Schweiz
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Bauernchef Markus Ritter befürchtet in der Arena nichts weniger als das Ende der Schweizer Bauern. Bild: Screenshot srf

«Dann sind wir tot!» – Bauernchef fürchtet wegen argentinischer Steaks um Existenz

Welche Lebensmittel sollen auf unseren Tellern landen? Darüber haben die «Arena»-Gäste hitzig gestritten. Markus Ritter befürchtet nichts Geringeres als die Ausrottung der Schweizer Bauern, sollte Südamerika künftig zollfrei in die Schweiz liefern dürfen.



Bauer Beat Flubacher ist stolzer Besitzer von hundert Säuen. Doch er hat ein Problem: «Selbst wenn ich ein Schwein gratis in den Schlachthof gebe, ist das Fleisch am Ende teurer als jenes aus dem EU-Raum.» Die Schweizer Metzger verdienten so viel mehr als ihre Kollegen im Ausland, dass sich das zwangsläufig im Preis niederschlage.

Falls Flubacher auf Mitleid hoffte, war er bei Jean-Philippe Kohl vom Industrieverband Swissmem an den Falschen geraten. «Das ist vielleicht ein Anhaltspunkt, zu überlegen, ob Sie etwas anderes machen sollten», riet dieser dem Landwirten. Ein Menschenrecht, eine Schweinezucht zu betreiben, existiere nicht.

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«Der Bundesrat will auf Vorrat die Schweizer Landwirtschaft eliminieren!»

Markus Ritter (CVP), Präsident des Bauernverbands

«Bauern auf die Schlachtbank?», lautete der Titel der gestrigen Sendung. Wer dahinter eine boulevardeske Zuspitzung der SRF-Redaktion vermutete, hatte die Panik in Markus Ritters Augen noch nicht gesehen. «Der Bundesrat will auf Vorrat die Schweizer Landwirtschaft eliminieren!», rief der verzweifelte Bauernpräsident in die Kamera, wobei sich seine knarzige Stimme in immer höhere Tonlagen schraubte.

Der Vergleich mit einem Tier, das auf der Schlachtbank um sein Leben schreit, wäre nicht so weit hergeholt. (Geziemt sich bei einem gewählten Volksvertreter aber möglicherweise nicht.)

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Anlass für die Aufregung im Bauernstand ist das sogenannte Mercosur-Abkommen, über das die Schweiz derzeit mit Argentinien, Brasilien, Paraguay und Uruguay verhandelt. Ein Freihandelsabkommen würde es der Schweiz erlauben, Maschinen, Uhren oder Medikamente günstiger in die südamerikanischen Länder zu exportieren. Bei 260 Millionen Einwohnern ein lukratives Geschäft für die Schweizer Industrie.

Im Gegenzug wollen aber auch Brasilien und Co. ihre Produkte zollfrei in die Schweiz bringen. Im Angebot haben die Agrargrossmächte vor allem Rindfleisch, Geflügel, Zucker und andere landwirtschaftliche Produkte. Die einheimischen Bauern befürchten, dass dadurch die Preise für Schweizer Produkte unter Druck geraten. Der Bundesrat rechne beim Rindfleisch mit Einbussen von 32 Prozent, zitierte Ritter aus einem Bericht. «Da sind wir tot!»

«Es gibt in der Schweiz nicht nur Bauernfamilien, sondern auch Konsumentenfamilien.»

Patrick Dümmler, Avenir Suisse

Für das Freihandelsabkommen weibelten in der «Arena» FDP-Nationalrätin Christa Markwalder sowie Patrick Dümmler von der liberalen Denkfabrik Avenir Suisse. «Es gibt in der Schweiz nicht nur Bauernfamilien, sondern auch Konsumentenfamilien», gab Dümmler zu bedenken. Alleinerziehende seien unter Umständen froh, wenn sie im Supermarkt auch günstigere Produkte aus dem Ausland zur Auswahl hätten.

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Markwalder pries den Welthandel als Weg aus der Armut: In den letzten dreissig Jahren sei über eine Milliarde Menschen der bitteren Not entkommen, weil die Globalisierung ihnen die Chance eröffnet habe, ihre Produkte im Ausland abzusetzen. Am Ende profitierten alle davon, zeigte sich die Bernerin überzeugt. Wenn die hiesigen Bauern innovativ seien und sich nach den Bedürfnissen der Konsumenten ausrichteten, stehe auch ihnen eine rosige Zukunft bevor, lautete der Tenor auf der rechten Studioseite.

