Schweiz
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ARCHIVE - ZUR MELDUNG DES BUNDESRATS UEBER DEN VERZICHT AUF LOCKERUNG DER KRIEGSMATERIALVERORDNUNG AM 31. OKTOBER 2018 - Ein Arbeiter bei Werterhaltungsarbeiten am Geschuetzrohr eines Leopard-Panzers in den Produktionshallen der RUAG. Die RUAG rechnet mit einem massiven Stellenabbau bei einem Ja des Schweizer Stimmvolks zur GSoA-Initiative fuer ein Verbot von Kriegsmaterial-Exporten. (KEYSTONE/EQ IMAGES/Moritz Hager)

Die Rüstungsbeschaffung in der Schweiz wird von einigen Misserfolgen geplagt. Bild: EQ IMAGES

Diese 7 Fälle zeigen, was bei der Rüstungsbeschaffung in der Schweiz alles schief läuft

Gripen, Bodluv, Duro: Eigentlich sind das Namen für Militärgüter. In der Schweiz jedoch haben sie in den letzten Jahren eine ganz neue Bedeutung erhalten. Denn die Bestellung der Güter hat immer wieder Probleme mit sich gebracht.



Bei grösseren Beschaffungen der Schweizer Armee treten öfters Probleme auf. In den letzten Jahren haben sich die Fälle trotz Reformen im Beschaffungswesen gehäuft. Dabei sind die Projekte aus ganz unterschiedlichen Gründen gescheitert. Hier ein Überblick in 7 konkreten Fällen:

Die Kompensationsgeschäfte

Aktuell werden in der Schweizer Politik gerade die sogenannten Kompensationsgeschäfte diskutiert. Die Armee will in den nächsten zehn Jahren Kampfflugzeuge und ein Luftabwehrsystem für insgesamt 8 Milliarden Franken im Ausland beschaffen.

Passend zur Debatte hat nun die Schweizerische Gesellschaft für Technik und Armee eine Studie veröffentlicht, die in diesen Gegengeschäften grosse Chancen für die Schweizer Wirtschaft sieht.

Das Brisante ist dabei der Autor der Studie, wie der «Tages-Anzeiger» am Mittwoch schreibt. Professor Thomas Friedli ist selbst seit fünf Jahren beim Rüstungskonzern Ruag angestellt. Sollten die Gegengeschäfte zustande kommen, dürfte die Ruag am meisten davon profitieren.

Doch was sind solche Gegengeschäfte genau? Diese Offset-Deals sollen geschlossen werden, um die Schweizer Wirtschaft anzukurbeln. Das heisst konkret: Die Lieferanten für Flugzeuge und Luftabwehrsystem müssen sich einverstanden erklären, ebenfalls für 8 Milliarden Franken in der Schweiz einzukaufen.

Das Problem dabei ist, dass die Forderung nach Kompensationsgeschäften den Preis der von der Schweiz eingekauften Güter in die Höhe treibt. Der Präsident des Flugzeugbauers Pilatus, Oskar Schwenk, geht im «SonntagsBlick» von einem Zuschlag von bis zu 20 Prozent aus.

Die «Werterhaltung» der Duros

Ähnlich lief es bei der Entscheidung von 2015 darüber, ob der Truppentransporter Duro der Schweizer Armee ausgemustert oder nochmals aufgerüstet werden sollte. Praktischerweise erstellte die Mowag eine Studie dazu. Diese kam zum Schluss, dass eine «Werterhaltung» sehr viel günstiger käme als eine Neuanschaffung. 

ARCHIV --- ZUR DISKUSSION IM PARLAMENT UEBER DEN DURO STELLEN WIR IHNEN FOLGENDES BILD ZUR VERFUEGUNG --- Ein Bucher Duro leicht Lastwagen der Schweizer Armee, aufgenommen in Hinwil, am 17. Juli 2014. (KEYSTONE/Gaetan Bally) *** NO SALES, NO ARCHIVES ***

Ist jedem Militärdienstleistenden bekannt: der Duro. Bild: KEYSTONE

Also kamen die 2'200 Duros nochmals in den Genuss einer Kompletterneuerung. 558 Millionen Schweizer Franken flossen in das Projekt, das schlussendlich von der Mowag gleich selbst ausgeführt wurde. Damit beliefen sich die Kosten pro Fahrzeug auf über 250'000 Franken. Bei der Anschaffung vor über 20 Jahren kosteten die Duros nur 140'000 Franken das Stück.

«Der Beobachter» schrieb dazu, dass es sich bei der «Werterhaltung» der Duros eigentlich «um gut kaschierte» und teurere Neuanschaffungen handelte. Denn die Fahrzeuge behielten nur ihr Chassis, alles andere wurde ausgewechselt. 

Das Gripen-Urteil

Der Gripen ist in der Geschichte der Schweizer Armeeanschaffungen der letzten Jahre das wohl prominenteste Beispiel. Im November 2011 beschloss der Bundesrat, dass der Gripen die richtige Wahl sei, um die alten F-5 Tiger der Luftwaffe zu ersetzen. 

Den Gripen E/F gab es zu diesem Zeitpunkt aber erst auf dem Reissbrett. Bei späteren Tests fiel das Kampfflugzeug durch. Trotzdem hielt der damalige Vorsteher des VBS, Ueli Maurer, am schwedischen Flieger fest. 

