Schweiz
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epa06031259 People pray in the prayer room of the Ibn-Rushd Goethe Mosque, during the opening in Berlin, Germany, 16 June 2017. Seyran Ates, a German lawyer and Muslim feminist,  opened a mosque for liberal Muslims. In the liberal Ibn-Rushd Goethe Mosque, women and men pray and preach equal rights. It is supposed to be open to Sunnis, Shiites and followers of other Islamic faiths. Women do not have to wear a headscarf when praying.  EPA/CARSTEN KOALL

Beide Geschlechter zusammen, keine Kopftücher: Die liberale Moschee in Berlin. Bild: CARSTEN KOALL/EPA/KEYSTONE

Eine Moschee für Schwule und unverhüllte Frauen? So liberal sind Schweizer Islam-Vertreter

Nach der Gründung einer «liberalen Moschee» in Berlin steht die muslimische Welt Kopf. Wie stehen die islamischen Verbände in der Schweiz dazu, wenn Frauen ohne Kopftuch gemeinsam mit Homosexuellen beten? Wir haben den muslimischen Wortführern in der Schweiz die Gretchenfrage gestellt.



Sie wird frenetisch bejubelt und mit dem Tod bedroht: Die türkischstämmige Rechtsanwältin Seyran Ates (54) hat mit der Gründung einer liberalen Moschee in Berlin ein regelrechtes Erdbeben ausgelöst. Dass in der Moschee Frauen und Männer gemeinsam beten – letztere ohne Kopftuch –, dass das Freitagsgebet von einer weiblichen Imamin gesprochen wird, dass auch Schwule und Lesben willkommen sind: Es ist je nach Lesart ein Meilenstein für den modernen Islam – oder ein «Angriff auf die Religion».

Letzteres entspricht der Haltung des ägyptischen Fatwa-Amts – einer Behörde für islamische Rechtsauslegung. Sie moniert, es verstosse gegen die von Gott auferlegten Glaubenspflichten, wenn Frauen in der Moschee kein Kopftuch trügen. Die türkische Religionsbehörde Diaynet verurteilt die Reform-Moschee ebenfalls scharf. Die Reaktionen der Muslime in Deutschland reichen von Empörung bis hin zu Euphorie.

epa06031334 Seyran Ates leads the prayer in the Ibn-Rushd Goethe Mosque during the opening Berlin in Germany, 16 June 2017. Seyran Ates, a German lawyer and Muslim feminist,  opened a mosque for liberal Muslims. In the liberal Ibn-Rushd Goethe Mosque, women and men pray and preach equal rights. It is supposed to be open to Sunnis, Shiites and followers of other Islamic faiths. Women do not have to wear a headscarf when praying.  EPA/CARSTEN KOALL

Seyran Ates an der Eröffnung der liberalen Moschee in Berlin. Bild: CARSTEN KOALL/EPA/KEYSTONE

Und in der Schweiz? Wir haben jene Exponenten befragt, die die Islam-Debatte hierzulande in der Öffentlichkeit prägen: Darf eine Moschee so liberal mit den islamischen Traditionen umgehen? Die Antworten zeigen: So progressiv sind die medialen Wortführer der Schweizer Muslime in der Frage auf einer Skala von 1 bis 10.

Saïda Keller-Messahli, Forum für einen fortschrittlichen Islam

Author Saida Keller-Messahli, pictured on June 28, 2010 in Winterthur in the canton of Zurich, Switzerland. (KEYSTONE/Alessandro Della Bella)

Die Autorin Saida Keller-Messahli, aufgenommen am 28. Juni 2010 in Winterthur im Kanton Zuerich. (KEYSTONE/Alessandro Della Bella)

Bild: KEYSTONE

Saïda Keller Messahli, die Präsidentin des Forums für einen fortschrittlichen Islam, ist selber am Berliner Projekt beteiligt, Gründerin Seyran Ates kennt sie seit Jahren. Für Keller-Messahli ist klar: «Auch die Schweiz braucht eine liberale Moschee, in der sich moderne, weltoffene Muslime zuhause fühlen.»