Doch nicht nur das Mercosur-Abkommen könnte die Spielregeln für die Schweizer Landwirtschaft grundlegend ändern. Dieses Potenzial haben auch zwei linke Volksinitiativen, über die das Stimmvolk in nicht allzu ferner Zukunft abstimmen wird. Die Fair-Food-Initiative der Grünen sieht vor, dass nur noch Produkte importiert werden dürfen, die punkto Tierschutz, Ökologie und Arbeitsbedingungen hohe Standards erfüllen.

Eine ähnliche Stossrichtung verfolgt die Volksinitiative «Für Ernährungssouveränität», die aus der Feder der Bauerngewerkschaft Uniterre stammt. Sie will, dass sich die Schweizer Bevölkerung «überwiegend» mit einheimischen Lebensmitteln ernähren kann. Zu diesem Zweck sieht sie Zölle auf ausländische Lebensmittel vor – insbesondere, wenn diese nicht nach Schweizer Normen produziert wurden.

«Heute herrscht ein Wettbewerb um den billigsten Preis. Wir aber wollen einen Wettbewerb um Qualität.»

Maja Graf, Nationalrätin Grüne

Sie wolle kein Fleisch aus Massentierhaltung mehr in der Schweiz, und keine Früchte, die von Arbeitern unter miserablen Bedingungen gepflückt wurden, sagte Nationalrätin und Biobäuerin Maya Graf (Grüne). «Heute herrscht ein Wettbewerb um den billigsten Preis. Wir aber wollen einen Wettbewerb um Qualität.»

Wenn das unter schlechten Bedingungen produzierte argentinische Rindssteak günstiger sei als das fair produzierte aus der Schweiz, dann laufe etwas schief, meinte auch Fabian Molina, Ex-Juso-Präsident und Bald-Nationalrat. Für ihn entspricht es dem «gesunden Menschenverstand», dass Produkte «nicht um die ganze Welt gekarrt», sondern primär für die Leute vor Ort produziert werden.

Für ihre Ausführungen handelten sich die beiden den Vorwurf ein, eine «kolonialistische Haltung» zu vertreten. Es gehe nicht an, den Handelspartnern zu diktieren, welches die «richtigen» ökologischen Standards seien, betonten Markwalder und Dümmler. Dies zu entscheiden, liege in der Eigenverantwortung des Konsumenten.

Beim Versuch, diesen Punkt zu verdeutlichen, schoss Dümmler allerdings ein Eigentor: Der aufgeklärte Konsument kaufe schon heute kaum Billig-Eier aus Käfighaltung, sondern vorwiegend Schweizer Freiland-Bio-Eier. «Das ist doch ein wunderbares Beispiel», schloss er triumphierend. Worauf ihn Maya Graf genüsslich darüber aufklärte, dass die Käfighaltung in der Schweiz bereits seit Jahrzehnten verboten ist. Und bei importierten Eiern ein Deklarationszwang herrscht. «Das, was Sie da gerade anpreisen, ist eine staatliche Regulierung.»

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Schweizer Milchbauern kämpfen um ihre Existenz