ZUM VORSCHLAG DER KUERZUNG DER ARMEEGELDER DES BUNDESRATS STELLEN WIR IHNEN FOLGENDES ARCHIVBILD ZUR VERFUEGUNG --- Nach dem Nein zum Gripen will der Bundesrat die Armeegelder für die Jahre 2014 bis 2016 um 800 Millionen Franken kuerzen. Das Geld soll anderen Departementen zur Verfuegung stehen. Fuer den Kauf des Gripen waren bereits im laufenden Jahr und in den kommenden Jahren Gelder reserviert. Es sei nicht moeglich, die geplanten Mittel kurzfristig vollumfaenglich anderweitig einzusetzen, schreibt das Verteidigungsdepartement (VBS). --- Bundesrat Ueli Maurer wirbt fuer ein Ja zum Gripen bei der naechsten Volksabstimmung am Dienstag, 11. Februar 2014, in Bern. Die Abstimmung ueber das Gripen-Fonds-Gesetz findet am 18. Mai 2014 statt. (KEYSTONE/Lukas Lehmann)

Ueli Maurer und der Gripen: Der Absturz erfolgte am 18. Mai 2014. Bild: KEYSTONE

Anstatt den Gripen als kostengünstige Variante zu verkaufen, hoben die Verantwortlichen stets die technischen Vorteile hervor. Währenddessen gaben mehrere Experten in den Medien immer vernichtendere Urteile über das Flugzeug des schwedischen Herstellers Saab ab.

Schliesslich kam es am 18. Mai 2014 zur Volksabstimmung. Die Armee kassierte eine Niederlage an der Urne. Politexperten waren sich einig: Mitverantwortlich war Ueli Maurers undurchsichtige Kommunikation.

Weiter drohte kurz vor der Abstimmung ein gemachter Deal mit Schweden über Pilatusflugzeuge plötzlich zu platzen. Steckte hier ein geheimes Gegengeschäft dahinter? Ob diese Vermutung stimmt oder nicht, die Schlagzeile liess einen Teil des Stimmvolkes an der Seriosität des Gripen-Deals zweifeln.

Die Sache mit den Mörsern

12-cm Mörser 16

Ein 12-cm-Mörsersystem (senkrechtes Rohr) auf einem gepanzerten Fahrzeug. bild: zvg

Ungereimtheiten entstanden auch bei der Beschaffung von neuen Mörsern und dafür geeigneten Fahrzeugen für die Armee. Der Auftrag für insgesamt 404 Millionen Franken ging 2016 an die Mowag für die Fahrzeuge und an die Ruag für die Mörser.

Dabei hätte der Mörser der Ruag gar nicht die Voraussetzungen der Schweizer Armee erfüllt, wie «der Beobachter» schreibt. Vielmehr wurden diese später so angepasst, dass der Auftrag nur noch an die Ruag gehen konnte.

Weiter wurden damals weder der Mörser noch die Fahrzeuge getestet. Vielmehr hiess es, dass das System «nach Aussagen des Herstellers» die Anforderungen erfüllen würde. Konkret wusste dies aber in der Arme zum Zeitpunkt des Kaufs niemand mit absoluter Sicherheit.

Das Luftabwehrsystem für einen Teil der Schweiz

ARCHIVBILD ZUR HEUTIGEN PRESSEKONFERENZ UEBER DIE SISTIERUNG DES BODLUV-BESCHAFFUNGSPROJEKTES, AM FREITAG, 27. JANUAR 2017 - The rapier with the four surface-to-air missiles stands on a hill, and nearby, there is also its radar and the missile control, pictured on site of the anti-aircraft division of the Swiss Armed Forces on July 11, 2013, in Schwyz, Switzerland. The anti-aircraft division is part of the Swiss Air Force and uses three defense systems, of which the rapier (surface-to-air missile) is one. (KEYSTONE/Gaetan Bally)

Die Rapier-Feuereinheit mit den vier Boden-Luft-Raketen steht auf einem Huegel parat, in der Naehe sind auch noch der Radar und die Steuerung der Raketen, aufgenommen bei der Fliegerabwehr der Schweizer Armee am 11. Juli 2013 in Schwyz. Die Fliegerabwehr gehoert zur Schweizer Luftwaffe und benutzt drei Abwehrsysteme, von denen eines der Rapier (Boden-Luft-Rakete) ist. (KEYSTONE/Gaetan Bally)

Die Rapier-Feuereinheit mit vier Boden-Luft-Raketen sollte durch das neue Bodluf-System ersetzt werden. Bild: KEYSTONE

Nicht nur die Flugzeuge, auch die Flugabwehr bereitet der Schweizer Armee Kopfzerbrechen. Eigentlich war für 2020 bereits ein neues System geplant: Bodluv. Auch dieses ist aber schliesslich an «Indiskretionen» gescheitert, wie ein Bericht der Eidgenössischen Finanzkontrolle festhielt. 

Das Projekt war 2016 sistiert worden, weil in den Medien Berichte kursierten, die das System als zu unzuverlässig und um ein Vielfaches teurer als veranschlagt einschätzten. Die Wunden aus der Gripen-Affäre waren dem neuen Verteidigungsminister Guy Parmelin noch zu frisch und er kippte das Projekt kurzerhand.

Der Bericht der Finanzkontrolle entlastete das System und Bundesrat Parmelin schliesslich. Das Rüstungsprojekt hätte den Weisungen entsprochen und sei keinesfalls unbrauchbar gewesen. Das Vertrauen in die eigene Beschaffungspolitik muss im Militär aber derart tief sein, dass Parmelin nur noch die Reissleine ziehen konnte. 

Die Drohne, die nicht bestellt wurde

Eine Drohne des Typs Hermes 900 startet am Montag, 8. Oktober 2012, auf der Airbase Emmen zu einem Testflug. Die Hermes 900 kommt als Nachfolgerin der bei der Schweizer Luftwaffe im Dienst stehenden Aufklaerungsdrohne ADS 95 in Frage. (KEYSTONE/Sigi Tischler)

Eine Hermes 900, wie sie vom Parlament genehmigt wurde. Bild: KEYSTONE

2015 beantragte das VBS beim Parlament einen Kredit von 250 Millionen Franken für ein Drohnenaufklärungssystem. Dem Parlament wurde dafür das Standardmodel Hermes 900 der israelischen Firma Elbit Systems vorgelegt. Sechs dieser Drohnen wollte das VBS kaufen.

