Schweiz
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Von links nach rechts: Adrian Amstutz (SVP), Guy Parmelin (SVP), Moderator Jonas Projer, Rosmarie Quadranti (BDP), Balthasar Glättli (Grüne). Bild: screenshot/srf

Kampfjet-«Arena»: Grünen-Glättli stürzt ab und Amstutz geht mit Rentner B. in den Dogfight

Der Bundesrat gab am Mittwoch bekannt, dass er für acht Milliarden neue Kampfjets und ein neues Boden-Luft-Abwehrsystem beschaffen will. Das sorgt für rote Köpfe – auch in der «Arena».



Adrian Amstutz konnte nur noch den Kopf schütteln. Mit einem Schluck Wasser spülte der SVP-Nationalrat seinen Ärger herunter, aber man hätte dem Berner etwas Hochprozentiges ins Glas gewünscht. Denn was sich Amstutz bieten lassen musste, war doch allerhand. Da hatte der noch-Fraktionschef seiner Partei gerade darüber räsoniert, dass die Schweiz neue Kampfjets dringend brauche, weil, eben, zum Beispiel, falls die USA und «der Tubel aus Nordkorea» aneinandergeraten, und da wirft einer aus dem Publikum mit einem süffisanten Lächeln ein:

«Und unsere glorreiche Armee wird das zu verhindern wissen.»

Die glorreiche Armee

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Video: streamable

Volltreffer. Blattschuss. Mitten ins stolze Herz des Ex-Fallschirmgrenadiers Amstutz. Die Schweizer Armee, der Lächerlichkeit preisgegeben, vor der ganzen Fernsehnation, und zur besten Sendezeit.

Rentner Baumann, der Absender des ätzenden Geschosses, genoss den Applaus des Publikums sichtlich. Mit seiner roten Hornbrille, dem treuherzigen Lächeln und dem leicht zerknautschen Gesicht kam der Rentner wie die Reinkarnation eines netten Schweizer Beamten aus den 70ern daher: Freundlich im Ton, ungemein charmant in seiner Biederkeit und knallhart in der Sache.

Dass in dieser Arena über die Beschaffung von Kampfjets mit harten Bandagen und meist ausserhalb des Rings gekämpft wurde, lag auch und vor allem an Balthasar Glättli, der an diesem Freitag ganz offensichtlich mit dem falschen Fuss aufgestanden war. Der Grünen-Nationalrat verteilte Rundumschläge, piesackte seinen Nationalratskollegen Amstutz bei jeder Gelegenheit und fuhr Verteidigungsminister Guy Parmelin derart an den Karren, dass man sich um den Haussegen in Bundesbern sorgte. 

Am Schärfsten ging Glättli aber mit Amstutz ins Gericht. Nachdem dieser einen unpassenden Vergleich ins Feld geführt hatte, kniff Glättli die Augen zusammen, fixierte die Kamera und richtete einen flammenden Appell an die Zuschauer da draussen, als ob er der Nation gerade einen Staatsstreich verkünden müsste. Ein aussergewöhnlicher Moment Schweizer Fernsehgeschichte. Entweder, der Mann war wirklich wütend oder er sehnte sich bloss sehr dringend nach ein bisschen Grandezza.

Glättli vs Amstutz

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Video: streamable

Amstutz hatte zuvor in der wirkmächtigsten und abgegriffensten Mottenkiste der Geschichte (Nationalsozialismus) gewühlt und das zum Vorschein Gekommene kräftig durch den Fleischwolf der Partei-Propaganda gedreht. Fünf Jahre vor der Machtergreifung der Nazis, dozierte der SVP-Nationalrat, hätte niemand damit gerechnet, dass einmal ein solches Scheusal wie Hitler an der Spitze Deutschlands steht. Und vor fünf Jahren hatte niemand den Einmarsch Russlands auf der Krim oder die totale Eskalation des Syrien-Konflikts auf dem Radar. Und jetzt drohe eben auch der Schweiz Gefahr, nämlich seitens der ungebremsten Zuwanderung und des Islamismus. 

Zuwanderung und Islamismus auf der einen Seite, Bildungsprojekte, Vaterschaftsurlaub und Olympia-Kandidatur auf der anderen Seite: «Will denn hier niemand über die Kampfjets sprechen?», fragte ein zunehmend resignierter Jonas Projer in die Runde. 

Kampfjets für 8 Milliarden? Wie langwelig, da haben wir bessere Ideen:

Doch, wollte man schon. Aber es blieb luftig. Das lag in erster Linie daran, dass die Themen in dieser Arena fast schon grobfahrlässig vermischt wurden. Sprach man nun über die Beschaffung neuer Kampfjets? Sprach man über luftpolizeiliche Aufgaben oder über die Verteidigung des Luftraums oder über die Armee als Ganzes? 

Rosmarie Quadranti gab sich Mühe, das Themenknäuel zu entwirren und ein wenig Ordnung ins Schlachtengetümmel zu bringen. «Das Thema jetzt ist nicht Armee Ja oder Nein, sondern die Frage, ob wir ein möglichst sicheres Dach über dem Land wollen». Aber die Rolle als Botenläuferin zwischen den Fronten brachte der BDP-Nationalrätin keine Meriten ein. Man ging schnell wieder in den Nahkampf über. 

Vornehme Zurückhaltung gebot sich den Kampfjet-Befürwortern hingegen bei der Frage, womit denn eigentlich die neuen Flugzeuge finanziert werden sollen. Weil die Schweiz, das kann eigentlich gar nicht oft genug wiederholt werden, durchläuft ja gerade klamme finanzielle Zeiten, und acht Milliarden sind nun doch kein Pappenstiel. Woher also nehmen, wenn nicht stehlen, zum Beispiel bei anderen Departementen? Es erinnerte ein bisschen an das Spiel, ‹Ich sehe was, was du nicht siehst›. In diesem Fall sah Verteidigungsminister Parmelin einen grossen Topf voll Geld irgendwo im VBS herumstehen. «Wir sind in der glücklichen Lage, dass wir ein Wachstum haben in diesem Land», beschwichtigte Parmelin. Und ja, natürlich werde man überall, wo es nötig sei, ein bisschen sparen. 

