Schweiz
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90 Prozent der Schweizer pendeln – über die Hälfte von ihnen mit dem Auto



2016 waren 9 von 10 Erwerbstätigen in der Schweiz Pendlerinnen bzw. Pendler, also Personen, die zum Aufsuchen des Arbeitsplatzes ihr Wohngebäude verlassen. Dies entspricht rund 3,9 Millionen Menschen.

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Hiervon arbeiteten 71% ausserhalb ihrer Wohngemeinde – deutlich mehr als noch im Jahr 1990 (59%). Entsprechend durchziehen heute weitaus grössere Pendlerströme das Schweizer Mittelland und die Alpentäler als noch vor wenigen Jahrzehnten.

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Der Kantonsvergleich zeigt, dass Basel-Stadt und Zug gemessen an ihrer Grösse am meisten Pendlerinnen und Pendler aus anderen Kantonen anziehen.

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Etwas mehr als die Hälfte der Pendelnden (52%) benutzte 2016 als Hauptverkehrsmittel für den Arbeitsweg das Auto. 30% begaben sich mit dem öffentlichen Verkehr zur Arbeit, 15% zu Fuss oder mit dem Velo. Durchschnittlich legten die Arbeitspendlerinnen und -pendler pro Arbeitsweg (ein Hinweg) 14,8 km zurück und benötigten dafür 30 Minuten. (aeg)

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57Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Schneider Alex 28.08.2018 06:07
    Highlight Highlight Um lange Pendlerwege in die Grossagglomerationen zu verhindern, gibt es noch andere Mittel als die Erhöhung der Verkehrskapazitäten und die weitere bauliche Verdichtung in den bereits dicht überbauten Grossagglomerationen. Zuerst muss die Zuwanderung zurückgefahren werden. Daneben muss die Arbeitsplatzentwicklung an den Hotspots der Grossagglomerationen durch eine entspr. Zonenpolitik eingeschränkt werden. Viele Arbeitsplätze können an die Peripherie verlagert werden, um damit unter anderem die weniger genutzte Gegenlast-Richtung der Pendlerverkehrswege besser ausnützen zu können.
  • Silly_Carpet 27.08.2018 13:48
    Highlight Highlight Heisst das 10% der Erwerbstätigen arbeiten im home office?
  • AnDerWand 27.08.2018 12:22
    Highlight Highlight Ich erschrecke immer wieder, wie viele Menschen alleine im Auto sitzen zum pendeln. Wenn man nur schon die Autos besser füllen könnte, mit 2 Personen, hätte es schon um einiges weniger Autos auf der Strasse. Es müssen klar mehe Anreize vob Bund, Kanton aber auch Arbeitgeber geschaffen werden. Die Unterhaltskosten für die Strassen würden sichee sinken.

    Nur bleibt die Frage, ob der Verkehr um die gewonnen Autos durch bessere Auslastung nicht automatisch wieder ausgefüllt würde. z.B. einige ÖV-Benutzer das Auto nehmen würden, da weniger Verkehr
    • Donald 27.08.2018 14:37
      Highlight Highlight So viel zur Theorie. Es fragt sich einfach, ob die zweite Person auch gerne dabei sein will, wenn ich mein Kind abhole und bringe, ins Training gehe, in den Supermarkt gehe, mal wieder etwas länger arbeite, weil Projekte schief laufen oder ähnliches.
  • Klaus0770 27.08.2018 12:05
    Highlight Highlight Man sollte unterscheiden zwischen Pendler die einen stationären Arbeitsort haben und Pendler die zusätzlich noch im Aussendienst arbeiten! Mich würde das Verhältnis sehr interessieren!
  • Posersalami 27.08.2018 12:02
    Highlight Highlight Man sollte halt endlich mal aufhören, das Pendeln zu subventionieren. Weg mit dem Abzug!

