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Schweiz
Wirtschaft

Kahlschlag trotz Gewinnsprung: Swisscom streicht 500 weitere Stellen

Kahlschlag trotz Gewinnsprung: Swisscom streicht 500 weitere Stellen

08.02.2017, 08:3308.02.2017, 12:14

Die Swisscom will bis Ende Jahr in der Schweiz weitere 500 Arbeitsplätze abbauen und nicht nur 300 Stellen streichen, wie wir heute Morgen berichteten. Schon 2016 hat das Telekomunternehmen im Inland 600 Stellen gestrichen. Die Gewerkschaft Transfair übt Kritik.

Die Swisscom streiche dabei Stellen in denjenigen Bereichen, in denen die Mengen sich rückläufig entwickeln, sagte Swisscom-Chef Urs Schaeppi an der Bilanzmedienkonferenz am Mittwoch in Zürich. Eine Angabe, welche Bereiche das sein werden, machte Schaeppi jedoch nicht. «Das kann sich im Laufe des Jahres ändern.»

Die Swisscom hatte als Folge eines Sparprogramms bereits 2016 die Zahl der Stellen in der Schweiz um 600 auf 18'400 gesenkt. Ende Jahr sollen es dann noch 17'900 sein. Wie viele Stellen die Swisscom insgesamt aufgrund des Sparprogramms streichen will, gibt das Unternehmen nicht an.

Kritik von der Gewerkschaft

Nach einem Gewinnknick vor einem Jahr kündigte die Swisscom an, bis 2020 die jährlichen Kosten um 300 Millionen Franken gegenüber 2015 zu senken. 2016 hat die Swisscom Einsparungen von 50 Millionen Franken erzielt. 2017 sollen die Kosten um weitere 75 Millionen Franken sinken.

Die Gewerkschaft Transfair bedauert die weitere Umstrukturierung. Obwohl das Unternehmen hervorragende Resultate erwirtschafte, setze es seine Rationalisierungspolitik weiter fort, heisst es in einer Mitteilung vom Mittwoch. Konkret fordert die Gewerkschaft, dass die Swisscom in Aus- und Weiterbildung der Angestellten investiert, um ihnen eine Zukunftsperspektive zu eröffnen. (whr/sda)

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23 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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saukaibli
08.02.2017 10:05registriert Februar 2014
Naja, das muss man verstehen. Irgendwie müssen ja die ganzen Umstrukturierungen im Unternehmen finanziert werden. Die geschätzten 3687 Projektleiter bei Swisscom müssen doch auch bezahlt werden. Ganz zu schweige von den geschätzten 6154 Managern. Da müssen halt die Angestellten bluten, den grössten Teil des Supports wurde ja schon lange outgesourced. Das ist praktisch, so ist man flexibler und muss nicht swisscom-übliche Löhne und Sozialleistungen zahlen.
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Yolo
08.02.2017 10:44registriert Mai 2015
Das sind jetzt solche privilegierten Firmen, welche weniger Steuern bezahlen sollen und Arbeitsplätze generieren?
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ciaociao
08.02.2017 09:32registriert November 2016
Sehr schwach..
Swisscom hat nicht einmal mehr das beste Netz und trotzdem noch extrem überteuerte Preise verglichen mit den Mitbewerbern.
Und dennoch "müssen" Stellen gestrichen werden?

Schon mal was von Operations Management gehört? Wer Stellen streicht und/oder ins Ausland verlagert hat nur die Herausforderung nicht angenommen. Es ist problemlos möglich mit der richtigen Organisation und Struktur, inland zu bleiben und Leute weiterzubeschäftigen. Dafür muss man aber vielleicht mal die Krawatte ablegen und selber Hand anlegen.
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