen verlängert ist klar. Man beginnt schon in den jungen Jahren sich das Leben zu "verlängern". Diesbezüglich sollte es auch jedem frei stehen, das Ende seines eh schon zu langen physiologischen Lebens zu setzen. Das Leben zu verlängern ist nicht gleich mit Lebensqualität steigern oder zu verbessern. Meist tötet uns normal nur noch eine Tumorerkrankung oder ein akutes Ereignis. Sonst kann man Medizinisch alles Bzw. Das meiste ausgleichen.Das Sterben bedingt durch das Alter ist häufig nicht mehr alleine gegeben.
  • AnCam 02.07.2016 17:10
    Highlight Highlight Watson
    Ich bin alt und ich sage dir klar, dass der subtile Druck auf die Alten bereits heute spürbar ist. Nächstes mal besser (Generationen übergreifenden) recherchieren. Danke
  • rot 02.07.2016 14:23
    Highlight Highlight Die Diskussion über gesellschaftlichen Druck auf ältere Personen und politische Rahmenbedingungen für Care-Arbeit als "absurd" abzutun, finde ich - unabhängig von der sog. "moralischen" Frage - ziemlich dumm, liebes Watson.
  • Stachanowist 02.07.2016 13:55
    Highlight Highlight Ich sehe Sterbehilfe kritisch aus folgenden Gründen:

    1. Ist es wie die Todesstrafe eine unumkehrbare Entscheidung, die aber letztlich auf dem fehlbaren Urteil von Experten basiert (Richter / Ärzte). Unumkehrbarkeit und Fehlbarkeit sind ein heikler Mix.

    2. steht für ein Gros der Fälle, in denen Sterbehilfe in Anspruch genommen wird, mit der Palliativmedizin eine tötungsfreie Alternative zur Verfügung.

    3. kann die Option der Sterbehilfe, sollte sie sich breit durchsetzen, durchaus zu einem *impliziten* Druck auf Schwerkranke führen, eher bald als einige zehntausend Franken später zu gehen.
    • RiotGurl 02.07.2016 17:07
      Highlight Highlight In der Schweiz gibt es kriterien, wer zur Sterbehilfe zugelassen wird und wer nicht.
      Schau mal "Simons Entscheidung". Auf SRF. Ich hoffe du denkst nachher anders!
  • Jannabis420 02.07.2016 12:48
    Highlight Highlight Finde die Aussage des Bischofs ("Am Schluss ist man einfach tot") ziemlich zynisch. Denke es gibt sehr wohl einen Unterschied, ob man sich gewaltsam tötet, oder mit Hilfe von Medikamenten. Zumal bei den "konventionellen" Methoden der "Erfolg" nicht mal garantiert ist, es gibt Fälle, wo sich Leute erschiessen wollten, aber danach schwer verletzt und mit dauerhaften Behinderungen überlebt haben. Habe grossen Respekt vor Herrn Merki, wie er so offen über das Thema "Tod" spricht, obwohl er selbst schon älter ist. Denke die meisten Menschen verdrängen dieses Thema lieber...
    • Christian Gerber 02.07.2016 21:35
      Highlight Highlight Ja stimmt. Und es kommt sehr wohl darauf an, wie jemand geht. Lassen wir doch den Bischof mal Leichenteile vom Zugsgleis wegräumen, dann sieht er vielleicht den Unterschied.
  • click 02.07.2016 12:00
    Highlight Highlight ich muss zu diesem thema die sterbe-geschichte meines vaters erzählen: im hohen alter beschloss er aus überzeugung der "exit" beizutreten. er wollte unter keinen umständen "pflegebedürftig" werden... eines tages erlitt er einen hirnschlag und kam ins spital. seine patientenverfügung besagte, dass er keine lebens-verlängernde massnahmen wünsche... da er aber nicht mehr fähig war, den erlösenden exit-coctail selber einzunehmen, lies man ihn im besagten spital buchstäblich ver-recken, da aktive sterbehilfe von ärzten immer noch untersagt ist. der todeskampf meines vaters dauerte eine woche!!!
    • SoOderSo 02.07.2016 15:50
      Highlight Highlight Mein herzliches Beileid! So traurig :( darum wärs so wichtig die Sterbehilfe gesetzlich zu regeln...
    • Too Scoop 02.07.2016 19:48
      Highlight Highlight Es ist sehr hart einem solchen Schicksal zuzusehen. Eine Woche "verrecken" klingt daher sehr tragisch. Jedoch müssen wir uns im klaren sein, dass das Empfinden solcher Situationen bei allen beteiligten Personen sehr individuell ist. Die Medizin versucht in solch Situationen das best Möglichste um das Leiden zu vermindern. Schlussendlich stirbt man wohl möglich noch an einer Atemdepression auf Grund von Einsatz des Morphins. Klar, eine ganz schwierige Zeit. Aber wenn jemand "verrecken" muss, geschah einiges Falsch. Es tut mir leid mussten sie Sowas erfahren.
  • Raphael Bühlmann 02.07.2016 11:37
    Highlight Highlight Ich fand die Arena unglaublich langweilig. Bereits nach der ersten Runde waren die Standpunkte aller klar und wurden dann einfach jeweils wiederholt und mit Anekdötchen geschmückt. Es fehlten gute, konkrete Fragen. Die Moderation war leider auch schuld daran.