Nach dem Parlamentsentscheid wurde der Auftrag aber noch einmal geändert. Anstatt der herkömmlichen Hermes wurde eine dieselbetriebene Version bestellt. Dadurch änderte sich nicht nur das Aussehen, sondern auch die komplette Technik der Drohne, schrieb «der Beobachter» in seinem Bericht.

Das Parlament wurde nicht über diese Anpassungen informiert und erhielt eine Drohne, die es streng genommen nicht bewilligt hat. Nicht einmal die Sicherheitspolitische Kommission wusste laut dem Magazin Bescheid über die Änderungen.

Weil die Drohne nun noch weitere technische Mängel aufwies, wurde die ganze Beschaffung um 15 Millionen Franken teurer als veranschlagt. Die Drohnen befinden sich zur Zeit noch in einer Testphase, sie sollen 2021 in Betrieb genommen werden.

Schrauben für 32 Franken das Stück

Ruestungschef Felix Wittlin spricht bei der Uebergabe der Panzer Leopard 87 an die Truppe, aufgenommen im Juli 1987 auf dem Waffenplatz in Thun. (KEYSTONE/Str)

Damaliger Rüstungschef Felix Wittlin präsentiert den Leopard-Panzer 1987. Bild: KEYSTONE

Pannen in der Beschaffung von Kriegsmaterial beschränken sich in der Schweiz aber keinesfalls auf die letzten zwei Jahrzehnte. In den 80er-Jahren wollte der Bundesrat für 4.5 Milliarden Franken 420 Leopard-Panzer aus Deutschland anschaffen. Eine Gruppe rund um den verstorbenen Uhrenunternehmer Nicolas Hayek deckte bei der Abrechnung Ungereimtheiten auf.

So sollte die Schweiz für einige Schrauben bis zu 32 Franken pro Stück bezahlen. Andere Teile waren plötzlich zehn Mal teurer als wenige Jahre zuvor. Kurzum: Die Schweiz wurde über den Tisch gezogen. Schliesslich bestellte die Schweiz nur 380 Panzer für 3,4 Milliarden Franken.

Ob Inkompetenz oder Vetterli-Wirtschaft zur völlig überrissenen Rechnung geführt haben, ist bis heute nicht endgültig geklärt. Der bürgerliche Hayek sprach aber bereits damals von einem «Filz» in der Rüstungsbeschaffung.

Vermehrte Nachttrainings in der Armee

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Video: srf/SDA SRF

Die geheime Einkaufsliste des Militärs

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    Alle Leser-Kommentare
  • MrXanyde 09.02.2019 08:47
    Highlight Highlight Gopf...@watson: Bitte lasst Zukünftig das Detail, dass bei den Duros z. B. die Ersatzteile ebenfalls inbegriffen sind im Preis sind, nicht mehr aus! So sieht der Preis ein wenig anders aus;)
  • R00N3Y 08.02.2019 09:47
    Highlight Highlight Die Schweiz, die Armee, die Waffen.
    Wenn wir es nicht können sollten wir es dann nicht besser lassen?
  • Mr. Spock 07.02.2019 17:59
    Highlight Highlight Alle sind entrüstet nur die Industrie nicht, die freuts.
  • Stormrider 07.02.2019 17:29
    Highlight Highlight Der gute Oski Schwenk ist zwar meist ein guter Unternehmer, aber hier liegt er falsch. Die vertraglichen Strafzahlungen bei Nichterfüllung von offset Verpflichtungen liegen in allen Verträgen wesentlich tiefer als 20%. Wenn also der offset wirklich 20% Zusatzkosten verursachen würde, würden alle Hersteller lieber die Strafzahlung leisten. Machen sie aber nicht. Weil es eben nicht teurer ist sondern im Gegenteil, neue, bessere, billigere Lieferanten gefunden werden. Ich vermute mal der Oski hat in Indien nicht so gut verhandelt und hatte einen schlechten Tag als er die 20% in der Raum stellte.
  • wolge 07.02.2019 15:36
    Highlight Highlight Rigoros durchgreifen. Das Kader ausmisten und an die Spitze keinen Militärler sondern ein Unternehmer stellen
    • _kokolorix 07.02.2019 19:05
      Highlight Highlight Also Viola Amherd ist meines Wissens kein 'Militärler'.
      Maurer und Parmelin vermutlich schon...
      Ob das Attribut 'Unternehmer' wirklich eine saubere Abwicklung garantiert darf getrost bezweifelt werden. An jedem Korruptionsskandal sind Unternehmer beteiligt...
    • wolge 08.02.2019 06:10
      Highlight Highlight @_kokolorix: Unternehmer oder Manager? Ein grosser Unterschied...
    • _kokolorix 08.02.2019 20:55
      Highlight Highlight Ich würde mal behaupten, sowohl als auch. Das Mehr an Eigenverantwortung welches der Unternehmer trägt, führt nicht automatisch dazu, dass er weniger korrupt ist. Die Patrons alter Schule, welche ihre Angestellten als weiteren Teil ihrer Familie ansahen, sind im Rüstungsgeschäft wohl eher nicht mehr vertreten
  • Urs Kesselring 07.02.2019 14:14
    Highlight Highlight Und witzig ist, das wir hier etwas lesen,dass der Beobachter auch schon geschrieben hat. Etwas detaillierter als Watson, aber eigentlich das gleiche und nichts neues. Alter kaffe nochmal aufgebrüht. Bitte Watson, haben wir nichts was aktuell wäre.

