Schweiz
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Andrea Gisler (rechts) und Beatrice Bänninger sind sich in Sachen Prostitution nicht einig.  bild: watson

«Wir müssen endlich über die sexuellen Bedürfnisse der Männer sprechen»

Die Frauenzentrale Zürich will eine Schweiz ohne Freier. Das Verbot ist umstritten – auch unter Beratungsstellen für Prostituierte. Wir haben Andrea Gisler, Präsidentin der Frauenzentrale Zürich und Beatrice Bänninger, Geschäftsführerin der Stadtmission, auf ein Streitgespräch eingeladen. 



«Eine Schweiz ohne Freier wäre ...?» Vor dem Streitgespräch haben wir unsere beiden Kontrahentinnen gebeten, vier von uns vorgegebene Sätze zu beenden. 

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Video: watson/Emily Engkent

1942 legalisierte die Schweiz als eines der ersten Länder Europas die Prostitution. War das ein gutes oder ein schlechtes Jahr?
Beatrice Bänninger
: Das war ein sehr gutes Jahr. Prostitution ist eine gesellschaftliche Tatsache. Mit der Legalisierung wurde diesem Umstand Rechnung getragen.  
Andrea Gisler: Es war ein gutes Jahr, weil man nach 1942 nicht mehr die Prostituierten bestraft hat. Heute sind wir aber an einem anderen Punkt und der Blick in Länder, die andere Prostitutionsgesetze haben und in Gleichstellungsfragen ein bisschen weiter sind, lohnt sich.

Die Frauenzentrale Zürich lancierte im Juni mit einem provokanten Video die Kampagne «Stopp Prostitution. Für eine Schweiz ohne Freier». Darin werfen uns schwedische Schauspieler vor, wir Schweizer wären Hinterwäldler, weil Prostitution noch immer legal ist – anders als in Schweden. Was halten sie von dem Video, Frau Bänninger?
Bänninger: Ich finde das Video gefährlich. Natürlich, es ist sensationell gemacht und setzt auf bewährte Tricks der Werbebranche, indem beispielsweise Kinder zu Wort kommen. Die Realität in Schweden ist jedoch eine andere. Die Situation der Sexarbeiterinnen, die es trotz dem Gesetz immer noch gibt, ist prekär. Gesundheitsprävention wird vernachlässigt. 

Das Video der Frauenzentrale Zürich

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Video: YouTube/Frauenzentrale Zürich

Leben wir Schweizer, was das Sexgewerbe angeht, tatsächlich noch im Mittelalter?
Gisler: Wir sehen uns gerne als aufgeschlossen und modern. Gewisse Schweizer wurden durch das Video tatsächlich in ihrem Selbstbild getroffen. Man hat es nicht gerne, wenn einem der Spiegel vorgehalten wird.

«Das Verbot hat etwas in den Köpfen der Menschen bewirkt. Bereits Kinder wissen: Man kauft keine Frauen wie Ware.»

Andrea Gisler

Was machen die Schweden denn besser als wir Schweizer, Frau Gisler?
Gisler: Viele Untersuchungen zeigen, dass Prostitution und  Menschenhandel zurückgegangen sind. Und – noch wichtiger – es hat ein Umdenken in der Gesellschaft gegeben. In Schweden ist es seit 1998 verboten, für Sex zu bezahlen. Das Verbot hat etwas in den Köpfen der Menschen bewirkt. Bereits Kinder wissen: Man kauft keine Frauen wie Ware. Ich wünschte mir ein solches Umdenken in der Schweiz.
Bänninger: Die Strassenprostitution ist zurückgegangen, die macht nur einen Bruchteil des Sexgewerbes aus. Fakt ist, dass es den Frauen, die immer noch im Sexgewerbe tätig sind, schlechter geht. Die Freier gehen zudem ein höheres Risiko ein. Und wer ein hohes Risiko eingeht, erwartet auch mehr dafür. Der Freier will so viel wie möglich aus einer Dienstleistung rausholen. Und ob er am Ende überhaupt dafür bezahlt, ist auch nicht sicher. Die Frauen haben dabei kaum eine Möglichkeit sich zu wehren.

In Zürich gibt es seit 2013 am Sihlquai keinen offenen Strassenstrich mehr, dafür Sexboxen in Altstetten. Prostituierte werden regelmässig von der Polizei kontrolliert und brauchen eine Bewilligung, um zu arbeiten. Reicht dieser Schutz nicht aus?
Gisler: Wir tun so, als würde das Prostitutionsgewerbe in der Schweiz in einem geschützten, kontrollierten Rahmen ablaufen. Das Rotlichtmilieu wird oft als plüschige, schummrige Idylle beschrieben. Die Realität ist eine ganz andere. Wir wissen oft nicht, was im Verborgenen tatsächlich passiert. Und die Sexboxen in Altstetten sind frauenverachtend. Das muss man sich einmal anschauen. Die Frauen stehen dort wie an Bushaltestellen und werden von Männern wie Ware ausgewählt und in Abstellboxen gefahren, die aussehen wie Autowaschanlagen.
Bänninger: Idylle und Plüsch im gleichen Atemzug wie Prostitution zu erwähnen, ist absolut falsch. Pretty Woman war ein wunderbarer Film, aber der Realität entspricht er nicht. Dass man nicht weiss, was im Milieu passiert, entspricht nicht den Tatsachen. In unserer Beratungsstelle «Isla Victoria» haben wir jährlich über 24’000 Kontakte mit Sexarbeiterinnen aus der Stadt und dem Kanton Zürich. In all diesen Gesprächen erfahren wir viel – und können helfen. Prostitution muss legal bleiben – sowohl das Angebot als auch die Nachfrage.

Viele Prostituierte kommen aus dem Ausland und bleiben nur kurze Zeit in der Schweiz. Alles ist mobiler und flüchtiger geworden. Können Frauen nach einem Freierverbot überhaupt noch geschützt werden?
Gisler: Der Markt wäre sicher viel kleiner. Natürlich muss man sich dann überlegen, wie man an die Frauen und Freier rankommt. Aber darüber zerbrechen wir uns bereits heute den Kopf.
Bänninger: Schweden zeigt: Wer nicht aussteigen will, erhält kaum mehr Beratung und Schutz durch den Staat. Da die Sexarbeit im Verborgenen abläuft, würde es für Beratungsstellen unglaublich schwierig, den Zugang zu Sexarbeitenden zu gewährleisten. Die öffentliche Hand würde wohl die finanzielle Unterstützung einstellen müssen. 

«Mit einem normalen Job verdient eine Prostituierte nicht einmal ansatzweise so viel wie vorher.»

Beatrice Bänninger

Sie haben beide mit Sexarbeiterinnen zu tun. Was halten diese von einem Freierverbot?
Bänninger: Die meisten Sexarbeiterinnen haben Angst, ihr Einkommen und damit ihre Lebensgrundlage zu verlieren. Menschen in anderen Jobs haben auch Angst vor Veränderungen und Jobverlust, verfügen aber immerhin über Alternativen.
Gisler: Ich glaube, dass die Mehrheit der Frauen aussteigen würde, wenn sie denn könnten. Wenn man die Freier bestraft, müsste man den Fokus noch stärker auf die Betreuung der Prostituierten legen und sie beim Ausstieg unterstützen.
Bänninger: Aber genau das ist doch das Problem! Bevor wir überhaupt an ein solches Gesetz denken, brauchen wir konkrete Ausstiegsmöglichkeiten für Prostituierte. Solche Lösungen gibt es nicht. Wer einmal als Sexarbeiterin gearbeitet hat, ist in unserer Gesellschaft stigmatisiert. Es bräuchte Arbeitgeber, die den Frauen Jobs zur Verfügung stellen.

«Wir müssen uns fragen, ob der Staat tatsächlich so viel Geld in die Hand nehmen muss wie im Beispiel der Sexboxen in Altstetten, um die männlichen Bedürfnisse zu befriedigen.»

Andrea Gisler

Haben Prostituierte tatsächlich keine Möglichkeit, den Ausstieg zu schaffen?
Bänninger: Mangels Ausbildung gibt es kaum Alternativen. Wir haben in der Isla Victoria eine hochprofessionelle Nähschule für Frauen, die aussteigen wollen. Damit gewinnen sie Selbstvertrauen und lernen besser Deutsch. Es gibt viele Projekte, die den Ausstieg unterstützen. Schwierig bleibt es trotzdem. Wenn eine Frau dann für 17.90.- in der Stunde von einem Putzinstitut durch Büroräumlichkeiten gehetzt wird, frage ich mich schon, ob das ein attraktiver Ausstieg ist. Mit einem normalen Job verdient eine Prostituierte nicht einmal ansatzweise so viel wie vorher.

Kann Prostitution tatsächlich mit Putzarbeiten verglichen werden? Ist Sexarbeit eine ganz normale Arbeit wie jede andere auch?
Gisler
: Es gibt in der Prostitution viele Frauen, die dazu gezwungen werden und sich kaum wehren können. Wenn man einfach sagt: «Sexarbeit ist eine normale Arbeit», gibt es weder Täter noch Opfer – Ausbeutungs- und Machtverhältnisse werden verschleiert. Das ist das Beste, was Zuhältern und Menschenhändler passieren kann. So sind sie fein raus. Liberale Prostitutionsgesetze sind eine Freikarte für Profiteure und nie ein Schutz für Frauen.
Bänninger: Mich nervt dieser Opferdiskurs. Nicht jede Prostituierte ist per se ein Opfer von Menschenhandel und Gewalt. Viele Frauen entscheiden selbständig und aus freien Stücken, wie oft sie ihre Dienstleistungen anbieten – vielleicht nur einmal pro Woche, einmal im Monat, für ein Wochenende. Einige Frauen tun es, um ihr Haushaltsgeld aufzubessern oder weil sie Lust auf ein Abenteuer haben.
Gisler: Man kann das Ganze schon schön reden und sagen, dass sie mit ihrem Einkommen in ihren Heimatländern ganze Familien ernähren können. Aber wehe, die eigene Tochter würde sich prostituieren. Armutsprostitution- und Zwangsprostitution sind Tatsachen. Die grosse Mehrheit der Prostituierten macht es nicht freiwillig. Für die wenigen Frauen, die aus freien Stücken als Prostituierte arbeiten und auch wirtschaftlich nicht dazu gezwungen sind, wäre das schwedische Modell schlechter. Aber wir sollten uns nicht auf die Ausnahmen konzentrieren. 

