Schweiz
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Michael Hermann of the research center Sotomo, in Zurich, Switzerland, on June 3, 2015. (KEYSTONE/Christian Beutler)

Michael Hermann von der Forschungsstelle Sotomo, am 3. Juni, in Zuerich. (KEYSTONE/Christian Beutler)

Michael Hermann, Gründer und Geschäftsführer von Sotomo übernimmt künftig die Vorwahl-Umfragen.  Bild: KEYSTONE

Longchamp verliert Wahlbarometer-Auftrag der SRG – Hermann übernimmt

Die SRG vergibt den Auftrag für die Trendumfragen vor Wahlen neu an die Firma Sotomo des Politologen Michael Hermann. Dieser hat gerade einen Grossauftrag der Tamedia verloren. 



Claude Longchamps GfS verliert einen Prestige-Auftrag der SRG. Für die Legislaturperiode 2016 bis 2019 betraut die SRG zwei Forschungsinstitute damit, Trendumfragen und Hochrechnungen bei Wahlen und Abstimmungen durchzuführen. Für Trendumfragen vor Wahlen, das sogenannte Wahlbarometer, geht die SRG mit Sotomo Zürich eine neue Kooperation ein. Für Trendumfragen vor Abstimmungen und Hochrechnungen am Abstimmungssonntag wird die etablierte Zusammenarbeit mit GfS Bern fortgesetzt.  

Die SRG begründet den Wechsel von Longchamp zu Hermann bei den Wahlbarometern damit, dass seine Online-Umfragen für die Stimmungserhebung vor Wahlen geeigneter sei. «Bei Wahlen benötigt die befragte Person keine Erläuterungen», schreibt die SRG in einer Mitteilung. Auch könne mit einer Onlinebefragung eine grosse Zahl an Personen einfach erreicht werden. 

Verschiedene Methoden für Abstimmungen und Wahlen 

Für die Trendumfragen vor Abstimmungen eigne sich die vom GfS praktizierte Methode der Telefonumfrage besser, da die Befragten über «wenig Vorwissen zu den Abstimmungsvorlagen verfügen», weshalb Befrager sicherstellen müssen, dass die Fragen richtig verstanden werden. 

Michael Hermanns Sotomo hat bis vor kurzem auch im Auftrag des Zürcher Grossverlages Tamedia Onlinebefragungen vor Wahlen und Abstimmungen durchgeführt. Kolportierterweise war dem Verleger die Kommentierung der Ergebnisse aber zu links, weswegen diese jemand anders übernehmen sollte. Weil für Hermann Analyse und Einordnung der erhobenen Daten zusammengehören, hat er den Auftrag ganz verloren und zwar an die beiden Politologen Lucas Leemann und Fabio Wasserfallen.  (thi)

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    Alle Leser-Kommentare
  • christian_denzler 12.05.2016 19:37
    Highlight Highlight Da sehen wir mal, wie rechts die Medien sind, wenn Hermanns Interpretationen zu links sein sollen. Wobei heute «sachlich» oft mit «links» gleichgesetzt wird.
  • dracului 12.05.2016 15:48
    Highlight Highlight Longchamps GfS hat einen grossen Einfluss erhalten über die letzten Jahre. Ich begrüsse es, wenn das SRF hier auch mal andere Firmen berücksichtigt.
  • rabatt13 12.05.2016 14:09
    Highlight Highlight Eine kleine Frage: Was heisst kolportierterweise in diesem Satz? Dass die Info , dass seine Ergebnisse zu links seien, falsch ist?
    • peeti 12.05.2016 14:55
      Highlight Highlight Nein, dass die Info ungesichert ist (aber aufgrund der Einmischung von Verleger Supino in die redaktionelle Freiheit wohl zutreffen könnte).
    • dickmo 12.05.2016 15:15
      Highlight Highlight Nicht seine Ergebnisse. Seine Interpretation seiner Ergebnisse.
    • rabatt13 12.05.2016 23:04
      Highlight Highlight Alles klar, danke für die Antworten :)
  • amore 12.05.2016 12:44
    Highlight Highlight Solche Umfragen sind überflüssig. Schade um das Geld. Vor einer Wahl/Abstimmung müssen Argumente ausgetauscht werden. Es braucht dazu nur ein Resultat: das am Wahl-/Abstimmungssonntag. Mehr Geduld bitte.
    • bebby 12.05.2016 14:31
      Highlight Highlight Umfragen geben den Kampagnenleitern einen Hinweis darauf, wieviel und welche Mittel noch aufgewendet werden müssen, um das Ziel zu erreichen, denn Wahlen/Abstimmungen werden mit Emotionen gewonnen und nicht mit Argumenten.
    • Linus Luchs 12.05.2016 15:23
      Highlight Highlight bebby, dann sollen die Kampagnenleiter ihre eigenen Umfragen veranlassen. Die Kampagnen-Evaluation ist wohl nicht eine Kernaufgabe der Medien.