Das schrillten bei Lewin Lempert, dem Vetreter der Gruppe Schweiz ohne Armee Gsoa, die Alarmglocken. Lempert, dem zwei, drei souveräne Vorstösse von der Expertenkanzel aus gelangen, erinnerte an die zahlreichen Skandale und Skandälchen im Verteidigungsministerium (aus dem Ruder gelaufene IT-Projekte, die Duro-Posse und verloren gegangene Panzer),  und ermahnte das VBS, vor der eigenen Haustür zu kehren: «Ein Departement, das mit Milliarden nur so um sich wirft, muss zuerst einmal bei sich selber schauen.»

Und das Volk? Hat irgendjemand an das Volk gedacht? Schliesslich hat der Stimmbürger vor drei Jahren den Gripen an der Urne zerzaust, und jetzt mehren sich die Anzeichen, dass das Volk nicht über die Kampfjet-Beschaffung abstimmen könnte. Wenig überraschend war es erneut Balthasar Glättli, der am schrillsten sprach. Der Grünen-Fraktionspräsident zitierte aus einem Interview mit Parmelin in der NZZ. Und löste wiederum eine mittelgrosse Staatskrise aus. «Sie sagen, das Volk sei zu dumm, um über die Kampfjets abzustimmen», warf er dem Verteidigungsminister vor. Parmelins Çasuffit («Herr Glättli, das ist nicht seriös!») erzielte die gewünschte Wirkung: Glättli verwarf entnervt die Hände und mässigte sich gegen Ende der Sendung.

Das Volk ist dumm

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Als die Lichter im Studio langsam ausgingen, hörte man dann von irgendwoher Moderator Projer rufen: «Ein Wort nur: Apéro!»

Es tönte wie eine verzweifelte Durchhalteparole in einer längst aussichtslosen Schlacht. 

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158Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Chrigi-B 12.11.2017 17:42
    Highlight Highlight Armee? Ja, aber in der 2017 Variante. Man sehe, was die Nato Kriegstreiber gestoppt hat in den letzten 20 Jahren;-). Nach der Erstausbildung schuldet jeder Mann und Frau 1 Jahr Dienst am Staat. 3 monatiges Waffentraining, ohne marschieren, Schuhe putzen bis zum Abwinken, Ränge auswendig lernen und Stunden herum zu lungern! Danach darf jeder entscheiden was er will, spezialisierung im Militär oder Richtung Zivi / Zivilschutz. Aber keiner soll davon kommen! Egal ob weiss, schwarz, arm oder reich!
    3 2 Melden
  • play off 12.11.2017 12:15
    Highlight Highlight Ist mir egal, ob wir die Jets kaufen oder nicht. Was mich aber stört, wir haben nie Geld für etwas, ausser es wird für die Asylindustrie gebraucht. Da kann nicht genug Kohle verlocht werden. Da verdienen sich natürlich auch viele Linke eine goldene Nase!
    13 25 Melden
  • Chääschueche 12.11.2017 09:53
    Highlight Highlight Soweit ich weiss stehen in der Cerfassung 2 dinge:

    Die Schweiz braucht eine Verteidigung und 2tens darf Sie durch ihre neutralität nicht von einem amderen Land beschützt werden.

    Somit ist klar: Wer keine Jetzt will muss die Armee abschaffen und zwar ganz. und dann sucht man sich ein Land aus das einen Beschützt. (Das ist besrimmt auch günstig und sicher...)
    7 7 Melden
  • Flint 11.11.2017 20:06
    Highlight Highlight Luftpolizei brauchen wir genau so wie eine Verkehrs- oder Kriminalpolizei. Daher besteht ein vernünftiger Bedarf an Kampfjets. Wo man sicherlich sparen könnte ist bei der Bodenfertigkeit, die man natürlich am Volk vorbei mitbeschaffen möchte. Ohne diese liesse sich das Projekt in einem vernünftigen Rahmen ans Volk bringen, aber was rede ich. Solange Militärnostalgiker wie Amstuz und Hurter da mitmischen werden wir in diesen Themen kaum voran kommen. Und so, werden wir natürlich wieder eine Zitterpartie erleben.
    7 17 Melden
    • balzercomp 11.11.2017 22:10
      Highlight Highlight Auch dann stellt sich die Frage ob nicht Flieger der Alpha Jet Grösse ausreichen würden. Zum Abfangen von Passagier und Privatflugzeugen sind sie schnell genug.
      13 6 Melden
  • Eagle21 11.11.2017 17:44
    Highlight Highlight Der Stimmbürger aus dem Publikum beweist seine Inkompetenz mit der Aussage, ein neutrales Land habe nichts zu verteidigen. Ähhhm... wie erging es bspw. Belgien im 2. Weltkrieg? Und er vertritt offenbar die Ansicht, dass die Schweiz bei einem Angriff von Hitler einfach brav den Hitlergruss hätte machen sollen und sich moeglichst kampflos den Nazis anschliessen hätte müssen. Und bekommt dafür Applaus.
    36 20 Melden
    • nickname2000 11.11.2017 18:05
      Highlight Highlight Der 2. Weltkrieg ist lange vorbei. Krieg in der Schweiz ist deutlich unwahrscheinlicher und Krieg wird nicht mehr geführt wie damals. Die Argumentation mit dem 2. Weltkrieg ist lächerlich.
      29 36 Melden
    • Eagle21 11.11.2017 19:21
      Highlight Highlight Und wie wahrscheinlich war es vor zwei Jahren, dass Donald Trump US-Präsident wird? Oder dass UK aus der EU austritt?
      27 11 Melden
    • einmalquer 11.11.2017 19:24
      Highlight Highlight Viele und einflussreiche Politiker und Wirtschaftsgranden und Offiziere waren damals wirklich für ein System à la Hitler.