Sie verweist darauf, dass die Mehrheit der Schweizer Muslime heute nicht organisiert ist und sich nicht mit den bestehenden Moscheen identifiziert. Keller-Messahli ist jedoch überzeugt, dass eine entsprechende Nachfrage vorhanden wäre: «Das überwältigende Feedback in Berlin zeigt es ganz deutlich: Viele Leute sehnen sich danach, einer Religionsgemeinschaft anzugehören, die mit der Zeit Schritt hält.» Dazu gehöre etwa, dass beide Geschlechter – die Frauen unverschleiert – miteinander beten könnten.

«Im konservativen Islam wird davon ausgegangen, dass Männer ihre Triebe nicht im Griff haben, wenn eine Frau neben ihnen das Gebet spricht und sie deshalb räumlich abgetrennt sein müsse.» Für viele Schweizer Muslime sei diese Doktrin völlig «lebensfremd» – eine Veränderung tue daher Not.

Keller-Messahlis Progressiv-Faktor: 10 von 10 Punkten.

Önder Güneş, Föderation Islamischer Dachorganisationen Schweiz

Önder Günes, FIDS, Islam, Muslime, Schweiz

Der Islam blicke auf eine 1400-jährige Tradition zurück, sagt Önder Güneş, Sprecher der Föderation Islamischer Dachorganisationen der Schweiz (FIDS). «Und wie in der katholischen Kirche und in der jüdischen Tradition gibt es zum Thema Frauen als Vorbeterinnen gewisse Grundregeln, die nicht einfach umgestossen werden können.»

Frauen dürften sehr wohl als Gelehrte auftreten oder in einer reinen Frauengruppe das Gebet leiten. Weibliche Imaminnen seien beim gemischten Gebet aber nicht vorgesehen. Insofern teile die FIDS die Kritik, dass die liberale Moschee in Berlin gegen wichtige rituelle Prinzipien verstosse.

Über die Jahrhunderte habe es im Islam immer eine Dynamik der Reform gegeben, so Güneş, dessen Organisation den Anspruch erhebt, in der Schweiz den «Islam der Mitte» zu vertreten.  «Reformen sind aber nicht Sache von spontanen Interpretationen, sondern bedürfen einer Analyse der Traditionsquellen und einem fundierten Dialogprozess unter Gelehrten.»

Güneş' Progressiv-Faktor: 5 von 10 Punkten.

Farhad Afshar, Koordination Islamischer Organisationen Schweiz

Thomas Wipf, Praesident Schweizerischen Evangelischen Kirchenbundes (SEK), und Farhad Afshar, Praesident der Foederation Islamischer Dachorganisationen Schweiz (FIDS), von links, verkuenden im Namen des Schweizerischen Rates der Religionen (SCR), die Volksinitiative

Bild: KEYSTONE

«Der Islam hat für sehr viele verschiedene Ausprägungen Platz», sagt Farhad Afshar, Präsident der Koordination Islamischer Organisationen Schweiz (Kios). Der Islam kenne keine Kirche mit beherrschender Lehrmeinung. So würden indonesische Hochzeiten in der Moschee mit Musik gefeiert, was in Saudi Arabien «ein Sakrileg wäre». Dennoch steht Afshar der liberalen Berliner Moschee skeptisch gegenüber.

Voraussetzung dafür, dass eine Spielart des Islam anerkannt werde, sei, dass sie der lokalen Kultur entspreche und von den Gelehrten sowie von der muslimischen Bevölkerung getragen werde. «Diese sogenannt Liberalen in Berlin erheben sich über den traditionellen Islam, indem sie ihn als rückständig und konservativ darstellen», kritisiert Afshar.

Wer sich in dieser Weise von den islamischen Grundprinzipien distanziere, könne vielleicht den Status einer «Sekte» erlangen, nicht aber Teil der grossen islamischen Gemeinschaft werden. In der Schweiz habe ein Versuch im Haus der Religionen gezeigt, dass es von vielen Muslimen nicht geschätzt werde, wenn eine Frau ohne Kopfbedeckung als Vorbeterin das Freitagsgebet spreche.

Afshars Progressiv-Faktor: 4 von 10 Punkten.