      Tatsächlich, Emotionen bestimmen je länger, je mehr die Wahl- und Abstimmungsresultate. Man nennt das auch Populismus. Darin steckt die grösste Gefahr der direkten Demokratie. Und deshalb wäre es so sehr zu wünschen, dass wirklich freie Medien mit Argumenten dagegenhalten, in die Tiefe gehen, hinter die Fassaden schauen, Lügen aufdecken und Blender entlarven. Medien sind für die Wahrheit da, nicht für Ziele von Kampagnenleitern!
  • Stachanowist 12.05.2016 12:33
    Highlight Highlight Kann man nicht die Muotathaler Wetterschmöcker für diese Aufgabe anstellen?
  • Linus Luchs 12.05.2016 12:22
    Highlight Highlight Diesen Umfragen wird viel zu viel Bedeutung beigemessen. Wir brauchen inhaltliche Debatten, keine Wasserstandsmeldungen. Die Medien sollen sich darum bemühen, Zusammenhänge aufzudecken, insbesondere zu machtpolitischen Fragen. Wie kommt es, dass Tausende Schweizer Firmen und reiche Privatpersonen Milliardenbeträge dem Fiskus entziehen können, während die Staatskasse mit Einsparungen unter anderem bei der Forschung, Bildung und im sozialen Bereich saniert werden soll? Wie steht es in der Schweiz mit dem Verhältnis zwischen Geld und Demokratie? Das wären die dringend nötigen Medieninhalte!
  • Herbert Anneler 12.05.2016 12:18
    Highlight Highlight Bin nicht Longchamp-Fan und Tapetenwechsel ist gut, aber die Methode von Leemann/Wasserfallen ist im Moment die am wenigsten erhärtete. Auch wenn sie ähnliche Resultate wie andere gebracht hat - es ist reiner Zufall dort, wo er gerade nicht spielen sollte. Bei traditionelleren Methoden ist z.B. abschätzbar, wie viele davon in die Hosen gehen, bei Leemann/Wasserfallen nicht. Flug durch den Nebel. Wenig erfreulich für die schweizerische Politologie!
    • dickmo 12.05.2016 13:06
      Highlight Highlight Leemann/Wasserfallen machen ja auch die gewichteten Online-Umfragen für Tamedia. Die haben mit der SRG nichts zu tun.
    • Zerpheros {aka Comtesse du Zerph} 12.05.2016 17:56
      Highlight Highlight Vielleicht sollte man wetten lassen, welche Abstimmung durchkommt und welche nicht? So könnte man auf jeden Fall die soziale Erwünschtheit, die bei Telefonumfragen ein Problem ist, rausrechnen...
  • whatwhaaaat 12.05.2016 12:06
    Highlight Highlight Gratulation an Sotomo. Michael Herrmann wirkt sehr kompetent - ich hatte schon einige sehr gute Vorlesungen bei ihm an der Uni.
  • Rolf Meyer 12.05.2016 11:13
    Highlight Highlight Sorry, aber interessiert das jetzt wirklich jemand, mit wem SRF für Trendumfragen und Hochrechnungen zusammenarbeitet? Verstehe nicht, warum darüber geschrieben wird.
    • tösstaler 12.05.2016 11:28
      Highlight Highlight vorallem, da diese 'Sachverständigen' eh immer irgendwelchen halbseidigen Kaffeesatz-Lesern nicht unähnlich sind
    • kurt3 12.05.2016 11:29
      Highlight Highlight Dich hat es scheinbar interressiert , sonst hättest Du Dir nicht die Mühe genommen , einen Kommentar abzugeben .
    • Amboss 12.05.2016 11:41
      Highlight Highlight @Distace: Gebe dir recht. Es ist eine öffentliche Beschaffung, wie sie tagtäglich zu hunderten ausgeführt ist.
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