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The Swiss Times: Zwischen Online-Medium und Propaganda

The Swiss Times: Ein Angriff auf die Schweizer Medien – mit geschlossenem Visier

Ein Online-Medium und die herausgebende Firma verbreiten rechtsgerichtete Inhalte und beschwören das Bild einer Schweizer Medienlandschaft, die intransparent und von Propaganda geleitet ist. Das Problem: The Swiss Times will selbst kaum Informationen preisgeben.
28.07.2023, 09:2807.08.2023, 14:01
Lara Knuchel
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«The Swiss Times: Wer steckt hinter dieser Website?» Diese Frage stellte sich ein Reddit-User vor gut einem Monat. Er hat dafür einen Thread erstellt, in dem er an die Community gerichtet schreibt: «Auf Twitter wird mir immer wieder der Account The Swiss Times empfohlen. Er behauptet, ‹unabhängig› zu sein. In Wirklichkeit kommentiert er viele Nachrichten aus einer eher rechtsgerichteten Perspektive im US-Stil.»

Der User möchte wissen, ob jemand mehr weiss über die Organisation, die dahintersteckt, und wie sie sich finanziert.

Fragen wie diese haben wir uns ungefähr zur selben Zeit auch gestellt. Auch unter Journalistinnen und Journalisten ist der Twitter-Account nämlich ein Begriff. Das Problem: Es gibt kaum Informationen dazu. Zeit also für eine Spurensuche.

The Swiss Times: Viele Artikel, wenig Namen

Der Twitter-Account The Swiss Times hat rund 20'000 Follower. Offenbar wird er aber auch zahlreichen Leuten vorgeschlagen, die der Seite nicht folgen. Der Account existiert seit November 2021 und wird beschrieben als «Media & News Company». Verlinkt ist die Website theswisstimes.ch.

Screenshot The Swiss Times, Zugriff: 12. Juli 2023
Ein Screenshot der Website, Zugriff am 12. Juli 2023. screenshot: theswisstimes.ch

Auf den ersten Blick wirkt The Swiss Times wie eine herkömmliche News-Website: Zuoberst steht ein schwarz-rot-weisses Logo in einer Schrift, die (mit Ausnahme der Farben) an andere, bekannte Newsplattformen wie zum Beispiel die «New York Times» erinnert. Darunter finden sich gewöhnliche News-Rubriken wie «Politics», «Business & Finance» oder «Culture».

«Was mich am meisten stört, ist, dass die Autoren der Artikel nicht genannt werden. Das gibt mir ein mulmiges Gefühl bei der Sache.»
Ein weiterer Reddit-User

Die Artikel darunter lassen zunächst nichts Auffälliges erkennen, pro Tag erscheinen ein bis zwei davon. Am Mittwoch, dem 12. Juli, berichtet die Swiss Times zum Beispiel über die Gewitter der vergangenen Nacht oder den Fall der Leichtathletin und Transfrau Caster Semenya. Die meisten Beiträge auf der Seite sind übersetzte Artikel der Nachrichtenagentur Keystone-SDA, bei der auch watson und viele weitere Newsplattformen über ein bezahltes Abonnement verfügen.

Die Swiss Times widme sich «der Aufgabe, Nachrichten und Geschichten aus der Schweiz an Leser in aller Welt zu bringen». So steht es unter dem spärlichen Reiter «Über uns». «Wir», das sei ein kleines Team aus Expats, das die Schweiz «aus anderen Augen» sehen wolle.

Gegen die Corona-Impfung, die EU und erneuerbare Energien

Auf Twitter hingegen kommt der Auftritt der Swiss Times etwas greifbarer daher. Denn dort wird – meist in subtil aufwieglerischer Manier – Stimmung gemacht: gegen andere Medien, die Corona-Berichterstattung, die Corona-Impfung, aber auch gegen die EU, das WEF in Davos oder erneuerbare Energien. Zudem wurde klargemacht, dass man mit den Ergebnissen der Abstimmungen im Juni nicht einverstanden war.

Die Swiss Times tut ihre Meinung meist nicht durch eigene Tweets kund, sondern re-tweetet andere. Trotzdem wird schnell klar, wo das Online-Medium politisch steht.

«Wir müssen uns weiterhin den Kräften widersetzen, die uns dieser Bande von korrupten, selbstherrlichen Dieben näher bringen.»
The Swiss Times auf Twitter über die EU

Wer hingegen nur die Webseite besucht, braucht für diese Erkenntnis etwas länger. Vereinzelt publiziert die Swiss Times auch auf ihrer Webseite Artikel, die nicht von einer Agentur stammen. Oft sind es zusammengefasste Artikel von anderen Medien, die stets verlinkt werden. Eine grosse Mehrheit der Artikel gewährt aber keine Angaben zu einer Autorin in Form eines Namens oder eines Kürzels.