    https://www.beobachter.ch/politik/schweizer-armee-wie-die-armee-diskret-milliarden-verpulvert

    Wie wärs mit; Brauchen wir wirklich keine Armee? Auch wenn sich West und Ost plötzlich wieder gegenseitig in die Vorgärten spuckt?
    • Stormrider 07.02.2019 16:52
      Highlight Highlight Abschreiben ist einfacher als recherchieren und denken. Mache ich auch, wenn ich am Abend vorher zuviel getrunken habe...
    • Momos 08.02.2019 06:40
      Highlight Highlight Aufmerksame Leser stellen fest, dass der Beobachter immer wieder zitiert wurde. Was ist also euer Problem?
    • Urs Kesselring 08.02.2019 11:46
      Highlight Highlight @ momos, kein Problem, ausser vielleicht das es ein Bericht von 2017 ist. Also kalter Kaffee.
  • Schreimschrum 07.02.2019 14:08
    Highlight Highlight Dieselbetriebe Drohnen? Von grüner Kriegsführung hat das VBS auch noch nie gehört...
    • 7immi 07.02.2019 15:42
      Highlight Highlight @schreibschrum
      Die Alternative ist AVGAS 100LL, also leichtverbleites Benzin... Aber netter Versuch.
    • Bowell 07.02.2019 16:02
      Highlight Highlight Ja, finde auch, dass die ökologischen Aspekte beim Drohnenkauf prioritär behandelt werden sollten. Mindestens Hybrid und kompostierbar.
    • sherpa_tensing 08.02.2019 00:24
      Highlight Highlight Gebe Bowell recht, bei all den Kampfjets die in den letzten Jahren versenkt wurden, wäre eigentlich eine komplett kompostierbare Luftwaffe vonnöten.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Etap 07.02.2019 13:55
    Highlight Highlight Verteitigungsauftrag auschreiben

    Die Armee leistet sich bezüglich Auschreibungen ganz nach dem Motto Pleiten, Pech und Pannen keinen guten Dienst. Es stellt sich langsam die Frage der Glaubwürdigkeit und Rückhalt in der Bevölkerung. Auschreibungen (Schuhe, Sackmesser, Trompeten, Duro, etc.) werden mitlerweile fast ausschliesslich an ausländische Unternehmen vergeben.
    Konsequent weitergedacht müsste eigentlich gemäss den Beschaffungsstrategen beim Bund auch die Landesverteidigung mach WTO ausgeschrieben werden, sicher würden das China, Rumänien oder weitere Länder das gerne machen.
    • _kokolorix 07.02.2019 19:12
      Highlight Highlight Das Problem ist ja gerade, dass sich der Bundesrat beharrlich weigert den Verteidigungsauftrag zu definieren. Aus dieser Unsicherheit ensteht das gigantische Chaos im VBS. Dort tut jeder was er für gut und wichtig, und manchmal auch persönlich am einträglichsten, findet.
      Für einen Verein der sich seiner Führungsstärke rühmt ganz schön beschämend
    • Stormrider 08.02.2019 14:46
      Highlight Highlight Die internationalen Ausschreibungen kommen ja nicht von den "Beschaffungsstrategen beim Bund" sondern sind durch die WTO Verträge welche die Schweiz unterschrieben hat vorgegeben. Und logischerweise sind wie bei anderen Artikeln des täglichen Gebrauchs die ausländischen Anbieter billiger. Mit unserem Lohnniveau in der Schweiz kann man nur noch im Bereich high-tech und mit Spezialitäten international konkurrenzfähig sein. Sicher nicht mit Schuhen und Leibchen.
  • Blitzer, achtung! 07.02.2019 13:31
    Highlight Highlight Was mich vor allem stört, dass wir nicht auch Migs 3, kaufen könnten. Bin nicht Putinianer. Aber die Maschinen sind nicht schlechter als die Amerikaner Flieger. Vor allem: Die Amerikaner hätten ja eh die Software per Fernsteuerung im Griff. Müsste man halt Putin fragen, ob er seine Spionage Software ausbauen würde. Blitzer, was meint ihr zu einem ex -linken Flugzeug?
    • Stormrider 07.02.2019 16:57
      Highlight Highlight Das ist so falsch. Die Russischen Maschinen sind zwar im Flugverhalten nicht schlecht, aber die Elektronik ist veraltet und die Unterhaltskosten sind astronomisch. Das kann sich Russland zwar eigentlich auch nicht leisten, aber die geben auch zwischen 4% und 5% vom BIP für Verteidigung aus, nicht knapp 1% wie wir.
  • Raphael Conca 07.02.2019 12:36
    Highlight Highlight Das Militär gehört abgeschafft!

    Wie es Costa Rica bereits in den 50ger gemacht hat!

    https://de.wikipedia.org/wiki/Costa_Rica

    Diese Milliarden lieber in die Sicherung der AHV und zur Finanzierung der Unternehmenssteuer investieren!
    Und für Bildung und Forschung.
    Und wieso nicht in Subventionen für erneuerbare Energie.


    Meine Meinung.
    • Herr Noergler 07.02.2019 13:36
      Highlight Highlight Ja, Costa Rica hat seit 1949 keine eigene Armee mehr. Dafür wird das Land seit dieser Zeit von US-Truppen "beschützt", die dort nach der Armeeabschaffung stationiert wurden.
    • Eine_win_ig 07.02.2019 13:54
      Highlight Highlight Als neutrales Land ist die Schweiz verpflichtet, sowohl Grenzraum wie auch Luftraum zu sichern (Haager bzw. Chicago Abkommen).

      Ihre Variante würde also bedeuten, dass die Schweiz ihre Neutralität aufgibt.

      Wem treten wir also bei? EU oder NATO Beitritt? Bin mir sicher, dass beide gerne 2% unseres BIP haben würden (ca. 13 Mrd. gegenüber den heutigen 5 Mrd.).

