Schweiz
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Die neue SRF-Direktorin Nathalie Wappler hat in mehreren Interviews vom Samstag den Umbau beim SRF skizziert. (Archivbild)

Nathalie Wappler, Direktorin von Schweizer Radio und Fernsehen. Bild: KEYSTONE

Offen gesagt

Liebe Frau Wappler, verlangen Sie Ihren Platz an der Sonne...!

Nathalie Wappler, die Direktorin von SRF macht die einstige Radio- und TV-Anstalt im Rahmen von «SRF 2024» zum Digital-Konglomerat. Über die Folgen aber spricht sie nicht.



Liebe Frau Wappler

Vor etwas mehr als 100 Jahren waren die Deutschen verdrossen. Alle anderen grossen Industrienationen hatten die Welt schon weitestgehend kolonialisiert. Und auch als Afrika in einer einzigen Monstersitzung unter den europäischen Grossmächten aufgeteilt wurde, fielen für das deutsche Kaiserreich nur Brosamen ab.

Enttäuscht und wütend gab Aussenminister Bernhard von Bülow das einzige Zitat zum Besten, an das man sich heute noch erinnert: «Wir wollen niemanden in den Schatten stellen, aber wir verlangen auch unseren Platz an der Sonne!»

Das kam sehr gut an, nicht so sehr bei den anderen Ländern natürlich. Aber bei den eigenen Leuten. Von Bülow wurde später Reichskanzler.

Ich habe mich kürzlich wieder an ihn erinnert, als ich von Ihren Problemen mit dem Projekt «SRF 2024» gehört habe.

Sie trimmen das SRF ja auf eine Digital-Strategie. Weg von den überalterten linearen Kanälen, hinein in die jungen Digitalen Medien. Statt «Eco» und «Sportpanorama» im TV lieber Kiko und Gabirano in der Handy-App.

Bloss scheint es ein wenig unbeliebt, das Projekt «SRF 2024». Sie haben die Journalisten und die Öffentlichkeit nicht so richtig hinter sich.

In der Zeitung lesen wir von mittelschweren Aufständen in Ihrem Newsroom. Wir hören von Grabenkämpfen zwischen den linearen TV- und Radio-Leuten und den social Digital-Leuten. Und die NZZ schreibt Ihr Vorhaben kurzerhand in die Ungesetzlichkeit, weil Ihre Online-Aktivitäten in diesem Ausmass von der Konzession gar nicht abgedeckt seien.

Ob das stimmt, weiss ich nicht.

Aber ich finde, dass Sie nicht ganz redlich sind. Sie behaupten, SRF habe gemäss Konzession den Auftrag, sein Programm in die sozialen Medien zu tragen. Sie behaupten, das Online-Angebot von SRF bestehe überwiegend aus Bewegtbild- und Audio-Inhalten. Sie behaupten, SRF konkurrenziere mit seinem Newsangebot im Netz die bestehenden privaten News-Angebote nicht.

Aber eigentlich stimmt das alles nicht.

Die Konzession sieht nur vor, neue technische Kommunikationsmöglichkeiten zu nutzen und Social Media «kreativ auszuloten», nicht weite Teile des Programms darauf auszurichten.

Die SRF-News-Sites konkurrenzieren die privaten Angebote direkt. Die Inhalte haben, wenn überhaupt, nur Pseudo-Sendungsbezug. Sie foutieren sich um die 1000er-Zeichenbegrenzung und fahren das komplette Newsprogramm der Schriftlichkeit.

In den App-Stores schalten Sie Werbung für SRF-Apps über den App-Angeboten der privaten Konkurrenz. Das sei nur «eine Installationskampagne» gewesen «mit einem Budget von einigen hundert Franken». Derweil geben Sie es intern als klares Ziel aus, den Mittbewerbern so viele App-User wie möglich abzujagen.

Das kann man natürlich alles machen. Sie tun es ja auch aus guten Gründen. Journalismus, der niemanden mehr erreicht, ist keiner mehr. SRF muss wie alle anderen in den digitalen Raum, auf die Handys, in die Social Media.

Aber dann sagen Sie es bitte auch so: Sie müssen als SRF von den linearen Ur-Kanälen weg, hinein in den rein digitalen Raum und dort den Privaten den Platz streitig machen, den diese sich dort in den letzten zehn, fünfzehn Jahren untereinander aufgeteilt haben.