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Video: srf

Wenn Bauernregeln ehrlich wären

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    Alle Leser-Kommentare
  • Florian Harold 03.03.2018 20:07
    Highlight Highlight Die Argentinischen Einwohner betrachten Rindfleisch als Grundnahrungsmittel, es ist ein Grundrecht, dass das Fleisch günstig gekauft werden kann. Anwälte für Wirtschaftsrecht, Handelsrecht und Gesellschaftsrecht kämpfen für dieses Recht. htt://www.wittib-law.ch http://www.anwalt-zuerich.attorney
  • Fischra 03.03.2018 18:37
    Highlight Highlight Wir beklagen uns dass viele Schweizer in Deutschland einkaufen. Wenn diese Leute dann hier einkaufen und so auch einen Wirtschaftsbeitrag leisten muss das nicht schlecht sein. Der Einkaufspreis liegt um vieles tiefer wie der Verkaufspreis. Dies weil die Produkte noch Veredelt werden. Für mich ist Fleischkauf vertrauenssache. Darumwerde ich vorwiegend Schweizer Fleisch kaufen. Es soll aber nicht jeder so Handeln müssen oder einschränkungen haben. Darumfibde ich nicht dass dies die Wirtschaft abwürgt. Aber kreativität war noch die die Stärke der meisten unserer Bauern.
    • rodolofo 04.03.2018 09:41
      Highlight Highlight Der letzten innovative Bergbauern hat mich auf einem Lama-Trecking begleitet.
      Er erklärte mir beim Hochgehen alles über die Lama-Haltung und erwähnte auch den hauptsächlichen Nachteil seines innovativen Nebenverdienstes: Da solche Lama-Treckings für Touristen vor allem bei Schönwetter stattfinden, bekommt er Schwierigkeiten und Stress beim Heuen...
  • Emperor 03.03.2018 16:00
    Highlight Highlight Billiges Tierquäler Hormonsteak aus Amerika, dass unsere Bauern ruiniert. Freihandel ist schon was tolles... nicht
    • Darkside 03.03.2018 16:39
      Highlight Highlight Die Agrarsozialschmarotzer haben lange genug am Tropf der Allgemeinheit gehangen. Also ja, mehr Freihandel bei gleichzeitigem Abbau der Subventionen ist sehr erwünscht.
    • rodolofo 03.03.2018 16:51
      Highlight Highlight Handel soll frei sein, aber die Zerstörung unserer Lebensgrundlagen und der Gesundheit v.a. von LandarbeiterInnen, aber auch von KonsumentInnen durch die Agro-Industrie sollte vom Internationalen Strafgerichtshof als ÖKOZID-Verbrechen behandelt und die Hauptverantwortlichen bestraft werden!
      Zur Zeit sind NGO's daran, Monsanto wegen Ökozid anzuklagen und dafür Beweismittel, Dokumentationen und Forschungsberichte zusammenzutragen.
      Palmöl, das bei einem Freihandels-Abkommen mit Indonesien spottbillig importiert werden könnte, stammt aus einem schleichenden Ökozid nach der Urwald-Abholzung.
    • Emperor 03.03.2018 18:09
      Highlight Highlight @rodolfo, von was träumst du...?
    Weitere Antworten anzeigen
  • rodolofo 03.03.2018 15:47
    Highlight Highlight Das Grundproblem unserer "Eidgenossenschaft" ist doch, dass Fraktionen von Genossenschaftern Richtlinien für die Anderen durchsetzen wollen, die sie selber problemlos erfüllen können, die aber für die Anderen eine im Grunde unmögliche Umerziehung erfordern würden.
    Unsere ständigen mühsamen Dauerkonflikte haben mit diesem gegenseitigen Umerziehung-Terror zu tun.
    Wie wär's also mit dem Prinzip "Leben und leben lassen"?
    Meine Nachbarn sind alle völlig anders, als ich.
    Aber wir haben zwischenmenschlich keine Probleme und unterhalten auch keine intensiven Kontakte. untereinander.
  • Don Sinner 03.03.2018 15:14
    Highlight Highlight Dringend gesucht: ein Bauer, eine Bäuerin, die sagt: Ich bin soweit glücklich und zufrieden. Ritters weinerlicher Ton ist eine Masche, auf die leider allzu viele reinfallen. Farmster!
    • rodolofo 03.03.2018 16:00
      Highlight Highlight Ritter hat es im Gegensatz zu Dir mit vielen Bauern zu tun, die in ihrem Existenzkampf ihre Grenzen überschreiten und ein Burnout erleiden.
      In diesen verzweifelten und gerade bei Bauern auch oft besonders vereinsamten Notlagen voller Schamgefühle, kommt es auch zu Suiziden.
      Ritter ist ein mitfühlender Mensch, dem solche Selbstmorde und verzweifelte Notlagen nicht egal sind!
      Natürlich gibt es auch viele Bauarbeiter, Sanitäre und Spengler, die irgendwann einfach nicht mehr können und in Psychiatrischen Kliniken landen.
      Unser System-bedingter, übertriebener Leistungsdruck macht alle krank.
    • Globalteamrider 03.03.2018 20:17
      Highlight Highlight Suizide gibt es in allen Berufsgruppen.
    • Lami23 03.03.2018 20:27
      Highlight Highlight Kann ich dir viele liefern, habe aber nicht das Gefühl, dass es dich wirklich interessiert. Aber wenn sie nicht mehr existieren können, weil ihre Preise gedrückt werden, sind sie es dann vielleicht nicht mehr.
    Weitere Antworten anzeigen
  • ZaharztAua 03.03.2018 15:11
    Highlight Highlight Scheinbauern in kommunistischer Planwirtschaft.
    Selber weibeln sie um Mitleid, aber gegen alle andern sozial schwachen und gefährdeten Berufsgruppen sind sie knallhart und wählen SVP.