      Und haben ihn/Deutschland entsprechend unterstützt.

      Aber die Grundfrage ist und bleibt natürlich immer, ob ein Land verteidigungswürdig ist.
      10 3 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • blaubar 11.11.2017 13:50
    Highlight Highlight Die wichtigste Frage blieb unbeantwortet: Wer bitte soll den Schweizer Luftraum angreifen? Der IS? Die Nato?
    Da kann Amstutz noch hundertmal pauschal die Sicherheit fordern für das Schwäizer Volch. Auch gegen eine Erdhörncheninvasion. Die Gefahren sind nunmal NICHT im Luftraum, sondern im Internet! Da nützen Mistgabeln wenig.
    Und noch was: Wenn ich mir das Hochdeutsch der Jetbefürworter so anhöre („die, wo Kampfjets wollen“), stellt sich doch die Frage, ob die Milliarden in einem anderen Departement nicht besser angelegt wären.
    40 17 Melden
    • Eagle21 11.11.2017 17:47
      Highlight Highlight Deiner Meinung nach war also jeder Konflikt in der Menschheitsgeschichte absolut vorhersehbar? Du würdest die Jets nur kaufen, wenn verbinlich feststehen würde, dass es in 20 Jahren einen Weltkrieg gibt? Legst Du den Gurt im Auto auch nur dann an, wenn Du weisst, dass es einen Unfall geben wird?
      16 22 Melden
    • blaubar 11.11.2017 18:18
      Highlight Highlight eagle, kämpfen wir heute noch mit Hellebarden? Die Gefahren kommen heute nicht aus der Luft. Auch sogar im 2.WK wurde die Schweiz nur dank des Goldes und Diplomatie gerettet. Nicht dank ein paar Kampfjets. Auch nicht dank Nahkampf. Das ist reichlich naiv.
      22 16 Melden
    • Steely Dan 12.11.2017 00:39
      Highlight Highlight Es ist kein Konflikt vorhersehbar und kein Krieg berechenbar. Darum ist ja auch die Aussage von Hurter im oben verlinkten Artikel völliger Unsinn. Warum sollten wir jetzt so viele Flieger auf nur 3 Militärflugplätzen haben, damit wir den Luftraum unseres Mini-Landes zu jeder Zeit verteidigen könnten? Es braucht nur ein paar Raketen und kein Flugzeug steigt mehr auf. Ein paar andere Raketen und der Treibstoff geht in Flammen auf. Was war eigentlich der Grund, weshalb unsere Armeeführung im Zweiten Weltkrieg Frauen und Kinder im Unterland stehen liess und sich im Réduit verstecken musste?
      5 3 Melden
  • Yolo 11.11.2017 12:05
    Highlight Highlight SVP-Logik: Ungebremste Zuwanderung bei sinkenden Zahlen.
    30 10 Melden
  • ströfzgi 11.11.2017 12:03
    Highlight Highlight 8 Mia für 20 Jahre Luftwaffe oder

    - 8 Mia für 7 Jahre "Bettys Diagnose", "Eusi Landchuchi", "Glanz und Gloria" und sonstigen Sternstunden.

    - 8 Mia um 2 Mio Kindern in Afrika das Essen von der Geburt bis zum 10. Lebensjahr garantieren.

    - 8 Mia um 89'000 Flüchtlinge während 5 Jahren in der CH finanzieren

    - 8 Mia um 3 bis 4 Swissairs retten

    - 8 Mia um die AHV für 15 Jahre sicherzustellen

    - 8 Mia um 8000'000 verwöhnten Gören je ein Pony zu kaufen

    - 8 Mia um 400 Mio unverwöhnten Kindern ein Meersäuli zu kaufen

    Vertammi viel Geld...


    32 10 Melden
  • Einstein56 11.11.2017 11:45
    Highlight Highlight Glättli hat eigentlich im Fernesehen nichts mehr zu suchen. Seine Sendezeit ist aufgebraucht.
    22 40 Melden
    • Ron Collins 11.11.2017 23:40
      Highlight Highlight Sag ich auch immer. Was hat DER bei den großen zu suchen??? Jämmerlich.
      7 12 Melden
  • He nu.. 11.11.2017 11:31
    Highlight Highlight ...nicht aufregen! Einfach zuerst die AHV so einrichten, dass es "e gattig macht", dann uns Arbeitnehmer via Pensionskassen austricksen etc. Dann kann man kaufen was man will.
    46 7 Melden
    • FrancoL 11.11.2017 15:16
      Highlight Highlight Das wird die SVP nie zulassen
      *könnte Ironie enthalten*
      14 2 Melden
  • jogurt 11.11.2017 11:02
    Highlight Highlight Die Grünen und die SP sollen doch eine Initiative lancieren für eine Armee ohne Waffen. Dann könnte man echt viel Geld sparen !
    39 61 Melden
    • ströfzgi 11.11.2017 11:21
      Highlight Highlight Oder noch besser für Waffen ohne Armee 🙂
      33 9 Melden
    • FrancoL 11.11.2017 11:26
      Highlight Highlight Wäre wohl sinnvoller als Waffen zu kaufen deren Einsatz in der Schweiz keinen Sinn macht. Aber "Jogi" Hauptsache wieder etwas Links-Bashing an den Mann gebracht.
      63 25 Melden
    • Fabio74 11.11.2017 11:43
      Highlight Highlight warum soll man eine chancenlose Iniative lancieren?
      6 2 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • jogurt 11.11.2017 10:45
    Highlight Highlight Sehr schräge Diskussion ! Will man eine glaubhafte Armee, benötigt man ebenfalls eine wirkungsvolle Luftwaffe. Das sind nackte Fakten. Denn eine Bodentruppe ohne Luftschutz ist schlicht ein "Papiertiger". Wenn man schon ausserhalb "des Gartens" diskutieren will, stellt sich einzig die Frage, was für eine Armee wir haben wollen ! Aber diese Diskussion wird leider seit Jahren nicht geführt.
    Seine Souveränität bzw. Glaubwürdigkeit abgeben in diesen turbulenten Zeiten und auf eine zwiespältige Nato hoffen, finde ich in Zeiten des Umbruchs keine gute Idee.
    60 38 Melden
    • FrancoL 11.11.2017 11:31
      Highlight Highlight Ich würde die Nato nicht abschreiben, denn wenn etwas wirkt im Kriegsfall ist es das Bündnis und die Schweizer Armee ist da eher zweitrangig.
      Wir sind nicht mehr im 2. WK, diese Sicht sollte man endlich ablegen. So dicht besiedelt wie die Schweiz nun mal ist, kann sie nur hoffen, dass der Krieg nicht in die Nähe der Schweizer gelangt.

