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Asylgesuche Schweiz: Im Mai auf gegen 2400 gestiegen

Zahl der Asylgesuche im Mai auf gegen 2400 gestiegen

17.06.2024, 12:2817.06.2024, 14:01
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Die Zahl der in der Schweiz gestellten Asylgesuche ist im Mai gestiegen. Registriert wurden beim Staatssekretariat für Migration 2357 Gesuche, rund drei Prozent mehr als im Vormonat und rund 15 Prozent mehr als im Mai 2023.

Die meisten Gesuchstellerinnen und Gesuchsteller kamen im Mai aus Afghanistan, nämlich 840. 241 dieser Gesuche stammten von neu Eingereisten, wie das Staatssekretariat für Migration (SEM) am Montag mitteilte. Rund 500 Gesuche von afghanischen Staatsangehörigen wurden im Zusammenhang mit der neuen Praxis gegenüber Afghaninnen gestellt.

Frauen und Mädchen aus diesem Land erhalten in der Schweiz in der Regel Asyl, ihre Gesuche werden aber weiterhin einzeln geprüft. So handhaben es die Schweizer Behörden seit Juli 2023, auf Empfehlung der Europäischen Asylagentur (EUAA).

ARCHIVBILD --- ZUR MK VON BR SOMMARUGA ZUR VERABSCHIEDUNG DES BUNDESRATES DES SACHPLANS ASYL, AM MITTWOCH, 20. DEZEMBER 2017, ERHALTEN SIE FOLGENDE THEMENBILDER --- Asylsuchende in der Schule, aufgeno ...
Geflüchtete in der Schweiz. (Archivbild)Bild: KEYSTONE

Die Lage für Frauen und Mädchen habe sich mit der Machtübernahme der Taliban kontinuierlich verschlechtert und die Grundrechte für Frauen seien stark eingeschränkt, begründete das SEM die geänderte Praxis. SVP und FDP wollten das SEM mit Parlamentsvorstössen zurückpfeifen. Mit dem knappen Nein des Nationalrates in der Sommersession zu diesem Vorhaben bleibt die Praxis nun aber bestehen.

Am zweitmeisten Gesuche kamen von Türkinnen und Türken. Dahinter folgten die Herkunftsstaaten Eritrea, Algerien und Marokko, wie das Staatssekretariat für Migration (SEM) am Montag mitteilte.

65'800 Menschen mit Schutzstatus S

Im Mai wurden 3167 Asylgesuche erstinstanzlich erledigt. Auf 1036 traten die Behörden nicht ein. 873 Personen erhielten Asyl und 464 wurden vorläufig aufgenommen. Die Zahl der erstinstanzlich hängigen Fälle sank im Vergleich zum April 2024 um 437 auf 13'131.

Im Mai reisten 938 Personen kontrolliert aus oder sie oder wurden in ihr Herkunftsland oder einen Drittstaat zurückgeführt. Für 802 Personen fragte die Schweiz ein Dublin-Land um Übernahme an und 215 Personen konnten in ein Dublin-Land überstellt werden.

Den Schutzstatus S gewährt die Schweiz seit über zwei Jahren Geflüchteten aus der Ukraine. Ende April lebten 65'827 Personen mit Schutzstatus S in der Schweiz. In bisher 24'412 Fällen wurde der Status wieder aufgehoben. (rbu/sda)

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10 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Schlaf
17.06.2024 13:05registriert Oktober 2019
Wir müssen uns schleunigst so unattraktiv wie möglich machen.
Will gar nicht wissen, was alleine die kontrollierte Ausreise von abgewiesenen Asylbewerbern die CH kostet.
Sind knapp deren 1000 im Monat Mai gewesen.
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Sebastianus
17.06.2024 14:54registriert Dezember 2023
Da ist die nächste Katastrophe nicht mehr weit. Immer noch werden alle belohnt, gratis wohnen, essen, Krankenkasse, sackgeld, etc. So wie sich das jeder vorstellt der alle tage von Morgens bis Abends arbeiten geht.
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heidimirweidibeidi
17.06.2024 14:05registriert Juni 2024
Der Bieler Prediger konnte man auch nicht ausschaffen. Das Berner Obergericht hob kürzlich die Landverweisung des verurteilten Laienpredigers Abu Ramadan auf – Betrug und Rassendiskriminierung führen nicht zur Ausweisung (obwohl er offenbar mehrfach zurück in seine Heimat Lybien reiste) War nie im Arbeitsprozess, lebt jetzt von der AHV. Ist der Landessprache nicht mächtig, Staat stellt Dolmetscher und kostenlosen Anwalt. Wieso gewähren wir solchen Leute das "bedinungslose Grundeinkommen"? Ich stelle da ernsthaft die Frage, ob solche Zuzüge wertvoll sind für unsere Gesellschaft, sorry.
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