«Mich nervt dieser Opferdiskurs. Nicht jede Prostituierte ist per se ein Opfer von Menschenhandel und Gewalt. Viele Frauen entscheiden selbständig und aus freien Stücken, wie oft sie ihre Dienstleistungen anbieten»

Beatrice Bänninger

Und was ist mit den Freiern?
Bänninger: An die Freier zu gelangen, ist enorm schwierig. Die Gruppe ist sehr heterogen. Einige prahlen, andere machen es still und heimlich. Der offene Diskurs fehlt. Die Seite der Freier meldet sich kaum öffentlich zu Wort.
Gisler: Wir müssen unbedingt mehr über Freier sprechen. Ohne Nachfrage gäbe es keine Prostitution. Wir müssen uns fragen, ob der Staat tatsächlich so viel Geld in die Hand nehmen muss wie im Beispiel der Sexboxen in Altstetten, um die sexuellen Vorlieben gewisser Männer zu befriedigen. Müssen wir wirklich alle negativen Begleiterscheinungen, die die Prostitution mit sich bringt, in Kauf nehmen, um die Bedürfnisse der Freier zu befriedigen?

Wäre eine Gesellschaft ohne Prostitution wünschenswert?
Bänninger: Es ist absolut in Ordnung, sich eine Gesellschaft zu wünschen, die Prostitution nicht toleriert. Aber eine Schweiz ohne Freier ist eine utopische Vorstellung. Man darf das Sexgewerbe nicht idealisieren. Man darf aber auch nicht die Augen vor der Tatsache verschliessen, dass der Schutz der Sexarbeiterinnen besonders wichtig ist. Und ein solcher Schutz ist in diesem Gewerbe einfach nicht möglich, wenn es im Verborgenen stattfinden muss. 
Gisler: Prostitution ist ein Verstoss gegen die Menschenwürde. Viele Prostituierte sind ungeschützt. Die Preise sind im Keller. Einer Studie zufolge verkehren viele Frauen vermehrt ohne Kondom, weil die Freier das so wollen. Laut Huschke Mau, die zehn Jahre als Prostituierte gearbeitet hat, ist Prostitution Gewalt und jeder Freier ein Täter. Eine Gesellschaft ohne Prostitution ist absolut wünschenswert – und es ist höchste Zeit dafür.

Sexismus in den Medien

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    Alle Leser-Kommentare
  • King.sley 28.08.2018 16:32
    Highlight Highlight Es gibt frauen die gezwungen werden, es gibt aber auch die jenen die zu faul sind um morgens um 6 aufzustehen um zu reinigen oder eine andere tätigkeit nachzugehen wie es auch fraueb gibt die nach der hochzeit und kind die scheidung einreichen. Das muss mal ehrlich gesagt sein. Trotzdem sind gewisse frauen wie auch männer, opfer unserer gesellschaft wegen gewissen gesetzen. Die männer und frauen müssen ein beitrag zum wohle aller leisten.. männer sind nicht immer die täter, sie handeln viellt aus frust, ablenkung, eifersucht oder anderem. Doch als mann hat man keine anlaufstelle
    • Einstürzende_Altbauten * 29.08.2018 07:44
      Highlight Highlight anlaufstellen für männer gibt es viele, eine der ersten und nach wie vor besten ist manne.ch.
  • bebby 28.08.2018 10:04
    Highlight Highlight Das Hauptproblem sehe ich ganz woanders - unser kultureller Umgang mit der Lust. Im Gegensatz zur Liebe, die biologisch gesehen dazu führen soll, dass die gemeinsame Aufzucht der Kinder erfolgreich ist, geht es bei der Lust ja primär darum, dass wir uns paaren. Und da ist es halt so, dass Männer und Frauen mit anderen hormonellen Zyklen gesegnet sind (auch aus biologischen Gründen).
    Seit 2000 Jahren versucht man nun die Lust zu unterdrücken, in dem die Monogamie institutionalisiert wird. Wären wir da etwas lockerer, dann bräuchte es vermutlich weder Pornos noch Prostitution. Schade eigentlich.
  • Beat Galli 28.08.2018 05:02
    Highlight Highlight Das Schweden Video ist nicht grund schlecht.
    Wären da nicht die vollen Fähren mit Schweden in die Baltischen Staaten.
    Dann wäre da noch Norwegen, (war übrigens auch mal Schweden).

    Aber eben. Sie haben schon recht. Wenns gut wäre, wärens schweizer Dirnen.
    Und nicht ost europäische.


    • Einstürzende_Altbauten * 29.08.2018 07:50
      Highlight Highlight Es gibt viele Studentinnen, die sich so das Studium finanzieren. Und ein paar Gründe die mir sofort in den Sinn kommen, warum wohl mehr ausländische Sexarbeiterinnen als schweizerische in dieser Branche arbeiten, sind, dass schweizerische ihre Rechte kennen, ihnen der Pass wegzunehmen nichts bringt und sie so weniger unterdrückt und ausgenützt werden können.
      Gilt übrigens auch für männliche Sexarbeiter.
  • brabe 27.08.2018 23:49
    Highlight Highlight Die Frauenhandel-Mafia würde sich über ein Verbot freuen. Alles im Untergrund würde bedeuten: keine Kontrolle, schlechtere Bedingungen für die Frauen, mehr Gewinne für die Zuhälter, mehr Krankheiten. Wie wird dann in einem Massage-Institut kontrolliert und bestimmt, was eine erlaubte und was eine unerlaubte Berührung ist?
  • Bongalicius 27.08.2018 18:56
    Highlight Highlight Wer das Angebot nicht zu Hause kriegt sucht sich dieses halt dort wo es noch zu kriegen ist.
    So hat sich in den Grenzregionen Frankreichs ein regelrechter Sexverkehr in die Nachbarländer entwickelt, da man innerhalb der Grand Nation zum Straftäter wird.
    Ein Verbot würde das Problem nur verschieben, sei es in den Schwarzmarkt oder an unsere Nachbarländer.
  • whoozl 27.08.2018 18:37
    Highlight Highlight Die Prostitution ist ja bekanntlich das älteste Gewerbe. Wer heute dieses Gewerbe verbieten will, um ein Umdenken bei den Freiern oder bei einem Grossteil der Männer überhaupt zu bewirken, muss gleichzeitig Pornographie verbieten, zumindest so, wie sie heutzutage produziert wird. Pornographie bedient ja ganz überwiegend Männerphantasien, gleichzeitig steuert sie aber auch diese Phantasien. Das zeigt sich auch daran, dass gezielt Frauen- oder Paar-taugliche pornographische Erzeugnisse äusserst rar sind.
    In einer so ungleich aufgegeilten Gesellschaft lässt sich Prostitution kaum verbieten.
  • Thurian 27.08.2018 17:22
    Highlight Highlight Ich hoffe bald wird es Sex-Roboter oder VR -Stimulationen geben, die dann die ganze Diskussion unnötig machen.
  • einkritischer 27.08.2018 15:11
    Highlight Highlight Wenn ein Verbot kommt (und ich bin prinzipiell nicht dagegen), so sollten wir uns bewusst sein, dass es andere Kanäle gibt (wie Tinder und Co.), um Bedürfnisse zu stillen. Es kann auch sein, dass man sich dann nacht auch wieder unsicher fühlen würde als frau auf der Strasse. Wollen wir das?
    • who cares? 27.08.2018 18:05
      Highlight Highlight Im Stil von Männer müssen Zugang zu Sex haben, sonst gehen sie nachts wildern? Ich glaube bei diesen Männern sollten die Lösungen ansetzten, nicht bei den Frauen, die ihnen in Form von Prostituierten zum Frass vorgeworfen werden.
    • Sommersprosse 27.08.2018 19:32
      Highlight Highlight Prostitution schützt nicht vor Vergewaltigungen! Ein Täter kann auch ein Freier sein, aber ein Freier muss kein Täter sein.... Die Intention einer Vergewaltigung ist nicht die sexuelle Befriedung, sondern Gewalt- und Machtausübung.
    • Knäckebrot 27.08.2018 22:18
      Highlight Highlight Die Argumentation, dass Prostitution Vergewaltigungsprophylaxe ist, finde ich ohnehin unheimlich.
      Selbst wenn jemand oberoberoberspitz ist (weiss gerade keinen Fachausdruck dazu), müssen ein paar Dinge in dessen Psyche kaputt sein, bis zum Schritt eine Frau zu vergewaltigen.
      Der Sexualtrieb hat macht, aber dennoch ist ein gesunder Mensch in der Lage, ihn zu beherrschen. Wenn man lust empfindet in eine panische Frau, die angeekelt und entsetzt ist, einzudringen und die Lust ist stärker als jedes Erbarmen, ist das halt einfach der angeborene Trieb?
      Und deswegen jetzt Frauen professionalisieren?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Natürlich 27.08.2018 15:07
    Highlight Highlight (2) Als ich die Chefin darauf ansprach und meinte sowas geht garnicht, war die Antwort lediglich: „ Er ist ein guter Kunde und wir hatten bisher nie Probleme mit Ihm“ Da habe ich mich dann schon gefragt inwiefern diese Damen geschützt sind...
    Ich denke das Ganze ist ein zweischneidiges Schwert.
    Einerseits bin ich ebenfalls der Meinung Verbote bringen nicht viel andererseits glaube ich dass viele Leute (sowohl Männer als auch Frauen) gar keine Vorstellung davon haben was sich hinter diesen Türen abspielt.
    • Natürlich 27.08.2018 23:11
      Highlight Highlight @ DirtyHarry
      Inwiefern hatten sie denn beruflich im Milieu zu tun?
      Würde mich sehr interessieren, vielen dank.
    • Natürlich 29.08.2018 10:59
      Highlight Highlight @Dirty Harry
      Oh das klingt sehr spannend, vielleicht möchten sie eine (wöchentliche) Kolummne schreiben bei watson um den Leuten auzuzeihmgen wie das zt wirklich aussieht im Milieu?
      Und ja, es ist bestimmt nicht eine Dienstleistung wie jede andere auch, da gebe ich dir recht.
      Allerdings darfst du auch nicht verallgemeinern.
      Ich habe sehr oft die Frauen nach ihren Motiven für diesen Job gefragt.
      Die Antwort war eig immer dieselbe: Geld, um der Familie in Rumänien/Bulgarien/Ungarn usw. zu helfen.
      Einige erzählten mir auch mehr und zeigten mir Fotos von ihrem Bruder/Familie.
  • Natürlich 27.08.2018 15:03
    Highlight Highlight (1) Ich war früher ebenfalls ein Freier und ca 50-100x im „Puff“ resp Saunaclub.
    Es war einerseits eine sehr schöne Zeit andererseit sind mir inzwischen schon auch ein wenig die Augen aufgegangen.
    Ich war wohl ein „Vorzeigefreier“, habe die Damen immer mit Respekt behandelt und normalen „Girlfriendsex“ (Blümchensex) gehabt.
    Allerdings habe ich auch diverse andere Dinge mitbekommen: Beispielsweise kam gerade ein Mann vor mir in die Dusche un lästerte über die Dame ab die er gebucht hatte. „Scheissfotze, noch nie so einen schlechten Service gehabt...“ Die Dame hatte rote Flecken am Hals
  • Theor 27.08.2018 14:53
    Highlight Highlight "Die grosse Mehrheit der Prostituierten macht es nicht freiwillig."