      Aber ich bin mir sicher Dass Du da strategisch viel mehr zu bieten hast.
      44 18 Melden
    • RatioRegat 11.11.2017 12:09
      Highlight Highlight Will man eine glaubhafte Armee, braucht man eine glaubhafte Armeeführung und nicht eine, die mental im frühen 20. Jahrhundert hängengeblieben ist.
      23 8 Melden
    • einmalquer 11.11.2017 13:02
      Highlight Highlight Die Unabhängigkeit und Souveränität der Schweiz hängt von der Abhängigkeit der Schweizer Armee vom Ausland ab, wo sie viele Waffen kauft.
      7 5 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • peterli90 11.11.2017 10:22
    Highlight Highlight Immer wieder interessant, was das Volk alles wissen soll. Sind wir ehrlich: 99.9 % des Volkes weiss doch nicht, was genau nötig ist und was nicht (mir inklusive). Das Thema ist hochkomplex.

    Zu sagen als Füdlibürger, man wisse was nötig sei, ist etwa so vermessen, wie wenn ein Bäcker dem Maurer sagen würde, wie genau er seine Backstube bauen soll, oder wenn der Maurer dem Bäcker sagen würde, wie er das Brot herstellen muss.

    Aber in der Schweiz ist alles anders: alles Experten!
    69 19 Melden
    • Mss.Fork 11.11.2017 13:03
      Highlight Highlight Weiss nicht, wenn ich einen Bäcker in einer 1500 seelengemeinde sehen würde wie er einen backofen am abladen ist mit dem er dann seine 50'000 brötchen in der stunde backen kann, dann würde ich glaube ich auch meine meinung kundtun :)
      15 13 Melden
    • reconquista's creed 11.11.2017 13:43
      Highlight Highlight Nicht so laut, sonst kritisiert dich Glättli....
      12 9 Melden
    • dä seppetoni 11.11.2017 13:46
      Highlight Highlight Stimmt. Ich auch nicht. Leider zeigt die Armee vielerorts, dass sie nicht gut mit Geld umgehen kann/will. Munition muss verballert und Benzin verbraucht werden.

