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Generell sind Jugendliche aus sozial benachteiligten Verhältnissen am Gymnasium deutlich untervertreten. bild: shutterstock.com

Gymi-Verbot für Jugendliche – weil die Eltern Sozialhilfe beziehen

Im Kanton Obwalden wollte das Sozialamt einer jungen Frau den Besuch der Fachmittelschule verbieten, weil ihre Eltern von der Sozialhilfe leben. Das ist laut der Sozialhilfe-Konferenz rechtens: Gemeinden können selber entscheiden, wem sie eine höhere Schulbildung finanzieren.



Reicht es oder reicht es nicht? Für viele Jugendliche ist der Weg ins Gymnasium eine Nervenprobe. Vornoten, Aufnahmeprüfung, das bange Warten auf den Entscheid. Für Rahel* (16) kam jedoch noch eine ganz andere Hürde dazu: Die Sozialbehörde in ihrer Wohngemeinde Kerns OW wollte ihr den Besuch der Mittelschule verbieten, wie der Beobachter schreibt. Grund: Rahels Familie bezieht Sozialhilfe.

Ein Kind von Sozialhilfebezügern müsse «mit der Ausbildung baldmöglichst ein existenzsicherndes Existenzminimum erzielen», teilte die Behörde der eritreischen Familie in einer schriftlichen Verfügung mit. Und legte Rahel nahe, eine Lehre als Kauffrau oder Fachfrau Gesundheit zu absolvieren. Für den Fall, dass sich das Mädchen widersetzt, sollten der Familie die monatlichen Gelder um 400 Franken gekürzt werden.

Erst nach der Intervention eines Anwalts und einem monatelangen juristischen Hickhack krebste die Behörde zurück und hob das Schulverbot auf, wie der «Beobachter» weiter schreibt. Rahel geht nun in die Kantonsschule in Sarnen. Denn ihre schulischen Leistungen reichten nicht nur für den Besuch der Fachmittelschule, sondern gar für den Übertritt ins anspruchsvollere Gymnasium.

Die Gemeinden entscheiden

Der Fall sorgt für Aufsehen, allerdings war das Vorgehen des Kernser Sozialamts wohl rechtens. Corinne Hutmacher-Perret, wissenschaftliche Mitarbeiterin bei der Schweizerischen Konferenz für Sozialhilfe (SKOS), bestätigt auf Anfrage: «Es liegt im Ermessen der Gemeinde zu entscheiden, ob die Sozialhilfe eine höhere Schulausbildung einer jungen Sozialhilfebezügerin finanzieren soll oder nicht.» Eine nationale Gesetzgebung existiert nicht. Und die – nicht bindenden – SKOS-Richtlinien lassen diesen Punkt offen.

Zwar ist in den Richtlinien nachzulesen, die «nachhaltige berufliche Integration» junger Erwachsener habe höchste Priorität. Die Betroffenen sollen eine Erstausbildung abschliessen, die «ihren Fähigkeiten entspricht». Welche Voraussetzungen Jugendliche mitbringen müssen, damit ihnen eine Ausbildung am Gymnasium und ein anschliessendes Studium finanziert wird, kann jedoch jede Gemeinde selber festlegen.

So steht es den Sozialämtern offen, die Leistungen während der Ausbildung an Auflagen zu knüpfen – «etwa an einen genügenden Notenschnitt», wie die SKOS-Expertin weiter ausführt. Auf diese Weise lasse sich von Semester zu Semester neu evaluieren, ob sich die Investition lohnt. Auch gelte es abzuklären, ob ein Jugendlicher neben dem Gymnasium arbeiten und so etwas zur Finanzierung beitragen kann.

Grundsätzlich stelle sich SKOS auf den Standpunkt, dass die höhere Schulbildung im Sinne der Chancengleichheit auch für Sozialhilfebeziehende offen sein muss, hält Hutmacher-Perret fest.

«Ich sehe keinen Grund, warum das Sozialamt Jugendlichen Steine in den Weg legen sollte.»

Gaby Reber, Sozialamt Bern

Eine Umfrage von watson bei den Sozialämtern verschiedener Städte zeigt, dass dieses Prinzip weitgehend unbestritten ist. Auf Schulverbote angesprochen, winken sämtliche Gesprächspartner ab: «Wer die Aufnahmekriterien erfüllt, kann das öffentliche Gymnasium besuchen, auch wenn die Familie Sozialhilfe bezieht», sagt Gaby Reber, stellvertretende Leiterin des Sozialamtes der Stadt Bern. «Ich sehe keinen Grund, warum das Sozialamt Jugendlichen Steine in den Weg legen sollte.» Im Gegenteil habe die Sozialhilfe ein Interesse an einer möglichst guten Ausbildung der Kinder von armutsbetroffenen Familien.

In den meisten Fällen haben Personen aus wirtschaftlich benachteiligten Familien Anspruch auf Stipendien. Die Sozialhilfe kommt nur ergänzend zum Zug, wenn alle anderen Finanzierungsmöglichkeiten ausgeschöpft sind – dazu zählen auch Darlehen, Beiträge aus Fonds und Unterhaltsbeiträge der Eltern.

Das Geld sei auf jeden Fall gut investiert, meint Johannes Enkelmann von den Sozialen Diensten in Aarau: «Wenn die öffentliche Hand einer Sozialhilfebezügerin die Mittelschule finanziert und danach allenfalls noch ein Studium, dann sind die Chancen intakt, dass sie einen lukrativen Job findet und zu einer guten Steuerzahlerin wird. Dann zahlt sich das doppelt und dreifach aus.»

«Wenn jemand 20 Semester Kunstgeschichte studieren will, sind wir darüber nicht sehr glücklich. Sinnvoller ist ein Studiengang wie Informatik oder Jus mit besseren Verdienstchancen.»

Johannes Enkelmann, Soziale Dienste Aarau

Der Grundgedanke sei, dass unterstützte Personen weder besser noch schlechter leben sollen als andere Menschen in finanziell bescheidenen Verhältnissen. «Das heisst zum Beispiel, dass Studierende keine eigenen Luxusgeschichten wie eigene Wohnungen erhalten, sondern bei ihren Eltern leben – hier sind wir streng.» Auch dürfe erwartet werden, dass die Studenten neben der Uni einer Arbeit nachgehen.

Bei der Wahl des Studienfachs könne das Sozialamt ein Wörtchen mitreden, so Enkelmann weiter. «Wenn jemand 20 Semester Kunstgeschichte studieren will, sind wir darüber nicht sehr glücklich. Sinnvoller ist ein Studiengang wie Informatik oder Jus mit besseren Verdienstchancen.» 

In Zürich kann das Studium ebenfalls mit Auflagen verbunden sein, wie Muriel Wolf, Sprecherin der Sozialen Dienste, sagt. In jedem Fall sei die Ausbildung «zügig» zu absolvieren. Klar ist laut Wolf jedoch, dass die Erstausbildung – dazu gehört auch der Abschluss einer Hochschule – die wichtigste Grundlage ist, damit junge Erwachsene nachhaltig in den Arbeitsmarkt integriert werden können.

Fast nur privilegierte Kinder im Gymnasium

Fakt ist, dass Jugendliche aus sozial benachteiligten Verhältnissen an Gymnasien und Universitäten heute deutlich untervertreten sind – unabhängig davon, ob ihre Eltern Sozialhilfe beziehen oder nicht.

So kam eine Studie im Auftrag der Zürcher Bildungsdirektion 2013 zum Schluss, dass im Langzeitgymnasium 92 Prozent der Schüler aus «privilegierten» oder «eher privilegierten» Familien stammen. Aus «eher benachteiligten» Verhältnissen kommen 8 Prozent, Schüler aus «benachteiligten» Familien werden keine ausgewiesen. In der Sek B ist das Verhältnis beinahe umgekehrt:

Infografik Soziale Herkunft Eltern Gymi Sek

Forscher der Universität Zürich haben die soziale Herkunft der Schüler in verschiedenen Schultypen untersucht. Bild: grafik: watson / daten: institut für bildungsevaluation zürich, 2013

Welche Mehrkosten der öffentlichen Hand entstehen, wenn Schüler statt einer Lehre das Gymi machen und dadurch länger kein eigenes Einkommen erwirtschaften, lässt sich nicht beziffern. Denn die Sozialhilfeleistungen für junge Erwachsene unterscheiden sich von Kanton zu Kanton stark, genauso wie die Stipendienregelungen.

