Schweiz
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ARCHIV --- ZUM SDA-ARTIKEL ZUM ENDE DER BADESAISON STELLEN WIR IHNEN FOLGENDES BILD ZUR VERFUEGUNG --- Kinder und Erwachsene geniessen das herrliche Sommerwetter im Schwimmbad Mythenquai, aufgenommen am Samstag, 6. Juni 2015, in Zuerich. (KEYSTONE/Ennio Leanza)

Seit dem 8. Mai ist die Badesaison in der Schweiz eröffnet.
Bild: KEYSTONE

Alles, was du diese Badi-Saison über Preise, Burkini und Ertrinkstatistik wissen musst



Seit dem 8. Mai sind rund die Hälfte aller Schweizer Freibäder geöffnet. Im Verlauf der nächsten Woche soll der Rest auch noch folgen. Das freut auch die Wasserratten in Bern, wo ein Besuch im allseits beliebten Marzilibad oder ein Schwumm in der Aare von den Gemeinden finanziell mitgetragen wird. 

«An das Portemonnaie muss niemand denken. Das Badivergnügen ist überall erschwinglich», schreibt die «Berner Zeitung». Die Eintrittspreise bewegen sich in Bern zwischen vier und sieben Franken. Einige Bäder, zum Beispiel das «Marzili», sind sogar gratis. Davon können die Badigäste in anderen Kantonen nur träumen. Im Lido Locarno zum Beispiel bezahlt man für einen Einzeleintritt mit Wasserrutschen saftige 18 Franken.

Hier fünf weitere nützliche Fakten zu den Schweizer Schwimmbädern.

Die sechs «Baderegeln»

Na, kennst du sie alle? Die sechs «Baderegeln» sollen Ertrinkungsunfälle in Schweizer Gewässern und Schwimmbädern vorbeugen. Hier sind sie:

Die 6 Baderegeln

Ergänzt werden diese durch je sechs Fluss-, Eis- und Tauchregeln. Weil sich 2015 die Badeunfälle von Menschen mit Migrationshintergrund stark gemehrt haben, wurden die Bade- und Flussregeln in sieben weitere Sprachen, unter anderem Arabisch und Somalisch, übersetzt. 

2015 sind in der Schweiz 50 Menschen ertrunken

Laut der Schweizerischen Lebensrettungs-Gesellschaft SLRG sind 2015 50 Menschen in Schweizer Gewässern und Schwimmbädern ertrunken. Dies ist im Vergleich zum Vorjahr (27) fast eine Verdoppelung. 41 davon waren erwachsene Männer. Die meisten Unfälle passieren in Flüssen und Seen. 

Die Zahl der tödlichen Badeunfälle nimmt stetig ab. Sie ist jedoch auch mit den Wetterschwankungen verbunden. Im Hitzesommer 2003 ertranken zum Beispiel 83 Menschen, doppelt so viel wie im folgenden Jahr. Eine ausführliche Statistik seit 1933 findest du hier.

Polizisten stehen am Ungluecksort am Luganersee bei Lugano am Donnerstag, 31. July 2014. Am fruehen Donnerstagnachmittag ist ein Mann im Luganersees ertrunken. Der 33-Jaehrige hatte sich mit acht Freunden bei einem oeffentlichen Standbad aufgehalten, die sich bei der Flussmuendung des Cassarate in Lugano befindet. Drei von ihnen nahmen ein Bad im See. Der Verunglueckte geriet 15 Meter vom Strand entfernt in Not. Die Polizei, sowie die eintreffenden Rettungsschwimmer konnten den Mann nur noch tot bergen. Die genauen Ursachen fuer den Unfall sind laut einer Polizeimitteilung vom Donnerstagnachmittag noch unklar. (KEYSTONE/TI-PRESS/Francesca Agosta)

Die Seerettungspolizei auf der Suche nach einem Ertrunkenen im Luganersee. Bild: TI-PRESS

Für Asylsuchende gibt es mancherorts spezielle Regeln

Wie der Fall in Meggen (LU) zeigt, wo nur drei Asylsuchende auf einmal ins Bad dürfen, gibt es an manchen Orten Einschränkungen für Asylsuchende. Die Sozialvorsteherin der Gemeinde erklärte gegenüber watson, dass es sich um eine Öffnung der «sensiblen Zonen», also Sportanlagen der Schulhäuser, für Asylsuchende handle und nicht um eine neue Einschränkung. Fakt ist allerdings, dass weiterhin nur drei Asylsuchende gleichzeitig in das Hallenbad dürfen.

Die Story hatte Anfang Jahr auch im Ausland für Aufsehen gesorgt.

Ausserdem wird in manchen Bädern spezielle Betreuung für Asylsuchende betrieben. Im Hallenbad Altstetten gibt es sogar einen «Flüchtlingsbademeister», der die Asylsuchenden auf die Gefahren beim Schwimmen hinweist und bei den ersten Schwimmversuchen betreut. Grund für diese drastische Massnahme waren mehrere Zwischenfälle, wie die «Aargauer Zeitung» schreibt.

In verschiedenen Badis gelten verschiedene Kleiderordnungen

Die meisten Bäder haben eigene Verhaltens- und Kleidervorschriften. So ist es in manchen Schwimmbädern nicht erlaubt, diese mit Strassenkleidung zu betreten. Dies sorgte in der Badi Eglisee in Basel für Aufsehen, weil auch weite Burkinis unter diese Regelung fallen.

«Wir konnten die weiten Burkinis nicht mehr von der Strassenbekleidung unterscheiden», begründet Sportamtsleiter Peter Howald den Entscheid gegenüber der Schweizer Nachrichtenagentur sda. Allgemein sind die Burkinis in der Schweiz umstritten.

Ebenfalls für Diskussionen sorgt aber auch ein kleineres Stück Textil: Die männliche Unterhose unter der Badehose. Diese seien «Bakterien-Bomben» und «unhygienisch», meinen verschiedene Bademeister. Daher sind sie in den meisten Badis auch explizit verboten. Der Trend hält sich trotzdem seit Jahren vorwiegend bei Jugendlichen.

Die Grössten, Beliebtesten und Schönsten

Das grösste Freibad der Schweiz findest du in Lausanne: Das «Piscine Bellerive-Plage» erstreckt sich auf einer Fläche von 75'000 Quadratmeter. Zu den beliebtesten Badis gehört unbestritten das Berner Marzilibad. An Spitzentagen soll es von über 13'000 Badegäste besucht werden. 

Die längste Rutschbahn ist im Wallis zuhause. 182 Meter lang ist die Rutsche im Thermalbad Brigerbad. Weitere Superlative der Schweiz:

Bonus: Hier findest du alle Schweizer Badis

Für Entdecker: Auf badi-info.ch findest du alle Schweizer Frei- und Hallenbäder mit Beschreibung und Bewertung. Solltest du also von deiner «Stammbadi» nicht länger überzeugt sein, kannst du diese Seite nach einer neuen durchstöbern. Speziell für Kinder und Familien geeignete Badis findest du auf kidz4fun.ch. (leo)

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