Qaasim Illi, Islamischer Zentralrat der Schweiz

Abdel Azziz Qaasim Illi, Vorstandsmitglied des IZRS, spricht an der Veranstaltung

Bild: KEYSTONE

«Jedem steht es frei, eine Sekte zu gründen. Dies garantiert die Religionsfreiheit», sagt auch Qaasim Illi, Sprecher des Islamischen Zentralrats der Schweiz. Erkläre sich eine Person oder Gruppe allerdings dem Islam zugehörig, so unterwerfe er sich der Normativität des Korans und der Sunna (überlieferte Gewohnheiten des Propheten Mohammed, Anm. d. Red.) «Wird jene über- oder unterschritten, muss er mit Kritik rechnen.»

Mit Blick auf die islamische Geschichte dürfe bezweifelt werden, «ob die besagte Gruppe ihr Dasein als marginale Sekte» hin zum Mainstream schaffe, so Illi. Der Islam sei bisher «durch seinen stabilen und wissenschaftlich hochetablierten Quellenkorpus im Wesentlichen gegen jede Art anthropologischer Eingriffe immun geblieben». Er verweist weiter darauf, dass es im Islam keinen Klerus gebe, der eine Reform beschliessen könnte, wie dies etwa in den päpstlichen Konzilen geschehe.

Der IZRS wird regelmässig für seine Nähe zu salafistischen Kreisen kritisiert. Derzeit laufen in der Politik verschiedene Bestrebungen, den Zentralrat als Organisation oder dessen Anlässe zu verbieten. 

Illis Progressiv-Faktor: 1 von 10 Punkten.

So feiern Muslime das Ende des Fastenmonats Ramadan

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Video: reuters

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    Alle Leser-Kommentare
  • Gummibär 28.06.2017 20:36
    Highlight Highlight Alle drei Copycat-Religionen - von hier abgekupfert : https://de.wikipedia.org/wiki/Zoroastrismus - sind nur bedingt reformierbar. Und sie werden sich weiterhin spalten und den Nährboden für teils fundamentale, teils liberale Sekten bilden.
    Und je nach Geschäftsgang, politischem Umfeld und Masse von Aussichts-und Zukunftslosen werden diese Zulauf finden.
    Offensichtlich kann der Mensch, wie das Schaf, ohne Leithammel nicht leben.
  • Dragon Link 28.06.2017 11:50
    Highlight Highlight Seht es doch ein, dass eine schwule Person kein Muslim sein kann. Das selbe gilt im Christen- und im Judentum. Anders wäre es paradox, da das die Religionen explizit verbieten. Reformation bedeutet nicht, dass man die Werte der Religion ändert, sondern sich von der dominanten Gesellschaftsgruppe, die die Religion auslebt, abwendet. Beide Gruppen glauben an das selbe, halten sich an das selbe, leben es aber anders aus. Beim Islam würde es mit dieser Aktion nur eine neue Sekte geben, da der Grossteil der Muslime ihre Religion so ausleben möchten wie zuvor.
  • pachnota 27.06.2017 17:08
    Highlight Highlight Eben, einer wie Farhad Afshar, sagt,s ja deutlich...






    nein.
  • Denk nach 27.06.2017 14:11
    Highlight Highlight Kann mir jemand übersetzen, was das heisst:

    "Der Islam sei bisher durch seinen stabilen und wissenschaftlich hochetablierten Quellenkorpus im Wesentlichen gegen jede Art anthropologischer Eingriffe immun geblieben"??
    • tfd 27.06.2017 17:41
      Highlight Highlight Der Qur'an gilt seit der Offenbarung als unverfälscht d.h. keine änderungen oder version 2.0 vorhanden.
      Das Leben des Propheten Mohammed (saw) ist warscheinlich das am besten dokumentierte. In den Hadithen (Sunnah).
      Änderungen der Religion sind untersagt wenn sie im wiederspruch zu den beiden oben gennanten Quellen stehen.
      Diskutiert darf und soll werden
    • Dragon Link 28.06.2017 01:25
      Highlight Highlight @Aron777 Du redest über Reformation und hast gleichzeitig die israelische Flagge als Profilbild. Du hast im geschichtlichen Aspekt eingies nicht verstanden. Wie wärs mal wenn Israel mit Menschlichkeit konfrontiert wird. Falls du meinst, dass es nicht das selbe wäre...doch. Israel ist ein Religionsstaat.
    • Rabbi Jussuf 28.06.2017 10:15
      Highlight Highlight Denk nach
      Der Satz ist totales Geschwurbel und verdeckt nur, dass es sich um eine Null-Aussage handelt.
      Das braucht man nicht zu verstehen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • TemporaryWorld 27.06.2017 14:06
    Highlight Highlight Hier wird so getan, als ob Homosexuelle in anderen Moscheen nicht rein dürfen. Es gibt nirgends Moschee-Türsteher die jmd fragen ob sie schwul oder lesbisch sind. Zum Punkt mit den gemischten Gebetsräumen: In einem Gotteshaus sollte man sich auf das Gebet konzentrieren und somit ist es einfach schwer sich zu konzentrieren wenn man direkt neben dem anderen Geschlecht betet. Meiner Meinung nach ist diese Moschee unnötig, da sie nichts Grundlegendes ändert.
    • TemporaryWorld 27.06.2017 18:59
      Highlight Highlight Zufälligerweise ist es der gleiche Gott an den monotheistische Religionen glauben und es hat nichts mit ihm zu tun, sondern mit der Person ob er sich von seinen Trieben ablenken lässt oder nicht.
    • Roterriese 27.06.2017 19:09
      Highlight Highlight Ich frag mich, wieso man 2017 überhaupt noch zu ner fiktiven Gestalt beten soll.
    • Knäckebrot 28.06.2017 11:23
      Highlight Highlight Es ist keine neue Haltung, dass das mit Gott ein Märchen ist. Auch vor 2500 Jahren und noch mehr gab es den Diskurs darüber und gläubige wurden aufgrund ihres Glaubens belächelt. So wie es natürlich auch das Umgekehrte gab, seitens der Gläubigen (was den meisten Menschen im Jahr 2017 präsenter in ihrem Geschichtswissen ist). Auch bleiben die Argumente die selben: Gläubige deuten Erlebnisse u. die Welt auf diese Weise und bewusst Ungläubige suchen diese Dinge auf eine Weise zu erklären, wie es auch ohne die spirituelle Welt möglich ist. Es gibt nichts neues unter der Sonne.
  • demokrit 27.06.2017 12:23
    Highlight Highlight "Voraussetzung dafür, dass eine Spielart des Islam anerkannt werde, sei, dass sie der lokalen Kultur entspreche und von den Gelehrten sowie von der muslimischen Bevölkerung getragen werde."

    Das entspricht doch alles der lokalen Berliner Kultur, letzteres ist vielleicht nicht der Fall, könnte aber ein nettes Experiment sein, damit hier nicht länger die Falschen anklopfen (vielleicht könnte die Schweiz dieses Konzept im Rahmen der Terror-Prävention kopieren). Was den Islam angeht, so ist der ja selber eine Sekte, nämlich Sekundärliteratur zum Judentum mit dschihadfreudiger Jenseitsbetonung.
    • Tokyobeirut 28.06.2017 02:39
      Highlight Highlight Ich finds ja ganz toll wie alle Nicht-Muslime immer das Gefühl haben, dass sie den Muslimen vorschlagen können/sollen wie man den Islam ausleben soll oder "etablieren" soll.

      Live and let live brother!
      Assalam-o-aleikum
    • Knäckebrot 28.06.2017 11:27
      Highlight Highlight Lokowuai, denke du beobachtest was interessantes. Der westen löste sich von der Deutungshoheit der Kirche, welche diktierte, wie man Dinge zu verstehen hat und merkt dabei nicht, dass er es jetzt genauso macht, einfach durch das Paradigma des Humanismus
    • Knäckebrot 29.06.2017 14:13
      Highlight Highlight Ich lebe in einem absolut islm. Land, wo ich nebst überwiegend Gutem auch erlebe, wie ich als Kafir zweitklassig bin. Ich erlebte, wie man meine Anschauungen zerreisst, während ich es kaum wagen darf, kritisch zu sein (wobei ich auch militante Schweizer erlebte, die über meine Anschauungen schnauben und mir das Gefühl geben, dass Leute wie ich Schuld am Elend der Welt sind).
      Natürlich liebe ich offenen wohlwollenden Austausch. Aber wir können nicht von ihnen erwarten, dass sie das Fundament ihrer Religion verändern.
      Wir können erwarten, dass sie sich einem reflektierten Diskurs stellen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Chrigi-B 27.06.2017 12:16
    Highlight Highlight Zeigt erneut ganz klar, dass bei vielen der Integrationswille unter 1 steht - auf einer Skala von 1 bis 10.
    • Firefly 27.06.2017 12:45
      Highlight Highlight welche andere Religionsgruppe lässt sich denn deiner Meinung nach besser integrieren?
    • Tokyobeirut 28.06.2017 19:07
      Highlight Highlight @effersone denkst du es ist einfach sich als Muslim zu integrieren? Vor allem wenn dich unzählige Menschen grundlos hassen? Man kommt uns sehr oft mit Hass entgegen und behauptet wir wären diejenigen die Hass verbreiten...hypocrisy much? Sich einfach Mal in die Lage des anderen versetzen und dann sich überlegen, ob das denn wirklich so einfach ist wie gesagt, Nein ist es nicht! Oh man Leute was ist denn nur los mit euch? All diese psycho-Terror-"Islamisten" haben rein gar nichts mit dem Islam zu tun oder mit den praktizierenden Muslimen hier in der Schweiz!
    Weitere Antworten anzeigen
  • Stachanowist 27.06.2017 12:16
    Highlight Highlight «Und wie in der katholischen Kirche und in der jüdischen Tradition gibt es zum Thema Frauen als Vorbeterinnen gewisse Grundregeln, die nicht einfach umgestossen werden können.»