Die SKOS veranschlagt den Grundbedarf für eine unter 25-jährige Person, die allein lebt, auf 789 Franken. Manche Kantone unterschreiten diesen Wert allerdings deutlich. So gibt es im Wallis für junge Erwachsene nur 500 Franken monatlich und in Genf gar nur 457 Franken. Leben die Auszubildenden noch bei den Eltern – was von jungen Sozialhilfe-Empfängern grundsätzlich erwartet wird – gibt es eine Pauschale für die ganze Familie. In dem Fall fallen die Ansätze deutlich tiefer aus.

Kerns: Recht auf Berufswahl berechtigt nicht zu jeder Ausbildung

Der Sozialdienst in Kerns will sich aus datenschutzrechtlichen Gründen nicht im Detail zum Fall Rahel äussern.

Grundsätzlich solle eine Ausbildung dem Kind erlauben, «seine vollen Fähigkeiten zum Erlangen der finanziellen Unabhängigkeit zu nutzen», hält Gemeindeschreiber Roland Bösch fest. Das in der Bundesverfassung verankerte Recht auf freie Berufswahl statuiere jedoch «weder gegenüber den Eltern noch gegenüber dem Staat ein Recht auf Finanzierung jeglicher Ausbildung, frei nach den Wünschen des Kindes».

Bei der Wahl des Ausbildungswegs gelte es «die Angemessenheit staatlicher Unterstützung im Auge zu behalten», so Bösch. «Kann beispielsweise ein Berufsziel durch eine Berufslehre mit Berufsmaturität ebenso erzielt werden wie durch den Besuch einer Fachmittelschule, ist in der Regel die erste Option vorzuziehen.»

Um diesen Entscheid ging es laut dem Gemeindeschreiber auch im aktuellen Fall: Der Sozialdienst stellte sich auf den Standpunkt, dass Rahel ihren Wunschberuf im Gesundheitsbereich mit einer Lehre erreichen kann und dafür keinen Abschluss an einer Fachmittelschule benötigt. Den Wunsch, ins Gymnasium zu gehen, habe das Mädchen erst im Laufe des Verfahrens konkret geäussert.

*Name geändert

Apropos:

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Video: watson/Renato Kaiser

So geht die Welt zur Schule: 47 Klassenzimmer

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    Alle Leser-Kommentare
  • Der Tom 29.07.2018 00:57
    Highlight Highlight So etwas darf nicht rechtens sein. Das ist für mich ein extrem krasser Fall von Menschenrechtsverletzung. Vor allem weil es noch als rechtens bezeichnet wird.
  • Reiner Zufall 28.07.2018 20:59
    Highlight Highlight Willikommen in der Schweiz! Hast kein Geld bist nichts.
  • philosophund 28.07.2018 20:14
    Highlight Highlight Unglaublich.
  • Decke 28.07.2018 18:54
    Highlight Highlight Krass das es das bei uns gibt. Das einzige was langfristig teurer ist als Bildung ist keine Bildung.
  • Adumdum 28.07.2018 10:04
    Highlight Highlight Aber anderen Ländern - sicher auch Eritrea - predigen, wie wichtig Bildung vor allem für Mädchen ist... dafür gibts wahrscheinlich Millionen Entwicklungshilfe. Aber die Schwatten im eigenen Gymnasium, nee, die sollen lieber mal lernen was ihr Platz in der Gesellschaft ist. Würde mich mal interessieren ob es ähnliche Fälle auch mit „Schweizer“ Sozialhilfeempfängern gibt/gab?
  • Tom5562 28.07.2018 09:24
    Highlight Highlight Unglaublich, dass es sowas immer noch gibt! Ich habe das in den 80ern selber erlebt. Mein damaliger Primarlehrer wollte mich nicht in die Kantonsschule lassen, weil ich aus einer Arbeiterfamilie komme - trotz eines Notenschnitts von 5.75. Ich habe mir das dann regelrecht ertrotzt gegen alle Widerstände. Jeder hat das Recht (!), seinen eigenen Bildungsweg zu gehen, egal ob Gymi, Sek, Lehre. Hauptsache, es entspricht ihm/ihr. Ich wünsche der jungen Frau alles Gute auf ihrem weiteren Weg!
  • Thinkdeeper 27.07.2018 18:43
    Highlight Highlight Soviel zu Verfassungsmässigen Artikeln und Rechte der Gleichberechtigung, Chancengleicheit und Diskriminierungsverbot. Solche Behörden und wirtschaftfreundliche Rechtsverdreher sind NICHT erwünscht.
    Wussten Sie das Art 8 der BVV (Diskriminierungsverbot) wegen wirtschaftsfreundliche Rechtsbeuger und Politiker nur für öffentliches Recht (Organisationen) und nicht für das Prvat und Zivilrecht angewendet werden darf?
    Dreierlei Recht und absichtlicher Verfassungsbruch durch die Gesetzgeber und Verfassungsbeuger..
    Jetzt auch klar weshalb Aufgaben in juristische Personen (AG) ausgegliedert werden?
  • Mirischgliich 27.07.2018 07:26
    Highlight Highlight Wissen ist Macht.

    Die Bildung der Machtlosen macht den Mächtigen Angst.

    Institutionen sind Instrumente der Macht.

    Aufgabe der Bildungsinstitutinen ist daher der Erhalt und die Reproduktion der Machtverhältnisse.

    Geld ist immer nur sybolische Macht.

    Die Begriffe Lohn, Einkommen, Steuern, Subventionen usw. meinen immer Macht, entweder die Konzentration von Macht auf Wenige oder die Verteilung der Macht auf Viele.
  • JackMac 26.07.2018 22:07
    Highlight Highlight Bildung ist der Weg aus der Armut! Die Leute vom Sozialamt haben definitiv Bedarf in Sachen Lebensschule!
    • Der Tom 29.07.2018 00:45
      Highlight Highlight Die leben von der Armut.
  • sokrates2 26.07.2018 18:17
    Highlight Highlight Genauso sollten Eltern, die mehr verdienen, höhere Steuern oder angemessene Schulkostenbeiträge bezahlen. In diesem Fall, sobald das individuelle Potential erkannt wurde, sollte eine erfolgreiche Beratung und Betreuung erfolgen. Für Entscheide die soziale Ungerechtigkeit erkennen lassen, brauchen wir in der Schweiz keine Behörden oder Verwaltungsangestellte.
  • DaBoong 26.07.2018 15:55
    Highlight Highlight Was, wir haben in der schweiz keine zwei -klassen-gesellschaft? ... aha... oder sind es bereits drei Klassen? ... keine problem, indien hat ja noch viel mehr. Da verträgt es das ja schon! 🤔
  • Shaha 26.07.2018 15:34
    Highlight Highlight Investition in die Ausbildung der Kinder von Sozialhilfeempfängern lohnt sich gleich mehrfach: nicht nur, dass die jungen Erwachsenen nicht selbst zum Sozialfall werden und gute Stereurzahler werden. Sie werden früher oder später wohl zur Erstattung der erhaltenen Sozialhilfegelder angehalten und können auch zur Unterstützung der Eltern und Geschwister herangezogen werden.