Sagen Sie das klar und deutlich, nach innen und nach aussen. Dann wird's auch mit der Motivation im Team wieder, wenn Ausgangslage und Ziel klar sind.

Zwar wird der politische Widerstand von aussen ein wenig heftiger werden, das ist klar. Aber, wenn Sie rumflunkern, dann sind Sie nicht glaubwürdig und überzeugen weder Ihre Leute noch die Öffentlichkeit.

Machen Sie es also wie Bernhard von Bülow und verlangen Sie auch Ihren Platz an der Sonne. Auch wenn es vielleicht meiner ist. :(

Liebe Grüsse

Maurice Thiriet

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    Alle Leser-Kommentare
  • Garp 18.09.2020 18:44
    Highlight Highlight Das SRF hat einen Leistungsauftrag. Wenn die Leute sich heute vorwiegend im Internet bewegen, muss sie den Auftrag eben im Netz erfüllen.
    Ich bin mit vielen Entscheiden von Frau Wrappler auch nicht einverstanden, aber dem SRF das Internet verbieten wollen, würde heisse dem SRF seinen Leistungsauftrag verbieten wollen.
  • Guido Zeh 18.09.2020 14:32
    Highlight Highlight Man hat die Dame doch eingestellt, um die SRF von innen auszuhöhlen...und die Larve dann zu entsorgen.
  • Wolfgang Hürlimann 18.09.2020 14:15
    Highlight Highlight Schonungslos offen, scharf formuliert. So eine dezidierte Analyse wünschte ich mir von Watson in Bezug auf die Begrenzungsinitiative, die Rolle der FDP, die Fehler der SP und das unrühmliche Spiel der Gewerkschafter, über die Folgen der Zuwanderung und wie Unternehmer wie Spuhler immer dann an die Öffentlichkeit gelangen, wenn ihr eigenes Geschäft etwas komplizierter werden könnte. Das wäre mal was.
    • Pillepale 18.09.2020 20:20
      Highlight Highlight Dann müsste man sich aber selbstkritisch, hinterfragen, analysieren und Schlüsse daraus ziehen. Aber das verkauf sich nicht gut.
  • Rethinking 18.09.2020 13:03
    Highlight Highlight Meines Erachtens sollte die SRG auf je einen TV und Radiosender pro Sprache reduziert werden. Also:

    SRF
    RTS
    RSI
    RTF
    Radio SRF
    Radio RTS
    Radio RSI
    Radio RTF

    Durch Mehrkanalton könnten die TV Sender gewisse Programme in den anderen Landessprachen zur Verfügung stellen...
  • dan2016 18.09.2020 12:59
    Highlight Highlight Ich bin gern bereit für Vielfalt zu bezahlen. Und wenn notwendig, für den Ita-Raum, für den FR-Raum noch zu bezahlen. Aber definitiv nicht für einen vierten Newraum in Zürich. Die 3 von Tagi, Ringier und NZZ decken Uürich genügend ab
  • Barracuda 18.09.2020 12:23
    Highlight Highlight Das ist etwas realitätsfremd und einseitig (aus nachvollziehbaren Gründen). Ich bin mit einigen Entscheidungen von Wappler auch nicht einverstanden. Aber die Argumentation ist etwas schwach. SRF hat einen umfassenden Leistungsauftrag und stand damit schon immer in Konkurrenz zu Privaten, das ist nichts Neues. Im Radio ist es ja genau gleich. Von daher ist es so durchschaubar wie weltfremd, wenn man SRF ernsthaft verbieten will in den digitalen Raum vorzudringen, wo die Leute sind. SRF hat keinen Leistungsauftrag, um in der stillen und unbeachteten Ecke unauffällig zu sein.
  • mon tuno 18.09.2020 12:00
    Highlight Highlight Mein einziger Kontakt mit dem Service Public ist die Serafe.
    • unnormal 18.09.2020 14:04
      Highlight Highlight https://de.wikipedia.org/wiki/Service_public_(Schweiz)
    • mon tuno 18.09.2020 16:08
      Highlight Highlight hmmja, ich glaube man versteht schon...
    • Pillepale 18.09.2020 20:25
      Highlight Highlight Sie müssen das als soziale Spende zur Vielfalt, Zusammenhalt der Regionen abbuchen. Dazu leisten sie für die Ausgesteuerten und Asylanten, welche von dieser Abgabe befreit sind einen grossen Beitrag für die Integration und Wiedereingliederung der schwächsten. Vielen Dank für diese Beitrag für die Allgemeinheit, sie dürfen auf sich stolz sein.
  • landre 18.09.2020 11:14
    Highlight Highlight Ist es nicht zu einer Grundsatzfrage geworden, bzw:

    Wird der Pflichtbeitrag noch genug gerecht in der Medienlandschaft verteilt?