    • DerewigeSchweizer 07.02.2019 14:13
      Highlight Highlight @Eine_win_ig
      Sie kommen immer wieder mit dieser eindimensionalen Argumentation.

      Dann will ich Ihnen auf Ihrer Ebene antworten und hoffe, dass es dann auch ankommt ...

      Haager Abkommen - Grenzraum sichern:
      1 Abteilung "Bundesgrenzschutz".
      VERTRAG ERFÜLLT.

      Chicagoer Abkommen - Luftraum sichern:
      Diese Aufgabe an unsere Nachbarländer,
      die dies bereits bis zur Landesgrenze plus ausserhalb der Bürozeiten sogar in der Schweiz (geht also) realisieren
      auslagern.
      VERTRAG ERFÜLLT.

      Der Punkt ist, dass in 2019 eine Artillerikanone in CH KEINE Landesverteidigung darstellt.
      ... Cyberabwehr schon.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Stormrider 07.02.2019 11:44
    Highlight Highlight Die Studie vom HSG Professor ist noch nicht veröffentlicht, also kann weder dieser Journalist noch der vom Tagi sie gelesen haben. Aber man kann sich ja trotzdem schon mal darüber auslassen und ein wenig Armee-bashing machen. Das ist wesentlich einfacher als sich mit dem Thema Kompensation wirklich auseinanderzusetzen. Nach ihrer Leseweise sind wahrscheinlich alle Militärbeschaffungen in allen Ländern dumm, weil die alle Kompensationsgeschäfte verlangen. Das ist doch eher unwahrscheinlich.
    • dan2016 08.02.2019 07:43
      Highlight Highlight tja, es ist ja auch völlig einleuchtend, dass Saab, wenn die 8 Milliarden für Flugzeuge bekommen, wieder 8 Milliarden für Einkäufe in der Schweiz verwenden können (und dies bei allen Rüstungsgeschäften)… oder, zumindest einen anderen Unternehmer davon überzeugen können, statt in Finnland Saunas in der Schweiz Uhren zu bestellen. Geht völlig auf.....
  • P. Silie 07.02.2019 11:31
    Highlight Highlight Drecks-Rapier System.. musste mich da all die Jahre selber mit abquälen. Während die Briten eine fix-montierte Version hatten durften wir den Stellungsauf- und Abbau an den windigsten und ungemütlichsten Lagen üben. Ich hoffe da kommt mal was neues, modernes.
    • HerrLich 07.02.2019 11:59
      Highlight Highlight da kann ich auch ein Liedchen davon singen. Drecks-Rapier! Was haben wir Kabel geschleppt um festzustellen, dass das Ding mal wieder nicht funktioniert.
    • Brett-vorm-Kopf 07.02.2019 12:58
      Highlight Highlight Pfff. Rapier aufstellen... schon mal was von TAFLIR bzw. mobiles Radar gehört? Fahrender Zirkuskonvoi, bei dem man 6 verschiedene Container und Kastenwagen verkabeln und mit Schiffsdieselgeneratoren antreiben muss? Da brauchst nen Tag für Stellungsbezug und Funktionsherstellung... moderne Systeme fahren mit Radar und Technik auf deinem Lastwagen und Stromgenerator als Anhänger.
    • Stormrider 08.02.2019 14:55
      Highlight Highlight Ja, das alte Rapier ist wirklich eines der völlig veralteten Systeme in unserer Armee. Aber wenn man das Armeebudget über 25 Jahre immer wieder runterfährt, muss man sich nicht wundern, dass man am Schluss wie wir heute ein Museum hat.
  • 7immi 07.02.2019 10:41
    Highlight Highlight Zur Hermes 900:
    Bei der Beschaffung der normalen Version wäre ein mit AVGAS 100LL betriebener Motor verwendet worden. Dafür hätte man ein eigenes Pflichtlager für diesen sauteuren Treibstoff errichten müssen. Da Hermes auch eine Version mit Diesel (JetA1)-Motor anbot, entschied man sich für diesen Antrieb, da man die Infrastruktur wegen den anderen Flugzeugen bereits hat. Elbit merkte dann, dass der Dieselantrieb schwerer ist und sich so der Schwerpunkt verändert. So musste man die Drohne aufwändig umbauen. Dies war aber das Problem des Herstellers, da dieser das Produkt so anbot.
    • HadesZurigo 07.02.2019 11:53
      Highlight Highlight Danke. Schön dass jemand der Stimmungsmache mit Fachwissen entgegen tritt!
    • DerewigeSchweizer 07.02.2019 13:28
      Highlight Highlight Pro-Armee = Fachwissen.
      Armeekritisch = Stimmungsmache.

      So denken Leute, die längst den Boden sachlicher objektiver Argumente verlassen haben,
      und stattdessen das Thema CH-Armee wie eine Glaubensfrage, Religion, behandeln.

      Die nennt man fanatisch.
      Aber der wahre Hintergrund ist ganz profan:
      Das Militärbudget und sich genüsslich tun daran.
    • 7immi 07.02.2019 15:28
      Highlight Highlight @schweizAbschaffen
      Es gibt Leute die sehen etwas, was für sie auf den ersten Blick keinen Sinn ergibt. Automatisch ist für solche Leute klar: Die sind dumm und können nichts. Andere wiederum denken sich: Weshalb ist das so, was sind die Hintergründe? Und merken dann, dass sich die Leute doch etwas überlegt haben, dass es auch Einflüsse gibt, die sie nicht kennen. Zweiteres ist etwas anstrengender und aufwändiger. Dann merkt man zum Teil auch, dass die eigene Ideologie nicht die alleinig richtige ist und dass gewisse sinnlos erscheinende Dinge nicht ganz so sinnlos sind.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Thom Mulder 07.02.2019 10:41
    Highlight Highlight Bei Militärausgaben geht es überhaupt nicht um Qualität oder Einsatzfähigkeit des Materials. Die wissen ganz genau dass der Ramsch niemals zum Einsatz kommen wird und es also keine Rolle spielt was da beschafft wird.