    Ich vermute mal, dass eine Menge der Strassenputzer und Kanalreiniger und #insertShitPayedJobHere auch lieber UBS-Manager wären.

    Ein Verbot gegen Prostitution darf sich nicht auf der Moral begründen, dass manche Frauen keine bessere Arbeit finden können. Ein gut bezahlter, sinnvoller Job ist kein Menschenrecht, sondern etwas das man sich erarbeiten muss. Durch gute schulische Ausbildung und eine Arbeitswelt, wo Menschen sich mit Fleiss etwas erarbeiten können. Genau dort muss man ansetzen. Investiert endlich in die Kinder.
    • arpa 27.08.2018 17:03
      Highlight Highlight Genau diese Aussage hat mich gestört.. wirklich freiwillig arbeiten wenige.. man muss halt.. und je nach einschränkung kommt man halt nicht mit viel nach Hause..
      Das geringere einkommen als beim anschaffen kann wohl kein argument sein.. andere sind zu hässlich um anzuschaffen und zu dumm zum zähne flicken.. was machen wir für solche?
    • ojama 27.08.2018 17:04
      Highlight Highlight Neoliberale Utopie! Für manche Menschen aus gewissen sozialen Schichten oder gewissen armen Ländern ist es schlicht nicht möglich eine gute Ausbildung zu geniessen oder sich nach oben zu arbeiten. Das ist leider einfach nicht unsere Realität. Diese müssen geschützt werden.
    • rolf.iller 27.08.2018 17:16
      Highlight Highlight Also ich kenne UBS Manager, hab manchmal auch den Eindruck das sei ein Scheissjob.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Snowy 27.08.2018 14:53
    Highlight Highlight Das schwedische Modell funktioniert nicht - wie immer, wenn man etwas verbieten will, was in weiten Teilen der Gesellschaft akzeptiert ist (Bsp.: Alkohol, Sex, Drogen, Tanzverbot an Feiertagen etc).


    https://www.srf.ch/news/panorama/schwedens-prostitutionsverbot-die-freier-wandern-einfach-ins-ausland-ab

    https://derstandard.at/2000073689318/TV-Doku-ueber-Prostitution-in-Schweden-Voller-Scheinheiligkeit

    https://www.derbund.ch/sonntagszeitung/standard/Sie-nennen-uns-Hinterwaeldler/story/23061922
  • Triumvir 27.08.2018 14:44
    Highlight Highlight Kann Frau Gisler denn ihre Behauptungen mit harten Fakten belegen? Jeder kann natürlich Behauptungen aufstellen, ohne diese mit nachprüfbaren Fakten zu belegen. Bevor ich mir eine Meinung bilden kann, würde ich schon gerne wissen, ob sich die Verhältnisse für die Gesellschaft und die - nach wie vor vorhandenen - Prostituierten in Schweden verbessert haben. Leider belegt Frau Gisler keine ihrer Behauptungen. Was ich doch ziemlich bedenklich finde...Mir ist nämlich kein Beispiel bekannt, dass Prohibition auch nur ein einziges Problem effizent und nachhaltig gelöst hätte...
  • rudolf_k 27.08.2018 14:41
    Highlight Highlight Und wo genau in diesem Artikel wurde über die sexuellen Bedürfnisse der Männer gesprochen? Richtig, nirgends. Hätte man das getan, würde man nämlich schnell zum Schluss kommen dass es völlig hanebüchen ist, über ein Prostitutionsverbot zu sprechen.
    • DemonCore 27.08.2018 14:59
      Highlight Highlight Das war nicht Thema des Interviews, aber es ist der Frau hoch anzurechnen, dass sie das Thema ansprach. Gute Gelegenheit für ein Nachhaken von Watson.
    • lilie 27.08.2018 15:57
      Highlight Highlight Ja, ganz im Gegenteil.

      Wenn man nämlich auch noch über die Bedürfnisse von Frauen reden würde, dann würde man sich auch nicht wundern, dass Escortservices für Damen auf dem Vormarsch dind.

      Warum spricht eigentlich niemand darüber? Als ob nur Männer unverbindlichen Sex wollten!
    • Scrj1945 27.08.2018 19:01
      Highlight Highlight Schaut mal auf 20mimuten online nach. Da gibt es immer gesponserte werbung „frauen suchen sex date“ aber es sind immer die männer schuld, will natürlich keine frau zugeben
    Weitere Antworten anzeigen
  • koks 27.08.2018 14:32
    Highlight Highlight Der Diskurs betrifft ausländische, oft osteuropäische oder auch afrikanische Frauen, blutjung, ohne Mittel und Perspektiven.

    Der Kontrast zu den beiden Frauen die hier ihre Position kundtun (Womenplaining?), könnte nicht grösser sein: Weiss, alt, akademisch gebildet, gutverdienend.

    Das erinnert mich an Alice Schwarzer, die auch schon mal in einem Podium eine aktive Prostituierte runterputzte, welche nicht gleicher Meinung waren: Halt die Klappe, was weisst du schon.

  • DemonCore 27.08.2018 14:24
    Highlight Highlight Wie ist es denn mit der 'gehobenen' Prostitution? Wo Studentinnen ihr Studium und einen eindrücklichen Lebensstil mit Escort-Dienstleistungen finanzieren? Wenn das auch verboten wird, nimmt man ja den zukünftigen Managerinnen und Super-Weibern etwas weg. Ich kann mir nicht vorstellen, dass das passiert.
  • Thinkdeeper 27.08.2018 14:19
    Highlight Highlight Über welches Bedürfnis der Männer wurde gesprochen? Das Recht auf erfüllenden Sex? Legale Prostitution ist voll Ok.
    Nicht jeder kommt mit keifenden und zickenden Emanzen die sich als Divas zieren und nur 1 mal im Monat gnädig bereit sind zurecht. Prostituierten zu besuchen statt Frauen zu belästigen und zu vergewaltigen ist die bessere Option.
    Der Staat sollte die entsprechenden Etablisement führen und diese Arbeit auch mit Sozialversicherung usw. bezahlen lassen. Überall im freien Markt wird Dienstleistung als Ware bezahlt und der Preis gedrückt, hier auf sehr traurige Weise.
    • SemperFi 28.08.2018 15:02
      Highlight Highlight So ein Blödsinn, als ob es nur keifende und zickende Emanzen gäbe. Gewisse Männer würden besser an ihrer Beziehungsfähigkeit arbeiten, als billige Triebabfuhr zu buchen.
  • cero 27.08.2018 13:56
    Highlight Highlight Letztlich ist es wohl eine Frage der Erziehung und der Werte, die eine Gesellschaft vermitteln will. Schweden hat entschieden: Für Sex wird nicht bezahlt! Für viele Schweden ist das mittlerweile einfach normal. So blauäugig zu glauben dass damit Prostitution einfach verschwindet, war kaum jemand.
    Die Frage: Welches System verursacht mehr Leid? finde ich heuchlerisch, weil Prostitution immer auf Ausnützen von Not beruht und Leid quasi voraussetzt (die paar Ausnahmen (?) bestätigen die Regel).
    Bleibt die Frage: Welches Frauen- und Männerbild wollen wir mit unserem Handeln und Reden vermitteln?
    • DemonCore 27.08.2018 15:01
      Highlight Highlight Für Sex wird immer bezahlt, nur nicht immer mit Geld.
    • lilie 27.08.2018 20:27
      Highlight Highlight @cero: Die Schweden bezahlen immer noch für Sex - halt einfach nicht in Schweden. Nach Dänemark ists ein Katzensprung.

      Welches Frauen- und Männerbild wird hier also vermittelt? Schwedinnen sind anständige Frauen - Dänninnen sind Schlampen? Und Männer sind Schweine und Kriminelle, egal woher sie kommen?

      Ich fände es besser, einen gesunden Umgang mit Sexualität zu finden und auch einen gesunden Umgang mit den unschönen Seiten.
  • no-Name 27.08.2018 13:49
    Highlight Highlight Was die “Sexismus in den Medien” Slideshow angeht:

    Es sind wohl die Täter die im Kopf recht verdreht sind. Wenn die Medien das Tatmotiv (aus sicht des Täters) angeben, bedeutet das nicht, dass sie sexistisch sind, sondern der Täter aus “besonders niederen Motiven” gehandelt hat und somit die Tat als besonders schwer zu beurteilen ist. Die Medien berichten einfach darüber!
  • Eron 27.08.2018 13:48
    Highlight Highlight Ist doch völlig absurd! Frauen müssen endlich ehrlich über Frauen reden! Sie sind nicht besser als Männer sondern anders!
  • Piwi 27.08.2018 13:47
    Highlight Highlight Und wann sprechen wir über die sexuellen Bedürfnisse der Männer?

    Das Thema wäre sehr interessant - leider wird es nicht im Geringsten adressiert, stattdessen diskutieren zwei Frauen über Prositution. Käuflicher Sex ist kein Bedürnis der Männer, nur Symptombekämpfung, und für die Mehrheit der Männer keine Option.

    Bitte dem Artikel zum Titel noch nachholen, danke :)
    • fabsli 27.08.2018 15:17
      Highlight Highlight Und über was möchtest du sprechen?
    • Garp 27.08.2018 15:46
      Highlight Highlight Dann sprecht doch über eure sexuellen Bedürfnisse! Jedem Freier z.B. ist es ihr freigestellt, sich zu melden, welches sexuellen Bedürfnisse ihn zu eine Prostituierten führen.
    • Piwi 27.08.2018 17:46
      Highlight Highlight @Garp: jetzt stellst du Männer mit sexuellen Bedürfnissen Freiern gleich, das ist genau der Mangel des Titels und zugehörenden Artikels der mich zum Schreiben des Kommentars veranlasst hat.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Normi 27.08.2018 13:28
    Highlight Highlight 2 Personen + Sex mit Bezahlung = schlecht

    2 Personen + Sex mit Bezahlung + Kamera = gut ( Erotik Filme )

    Verstehe ich nicht
    • fabsli 27.08.2018 15:18
      Highlight Highlight Der Unterschied ist nicht die Kamera, sondern, dass es Pornodarstellerinnen freiwillig tun.
    • Garp 27.08.2018 17:10
      Highlight Highlight Der Unterschied ist, dass der Konsum des einen mittlerweile als selbstverständlich, fast schon als ein Muss gilt, also salonfähig ist. Hinterfragen tut das dann keiner mehr.
    • Mimimi_und_wow 27.08.2018 22:39
      Highlight Highlight Fabsli: ich denke, die arbeiten genau gleich freiwillig wie die Prostituierten. Bei einem Teil mag es stimmen, dass es freiwillig ist.
      Ich glaube der Unterschied ist: Film eine Kunstform so wie die Fotografie. Und Prostitution ist das nicht.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Greet 27.08.2018 13:23
    Highlight Highlight Ist das nicht ein falscher Titel für dieses Interview? Er trifft überhaupt nicht zu.
  • Baccara - Team Nicole 27.08.2018 13:08
    Highlight Highlight "Schwierig bleibt es trotzdem. Wenn eine Frau dann für 17.90.- in der Stunde von einem Putzinstitut durch Büroräumlichkeiten gehetzt wird, frage ich mich schon, ob das ein attraktiver Ausstieg ist. Mit einem normalen Job verdient eine Prostituierte nicht einmal ansatzweise so viel wie vorher."

