Schweiz
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Fählensee AI. (Bild: Julian Wermuth/watson)

Der Fälensee im Kanton Appenzell Innerrhoden. Bild: Julian wermuth/watson

Rätsel gelöst: Monsterfische fressen Appenzeller See leer



Das Rätsel um die stetig sinkenden Fangerträge im Fälensee im Kanton Appenzell Innerrhoden ist gelöst: Amerikanische Seesaiblinge (Namaycush) fressen die einheimischen Fische auf. Der Fischereiverwaltung AI gelang es diese Woche mit dem Netz insgesamt sieben grosse Namaycush zu fangen. Die gefangenen Fische erreichten bis 74 Zentimeter Länge und waren bis zu 4.7 Kilogramm schwer.

Die gefangenen Kanadischen Seeforellen wiesen eine Grösse von bis zu 74cm auf.
Alle Tiere waren sehr wohl genährt und in bester Verfassung. Bild: Jagd- und Fischereiverwaltung Appenzell Ausserrhoden.

Die gefangenen Namaycush wiesen eine Grösse von bis zu 74 Zentimeter auf. Alle Fische waren sehr wohl genährt und in bester Verfassung.  Bild: Jagd- und Fischereiverwaltung Appenzell Innerrhoden

Durch ihr ausgeprägtes Jagdverhalten und enormes Wachstum vermögen bereits wenige dieser Fische den gesamten Fischbestand im See deutlich zu reduzieren. Der Namaycush lässt sich ab einer gewissen Grösse nur sehr schwer mit der Angel fangen. In den letzten Jahren gelang es lediglich einzelne oder gar keine grossen Exemplare zu angeln, wie es in einer Medienmitteilung der Fischereiverwaltung Appenzell Innerrhoden vom Freitag heisst.

Bis zu drei Beutefische gleichzeitig im Magen

Die Räuber ernähren sich ab etwa 30 Zentimeter Grösse ausschliesslich von anderen Fischen. Weil der Namaycush für die Produktion des eigenen Körpergewichts etwa das zehnfache an Frischfisch zu sich nehmen muss, bleibt für die Fischer auf dem Fälensee nicht mehr viel übrig.

Bild

Der Mageninhalt eines gefangenen Namaycush: Zwei gefressene einheimische Seesaiblinge in der Grösse von 26.5 und 20 Zentimetern. Bild: Jagd- und Fischereiverwaltung Appenzell Innerrhoden

Die Analyse der Mageninhalte zeigte, dass die Fische bis zu 26.5 Zentimeter grosse heimische Seesaiblinge (Salvelinus alpinus) erbeutet und bis zu drei Beutefische gleichzeitig im Magen hatten. Es erstaunt deshalb nicht, dass die für die Angelfischerei interessanten und fangbaren Fische ab 30 Zentimeter Länge kaum mehr im See vorhanden sind.

Der Namaycush wurde in den 80er-Jahren des letzten Jahrhunderts bewusst ausgesetzt um die Attraktivität des Fälensees zu steigern, wie Jagd- und Fischereiverwalter Ueli Nef auf Anfrage von watson erklärt. Die gleichen Fische seien auch in Bündner Bergseen eingesetzt worden; dort gebe es keine Probleme. Die sieben gefangenen Raubfische dürften laut Nef ein wesentlicher Teil der Namaycush-Population im Fälensee sein.

(whr)

Pelikane sind die besten Fischer

Seehund schlägt Kajaker mit Tintenfisch

abspielen

Video: watson/Emily Engkent

Das könnte dich auch interessieren:

Röstigraben im Bundeshaus: «Sobald ich auf Deutsch wechsle, sinkt der Lärm um 10 Dezibel»

Link zum Artikel

So erklärt das OK der Hockey-WM in der Schweiz die Ähnlichkeit zum Tim-Hortons-Spot

Link zum Artikel

Die Geschichte von «Ausbrecherkönig» Walter Stürm und seinem traurigen Ende

Link zum Artikel

«Informiert euch!»: Greta liest den Amerikanern bei Trevor Noah die Leviten

Link zum Artikel

Keine Angst vor Freitag, dem 13.! Diese 13 Menschen haben bereits alles Pech aufgebraucht