    Arbeitgeber würde ich dagegen hoch besteuern, wenn die Arbeitnehmer pendeln müssen. Dann gäbe es in schwachen Kantonen wie SZ oder FR vielleicht auch mal wieder ein paar Arbeitsplätze. Die Firmen sollen gefälligst dahin, wo die Leute wohnen, wenn sie schon unwillig sind, Wohnraum zur Verfügung zu stellen (war mal das normalste der Welt..).
    • p4trick 27.08.2018 12:42
      Highlight Highlight Gehts noch? Ich Pendle mit Ebike 65km und 1h 45min pro Tag und will das nicht missen. Pendeln hilft mir abzuschalten. Ich würde niemals in Zürich wohnen wollen und arbeite da wo der Job halt ist..
    • who cares? 27.08.2018 13:59
      Highlight Highlight Für mich ist in Zürich wohnen, nicht einfach nur teurer als ÖV, ich könnte es mir mit meinem Praktikumslohn schlicht nicht leisten. Wo ich herkomme, gibt es keine Jobs auf dem Gebiet. So pendle ich halt 1h30min pro Weg 3h pro Tag.
      Anstatt pendeln zu verteuern, muss bezahlbarer Wohnraum geschaffen werden.
    • andrew1 27.08.2018 14:27
      Highlight Highlight Ja genau die höher besteuern welche pendeln MÜSSEN. als ingenieur im elektro-energiebereich gibt es nun mal nicht so viele stellen wie z.b als detailhandelsangestellter. Zudem sollte man nicht noch die arbeitenden bestrafen. Schon heute bei den 6700 fr maximalabzug fehlen bei mir etwa 3000, was zu ca. 1000 fr mehrsteuern führt jährlich. Da habe ich mir auch schon überlegt ob es nicht schlauer ist nur noch 80% zu arbeiten und deutlich weniger steuern zu zahlen da man schon extrem schnell in der progression ist. Wenn dann nichts mehr fürs pendeln abgezohen werden kann steht mein entscheid fest.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Lienat 27.08.2018 11:29
    Highlight Highlight Ich musste zum Glück noch nie eine regionale Arbeitsvermittlung (RAV) besuchen. Aber scheinbar wird dort ein Arbeitsweg von 2 Stunden (pro Weg, nicht pro Tag!) als zumutbar erachtet. Das ist für die Reduktion der Pendlerströme ungefähr so wenig förderlich, wie dass das Pendeln als Arbeitskosten von den Steuern abgesetzt werden kann.
    • Aglaya 27.08.2018 13:26
      Highlight Highlight Es ist nicht das RAV, das diese Regeln aufstellt, sondern das Arbeitslosenversicherungsgesetz (genauer gesagt, Art. 16 Abs. 2 lit. f AVIG)
    • Lienat 27.08.2018 14:17
      Highlight Highlight @Aglaya: Besten Dank für die Präzisierung und Quellenangabe. Dass das Ganze per Bundesgesetz verordnet ist, macht die Sache aber auch nicht besser.
  • Frausowieso 27.08.2018 11:01
    Highlight Highlight Ein Grund für das Problem ist sicherlich, dass sie alle Firmen in den Ballungsräumen ansiedeln wollen. Eine Firmenadresse in Zürich hört sich halt besser an, als eine in Hinteroberkuhkaff. Hier wäre es an der Politik, gegezusteuern. Es sollte wieder attraktiver sein, sich ländlicher niederzulassen.
    Der ÖV ist auch nicht überall gut ausgebaut. Bei mir fährt pro Stunde ein Bus an den BHF und ich müsste dort 20 Minuten auf den Anschlusszug warten. Fahre ich mit dem Auto zur Arbeit habe ich ca 35 Minuten. Da fällt die Entscheidung leicht.
    • dan2016 27.08.2018 12:16
      Highlight Highlight nun, es ist einfach eine Illusion, dass in einer spezialisierten Arbeitswelt eine Dezentralisierung der Arbeitsplätze die Pendelwege distanzieren würden. Wenn die Novartis ihre Forschung inns Binntal verlagern würde, würden vermutlich viel mehr Leute nicht nach Binn ziehen als heute nicht nach Basel gezogen sind. Die Arbeitsplätze sind nicht (nur) wegen der coolen Adresse in Zürich, sondern weil die Wegekosten insgesamt minimiert werden können.
    • Klaus0770 27.08.2018 12:24
      Highlight Highlight Ich bin froh lassen sich Unternehmen in Ballungsräumen nieder! Wie würden sonst unsere Dörfer aussehen wenn überall noch ein Gewerbegebiet entstehen würde! Die Zersiedelung wäre immens!
    • Frausowieso 27.08.2018 12:25
      Highlight Highlight Der Standort von Novartis ist historisch gewachsen und alles andere als günstig. Die grossen Pharmafirmen haben nicht um sonst Standorte ausserhalb von Basel eröffnet.