    Der grosse Fehler war, die politische/gesetzliche Debatte mit der ethisch/philosophischen zu vermischen. Bischof Gmür hat sich nicht der Diskussion verweigert, es gab einfach keine Grundsatzdiskussion. Diese könnte man besser in einer "Sternstunde Philosophie/Religion" führen.
    • Nietram 02.07.2016 11:54
      Highlight Highlight Ich habe nur einen Teil davon gesehen. Mindestens im Fall des Bischofs und von Gerhard Pfister kann ich aber diesen Eindruck auch für den Ausschnitt, den ich gesehen habe, bestätigen.
      Pfister war sowas von bemüht, sein Anliegen, dass irgendwie der Staat und die Ärzte, statt einer privaten Organisation was auch immer tun sollten immer und immer wieder zu wiederholen. Aber man hat trotzdem kein einziges Argument vernommen, was er denn an der heutigen freiheitlichen Situation wie verbessern möchte.
  • BlubbBlubb 02.07.2016 10:38
    Highlight Highlight Ich arbeite auf der Pflege und ich habe nie erlebt, dass sich jemand zum Selbstmord gedrängt fühlt und desshalb Exit wählt. Solche Leute begehen auf andere Weise Suizid. Für die Sterbebegleitung mit Exit ist eine Vorbereitungsphase nötig, in der Beurteilt wird ob jemand wirklich sterben will. Es kommt nicht einfach von einem Tag auf den anderen der Arzt mit dem Gift. Ich finde es eine Frechheit, dass Leute die Sache so stark verurteilen. Die letzte Lebensphase geht aussenstehende nichts an. Wenn man es nicht gutheisst macht man es nicht.
  • demokrit 02.07.2016 10:27
    Highlight Highlight Pfisters Argumentation ist auch hanebüchen: Viele Altersheime und Sterbehospize werden heute - und zwar gewinnorientiert - privatwirtschaftlich betrieben.
    • Nietram 02.07.2016 12:39
      Highlight Highlight Er will doch nur sicherstellen, dass der Staat und die Ärzte da auch noch mitmischeln und es nicht jedem selber überlassen bleibt, welcher Organisation man sich anschliesst.
  • Jokli42 02.07.2016 10:24
    Highlight Highlight Ist Bischof Gmür nur weltfremd und ahnungslos oder ein ausgekochter, herzloser Zyniker, wenn er sagt, jeder könne sich ja auch erhängen oder erschiessen?
    Könnte er sich vorstellen, wie das ist, wenn eine Frau ihren Gatten erhängt in der Garage findet oder mit von einer Kugel zerschmettertem Kopf in der Küche?
    Bagatellisiert er seiner Ideologie zuliebe auch die Traumatisierung von Zugführern oder der Menschen, welche die zerquetschen Körperreste von den Gleisen schaben müssen?
    Leider ist er längst nicht der einzige Religiöse, der seiner Ideologie zuliebe, jede Menschlichkeit verrät!
    • goschi 02.07.2016 11:34
      Highlight Highlight Menschlichkeit hat innerhalb einer dogmatischen Weltsicht doch nie Platz.
    • SanchoPanza 02.07.2016 12:02
      Highlight Highlight deshalb fand ich die Frage des Landwirts super. Anscheinend hat Nächstenliebe und Barmherzigkeit keinen Platz, neben der Entscheidung ins Fegefeuer zu gelangen (wenn man denn daran glaubt).
  • Zeit_Genosse 02.07.2016 10:08
    Highlight Highlight Wir alle haben so unsere Meinung und unseren Glauben. Doch in der Tat sind wir überfordert, als Einzelne und Gesellschaft. Darüber zu debattieren und uns auch für einen selbstbestimmten und aktiv inizierten Tod einzusetzen, bringt uns weiter und möglicherweise näher an die individuellen Lösungen. Frei von Dogmen und Lasten.
  • mbr72 02.07.2016 09:55
    Highlight Highlight Wo bitte ist die Frage des Bauern???? Das ist der Titel des Artikels, gopferdamminomol. Ist das eine Art Suchspiel?
    • Anna Rothenfluh 02.07.2016 10:07
      Highlight Highlight @mbr72: Im eingebetteten Video unter dem Titel «Unter Nächstenliebe abbuchen?» findest du die Frage des Bauern. Vielleicht liest du zuerst den ganzen Artikel, bevor du dich beschwerst, gopfertammininomol ;-)
    • Magman 02.07.2016 10:08
      Highlight Highlight Geht mir auch so, danke 👍
    • Hölzig 02.07.2016 13:22
      Highlight Highlight Und wenn ich in der Sitzung das Video nicht abspielen kann und sich Kopfhörer nicht so gut machen?...habe ich dann kein Recht die Frage des Bauerns zu kennen? 😉 gopfertamminomal
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  • mope 02.07.2016 09:53
    Highlight Highlight Ich weiss und verstehe gar nicht wo dieser Wunsch zum Suizid herkommt... Exit und Konsorten sind Geschäftsmodelle, denen man mit solcherlei Berichten gekonnt zuspielt. Hoffentlich zahlt sich dies für die Medien auch gebührend aus. Ich bin aus Erfahrung absolut gegen Selbsmord und erst recht gegen Beihilfe dazu. Hätte der Herrgott gewollt, dass wir selbst das Licht ausschalten, hätten wir dafür auch einen Schalter.