Link zum Artikel

Der Kampf einer indonesischen Insel gegen den Plastik

Link zum Artikel

«Ich bin … wie soll ich es sagen … so ein bisschen ein Arschloch-Spieler»

Link zum Artikel

Alles, was du über die neuen iPhones und den «Netflix-Killer» von Apple wissen musst

Link zum Artikel

15 Bilder, die zeigen, wie wunderschön und gleichzeitig brutal die Natur ist

Link zum Artikel

Shaqiri? Xhaka? Von wegen! Zwei Torhüter sind die besten Schweizer bei «FIFA 20»

Link zum Artikel

Biden, Warren oder Sanders? Das Rennen der Demokraten wird zum Dreikampf

Link zum Artikel

Jack Ma tritt als Alibabas Vorsitzender offiziell zurück, aber ...

Link zum Artikel

Das sind die 50 besten Spieler in «FIFA 20» – Piemonte Calcio zweimal in den Top 15

Link zum Artikel

12 neue Serien, auf die du dich im Herbst freuen kannst

Link zum Artikel

In China sind gerade 100 Millionen Schweine gestorben – das musst du wissen

Link zum Artikel

Hat Bill Gates ein schmutziges Geheimnis?

Link zum Artikel

In Jerusalem verschwinden hunderte Katzen auf mysteriöse Weise – was ist bloss los?

Link zum Artikel

«... dann laufen sie hier 3 Tage besoffen mit geklauten Stadion-Dingen rum»

Link zum Artikel

Mit 16 der jüngste Torschütze in Barças Klub-Geschichte – 8 Fakten zu Ansu Fati

Link zum Artikel

Boris Johnson verliert wegen eines Überläufers die Mehrheit und ist jetzt in argen Nöten

Link zum Artikel

Ausschreitungen bei Demo in Zürich

Link zum Artikel

Xherdan Shaqiris Alleingang ist ein fatales Zeichen

Link zum Artikel

Auch Android und Windows von massivem Hackerangriff betroffen – was wir bislang wissen

Link zum Artikel

«Diese Wahlen widerlegen eine oft genannte These über die AfD»

Link zum Artikel

Wawrinka über Djokovic: «Dass er den Platz so verlassen muss, ist natürlich nicht schön»

Link zum Artikel

«Soll ich die offene Beziehung mit dem 10 Jahre Älteren beenden?»

Link zum Artikel

Messi darf Barça ablösefrei verlassen +++ Pa Modou wieder beim FC Zürich

Link zum Artikel

Kim Tschopp zeigt den grossen Unterschied zwischen Realität und Instagram

Link zum Artikel

Wie viel Schweizer Parteien auf Facebook ausgeben – und warum wir das wissen

Link zum Artikel

Der Roadie, der mich Backstage liebte (und mir biz Haare ausriss)

Link zum Artikel

Für Huawei kommts knüppeldick – neue Handys müssen auf Google-Apps verzichten, sagt Google

Link zum Artikel

Die Hockey-WM lehnt den «Eisenbahn-Deal» ab – und das ist schlicht lächerlich

Link zum Artikel

Netflix bringt 10 Filme in die Kinos – und die hören sich grossartig an

Link zum Artikel

Verrückt, aber wahr – Stuckis Sieg, der keiner war

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Newsletter

20
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
20Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Kugelblitz 06.10.2018 02:28
    Highlight Highlight In den Bündner Bergseen gibt es keine Probleme???????
    Hä!?
  • Til 05.10.2018 21:51
    Highlight Highlight Namaycush werden in sehr vielen Schweizer Bergseen eingesetzt. Das ist auch nicht wirklich ein Problem. Es ist normal, dass es in einem Gewässer auch grosse Raubfische gibt. Monströs ist daran nichts und leergefressen wird auch nicht, sonst wären die Namaycush ja verhungert.
  • dental floss tycoon 05.10.2018 16:16
    Highlight Highlight Fälensee?, hmmm...

    http://www.appenzell.ch/de/alpstein/perlen-des-alpsteins/faehlensee.html

    andere wie wikipedia, myswitzerland und Konsorten nennen ihn Fälensee.

