Schweiz
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Suche nach vermisstem Tengelmann-Chef wird abgebrochen

Sechs Tage wurde in der Umgebung von Zermatt VS nach dem verschwundenen Tengelmann-Chef gesucht. Mittlerweile geht die Familie nicht mehr davon aus, dass Karl-Erivan Haub noch lebend gefunden werden kann. Die Suche wurde am Freitag abgebrochen.

13.04.18, 20:56


Nach Tagen «in den extremklimatischen Bedingungen eines Gletschergebietes» bestehe keine Überlebenswahrscheinlichkeit mehr, teilte Tengelmann am Freitag im Namen der Familie mit. Daher werde die Überlebendensuche nun auf eine Bergungssuche umgestellt.

«Dieses Unglück ist sowohl für die Familie Haub als auch das gesamte Familienunternehmen eine furchtbare und für alle unfassbare Tragödie», sagte Tengelmann-Sprecherin Sieglinde Schuchardt der Nachrichtenagentur DPA.

Seit Samstag vermisst

Nach dem vermissten 58-Jährigen war am Freitag wie schon an den Tagen zuvor auf der Schweizer und der italienischen Seite des Berggebiets gesucht worden. Ende Nachmittag wurde die Suche dann abgebrochen, wie ein Mediensprecher der Walliser Kantonspolizei auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA sagte.

Das abgesuchte Gebiet umfasste 240 Quadratkilometer Fläche, bedeckt von Schnee oder von Gletschern. Über den Ort, wo sich Karl-Erivan Haub befinden könnte, gab es nach Angaben der Polizei am Freitag keine neuen Anhaltspunkte. Am Donnerstag hatte wegen starken Windes nicht gesucht werden können.

Haub wird seit Samstag in den Bergen oberhalb von Zermatt vermisst. Zum letzten Mal gesehen worden war er am Samstagmorgen beim Verlassen der Bergstation Klein Matterhorn. Der 58-Jährige begab sich alleine auf eine Skitour.

Er wollte sich nach Angaben seiner Familie auf das Skitourenrennen Patrouille des Glaciers (PDG) vorbereiten und akklimatisieren. Nachdem er nicht wie verabredet in ein Hotel zurückgekehrt war, schlug seine Familie Alarm und stellte unbegrenzte Geldmittel für die Suche zur Verfügung.

Dutzende Rettungskräfte

Vor allem wegen des Wetters gestaltete sich die Suche schwierig. Zeitweise waren sechzig Rettungskräfte und auch Helikopter im Einsatz. In der Region gibt es Tausende Gletscherspalten, teils Hunderte Meter tief. Die Einsatzkräfte seilten sich in die bekanntesten Spalten ab und leuchteten sie aus.

Zum von Haub geleiteten Familienimperium gehören unter anderem Deutschlands grösster Textil-Discounter Kik und die Baumarktkette Obi. Die Tengelmann-Erben gehören Berichten zufolge zu den weltweit hundert reichsten Familien. Laut Schätzungen von 2014 beträgt das Familienvermögen 3.5 Milliarden Euro. (sda/dpa)

Die Schneemassen fegen über alles hinweg:

Video: srf/SDA SRF

Das könnte dich auch interessieren:

Wir haben kürzlich dieses BMW-Plakat gesehen – und hatten da ein paar Fragen

Das essen wir alles in einem Jahr

Mehr als nur Sex zwischen Bäumen: Wie dieser Wald im Aargau zum «Schwulewäldli» wurde

Sex, Lügen und Politik: Der Fall Kavanaugh erinnert an die Hetze gegen Anita Hill

Trump Jr. postet dieses Fake-Bild – und wird vom Moderator komplett demontiert

Instagram vs. Realität – wie es hinter den perfekten Fotos wirklich aussieht

Genital-Check bei jungen Flüchtlingen: Jetzt intervenieren Fachleute und Politik

iOS 12 ist hier – das sind 13 nützliche Tipps für iPhone-User

«NACHBARN AUFGEPASST» – Wie eine Touristin in Deutschland zur Einbrecherin erklärt wurde

Diese 19 Comics zeigen, wie sich Depressionen und Angst anfühlen

Autistin flüchtet aus Angst vor SBB-Ticket-Kontrolle – und wird hammerhart bestraft

Das passiert, wenn Manchester-Fans beim FC Basel nach Champions-League-Tickets fragen 😂

Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Daily Newsletter

0
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Frau an Bushaltestelle in Zürich mit Druckluftwaffe angeschossen

Eine 45-jährige Frau wartete am Donnerstag gegen 16.20 Uhr an der Bushaltestelle Farbhof an der Zürcher Badenerstrasse auf den Bus Nr. 35.

Plötzlich spürte sie starke Schmerzen beim rechten Ohr und begann zu bluten, wie die Stadtpolizei Zürich mitteilt. Die Frau suchte einen Arzt auf. Dieser stellte fest, dass sie von einem Projektil getroffen worden war. Wie sich später herausstellte, handelte es sich dabei um das Projektil einer Druckluftwaffe.

Die Umstände der Tat sind unklar. Die …

Artikel lesen