      Städte sind als Wohnraum attraktiver für ausländische Arbeitnehmer. Du hast Recht, dass man wahrscheinlich lieber in eine Stadt, als aufs Land zieht.

  • derEchteElch 27.08.2018 10:57
    Highlight Highlight „9 v. 10 sind Pendler, also jene Personen, die zum Aufsuchen des Arbeitsplatzes ihr Wohngebäude verlassen..“

    😱 NEIN ERNSTHAFT? 😱 Ernsthaft Watson? 😮

    9 von 10 Arbeiten also nicht dort, wo sie Wohnen? DAS ist eure neue Definition von Pendeln? Wirklich?

    Wer ist für diese weltbewegende und unerwartete Erkenntnis verantwortlich? Und wer hat das getippt? Ich möchte gerne demjenigen einen Kuchen spenden.

    Ich dachte bisher, zum Pendeln muss man die Wohnortgemeinde verlassen und nicht nur die eigenen vier Wände.
  • schrat 27.08.2018 10:34
    Highlight Highlight Komische Definition von pendeln
  • Ökonometriker 27.08.2018 10:29
    Highlight Highlight Wenn 90 Prozent der Erwerbstätigen nicht pendeln müssten und die 2*30min stattdessen arbeiten könnten, würde rund 10 Prozent mehr geleistet. Das entspräche über 60 Mia. Franken im Jahr.
    Daher sollte die Pendelzeit so gut wie möglich reduziert werden.
    • sephiran 27.08.2018 11:31
      Highlight Highlight Pendeln wird nicht zur arbeitszeit gerechnet, ergo würde genau gleich viel geleistet (8h). was ist denn das für eine logik? wir arbeiten schon mehr als genug.
    • p4trick 27.08.2018 12:45
      Highlight Highlight Wenn alle 25h pro Tag arbeiten würden, 24+1 weil über Mittag gearbeitet wird :-)
      Wieviel Geld wärens dann?
    • Ökonometriker 27.08.2018 13:10
      Highlight Highlight @sephiran: das bedeutet ja nicht, dass man mehr arbeiten müsste - sondern dass man könnte. Sonst wäre die Zeit gewonnene Freizeit, was ebenfalls eine Erhöhung des volkswirtschaftlichen Gesamtnutzen im Wert von 60 Mia. entsprechen würde.
  • John Carter 27.08.2018 10:24
    Highlight Highlight Man stelle sich vor, die andere Hälfte würde auch die ÖV benutzen. Das System würde glatt zusammenbrechen.
    • aglio e olio 27.08.2018 10:46
      Highlight Highlight Man stelle sich vor, die andere Hälfte würde auch mit dem Auto fahren...
      Sinnvoller Input?
    • Hackphresse 27.08.2018 11:05
      Highlight Highlight Man stelle sich vor die andere Hälfte würde aufs Auto wechseln. Wir hätten freie Fahrt auf den Strassen. 🤣
    • Schne 27.08.2018 11:13
      Highlight Highlight Man stelle sich vor, die andere Hälfte würde auch das Auto benutzen. Das System würde glatt zusammenbrechen.
      Umgekehrt wäre das in Zentren kein Problem. Es bräuchte einfach mehr Bussse/Fernbusse, da das Schienennetz ausgelastet ist. Würde die Strassen aber massiv entlasten und Leute die wirklich beruflich auf das Auto angewiesen sind, kämen auch wirklich vorwärts.
      Nur in sehr abgelegenen Gemeinden mit wenigen Einwohnern ist das Auto effizienter.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Olmabrotwurst vs. Schüblig 27.08.2018 10:24