    Es geht einzig und allein darum Geschäfte zu machen, und zwar so dass bestimmte Personen möglichst viel davon profitieren können.
    • Stormrider 08.02.2019 17:17
      Highlight Highlight Eine wirklich bestechende Erkenntnis, mit guter Logik und vielen unterstützenden Fakten vorgetragen. Da muss ich Ihnen wohl glauben, dass es so ist und gleich mal schnell das Herzchen anklicken!
  • 7immi 07.02.2019 10:36
    Highlight Highlight DURO: 140000 sind heute inflationsbereinigt gut 180000. Ohne ABS, ESP, Überrollbügel und Sicherheitsgurte im Fahrgastbereich. Neben der Sanierung bleibt nur eine Neubeschaffung eines Unimogs, der einerseits unterlegen ist, zum Anderen aber in der Grundausstattung rund 190000 kostet - ohne Aufbau und Ersatzteilgarantie. Ich finde es schade, dass man in diesem Artikel diesen Fall nicht etwas sauberer aufrollt und keine die Alternativen nicht beleuchtet. Auch wenn man die Armee nicht mag, sollte man dennoch den journalistischen Verpflichtungen nachgehen und etwas Recherche betreiben.
    • Astrogator 07.02.2019 11:55
      Highlight Highlight ABS, ESP, Sicherheitsgurte, Überrollbügel - alles super für zivil genutzte Fahrzeuge.

      Mal Soldaten in Afghanistan oder Irak fragen ob das wichtiger ist als eine Panzerung die im Minimum gegen Infanteriewaffen Schutz bietet.
    • 7immi 07.02.2019 13:16
      Highlight Highlight @astrogator
      Für den geschützten Transport hat man Piranhas und GMTFs. Für den Transport zu Friedenszeiten wäre der Transport in gepanzerten Fahrzeugen unsinnig, da die Fahrzeuge wegen ihrem Gewicht viel verbrauchen. In der Schweiz wurde noch nie ein Militärfahrzeug von einer Mine zerlegt, es haben sich aber schon einige überschlagen. Vor allem der Duro war da sehr anfällig.
      Würde die Armee alle Fahrzeuge panzern würden sich widerum auch wieder alle aufregen und von Träumern sprechen...
    • Eine_win_ig 07.02.2019 13:57
      Highlight Highlight Astorgator: wir wiederholen hier gerne die Kommentare vom letzten Artikel:
      Der DURO ist kein gepanzertes Fz und soll keines sein.
      Dafür gibt es GMTF, Piranha (und der Nachfolger, der kommen wird), sowie Schüpa 2000 für die Pz Gren.

      Wie sinnvoll wäre es, wenn alle Truppentransporter der Armee X Tonnen mehr wiegen (kenne gerade Gewicht eines GMTF nicht) und somit mehr Sprit verbrauchen, teurer im Unterhalt sind, etc.?
    Weitere Antworten anzeigen
  • DerewigeSchweizer 07.02.2019 10:18
    Highlight Highlight Man muss das Ganze halt mal objektiv betrachten:

    Geostrategisch, als neutrales Land im Herzen Europas (Nato), hat die militärische Schweizer Armee keine Relevanz mehr für die Landesverteidigung.

    Der ganze schweizer Armeezirkus und sein Budget sind heute viel mehr eine Art bessere Sozialhilfe.
    Anstatt dass diese Leute aufs Sozialamt müssten, werden teure Industrie- und Verwaltungszweige aufrechterhalten, wo Schweizer einem "Job" nachgehen, sechs bis acht Tausend (oder viel mehr) verdienen, inkl. Pension, und dann im Feierabend beim Bier über Sozialschmarotzer herziehen dürfen.



    • Ziasper 07.02.2019 11:32
      Highlight Highlight Wie soll denn ein NEUTRALES Land die Landesverteidigung regeln, ihrer Meinung nach?
    • HadesZurigo 07.02.2019 11:55
      Highlight Highlight In der Ukraine dachte man auch mal dass es nie wieder Krieg geben würde in Europa....
    • DerewigeSchweizer 07.02.2019 12:10
      Highlight Highlight @ Ziasper
      In 2019?
      Tja... Schutz vor Cyberkrieg zum Beispiel.

      Aber Artillerie, Luftwaffe und Infanterie ... geht nur in Köpfen, die stur in Mitte 20. Jhdt. verharren.
      Damals ... führten die Achsenmächte D, It und Japan Krieg gegen die Alliierten GB, F und USA.
      Damals...

      Heute sind D, F, It und GB keine Feinde mehr, sondern führen eine gemeinsame Sicherheitspolitik. Darüberhinaus bilden diese ehemaligen Kriegsparteien ein gemeinsames Verteidigungsbündnis; nennt sich NATO.