Und dann gibt es noch diverse Gastbeiträge, zum Beispiel ein Kommentar (der nicht als solcher gekennzeichnet wird) eines Schweizers über muslimische Angehörige des Schweizer Militärs. Der Mann wird kurz als weit gereister Vater und Ehemann beschrieben, der sich für Politik und besonders für «Demokratie, Souveränität und Unabhängigkeit» interessiert. Der Autor wirft dort zwar «lediglich Fragen» auf, seine Haltung kommt dennoch deutlich zum Vorschein.

«Diese rassische, ethnische und/oder religiöse Vielfalt, so sagt man es uns, sei eine erfolgreiche Strategie – auf allen Ebenen unserer Gesellschaft, sogar beim Militär.»
Emanuel Boder, Swiss Times

Der Herausgeber: UltraSwiss AG

Nun ist es natürlich keine Straftat, das Geschehen in der Schweiz aus einer rechts-konservativen Perspektive zu beschreiben. Die «Weltwoche» dürfte sich daran noch am ehesten stören, weil sie potenzielle Konkurrenz erhält.

Wenn aber bei der politischen Haltung keine Transparenz herrscht, über die Herausgeberschaft oder über die Mitarbeitenden kaum Angaben bestehen, wird es schon eher problematisch. Insbesondere dann, wenn das Design suggeriert, dass es sich um ein etabliertes Medium handelt.

«Ich habe UltraSwiss aus dem Wunsch heraus gegründet, mit anderen zu teilen, was ich während meines Aufenthalts in der Schweiz entdeckt habe: die Kraft des gesunden Schweizer Lebens.»
Harald Philipp

Unter «Über uns» lernen wir: Herausgeber ist die Firma UltraSwiss AG mit Sitz in Baar, Kanton Zug. Eine Telefonnummer oder eine E-Mail-Adresse gibt es nicht, auch nicht auf der Website der UltraSwiss AG. Dort lernt man dafür, dass ein Mann namens Harald Philipp der Gründer der Firma ist.

Er sei 2010 von England in die Schweiz eingewandert und seither vom Land fasziniert, besonders von seiner gesunden Ernährung, dem Glücklichsein der Menschen und der Kultur. Ein Blick in das Handelsregister zeigt: 2021 wurde die Firma gegründet, Zweck sei «Vermarktung und Vertrieb von Waren aller Art, insbesondere von in der Schweiz hergestellten und/oder Schweizer Markenprodukten». Im Oktober 2022 kam dann hinzu: «[...] sowie Tätigkeiten im Medienbereich und in der Informationsvermittlung, insbesondere die Erstellung von journalistischen Arbeiten aller Art im Bereich Online-Medien.»

Ein YouTube-Video mit bekannten Gesichtern

Es ist schwierig, Harald Philipp zu kontaktieren. Im Internet sind weder Mail-Adresse noch eine Telefonnummer auffindbar. Wir finden Herrn Philipp auf LinkedIn (sein Nachname wird allerdings nur als P. angegeben), wo wir erfahren, dass er US-Amerikaner ist und lange als Electronic Design Engineer gearbeitet hat. Wir wollen ihn als Kontakt hinzufügen, doch dafür muss man seine E-Mail-Adresse kennen. Ähnliches bei seiner Webseite, wo die Eingabe eines Usernamen und eines Passworts gefordert wird.

Dafür stösst man auf ein Video, das vom «Verein für Aufklärung» produziert, von der UltraSwiss AG laut eigenen Angaben mitfinanziert und auf YouTube gestellt wurde. Der Film wird folgendermassen beschrieben:

«Welche versteckten Einflüsse gibt es in einem Land, das sich der direkten Demokratie rühmt, auf kritische demokratische Institutionen – insbesondere auf die Massenmedien? Welche dunklen Kräfte lauern in den Redaktionen, die absichtlich verschleiert werden? Wer will die Demokratie untergraben, indem Propaganda in die Berichterstattung eingebaut wird, und was will man damit bezwecken? Tipp: Es ist wahrscheinlich nicht, wer Sie denken.»

Der Film dauert eine gute halbe Stunde. Darin wird, kurz gesagt, der Untergang der Pressefreiheit und damit der Demokratie in der Schweiz beschwört. Linda Carmen Schmid, eine Informatikerin, von der sich bei der Internetsuche herausstellt, dass sie sich gegen das Covid-Zertifikat engagiert hatte, macht sich dort auf «Spurensuche». Sie finde das heutige Printmedien-Angebot zu reisserisch und unkritisch und sei nicht die Einzige, die «den Eindruck von Propaganda» habe.