      Ein Bauer kauft ja auch lieber den grösseren Fendt als unbedingt nötig, wenn der Stutz vorhanden ist. Man will ja zeigen was man hat. Testosteronalarm
      18 12 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Mr.Bean 11.11.2017 10:11
    Highlight Highlight Glättli musste alleine gegen 3 Kampfjet Befürworter antreten. Quadranti hat ihn kaum bis gar nicht unterstüzt. Eine solch unausgewogene Arena habe ich schon lange nicht mehr gesehen
    71 33 Melden
    • Gonzolino_2017 11.11.2017 12:47
      Highlight Highlight Och ... der arme Glättli ... zwei so unsägliche Jammeris und Träumer erträgt es in der gleichen Sendung auch nicht! ... und alleine war er übrigens auch nicht, er hatte gute Unterstützung aus der Ecke GsoA!
      20 27 Melden
  • Telomerase 11.11.2017 10:03
    Highlight Highlight Wenn man ehrlich ist, war die Abstimmung zum Gripen ein Nein zur günstigsten Lösung. Da erstaunt mich der jetzt diskutierte Betrag weniger.
    Und 8Mia für die nächsten 20 Jahre Luftwaffe ist auch nicht wirklich viel Geld.
    39 53 Melden
    • FrancoL 11.11.2017 11:33
      Highlight Highlight ES geht doch nicht nur ums Geld! Es geht darum ob es sinnvoll eingesetzt ist und wieso genau man diese Anzahl Jets braucht.
      41 18 Melden
    • El Burro 11.11.2017 11:55
      Highlight Highlight 8 Milliarden sind nur für die Beschaffung! Was glaubst du was diese Maschinen noch an Unterhalt kosten??? Da kannst du wahrscheinlich nochmals soviel einrechnen in 20 Jahre
      18 10 Melden
  • Hugo Wottaupott 11.11.2017 09:59
    Highlight Highlight Bald ist Weihnachten! Neue Flugis für die einen - höhere KK usw. für die andern. Man muss eben auf der richtigen Seite stehn!
    61 16 Melden
    • reconquista's creed 11.11.2017 13:45
      Highlight Highlight Haben nicht alle höhere Prämien und schützen die Jets nur einen Teil der Schweiz?
      Falls ja, hoffe ich die Deutschschweiz...
      3 11 Melden
    • The Destiny // Team Telegram 11.11.2017 14:28
      Highlight Highlight Vielleicht gibt's ein paar F-35 zum Black Friday, dann sind Sie vielleicht erschwinglich xd
      7 4 Melden
    • Flughund 11.11.2017 19:36
      Highlight Highlight Erklär bitte mal den Zusammenhang von KK-Prämien und Militärbudget.
      8 3 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Kong 11.11.2017 09:56
    Highlight Highlight Die Argumentationskette die am Ende zur Erkenntnis führt, dass die Zuwanderung nur mit Lufthoheit zu bewältigen ist, wirkt nachvollziehbar. Ich beobachte selber die Zusammenhänge zwischen UFO Beobachtungen, dem Börsenkurs und den Weissagungen von den alten Sumerern. Umso mutiger das ein kluger und weiser Politiker der ersten Ordnung bereit ist die unwissende Mehrheit zu erhellen. Ich bin zuversichtlich, dass wir weiterhin nur klügste Diplomaten zum Wohle der Gesellschaft beauftragen. Auch eine falsche Zurückhaltung wäre jetzt falsch. 250 Jets müssen es mindestens sein. Und Raketen und UBoote!
    72 14 Melden
    • mogad 11.11.2017 16:44
      Highlight Highlight 250 Jets? Wenn ich der Polizei einen Einbruch melde, werden die künftig sagen: Wir können leider nicht vorbeikommen, wir haben aus Spargründen zu wenig Person, aber ich schicke Ihnen doch schnell die Luftwaffe vorbei!
      8 5 Melden
  • Zarzis 11.11.2017 09:16
    Highlight Highlight Leute Leute, wenn ich Amstutz und der SVP so zuhöre glaube ich echt die haben zu viel Asterix und Obelix gelesen und denken, die SVP ist der Zaubertrank, der das Gallische Dorf(Schweiz) von den Umzingelten Rom(EU) Schützt!
    Wie schon gesagt, wenn sich etwas dorch die NATO gekämpft hat, ist es sinnlose unsere 30 Piloten auch noch in den Helden Tot zu senden!
    Dann wäre der Telephonbeantworter der bei Anruf unsere Kapitulation Verkündet billiger, man muss nur jemanden daneben Sitzend haben, der bei Angriff diesen Einschaltet. Nicht das Lichtenstein sich verwählt und wir uns zufälig denen ergeben
    49 18 Melden
    • E7#9 11.11.2017 12:08
      Highlight Highlight Klar, die Nato wird es dann ja schon richten. Dann musst du ehrlich sein und sagen: Wir wollen keine Armee und verlassen uns auf die anderen. Dieselben „anderen“, welche ihre geopolitischen Ziele in der arabischen und in anderen Teilen der Welt mit Hilfe von Waffengewalt verfolgen. Ich finde das nicht grad eine top Strategie für ein neutrales Land. Für unseren Luftraum sind wir zuständig, nicht die Nato.
      12 10 Melden
    • RETO1 11.11.2017 14:20
      Highlight Highlight deine Strategie ist also kapitulieren, na dann prost du Held
      10 17 Melden
  • Fzutter49 11.11.2017 09:09
    Highlight Highlight Parmelin, sagte,dass wir Wachstum haben in der CH. Da hat er wohl an die KK- Prämien gedacht!
    94 11 Melden
  • zombie woof 11.11.2017 08:33
    Highlight Highlight SVP Populismus in Reinstform! Mich würde schon mal interessieren ob Amstutz glaubt was er da alles an Bullshit absondert? Der Mann ist nicht dumm und einen Dachschaden wie Trump hat er auch nicht, also was steckt wirklich dahinter? Einzig und allein Stimmenfang beim Volch? Kann auch sein dass ich ihn masslos überschätze und er einfacher gestrickt ist als ich meine.....
    87 29 Melden
    • mogad 11.11.2017 09:29
      Highlight Highlight idelogische Scheuklappen, wenn nicht Verblendung. Die schaukeln sich doch gegenseitig hoch in der Partei. Da muss Jeder alles und noch geben, no Limits - bis zur totalen Erschöpfung. Lob solls scheints von Herrliberg nie geben, so sagt man.
      35 21 Melden
    • Raphael Stein 11.11.2017 10:55
      Highlight Highlight zombie woof,

      geh mal an so eine SVD Versammlung irgendwo in der Schweiz. Regionale Sachen werden wie wohl überall diskutiert, sobald es aber um die Heiligtümer der SVP geht, ist das komplett abgefahren.
      Festgefahren und nur eine Richtung. Und die SVP ist nicht die einzige Partei die so funkioniert.
      24 5 Melden
  • derEchteElch 11.11.2017 08:33
    Highlight Highlight Die Aussage von Amstutz ist übrigens richtig. Nach dem Ende des 1. Weltkrieges haben alle von Frieden, Abrüstung und Kuchen gesprochen. Niemand - ausser Churchill - hatte vor möglichen Gefahren gewarnt. 15 Jahre später war man am gleichen Punkt.

    Eine Armee aufzurüsten dauert 15-25 Jahre! Wenn das know-how ganz weg ist sogar noch länger (z.B. bei Abschaffung der Panzer).

    5 Jahre vor der Ukraine-Kriese oder vor den Anschlägen in Paris, London, Brüssel hatte (fast) niemand mit sowas gerechnet.

    Daher frage ich euch;
    Wie sicher fühlt ihr euch wirklich?
    67 100 Melden
    • Special K 11.11.2017 09:26
      Highlight Highlight Das ist schon richtig, aber was genau sollen die Kampfjets bringen? Wenn man die Bedrohung bei Flüchtlingen sieht, wäre eine Grenzsicherung wichtiger. Bei einem globalen Konflikt mit Nuklearwaffen der Zivilschutz. Für Cyberkrieg benötigt das Militär entsprechende Spezialiste sowie Hard- und Software.