      Ist wie bei uns: Vor 250 Jahren gab's Kriegsfeinde in der Schweiz (Bsp. Luzern - Aargau). Heute sind wir zusammen.
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  • Mätse 07.02.2019 10:13
    Highlight Highlight Kurz gesagt: es geht um viel Steuergelder, gibt wenig Wettbewerb, es sind zu viele Leute ohne Fachwissen involviert und lassen sich beeinflussen (Poltitik, VBS, Armeekader, ...). Die Firmen tun alles, um an die lukatriven Aufträge zu kommen, lassen "Beziehungen spielen" und Mitbewerber werden diskreditiert.
    Nur ein Beispiel: ob alle Expertenberichte und Meinungen "System Xy taugt nichts" jeweils komplett neutral sind, wage ich zu bezweifeln...
  • Dominik Treier (1) 07.02.2019 10:04
    Highlight Highlight Ahhh... Die Armee.... Wenn man Material kauft, dass es nicht braucht und das ausser bei Dreckkriecherübungen nie eingesetzt werden wird, dürfte es ja wohl klar sein, dass niemand nach Qualität, sondern nur nach Vetterliwirtschaftskriterien entscheidet...
    • Schlingel 07.02.2019 10:16
      Highlight Highlight Und du bist wohl einer von denen, die bei einem Felssturz, einer Schlammawine oder ähnlichen Ereignissen, freiwillig und eigenhändig die Situation regelt, die Betroffenen in Sicherheit bringt, Kommunikationswege aufstellt und aufräumen geht, oder?
    • Dominik Treier (1) 07.02.2019 11:03
      Highlight Highlight Das nennt sich Katastrophenhilfe und ist wohl das einzig Sinnovolle in der Armee und könnte auch ohne das Dreckgekrieche weitergeführt werden... Wir reden hier aber vor allem über Waffensysteme die nie benutzt und dann verschrottet werden...
    • Nerthu 07.02.2019 11:06
      Highlight Highlight dazu braucht man panzer, raketen, flugabwehrsysteme, flugzeuge, und und und?
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  • WID 07.02.2019 09:49
    Highlight Highlight Schöner, schockierneder Bericht, leider werden Verbesserungsmöglichektien nicht beleuchtet.
    • Makatitom 07.02.2019 12:05
      Highlight Highlight Es gibt nur eine sinnvolle Verbesserungsmöglichkeit und die heisst: Abschaffen diesen Kasperliverein
    • Stormrider 07.02.2019 16:34
      Highlight Highlight Nun, um Verbesserungen aufzeigen zu können, müsste der Autor zuerst vom Thema etwas verstehen. Nicht fundierte Polemik ist einfach, Fakten recherchieren, umfassend verstehen und dann noch Handlungsalternativen entwickeln eher anspruchsvoll und wahrscheinlich ausserhalb der Fähigkeiten des Autors.
  • Pius C. Bünzli 07.02.2019 09:41
    Highlight Highlight Hauptsache Deteltive auf IV Bezüger ansetzen weil die ja ungerechtfertigt Geöd aus der Staatskasse abkassieren...

    Ich fordere Privatdetektive beim VBS
    • G. 07.02.2019 11:07
      Highlight Highlight Im VBS heissen die Detektive Maulwürfe...
    • WID 07.02.2019 11:10
      Highlight Highlight @Pius C. Bünzli: das eine tun und das andere nicht lassen.
  • Maubro_ 07.02.2019 09:41
    Highlight Highlight Jeder der schon einmal ein Detailetat von der LBA angeschaut hat, wird es nicht verwundern dass es Schrauben für 32 Fr das Stück gibt.
    • Mugendai 07.02.2019 10:47
      Highlight Highlight Das billigste am Rapier war der Gehörschutz-Sticker auf der Aggregatabdeckung für 20 Rappen.
    • Alfadas 07.02.2019 11:01
      Highlight Highlight Fun Fact am Rande: Geld für verlorenes Material (bsp. wenn der Mutz oder das Sackmesser verloren geht - oder eben die 32.- Fr teure Schraube), geht das Geld in die allgemeine Bundeskasse. Gleiches gilt für alle Disziplinarstrafen (Bussen etc).
    • fidget 07.02.2019 11:25
      Highlight Highlight Bei der Übernahmekontrolle unserer Übermittler-Puchs im Zeughaus war ich auch sehr erstaunt über das Detailetat. Das blosse Fahrzeug mit Aufbau war mit 140'000.- veranschlagt. Notabene ein Fahrzeug, das gute 30 Jahre alt ist. Und wer den Puch kennt, der weiss, dass die Innenausstattung nicht mit dem Adjektiv "luxuriös" beschrieben werden kann.
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  • ueilaa 07.02.2019 09:40
    Highlight Highlight Für 250'000 Franken kann man beinahe jeden beliebigen Oldtimer vom Käfer bis zum Ferrari, Porsche usw. besser als neu restaurieren...
    • HadesZurigo 07.02.2019 12:02
      Highlight Highlight @Ueillaa hast du mal nachgeschaut was ein Lastwagen oder ein Traktor heutzutage kosten? Nutzfahrzeuge haben andere Anforderungen als Sportwagen und deshalb auch andere Kosten.
    • ueilaa 07.02.2019 20:50
      Highlight Highlight @Hades Na klar (auch Busse etc.), war ja auch nicht ganz ernst gemeint... Heute ist ja auch mehr Technik drin! Und trotzdem finde ich die Frage berechtigt ob der Preis für eine solche Wiederauffrischung wirklich sachgerecht ist in Bezug auf die Zukunft/künftige Aufgaben der Armee...
    • Stormrider 08.02.2019 15:30
      Highlight Highlight Vielleicht ein Aspekt dazu: Wenn man ein günstigeres Modell ab Stange kaufen würde, müssten wir leider alle 2. und 3. Klass Strassen in den Alpen für ein paar Milliarden neu bauen. Die hat nämlich die Armee nach dem 2.Weltkrieg gebaut und die sind leider nicht breit genug für heutige Fahrzeuge. Deshalb ist der Duro relativ schmal konzipiert, damit er da raufkommt.
  • Nurmalso 07.02.2019 09:40
    Highlight Highlight Und alles für gar nix wenn man es mal richtig rechnet.

