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Blitzkasten vor St. Galler Spital sorgt für Diskussionen: «Hier wird mit dem Leid der Menschen Geld verdient»



David Fischer-Rodriguez ist in einer 30er-Zone zu schnell gefahren und geblitzt worden. Das wäre an sich nichts Aussergewöhnliches. Allerdings steht der Blitzkasten an der Lindenstrasse in St. Gallen – dies ist eine direkte Zufahrt zum Kantonsspital. 

Fischer-Rodriguez macht seinen Ärger nach der Geschwindigkeitsüberschreitung öffentlich. Auf Facebook schreibt er: «Liebe Stadtpolizei St. Gallen, dieser Blitzkasten ist aus meiner Sicht ethisch nicht vertretbar!» Danach schildert er, wie er auf dem Weg zu einem Familienmitglied war, das einen Herzstillstand erlitt. Dass er in dieser Situation – wenn man seine Liebsten in Not besuchen möchte – nicht auf den Tacho geschaut habe und dass er der Ansicht ist, die Polizei mache Geld mit dem Leid der Menschen. 

quelle: facebook

Polizei stellt «ethische Gegenfrage» 

Roman Kohler, Leiter Kommunikation der Stadtpolizei St. Gallen, sagt gegenüber watson: «Der Blitzkasten ist nicht das erste Mal dort, und er kommt eines Tages auch wieder weg.» Er habe ein gewisses Verständnis für den Ärger. Allerdings gebe es kein rationales Argument gegen die Sicherheit auf den Strassen rund um den Kantonsspital. Genau deshalb sei es eben wichtig, dass nicht zu schnell gefahren werde auf dem Weg ins Spital und möglichst keine Menschen verunfallten. Die Polizei stellt Fischer-Rodriguez in einem öffentlichen Beitrag diese Gegenfrage: «Wie würden Sie es ethisch vertreten, wenn an der Lindenstrasse ein Kind aufgrund zu hoher Geschwindigkeit eines Autofahrers zu Schaden kommt?» Kohler meint schliesslich, es sei wie immer: «Die Meisten finden Geschwindigkeitskontrollen gut; allerdings nur, bis es sie selber trifft.»

Auf Facebook gibt es sowohl Kommentare für Fischer-Rodriguez, aber auch solche für die Polizei. (feb)

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