    • demokrit 02.07.2016 10:15
      Highlight Highlight Exit ist eine Non-Profit-Organisation und der Todeswunsch wird sehr wohl korrekt auf zeitliche Konstanz überprüft. Schalter?: Intelligent Design -> Kreationismus also. Gegen solche Unvernunft hilft Darwins Werk.
    • paddyh 02.07.2016 10:21
      Highlight Highlight Komische Begründung. Da offensichtlich hunderte Menschen in der Schweiz durch Selbstmord umkommen, haben diese ja den von ihnen genannten "Schalter" gefunden.
      Also haben wir ja einen Schalter. Und dem Herrgott sei Dank, dass er uns diesen gegeben hat.
    • Kieran Murphy 02.07.2016 10:31
      Highlight Highlight Wenn du jetzt mal noch dieses Google benutzt, findest du raus, dass Exit und Konsorten keine Gewinne machen dürfen und gesetzlich stark reglementiert und überwacht werden. Von wegen Geschäftsmodell und so. Der Lichtschalter befindet sich unten in der Mitte jeder Pistole. Nur geht bei Betätigung die Glühbirne hässlich kaputt, weshalb saubere Varianten vorzuziehen sind.
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  • Bonifatius 02.07.2016 09:36
    Highlight Highlight Meine Grosstante war bereits über 90 Jahre alt. Ihr Liebster längst verstorben, Kinder hatte sie keine. Sie war seit über 15 Jahre Exit-Mitglied, weil sie wusste, dass sie gehen will, wenn das Leiden zu gross würde. Bevor sie das Medikament nahm lud sie alle Verwandte ein. Wir assen Kuchen und tranken etwas Sekt. Sie erzählte aus ihrem erfüllten Leben und zeigte uns Fotos. Einige Tage starb sie, schmerzlos, friedlich und mit dem Wissen sich von allen verabschiedet zu haben, die sie liebten.
  • Scaros_2 02.07.2016 09:18
    Highlight Highlight Die Frau von meinem Onkel leidet an MS - seit 20 Jahren. Heutiger Stand ist, das sie im Rollstuhl sitzt und gerade noch selbst auf die Toilette kann. Sie hat aber jetzt letztens angedeutet, dass sie Selbstmord machen wird, wenn sie es für richtig halten wird, denn sie selbst habe eine Würde und wolle nicht, das man ihr (sie ist heute 59) die nächsten 10-15 Jahre dann den Hintern wischen muss. Nicht ihr Mann soll das tun und auch keine Pflegeperson. Sie will auch nicht das zusätzliche Kosten entstehen, weil auch wir hätten nichts von einer Frau, die nicht glücklich mit ihrem Leben ist.
  • dracului 02.07.2016 09:05
    Highlight Highlight Herr Gmür hat offenbar noch nie wirklich Leidende gesehen und dabei an Gottes Willen gezweifelt. Selbst wenn die Betroffenen im Morphiumrausch stark sediert werden, stellt sich die Frage, ob so ein Leben noch lebenswert ist. Es ist fast unheimlich, wie Schwerstkranke plötzlich nur noch den Wunsch haben gehen zu dürfen. Es grenzt für mich an Barbarei, dass ihnen in dieser Situation die medizinische Hilfe verweigert wird. Medizin muss nicht immer kurativ sein, sondern kann auch erlösen und dafür bin ich dem medizinischem Fortschritt dankbar!
  • Trasher2 02.07.2016 08:40
    Highlight Highlight Wenn doch alle die Freiheit haben sollen über ihren Tod zu entscheiden, warum akzeptiert ihr es nicht, dass es auch Menschen gibt, die sich freiwillig entscheiden gerade NICHT selbständig den Zeitpunkt ihres Todes zu bestimmen? Aus welcher Überzeugung diese handeln (ob es Glauben, Egoismus, Freude am Leben oder was auch immer ist) müsste euch als freiheitlich denkende Menschen doch egal sein.
    Die Gefahr ist doch, dass aus der Selbstbestimmung plötzlich auf alle geschlossen wird und dann nicht mehr über das ob sondern über den Richtigen Zeitpunkt zum selbstbestimmten sterben diskutiert wird.
  • allesklar 02.07.2016 08:37
    Highlight Highlight der tod ist keine vom leben getrennte sache, welche staatlich reguliert sein sollte. der tod gehört für mich zum leben dazu, ebenso wie die geburt. einjeder sollte also auch hier frei entscheiden dürfen, wann es für ihn der richtige zeitpunkt ist zu gehen.
  • fabianhutter 02.07.2016 08:13
    Highlight Highlight Fassen wir die Geschichte das alten Herrn doch zusammen. Eine Person die einenlgrossen Teil ihrer Freiheit verliert bringt sich um.
    Jetzt schreiben wir sie kurz um und sagen die Person wäre 25 und müsse in den Rollstuhl. Wurden Sie dieser Person immer noch einan Giftcocktail reichen?