    Mal ganz abgesehen von etwas mehr Chancengleichheit, von der wir gemäss den erwähnten statistischen Daten offenbar himmelweit entfernt sind.
    • Henzo 26.07.2018 17:12
      Highlight Highlight jemand mit einer hochschulbildung wird eher aus einer kleinen gemeinde an einen ort in der nähe eines guten arbeitgebers ziehen ...die chancen sind sehr gross, dass die aktuelle gemeinde nie was von dem grossen batzen sehen wird (war bei mir auch der fall)
  • olmabrotwurschtmitbürli #käluscht 26.07.2018 15:24
    Highlight Highlight Zuerst ist es doch schon eine tolle Leistung, dass die Jugendliche es geschafft hat, die Zulassungsvoraussetzungen zu erfüllen. Ich nehme an, dass sie weniger einfache Voraussetzungen hatte als beispielsweise ich.
  • no-Name 26.07.2018 14:38
    Highlight Highlight Jeder kann Studieren....

    Aber nicht alle.

    Da ist eine sozialdarwinistische Vorselektion sicher Sinnvoll. Schliesslich ist man als Kind aus tieferen Kasten kaum fähig sein Sozialverhalten an die Normen der höheren Klassen anzupassen und würde nur darunter Leiden.

    Es ist also gütig dem Kind der Sozialhilfeempfänger diesen Stress zu ersparen!

    *ironie-off*
  • trichie 26.07.2018 14:32
    Highlight Highlight Was für eine unglaublich kurzfristige Denke von der Gemeinde... die beste Chance die man hat um langfristig aus der Armut zu entkommen ist Bildung!

    Wir müssen es als Gesellschaft hinbekommen dass jede(r) unabhängig von sozialer oder sonstiger Herkunft die Matur machen kann wenn er / sie vom Köpfchen her das Zeug dazu hat!
  • So en Ueli 26.07.2018 14:31
    Highlight Highlight Wer vom Staat abhängig ist, soll sich an dessen Regeln halten. Wenn der Staat denkt, es sei besser, wenn man bald möglichst Geld verdient, dann ist das zu akzeptieren. Wer zahlt befiehlt. Man kann auch eine berufsbegleitende Matur absolvieren und nach der Lehre weiter studieren.
    • JackMac 26.07.2018 22:09
      Highlight Highlight Hat man nicht den Ueli auch subventioniert? 😳
  • Cooockie 26.07.2018 14:26
    Highlight Highlight Bildung sollte in der Verfassung als Grundrecht eingetragen sein und darf nicht am Einkommen gemessen werden!
    Warum kapieren das die ach so gebildeten nicht?!
    • rauchzeichen 26.07.2018 19:40
      Highlight Highlight wer sind diese ach so gebildeten? und wieso gibst du ihnen die schuld?
  • meine senf 26.07.2018 13:21
    Highlight Highlight Wenn ich jetzt selber nicht keine Zeit hätte, weil ich gerade für nachzuhilende Maturprüfung lernen muss, würde ich am liebsten eine Demonstration in diesem Ort organisieren.
  • meine senf 26.07.2018 13:14
    Highlight Highlight Schiffbrüchige nicht ersaufen zu lassen ist strafbar, Bildung wird zum Privileg für Wohlhabende, alle trumpeln nur noch auf jene weiter unten, 3/4 der politischen Diskussionen geht währenddessen nur noch um ein Thema.

    Da fragt man sich echt, was in den nächsten Jahrzehnten noch geschehen wird, wenn das so weiter geht.
    • Dominik Treier (1) 26.07.2018 15:28
      Highlight Highlight Es ist schon mal geschehen und es wird wieder geschehen, wenn die Reichen in ihrer, ich möchte meinen Reichtum und meine Macht noch geniessen und nach uns kommt die Sindflut-Mentalität weiter wirtschaften bis der Kleinste auch in reichen Ländern nichts mehr hat und daran sogar auch noch selbst schuld sein soll. Ein Populist wird kommen, der sie alle an sich reisst und einen Schuldigen präsentiert und dann wird es Krieg geben. Nur ist es dieses mal nicht sicher ob diese Zeilen sich vor dem 4. Weltkrieg noch wiederholen lassen werden...
  • meine senf 26.07.2018 13:07
    Highlight Highlight Das macht mich so wütend, dass ich kommentiere, ohne es emotional zu schaffen, den Artikel ganz lesen. Auch aus autobiographischen Gründen.

    Wenn Bildung statt eines Menschenrechts nur noch ein Privileg für jene mit der richtigen Familienherkunft ist, dann entstehen genau solche Situationen wie in den USA mit "Hillibillies gegen Schneeflöckchen" und die Menschen wachsen in Blasen auf, dadurch entsteht Bildungs- und Elitenfeindlichkeit, die z.B. zur Trump-Wahl führten.

    Wenn nur die Privilegierten höhere Bildung erlangen können, dann ist es kein Wunder, dass die übrigen Populistenfutter werden.
    • Karl33 26.07.2018 14:47
      Highlight Highlight @senf, was meinst du ist das ziel der blocher-dynastie?
      die brauchen populistenfutter, das sie wählt, im dämlichen glauben, sie würden das volch vertreten. analog zur trump-wahl.
  • Turi 26.07.2018 12:44
    Highlight Highlight Wer sich die Mühe macht, die Besetzung der Sozialkommission (5 Frauen, 1 Mann) und des ebenfalls zuständigen Gemeinderats (7 Männer, 1 Frau) nachzuschlagen, sieht:
    CSP, CVP, FDP, SVP.