      Die Armee kann seit Jahrzehnten nicht glaubhaft erklären, was genau die Bedrohungen sind und wie sie sich darauf einstellen will.
      65 17 Melden
    • rummelsnuff 11.11.2017 09:26
      Highlight Highlight Also ich fühle mich sehr sicher. Auch wenn wir in stürmischen Zeiten leben, wird die Schweiz (ausser evtl. durch Terror) sicher nicht direkt angegriffen. Falls überhaupt wird Europa als Ganzes zum Ziel einer militärischen Aktion. Und somit wären wir wieder beim Thema was soll die CH Armee noch ausrichten wenn der Feind die verbündeten Länder um uns herum tatsächlich eingenommen hätte.
      35 17 Melden
    • rodolofo 11.11.2017 09:35
      Highlight Highlight Solche Statements, wie das von Dir gerade, geben mir ein Gefühl von Unsicherheit.
      Ich weiss dann nicht, ob ich über die Grenze spähen soll, während sich gerade einer von hinten an mich heran pirscht...
      23 9 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Philboe 11.11.2017 08:18
    Highlight Highlight Das wohl intelligenteste das gesagt worden ist an besagtem Abend war der Aufruf zum Aperitif
    44 5 Melden
  • rodolofo 11.11.2017 08:17
    Highlight Highlight Heute erschienen im Tages Anzeiger:
    "Alles neu, alles auf einmal"
    Der neue Kampfjet ist erst der Anfang: Innert zehn Jahren will der Bundesrat für 15 bis 16 Milliarden Franken fast alle schweren Waffen der Armee ersetzen. Doch Militärvertreter sagen selbst dies Summen reichten nirgendwohin.
    Wenn schon über das Militär sprechen, dann gleich richtig!
    Das Militär gleicht einem "Schwarzen Loch", bzw. einem Drogensüchtigen:
    Es saugt alle Mittel in sich hinein und hält sogar das Licht in sich gefangen. Und am Schluss explodiert alles in einem neuen Urknall...
    55 23 Melden
    • mogad 11.11.2017 09:31
      Highlight Highlight Und Achtung: nur das Teuerste ist gut genug, auch wenn es nicht das Sinnvollste ist. Siehe Vergangenheit.
      21 12 Melden
    • E7#9 11.11.2017 11:26
      Highlight Highlight Bei einem Armeebudget von ca. 5 Mia. macht das über 10 Jahre hinweg 50 Mia. Da passen die 15 bis 16 Mia. rein. Aber vielleicht hast du recht, dass man mal grundsätzlich über den Auftrag der Armee oder über das generelle Dispositiv bezüglich Landessicherheit sprechen muss (welche Bedrohungen von aussen gilt es abwenden zu können?). Anscheinend wollen viele keine Luftwaffe. Ohne Luftwaffe könnte man mMn eine Armee dann gleich sein lassen (bin aber auch kein Experte). Ich persönlich finde aber, dass wir unseren Luftraum als neutrales Land selber gegen Bedrohungen abdecken können müssen.
      10 3 Melden
    • _kokolorix 11.11.2017 18:15
      Highlight Highlight Wann gab es denn das letzte mal in einem Krieg einen Luftkampf?
      Wird vor 60 Jahren gewesen sein. Eine effektive Verteidigung des schweizer Luftraumes kann nur noch durch bodengestütze, mobile Raketen erfolgen, und die sollten wir selber bauen. Dann hat die Rüstungsindustrie zu tun und muss nicht Splittergranaten in Bürgerkriegsgebiete verkaufen.
      Um das zu erkennen braucht man nicht Experte zu sein, ein Jet der nach 5 Min unsere Grenze passiert ist schlicht unbrauchbar in der engen Schweiz, ausser man plant Angriffe auf die weit entfernten Flugplätze des Gegners...
      4 5 Melden
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  • capture 11.11.2017 08:12
    Highlight Highlight Obwohl Glättlis Attacke zum Nazivergleich nicht korrekt war, er war doch der Einzige der Parmelin mit kritischen Fragen löcherte (lag vieleicht auch daran, dass er gleich gegen 3 Bürgerliche Antreten musste).

    Der Bundesrat möchte das Geschäft am Volk vorbei machen und zudem gäbe es ein hohes Sparpotential. Wenn ich ein Haus bauen möchte, will meine Bank auch wissen, was es kostet und gibt mir keinen Pauschalkredit.

    Ob man sich 24 Flieger vom Rafale oder vom F35 kauft wird X Millionen ausmachen.
    36 15 Melden
    • Hoppla! 11.11.2017 09:51
      Highlight Highlight Nur funktioniert der Prozess in der Schweiz nicht so.
      11 3 Melden
    • E7#9 11.11.2017 11:00
      Highlight Highlight Das kann über alle bugetierten Ausgaben gesagt werden. Alle Entwicklunghilfesausgaben, Bildungsausgaben, Landwirtschaftsausgaben etc. macht man demfall auch am Volk vorbei.

