Schweiz
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Schweiz will weitere Dschihad-Touristen ausbürgern

06.04.18, 12:27 06.04.18, 12:46


Reisebewegungen von Schweizer Dschihad-Touristen nach Syrien, Irak, Afghanistan und Somalia. Bild: screenshot/ndb

Zwei Jahre ist es her, seit das Staatssekretariat für Migration SEM ein erstes Ausbürgerungsverfahren gegen einen mutmasslichen Schweizer Dschihadisten in die Wege leitet. Der italienisch-schweizerische Doppelbürger war laut Medienberichten 2015  nach Syrien gereist, um sich dem «Islamischen Staat» anzuschliessen. 

Nun hat das SEM bekannt gegeben, dass weitere Verfahren zur Ausbürgerung hängig sind. Wie eine Sprecherin gegenüber SRF sagte, werden aktuell «weniger als fünf» Verfahren zum Entzug des Schweizer Bürgerrechts geführt.

In welchen Ländern sich die betreffenden Personen aufhielten und über welche andere Staatsbürgerschaft sie verfügen, gibt das SEM aus Datenschutzgründen nicht bekannt. SEM-Sprecherin Katrin Schmitter bestätigte aber gegenüber watson, dass sich die betreffenden Personen allesamt dem «IS» angeschlossen haben oder hatten.

Nach Angaben des Nachrichtendienstes des Bundes wurden seit 2001 insgesamt 70 bestätigte und 23 unbestätigte Reisen von sogenannten Dschihad-Touristen festgestellt. Darunter sind 19 Doppelbürger. Die Schweiz kann nur Personen ausbürgern, die über eine weitere Staatsbürgerschaft verfügen.

Wirbel um Ausbürgerungsfall

Der Fall des italienisch-schweizerischen Doppelbürgers Christian I. hatte 2016 für viel Aufsehen gesorgt. Rechtsexperten bemängelten damals die mangelhaften juristischen Grundlagen, die auf einer Notverordnung des Bundesrats aus dem zweiten Weltkrieg beruhten. Juristische Abklärungen des Bundes ergaben, dass die gesetzlichen Vorgaben im Fall des italienisch-schweizerischen Doppelbürgers tatsächlich zu wenig klar definiert waren. Der Bund reagierte mit einer Konkretisierung der entsprechenden Artikel im Rahmen einer Totalrevision des Bürgerrechtsgesetzes BüG.

Als Voraussetzung wird neu unter anderem verlangt, dass die Person vorgängig rechtskräftig verurteilt worden ist. Überdies muss auch die zuständige Behörde des Heimatkantons dem Entzug zustimmen, wie Sprecherin Schmitter ausführt.

Das Verfahren gegen Christian I. wurde mittlerweile eingestellt. Er kam vermutlich in Syrien ums Leben.

(wst)

Terror des sogenannten Islamischen Staates

Intelligent, homophob, autoritätsgläubig: Warum Ingenieure die besten Dschihadisten sind

Die vergessenen Jahre des Terrors: In den 70ern und 80ern zogen Terroristen eine Blutspur durch Europa

Gute Frage: Weshalb werden französisch sprechende Muslime öfter radikal als alle anderen?

«Islamischer Staat», Chemie- und Nuklear-Waffen: Wie real ist die Gefahr?

Amerikas Schattenkrieger jagen «IS»-Anführer

Wir sollten uns an den Terror gewöhnen, aber das können wir nicht

Bilal reist in den Dschihad und rechnet dann mit dem «IS» ab – Kurz darauf ist der Deutsche tot

Kein Mensch versteht Syrien, weil alle von Syrien sprechen, aber etwas anderes meinen

Perfide Propaganda: Wie der «IS» mit «JiHotties» und Social Media westliche Frauen fängt

«Schwangere dürfen nicht verkauft werden»: So grausam regelt der «IS» den Umgang mit den Sex-Sklavinnen

Nein, Herr Trump, Obama ist NICHT der Gründer des «IS» – aber ganz unschuldig ist er auch nicht

Ulrich Tilgner: «Saudi-Arabien ist weltweit einer der Hauptunterstützer radikal-islamischer Strömungen»

Studie zeigt: So denken Muslime weltweit über den «Islamischen Staat»

Alle Artikel anzeigen

Das könnte dich auch interessieren:

Familientrennungen an der US-Grenze: TV-Moderatorin bricht in Tränen aus

Haris Seferovic: «Irgendwann ist genug und dann platzt der Kragen»

EXKLUSIV: Hier erfährst du, wer die WM gewinnen wird! (Spoiler: Ich, der Picdump 😒)

«Die roten Linien werden eher dunkelrot»: Wie man in Brüssel die Schweiz sieht

Traum oder Albtraum? So ist es, als CH-Rock'n'Roll-Band in den USA auf Tour zu sein

Erdogans Schlägertrupp auf dem Vormarsch in die Schweiz

Mit dieser Begründung brechen 37 Studenten Prüfung ab

Schweizer Fussballfans verirren sich an die ukrainische Front

Netta sang zum Abschluss der Pride – aber vorher gab es wüste Szenen

13 seltsame Dinge, die uns am Trump-Kim-Gipfel aufgefallen sind

«Wieso sagen Schweizer gemeine Dinge über meine Schwester?»