    Spannend, wie die geschätzten Herren die reformierte Kirche in ihrer Argumentation ignorieren. Passt halt nicht in ihr Tu Quoque-Argument, dass dort Frauen predigen.
  • simiimi 27.06.2017 12:08
    Highlight Highlight Mehr Keller-Messahli braucht das Land!
  • NWO Schwanzus Longus 27.06.2017 11:41
    Highlight Highlight Ates kann gerne eine neue Sekte innerhalb des Islam gründen die aber wohl stärker geächtet werden wird als die Ahmadiya. Ates vergisst das der Islam grösstenteils eine Politische Ideologie ist mit ein paar Religiösen Elementen, dessen Grundsätze kann man nicht ohne allgemeinen Konsens ändern. Ates hat eine neue Gruppe gegründet aber den Islam hat sie nicht reformiert. Man sollte das nicht benutzen um den Leuten Islam schmackhaft zu machen. Wie es die Grünlinken immer wieder tun.
    • Rabbi Jussuf 28.06.2017 10:17
      Highlight Highlight Leider wirst du recht haben!
  • Doeme 27.06.2017 11:35
    Highlight Highlight Weg mit dem IZRS, das hat nichts mit dem Islam zu tun!
    • atomschlaf 27.06.2017 12:22
      Highlight Highlight Der IZRS mag wenig mit gut integrierten, vergleichsweise modern denkenden Muslimen zu tun haben, aber mit dem Koran und damit dem Islam hat er sehr viel zu tun, beruft sich Illi doch ausdrücklich auf die "Normativität des Korans und der Sunna".

      Passt vielleicht nicht ins Weltbild der notorischen Verharmloser, ist aber trotzdem so.
    • Ridcully 27.06.2017 12:47
      Highlight Highlight Islam zu IZRS verhält sich in Etwa wie Katholizismus zu Pius-Bruderschaft.
      Was mich bei allen religiösen Dogmatikern nervt, ist der Anspruch "Es" besser zu wissen und seinen Mitmenschen Vorschriften machen, wie "Es" richtig sei.
  • satyros 27.06.2017 10:35
    Highlight Highlight Finde ich spannend. Und was Günes sagt, stimmt so glaub nicht ganz. Im liberalen Judentum gibt es durchaus Rabbinerinnen. Mich dünkt das ganz vergleichbar mit diesem liberalen Islam. Und selbstverständlich akzeptieren orthodoxe Juden liberale nicht als "richtige" Juden. Genauso wenig wie Katholiken die reformierte Kirche als Kirche akzeptieren.
  • SVRN5774 27.06.2017 09:35
    Highlight Highlight Ich bin Muslimin und trage kein Kopftuch, jedoch finde ich im Moschee sollte man das tun.
    Ist ja auch nichts schlimmes. Aber das mit den Homosexuelle find ich super. 👍
  • chicadeltren 27.06.2017 09:17
    Highlight Highlight Da trennt sich die Spreu vom Weizen...
    • Firefly 27.06.2017 09:51
      Highlight Highlight bin mir sicher, dass beide Seiten von sich behaupten, der Weizen zu sein.
  • ogi 27.06.2017 08:33
    Highlight Highlight Religion of Peace meets LGBT.
  • kupus@kombajn 27.06.2017 08:09
    Highlight Highlight Auch die christliche Reformation ging zuerst harzig voran und stiess auf enormen Widerstand. Wird schon!