    (es gehört kein .- hinter einen Betrag mit Rappen, bitte korrigieren!)

    Es gibt ganz ganz viele Menschen, die für weniger Geld arbeiten. Ohne Berufsausbildung. Wenn ich nun trotzdem Prostituierte bleibe und mich misshandeln lasse z.B., nur weil ich da einiges mehr verdiene, was sagt das über mich aus?
    • Natürlich 27.08.2018 22:47
      Highlight Highlight Viel Menschen die für weniger als17.90 die Stunde arbeiten?
      In der Schweiz? Wo denn, nähme mich Wunder.
      Einerseits besteht/entsteht bei diesen Frauen eine Abhängigkeit, zb haben sie keine sozialen Kontakte ausserhalb des Milieus, was es unso schwieriger macht auszusteigen, sie beherrschen die Deutsche Sprache nicht oder nur sehr schlecht, andererseits ist oftmals auch Druck da, ihren Familien Geld zu schicken, viele stehen auch unter Druck von Zuhältern
    • Baccara - Team Nicole 28.08.2018 07:39
      Highlight Highlight Fragst du das im Ernst, Natürlich? Frag mal all die landwirtschaflichen Angestellten, was sie verdienen. Eine Pferdewartin hat einen Lohn von rund Fr. 2'200.- und arbeitet i.d.R. 55 Stunden die Woche. Also rechne mal..
      Was verdient eine Coiffeuse?

      Und meine Putzfrau - welche übrigens mehr als 17.90 p/h verdient - spricht auch kaum deutsch. Sie kommt aus dem Kosovo.

      Also - was sagt das über mich aus, wenn ich mich lieber prostituiere als für 17.90 p/h zu arbeiten?
  • DerSimu 27.08.2018 13:03
    Highlight Highlight Verbote bringen selten viel. Am wenigsten, wenn ein menschliches Grundbedürfnis (Sex) betroffen ist.

    Warum Prostitution verbieten und Sexarbeit in die Illegalität treiben, wo es gar keine Regulationen mehr gibt. Dann doch lieber einen überschaubaren Markt, den man auch kontrollieren kann und wo man sich an Spielregeln halten muss?
  • arriving somewhere but not here 27.08.2018 13:01
    Highlight Highlight Hmm, ich glaube nicht, dass wir Schweden jetzt unbedingt als Vorzeigeland dazuziehen sollten... 🤔
  • Kubod 27.08.2018 13:01
    Highlight Highlight Ja. Sollten wir. Und diese Bedürfnisse ernst nehmen, statt diese zu kriminalisieren.
    Kommt mir langsam so vor, als ob verschmähte Ehefrauen die Konkurrenz verbieten wollen.
    Den Sexarbeiterinnen ist sicher nicht damit gehoöfen, wenn man sie in den rechtlosen Untergrund treibt.
    Schweden hat die Prostitution in die baltischen Staaten verlagert.
    Etwa so, als ob man alle Atomkraftwerke abschaltet und dann französischen Atomstrom zukauft.
    Bigott und lustfeindlich, aber sicher nicht im Sinne der direkt Beteiligten
  • Conguero 27.08.2018 12:53
    Highlight Highlight Ein Verbot ruft die organisierte Kriminalität auf den Plan, ob Drogen, Alkohol oder eben Sex. Prostitution wird nie verschwinden, nicht umsonst wird vom ältesten Gewerbe der Menschheit gesprochen, und selbst Länder mit brutalsten Strafen für ausserehelichen Sex bringen sie nicht zum verschwinden. Selbstverständlich wäre es aus rein ethischen Gründen zu wünschen, dass Frauen nur dann Sex haben, wenn sie ihn aus Zuneigung zum Partner oder wegen der eigenen Libido haben. Realistisch betrachtet führt aber ein Verbot zu noch viel mehr Gewalt und Frauenhandel, nicht zu weniger Prostitution.
    • Garp 27.08.2018 14:40
      Highlight Highlight Dann lasst uns über Ethik reden.
  • Graviton 27.08.2018 12:50
    Highlight Highlight Wir brauchen dringend grössere Investitionen in die Entwicklung von intelligenten und täuschend echten, humanoiden Sexrobotern!!
    • DemonCore 27.08.2018 15:08
      Highlight Highlight Oh ja, lass uns unser Sozialleben noch mehr technisieren. Wir haben noch nicht genug Leute, die in einer virtuellen Blase leben. Nach Roboter-Kätzchen und -Prostituierten sollte man sich auch langsam an Roboter-Kinder machen. Bald leben wir im Tank, wie Matrix es prophezeit hat.
  • Garp 27.08.2018 12:40
    Highlight Highlight Ich nehme an, alle diejenigen, die Prostitution als gewöhnliche Dienstleistung ansehen, die fänden es dann ok. wenn ihre Frau oder Tpchterdiesen Job macht, statt z.B auf einer Bank zu arbeiten, wenn sie das will.
    • Toerpe Zwerg 27.08.2018 12:53
      Highlight Highlight Und sie nehmen an, dass all diejenigen, welche es aktuell nicht OK finden, wenn ihre Tochter oder Frau diesen Job macht, den Job dann OK finden würden, wenn der Kauf dieser Dienstleistung verboten würde?

      Btw, ich fände es auch nicht OK, wenn meine Tochter Dienstmädchen werden würde.
    • Garp 27.08.2018 13:03
      Highlight Highlight Nein, das nehme ich nicht an Toerpe. Es ging mir nur mal um die "gewöhnliche" Dienstleistung.
    • slick 27.08.2018 13:14
      Highlight Highlight Wenn meine Tochter Prostituierte werden will, wäre das ok für mich. Vielleicht hätte sie die Opportunitäten nicht ausgeschöpft, da ich ihre Ausbildung etc finanzieren würde. Aber ob Prostituierte, Putzfrau oder Detailhandelsfachfrau spielt mir dann auch keine Rolle mehr.
    Weitere Antworten anzeigen
  • lilie 27.08.2018 12:25
    Highlight Highlight Ich bin für die legale Prostitution. Denn die Ursache aller Probleme mit der Prostitution liegt mE in einem einzigen Satz, den Frau Isler aus den Köpfen haben will:

    "Man kauft keine Frauen wie Ware".

    Nein, das tut man nicht. Auch ein Freier nicht. Er kriegt keine Frau - genauso wenig, wie er eine Frau kriegt, wenn er zur Physiotherapeutin, Coiffeuse, Zahnärztin oder zur Psychiaterin geht.

    Er bezahlt für eine Dienstleistung, mehr nicht. Die meisten Freier sind sich dessen bewusst. Die Sexarbeiterinnen (hoffentlich) sowieso. Aber der Satz verschwindet nicht durch ein Verbot - siehe Schweden!
  • Mehmed 27.08.2018 12:22
    Highlight Highlight "Über die Bedürfnisse der Männer sprechen"

    Lese aber nichts darüber. Augenwischerei.

    Meiner Ansicht nach wäre es für die Medien auch ein Tabu, über sexuelle Bedürfnisse von Jungen und Männern zu sprechen. Politisch korrekt ist es eben gerade, nicht darüber zu sprechen.
    • slick 27.08.2018 13:27
      Highlight Highlight Absolut. Deshalb beginne ich jetzt davon zu sprechen: ich würde am liebsten 3x Sex pro Woche haben, mit mehrheitlich wechselnden Partnerinnen. Also sagen wir 150x Sex im Jahr mit 50x verschiedenen Frauen. Natürlich ist das meine Traumvorstellung, aber das ist sie nun mal. Dank Prostitution komme ich diesem Traum ein Stück weit näher. Bin ich mit meinen Bedürfnissen und Wünschen nun ein Monster? Wie geht die Gesellschaft mit der vorhandenen Nachfrage um?
  • Nada Ville 27.08.2018 12:20
    Highlight Highlight Die Schweden haben das Problem ja nicht gelöst nur verlagert viele gehen nun einfach nach Dänemark oder Deutschland. Ist ja nun aucg keine menschliche Errungenschaft
  • walsi 27.08.2018 12:09
    Highlight Highlight Gibt es ein Land in dem das Verbot funktioniert und es keine Prostitution mehr gibt? Meines Wissens nicht. Prostitution wird es immer geben, wer dagegen kämpft kann genau so gut versuchen Wasser zu verbieten abwärts zu laufen.
  • Mr.President 27.08.2018 11:59
    Highlight Highlight Ich kenne einen Kollegen, der noch nie eine echte Beziehung hatte, nur sex mit Prostituierten, mangels Selbstwertgefühl oder weil es so easy ist, statt sich anzustrengen und eine Frau in der Stadt anzusprechen und abfuhr zu kassieren, hat er lieber bezahlt und einfach sex gehabt. Jetzt ist er mittlerweile durchgebrannt, d.h. Er hat kein Bock mehr auf „schnell, schnell mach schon, die halbe Stunde ist vorbei!“ aka käuflichen sex. Und sucht sich lieber echte Frau, die nicht nur für Franken sich massieren lässt... sad story but true
    • Asmodeus 27.08.2018 12:40
      Highlight Highlight Auch Sexarbeiterinnen sind echte Frauen.
    • Charlie B. 27.08.2018 13:10
      Highlight Highlight "Und sucht sich lieber echte Frau, die nicht nur für Franken sich massieren lässt"

      Das ist echt krank, dass Frauen so heruntergesetzt werden. Dein Kollege tut mir sehr leid. Mit so einer Einstellung wird er garantiert nie eine Partnerin finden.
    • Mr.President 27.08.2018 13:21
      Highlight Highlight @Asmodeus: klar sind es auch echte Frauen, die sind nur abgestumpft gefühlsmäßig und machen ihren Job kalt und maschinell, ohne Gefühle.
      Man könnte bei manche meinen sie sind seelisch tot. Roboter.