      Man kann das Volk fragen, ob es eine Armee mit oder ohne Luftwaffe will, oder nach dem Auftrag der Armee generell. Im Moment ist dieser auch Bedrohungen aus der Luft abwenden zu können. Für die Umsetzung dieses Auftrages gibt es ein Budget und Spezialisten, hier ist die Bevölkerung kein Experte. Kein Spezialist sein muss nicht mit blöd sein gleichgesetzt werden. Und ja, Anzahl und Typ der Flugzeuge macht Millionen aus.
      11 6 Melden
    • Posersalami 11.11.2017 15:16
      Highlight Highlight @E7#3: Da sagen sie etwas sehr gutes! Es wäre wirklich an der Zeit, die Aufgaben der Armee neu zu definieren. Braucht es denn zB. überhaupt noch Kampfpanzer und schwere Artillerie? Holland hat den Mist vor Jahren abgeschafft. Da gäbe es sicher so einige Truppengattungen, die man komplett abschaffen und viel Geld einsparen könnte!
      5 3 Melden
  • mogad 11.11.2017 08:00
    Highlight Highlight Der Bodluv-Skandal: Man stellte fest, dass das ausgewählte System die gewünschten Aufgaben nicht erfüllen konnte. Da wollte man ein zusätzliches "falsches" System zugkaufen, in der Hoffnung die beiden "falschen" Systeme würden sich dann schon irgendwie zu einem "richtigen" fügen. Der Duro-Skandal: Nur das unnötige Teuerste war gut genug. Der Gripen: der existierte gar nicht in der gewünschten Form. Pannen und Nachtragskredite wären die Folgen gewesen. Weshalb ich übrigens nein gestimmt habe. Misstrauen gegenüber dem VBS ist angebracht! Fallt nicht auf das Gejammer rein!
    189 32 Melden
    • swissgolfer 11.11.2017 08:56
      Highlight Highlight beim duro folgt der grosse skandal nachdem man politik und volk angelogen sowie geschickt maulkörbe 'verteilt' hat dann erst noch. aber bis dahin sind ja dann die strippenzieher im ganzen beschaffungsfilz abgetreten...
      34 6 Melden
    • ands 11.11.2017 09:43
      Highlight Highlight Der ganze Duro Skandal existiert nicht. Er wurde von der Presse konstruiert, weil es so schöne Schlagzeilen gab.
      Die Faktenlage ist: Neue Fahrzeuge zu beschaffen hätte bedeutet, neue Fahrzeuge zu entwickeln. Es gab auf dem Markt nichts, was mit den umgerüsteten Duros auch nur annähernd vergleichbar war. Der höhere Preis als bei der Beschaffung erklärt sich dadurch, dass die beiden Fahrzeuge bis auf das Äussere nicht mehr viel gemeinsam haben.
      18 22 Melden
    • Gonzolino_2017 11.11.2017 11:15
      Highlight Highlight Nichts von all deinen Nennungen war oder ist ein Skandal! Die Bodluv Geschichte hat Parmelin selbst ausgelöst und wurde von den Medien aufgenommen - geblieben ist nichts! Die Duro Antwort kannst du bei Ands nachlesen - auch nur durch die Medien inszeniert! Zum Gripen: Das VBS muss sich dauernd anhören nur veraltete Güter und Systeme zu beschaffen! Beim Gripen wollte man mitentwickeln und das günstigste System und was machen die Medien!? Man probiert wieder einen Skandal daraus zu drehen! in Tat und Wahrheit geht es ums kritisieren einer Partei und riskiert dafür die Sicherheit in unserem Land!
      17 26 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Linus Luchs 11.11.2017 07:48
    Highlight Highlight Die Argumentationskette, die Amstutz von der Gefahr durch Hitler zur Zuwanderung legt, die er mit Islamismus verknüpft, ist Hetze der übelsten Sorte. Skrupellos und verantwortungslos. Das erinnert dann tatsächlich an Nazideutschland, konkret an die Propaganda, mit welcher Juden als die grosse Gefahr stigmatisiert wurden.
    201 261 Melden
    • Bacchus75 11.11.2017 08:33
      Highlight Highlight Vor allem von welcher Seite kommt diese Hetze? Genau von den Rechtspopulisten und dazu zählt nun mal auch die SVP. Heisst das eigentlich nichts anderes als dass Amstutz vor der SVP warnt...
      37 101 Melden
    • Telomerase 11.11.2017 09:54
      Highlight Highlight @Linus: Balthasar?
      10 6 Melden
  • giongieri64 11.11.2017 07:46
    Highlight Highlight Was ich aus der Arena mitnehme ist eines der ersten Statements von BR Parmelin:

    Wir brauchen eine Luftraumüberwachung für 8 Miliarden um das WEF und ein paar internationale Veranstaltungen in Genf zu schützen. Punkt. Originalaussage Parmelin.....Noch Fragen?
    312 65 Melden
    • Raphael Stein 11.11.2017 10:52
      Highlight Highlight giongieri64,

      ja, ich bin immer wieder erstaunt, was für Gründe angeführt werden und eine Sache durchzubringen.

      Eigentlich ja Gründe die genau gegen die Sache sprechen.

      Elitenschutz würde man meinen müssen.
      22 4 Melden
    • Posersalami 11.11.2017 12:05
      Highlight Highlight Wenn wir dann keine Luftwaffe mehr haben, geht dann endlich auch dieses WEF woanders hin? Das wäre phantastisch!
      7 5 Melden
    • einmalquer 11.11.2017 12:59
      Highlight Highlight WEF ist eine private Stiftung.
      Zahlt sie die Sicherheitskosten, die sie verursacht?
      3 2 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Thadic 11.11.2017 07:46
    Highlight Highlight Einen grossen Dank an Balthasar Glättli für die deutlichen Worte. 8Mia für Kampfjets ist doch einfach nur Geldverschwendung und kein Sicherheitsgewinn. Dieses Geld sollte man einsetzen für die Energiewende und den Umbau unserer Wirtschaft damit sie die kommenden Jahre der Stagnation verkraften kann. Oder glaubt jemand daran dass man ewig wachsen kann?
    85 51 Melden
    • Gähn on the rocks 11.11.2017 08:26
      Highlight Highlight oder, immer wieder in die bildung.