    Wenn das der Anstoss zur islamischen Reformation ist, dann sind die sogar rund 100 Jahre früher dran als wir. Das wär's, wenn die islamische Reformation von Berlin ausginge.
    • kupus@kombajn 27.06.2017 12:01
      Highlight Highlight @BigPun: das Eine schliesst das Andere nicht aus. Eine Reformation ist immer eine Spaltung, weil es immer auch solche gibt, welche sich gegen die Reformation stemmen.
    • atomschlaf 27.06.2017 12:07
      Highlight Highlight @Confused Dingo: Dir ist aber schon bewusst, dass sich in den letzten Jahren und Jahrzehnten viele europäische Moslems genau in die Gegenrichtung bewegt haben?
    • evand 27.06.2017 12:07
      Highlight Highlight BigPun, die reformierte Kirche IST eine Abspaltung der katholischen Kirche.
    Weitere Antworten anzeigen
  • oXiVanisher 27.06.2017 08:09
    Highlight Highlight Ich höre die Islam- und Muslimfeindlichen Hater jetzt schon... Und denke and die idiotische Diskussion der Kruzifixe in den Schulzimmern.
    Ich finde diese "moderne" Moschee eine tolle Sache und hoffe dass es auch bei uns so weit kommt. Dass das nicht alle Muslime toll finden ist verständlich und auch absolut OK.
    • oXiVanisher 27.06.2017 15:07
      Highlight Highlight Wow ... die braune Sauce fliesst wieder gewaltig hier. Und zwar aus allen Himmelsrichtungen.
  • demian 27.06.2017 08:05
    Highlight Highlight Schade bietet ihr dem Illi wiedermal eine Plattform.
    • Roterriese 27.06.2017 08:50
      Highlight Highlight Nein es ist nicht schade. Diese Personen zeigen eben die Realität und zeigen unfreiwilig auf, dass der Islam nicht so zahm ist, wie viele Linke es gerne hätten oder sich einbilden.

      Gerade jetzt auf 20min: IZRS-Blancho verteidigt die Steinigung http://www.20min.ch/schweiz/news/story/25442735
    • Lowend 27.06.2017 09:46
      Highlight Highlight Rotbraune Riesen bekommen ja leider auch ihre Plattform hier.