    Für die Pflege der schweizer Landschaft soll der Beruf des staatlich bezahlten Landschaftspflegers geschaffen werden. Ich bin sicher, dass sehr viele Leute das schön fänden und sehr gerne tun würden.
    Dann braucht es die pro forma Scheinbauerei nicht mehr.
    • rodolofo 03.03.2018 16:07
      Highlight Highlight Was für eine Städter-Idee!
      Das Schöne an der Landwirtschaft im Gegensatz zum Gärtnern IST ja gerade, dass die Ästhetik zweitrangig ist, und dass nur da in die Natur eingegriffen wird, wo es um die Produktion von Lebensmitteln geht!
      All die tausenden von Gärtnern, die nur dazu unterwegs sind, um Hecken und Sträucher von Parks, Villen-Umschwünge, Ziergärten und Rasen zu pflegen, in Form zu schnipseln, zu jäten, zu pflanzen, usw. kosten die Privaten Auftraggeber Milliarden, ohne dass dabei etwas Essbares rausschaut.
      Eine solche Umkehrung der Verhältnisse wünsche ich mir jedenfalls nicht!
    • durrrr 03.03.2018 16:44
      Highlight Highlight Warum eigentlich "Scheinbauern"? Der Selbstversorgung liegt bei etwa 60%. Nimmst du also "Scheinnahrung" zu dir?
      Und was zum Himmel haben Importzölle mit kommunistischer Planwirtschaft zu tun? Dieser Planwirtschaft sind in Osteuropa im letzten Jahrhundert übrigens Millionen von Menschen zum Opfer gefallen. Finde den Vergleich daher etwas geschmacklos!
  • Statler 03.03.2018 13:56
    Highlight Highlight Das Totschlagargument «der Konsument hat es in der Hand» ist einfach nur noch lächerlich.
    Damit werden die Konsumenten in eine Pflicht genommen, die sie entweder nicht erfüllen können oder einige auch nicht wollen. Der Preis ist letztlich immer das ausschlaggebende Argument.
    Man muss die Produzenten und die Händler in die Pflicht nehmen! Wenn ich einkaufe, erwarte ich, dass die Produkte, die ich kaufe, so produziert werden, dass sie der Umwelt nicht schaden, die Menschen für die Produktion fair entlöhnt werden, etc. pp.
    • Sportfan 03.03.2018 14:16
      Highlight Highlight Aha, wie ist das denn beim Kaffee, bei den Blumen, bei den Früchten etc. pp.

      Da gibt es sogar ein Label "Max Havelaar" und kaufen sie nur dieses?
    • Statler 03.03.2018 14:33
      Highlight Highlight Einfache Antwort, Sportfan: Ja (Schnittblumen kauf' ich eh nicht, weil das auch ökologischer Unsinn ist).

      Die Frage zielt aber eigentlich an meinem Kommentar vorbei. Ich will nicht auf irgendwelche Labels achten müssen, sondern erwarte, dass verdammt nochmal ALLE Produkte fair produziert werden.
    • Luzi Fair 03.03.2018 15:24
      Highlight Highlight "Wenn ich einkaufe, erwarte ich, dass die Produkte, die ich kaufe, so produziert werden, dass sie der Umwelt nicht schaden, die Menschen für die Produktion fair entlöhnt werden, etc. pp."