Linda Carmen Schmid befragt bekannte Leute zur Demokratie und zur Pressfreiheit: Ein ehemaliger Chefredaktor des «Blick», ein bekannter Journalist des «Tages-Anzeiger», Olivier Kessler (Vater der No-Billag-Initiative) und ein berühmter Ökonom äussern sich dabei, gelinde ausgedrückt, kritisch zur fehlenden Medienvielfalt.

Youtube Video von UltraSwiss AG, The Swiss Times
Linda Carmen Schmid findet «das heutige Printmedien-Angebot zu reisserisch und unkritisch.» bild: screenshot youtube/Ultraswiss

Thomas Kessler, ein Politiker aus Basel, sagt im Video, das im April 2023 erschien: «Ich vertraue auf den Journalismus und die Konkurrenz, dass man kritisch nachfragt, dass man öffentlich macht: ‹Hier wissen wir genau, wer wo steht, und hier wissen wir es eben nicht.›»

Mit der eigenen Transparenz scheint es die UltraSwiss AG hingegen nicht so genau zu nehmen. Auf YouTube schreibt das Unternehmen, der Film sei mit «zusätzlicher Unterstützung» der Swiss Times realisiert worden. Vom Verein für Aufklärung hingegen heisst es, man hätte vor Veröffentlichung des Filmes keinen Kontakt zur Swiss Times gehabt. Diese habe sich erst später gemeldet und mit einer Spende eine Übersetzung auf Englisch mitfinanziert.

Schweigen ist Gold

Auf der Suche nach mehr Informationen zu den Herausgebern stossen wir schliesslich auf eine US-Amerikanerin, Paige Baschuk, die in Genf lebt und auf LinkedIn angibt, Chefredaktorin von UltraSwiss zu sein. Sie reagiert nicht auf unseren Anruf. Auf die Frage per Mail, ob sie uns Auskunft geben kann, schreibt sie: «Ich bin nicht mehr bei der Swiss Times. Ich bin im Urlaub mit meiner Familie. Bitte kontaktieren Sie Harald Philipp.»

Wir schreiben dem Gründer eine Anfrage an die von Baschuk angegebene E-Mail-Adresse. Diese bleibt lange unbeantwortet. Schliesslich schreibt uns Philipp, er sei derzeit auf Reisen und könne nicht telefonieren. Er will aber wissen, worum es geht. Wir erklären, dass wir im Namen der Transparenz in den Medien mehr über die Swiss Times erfahren wollen: Wer schreibt für die Swiss Times? Und vor allem: Wie finanziert sie sich? Gerade diese Frage stellt sich insbesondere, da der YouTube-Film anderen Medien vorwirft, dort keine Transparenz herzustellen. Er könne unsere Fragen gerne auch per Mail beantworten, schreiben wir. Bis zum Abschluss des Artikels haben wir von Herrn Philipp nichts mehr gehört.

Was dürfen Online-Medien?

Wann ist «keine Auskunft» problematisch – und wann sogar illegal? Eine Nachfrage bei verschiedenen Akteuren wie Swissinfo (das ebenfalls üblicherweise nicht deutschsprachige Menschen adressiert), den Herausgebern des Medien-Qualitätsmonitorings und dem Schweizer Presserat zeigt: Alle haben bereits von der Swiss Times gehört oder gelesen, Genaues weiss aber niemand.

Fakt ist: Für Online-Medien besteht in der Schweiz keine Bewilligungs- oder Konzessionspflicht. «Online-Medien sind in der Schweiz bislang weitgehend unreguliert», bestätigt uns Martin Steiger, Rechtsanwalt und Kenner des Medienrechts. Sollte sich ein Medium aber nicht erkenntlich machen, gibt es also keine Impressumspflicht? Die Swiss Times gibt bei ihrem Impressum lediglich an, dass die UltraSwiss AG Herausgeberin ist, eine Post- oder E-Mail-Adresse ist zunächst nicht ersichtlich.

Steiger sagt, während in den Nachbarländern weitgehend eine solche Pflicht besteht, gibt es in der Schweiz keine entsprechende Strafbarkeit: «Ein Impressum ist für Online-Medien in der Schweiz üblich, aber nicht zwingend erforderlich.»

Online-Medien müssen allerdings auf Anfrage ihren Sitz und die Identität der Verantwortlichen offenlegen. Ausserdem müssen sie eine Datenschutzerklärung veröffentlichen, wo Kontaktangaben zu finden sein müssen, gemäss Steiger. Wir schauen erneut nach, und siehe da: Zuunterst auf der über dreitausend Wörter umfassenden Datenschutzerklärung lässt sich eine Admin-Mail-Adresse und eine Postadresse zur UltraSwiss AG finden.