    Highlight Highlight Für die Chauffeure keine freude wenn sie im Stau stecken... für Zug Pendler das gleiche wenn sie in einem Vollgestopften Zug stecken. Was kann man dagegen tun?
    • Klaus0770 27.08.2018 11:56
      Highlight Highlight Zum Beispiel 6h Arbeitstage mit gestaffelten Arbeitsbeginn und Arbeitsende!
  • DieWeltIstBlau 27.08.2018 10:12
    Highlight Highlight Pendler sind Arbeitnehmer, bei deren Arbeitsweg zwischen Wohnung und Arbeitsort die Grenze der Wohngemeinde überschritten werden muss.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Pendler
    • Lambda 27.08.2018 10:44
      Highlight Highlight Das trifft aber nicht auf die Definition des Bundesamts für Statistik zu. Der Arbeitsplatz kann nur wenige Meter vom Wohnort entfernt sein und doch in einer anderen Gemeinde liegen. Andererseits kann man innerhalb der Grenzen einer Stadt auch ohne Probleme 30 Minuten unterwegs sein und die Infrastruktur nützen. Daher macht es aus meiner Sicht schon Sinn nicht nur die "interkommunalen" Pendler zu erfassen. Die werden aber in der Zu- und Weg-Pendel-Statistik auch separat ausgewiesen 71% der Pendler - also rund 64% aller Arbeitnehmer.
  • Donald 27.08.2018 10:11
    Highlight Highlight Man ist ein Pendler, sobald man sein Wohngebäde verlässt!? Ist ein Bauer, der auf das Feld muss, auch ein Pendler?
    • Klaus0770 27.08.2018 11:59
      Highlight Highlight Nein, das ist ein Aussendienst! Nur wenn der Bauernhof und der Wohnort in zwei verschiedenen Gemeinden liegt!
    • kettcar #lina4weindoch 27.08.2018 13:45
      Highlight Highlight Nur, wenn er zur Bestimmung von Wasseradern auf denn feld ein Pendel benutzt.
    • bebby 28.08.2018 20:20
      Highlight Highlight Kettcar einfach köstlich!!!
      Zeigt auf wie unsinnig diese Definition in der kleinräumigen Schweiz ist. Alleine die Strecke Basel-Zürich gilt wohl im Ausland als Nahverkehr.
  • DerSimu 27.08.2018 10:03
    Highlight Highlight Naja, logisch fährt die Hälfte Auto, wenn die SBB immer teurer wird. Umweltfreundlich Reisen wird in der Schweiz bestraft. Eigentlich sollte man doch mit der Benzinsteuer auch den öffentlichen Verkehr subventionieren.
    • Oban 27.08.2018 10:31
      Highlight Highlight Nein die fahren Auto weil sie nicht rechnen können und bequem sind.
      Die Bahn ist für was sie bietet im Vergleich zum Auto massiv günstiger, halt mit dem Nachteil das die meisten nicht direkt vor der. Haustüre ankommen und im Büro pünktlich gehen müssen.
    • aglio e olio 27.08.2018 10:51
      Highlight Highlight Ich kenne Leute, die würden nicht mal ÖV benutzen wenn er gratis wäre. Ist uncool oder " Ich fahre Auto, also bin ich".
      Schwer nachzuvollziehen. Zumindest aus meiner Sicht.
    • chrisdea 27.08.2018 10:54
      Highlight Highlight Fahrtzeit ÖV ab Haustür: im allerbesten Fall 59min, inkl. 3x umsteigen und 15min laufen. + Hund kostet jedes mal.
      Fahrtzeit mit dem Auto: 17-20min. Hund fährt ohne Zuschlag mit.

      Ich bleibe beim Auto...
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