      damit die zukünftigen natonalräte und -innen und moderatoren sich derart hochdeutsch ausdrücken können, dass man ihnen zuhören mag.
      36 11 Melden
    • Rumbel the Sumbel 11.11.2017 09:03
      Highlight Highlight Man könnte meinen Glättli rettet die Schweiz!
      20 23 Melden
  • Schneider Alex 11.11.2017 07:25
    Highlight Highlight Und wenn der Feind bis zur Schweiz vorgedrungen ist, ist anzunehmen, dass die NATO-Flugwaffe ihren Auftrag nicht erfüllen konnte. Das soll dann die Schweizer Luftwaffe ausbügeln? Die Jets sind doch höchstens als Unterstützung der NATO-Flotte brauchbar und das verbietet uns die Neutralität. Also was sollen denn diese Jets?
    277 73 Melden
    • ands 11.11.2017 09:53
      Highlight Highlight Da wirft man den Befürwortern der Armee immer vor, sie seien im kalten Krieg gefangen. Ihr Kommentar beweist, dass das bei Ihnen ebenfalls der Fall ist.
      Die Zeiten, in denen Armeen an einer Frontlinie gegeneinander antraten, sind vorbei. Moderne Kriege werden hybrid geführt. Das bedeutet auch, dass feindliche Kräfte bereits in der Schweiz agieren können, wenn es die Nato noch gibt. Und für Angriffe auf wichtige Infrastruktur braucht es keinen Kampfjet. Da reichen ein paar der Flugzeuge, die auf den Flugplätzen der Schweiz so zahlreich herumstehen.
      11 16 Melden
    • Telomerase 11.11.2017 10:00
      Highlight Highlight Dissuasion die, Militärwesen: militärische Verteidigungsstrategie, die einen potenziellen Gegner vom Angriff abschrecken soll.

      D.h. die militärischen Kosten für einen Angriff auf die Schweiz müssen höher sein als der erwartete Ertrag.
      12 5 Melden
    • Töfflifahrer 11.11.2017 11:19
      Highlight Highlight Wenn wir ehrlich sind haben dir Jets Luftpolizeiliche Aufgaben. Wenn wir sehen, dass auf einem Flugzeugträger fast mehr Flugzeuge stehen als unsere Armee total hat und die Luftkriegsführung sich gerade massiv ändert, sind an dem Packet was der BR hier will doch grössere Zweifel angebracht.
      14 6 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Drusbert 11.11.2017 06:57
    Highlight Highlight Apero!
    37 5 Melden
  • pamayer 11.11.2017 06:36
    Highlight Highlight Der einzige, der es auf den Punkt brachte, wird Glättli sein. Warum 3 Bürgerliche gegen einen Grünen? Warum war niemand von der SP eingeladen?
    56 28 Melden
    • rodolofo 11.11.2017 09:40
      Highlight Highlight @ Wisgoat
      ???
      Kannst Du das, was Du da eben gesagt hast, nochmals zu erklären versuchen?
      10 4 Melden
  • danmaster333 11.11.2017 06:29
    Highlight Highlight Luftpolizeidienst braucht es, damit wir weiterhin den internationalen Flugverkehr abwickeln können. Aber warum man jetzt so viele Jets braucht um die erwähnte Einwanderung und den Islamismus zu unterbinden, ist mir ein Rätsel (wie soll das gehen?). Kann man die aus der Luft ausschaffen oder ZUM Christentum bekehren?
    69 16 Melden
    • derEchteElch 11.11.2017 08:37
      Highlight Highlight Kampfflugzeuge sind eben keine Autos, die das ganze Jahr tagein tagaus laufen und einmal im Jahr für paar Tage im Service sind.

      Bei Kampfjets ist das anders, die werden (und müssen) mehr gewartet werden als sie fliegen. Eben um die Sicherheit auf Funktionsfähigkeit gewährleisten zu können.
      18 31 Melden
    • Maranothar 11.11.2017 09:58
      Highlight Highlight @derEchteElch
      Also Arbeitsbeschaffung für das Bodenpersonal der Armee.
      Was bedeutet: Ohne Jets haben die nix zu tun und könnten eingespart werden.

      Moooment! 8 Mia nicht ausgeben plus die Einsparung für Wartungsteam und Material? Passt, Sparkurs gesetzt.
      12 16 Melden
    • ands 11.11.2017 10:32
      Highlight Highlight @ Maranothar: Toll wie du am Thema vorbei argumentierst. Es geht bei der Aussage von derEchteElch um die Antwort auf die Frage, weshalb es so viele Jets braucht.
      5 6 Melden
    Weitere Antworten anzeigen
  • Sloping 11.11.2017 05:51
    Highlight Highlight Dem radikalen Islamismus und der ungebremsten Einwanderung mit 55-70 Kampfflugzeugen und einem Flugabwehrsystem Herr werden zu wollen: Säbelrasseln und die Kavallerie wären etwa gleich wirkungsvoll.
    75 8 Melden
    • rodolofo 11.11.2017 08:21
      Highlight Highlight Halt! Die Kavallerie haben immer noch die Deutschen!
      Wir hingegen sind die Indianer!
      Indianer mit Minderwertigkeitskomplexe-Komplexen allerdings, die sich schämen, rote Traditionalisten zu sein. Leider...
      12 17 Melden
  • Spooky 11.11.2017 05:12
    Highlight Highlight "Und jetzt drohe eben auch der Schweiz Gefahr, nämlich seitens der ungebremsten Zuwanderung und des Islamismus."

    Amstutz hat recht.

    Der Beweis:

    Wagt es noch irgendjemand in der Schweiz, irgendeinen doofen Witz über den Propheten der Muslimi zu machen? Eben!
    34 108 Melden
    • capture 11.11.2017 08:07
      Highlight Highlight 🤦🏼‍♂️
      55 15 Melden
    • zombie woof 11.11.2017 08:21
      Highlight Highlight Und die Zuwanderung stoppt man aus der Luft? Was für ein Schwachsinn und das am frühen Morgen
      45 6 Melden
    • äti 11.11.2017 08:24
      Highlight Highlight Kampfjets gegen Witze?
      35 5 Melden
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