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Temperaturen bis zu 30 Grad und Stürme – das Mai-Wetter wird tatsächlich aussergewöhnlich

Temperaturen von bis zu dreissig Grad, begleitet von kräftigen Hitzegewittern: Der Sommer kommt dieses Jahr ungewöhnlich früh in die Schweiz. Ein Blick in die Statistik zeigt, dass Hitzetage im Mai extrem selten vorkommen – und die Sommertage stetig zunehmen.
16.05.2022, 18:15

Und wieder durften wir am Wochenende warmes, teilweise gar heisses Wetter erleben. Der Sommerbeginn fiel damit perfekt auf die Eröffnungstage vieler Badis in der Schweiz. Am Sonntagabend gab es dann allerdings eine kräftige Abkühlung – in Form von Gewittern.

Und diese fielen nicht zu gering aus: Wie der Wetterdienst «MeteoNews» twitterte, schlugen in der Schweiz alleine vor Mitternacht über 12'000 Blitze ein – die meisten davon in den Kantonen Bern, St.Gallen und Schwyz. Begleitet wurden sie von grossen Niederschlagsmengen, vor allem in den Alpen. Lokal kam es auch zu Hagel.

Hitzetag: 30 Grad in Visp

Bereits unter der Woche wurde es in der Schweiz warm, ein Hitzetag (also Temperaturen von 30 Grad und darüber) wurde allerdings noch nicht verzeichnet. Das änderte sich am Sonntag: In Visp erreichten die Temperaturen just 30 Grad. Platz zwei der Temperatur-Hitliste belegte Sitten, ebenfalls im Wallis, mit 28,4 Grad.

Hält in diesem Jahr bis jetzt den Temperaturrekord in der Schweiz: Visp im Wallis. (Archivbild)
Hält in diesem Jahr bis jetzt den Temperaturrekord in der Schweiz: Visp im Wallis. (Archivbild)Bild: keystone

Diese Temperaturen zeigen: Die Eisheiligen machen offenbar Pause dieses Jahr. Statt des gefürchteten Temperatursturzes mit teilweise verbreitetem Frost gab es zwischen dem 12. und dem 15. Mai Sommertage (also Temperaturen von 25 Grad und darüber). Und während der Kalten Sophie, am Sonntag, wurde es gar noch heisser. Allerdings zeigen die Statistiken, dass die Eisheiligen mehr Mythos als Realität sind: Wie «SRF Meteo» berichtete, liegt die Wahrscheinlichkeit für Frost in diesen Tagen bei lediglich 20 bis 30 Prozent.

Sommertage im Mai werden immer häufiger

Doch sind solche Temperaturen im Mai eigentlich normal? Ein Blick in die Statistik sagt uns: nein! Insbesondere die 30 Grad in Visp waren bemerkenswert. Seit Messbeginn 1959 gab es dort noch nie so früh in einem Jahr den ersten Hitzetag. Laut «MeteoNews» war der 23. Mai 2009 der früheste Hitzetag in Visp.

Während Hitzetage im Mai also wirklich selten sind, kommen hingegen Sommertage schon öfter vor. Dabei gibt es allerdings einen klaren Trend hin zu mehr Sommertagen früher im Jahr: Wie «MeteoNews» zeigt, gab es bisher in der Schweiz im Mai durchschnittlich rund einen bis drei Sommertage nördlich der Alpen. Schaut man sich allerdings nur die neuste Klimareferenzperiode von 1991 bis 2020 an, so sind im Mai für Bern 2,9, für Zürich-Kloten durchschnittlich 4,5 Sommertage die Normalität, in Basel gar 5,3 Sommertage.

Weiterhin sommerliche Aussichten

Im Norden gab es in diesem Jahr in den grösseren Städten bereits jetzt mindestens zwei Hitzetage. Ein Blick auf die Wetterprognosen zeigt: Im Minimum vier weitere werden hinzukommen. Es erwartet uns nämlich eine sehr sommerliche Woche mit überdurchschnittlichen Temperaturen.

Während am Montag die Schauerneigung noch hoch ist, kommen im Verlauf der Woche trockene Luftmassen in die Schweiz. Am Freitag wird es wieder heissen: Ab in die Badi oder sonst an ein kühles Gewässer! Denn die Temperaturen werden dann die 30-Grad-Marke knacken. (lak)

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47 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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Lord Bertie
16.05.2022 20:38registriert August 2020
Fahrt doch noch ein paar Runden mit euren SUVs.
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Nasi
16.05.2022 20:18registriert April 2015
Es macht mich einfach nur traurig :( Das wird mit Sicherheit der heisseste Mai seit Messbeginn....
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Lowend
16.05.2022 21:02registriert Februar 2014
Ich warte schon auf die rechte Phalanx, die wortreich und meist recht faktenfrei erklären wird, dass diese Häufungen von Extremwetterereignissen nichts, aber auch gar nichts mit unserem verschwenderischen Umgang mit fossilen Brennstoffen zu tun hat, sondern mit Sonnenflecken, natürlichen Klimaschwankungen oder der Neigung ihrer Flacherde erklärt werden kann.
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