    Manchmal fragt man sich, ob die Aufklärung in diesen Tälern nie stattgefunden hat. Eine Gesellschaftsidee wie zu Zeiten von Jeremias Gotthelf.
    • paddyh 26.07.2018 20:46
      Highlight Highlight Danke für diese Recherche. Leider habe ich sämtliche Hoffnung verloren, dass den Menschen, die solche Pappnasen wählen irgendwann ein Licht aufgeht.
  • dave1771 26.07.2018 12:32
    Highlight Highlight Wie in eimem Drittweltland
    • Iseas 26.07.2018 16:02
      Highlight Highlight Nö, bürger dritter klasse.
  • DerTaran 26.07.2018 11:32
    Highlight Highlight Ich schreibe es hier wieder und wieder, das Bildungssystem der Schweiz ist eine Katastrophe!
    • Die Redaktion 26.07.2018 13:29
      Highlight Highlight Ein System das darauf ausgerichtet ist, uns ständig unsere Fehler und Unzulänglichkeiten vor Augen zu führen, anstatt unsere die Fähigkeiten und Interessen zu stärken ist völlig Schwachsinnig. Wieviele Philosophen wurden keine weil sie an Mathematik gescheitert sind. Wieviele Mathematiker sind es nicht weil sie keine Sprachen beherrschen und immer gegen Windmühlen kämpften. Wieviele haben ihre Kreativität verloren weil man einfach nur zu funktionieren braucht? Jeder ist gut wie er ist und dies mit allen vermeintlichen Fehlern. Dieses System ist gelebte Ungerechtigkeit.
    • Iseas 26.07.2018 16:03
      Highlight Highlight Nö, kapitalismus.
  • Echo der Zeit 26.07.2018 11:21
    Highlight Highlight Wurde in Kerns OW Reichen Eltern auch schon gesagt das sie Zuviel Geld hätten und die Schulbildung ihrer Kinder eigentlich selber Finanzieren könnten.
  • Idrisi 26.07.2018 11:13
    Highlight Highlight Unabhängig von der Unterstützungsdiskussion bei der ich klar für Chancengleichheit bin, finde ich die Aussage: «Kann ... ein Berufsziel durch eine Berufslehre mit Berufsmaturität ... erzielt werden wie durch den Besuch einer Fachmittelschule, ist ... die erste Option vorzuziehen.» abswolut richtig. Ich habe nie verstanden für was es diese Fachmittelschulen in der heutigen Ausbildungslandschaft noch braucht. Sie sind für mich ein Relikt aus der Zeit in der man gewisse Ausbildungen erst nach ihrem Abschluss beginnen konnte. Eine Lehre qualifiziert für einen Beruf eine Fachmittelschule nicht.
    • Turi 26.07.2018 12:56
      Highlight Highlight @idrisi:
      Gymi, kännsch?
    • Idrisi 26.07.2018 22:24
      Highlight Highlight Ein Gymnasium ist nicht das gleiche wie eine Fachmittelschule (FMS)! Schlussendlich besucht die Frau glücklicherweise ein Gymnasium. Eine Fachmittelschule führt zu einer Berufsmatur ohne Beruf. Berufsmatur parallel zur Lehre oder anschliessen an die Lehre ist dann Berufsmatur mit Beruf. Dies als Nachhilfe für diejenige aus der "Gymmiblase" die unser Ausbildungssystem nicht kennen.
  • Richu 26.07.2018 10:42
    Highlight Highlight Bei einer besseren Bildung wird man nach abgeschlossener Ausbildung mehr verdienen und deshalb auch mehr Steuern bezahlen. Gemeinden/Kantone/Bund profitieren also während Jahrzehnten von einer guten Ausbildung mit höheren Steuereinnahmen!
  • EvilBetty 26.07.2018 10:40
    Highlight Highlight Schön den Pöbel klein halten... 🙄
  • Zarzis 26.07.2018 10:31
    Highlight Highlight Eine Wahre Geschichte aus den USA.
    Und wohin das führen würde.
    Mein Schwager war Lebte in einem Quartier mit schlechter Schule. Hatte einen Mitschüler der Mathematisch hoch begab war. Die Eltern meines Schwagers hatten beide einen Job und konnten ihn von dieser Schule nehmen und in eine bessere senden. Er ist heute ein Gemachter Mann und Berühmter Journalist.
    Der Klassenkamerad hatte das nicht, wurde nicht gefördert, eh Sohn Armer Leute. Konnte wegen schlechter Ausbieldung nie gut Bezahlter Arbeit bekommen. Wurde immer Frustrierter.
    Dieser Mann war der Las Vegas Shoter!
    • Paddiesli 26.07.2018 12:08
      Highlight Highlight Der Las Vegas Shooter ist erst mal geistesgestört. Das jetzt auf seine Ausbildung schieben zu wollen, ist zu einfach.
    • Zarzis 26.07.2018 12:54
      Highlight Highlight Nicht ganz!
      man kann es natürlich so einfach machen. Oder man setzt sich hin und schaut warum es so gekommen ist.
      Der wurde nicht als las Vegas Shoter geboren, sondern sein Leben hat ihn dazu gemacht. Natürlich ist der nicht der Hauptgrund, aber es ist der Anfang allem. Schaut bei den Meisten die irgend wann Amok liefen, gibt es viele Gründe dazu. Und nicht wenige wird bei genauen Betrachten, zu sehen sein, dass die Mangelde Bildung den Weg vorgab, der ins Verderben führt. Aber nicht jeder wird wegen mangelder Bildung diesen Weg gehen!
    • m4in CS 26.07.2018 13:36
      Highlight Highlight Dazu kommt das der Las Vegas Shooter selbst wohlhabend war. Der hatte mehrere Millionen, Immobilien etc. etc.
    Weitere Antworten anzeigen
  • thzw 26.07.2018 10:31
    Highlight Highlight Tja. Auch die Schweiz hält kleine Leute klein. Die Eliten haben ihr Vermögen sogar über die Helvetik in den neuen Bundesstaat gerettet und wollen auch jetzt nicht teilen müssen.
    • Caturix 26.07.2018 17:05
      Highlight Highlight Ja und der Mittelstand unterstüzt dieses assoziale Verhalten.
  • karl_e 26.07.2018 10:25
    Highlight Highlight Schon vor 50 Jahren stammten nur 7 % der StudentInnen aus bescheidenen Verhältnissen, und sehr oft gelangten sie auf dem 2. Bildungsweg an die Unis.
    Es hat sich nichts Wesentliches geändert, trotz aller Schulreformen.
  • Die Redaktion 26.07.2018 10:23
    Highlight Highlight Erst sparen wir bei Deutschkursen, danach machen wir das Leben zum Spiessrutenlauf und dann fragen wir uns warum jemand in die Sozialhilfe abrutscht.

    www.nzz.ch/amp/zuerich/deutsch-fuer-migranten-sprachkurse-fallen-sparpaket-zum-opfer-ld.126874

    Unsere Art zu integrieren ist mehr Schein als Sein. Wir haben die Mittel etwas zu ändern, aber vertrödeln die Zeit und das Geld lieber für absolut schwachsinnige Diskussionen.

    - Jeder hat das Recht ein seinen Fähigkeiten entsprechendes Leben zu führen und soll dabei unterstützt werden.

    - Die Natur ist immer zu schützen, wir haben nur diese eine.
  • Zarzis 26.07.2018 10:19
    Highlight Highlight Chancengleichheit in der Schweiz?
    Sorry, das ist ein Märchen. Nicht nur dieser Fall zeigt es auf. Eine Kollegin, eingebürgete Türkin hat eine Tochter. Die hat Jus Studiert. Da gab es einige Normalos Kinder. Die wurden immer wenn in einem Semester 1-2 Fall Noten gab, zum Aufhören genötigt. Mangels Leistung. Aber da gab es ein Mädchen, deren Eltern waren beide bekannte Rechtsanwälte. Dieses Mädchen hatte in jedem Semester 2-3 Fall Noten. Aber es wurde immer befunden, das es besser werde und durfte weiter machen. Dieses Mädchen hat die Prüfung im ersten Anlauf geschaft. Meine Bekannte nicht!
    • Echo der Zeit 26.07.2018 11:47
      Highlight Highlight Hatte mal ein Arbeitskollegen der kam von der Goldküste, Akademiker Sohn, ist im Gymnasium rausgefault - Die Eltern organisierten ein Privatgymnasium. Mir hat der erzählt das dort geschaut wird, das auch die Dümmsten Schüler einen Gym Abschluss machen. Er hat danach Psychologie Angefangen zu Studieren - 2 Semester abgebrochen - danach 2 Jährige Lehre als Baumschulisten. Guter Typ - aber so ne selbstverständliche Art ne grosse Klappe zu haben - das hat man mir auf dem Bau, 16 Jährig ausgetrieben. Finanziell kann es ihm egal sein, er ist abgesichert.
    • Aglaya 27.07.2018 10:32
      Highlight Highlight Dass die Tochter der Rechtsanwälte wegen ihrer Eltern an der Uni bevorzugt wurde, fällt mir etwas schwer zu glauben. Bei schriftlichen Uni-Prüfungen gibt man nämlich genau aus diesem Grund nicht seinen Namen, sondern seine Matrikelnummer an. Natürlich könnte derjenige, der die Prüfungen korrigiert (meist nicht der Dozent selbst) nun jede Matrikelnummer nachschlagen, wer dahintersteckt. Das wäre aber bei, je nach Uni und Semester, mehreren Hundert Studenten doch etwas gar viel Aufwand...
  • Dominik Treier (1) 26.07.2018 10:14
    Highlight Highlight Was zur hölle glauben diese Leute?! Man kann m.M.n. keinen Job richtig gut machen, den man hasst und nur wegen Geld macht! Die Konsequenz ist ein frustrierter oder gar kranker Bürger, der sich irgendwann, berechtigterweise, fragen wird, warum er in unserem Land, wegen seiner sozialen Verhältnisse diskriminiert wurde und bei dem die Chancen gross sind, dass er irgendwann IV oder Sozialhilfe bezieht anstatt Steuern zu zahlen. Eine absolute Fehlleistung der ökonomoischen Milchbüechlirechnung, die immer noch nicht verstanden hat, dass Menschen keine Maschinen sind!
  • SchweizAbschaffen 26.07.2018 10:06
    Highlight Highlight Abi-Quote Deutschland: 50%
    Baccalaureat-Quote Frankreich: 75%
    Maturaquote Schweiz: 20% (Tendenz Oberschicht)

    Merksch öppis?
    Im Unterschied zu den Nachbarländern, ist die Schweiz zum Wohl der privilegierten Oberschicht ausgelegt.
    Das Volch soll büezen und nichts kosten.

