Schweiz
TV

«No-Billag»-Initiative ist für neuen SRG-Präsidenten ein «No-Go»

«No-Billag»-Initiative ist für neuen SRG-Präsidenten ein «No-Go»

07.05.2017, 15:3707.05.2017, 15:57
ARCHIVBILD ZUR BILANZ VON JEAN-MICHEL CINA NACH 12 JAHREN IN DER WALLISER REGIERUNG, AM MONTAG, 24. APRIL 2017 -Jean-Michel Cina, Conseiller d'Etat valaisan, parle lors d'une conference de p ...
Jean-Michel Cina.Bild: KEYSTONE

Der neue SRG-Präsident Jean-Michel Cina hat sich am Wochenende kritisch zur No-Billag-Initiative geäussert. «No-Billag» heisse «No SRG» und sei deshalb ein «No-Go», sagte er an der Generalversammlung der SRG Bern Freiburg Wallis vom Freitag in Bern.

Das Medienunternehmen SRG mit seinen Leistungen sei auf kommerzieller Basis nicht zu betreiben, sagte Cina gemäss Mitteilung vom Sonntag weiter. Die No-Billag-Initiaive verlangt die Abschaffung der Radio- und Fernsehgebühren. Sie wird unter anderem von Vertretern der Jungen SVP und der Jungfreisinnigen unterstützt.

Die Initiative sei im Zusammenhang mit dem allgemeinen Wandel und Umbruch der Medienlandschaft zu sehen, sagte Cina, der die SRG SSR seit Anfang Mai präsidiert. Nicht nur die SRG, sondern alle Medien seien unter Druck. Die Strukturen, der Werbemarkt, aber auch die Mediennutzung veränderten sich. Neue Wettbewerber wie YouTube, Netflix, Facebook, Twitter, Amazon und andere wälzten die Marktbedingungen um und kontrollierten den Zugang zu Millionen oder gar Milliarden von Mediennutzern.

Auch Léander Jaggi, Präsident der SRG Bern Freiburg Wallis verwies in seiner Rede auf die angelaufene medienpolitische Diskussion zum Service public. Ziel sei es, nach dem Mitgliederzuwachs im vergangenen Jahr weiter zu wachsen und damit die Position und den Einsatz zugunsten des Medienunternehmens SRG zu stärken. Das sei dringend nötig, weil sich über der SRG Gewitterwolken zusammenbrauten. (sda)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet, um die Zahlung abzuschliessen.)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.
Das könnte dich auch noch interessieren:
Du hast uns was zu sagen?
Hast du einen relevanten Input oder hast du einen Fehler entdeckt? Du kannst uns dein Anliegen gerne via Formular übermitteln.
6 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Die beliebtesten Kommentare
avatar
M@R
07.05.2017 18:18registriert Juni 2014
Bye bye SRG
00
Melden
Zum Kommentar
6
Sogar der Bundesrat warnt vor der russischen Gefahr: So gefährlich ist das Jahr 2028
Die Warnungen sind unüberhörbar: Ab 2028 ist Europa besonders verletzlich gegenüber einem Angriff Russlands über die Ukraine hinaus. Das gilt auch für die Schweiz. Beim Bund sieht man zwar die Gefahren. Darauf vorbereitet ist er aber noch lange nicht.
Kaja Kallas sagte den Satz fast beiläufig: «Viele unserer nationalen Geheimdienste geben uns die Information, dass Russland in drei bis fünf Jahren die Verteidigungsbereitschaft der Europäischen Union testen könnte.» Die EU-Aussenbeauftragte erklärte das in einer Rede im Januar 2025. Von da weg gerechnet drei Jahre, heisst: im 2028.
Zur Story