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AZ/NZZ und Tamedia/Goldbach: WEKO genehmigt Medien-Grossprojekte



Grünes Licht für zwei Grossprojekte in der Medienbranche: Die Wettbewerbskommission (WEKO) hat der Gründung des Joint Ventures zwischen AZ Medien (die auch watson herausgeben) und NZZ-Regionalmedien nach vertiefter Prüfung ohne Auflagen zugestimmt.

Zeitungen der AZ Medien und der NZZ Mediengruppe liegen auf einem Tisch, am Mittwoch, 1. November 2017, in Zuerich. Die Regionalmedien der NZZ-Gruppe sowie deren Online-Portale sollen in ein gemeinsames Joint Venture mit den AZ Medien eingefuehrt werden. (KEYSTONE/Christian Beutler)

Einige der Zeitungen, die «CH Media» herausgeben wird. Bild: KEYSTONE

Zudem hat die WEKO auch die Übernahme des Werbevermarkters Goldbach durch Tamedia genehmigt. Nach einer vertieften Prüfung sei den Übernahmen ohne Auflagen oder Bedingungen zugestimmt worden, teilte die WEKO am Donnerstag mit. Der Vollzug der Goldbach-Übernahme erfolge innerhalb der nächsten zehn Börsentage, heisst es in einer separaten Mitteilung der Goldbach Gruppe. Nach Abschluss des Verfahrens werde Tamedia die verbleibenden Minderheitsaktionäre entschädigen und die Goldbach Group dekotieren.

Bedenken sind da

In Bezug auf die Medienzusammenschlüsse der AZ Medien und des Verlagshauses NZZ äussert die WEKO jedoch gewisse Bedenken. Es bestünden Anhaltspunkte, dass die Gründung des Gemeinschaftsunternehmens in den Lesermärkten eine marktbeherrschende Stellung begründe oder verstärke. Dies betreffe insbesondere die Tageszeitungen in den Gebieten Solothurn und Aargau sowie den Zeitschriften-Werbemarkt im Bereich Gebäudetechnik.

Allerdings sei nicht zu erwarten, dass die Gründung des Gemeinschaftsunternehmens den beteiligten Unternehmen die Möglichkeit der Beseitigung wirksamen Wettbewerbs auf den genannten Märkten eröffnet. Nach dem Zusammenschluss verblieben weiterhin starke Konkurrenten wie Tamedia und Ringier, so die WEKO weiter. Zudem führe der Zusammenschluss auf dem Markt für Sonntagszeitungen zu keiner relevanten Änderung der Wettbewerbssituation.

20 Bezahlzeitungen in 13 Kantonen

Die NZZ-Mediengruppe und die AZ Medien haben im vergangenen Jahr angekündigt, dass sie ihre Regionaltitel zusammenlegen und ein Unternehmen schaffen wollen, das 20 Bezahlzeitungen in 13 Kantonen unter einem Dach vereint.

Die «Neue Zürcher Zeitung» bleibt bei der NZZ. Ebenso ist watson ist nicht Teil des Joint Ventures und wird eigenständig bleiben. Das Joint Venture soll den Namen «CH Media» tragen. 

«CH Media» soll mit über 80 Marken jeden zweiten Einwohner in der Ost-, Nordwest- und Zentralschweiz über Print, Online, TV und Radio erreichen und wird an über 25 Standorten in der Region präsent sein. Damit wird das neue Unternehmen die Nummer eins in der Deutschschweiz werden, wie Etienne Jornod, Verwaltungsratspräsident der NZZ-Mediengruppe, bei der Präsentation im Dezember 2017 sagte.

Axel Wuestmann, CEO AZ Medien, von links, spricht neben Peter Wanner, Verwaltungsratspraesident der AZ Medien, Etienne Jornod, Verwaltungsratspraesident der NZZ, und Pascal Hollenstein, Leiter Publizistik NZZ, an der Medienkonferenz zum Joint Venture Zusammenschluss der AZ Medien und der NZZ-Mediengruppe, aufgenommen am Donnerstag, 7. Dezember 2017 in Zuerich. (KEYSTONE/Ennio Leanza)

Axel Wüstmann, Peter Wanner, Etienne Jornod und Pascal Hollenstein. (v.l.) Bild: KEYSTONE

An der neuen Aktiengesellschaft CH Media werden die beiden Unternehmen AZ Medien und NZZ Mediengruppe zu gleichen Teilen beteiligt sein. Der Verwaltungsrat des Joint Ventures wird von Peter Wanner präsidiert. CEO des neuen Unternehmens wird Axel Wüstmann, derzeit CEO der AZ Medien; Publizistischer Leiter wird Pascal Hollenstein, aktuell Leiter Publizistik der Regionalmedien der NZZ-Mediengruppe. (sda/mlu)

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