      Ich kann auf beide extremistischen Strömungen verzichten, denn am Ende sind wie immer die lösungsorientierten Kräfte daran Schuld, dass es die religiösen oder rechtsextremen Hassprediger gibt.
    • satyros 27.06.2017 10:30
      Highlight Highlight Illi und Blancho haben mit dem gelebten Islam in der Schweiz und der Mehrheit der Muslime überhaupt nichts zu tun. Das ist eine kleine Splittergruppe am Rand der Gesellschaft, die höchstens für den Staatsschutz interessant sein sollte.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Roterriese 27.06.2017 08:03
    Highlight Highlight Der Islam ist nicht wirklich eine Religion, sondern vielmehr eine Ideologie und Staatsform. Genau das macht ihn so gefährlich. Wie liberal der Islam ist, sieht man ja gerade an den weltweiten Reaktionen auf diese "Moschee"
    • reaper54 27.06.2017 09:40
      Highlight Highlight @Follbescheuert ja das hat über 1950 Jahre gedauert, also wollen wir beim Islam noch 600 Jahre warten?
      Zudem hat sich der Islam in den vergangenen 100 Jahren mehr nach hinten als nach vorne bewegt...
      In der Türkei sieht man aktuell gerade eine weitere Rückwärtsbewegung.
    • satyros 27.06.2017 10:30
      Highlight Highlight Diese Moschee ist ja auch Islam.
    • amore 27.06.2017 10:35
      Highlight Highlight Leider nicht in allen Teilen, sonst dürften heute auch Frauen Priesterinnen, Bischöfinnen, Kardinälinnen und Päpstinnen sein. Nein die katholische Kirche entspricht noch nicht unserer Bundesverfassung.
  • Tilman Fliegel 27.06.2017 07:45
    Highlight Highlight Männer beten ohne Kopftuch?
    Skandal!
    😂😂😂
  • Scrj1945 27.06.2017 07:35
    Highlight Highlight Die letzten drei leute zeigen mir wieder auf, dass der islam ein intoleranter und rückständiger glauben ist. Und ich finde man soll sich keinem glauben "unterwerfen" so wie es illi fordert, sondern damit leben aber sich nicht unterordnen
    • El Gageli 27.06.2017 08:46
      Highlight Highlight Da dekt sich deren Meinung aber mit der offiziellen katholischen Kirche. «Christliche Werte» eben.
    • TheMan 27.06.2017 09:08
      Highlight Highlight El Gageli du hast Beweise oder?
    • Fabio74 27.06.2017 11:15
      Highlight Highlight @TheMan Huonder mit dem alten Testament als Beispiel
    Weitere Antworten anzeigen
  • Wilhelm Dingo 27.06.2017 07:31
    Highlight Highlight Je weiter hinunter man liest im Text desto wiederlicherlicher die Äusserungen.
    • Lowend 27.06.2017 08:45
      Highlight Highlight Habe jetzt den Artikel bis zu den Kommentaren gelesen und stimme Ihnen da voll zu!
      Je weiter hinunter man scrollt, desto widerlicher werden die Äusserungen!
    • Roterriese 27.06.2017 09:07
      Highlight Highlight Lowend finden den Illi wohl ganz toll. Wir sollten uns alle ein Beispiel an Illi nehmen, so sieht gelebte Toleranz und Willkommenskultur aus. Am Besten wir konvertieren gleich alle, das wäre nur gerecht.
    • Lowend 27.06.2017 09:40
      Highlight Highlight Ach der Wort- und Sinnverdreher vom rechten Rand kommt wieder mit seinen geistigen Pirouetten und versucht, mich in die Nähe von Extremisten zu schieben, aber Fakt ist:

      Illi und Menschen wie Sie, rotriese sind Brüder im Geist und der eine könnte nicht ohne den anderen überleben, weil der eine den anderen braucht um seinen Hass zu projezieren.

      Im Gegensatz dazu können normale Menschen wie ich und viele andere sehr gut auf rechtsextreme und islamistische Hassprediger verzichten!
    Weitere Antworten anzeigen
  • yoh 27.06.2017 07:27
    Highlight Highlight 4 Männer diskutieren mehr oder weniger direkt warum sie es doch sehr wichtig finden, dass Frauen/ Homosexuelle nicht mit ihnen gleichgestellt werden...
    • Wilhelm Dingo 27.06.2017 10:32
      Highlight Highlight @Follbescheuert: genau. Ob radikale Juden, Moslems oder Christen: Homsexualität wird stark geächtet.
    • Tokyobeirut 28.06.2017 03:08
      Highlight Highlight Und ehh ihr Nicht-Muslime diskutiert darüber, wie sich Muslime zu verhalten haben und IHRE Religion zu leben haben
      Oh Hypocrites!
    • Wilhelm Dingo 28.06.2017 10:36
      Highlight Highlight @Lokowuai: natürlich diskutiere ich mit! ich bin betroffen von der Lebensweise von (gläubigen) muslimischen BewohnerInnen. Das fängt z. B. damit an, dass meine Kinder in der Schule nur noch Vegifood bekommen um es auch den Muslimen recht zu machen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Hexentanz 27.06.2017 07:26
    Highlight Highlight Bietet doch den möchtegern konvertiten des IZRS keine Plattform...

    Wikipedia:
    "Illi liess sich auf eigenen Wunsch katholisch taufen. Als Jugendliche war sie in der Punkszene aktiv und konvertierte im Alter von 18 Jahren zum Islam."

    Und

    "Abdel Azziz Qaasim Illi (* 1982 als Patric Jerome Illi in Schaffhausen; heimatberechtigt in Bonstetten) ist ein zum Islam konvertierter Schweizer Informatiker[...]"

    Peinlich was die 2 Anstellen. Nichtmal in der Türkei war der IZRS für sein Meeting zugelassen. Reines gehype und Plattform bieterei.

    In b4 mimi

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