      Es ist einzig und allein ihre Verantwortung darauf zu achten. Jemand anderes hat andere Erwartunge, sollten diese auch gesetzlich gesichert werden?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Schnuderbueb 03.03.2018 13:23
    Highlight Highlight Ich frage mich schon lange, ob nicht die SVP und ihre Planwirtschaftlichen Lobbyisten, die wahren Kommunisten sind.
    • Sportfan 03.03.2018 14:17
      Highlight Highlight Ich bin sogar sehr gespannt, was die selbsternannte Wirtschafts- und Bauernpartei SVP zum ganzen sagt :-)

      Wird wohl etwas schwierig!
    • Don Sinner 03.03.2018 15:10
      Highlight Highlight Die Antwort hast du dir gleich selbst gegeben :-).
    • äti 03.03.2018 16:21
      Highlight Highlight Die Antwort ist wohl: Die anderen und der Bundesrat sind schuld.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Leee 03.03.2018 13:21
    Highlight Highlight Die Bauern müssen sich anpassen?! Damit die Tierhaltung noch schlimmer wird?
  • RETO1 03.03.2018 13:20
    Highlight Highlight " In der Schweiz gibt es nicht nur Bauernfamilien, sondern auch Konsumentenfamilien"
    Und diese Konsumenten geben im Durchschnitt gerade mal noch 5% ihres Einkommens für Lebensmittel aus.....
    und wo muss gespart werden....genau bei diesen 5%.
    Wie wärs sich mal mit den 95% zu beschäftigen
    Ich für mich spare sicher nicht bei meiner Ernährung, das wäre mir zu erbärmlich
  • seventhinkingsteps 03.03.2018 13:11
    Highlight Highlight "Der Markt regelt alles"

    "Nein nicht so."
    • rodolofo 03.03.2018 17:50
      Highlight Highlight Mit dieser Einstellung müsste man konsequenterweise auch alle harten Drogen legalisieren und einen Waffenhandel wie in den USA einführen!
      So könnte jede Nachfrage mit einem entsprechenden Angebot befriedigt werden.
      Die Philippinen sind uns da in Sachen Liberalisierte Marktwirtschaft schon weit voraus!
      Passt Dir jemand nicht und willst Du diese Person aus dem Weg räumen?
      Kein Problem!
      Du engagierst einfach einen gerade arbeitslosen Soldaten, oder Polizisten, der im Nebenerwerb als Killer arbeitet!
      Die sind erstaunlich billig, da es sehr viele arbeitslose Soldaten und Polizisten gibt...
  • pedrinho 03.03.2018 13:11
    Highlight Highlight brasilien, argentinien supermarkt; bestes entrecote, oder filet, im moment USD 7-10 /kg (!). Das selbe stueck dann in der Schweiz CHF 95-140 /kg. Da muesssen ja riesige summen an transportkosten, zoll und mwst anfallen.