      Ich meinte eine Frau, deine Freundin, mit der du Pferde stehlen kannst! (Oder BMW VOM Nachbar;) die gerne mit dir zusammen ist und nicht nur solange du sie bezahlt hast.
    Weitere Antworten anzeigen
  • R. Peter 27.08.2018 11:56
    Highlight Highlight Was ist an Prostitution eigentlich anders als an jeder anderen Dienstleistung? Abgesehen vom mittelalterlichen Wertesystem bzgl. Sexualität iniger Protagonisten?
    • Duscholux 27.08.2018 12:25
      Highlight Highlight Es ist gefährlich für die Prostituierten und es gibt viele die gezwungen werden sich zu prostituieren.

      Wenn alles richtig und fair läuft ist nichts dagegen einzuwenden.
    • who cares? 27.08.2018 13:31
      Highlight Highlight Frag dich einfach, was du davon halten würdest, wenn deine Frau/Freundin Prostituierte wäre. Oder deine Tochter.
    • slick 27.08.2018 13:33
      Highlight Highlight Was genau ist eigentlich Zwangsprostitution? Wenn sie sich gegen ihren Willen prostituieren muss, könnte sie dann nicht einfach den allerersten Freier nach dem Handy fragen und der Polizei anrufen? Oder sind Zwangsprostituierte gefesselt und geknebelt in irgeneinem Keller?
    Weitere Antworten anzeigen
  • R. Peter 27.08.2018 11:54
    Highlight Highlight Das Hauptproblem der Prostitution ist ihr Stigma. Dadurch bleibt sie trotz Legalität im Untergrund, was Missbrauch und Menschenhandel begünstigt. Einen offenen Umgang fördert man aber nicht, indem man Freier kriminalisiert und ihnen ein öffentliches darüber sprechen zusätzlich erschwert...
  • R. Peter 27.08.2018 11:51
    Highlight Highlight Wenn ich zu einer Prostituierten gehe, kaufe ich keine Frau, sondern eine Dienstleistung. Genau bie beim Masseur, Psychotherapeuten, Model, Schauspieler oder Anwalt. Eindrücklich wie stark (absolut) die Frauenzentrale Frauen auf Sex reduziert.
    • Fabio74 27.08.2018 13:55
      Highlight Highlight Und diese Dienstleistung heisst Sex. Womit wir wieder bei der Frauenzentrale sind
    • R. Peter 27.08.2018 15:39
      Highlight Highlight Fabio, ich verstehe nicht worauf du hinauswillst?
    • Sommersprosse 27.08.2018 19:24
      Highlight Highlight Eine Frau verkauft ihren Körper und keine Versicherung! Das ist nicht nur beruflich, sondern psychologisch etwas ganz anderes! Ich finde es traurig zu lesen, dass für viele Sex nur noch eine Dienstleistung zu sein scheint. Ich stelle meinen Körper einem Fremden zur Verfügung, der evtl. Dinge mit mir macht, die ich nicht mag. Und das den ganzen Tag! Ich könnte das nicht und möchte mit keiner dieser Frauen tauschen!
    Weitere Antworten anzeigen
  • Driver7 27.08.2018 11:48
    Highlight Highlight Kann man überhaupt ein Verbot so einfach definieren? Ich meine wenn irgend ein Typ einem Mädchen alles mögliche verspricht oder kauft, nur um sie ins Bett zu kriegen, ist das Prostitution? Wenn einer zu einer Domina geht, er sich schlagen lässt usw.. ist das Prostitution? Ab wann gilt eine "Massage" als Prostitution.. ? Die Grenzen sind oft schwammig
    • Mr.President 27.08.2018 13:30
      Highlight Highlight Das mit “happy end” und Penetration, bzw. wenn du zu einer Frau gehst und sie für die Zeit bezahlst wo sie dich befriedigt ( körperlich oder auch mental, es gibt Manager die gehen zu Prostituerten zum Reden - kommt wahrscheinlich günstiger als Psychologe).
      ABER wenn du der normaler Masseurin auf den Po klatscht, gibts grössere Probleme😱😂👊🏼 a) egal wie gut sie aussieht: #metoo b) du hast sie dafür nicht bezahlt! c) Hausverbot
  • R. Peter 27.08.2018 11:47
    Highlight Highlight Habe ich das gerade richtig verstanden, weil die Frauen als ungelernte Putzkraft einen Bruchteil einer Prostituierten verdienen, können sie schwer aussteigen. Darum will man Freier/ Prostitution verbieten, womit sich Prostitution nocht mehr lohnt und der Ausstieg leichter wird? Wie verlogen ist das denn?
    • rudolf_k 27.08.2018 15:56
      Highlight Highlight Habe ich auch so verstanden, eine unfassbare Beleidigung gegenüber jeder Person die dieser Tätigkeit nachgeht. Das sagt in erster sehr viel über die Person A. Gisler, welche die Prostitution wieder verbieten will, aus.
  • meine senf 27.08.2018 11:40
    Highlight Highlight Ist zwar sicher viel seltener, aber es gibt auch weibliche Freier und männliche Prostituierte.

    Diese ignoriert sie komplett (was doch kaum der Logik der Gleichberechtigung entsprechen kann).

    Aber mit "man soll sich nicht auf die Ausnahmen konzentrieren" ist natürlich alles plötzlich so viel einfacher ...
    • stadtzuercher 27.08.2018 13:04
      Highlight Highlight In der Betrachtung der Feministinnen sind eben gerade die Callboys die Täter, die Frauen Nähe und Zärtlichkeit nur gegen Bezahlung zukommen lassen. Callboys sind Teil des Patriarchats, und können damit gar nicht Opfer sein.

      (Die feministische Ideologie erlaubt solche absurden Argumentationen nach Gutdünken...)
    • who cares? 27.08.2018 13:34
      Highlight Highlight Die männlichen Prostituierten sind meistens für männliche Freier im Angebot.
    • Matti_St 27.08.2018 14:14
      Highlight Highlight Es gibt auch Jungs die homosexuelle Bedürfnisse decken. Vergesst das nicht.
      (Wenn man schon über Gleichberechtigung spricht.)
    Weitere Antworten anzeigen
  • RozaxD 27.08.2018 11:30
    Highlight Highlight Solange Prostitution legal bleibt, kann die Frau den Mann anklagen, wenn er übergreiflich wird oder sonst straffällig. Wenn es aber illegal wird, kann der Mann alles machen - denn die Frau hat keine Chance, ihn anzuklagen, ohne dass sie selbst bestraft wird.
    Das finde ich ein enorm wichtiger Punkt, den man nicht ausser Acht lassen darf!
    Und es gibt VIELE Klagen gegen diese Männer.
    • Ms. Song 27.08.2018 11:56
      Highlight Highlight Wenn die Prostitution illegal wäre, dann dürften die Sexworker nicht mehr auf diesem Beruf arbeiten. Oder sollen Drogendealer klagen können, wenn sie ihre Lieferung nicht erhalten?
    • one0one 27.08.2018 12:16
      Highlight Highlight Ich bin auch dafür das Prostitution legal bleibt. Aber aus dem Grund das Verbote noch nie Zielfuehrend waren. Dein Argument zieht aber nicht. Die Prostituierten werden nicht kriminalisiert. Sie begehen keine Straftat wenn sie Sex anbietet. Nur der Freier begeht eine Straftat und kann somit auch angezeigt werden.
    • who cares? 27.08.2018 13:35
      Highlight Highlight Im schwedischen System werden die Freier bestraft, nicht die Prostituierten. Dieses Problem ist also nicht vorhanden.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Walser 27.08.2018 11:25
    Highlight Highlight Das Schweden Video ist darum schlecht, weil ein Land NIEMALS einem anderen Land derartige Vorwürfe machen sollte. Das erzeugt das Gegenteil als was es erreichen sollte. Denn jedes Land hat Leichen im Keller oder alte Schulden zu begleichen. Bezahlter Sex sollte nur als offiziell anerkannte und gut bezahlte Dienstleistung zu bekommen sein. Alle Übertretungen müssten mit massiven Strafen sanktioniert werden. OK. Ich träume weiter....
  • sgrandis 27.08.2018 11:20
    Highlight Highlight Das Interview ist interessant, der Titel aber unpassend. Wenn das Thema wirklich die Motive der Freier wären, wäre auch die Geschlechtsverteilung beim Interview nicht umbedingt hilfreich.

    Ich bin der Meinung, dass Freier Täter sind, und ehrlich gesagt ist bezahlter Sex nicht irgendeine "Dienstleistung". Dafür ist die seelische Belastung der "Dienstleistenden" viel zu gross.

    Vielleicht wäre es wirklich hilfreich auch Prävention bei Freiern zu machen, um das Bedürfnis nach bezahltem Sex vorzubeugen...
    • R. Peter 27.08.2018 12:22
      Highlight Highlight Es ist irgendeine Dienstleistung. Und weil sie für viele keine so mir nichts dir nichts zu erbringende ist, eine teure. Wie bei allen anderen Dienstleistungen auch.
    • ThePower 27.08.2018 17:40
      Highlight Highlight @sgrandis
      Sorry, beim letzten Satz musste ich lachen. Ich meine, wie soll diese "Prävention" denn aussehen? Dieses Bedürfnis wird nicht durch Reden verschwinden, dafür ist der Sexualtrieb schlicht zu stark.
  • Diagnose: Aluhut 27.08.2018 11:15
    Highlight Highlight Die Frauen werden somit zurück in die Illegalität getrieben, wo sie kaum mehr Rechte haben und schlechter vernetzt sind. Die Gefahr besteht, dass diese Frauen dann erst recht wie Ware behandelt werden. Prohibition ist kontraproduktiv.
  • Fulehung1950 27.08.2018 11:10
    Highlight Highlight Wenn Frau Gisler glaubt, in Schweden gäbe es keine Prostitution, irrt sie gewaltig. Sie findet einfach anders statt. Die Unterwelt wird genau solche Verbote nutzen nach dem Motto „Gesetze sind dazu da, gebrochen zu werden“ und sich eine goldene Nase verdienen.

    Überall in der Welt ist Drogenhandel verboten. Und? Ist er ausgestorben? Die Fantasie der organisierten Kriminalität hat keine Grenzen, ihre Brutalität leider auch nicht!
  • NotWhatYouExpect 27.08.2018 11:05
    Highlight Highlight "Wir müssen endlich über die sexuellen Bedürfnisse der Männer sprechen"

    Dann macht das doch mal als nur darüber zu Reden. Wenn sich die Freier ja nicht Freiwillig öffentlich melden (was verständlich ist) wie wäre es mal mit einer Anonymen umfrage?