    Die Rüstungsindustrie erinnert mich etwas an die Fastfoodindustrie produziert nur Müll und im Ernstfall sättigt es doch nicht.
    • Zauggovia 07.02.2019 09:51
      Highlight Highlight Da würd mich mal die Alternative interessieren?
    • fidget 07.02.2019 11:29
      Highlight Highlight Und es lässt sich schön der Vergleich mit der Versicherung ziehen. Kostet etliche tausend Franken und Ende Jahr muss man sich eingestehen, dass das Geld eigentlich für nix bezahlt wurde. Ich gehe wohl recht in der Annahme, dass du deine Versicherungen dennoch nicht kündigen würdest. Allenfalls anpassen.
    • Astrogator 07.02.2019 12:22
      Highlight Highlight Versicherung? Gegen was versichert uns die Armee? Gegen einen Überfall einer fremden Macht?

      Schon mal Militärdienst geleistet?
  • Zauggovia 07.02.2019 09:39
    Highlight Highlight Dass eine Neuanschaffung der Duros zumindest ähnlich teuer wäre als die Werterhaltung, glaub ich schon. Der Vergleich zum Neupreis des alten Duros, den der Beobachter gross in die Schlagzeilen setzte, hinkt gewaltig, da die Neuausführung viel besser ausgestattet ist und viel höhere Sicherheitsanforderungen erfüllt.
    • Sapperlot! 07.02.2019 09:56
      Highlight Highlight Das stimmt sicher, doch hätte man der Glaubwürdikeit sehr zugetragen, wenn man Neuanschaffung und Werterhaltung vorgelegt hätte. Ich frage mich schon wie viel Filz oder Naivität da vorhanden ist. Ich hoffe dass die Amherd endlich mal was richtet in dem Laden.
    • Padi Engel #Kanngarnix 07.02.2019 10:03
      Highlight Highlight Frage mich auch, ob da die Teuerung über die 20 Jahre mit eingerechnet ist
    • Mezzomix 07.02.2019 10:33
      Highlight Highlight Der Preis ist das eine, die Milizarmee das andere. Mit praktisch jedem gängigen militärischen Transporter (D, F etc) müsste nach SVG eine LKW Prüfung gemacht werden (zu breit / schwer). Dies hat zur Konsequenz, dass der Ausbildungsaufwand überproportional steigt (zivile Vorgaben) und somit der klassische C1 Fahrer als Zweitfunktion nicht mehr realistisch ist. Sprich: Alle C1 Fahrer wären Motorfahrer geworden.
  • inmi 07.02.2019 09:37
    Highlight Highlight Viel würde es ja schon was bringen, wenn sich die Anforderungen während der Beschaffung nicht ändern würden. Das könnte eine externe Stelle (analog EFK) kontrollieren. Dann Transparenz soweit wie möglich. Keine Extrawürste mehr. Kompetente Beschaffer.
  • G. Schmidt 07.02.2019 09:36
    Highlight Highlight Offset-Deals sind staatlich geförderte Korruption!
    • Mezzomix 07.02.2019 10:44
      Highlight Highlight Antwort des Bundesrates zu Offset Geschäften finden sich auf auf die Anfrage 18.1034 des CVP'ler Gerhard Pfister.
    • G. Schmidt 07.02.2019 12:01
      Highlight Highlight @Mezzomix

      Die Anfrage behandelt den Punkt bezüglich der Kritik an Mehrkosten.
      Der springende Punkt ist jedoch, dass durch Offset-Deals "Verbandsstrukturen" bzw. Filz fördern die gemeinsam agieren!

      Ist es bei der RUAG so langweilig, dass Sie jetzt überall kommentieren müssen?
    • Mezzomix 07.02.2019 14:11
      Highlight Highlight Toller Schwenk auf eine passiv-aggressive Ebene :-) Aber grundsätzlich tue ich in meinen Arbeitspausen (egal welcher Arbeitgeber) was ich will.

      Fördert nicht eher eine undurchsichtigere Vergabe die Korruption, als wenn die Gegengeschäfte öffentlich deklariert werden? Oder inwiefern minimiert die Abwesenheit von Offset die Korruption im Vergleich zu anderen Beschaffungen?

      (Auf eine hoffentlich wieder sachliche Diskussion :-))
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  • bebby 07.02.2019 09:33
    Highlight Highlight Wenn Rüstungsgeschäfte denselben Spielregeln unterliegen würden wie die sonstigen Beschaffungen und Gegenschäfte damit verboten würden, da gäbe es diese Probleme nicht. Wir kaufen ja auch keine Notebooks und verlangen dafür, dass China unseren Käse kauft...
    • Mezzomix 07.02.2019 10:37
      Highlight Highlight Liegt hier die Annahme zugrunde, dass der Rüstungsmarkt gleiche Eigenschaften wie der Elektronikmarkt besitzt? Leider geht es halt doch um Sicherheit, Politik etc. Somit kann keine Armee rein ökonomisch vorgehen, da sich der Markt fundamental unterscheidet...
    • Stormrider 07.02.2019 16:49
      Highlight Highlight Gegengeschäfte gibt es bei Weitem nicht nur im Verteidigungsbereich. Versuchen Sie doch mal einen A340 nach Indien ohne Gegengeschäft zu liefern. Oder ein Kraftwerk nach Nigeria. Etc... Etc...

Schweiz stoppt Waffenexporte nach Libanon

Waffenexporte nach Libanon erhalten bis auf weiteres keine Bewilligung mehr. Das beschloss Wirtschaftsminister Guy Parmelin, nachdem von vierzig gelieferten Waffen nur neun noch beim Empfänger gefunden werden konnten.

Geliefert wurden die zehn Sturmgewehre und 30 Maschinenpistolen im März 2018, wie das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) am Donnerstag mitteilte. Das Seco und die Botschaft in Beirut suchten erfolglos nach den restlichen 31 Waffen.

Das Seco beurteilte das Risiko, dass das …

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