    ...Wenn die SRG sich stärker und verbreiteter/ diversifizierter "online" einordnen will, dann kann das doch effektiv zu einer unverhältnismässigen Konkurrenz zu den kleineren privaten "online AnbieterInnen" werden.

    Daher ist dieses Statement eines Maurice T wie hier oben durchaus verständlich, oder nicht?

    (Fände es schade falls zB Watson noch mehr auf Reklamen, Clickbaiting, usw setzen müsste um genug Kapital genieren um konkurrenzfähig bleiben zu können.)
  • Madison Pierce 18.09.2020 11:04
    Highlight Highlight Weil immer weniger Leute bereit sind, für Journalismus zu bezahlen, begrüsse ich trotz liberaler Grundhaltung eine starke SRG. Mir waren die Zeiten auch lieber, als jeder Haushalt für sein Zeitungsabo bezahlt hat und es eine grosse Medienvielfalt gab. Aber diese Zeiten sind leider vorbei. Selbst der Tagi erliegt online immer öfter der Clickbait-Versuchung. Und die NZZ alleine ist zu wenig Vielfalt (und nicht zu Neutralität verpflichtet).

    Von daher: wenn es nicht anders geht, habe ich lieber auch im Internet einen "Staatsjournalismus" als gar keinen Journalismus mehr.
    • landre 18.09.2020 12:21
      Highlight Highlight Wie ist das zu verstehen?

      ...Meinen Sie die privaten sollten mehr auf direkt bezahlten Journalismus/ "Medialität" setzen?

      ...Das ist aber nicht nur markant extremer Kapitalismus, sondern perfid gefährliche Diskriminierung. Diskriminierung Im Sinne dass somit die alternativ "private Medialität" nur noch der bezahlenden Kundschaft offen bleibt.

      Konkret: Es würde den weniger gut Betuchten der Zugang zu alternativer Information verweigert.

      Wollen Sie das wirklich?
    • Madison Pierce 18.09.2020 14:06
      Highlight Highlight Nein, andersherum: weil leider zu wenige Leute bereit sind für guten Journalismus zu bezahlen, soll dieser von der SRF geliefert werden. Damit eben alle Leute Zugang zu seriösen Informationen haben und nicht nur jene, die sich ein Zeitungsabo (welches immer teurer wird) leisten können.
    • landre 18.09.2020 15:13
      Highlight Highlight @Madison

      Im Prinzip (oder im Ideal) einverstanden.

      Wenn sich aber die SRG die substanziell ein mächtiger "Big Player" in der CH-Medienlandschaft ist, sich im "Online-Bereich" stärker und breiter gestaltet, dann kann das schnell einmal zu Verzerrungen bzw tendenziell zu Monopolisierung direkt substanziell durch den Staat im online "Informationsmarkt" tendieren...China docet(?)...

      Auch die möglichen Wechselwirkungen sind nicht zu unterschätzen, denn CH private "gratis" online Portale müssten dann eben direkt kostenpflichtig werden oder noch intensiver auf Reklamen, Clickbaiting usw setzen.
  • tinu77 18.09.2020 11:03
    Highlight Highlight Wenn Sie schon das digitale Angebot ausbauen will dann soll Sie wenigstens konsequent sein und das lineare Angebot entsprechend verkleinern.