Noch keine Beschwerde beim Presserat

Doch handelt es sich bei der Swiss Times überhaupt um ein Online-Medium? Zumindest der Auftritt scheint es den Lesenden glaubhaft machen zu wollen, und auch auf Twitter identifiziert sich The Swiss Times als solches.

Der Bund schreibt in einem Beitrag: «Die schweizerische Medienregulierung ist zurückhaltend; sie hat vor allem den Zweck, die Medienlandschaft zu ordnen, den Service public sicherzustellen, unnötige Experimente zu vermeiden und die Medienfreiheit zu schützen.» Sie arbeite daher mit zahlreichen Gremien, die in etlichen Fällen durch die Branche eingesetzt wurden.

Eines dieser Gremien ist der Schweizer Presserat. Auf Anfrage schreibt Ursina Wey, Rechtsanwältin beim Presserat: «Der Presserat hat bisher noch nie prüfen müssen, ob es sich bei The Swiss Times um ein Medium mit journalistischen Inhalten handelt, welches in seinen Zuständigkeitsbereich fallen würde. Der Presserat tut dies bei Eingang einer Beschwerde in jedem Einzelfall.»

Grundsätzlich gilt gemäss einer Bestimmung des Presserats von 2019 als «Veröffentlichung journalistischen Charakters» jede Publikation, die aus einer Tätigkeit resultiert, welche «aus unabhängiger Warte Material sammelt, auswählt, bearbeitet, interpretiert oder kommentiert». Reine Propagandainhalte seien damit ausgeschlossen.

Zwischen Online-Medium und Propaganda

Dass es sich bei der Swiss Times um reine Propagandainhalte handelt, dürfte bezweifelt werden, da die meisten Artikel im Grunde objektiv erscheinen – oder von der Agentur Keystone-SDA übernommen werden. Wenn, dann werden Inhalte mit Meinungs- oder Propagandacharakter vor allem über den Twitter-Account verbreitet. Und dieser erreicht offenbar eine Menge von Usern.

Die E-Mail-Adresse haben wir – auch nach mehrmaligem Durchstöbern – erst nach dem Tipp von Martin Steiger gefunden, die E-Mail-Anfragen blieben weitgehend unbeantwortet. Es scheint also offensichtlich, dass der Inhaber lieber nicht möchte, dass man ihn kontaktiert. Und das, obwohl gerade die UltraSwiss AG anderen Medien vorwirft, intransparent zu sein. Rechtsanwalt Steiger ordnet ein: «Es gibt selbstverständlich viele Medien, die keinen Wert auf Glaubwürdigkeit und Transparenz legen, gerade auch online. Solche ‹alternativen Medien› versuchen immer wieder, sich einen seriösen Anspruch zu geben, obwohl sie LGBTQIA+-Hass, Pandemie-Lügen oder Russland-Propaganda verbreiten.»

Wir hätten deshalb gerne wissen wollen, was das wirkliche Motiv für die Gründung der Newsplattform war. Also: Wer ist für die Social-Media-Accounts zuständig? Oder auch: Wer ist redaktioneller Verantwortlicher? Und vor allem: Wie finanziert sich die Swiss Times? Diese Fragen haben wir sowohl per E-Mail dem Gründer als auch über das Kontaktformular der Swiss Times gestellt. Sie blieben unbeantwortet.

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Sexismus in den Medien
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Sexismus in den Medien
quelle: shutterstock / screenshot blick / bearbeitung watson
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111 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Steasy
16.07.2023 10:32registriert Dezember 2019
Frei nach dem Motto: Im Sinne der Transparenz haben wir entschieden anonym zu bleiben und geheimzuhalten wie wir die ganze Aktion finanzieren. Und im Sinne der Unabhängigkeit beantworten wir keine weiteren Fragen zu den Hintergründen.

Immerhin hat Köppel noch genug Narzissmus in den Knochen um mit seinem Namen und Gesicht als Herausgeber der Weltwoche hinzustehen, obwohl die Inhalte da ebenso fragwürdig sind.
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Jason84
16.07.2023 10:53registriert März 2016
Tja. So ist das in konservativen Kreisen mit der Transparenz. Alle anderen sollen immer komplett transparent sein.
Sie selber möchten das dann aber doch nicht sein.
Siehe SVP Parteispenden, Nebeneinkünfte, Lobbying…
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Chill Dude
16.07.2023 11:21registriert März 2020
Achtung Ironie:
"Er sei 2010 von England in die Schweiz eingewandert"
und ist Amerikaner.
Immer diese ausländische Einmischung.
Ernsthaft:
Grundsätzlich ist Konsumenten solcher "News" egal woher die Inhalte kommen, Hauptsache sie bestätigen die eigene Wahrnehmung.
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