    P.S.
    50% der Einwanderer aus dem EU Raum sind studierte Akademiker.
    • Bergblick 26.07.2018 12:17
      Highlight Highlight Abitur in Deutschland und Matura in der Schweiz sind nicht zu vergleichen. Die Matura ist wesentlich anspruchsvoller. Zudem hat die Schweiz zum Glück noch das System der wirklich gut funktionierenden Berufsausbildung. Wohin es führt, wenn der Grossteil der Jugendlichen studiert, sieht man an der Arbeitslosenquote der Akademiker in diesem Ländern. Nicht ganz neu, aber trotzdem aktuell: https://www.i-daf.org/aktuelles/aktuelles-einzelansicht/archiv/2014/03/03/artikel/arbeitslosigkeit-und-akademisierung-ein-europaeischer-irrweg.html
    • jive 27.07.2018 01:15
      Highlight Highlight Erkundige dich doch mal über das Niveau des Bacs und über die Arbeitslosenquote unter den Maturanden und Studienabgängern in Frankreich!
      Bei deiner Schweizer Maturaquote hast du die Berufsmatura (+~15%) vergessen. Das ist übrigens die grosse Stärke unserer Bildungslandschaft: Verschiedenste Wege führen zum Ziel.

  • Bert der Geologe 26.07.2018 09:58
    Highlight Highlight Auch aus neoliberaler Sicht ist es falsch, fähige Leute von einer höheren Ausbildung auszuschliessen. Schliesslich fehlen gut ausgebildete Fachkräfte in vielen Bereichen (vielleicht sogar Kunsthistoriker (:-). Uebrigens gibt es bei vielen Studiengängen auch die Möglichkeit, nebenher ein bisschen zu jobben, oder es gibt Darlehen, die mal zurückbezahlt werden. So liegt man den Geldgebern weniger auf der Tasche. Daher sollte der finanzielle Aspekt wohl nicht im Vordergrund stehen.
    • Gähn 26.07.2018 10:22
      Highlight Highlight Nur dass gerade die angeblichen Retter der Schweiz ihre Fachkräfte äusserst gerne fix fertig importieren, da man da nichts mehr in die Ausbildung investieren muss.
    • SchweizAbschaffen 26.07.2018 10:48
      Highlight Highlight Kein Problem: Die Schweiz rekrutiert die "gut ausgebildete Fachkräfte" aus dem EU-Raum.

      Die Hälfte der Einwanderer aus der EU sind Akademiker.
    • Dominik Treier (1) 26.07.2018 15:13
      Highlight Highlight Ach das SVP-Modell... Über die faulen Gstudierten schimpfen, die ja ihre Ausbildung angeblich geschenkt bekommen haben, die Studienplätze, in allen Fächern, sogar solchen mit grossem, Fachkräftemangel, wie z.B. Medizin, durch Sparen bei der Bildung immer mehr reduzieren und dann darüber Wettern, wenn im Spital nur noch Deutsche und Polen rumlaufen... Berufsbildung ist gut und wichtig, aber diese Läute wären die ersten, die meckern würden, wenn sie ein Metzger behandeln müsste...
  • mAJORtOM95 26.07.2018 09:47
    Highlight Highlight Unglaublich, dass sowas in der Schweiz möglich ist.
    Bildung sollte für alle Menschen (wenn intelligent genug) verfügbar sein, ungeachtet der Kosten.
    Nicht zuletzt ist Wissen ein grosses Kapital.
    • EvilBetty 26.07.2018 10:41
      Highlight Highlight Da wir keinerlei Bodenschätze oder sonstige spannende Rohstoffe haben (abgesehen von Wasser) ist Wissen sogar unser einziges Kapital.
    • Hierundjetzt 26.07.2018 11:26
      Highlight Highlight Erste Ausbildung ist gem. Berufsbildungsgesetz kostenlos. Bitte sorgfältiger argumentieren. Merci.
    • Dominik Treier (1) 26.07.2018 15:15
      Highlight Highlight Bitte sorgfälltiger überlegen, dass erste Ausbildung nicht einmal im Ansatz = Berufslehre heisst....
  • Pafeld 26.07.2018 09:27
    Highlight Highlight Es gibt so etwas wie das durch die Verfassung gegebene Recht auf Bildungsgleichheit. Da hat auch die SKOS kein Ermessensspielraum.
    • Hierundjetzt 26.07.2018 11:30
      Highlight Highlight Das gibt es nicht. Das ist eine frei erfundenes Wort von Dir.

      Richtig ist: es besteht Anspruch auf eine kostenlose 1. Ausbildung. Welche ist nicht definiert.

      Und wenn Du auf SKOS refernzierst, solltest Du im mindesten den Abschnitt 1x gelesen haben. Auch hier: frei erfunden.

      Warum machst Du sowas? 🤔
    • Die Redaktion 26.07.2018 14:57
      Highlight Highlight @Hierundjetzt

      Da da hat Pafeld aber ein relativ populäres Wort erfunden (siehe Bild). Meine Hochachtung.

      In der Bundesverfassung kommt das Wort Liebe nicht ein mal vor. Nur mal so am Rande.

      Warum machen Sie sowas?
      User Image
    • Pafeld 26.07.2018 20:45
      Highlight Highlight Art. 8 Rechtsgleichheit

      1: Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich.

      2: Niemand darf diskriminiert werden, namentlich nicht wegen der Herkunft, (.....) der sozialen Stellung, (...) oder wegen
      einer körperlichen, geistigen oder psychischen Behinderung


      3: Mann und Frau sind gleichberechtigt. Das Gesetz sorgt für ihre rechtliche und tat-
      sächliche Gleichstellung, vor allem in Familie, Ausbildung und Arbeit. Mann und Frau haben Anspruch auf gleichen Lohn für gleichwertige Arbeit.


      Und nun schleich dich fort, Troll.
  • Echo der Zeit 26.07.2018 09:22
    Highlight Highlight Och - und an der Goldküste haben sie gerade eine Neue Kanti Eröffnet für die Zukünftige Elite - Merke: Gebe denen die haben - nehme denen die nichts haben - so geht das bei den Volksnahen Bürgerlichen.
  • Madmessie 26.07.2018 09:21
    Highlight Highlight Eine Schweizer Gemeinde will einer jungen, eingewanderten Frau die Bildung verwehren, weil ihre Eltern Sozialhilfe beziehen.

    Das ist einfach nur dumm, dumm, dumm.

    Ich kann fast nicht glauben, wie eine Gemeinde so dumm sein kann.
    • leu84 26.07.2018 10:07
      Highlight Highlight Diese dann fertig gelehrte junge Frau wird mit ihrem Lohn, diesen Sozialhilfeanteil durch eigenen Steueranteil wieder ausgeglichen haben.
    • Sam Dis 26.07.2018 11:44
      Highlight Highlight Sehe ich auch so! Dem ist nichts hinzuzufügen!
  • NotWhatYouExpect 26.07.2018 09:18
    Highlight Highlight 1. Ich finde es wichtig, dass jeder die Möglichkeit hat zu Studieren und zwar egal ob er reiche Eltern hat oder nicht. Bildung ist unser wichtigstes gut und sollte für alle frei verfügbar sein.