    Ich befürchte mit der Sterbehilfe erschaffen wir eine Zweiklassengesellschaft mit Leuten die gerettet werden müssen und anderen die erlöst werden dürfen.
    • goschi 02.07.2016 11:45
      Highlight Highlight Sterehilfe ist Altersunabhängig.
      Wenn ein 25 jähriger aus den selben Gründen jeglichen Lebenswillen verloren hat, so unterstütze ich auch diesen in seinem Wunsch einen würdevollen und selbstbestimmten Tod zu wählen!
    • fabianhutter 02.07.2016 13:53
      Highlight Highlight @goschi: Mein Ansatz wäre eben alles zu versuchen, damit diejenige Person seinen Lebenswillen wieder findet...
    • goschi 02.07.2016 14:41
      Highlight Highlight Und manchmal geht das eben nicht.

      Ich empfehle als Beletristik zu dem Thema "Ein ganzes halbes Leben" von Jojo Moines.
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  • Menel 02.07.2016 06:22
    Highlight Highlight Das Thema ist für mich indiskutabel. Das ist MEIN Körper und wenn ich mal nicht mehr weiter leben mag, dann setze ich MEINEM Leben ein Ende. Ich hoffe, ich muss mich dann nicht vor einen Zug werfen, erschiessen, Pulsadern öffnen oder ähnliches, denn ich möchte eigentlich keine anderen Menschen mit meinem Ableben tangieren.
    Was darüber ein Katholik und sein Gott denkt, ist mir, als Atheistin, herzlich egal.
    • äti 02.07.2016 07:47
      Highlight Highlight Denke ebenso. Auch Atheist. Etwas Suizid Background. Mein offener Punkt bleibt eine Affekthandlung mit evtl. fatalen Folgen. Bester Weg ist: EXIT.
    • fabianhutter 02.07.2016 07:49
      Highlight Highlight Es gibt einfach etwas das ich nicht verstehe. Bis welchem Alter versuchen wir Menschen vom Selbstmord abzuhalten und ab welchem Alter verbuchen wir das unter Sterbehilfe.