Das absurdeste Museum der Welt und wir waren da – und bereuen es jetzt noch

Diese 7 Zeichnungen zeigen dir, wie es am Open Air wirklich wird

Du weisst noch nicht, wem du an der WM helfen sollst? Hier findest du DEIN Team!

präsentiert von

Diese 19 Fails für bessere Laune sind alles, was du heute brauchst

Warum das Kämpfchen gegen Netzsperren erst der Anfang war

Eine Szene – viele Wahrheiten 

Anschnallen bitte! So sieht der Formel-E-Prix von Zürich aus der Fahrerperspektive aus

15 Jahre ist es her: Das wurde aus den «DSDS»-Stars der 1. Stunde

Die Bernerin, die für den Sonnenkönig spionierte

Plastik ist das neue Rauchen – wie ein Material all seine Freunde verlor

Fertig mit Rosinenpicken: Es ist Zeit, dass auch Frauen bis 65 arbeiten

Wegen hoher Verletzungsgefahr: Diese Sportarten mögen Versicherungen gar nicht

Diese 18 genialen Cartoons über die Liebe und das Leben haben uns kalt erwischt 😥😍

«Pöbel-Sina» scheitert bei «Wer wird Millionär» an dieser super einfachen Frage – und du?

Was vom Bordmenü übrig bleibt – das kannst du gegen den Abfallwahnsinn im Flugzeug tun

Shaqiri ist der «dickste» Feldspieler – und 9 weitere spannende Grafiken zur Fussball-WM

Die ausgefallensten Hotelzimmer der Schweiz

Als muslimische Piraten Europäer zu Sklaven machten 

33 unfassbar miese Hotels, die so richtig den Vogel abgeschossen haben

Unerträgliche Regelschmerzen: Melanies Kampf gegen Endometriose

Diese Frau stellt absurde Promi-Fotos nach – 17 Lektionen, die wir von ihr lernen

Alle Artikel anzeigen

Hol dir die App!

Yanik Freudiger, 23.2.2017
Die App ist vom Auftreten und vom Inhalt her die innovativste auf dem Markt. Sehr erfrischend und absolut top.
Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
7
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
7Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Graustufe Rot 06.04.2018 12:44
    Highlight Bis diese "Ausgebürgerten" sich bis zum Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte emporrekuriert haben, sind sie längst an Altersschwäche gestorben.
    52 3 Melden
  • axantas 06.04.2018 12:42
    Highlight Sehr gut. Wenn dafür rechtliche Mittel zur Verfügung stehen, dann muss man das sofort und umfassend machen.

    Die unerträglich doppelbödige, scheinheilige Haltung dieser Subjekte ist sowieso absolut unerträglich. Man profitiert von einem Land und lehnt es gleichzeitig in seinen elementarsten Grundwerten ab.

    ...wenn sich der eine oder andere Fall von selbst erledigt, ist das auch nicht schlecht. Sie haben dann ja ihr Ziel erreicht und kriegen ihre Jungfrauen übergestülpt. Sorry für den Sarkasmus, aber ich bin hier inzwischen absolut empathielos.
    102 2 Melden
  • Ron Collins 06.04.2018 12:36
    Highlight Und was ist da falsch dran?
    43 5 Melden

Selbstjustiz mit Baseballschläger und Pistole: «Diese Kreatur hat mein Leben zerstört»

Er wollte ihm eine Abreibung verpassen. Ihn quälen. Aber nicht töten. Dass sein Opfer überlebte, ist allerdings alleine dem Zufall zu verdanken.

«Es geht mir nicht gut», sagte Stefan (alle Namen geändert) gestern vor Bezirksgericht Muri. «Also eigentlich geht es mir todverschissen.» Er könne nicht schlafen, traue sich in der Nacht nicht aufs WC und lasse in seinem Haus rund um die Uhr das Licht brennen. «Diese Kreatur hat mein Leben zerstört», sagte Stefan. «Ich hoffe, dass er heute direkt in die Kiste geht.» Während Stefan die Fragen von Gerichtspräsidentin Simone Baumgartner beantwortet, sitzt Miro in einem anderen Zimmer. …

Artikel lesen