    Sowas werden die doch bestimmt mal gemacht haben oder etwa nicht?
  • Ataraksia Eudaimonia 27.08.2018 10:57
    Highlight Highlight Mit dem Verbot lässt sich diese Angelegenheit bestimmt nicht gründlich& dauerhaft lösen. Wahrscheinlich würde es eher negative Folgen für alle Beteiligten haben.
    Es ist utopisch zu denken dass Männer von heute auf morgen etwas wesentliches in ihrem Wesen ändern würden(Sexualität an Beziehung koppeln)
    Ausserdem haben viele der heutigen Männern nicht gerade grosse Aussichten auf Beziehungen...weil sie in einer oder anderer Hinsicht nicht als attraktiv da stehen.
    Sexarbeiterinen verdienenen daher in meinen Augen grossen Respekt da sie sich einer Herausforderung annehmen die sehr heikel ist...

    • stadtzuercher 27.08.2018 11:23
      Highlight Highlight "Es ist utopisch zu denken dass Männer von heute auf morgen etwas wesentliches in ihrem Wesen ändern würden(Sexualität an Beziehung koppeln)"

      Was du beschreibst ist eine katholische 'Utopie'. Und die ist zum Glück längst gescheitert.
    • Ataraksia Eudaimonia 27.08.2018 11:42
      Highlight Highlight Wer hat gesagt dass diese männliche 'Eigenart' positiv oder negativ sei? Sie ist Tatsache und stellt Grundlage für Prostitution dar. Ich bewerte sie nicht.
      In irdischen Zusammenhängen hat eh alles mindestens zwei Seiten...
    • stadtzuercher 27.08.2018 13:08
      Highlight Highlight Eudaimonia, wer den heutigen Genderdiskurs betrachtet, stellt wohl fest, dass das 'Männliche' an sich negativ konnotiert ist, das 'Weibliche' positiv.

    Weitere Antworten anzeigen
  • Sutterli 27.08.2018 10:54
    Highlight Highlight Dass man eine Gespräch, in dem man sein Gegenüber überzeugen will, nicht mit Anfeindungen beginnen soll, lernt man eigentlich recht früh. So mag dieser provokative Stil allenfalls die Leute begeistern, die eh schon dieser Meinung sind. Intellektuelle Selbstbefriedigung..

    Dass der Respekt gegenüber Frauen mit einem Verbot von Prostitution erhöht werden kann ist wohl leider Wunschdenken. In Thailand ist Prostitution übrigens auch verboten.

    Schweden ist gesellschaftlich ein Vorbild, aber kommen wir mit Verboten dahin? Kaum..
  • DemonCore 27.08.2018 10:52
    Highlight Highlight Es ist lobenswert, dass es Fachleute, hier eine Frau, gibt, die auch die Freierseite im Blick haben. Vermutlich wird man die Situation nur mit Verboten und Strafen nicht verbessern. Das hat bei den Drogen auch nicht funktioniert.
  • Hackphresse 27.08.2018 10:50
    Highlight Highlight HA! Wie dumm von mir 😂 #clickbait🙄😒
    Habe ich mir beim Titel doch schon Hoffnungen gemacht und mich auf den Artikel gefreut. 🤣🤦‍♂️

    Aber dann ist es doch nur ein weiter Artikel der am ende auch nur wieder auf der #MeToo Welle reitet. Klar es gibt Probleme im Gewerbe aber mit Prohibition und einem artikel alle 5 Monate darüber wirds nicht besser.

    Dazu find ich es mittlerweile ziemlich Sexistisch nur über weiblichie Prostituierte zu reden. Männer un LGBT machen das übrigens auch. Wie wärs mal tatsächlich mit einem Artikel über Freier oder männliche Prostituierte und weibliche Freierinnen?

    • RozaxD 27.08.2018 11:33
      Highlight Highlight ‚Männer machen das auch‘ ist eine eher naive Einstellung. Ja, es gibt wenige Fälle davon. Aber weibliche Prostitution ist so viel mehr verbreitet, dass man das nicht vergleichen kann. In beinahe jeder grösseren Stadt gibt es ein Rotlichmilieu mit SexarbeiterINNEN. Von wie vielen mit Männern kannst du mir berichten?
    • meine senf 27.08.2018 11:53
      Highlight Highlight @RozaxD: Nach dieser Logik könnte man ja auch sagen

      "Ja, es gibt auch wenige Fälle von weiblichen Top-Managern oder Handwerkern. Diese sind aber so selten, dass man sie ignorieren kann und soll. Somit sind alle Frauen Hausfrauen. Punkt."

      Genau das Ignorieren von Ausnahmen und das alle-Gruppenmitglieder-in-eine-Schublade-schmeissen ist doch die Ursache von Diskriminationen und das Gegenteil von Gleichberechtigung. (Egal um welche Gruppen es geht, Geschlechter, Nationalitäten, Religionen, ...)
    • Hackphresse 27.08.2018 11:56
      Highlight Highlight Klar man kann wie überall es jetzt gerade Mode ist Männer und Frauen gegeneinander ausspielen. Aber da mach ich nicht mit.
      Nur weil es weniger Männer und Transsexuelle Prostituierte gibt, heisst das nicht das es bei denen keinen Zwang oder Probleme gibt. Die haben einfach keine Stimme.
      Aber eben, warum es die Nachfrage nach Prostitution gibt wird selten bis nie behandelt. Vielleicht wenn man die Diskussion mal dort ansetzen würde, kann man für die Sicherheit der Frauen/Männern/Transsexuellen über diese Seite Fortschritte machen.
      Sonst gillts halt wie überall, aus dem Fokus aus dem Sinn.
  • Gummibär 27.08.2018 10:50
    Highlight Highlight Das Verbot der Prostitution in Schweden scheint auf das Verhalten insgesamt keine Wirkung zu haben. Im Gegenteil.
    User Image
    • Imagine 27.08.2018 17:04
      Highlight Highlight Na, ob diese Tabelle wahr ist? Mir scheint eher, dass sich die Menschen der Länder im oberen Bereich der Spalte "Physische Gewalt ..." einfach bewusster sind, was alles physische u/o sexuelle Gewalt ist, und sich auch getrauen, es zu sagen.
  • Ironiker 27.08.2018 10:46
    Highlight Highlight Diebstahl ist auch verboten, und es wird tagtäglich geklaut. In einigen Ländern gibts für Mord die Todesstrafe - und trotzdem wird dort nicht weniger gemordet als anderswo. Warum also, sollte es weniger Freier geben wenn die Prostitution verboten wird? Wer Sex kaufen will, wird es machen - legal oder illegal. Was aber gar nicht geht, ist Zwangsprostitution und Menschenhandel. Hier müssten der Polizei viel mehr Ressourcen zur Verfügung gestellt werden. Frauen und Männern (!) sollten bei Aussagen gegen Menschenhändlern viel besser geschützt werden. Heute droht denen ja die Ausschaffung...
    • Natürlich 27.08.2018 23:02
      Highlight Highlight Ich verstehe deinen Punkt aber Gut mit dieser Argumentation könnte man ja auch Diebstahö und Mord erlauben..,
      Wird ja sowieso gemacht;)
    • Ironiker 28.08.2018 07:12
      Highlight Highlight @Natürlich: Ich habe zuerst das gleiche gedacht, als ich es geschrieben habe...

      Was ich damit sagen wollte: Prostitution ist eine Tatsache. Wenn ein Verbot etwas bewirken sollte, gäbe es ja auch kein Diebstahl oder Mord mehr.

      Wenn wir also etwas nicht verhindern können, sollten wir doch versuchen das Beste daraus zu machen. Und das macht z.B. Frau Bänninger mit der Stadtmission.
  • Nik G. 27.08.2018 10:41
    Highlight Highlight Ich denke wenn man den Beruf der Prostitution machen würde könnte man viele Probleme aus der Welt schaffen. Nur würde dies unsere Christlichen Mitmenschen nicht akzeptieren. Das eliminieren des Menschenhandels wird vermutlich nie möglich sein (ausser mit kompletter Überwachung). Das ist auch in Schweden nicht der Fall, wie sie es präsentieren. Sie werden auch im Untergrund immer noch Freier haben und vermutlich werden diese Frauen noch schlimmer behandelt weil es viel gefährlicher ist.
    • Arutha 27.08.2018 11:28
      Highlight Highlight Auch wenn es deinen Vorurteilen vielleicht nicht gefällt, aber die Stadtmission ist eine durch die christlichen ev.-reformierten Kirchen finanziell getragene Institution.

      Und nun zum zweiten Punkt deines Kommentars. Du kannst dich grundsätzlich selbständig machen als Prostituierte und ganz normal AHV und Steuern bezahlen von dem Einkommen.

      Dass es nicht als normaler Beruf gilt, hat nichts mit dem Staat zu tun.
    • Nik G. 27.08.2018 12:59
      Highlight Highlight Welche Vorurteile, die Christliche? Da in der Schweiz Kirche und Staat immer noch nicht getrennt sind, ist es kein Vorurteil sondern Tatsache.
      Oke danke für die Aufklärung. Logisch ist es eine Aufgabe des Staates. Dieser anerkennte ja die "Eidgenössischen" Diplome. Wenn man aber zusätzlich eine Lehre und eine Ausbildung anbieten würde, bekäme der Beruf mehr Anerkennung: Klar ist es nicht möglich alles auszumerzen aber auch auf dem Bau hat man mit solchen Massnahmen die Schwarzarbeit minimiert.
  • kafifertig 27.08.2018 10:38
    Highlight Highlight Prostitution ist eine ganz gewöhnliche, alltägliche Dienstleistung, wie Haare schneiden, Billette kontrollieren oder Zähne flicken.
    Prostitution soll als Beruf anerkannt werden wie Dachdecker, Schreiner, oder Bäcker.
    Ich meine, wenn sogar Banker sich ehrbare Berufsleute schimpfen dürfen, dann kann doch Prostitution kein verschmähter Beruf sein!
    Mit der Anerkennung als gewöhnlicher Beruf verschwänden alle illegalen Machenschaften im Zusammenhang mit der Prositution von alleine.
    In allen anerkannen Berufen gibt es ja auch keine Zwangsarbeiter und keinen Menschenhandel.
    • Asmodeus 27.08.2018 11:12
      Highlight Highlight Alle illegalen Machenschaften würden nicht verschwinden.

      Zigaretten sind in der Schweiz legal. Trotzdem werden sie aus dem Ausland eingeschmuggelt und illegal unter der Hand verkauft, weil sie so billiger sind.