    2. Klar wäre es schön, wenn Sie lieber etwas Studieren würde, dass zurzeit mehr gefragt ist wie z.B. IT. Aber sowas sollte definitiv nicht ausschlaggebend sein.
  • T13 26.07.2018 09:06
    Highlight Highlight Keep the small ones small.
    So funktionierts nun mal. 😐
  • Ichiban 26.07.2018 09:04
    Highlight Highlight Klar kann die Ausbildung später auch über einen 2ten Ausbildungsweg (und allenfalls selber finanziert) erreicht werden, wie viele hier vorschlagen. Jedoch impliziert diese Aussage, dass nicht allen alle Bildungswege zustehen und um das geht es beim Thema Chancengleichheit.
    • Hierundjetzt 26.07.2018 09:31
      Highlight Highlight Falsch. Die Durchlässigkeit von Tertiär A und B ist eben gerade *gegeben*. Daher die Vorschläge
    • Matti_St 26.07.2018 13:10
      Highlight Highlight 2. Bildungsweg ist oft sehr teuer und kann dann von den Personen nicht bezahlt werden. Vor allem nicht, wie in diesen Fall, von den Eltern.
  • Swissbex 26.07.2018 08:54
    Highlight Highlight Und so beginnt der Zweiklassensaat...
    Jeder soll die gleichen Chancen bekommen und selbst darüber entscheiden dürfen ob er/sie diese nutzen möchte!
    • SchweizAbschaffen 26.07.2018 10:50
      Highlight Highlight "Und so beginnt der Zweiklassenstaat..."
      Äähh???...
      Der hat schon vor einer geraumen Weile begonnen. Wie schlecht kennst Du die Schweiz eigentlich?
    • Swissbex 27.07.2018 07:08
      Highlight Highlight @SchweizAbschaffen
      Willst du jetzt ernsthaft wegen sowas diskutieren?
  • sherpa 26.07.2018 08:50
    Highlight Highlight Das passt zu diesem Kanton, in welchem eh nur die Gutbetuchten willkommen sind und alle anderen angehalten werden, sich still zu verhalten oder den Kantons zu verlassen.
  • DailyGuy 26.07.2018 08:48
    Highlight Highlight *Achtung: Sarkasmus*
    Ich finde es schön, dass wir in einem Land leben wo wir Geld in Strassen, Olympia usw stecken wollen und können, es jedoch bei der Ausbildung unserer Zukunft nicht genug Geld hat. Ich meine was brauchen wir schon gut ausgebildete Leute in unserem Land? Ist ja nicht so als würde unser ganzer Wohlstand von unserer guten Ausbildung abhängig sein. Nein, wir haben ja so viele Rohstoffe usw. welche wir exportieren können, wer braucht da schon Bildung, um weiterhin ein Land des Know-Hows bleiben?
    • Roman h 26.07.2018 09:03
      Highlight Highlight Klar haben sie recht mit Olympia aber wieso Strassen?
      Jeder Mensch in der Schweiz ist auf die Strasse angewiesen auch solche die kein Auto haben.
      Mit dem Rest haben sie aber recht
    • DailyGuy 26.07.2018 10:59
      Highlight Highlight Ja, Strassen brauchen wir. Aber wenn ich bedenke wie oft unsere Strassen nur schon in unserer Gemeinde saniert werden, muss ich sagen, wird mir schwarz vor Augen.
      So haben es wir tatsächlich geschaft, einen neuen Strassenbelag zu legen und dann 9 Monate später wurde die Strasse aufgerissen, weil man die Leitungen sanieren musste. Und so gibt es viele Sachen wo wir als Gemeinde, Kanton und Land viele Franken einfach direkt verbrennen.
    • AfterEightUmViertelVorAchtEsser 26.07.2018 11:40
      Highlight Highlight Wer braucht schon Strassen. Der 80er Bus in die ETH kann auch auf der Wiese fahren. ;-)
  • Karl33 26.07.2018 08:35
    Highlight Highlight In gewissen hinterwäldlerischen (oder hier: obwälderlischen) Kanton zeigt sich die richtig wüste Gesinnung der bäuerlich-bürgerlich-neoliberalen Ideologen. Ohne Skruppel Zweiklassengesellschaften pflegen.

    Es ist die Fortschreibung von Themen wie der Verdingkinder, die genau in diesen politischen und gesellschaftlichen Kreisen stattfand.

    • Gähn 26.07.2018 10:26
      Highlight Highlight Neoliberal bedeutet nichts anderes als gesellschaftlich stockkonservativ, meist nur gespielt, und dafür bezüglich Wirtschaft so dermaßen liberal, dass man jeden Vorteil sofort packt, auch wenn's an Korruption grenzt.
    • Karl33 26.07.2018 12:03
      Highlight Highlight @Gurke, doch, neoliberal triffts sehr passend.
      Der realexistierende Neoliberalismus: Die Ideologie vom freien Markt als politisches Projekt zur Umverteilung von unten nach oben.
  • Thomas_v_Meier 26.07.2018 08:32
    Highlight Highlight Unglaublich.
    Das Kind kann nichts dafür das die Eltern von der Sozialhilfeabhängig sind, aus welchen Gründen auch immer. Diese bei der Bildung für die Wirtschaftliche Lage der Eltern zu bestrafen finde ich der Schweiz unwürdig.


  • Follower 26.07.2018 08:28
    Highlight Highlight Das ist einfach nur traurig! Chancengleichheit ist nur leeres Gerede. 😡
  • Quacksalber 26.07.2018 08:27
    Highlight Highlight Da lernt Rahel gerade den Unterschied zwischen 1. August Reden und dem Alltag kennen. Für die Sozialhilfeabhängikeit ihrer Eltern kann sie nicht mitschuldig gemacht werden und hat gleiche Chancen verdient.
  • Trouble 26.07.2018 08:26
    Highlight Highlight Sek A? Sek B?
    • Astrogator 26.07.2018 09:20
      Highlight Highlight Schulreform
  • Hamed 26.07.2018 08:23
    Highlight Highlight Ich finde das diskriminierend!
    Die kleine soll eine gute Ausbildung haben. Sonst haben wir hier bald amerikanische Zustände.
  • Ms. Song 26.07.2018 08:23
    Highlight Highlight Man darf nicht vergessen, dass die Lehre eine gute Ausbildung ist. Vor allem, da dem Mädchen mit guten Noten der Zugang zu höheren Lehren offen steht.
    Hier wird diskutiert, als ob man dem Mädchen jegliche Bildung verweigern und sie zu einem Leben in Armut drängen will. Das entspricht nicht der Realität.
    • Gähn 26.07.2018 09:09
      Highlight Highlight So lange die neoliberalen Oberschwafler nur zu gerne die Löhne senken und bei der Bildung sparen, entspricht das leider dem hässlichen Gesicht der Realität.
    • Echo der Zeit 26.07.2018 10:02
      Highlight Highlight Es geht hier nicht um die Qualität der Lehre und einem zweiten Bildungsweg - oft sind das die Leute die man Schlussendlich gebrauchen kann in der Wirtschaft. Es ist die Haltung der Gemeinde die Sauer aufstösst - Steuererleichterungen für die Reichen - doch wenn die Tochter eines Sozialhife Empfängers ans Gymi möchte - Nee, geht nicht.
    • tipsi 26.07.2018 10:14
      Highlight Highlight Das Gymnasium ist auch eine gute Ausbildung. Wenn das Mädchen schlau genug für das Gymnasium ist, wird sie dort besser gefördert. Der direkte Weg an die Uni hat auch seine Vorteile, zb. geht es schneller. Beide Wege haben ihre Vorteile, wichtig ist, dass alle wählen können, was für sie richtig ist.
    Weitere Antworten anzeigen
  • lilie 26.07.2018 08:20
    Highlight Highlight Bezogen auf die Beobachtung, dass Kinder aus unterprivilegierten Familien seltener ins Gymi gehen: Das braucht nicht an der mangelnden Chancengleichheit zu liegen, sondern oft daran, dass Kinder und Eltern aus solchen Familien gar nicht auf die Idee kommen, unsicher sind oder es/ihren Kindern nicht zutrauen. Oder auch, dass Wert auf rasche finanzielle Selbständigkeit gelegt wird, so dass die vorhandenen Möglichkeiten zur Finanzierung nicht ausgeschöpft werden.

    Kinder aus solchen Familien müssen oft gezielt ermutigt und dabei die Eltern miteinbezogen werden.
  • ElasticBean 26.07.2018 08:16
    Highlight Highlight Ich gehörte zu den genannten 8%, welche nicht aus einer privilegierten Familie stammen und schlussendlich wegen der fehlenden finanziellen Mitteln auf ein Uni-Studium verzichten musste.
    "In der Schweiz kann jeder studieren wenn er will" stimmt nun mal nicht. Es entscheidet auch heute noch zum grössten Teil die soziale Herkunft, welche Wege einem offen stehen. Wer in verschiedenen sozialen Schichten unterwegs ist, wird dies schnell bewusst. Diese Statistik ist kein Zufall.