    Die SRG betreibt derzeit 7 Fernsehsender unglaubliche 17 (!) Radiosender. Da könnte man dann eigentlich auf 4 Fernseh und 4 - 8 Radiosender runterfahren. Das würde nämlich Kosten sparen nicht gute Sendungen wie Eco einstampfen.
    • Rethinking 18.09.2020 13:05
      Highlight Highlight Ganz deiner Meinung.Statt guter Sendungen würden besser Sender eingestampft
    • Pillepale 18.09.2020 20:36
      Highlight Highlight Ich finde es gut das Eco eingestampft wird. Da dies nach meiner Ansicht nach nicht ins Fehrsehen gehört.
      Es ist zu Fachspezifisch und ist predistiniert für ein Podcast. Z.B. Wirtschaftswoche. Dazu gibt es ja die Börse wo wirtschaftliche Belange in einer kurzen Form erörtert werde. Fachspezifisches, gehört nicht in die allgemeinen Medien. Dazu muss man auch immer Bilder mit liefern. Dazu können komplexe Zusammenhänge, nach meiner Ansicht, besser in einem Podcast erklärt werden. Und man kann per Telefongespräch die Themen abarbeiten. Da bekommt man auch involvierte Fachleute in den Beitrag.
  • Hyperventilator 18.09.2020 10:57
    Highlight Highlight Die SRG würde sich gescheiter langsam mit dem downsizing befassen. Die Zeiten von mit Zwangsgebühren finanzierten staatlichen Erziehungsanstalten neigt sich langsam aber sicher dem Ende entgegen. Noch 1- 2 No Billag Abstimmungen und dann ist es hoffentlich so weit. Früher war der Sport noch ein Grund hie und da einzuschalten. Aber mittlerweile ist auch die Sportberichterstattung unbrauchbar geworden!
    • Eiswalzer 18.09.2020 14:06
      Highlight Highlight Erziehungsanstalten???? Mir gehen diese unsäglichen Kampfbegriffe aus gewissen politischen Ecken langsam aber sicher so was von auf den Zeiger!! Zum Glück erkennen zudem gerade zu Coronazeiten viele Leute vermehrt den Wert der SRG. Was der politisch motivierte Missbrauch und die Angriffe auf die Medien bringen sieht man ja in Ländern wie den USA, Ungarn, Russland, Türkei usw.
  • Statler 18.09.2020 10:56
    Highlight Highlight Für mich wirkt die ganze SRF-Strategie (so man sie denn als Strategie bezeichnen kann) etwas planlos.
    Social Media ist sicher wichtig. Ich will aber nicht TikTok/Instagram & Co. beitreten müssen, um an Inhalte von SRF ranzukommen.
    Inhalte auf SM anteasern, ok - publizieren aber bitte auf einem eigenen Kanal.
    Die Folge wird nämlich sein, dass SRF jedem neuen SM-Trend hinterher rennt und viel Kohle verbrät, um Inhalte für dieses Format zu generieren, nur um dann festzustellen, dass es schon wieder eine neue Sau gibt, die man durch's Dorf treibt. Dieses Rennen kann SRF schlicht nicht gewinnen.
  • FrankB 18.09.2020 10:36
    Highlight Highlight Ich vermisse an dieser Diskussion den "Kunden" und Qualität.
    Seit Jahren ein Gezetere wegen Gebühren, Werbeumverteilung etc. Das geht dann Hand in Hand mit Werbe zugemüllten Internetseiten, nutzlose "News" Seiten und viel Mist auf (zu)vielen gleichgeschalteten Privatradios. Dann noch eine wenig durchdachte DAB Kampagne. Und die millionen UKW Geräte die nicht mehr brauchbar sind? Ressourcenverschwendung?
    Die Welt verändert sich (nicht nur die Medienwelt!), auch ich nutze konstant diverse Medienkanäle, trotzdem wünsche ich mir mehr Qualität statt Quantität. Und für Qualität bezahle ich gerne.
  • Hier Name einfügen 18.09.2020 10:18
    Highlight Highlight Warum brauchen wir im 21. Jahrhundert immernoch einen staatlichen Rundfunk? Früher gab es nicht genug Frequenzen, darum hat der Staat regulierend eingegriffen, aber heute kann man hier problemlos den freien Markt spielen lassen.
  • Rosskastanie 18.09.2020 10:03
    Highlight Highlight Die arme SRF....kommt und kommt nicht vom Fleck, irgendwie. Obwohl das Stimmvolk mit 71,6 Prozent "Ja" gesagt hat, wir wollen weiterhin Rundfunkgebühren zahlen. Ich wollte nicht, aber äbe, Medien- und Kulturschaffende haben nicht weniger als das Ende der Welt prophezeit und mit Angst lässt sich bekanntlich jede Abstimmung gewinnen. Item. Als fairer Verlierer muss ich sagen, dass SRF halt auch Themen berücksichtigt hat, die nicht so "klickgeil" sind. Wenn sich das nun ändert und Klicks die neue Messlatte für Inhalte sind, dann ist das wohl kaum das, was das Stimmvolk wollte.
  • Katzenseekatze 18.09.2020 10:00
    Highlight Highlight Die Sonne ☀️ ist für alle da.
  • LCS 18.09.2020 09:37
    Highlight Highlight Wenn das SRF diese Online-Abenteuer nicht endlich besser begründen kann, wird die nächste Gebührenabstimmung nicht mehr zu seinen Gunsten ausfallen.
    Ich habe bei der «No Billag»-Initiative nein gestimmt, aber wenn das SRF sich nicht mehr an seinen eigentlichen Auftrag hält, sondern in erster Linie die Privaten konkurrenziert, sehe ich nicht ein, warum die SRG hierfür Gebühren in der jetzigen Höhe erhalten sollten.
    • 97ProzentVonCH68000 18.09.2020 13:29
      Highlight Highlight Ich respektiere deine Meinung.
      Das alles war aber schon vor der Billag-Abstimmung absehbar und offensichtlich, weshalb ich halt schon damals der Abschaffung zustimmte.
  • Vecchia 18.09.2020 09:24
    Highlight Highlight Statt "Platz an der Sonne" wäre mir lieber, sie würde auf den Mond geschossen.