      Gerade in der heutigen Zeit, in der Depression endlich als Krankheit anerkannt wird, finde ich diese Entwicklung gefährlich.

      Man unterscheidet nämlich klar zwischen Alten und Jungen Menschen. Wenn eine 21 Jährige Person Suizid begehen will, ist sie depressiv und wird behandelt. 60 Jahre später reichen wir ihr einen Giftcocktail?
    • lukass 02.07.2016 09:23
      Highlight Highlight Eine Sterbehilfe bei einer Depression ist nicht so einfach wie du das hier implizierst.
      Quelle: Faq von dignitas.ch
      Benutzer Bild
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  • recto 02.07.2016 05:49
    Highlight Highlight Bei der Umfrage fehlt die Antwortmöglichkeit "Ich weiss nicht"!
  • Maett 02.07.2016 03:54
    Highlight Highlight Sich für einen Suizid zu entscheiden bedeutet Freiheit. Es gibt einfach Menschen die nicht mehr wollen, oder zufrieden sind und bereit sind zu gehen.

    Deshalb finde ich Sterbehilfeorganisationen etwas wunderbares, da kann man sich noch von all denen man möchte verabschieden, wählt seinen Todestag und verlässt an diesem Tag diese Welt.

    Ich denke dass uns allein schon diese legal existierende Möglichkeit einige durch Unfall begangenen Suizide erspart werden.

    Ausserdem finde ich, dass dem Menschen diese Option offen gehalten werden muss. Ich könnte mir gut vorstellen (irgendwann) so zu gehen.
    • SoOderSo 02.07.2016 10:20
      Highlight Highlight Betazero1 überleg dir bitte mal wie es wäre wenn die sterbewillige Person aus deiner Familie kommt. Was wäre dir lieber: wenn sie sich alleine zb aus dem Fenster wirft oder die Pulsadern aufschneidet, ODER wenn sich die ganze Familie und Freunde von der Person verabschieden können und dieser Mensch dann mit Würde gehen kann (ohne das sie jemand aufgeschlitzt/zermatscht finden muss, das kann traumatisierend sein btw) und bitte: es geht hier nicht um depressive Menschen sondern Menschen die schwerst Krank sind meistens ohne Chance auf heilung. Das sind 2 verschiedene Paar Schuhe
    • Maett 02.07.2016 13:17
      Highlight Highlight @BetaZERO1: die einzige Möglichkeit legal Suizid zu begehen, bei dem man sich auch verabschieden kann, ist halt eben die Sterbehilfe. Ausserdem stelle ich mir das einiges netter vor, als mich irgendwo alleine runterzustürzen o.ä. - bei einer Sterbehilfeorganisation sind mehrere Leute anwesend.