    • RETO1 03.03.2018 13:39
      Highlight Highlight und haben die produzierenden Bauern auch einen dementsprechenden Verdienst???
      nein eben nicht, verdienen tun alle sehr gut in der ganzenKette, nur den Bauern bleibt nichts
    • Lami23 03.03.2018 13:53
      Highlight Highlight Dir ist aber schon klar, dass sie auch in der Haltung und am Futter sparen?
    • pedrinho 03.03.2018 14:22
      Highlight Highlight ja klar, wir sparen in haltung und futter.
      ps. symbolbild, will nicht draussen auf die suche gehen ausserdem schiffts im moment ganz praechtig :)
      User Image
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  • blaubar 03.03.2018 12:24
    Highlight Highlight Von mir aus dürften alle schnell verderblichen Lebensmittel nur noch aus CH-Produktion kommen. Skyr-Joghurt reihenweise im Laden.... kommen herrgottnochmal aus Island. Das geht doch nicht! Das ist umwelttechnischer Selbstmord. Ich persönlich schaue peinlich genau, was ich von wo und wann esse. Gempse aus Spanien ist auch ein NoGo! Der Grundwasserpegel hat sich dort bereits um 70m (!) abgesenkt, damit wir im Winter so eine Art Tomaten essen können. Das geht nicht so!
    • äti 03.03.2018 16:31
      Highlight Highlight Seh ich genau so und schaue ditto auf Herkunft. Sehe auch nicht, warum im Januar Erdbeeren aus Irgendwo und Spargeln aus Peru. Beim Fleisch gilt sowieso, weniger ist mehr, vom Metzger und 100-150g/P und Woche reicht - dafür gutes.
      Irgendwie sind wir zu verwöhnt oder degeneriert und meinen, was von weither hergekarrt sei super. Die Erfahrung zeigt, eben nichts super ausser Marketing.
    • blaubar 03.03.2018 23:44
      Highlight Highlight Ich war heute in einem Restaurant, da war voll die Spargelsaison ausgebrochen, kaum ein Gericht ohne Spargel. Es ist der 3. März, die Kinder Im Skilager und es liegt auch hier viel Schnee. Voll daneben, echt. Will das wirklich irgendjemand???
  • Jol Bear 03.03.2018 12:01
    Highlight Highlight Die Gleichung "CH-Produkt = umweltfreundlich" gilt nicht pauschal. Ebensowenig wie "Steak aus Uruguay = intensiv und hormonbeladen". Es gibt in S-Amerika verbreitet Weidemast mit riesiger Fläche pro Tier und kaum Hilfsstoffen. Da ist die CH-Produktion im Vergleich fast schon industriell. Meist gilt, dass der kleinere Betrieb die Fläche intensiver nutzt als der Grosse. Die Weizenerträge in USA sind wesentlich tiefer als bei uns, der Dünger- und Pestizideinsatz pro Fläche ebenfalls. Dennoch ist die regionale Produktion zu fördern, leider wird aber oft mit pauschalen Unwahrheiten argumentiert.
    • rodolofo 03.03.2018 18:05
      Highlight Highlight Ähnlich ist es mit Tomaten.
      In der Toscana wachsen Pelati-Tomaten wie Kartoffeln im Freiland, weil die klimatisch trockenen Bedingungen kombiniert mit Bewässerung für Tomaten optimal sind.
      Bei uns in der Schweiz ist eine Tomaten-Produktion nur im Treibhaus möglich, weil unsere Sommer in der Regel zu nass sind für Tomaten.
      Somit wären sowohl die Ökobilanz, als auch der Geschmack von Tomaten aus Italien und Spanien im Sommer trotz Transport besser, als für einheimische Tomaten.
      Der Importschutz von Tomaten ist darum sehr fragwürdig! Diesen könnte man deshalb gut begründet aufheben.
  • gondwana 03.03.2018 11:52
    Highlight Highlight ich habe keine Lust derart viel Geld auszugeben für ein Steak das aussieht als ob das Rindvieh Zeit seines Lebens im Fitnessclub verbracht hätte und ein Geschmack nach einer Ledersohle hat. Ja ich will ab und zu ein Ami-Steak mit Hormonen, wieso? na weil alt genug bin selbst zu entscheiden ob mir Brüste wachsen sollen oder nicht.
    • äti 03.03.2018 16:34
      Highlight Highlight .. das mit 'alt genug' ist so eine Sache. Viele meinen das schon mit 3J.
    • Emperor 03.03.2018 18:15
      Highlight Highlight Interessant, wie man im gleichen Beitrag die eigene Behauptung wiederlegen kann...
  • reich&schön 03.03.2018 11:29
    Highlight Highlight Die Bauern sollten sich langsam mit dem freien Markt vertraut machen. Hat in Neuseeland auch funktioniert.
    • Sportfan 03.03.2018 12:01
      Highlight Highlight Nein, die Bauern brauchen Schutz und Unterstützung. Die Schweiz ist zu klein und zu schwierig zu bebauen.