      Bei Prostitution ist es ähnlich. Man wird den Menschenhandel nie wirklich los werden. Das einzige was man machen kann ist, eine legale Alternative mit hoher Qualität für ALLE Betroffenen zur Verfügung stellen und gegen die illegalen Mittel verschärft vorgehen.
    • satyros 27.08.2018 11:33
      Highlight Highlight Ich glaube nicht, dass ein "Sexdienstleister/-in EFZ" Menschenhandel und Zwangsprostitution verschwinden lassen würde. Bei persönlichen Dienstleistungen, bei denen die Nachfrage das Angebot übersteigt, bleibt es wirtschaftlich lukrativ, Menschen zum Erbringen dieser Dienstleistung zu zwingen. Ähnliches sieht man ja auch im Bereich der privaten Haushaltshilfen. Da gibt's auch in der Schweiz Menschenhandel und Zwangsarbeit. Das ändert natürlich nichts daran, dass man vor allem die Position der Prostituierten stärken sollte, statt Sexdienstleistungen noch weiter ins Millieu abzuschieben.
    • kafifertig 28.08.2018 08:59
      Highlight Highlight @satyros
      Arbeit ist legal und trotzdem gibt es bei uns Sklaven? Wo denn?
      Sklaverei, bzw. Menschenhandel ist keine Sache, die von der Prostitution abhängt. Menschenhandel und Sklaverei in der Prostitution gibt einzig, weil Prostitution extrem rentabel ist und es kein freies Gewerbe ist.
      In allen anderen freien Gewerben mit hoher Rentabilität gibt es keine Sklaverei und keinen Menschenhandel: z. B. Pharmaindustrie, Versicherungswesen und Baugwerbe.
      Die negativen Begleiterscheinungen der Prostitution sind eindeutig und einzig der gesetzlichen Unterdrückung geschuldet.
  • Skeptischer Optimist 27.08.2018 10:31
    Highlight Highlight In Schweden und der Frauenzentrale Zürich scheint man nicht zu realisieren, dass es bei repressiver Behandlung der Prostitution keinen Unterschied macht, ob Prostituierte oder Freier oder beide bestraft werden können.

    Ebensowenig ändern sich die tatsächlichen Machtverhältnisse im Menschenhandel. Gerade für die Frauen, die zur Prostitution gezwungen werden, dürfte die Repression wohl kaum keine Hilfe sein, da dies auch heute schon klar illegal ist.
    • satyros 27.08.2018 11:37
      Highlight Highlight Auf der Nachfrageseite macht es wohl schon einen Unterschied, ob ein Freier mit Bestrafung rechnen muss oder nicht. Meines Wissens wurde in der Schweiz noch kein Freier wegen Beihilfe zum Menschenhandel verurteilt. Das wäre meines Erachtens auch eher ein Ansatzpunkt. Wenn ein Freier damit rechnen muss, zur Rechenschaft gezogen zu werden, wenn er Zwangsprostitution unterstützt, wird er sich wohl auch mehr für die Verhältnisse interessieren, in denen ihm eine sexuelle Dienstleistung angeboten wird. Und Anbieter würden damit werben, dass die Frauen freiwillig der Prostitution nachgehen.
    • Toerpe Zwerg 27.08.2018 12:11
      Highlight Highlight Diesen Gedanken finde ist gut. Dann müsste der Freier aber auch die Möglichkeit haben, dies zu überprüfen.
    • Asmodeus 27.08.2018 12:35
      Highlight Highlight @satyros
      Da müsstest Du dem Freier aber erst einmal beweisen, dass er davon hätte wissen müssen.

      Respektive, dass es offensichtliche Anhaltspunkte gab, die ihn stutzig machen würden.
    Weitere Antworten anzeigen
  • giandalf the grey 27.08.2018 10:25
    Highlight Highlight Ist ja alles gut und schön, aber Frau Gisler träumt. Prohibition funktioniert nicht. Nicht beim Alkohol, nicht bei anderen Drogen und auch nicht bei Prostitution. Die Drogen werden in der Prohibition hochprozentig und giftig gestreckt, der Konsum wird gefährlicher, es gibt mehr Süchtige, denen der Staat nicht genug hilft wieder in die Gesellschaft zurück zu kommen. In der Prostitution gäbe es mehr Gewalt, mehr Menschenhandel und weniger Schutz für die Prostituierten. Klar geht es vielen Frauen in der Prostitution schlecht und verdienen Hilfe, aber Verbote sind keine Hilfe sondern Schaden.
    • Fulehung1950 27.08.2018 11:04
      Highlight Highlight Genau das ist der Punkt. Die Alkohol-Prohibition machte in den USA die Mafia gross, Prostitution ist in den meisten US-Bundesstaaten verboten und spült der Unterwelt trotzdem (oder gerade deshalb) wahre Reichtümer in die Kassen.

      Das, was Frau Gisler zu recht unterbinden will, ist schon heute verboten: Frauenhandel, Zwangsprostitution, Zuhälterei. Frauenhändler und Zuhälter mit hohen Gefängnisstrafen belegen (ab 10 Jahren aufwärts) hilft da mehr.
    • Bert der Geologe 27.08.2018 11:15
      Highlight Highlight @giandalf: Dein Vergleich ist mathematisch nicht korrekt. Es geht ja nicht um ein Sexverbot, sondern um ein Verbot der Prostitution. Andersrum gab es bei der Prohition ja auch nicht Freibier als Alternative. Darum kann man ein Prostitutionsverbot nicht mit dem Prohibitionsverbot gleichsetzen, auch wenn es ähnlich tont
    • Toerpe Zwerg 27.08.2018 12:12
      Highlight Highlight "Prohibitionsverbot"
    Weitere Antworten anzeigen
  • äti 27.08.2018 10:22
    Highlight Highlight Da habe ich aber schwer Mühe mit Frau Bänninger. "Man kauft keine Frau wie Ware". Tut man nicht und nie, aber man sollte eine Dienstleistung honorieren. Angemessen und mit Anstand. Heisst es nicht auch 'Sexarbeit' mit Betonung auf 'Arbeit'?

    Andererseits 'kaufen' Firmen munter Manager und VR etc. Und das geht dann schon. Selbst in Schweden.

    Und, hat nicht Jeder Job und jede Tätigkeit ein Preisschild?

    Macht die Prostitution endlich zu einem Beruf und viel Leid wird gespart.
    • Buff Rogene 27.08.2018 10:53
      Highlight Highlight Ab jenem Tag, an dem Frauen nicht mehr über die Lebensentwürfe anderer Frauen urteilen und sich als ihre Fürsprecherinnen gebärden - ab jenem Tag hat die Emanzipierung einen grossen Sieg errungen...
    • Gähn 27.08.2018 11:12
      Highlight Highlight Ein frommer Wunsch, der am allgemeinen Drang nach Geltung und Aufmerksamkeit der Menschen scheitern wird, leider.
    • John Carter 27.08.2018 11:25
      Highlight Highlight Ich würde sogar behaupten, dass eine Putzfrau für CHF 17.50 in der Stunde schlechter behandelt wird als eine Prostituierte.

      Nur kann sich die Prostituierte danach mit dem Geld was schönes kaufen und die Putzfrau lebt im Existensminimum.
    Weitere Antworten anzeigen
  • hueberstoebler 27.08.2018 10:07
    Highlight Highlight Also am Beispiel Schweden und Japan sieht man - Verbote sind ausführbar, aber die Prostitution bleibt bestehen. Möglicherweise unter anderem Namen und mehr im Verborgenen, aber geben wird es dieses Geschäft immer. Einfach auch weil die Nachfrage immer da bleiben wird, ausser man sterilisiert alle Männer im Land.

    Ich bin zufrieden in einer Beziehung und kann meinen Trieb ausleben. Einige Männer, die weder mit gutem Aussehen noch mit Charme oder Geld gesegnet sind, werden aber auf diesem Weg oftmals nicht zur gewünschten körperlichen Nähe kommen können. Verhindern lässt sich das leider nicht..
    • Gähn 27.08.2018 11:10
      Highlight Highlight Ich bin echt nicht der hübscheste und Geld habe ich auch nicht besonders viel.
      Aber selbst ein ungeschickter und introvertierter Mann wie ich kann sein Glück finden.
      Manchmal muss man sich von seinen Vorstellungen lösen und hinter das blicken was jeder sieht.
      Ich bin aktuell nicht in einer Beziehung, aber ich habe ein sehr gutes Verhältnis zu einer verflossenen.
      Manchmal treffen sich auch einfach zwei liebende Seelen im falschen Moment.
    • hueberstoebler 27.08.2018 12:43
      Highlight Highlight @gähn ich habe nie gesagt dass es unmöglich ist. aber sicher nicht einfach.
    • Gähn 27.08.2018 13:13
      Highlight Highlight Ich wollte eben den nicht so glücklichen, die es lesen, ein bisschen Hoffnung zurück geben.
      Viel kann ich nicht machen, aber ein kleines Licht zu entzünden ist besser als über die große Dunkelheit zu klagen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • tooempty7 27.08.2018 10:06
    Highlight Highlight Hatte erhofft, dass in diesem Interview dem Lead entsprechend tatsächlich mal über die sexuellen Bedürfnisse von Männern gesprochen werden würde.

    Freier einfach als triebgesteuerte Männer abzuhandeln, wird dem Diskurs nie gerecht werden. Es wäre interessant zu sehen, was schlussendlich zu dieser Nachfrage führt. Ist es die Suche nach Validierung, möchte man einfach körperlichen Kontakt fühlen, ist es ein Ventil der Frustration? Wir können die Prostitution nicht verhindern, solange wir die Nachfrage nicht verringern. Und dafür müssen wir sie verstehen können.
  • Nausicaä 27.08.2018 10:04
    Highlight Highlight "Aber wir sollten uns nicht auf die Ausnahmen konzentrieren."

    Team Gisler.
    • DemonCore 27.08.2018 12:17
      Highlight Highlight ... und darum diskriminieren wir sie gleich gesetzlich. Diktatur der Mehrheit ist toll! Applaus!
    • Nausicaä 27.08.2018 13:19
      Highlight Highlight Mhm. Als hätte nicht bereits jetzt eine Mehrheit eine in den meisten Fällen ökologisch und sozial unterlegene Minderheit durch Legalität verkauft um die Bedürfnisse von (meist) Männern zu befriedigen. Applaus!
    • Nausicaä 27.08.2018 13:29
      Highlight Highlight *ökonomisch
    Weitere Antworten anzeigen
  • Gähn 27.08.2018 10:04
    Highlight Highlight Ich wäre der erste der sich freuen würde, wenn auf der Welt alle glücklich und zufrieden wären und alle gemeinsam in Harmonie leben.
    Aber dass das Verbot von Prostitution, egal wen man jetzt bestraft, die Situation der Frauen verbessert, ist eine Illusion.
    Es tut mir ja echt leid, aber wenn wir anfangen uns solche Illusionen hinzugeben, schaffen wir Nährboden für richtig üble Zustände. Denn dann würden die Frauen benutzt und dann wie Abfall entsorgt.
    Denn genau das kommt auf Schweden zu. Da nützt alles schönreden und auf andere zeigen nichts.
  • Knäckebrot 27.08.2018 09:55
    Highlight Highlight All die Leute, mit denen ich sprach, welche sich schon prostituierten, waren in mieser Lebenslage und ihre Sehnsüchte waren anders. Wer das Verharmlost, weiss nicht, wie bitter ihre Tränen sind und was sie für Kämpfe haben.