      "Niemand muss sich umbringen" - richtig, aber "jeder KANN sich umbringen". Und darf das auch. Wer bin ich, um die Entscheidung zu sterben von anderen anzuzweifeln? Das ist eben der Punkt, den ich mit der Freiheit angesprochen hatte.
    • SoOderSo 02.07.2016 16:04
      Highlight Highlight Betazero1 wenn du schon so gross von Achtung und Respekt sprichst: wie wärs damit, Menschen die sich aus Gründen für einen Freitod entscheiden zu respektieren und achten in ihrem Entscheid. Ist ja schliesslich IHR leben. Mit sozialer Pflicht kannst du gerne kommen, wenn sich ein Depressiver umbringen will, aber nicht wenn sich jemand bei exit (oä) angemeldet hat (es ist ja nicht so das die alle nehmen und am nächsten Tag kriegen sie das Gift! Bitte mal informieren darüber!) aber wenn ich deine Kommentare so lese, beisse ich hier wohl so oder so auf Granit
  • Gaspadin 02.07.2016 02:24
    Highlight Highlight Ich denke aus theologischer Sicht, ist die Antwort leicht. Es ist Sünde, sich den Freitod zu geben. Es ist auch Sünde jemandem beim Begehen einer Sünde zu helfen. In diesem Fall wäre die Beihilfe zum Suizid kein Akt der Nächstenliebe, sondern das Versagen, jemand von einer Sünde abzubringen. Es ist klar, dass man auch aus (falschem) Mitleid sich mit Sünde beladen kann. Das ist man aber nie gezwungen zu tun.
    • Tilman Fliegel 02.07.2016 07:31
      Highlight Highlight Die theologische Sicht ist eben nicht mit gesundem Menschenverstand gesegnet.
    • SanchoPanza 02.07.2016 08:01
      Highlight Highlight und genau deshalb brauchen wir endlich eine klare Trennung von Kirche und Staat 😉
    • fabianhutter 02.07.2016 11:14
      Highlight Highlight @Gaspadin: Aus theologischer Sicht erspart man sich mit dem Freitod leiden auf der Erde, bürdet sich aber grössere Leiden im Leben nach dem Tod auf.
      Ich will gar nicht darüber diskutieren, ob ein Leben nach dem Tod existiert, aber wenn man daran glaubt, dass es existiert handelt man, auch mit gesundem Menschenverstand, anders als wenn man nicht daran glaubt.
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  • Angelo C. 02.07.2016 01:45
    Highlight Highlight Ein positiver Nebenaspekt ging in der sonst guten Berichterstattung unter: Grossniklaus, der den an einer Lungenentzündung erkrankten Projer nicht nur vollwertig vertrat, sondern ihn in der sehr guten Moderation ganz offensichtlich übertraf! Hoffentlich wird er nun ab und an in der ARENA eingesetzt.

    Von den Aussagen der eigentlichen Diskussionsteilnehmern haben mir diejenigen von Daniel Jositsch am Besten gefallen.

    Wobei - mit Ausnahme Bischof Gmürs - praktisch alle Teilnehmer ebenfalls bedenkenswerte
    Argumente ins Feld führten, bleibt mir der Kirchenvertreter als weltfremd in Erinnerung.
  • fenxi 02.07.2016 01:09
    Highlight Highlight Ob Sterbehilfe oder Abtreibung, das ist eine persönliche Sache und man trägt dafür selbst die Verantwortung. Da haben Aussenstehende nichts vorzuschreiben. Bei mir jedenfalls.
    Leider ist es so, dass andere immer meinen zu Wissen, was für einem gut ist. Die Politik, die Kirche, die Pharmazie, FB, Google, Medien usw.
    Jeder muss schlussendlich selbst wissen wie weit er/sie sich fremdbestimmen lassen will.
    • Trice 02.07.2016 10:32
      Highlight Highlight Abtreibung und Sterbehilfe lassen sich m.E. in keinster Weise vergleichen. Bei Abtreibung tötet man nunmal bewusst sein Kind - das Ungeborene hat keine Wahl.
  • Stachanowist 02.07.2016 01:05
    Highlight Highlight Das SRF lädt immer gerne kath. Geistliche ein, selten reformierte. Die ref. Landeskirche ist gegen die moralische Verurteilung der Sterbehilfe, plädiert aber für die maximale Nutzung der Palliativmedizin. Letztere wird von Sterbehilfebefürwortern gerne ignoriert.

    www.humanrights.ch/de/menschenrechte-schweiz/inneres/person/sterbehilfe/reformierte-kirche-sterbehilfe

    Übrigens, das SRF ist ein privater Verein mit öffentlichem Auftrag. Um religiöse Meinungen aus dem Fernsehen zu verbannen, muss man sich also was anderes einfallen lassen als das Laizismus-Argument.
  • Vinnie 02.07.2016 01:00
    Highlight Highlight Ich verstehe das nicht... Das ist genau wie die Abtreibung oder die Schwulenehe: Was geht jemandem mein Leben an? Oder was geht mich das Leben meiner Nachbarin an? Warum soll ich entscheiden was sie machen darf und was nicht? Das beeinflusst mein Leben und das Leben anderer in keinster Weise.
  • demokrit 02.07.2016 00:47
    Highlight Highlight Völlig einverstanden mit dem SRG-Casting: Dieser hohe Spatz pfiff von dünnem Gebälk.