    Ich stand immer hinter der SRG in vier Landessprachen. Was Wappler aber bietet, ist eine Frechheit.
    Mehr und mehr brechen SprecherInnen die Berichterstattung ab um dann den Zuschauer für weitere Informationen auf die Website zu verweisen. Schlagzeile im TV - Info im Netz, dafür brauchen wir SRF tatsächlich nicht.
    Ganz zu schweigen von den häufigen Wiederholungen von Doks, die kaum 2jährig sind, und das zur Hauptsendezeit.

    • Mäni99 18.09.2020 10:33
      Highlight Highlight Wen wunderst? Dank der Zwangsgebühr hat die SRG ja genügen Geld und kann machen was Sie will ohne Abonnenten zu verlieren.
    • No fear 18.09.2020 13:00
      Highlight Highlight Ich stand auch immer 100 % hinter der SRG. Aber; YouTube, Insta, twitter und Konsorten mit gratis Content versorgen ist leider nicht drin, denn dafür bin ich nicht bereit zu zahlen.

      Seh nicht ein wieso Gebührenfinanzierte Inhalte an amerikanische Techgiganten gehen sollen, die dann daran Geld verdienen und unsere Daten verscherbeln. I am OUT, Nathalie!
    • versy 18.09.2020 15:36
      Highlight Highlight Naja ist nicht unbedingt ihr Problem.
      Das ist eine Folge von der Schmierkampagne der SVP gegen die SRG vor einigen Jahren. Du kannst selbst berechnen wie viel Geld die SRG nun weniger bekommt durch die Senkung der Bilag (Serafe).
      Wir bezahlten kürzlich die Rechnung, welche nun bereits unter 365.- liegt.
      Vor zwei/drei Jahren war diese noch >400.-
      Der SRG fehlen wohl mehr als 70 Mio im Budget.
      Mit digitalen Angeboten kann man günstig kaschieren.
      Ob das gut ist, steht auf einem anderen Blatt.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Bruno Wüthrich 18.09.2020 09:18
    Highlight Highlight Ich hätte - gemäss Titelsetzung - gerne etwas über die Folgen des Umbaus in ein Digital-Konglomerat erfahren. Damit meine ich nicht die internen Widerstände. Denn das sind nicht Folgen, sondern Begleiterscheinungen.

    Interessant wäre auch eine Analyse darüber, was die Privaten dem entgegen setzen könnten. Ob eventuell Watson etwas plant. Oder ob die eindeutige politische Positionierung von Watson bereits eine Folge davon ist.

    Mir stellt sich die Frage, ob denn mit gutem, neutralem Journalismus neben SRF heutzutage überhaupt noch Blumentöpfe zu gewinnen sind. Oder nur noch mit Feminismus & Co.
  • MarGo 18.09.2020 09:11
    Highlight Highlight Jö... kei Sorg Mo... es gibt eingefleischte Watsonieros, die euch immer an der Sonne sehen wollen :)

    Ein paar "Brosamen" (hehe) wird es immer geben... ;)

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