    map.geo.admin.ch meint aber auch Fählensee.

    was stimmt den nun? Nimmt mich einfach nur wunder;-)
  • Karl33 05.10.2018 14:18
    Highlight Highlight Monsterfische?
    Echt jetzt?
    • @schurt3r 05.10.2018 15:05
      Highlight Highlight ...
      Benutzer Bildabspielen
    • DemonCore 05.10.2018 22:25
      Highlight Highlight Mit Click-Bait fängt man Leser
  • Nelson Muntz 05.10.2018 14:08
    Highlight Highlight Nur ein paar mehr als 7 im ganzen See? Fressen wohl den eigenen Nachwuchs...
  • Hardy18 05.10.2018 14:01
    Highlight Highlight "Hey Siri" Termin für Samstag, mit Schwiegermutter schwimmen gehen. 😁
  • Nick Name 05.10.2018 13:52
    Highlight Highlight Monsterfische!!
    Watson: Ich wollte doch nur die «Monsterfische» sehen!
    Wo sind sie denn?...
  • Olmabrotwurst vs. Schüblig 05.10.2018 12:40
    Highlight Highlight Die Amis sind schon überall, jetzt werden unsere Seen infiltriert.
  • Raphael Strahm 05.10.2018 12:31
    Highlight Highlight *Fälensee
    • @schurt3r 05.10.2018 13:04
      Highlight Highlight Ist korrigiert, danke! 🐟
    • Nelson Muntz 05.10.2018 17:49
      Highlight Highlight Hab zuerdt Fäkalsee gelesen 😉🤪
  • Adumdum 05.10.2018 11:50
    Highlight Highlight Immer eine gute Idee fremde Arten einzubringen - ganz besonders zum Sport. Oh Mann, da hätte ich den Schweizern mehr Hirn zugetraut als all den anderen Genies (zB Kaninchen und Cane Toads in Australien - letztere die beste Idee von allen: eingeschleppt um Zuckerrohrplantagen von Schädlingen zu befreien, dummerweise waren die Kröten nachtaktiv, die vermeintliche Beute aber nicht). Und ja klar, die 7 Fische waren sicher der grösste Teil der Population 😁 würd ich auch jetzt sagen.
  • MiezeLucy 05.10.2018 11:49
    Highlight Highlight Und wer hat wieder an der Natur rumgepfuscht.... Wir Menschen und unsere Arroganz.
  • G. F. 05.10.2018 11:44
    Highlight Highlight Ergänzung: Der Namaycush sowie die Regenbogenforelle dürfen in Gewässern z.B. Stausee ausgesetzt werden da sie keine Möglichkeit haben diese zu verlassen bzw. sich nicht unkontrolliert verbreiten können.
  • Bene86 05.10.2018 11:33
    Highlight Highlight Sind die geniessbar?
    • Bär73 05.10.2018 12:28
      Highlight Highlight Ohh jaa...sehr lecker. Mein grösster war 76 cm aus dem Silsersee. Sehr schmackhaft und zart...trotz der Grösse 😊
    • Eskimo 05.10.2018 12:31
      Highlight Highlight Ohh Ja 😊

Warum die Nati nach dem 4:0 gegen Gibraltar noch mehr Seelenmassage braucht

Die Schweiz besiegt in der EM-Qualifikation Gibraltar ohne zu überzeugen 4:0 – Konkurrent Dänemark patzt. Die grosse Frage aber bleibt: Wie gelingt es, die Nebenschauplätze zu verbannen?

Der Applaus des Publikums am Ende ist warm. So, dass die eine oder andere Seele der Schweizer Nationalspieler sich erfreuen durfte. Das kann gewiss nur helfen. Denn noch immer ist der Fehltritt in Irland vom Donnerstag, dieses enttäuschende 1:1, nicht ganz verdaut.

Gegen Gibraltar steht es am Ende 4:0. Die Pflicht ist erfüllt. Mehr nicht. Aber die drei Punkte bleiben in der Schweiz. Das ist es, was primär zählt. Und weil Dänemark in Georgien zeitgleich nur 0:0 spielt, ist es für Vladimir …

Artikel lesen
Link zum Artikel