    Schön wird mal darüber berichtet. Bravo Watson
    • lilie 26.07.2018 08:39
      Highlight Highlight @ElasticBean: Das tut mir echt leid! 😢

      Mein Vater stammte ebenfalls aus bescheidenen Verhältnissen, konnte aber trotzdem studieren. Sein Hauptproblem war nicht der Staat, sondern seine eigene Familie: Sie misstraute der Sache, denn "die Studierten" waren bisher ihr liebstes Feindbild gewesen...

      Woran lags denn bei dir? Konntest du kein Stipendium kriegen?
    • kettcar #lina4weindoch 26.07.2018 08:57
      Highlight Highlight Bei mir war’s auch so. Da meine Eltern ein baufälliges Haus hatten, schied ich auch für Stipendien aus. Hab’s dann über FH nachgeholt.
    • Against all odds 26.07.2018 09:33
      Highlight Highlight Das ging mir ähnlich. Ich diskutierte mal das Thema "Chancengleichheit beim Studium" mit Fabrikantensohn und Bankdirektorentochter. Ich vertrat die Meinung, dass die soziale Herkunft in Verbindung mit den finanziellen Mitteln sehr wohl einen Einfluss auf die Möglichkeit eines Gymi-Besuchs hat. Nun, sie waren etwas pikiert und natürlich gar nicht der gleichen Meinung...
    Weitere Antworten anzeigen
  • Alterssturheit 26.07.2018 08:15
    Highlight Highlight Absolut daneben sowas. Man könnte meinen, solche Fälle kosten den Staat Milliarden. Ich schätze mal es sind schweizweit sowieso nur wenige Fälle, wo Kinder aus sozial schwachen/Fürsorgeabhängigen Familien überhaupt ins Gymi gehen und/oder noch studieren.
    • lilie 26.07.2018 08:35
      Highlight Highlight @Alterssturheit: Das Problem ist, dass die Sozialhilfe durch die Gemeinden geleistet wird, nicht durch den Staat - der kleinen Gemeinden kann ein zusätzlicher oder teurerer Fall von Sozialhilfe das Budget überstrapazieren.

      Da sollte man eigentlich ansetzen, kann ja nicht sein, dass es nur darauf ankommt, in welcher Gemeinde man wohnt, ob man nun studieren kann oder nicht!
    • Alterssturheit 26.07.2018 10:24
      Highlight Highlight Danke Lilie - das ist mir schon klar. Ich meine nur, dass es für die Betroffenen letztendlich egal ist ob die Gemeinde, Stadt, Kanton oder der Bund zahlt - ist letztendlich für sie der Staat. Und ja - es sollte völlig egal sein ob jemand in Herrliberg oder Schwammendingen wohnt.
    • lilie 26.07.2018 11:45
      Highlight Highlight @Alterssturheit: Es ist eben leider nicht egal. Stell dir ein kleines Kaff vor, sagen - sagen wir einfach mal - ein Budget für 10 Sozialhilfeempfänger. Nehmen wir an, zum Zeitpunkt x beziehen in deinem Kaff 9 Leute Sozialhilfe - alles gut.

      Nun wirst du sozialhilfebedürftig. Ok, 10. Person reicht ja grad noch, aber nun kommst du und sagst: Mein Kind möchte studieren.

      Die werden alles tun, um nicht zahlen zu müssen, denn woher sollen die Mittel kommen, und das für Jahre?

      Wenn die Sozialhilfe aber vom Staat oder vom Kanton käme, würde dieser eine Fall nicht grad das Budget sprengen.
  • Linus Luchs 26.07.2018 08:14
    Highlight Highlight "Es gibt nur eins, was auf Dauer teurer ist als Bildung: keine Bildung."

    John F. Kennedy
    • The Destiny // Team Telegram 26.07.2018 08:34
      Highlight Highlight Source: Dude trust me ?
    • Gähn 26.07.2018 10:29
      Highlight Highlight @Destiny
      Scheiss egal von wem der Spruch stammt. Die Botschaft ist klar und stimmt leider mehr, als wir uns das vorstellen können.
    • The Destiny // Team Telegram 26.07.2018 11:41
      Highlight Highlight @Gähn, nein das ist es nicht.
      Falsche Quellenangaben sind ein Problem, wenn man nicht weiß von wem es ist einfach angeben "Author unbekannt" oder "Anonym", aber nicht einfach Einstein, Franklin oder sonst irgendeine Geschichtliche Größe.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Makatitom 26.07.2018 08:14
    Highlight Highlight Aaaaha, es haben also alle die gleiche Chance? War nie so, ist nicht so und wird nie so sein.
  • DerSimu 26.07.2018 08:12
    Highlight Highlight Und dann sich über die faulen Ausländer aufregen. Integration ist eben nicht einseitig.
  • Bätzi 26.07.2018 08:10
    Highlight Highlight ?????????????????
    Es darf nicht soweit kommen dass die Bildung eine 2 Klassen Gesellschaft wird gleiche Chancen für alle dies steht doch in der Verfassung oder täusche ich mich da.

    Es ist sicher richtig das es nicht im sinne der Sache ist wenn lange Studiengänge finanziert werden aber das Gymnasium sollte für alle erreichbar sein welche die geistigen Fähigkeiten besitzen.

    Universitäten sind dann wieder ein anders Thema aber hier kann mit dem Staat auch ein Kredit ausgemacht werden.

    • SchweizAbschaffen 26.07.2018 10:52
      Highlight Highlight Bätzi??
      "Es darf nicht soweit kommen dass die Bildung eine 2 Klassen Gesellschaft wird"
      ... Aber das ist doch schon seit Jahrzehnten so?
  • JJ_akaBoy 26.07.2018 08:10
    Highlight Highlight Was söll dass ech fende das en frechheit jede sötti dieö gliche chance of bildung ha
    • Against all odds 26.07.2018 09:21
      Highlight Highlight ...damit man fähig ist, einen Kommentar in einer verständlichen Sprache verfassen zu können...
  • G. Schmidt 26.07.2018 08:01
    Highlight Highlight Ziemlich eine Schande!

    Bloss weil die Eltern in schlechter Lage sind, sollte ein Kind nicht dafür bestraft werden!

    Hoffe dieser Fall ist den Gemeinden eine Lehre...
  • Posersalami 26.07.2018 07:54
    Highlight Highlight "Im Kanton Obwalden wollte das Sozialamt einer jungen Frau den Besuch der Fachmittelschule verbieten, weil ihre Eltern von der Sozialhilfe leben."
    Unfassbar

    "Fakt ist, dass Jugendliche aus sozial benachteiligten Verhältnissen an Gymnasien und Universitäten heute deutlich untervertreten sind"
    Zustände wie in einem Dritte Welt Land!

    Aber wir brauchen ja nicht noch mehr Geld für die Bildung. Dann würde ja irgendwann einmal tatsächlich Chancengleichheit existieren und das geht natürlich gar nicht!
  • meerblau 26.07.2018 07:49
    Highlight Highlight Ich als Kunsthistorikerin finde Enkelmanns Statement gelinde gesagt besch***. Man kann Kunstgeschichte, richtig durchgeplant, auch zügig studieren und relativ rasch mittels Praktika eine Stelle finden.
    Zumal es die bürgerlichen Kreise sind, welche nur allzu gern beim kulturellen Bereich sparen. Konsequenz: nur befristete Stellen und bescheidene Löhne. Gleichzeitig berufen sich dann alle auf Traditionen, Geschichte und Kultur. Ja was meint ihr denn, woher die Kenntnisse dazu kommen? Wer euch die Artefakte erhält? Etwa das Christkind??
    Aber ja, Anwälte und Ökonomen kanns nie genug geben.
    • iss mal ein snickers... 26.07.2018 08:06
      Highlight Highlight Nicht vom Christkind sondern von den drei Königen..Ironie off, ich kann dich gut verstehen.
    • MacB 26.07.2018 08:10
      Highlight Highlight Fühl dich nicht so "auf den SChlips getreten", es ist ein Klischee mit Kunstgeschichte ;)

    • Hierundjetzt 26.07.2018 08:19
      Highlight Highlight Hier geht es aber nicht um Dich und Dein Weltbild. Mit einem Tertiär A Abschluss darf ich im mindesten ein grundlegendes Textverständnis erwarten. Sozialhilfe ist keine Versicherung sondern Steuergelder von uns allen.