    Und ausnahmslos alle Freier, mit denen ich sprach, waren zutiefst unglückliche Menschen. Auch die haben ihre Tränen.

    Weil ein gesellschaftliches Phänomen mit Nachfrage und Angebot stattfindet, heisst es nicht, dass es zu legitimieren ist.

    Kenne auch Leute, deren Sehnsüchte gestillt wurden und nicht mehr freiern und sich nicht mehr prostituieren. Ich setze lieber da an.
    • Asmodeus 27.08.2018 10:49
      Highlight Highlight Ich habe zwei Ex-Freundinnen die sich früher prostituierten.

      Eine war zu dem Zeitpunkt drogenabhängig und wurde von ihrem damaligen Freund dazu gedrängt. Mittlerweile ist sie Clean und aus diesem Nazifreundeskreis raus.

      Die Andere war einfach lange Single und hat sich mit gelegentlichem Sex das Haushaltsgeld aufgebessert. 300€ für 1 Stunde Sex.

      Es gibt verschiedene Fälle, deswegen kann man nicht einfach auf Alle schliessen.
    • Gubbe 27.08.2018 12:17
      Highlight Highlight Asmodeus: Also doch auch für Geld...
    • Asmodeus 27.08.2018 12:41
      Highlight Highlight Nr. 2 ja.

      Nr. 1. Nein

      Die wurde dazu gedrängt. Kannst Du überhaupt lesen?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Rhabarber 27.08.2018 09:55
    Highlight Highlight Viele tun es aus Zwang; darunter viele (aber nicht nur) Ausländer. Andere tun es aus wirtschaftlicher Not (zB. viele Alleinerziehende). Und Studentinnen, die ihr Studium finanzieren. Schliesslich, ja das gibt's auch, ein paar wenige, denen das Spass macht. Aber genau die steigen meist bald aus. Weil die Szene zu gefährlich ist und sie völlig ungeschützt sind.
    Abschaffen ist keine Lösung. Schutz muss her! Vielleicht grad von denen, die gern die Steuern kassieren. Der Staat dein freundlicher Zuhälter.
    Und verschont uns bitte vor "Experten", die glauben sie hätten als Freier den Durchblick!
    • R. Peter 27.08.2018 12:06
      Highlight Highlight Woher hast du den Durchblick, Rhabarber? Ich möchte gerne hören, was Freier dazu zu sagen haben.

      Deine Begründungen passen übrigens auch bestens zu den meisten Jobs, denen man ohne Stigma nachgehen kann.
    • Rhabarber 27.08.2018 14:26
      Highlight Highlight R.Peter
      Sagen wir einfach durch frühere Arbeit im Zusammenhang mit den Themen Sex und Gewalt. Frauenhäuser, Kindsmissbrauch, Vergewaltigung, etc. Immer wieder dabei auch Fälle aus dem Rotlichtmilieu. Das scheint leider in grossen Teilen zusammenzugehören *seufz*

      Die Meinung von Freiern ist auch sehr wichtig. Die soll man auf jeden Fall hören.
      Sie sollen nur nicht rumtönen, als wüssten sie alles besser als die betroffenen Frauen. (Kommt leider viel zu oft vor.)

      In den meisten Jobs ohne Stigma gibt es genügend Gesetze und Vorschriften zu Schutz. Hier leider gar nicht.
  • Asmodeus 27.08.2018 09:52
    Highlight Highlight Ich stimme Frau Bänninger zu. Zwangsprostitution und Menschenhandel muß zwingend unterbunden werden.

    Aber das erreicht man nicht indem man das ganze Gewerbe kriminalisiert.

    Anstatt zu verbieten sollte lieber das Gegenteil gemacht werden. Staatlich geführte Häuser in denen die Damen eigene Zimmer haben und betreut werden können.

    Da kann man auch ausfiltern wer gezwungen wird und wer dazu verdienen möchte.

    Prostitution per se ist nicht Menschenverachtend. Es ist menschenverachtend wie mit vielen Sexarbeiterinnen umgegangen wird.
    • Gubbe 27.08.2018 12:14
      Highlight Highlight Der Erste Absatz ist ganz klar ok, und der Letzte auch.
  • Toerpe Zwerg 27.08.2018 09:51
    Highlight Highlight "Wir müssen endlich über die sexuellen Bedürfnisse der Männer sprechen."

    Ähm, wer sagte das? Kommt dazu noch was? Oder woher kommt dieser Teaser?
  • meine senf 27.08.2018 09:49
    Highlight Highlight "ohne Freier" ist etwa so realistisch wie "ohne Drogen".
  • Ms. Song 27.08.2018 09:49
    Highlight Highlight Als erstes würde ich mir wünschen, dass die Diskussion um Prostitution weibliche und männliche Prostituierte und Freier einschliessen würde. Man redet immer von weiblichen Prostituierten. Die männlichen und transsexuellen werden in der Diskussion ausgeklammert. Dabei sind gerade transsexuelle Prostituierte Gewalt ausgesetzt. Gibt es eigentlich Puffs für schwule oder findet das alles an Sextreffs und via Inserate/Internet statt?

    Und immer wieder stell ich mir die Frage, wie die Sexworker ihre Einkünfte versteuern,

    • Tooto 27.08.2018 11:03
      Highlight Highlight Ja nein das ist nicht so wichtig.
      Es gibt nur Frauen in diesem Gewerbe!

      Selten so eine engstirnige Sichtweise über dieses Business gesehen, wie es Frau Gisler in diesem Interview an den Tag legt.
      Schade.
    • Tikvaw 27.08.2018 15:01
      Highlight Highlight "Gibt es eigentlich..."

      Es gibt alles davon. ;-)
    • Ms. Song 27.08.2018 16:33
      Highlight Highlight @Tikvaw

      Weisst Du, ob Menschenhandel, Gewalt und Zuhälterei auch bei den homosexuellen Sexworkern ein Thema ist? Ich weiss so gut wie nichts, über diesen Bereich
    Weitere Antworten anzeigen
  • raues Endoplasmatisches Retikulum 27.08.2018 09:49
    Highlight Highlight Man kauft auch keinen Mensch sondern eind Dienstleistung. Diese Vermischung ist unerträglich.
    Gisler bekkagt, man wisse zu wenig, ihr Vorschlag, Prostitution in die Illegalität abdrängen, stimmt, dann weiss man sicherlich mehr, die Strukturen treten klar hervor und der Staat kann ganz einfach regulierend eingreiffen.
    Man müsse mehr über freier Sprechen sagt Gisler und zitiert eine andere Frau: "jeder Freier ein Täter".
    Wir müssen mehr über den Islam reden, jeder Muslim ein Terrorist, jap, auf diesen Diskurs freue ich mich schon kommt sicherlich viel gutes dabei heraus.
    • AndreaHadorn 27.08.2018 10:54
      Highlight Highlight In der Sprache können wir trennen, was mit dem Körper nicht zu trennen ist. "Meine" Vagina ein Dienstort? Vergiss es. "Ich" müsste "mich" dissoziieren, und das ist kein gesunder Zustand, sondern ein traumatischer.
    • Ms. Song 27.08.2018 10:56
      Highlight Highlight Jeder Freier ist ein Täter, ist eine Aussage von einer Ex Prostituierten. Das ist ihre Ansicht in Bezug auf ihre Erlebnisse.

      Ein Freier ist schon noch etwas anderes, als ein gläubiger Mensch. Als Freier sollte man sich durchaus bewusst sein, dass man Gefahr läuft, Menschenhandel zu unterstützen. Vor allem, wenn man zu ausländischen Prostituierten geht.
    • manhunt 27.08.2018 11:47
      Highlight Highlight @mr. song: als gläubiger muss man damit rechnen, mit seinen kirchensteuern päsophile priester zu unterstützen, indem man einem apparat finaziert, welcher so gar nicht an der aufarbeitung dieser verbrechen interessiert ist.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Gubbe 27.08.2018 09:48
    Highlight Highlight Ich drehe das Ding mal um: Ist es nicht so, das Frauen auf schnelles Geld aus sind? Nirgends lässt sich leichter Geld verdienen. Später kann man die Freier ja noch auf Gutmachung verklagen - also Doppelverdiener. Ich war noch nie bei einer Prostituierten. Ich fände das etwas peinlich und komisch.
    • Asmodeus 27.08.2018 10:45
      Highlight Highlight Man muss schon ein spezieller Mensch sein um aus dem Thema Menschenhandel und Sexarbeit zum Schluss "Frauen sind geldgeil und verarschen uns Männer" zu kommen.
    • plop 27.08.2018 10:48
      Highlight Highlight Ihr Umkehrung dünkt mich ein bisschen anmassend.

      Stellen Sie sich doch mal vor dass Sie mit fremden Männern Sex haben müssen, je nachdem sogar mehrmals täglich.

      Und? Lust darauf?
    • Gubbe 27.08.2018 12:11
      Highlight Highlight Asmodeus: Hast halt nicht verstanden, dass ich die heutige MeToo-Bewegung einbezogen habe.

      plop: Wenn nicht für Geld, wieso tun's Frauen denn? Und nein, so viel Lust habe ich und wohl die meisten Frauen nicht.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Karl33 27.08.2018 09:46
    Highlight Highlight «Wir müssen endlich über die sexuellen Bedürfnisse der Männer sprechen»

    Im Artikel wird aber kein Wort über die männlichen Bedürfnisse gesprochen. Bloss: dass die öffentliche Hand nicht so viel Geld ausgeben solle für die Bedürfnisse der Männer.

    Soweit sind wir unterdessen: Dass zwei Feministinnen sich ernsthaft anmassen, über die Bedürfnisse der Männer zu bestimmen.
    • Asmodeus 27.08.2018 10:46
      Highlight Highlight Soweit sind wir unterdessen: Dass unsichere Männer sich ernsthaft aufregen, wenn zwei Frauen es wagen nicht über seine Bedürfnisse zu reden.
    • stadtzuercher 27.08.2018 11:20
      Highlight Highlight @Asmodeus, du bist natürlich der Super-Macho-Übermann.
      Was wäre dagegen einzuwenden, wenn Männer unsicher sind? Entspricht das nicht deinem Geschlechterstereotyp?
    • waschbär 27.08.2018 11:40
      Highlight Highlight da weint doch einer, wenn die zwei feministinnen sich nicht über dessen bedürfnisse unterhalten. wow. den musste ich erstmal sacken lassen..
    Weitere Antworten anzeigen
  • Madison Pierce 27.08.2018 09:45
    Highlight Highlight Ein ganz schwieriges Thema. Prostitution ekelt mich an und ich finde die "Verrichtungsboxen" frauenverachtend.

    Als Liberaler weiss ich aber, dass der Staat nicht Sittenwächter sein soll. Wir sind hier nicht im Iran.

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