    "Rund 800 Menschen lassen sich jährlich in der Schweiz im Rahmen des sogenannten assistierten Suizids in den Tod begleiten." - Schweizer oder auch Ausländer, die unter Sittenwächtern leiden?
  • Mnemonic 02.07.2016 00:25
    Highlight Highlight Ein mehr als schwieriges Thema. Ich finde beim besten Willen grad keine Mainzng...0*- http://Meinung...
    • Luc van Halen 02.07.2016 10:10
      Highlight Highlight Man muss auch nicht zu allem eine Meinung haben. Manchmal reicht es, wenn man denen die es betrifft die ihrige lässt.
  • Mafi 02.07.2016 00:08
    Highlight Highlight Spannende Arena, hat aufgezeigt, dass eigentlich nichts gegen die Sterbehilfe spricht, da ja jeder selbst entscheiden kann.

    Wichtig ist, dass gute gesetzliche Grundlagen dafür geschaffen werden - bestmöglich durch eine Volksabstimmung.
    • Nietram 02.07.2016 11:35
      Highlight Highlight Genau für solche Fragen braucht es keine Volksabstimmungen. Es genügt festzustellen, dass in diesem Bereich die Freiheit des Menschen oberste Priorität hat.
  • Pointer 01.07.2016 23:57
    Highlight Highlight Auf die Art des Selbstmordes kommt es wirklich nicht an. Man hätte der Frau besser das Gefühl gegeben, dass sie immer noch wertgeschätzt wird und ein Mitglied der Gesellschaft ist.
    Um zum "Selbstmord ist Sünde": Ja das ist gemäss Bibel so, wenn aber ein Mensch Jesus als seinen Retter annimmt, so wird ihm auch diese Sünde nicht angerechnet und er wird gerettet werden!
    • demokrit 02.07.2016 00:59
      Highlight Highlight Bei Exit wird man erst in eine Vollnarkose gesetzt und erleidet wenn man weg ist, einen Herzstillstand. Wenn man aus dem Balkon springt, ist der Aufprall bei vollem Bewusstsein äusserst schmerzhaft und der Tod auch überhaupt nicht sicher. Dazwischen liegen Welten.
    • mope 02.07.2016 09:59
      Highlight Highlight Richtig. Hier hat das Pflegepersonal völlig versagt.
  • Queershnitt 01.07.2016 23:55
    Highlight Highlight 8000 bei Sterbehilfe und das bei 800'000 Toten jährlich? nicht etwas hoch gegriffen?

    Laut meinen Statistiken vom BFS (kurz vor der Sendung studiert) sind es je 300 (schweizer) Freitode und total ca. 64'000 Tote.
    • dickmo 02.07.2016 00:11
      Highlight Highlight @Queershnitt: Stimmt, sind etwa 800. Ist ein 0 zuviel reingerutscht. 800'000 Tote jedes Jahr wäre nicht gut. Ausser für die AHV. Und die Pensionskassen.
    • _kokolorix 02.07.2016 10:04
      Highlight Highlight Wir müssen einfach einsehen, dass die Überalterung ein vorübergehendes Phänomen ist. Schliesslich können wir künftigen Generationen scheinbar problemlos und ungefragt Strahlenmüll hinterlassen, da sollten wir doch auch für ein paar Jahre die vernünftige Versorgung der Alten organisieren können. Dafür würde es sich lohnen Geld zu drucken und nicht für die Rettung ergaunerter Bankervermögen.
      Die heutige Situation ist einfach unhaltbar. Altersheime als profitorientierte Firmen zu betreiben ist schlicht ein Verbrechen unserer bürgerlichen Politiker. Aber die Alten wählen die ja...

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