      Es geht darum, dass der Staat, somit der Steuerzahler ein starkes interesse hat, dass Du so rasch als möglich ohne Sozialhilfe leben kannst.

      Ein Orchideenfach wählen, mit anschliessender 15% Branchenarbeitslosigkeit, gehört nicht dazu.

      Uni / FH: klar, aber etwas, dass rasch zu einer Stelle führt. Wir sprechen hier von 600‘000 - 700‘000.- Franken finanziert durch den Staat
    Weitere Antworten anzeigen
  • Wilhelm Dingo 26.07.2018 07:44
    Highlight Highlight Eine Schweinerei dem Mädchen gegenüber, es sollte die Möglichkeit haben eine Ausbildung nach seinen Fähigkeiten zu machen.
    • Hierundjetzt 26.07.2018 08:20
      Highlight Highlight Macht Sie ja auch.
  • Bijouxly 26.07.2018 07:42
    Highlight Highlight Der allerletzte Absatz relativiert eigentlich das meiste wieder. Wenn ihr Wunschberuf mit Lehre und BMS erreichbar ist (da kann man ja nachher auch etwas studieren, falls später Interesse besteht), kann ich die Behörde verstehen.
    • Maracuja 26.07.2018 08:10
      Highlight Highlight Heisst es nicht immer die Fähigsten sollen ans Gymnasium? Aber wenn jemand arm ist, soll das Prinzip der Meritokratie nicht mehr gelten? In zivilisierten Kantonen gibt es übrigens Stipendien. An meinem Wohnort müssen diese vollständig an das Sozialamt abgetreten werden, dass diese Gelder dann verwaltet.
    • Valon Gut-Behrami 26.07.2018 08:26
      Highlight Highlight Warum soll sie denn nicht einfach das Gymnasium besuchen können? Ich sehe keinen Grund.
    • zwan33 26.07.2018 08:59
      Highlight Highlight Wir leben im Jahr 2018, wo viele Arbeitende in ihrer Karriere den Beruf wechseln. Diese Möglichkeit vereinfacht der Besuch des Gymnasiums und sollte keine Frage des Wohlstandes der Eltern sein.

      Die Argumentation zeigt nur die Kurzsichtigkeit der Gemeinde, die auf Kosten von Kindern sparen möchte!
    Weitere Antworten anzeigen
  • Ohniznachtisbett 26.07.2018 07:40
    Highlight Highlight Wäre ich bzw. meine Familie von der Sozialhilfe abhängig, würde ich mich wohl immer für die Lehre entscheiden. Allein schon deshalb, um möglichst schnell unabhängig vom Staat zu sein. Eine BMS kann während der Lehre parallel gemacht werden. Wenn man dann unbedingt noch die Matura will, kann man danach immer noch die Passarelle machen oder halt an einer Fachhochschule studieren. Aber mein 1. Ziel wäre raus aus der Abhängigkeit und zwar so schnell wie möglich.
    • Valon Gut-Behrami 26.07.2018 08:27
      Highlight Highlight Das ist aber irendwie kurzfristig gedacht.
    • sili5 26.07.2018 08:36
      Highlight Highlight Ja, unser ach so gelobtes durchlässiges Bildungssystem! Haben Sie es durchlaufen? Ich schon und ich würde es NIEMALS empfehlen, wenn man die Chance hat, direkt ans Gymnasium zu gehen.
      Finanziell ist das ein Reinfall, beispielsweise bezahlt man von hart verdienten Fr. 1800.- noch Steuern, weil selbst Schuld, wenn man nach einer Lehre noch weitere Ausbildung möchte.
    • Ohniznachtisbett 26.07.2018 08:42
      Highlight Highlight Wenn ich mit meinem Wunsch nach finanzieller Unabhängigkeit vom Staat, dem Wunsch nicht der Gesellschaft auf der Tasche zu liegen oder wann, dann möglichst wenig und möglichst kurz und mit dem Wunsch mein Geld zu verdienen ein Sklave bin, dann bin ich das gerne.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Ökonometriker 26.07.2018 07:33
    Highlight Highlight Nunja an ihrer Stelle hätte ich jetzt auch eine Lehre im Pflegebereich angetreten - sie weiss ja schon was sie will und könnte hier wertvolle Praxiserfahrung sammeln.

    Aber dieser Entscheid sollte bei jeder Person selber liegen. Nicht beim Staat. Hauptsache sie macht eine Ausbildung und kann auch arbeiten.
    • Echo der Zeit 26.07.2018 09:53
      Highlight Highlight Hauptsache sie macht eine Ausbildung und kann auch arbeiten - das was man nicht von allen Reichen wohl Geförderten Sprösslingen Behaupten kann.
  • Z Läbe (fasch) im Griff 26.07.2018 07:29
    Highlight Highlight Bin froh, konnte sich das Mädchen Hilfe holen. Eine Frechheit ihr das Gymi verbieten zu wollen. Mach eine Lehre, wo du evtl. Working Poor wirst, viiiel besser als Gymnasium, gehts noch?????
    Schrecklich wenn kurzsichtig Denkende über solches entscheiden können.
  • Midnight 26.07.2018 07:25
    Highlight Highlight Wow, Chancengleichheits-Fail. Und das in der Schweiz!
    Wenn die Gemeine für die Bildung der Ärmsten kein Geld hat, dan sind die Steuern zu tief.
    • Nausicaä 26.07.2018 10:54
      Highlight Highlight Dass die Schweiz Chancengleichheit bietet, war schon immer eine Mär. Der Status quo wird nicht nur von oben, sondern auch von unten perpetuiert. Als ich als Arbeiterkind studieren wollte, meinte mein Onkel: "Studieren ist nur für die Reichen!" Man muss sich das mal vergegenwärtigen, er hat diese vermeintliche "Regel" einfach so akzeptiert. An der Uni bin ich dann während des gesamten Studiums nur einer einzigen Studentin begegnet, die auch ein Arbeiterkind war...
    • sikki_nix 28.07.2018 16:04
      Highlight Highlight "Chancengleichheit" da muss ich immer kurz lachen
  • DK81 26.07.2018 07:22
    Highlight Highlight Bildung ist für alle da!
  • Baba 26.07.2018 07:21
    Highlight Highlight "Für den Fall, dass sich das Mädchen widersetzt, sollten der Familie die monatlichen Gelder um 400 Franken gekürzt werden."

    Das nenne ich Erpressung. Ich finde, man darf überall sparen, aber niemals an der Bildung (obwohl das vielerorts schon passiert).

    Auf der anderen Seite könnte die junge Frau auch eine Ausbildung (Lehre) mit Berufsmatur machen und hätte sich so den Zugang zu weiterer Bildung (evtl. Studium) trotzdem gesichert...
  • skofmel79 26.07.2018 07:20
    Highlight Highlight Irgendwie schon plausibel, aber wenn man länger darüber nachdenkt: schon hart,wenn ein kind wegen seiner eltern nachteile erfährt...einem kind sollten doch möglichst gute perspektiven geboten werden. Was es daraus macht, ist dann klar auch seine eigene verantwortung. Irgendwie stimmt es mich doch nachdenklich das ganze
    • balzercomp 26.07.2018 11:15
      Highlight Highlight Was ist daran plausibel? Nur wenn Sie weitere Sozialfälle "züchten" wollen passt die Reaktion.
  • The Origin Gra 26.07.2018 07:17
    Highlight Highlight Ich dachte Bildung steht jedem offen?
    Wir brauchen gar nicht auf die USA zeigen, die Klassengesellschaft findet auch hier statt
  • Ihr Kommentar hat 20min Niveau 26.07.2018 07:16
    Highlight Highlight Gewisse Menschen sind eben doch gleicher als andere.

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