DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Kunden sollen die Möglichkeit erhalten, mit dem Swiss Pass anonym in der Schweiz herumzufahren.
Kunden sollen die Möglichkeit erhalten, mit dem Swiss Pass anonym in der Schweiz herumzufahren.Bild: KEYSTONE

SBB planen anonymen Swiss Pass

Datenkrake statt nützliches E-Billett, der Swiss Pass sorgte bislang für viel Ärger. Ein neues Abo soll nun die Anonymität der ÖV-Passagiere besser schützen. 
12.10.2017, 04:1012.10.2017, 06:48

Obschon heute schon über 2,3 Millionen Swiss Passes im Umlauf sind, kämpft die Karte immer noch mit Kinderkrankheiten. Fehlerhafte Logins oder nicht elektronisch übertragbare Billette erhitzen die Gemüter. Etliche Kunden wünschen zudem, dass ihre Fahrt nicht aufgezeichnet wird. «Diese Sorge müssen wir ernst nehmen», sagt Jeannine Pilloud, Chefin SBB Personenverkehr, in einem Interview mit dem Bund und Tages-Anzeiger. 

Darum will die Schweizer ÖV-Branche nun einen anonymen Swiss Pass einführen. Das Projekt stehe in der «frühen Phase der Evaluation», so Pilloud weiter. 

SBB-Kaderfrau Jeannine Pilloud zeigt den Swiss Pass. 
SBB-Kaderfrau Jeannine Pilloud zeigt den Swiss Pass. Bild: KEYSTONE

Die SBB möchten in Zukunft mancherorts teure Billettautomate durch billigere Tablets ersetzen. «An diesen Geräten würden Billette nicht mehr gedruckt, sondern elektronisch auf einem unpersönlichen Swiss Pass hinterlegt werden.» Jede Karte hätte einen Chip, ohne dass der Träger unbedingt registriert sein müsste. «Er könnte also anonym bleiben», illustriert Pilloud. 

«Kunden gehen zum Schalter, weil sie Beratung brauchen – und nicht, weil sie Billette kaufen»

Die Nummer zwei bei den SBB sprach zudem über die langen Warteschlangen vor den Schaltern in den grossen SBB-Bahnhöfen, wo Kunden nicht selten 10 bis 25 Minuten warten müssen.  «Kunden gehen zum Schalter, weil sie Beratung brauchen – und nicht, weil sie Billette kaufen. Das dauert länger und verursacht längere Wartezeit», so Pilloud.

Die Herausforderung sei, dass die Kunden die Schalter in den Regionen links liegen liessen und stattdessen in den grossen SBB-Zentren um Auskunft fragten. «Wir haben das Problem erkannt. Bei jedem Umbau erweitern wir den Schalterraum und stellen neue Leute ein», verspricht die SBB-Managerin. (amü)

Pascal über egoistische Pendler

Video: watson/Pascal Scherrer, Emily Engkent

24 Bilder aus der guten alten SBB-Zeit

1 / 26
24 Bilder aus der guten alten SBB-Zeit
quelle: foto service sbb / str
Auf Facebook teilenAuf Twitter teilenWhatsapp sharer
DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Themen

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

42-Jähriger muss wegen Mord an Nachbar 16 Jahre ins Gefängnis

Ein 42-jähriger Mann, der 2016 in Châtelaine GE seinen Nachbarn mit elf Kugeln erschossen hat, muss 16 Jahre ins Gefängnis. Das Genfer Kriminalgericht hat den Angeklagten am Freitag wegen Mordes verurteilt.

Zur Story