      ABER, die Bauern sollen auch mal das "Füüfi grad lassen". Jeder Arbeitsplatz in der Landwirtschaft wird mit 20'000 direkt unterstützt und mit 20'000 Franken Zoll geschützt. Zusätzlich kommen noch viele "Guudies" wie verbilligter Treibstoff usw. Sagt einfach mal Danke, lasst anderen Bereichen auch mal einen Vorteil, auch wenn es Euch vielleicht etwas schadet. Und gut ist. Dieses ewige "Gränne" geht auf den Zeiger.
    • Lami23 03.03.2018 13:51
      Highlight Highlight Warst du schon mal auf auf einer Kuhmilchfarm ind Neuseeland? Ich schon. Wenn du diesen Zustand für die Schweiz möchtest...
    • Sportfan 03.03.2018 13:58
      Highlight Highlight Jetzt hört mal auf mit diesem gejammere. Unsere Landwirtschaft wird immer noch genau gleich unterstützt (3 Mia) einfach der Schutz an der Grenze wird etwas gelockert (Vielleicht von 3 Mia auf 2,9 Mia Zoll) und das soll das Ende der heutigen Landwirtschaft sein? Ich bitte Euch. Dafür bekommen soviele andere Arbeiter vielleicht etwas mehr Lohn in anderen Bereichen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • whatthepuck 03.03.2018 11:25
    Highlight Highlight Je länger je mehr frage ich mich, wie die Hochpreisinsel Schweiz so lange gestützt werden konnte. Sind es doch oft nicht nur einzelne Positionen, welche den Preis in die Höhe treiben, sondern die ganze Produktionskette. Wie rechtfertigt sich der Lohn des Metzgers, wenn ihm der Bauer sein Lohn eigentlich gar nicht zahlen können sollte? All das, damit wir im Ausland wie Könige auftreten dürfen (aber nein, doch nicht, das wäre verpönt!)? Das künstlich hochgehaltene Lohnniveau spielt halt nicht allen gleich in die Hände.
    • The Writer Formerly Known as Peter 03.03.2018 12:33
      Highlight Highlight Ich finde, dein Lohn sollte als erstes diskutiert werden. Schließlich bist du Teil dieser Hochpreisinsel und profitierst davon.
    • w'ever 03.03.2018 14:05
      Highlight Highlight der lohn kann gerne auf ein EU niveau angepasst werden, sofern dass dann auch mit den mieten, lebensmittelkosten, tel.kom. kosten, versicherungen und anderen kosten passiert.
    • The Writer Formerly Known as Peter 03.03.2018 15:40
      Highlight Highlight Es gibt kein EU Niveau. Sprichst du vom Niveau in Bulgarien, Polen oder vom Niveau in Deutschland oder Holland?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Lami23 03.03.2018 10:36
    Highlight Highlight Ich mache einfach die Erfahrung, dass die Konsumenten noch nicht so weit sind, eine Entscheidung zu treffen, die nicht nur ihr eigenes Portmonaie miteinbezieht (damit meine ich nicht alle). Und solange das nicht der Fall ist, habe ich lieber Reglementierung als Umweltzerstörung und Tierquälerei.
    • Sportfan 03.03.2018 11:09
      Highlight Highlight Bin nicht sicher, wir haben morgen eine Abstimmung im Land. Da ist das einzige Pro-Argument, das Geldsparen. Schauen wir doch, wie das Schweizer Volk denkt. Ich glaube, die Schweizer werden morgen sagen, wir bezahlen lieber die 365.-- haben dafür ein eigenes TV.

      Und genau so geht es auch mit der Landwirtschaft. Viele Konsumenten sind bereit für gute Qualität mehr zu bezahlen. Leider können das nicht alle. Umweltschutz ist leider Luxus. Aber wenn sie es könnten, würde vermutlich 95% der Menschen umweltfreundlich, tiergerecht usw. einkaufen.
    • Posersalami 03.03.2018 11:52
      Highlight Highlight Die 365.- sind günstig im Vergleich dazu, wenn sie nur einen Teil mit Abos finanzieren müssten!

      Es kàme nur diejenigen billiger, die nie SRF schauen (auch keinen Sport!) und das dürften sehr wenige sein.
    • blaubar 03.03.2018 12:25
      Highlight Highlight Die Aussage teile ich leider zu 100%.
    Weitere Antworten anzeigen
  • destin 03.03.2018 10:14
    Highlight Highlight Wenn's um die Landwirtschaft geht, argumentieren stramm Rechte plötzlich sozialistisch und grün und schreien nach dem Schutz des Staates. Wenn's um den Schutz von Lohnabhängigen und Umweltschutz geht, sind soziale Massnahmen des Teufels und der Staat soll sich raushalten. Soll da noch wer drauskommen.
    • Posersalami 03.03.2018 14:01
      Highlight Highlight Sie müssen immer fragen, wer womit Geld verdient. Dann lösen sich die Widersprüche fast immer auf.

      Je Rechter, desto mehr sind die Interessen der Reichen an Bord. Die heiamtliche Volklore ist nur eine Maske, um die Stammtische zu fangen. Ja, so einfach ist das.
    • hävi der spinat 03.03.2018 15:39
      Highlight Highlight Salami
      Oh mein Gott.
      Wenn nur die Dummen rechts wählen, müssten gerade sie doch auch strammer SVP Wähler sein.
      Sind sie es?
  • ströfzgi 03.03.2018 09:54
    Highlight Highlight Markwalder will eine Auswahl haben… egal ob das Fleisch hormonbelastet ist, egal was der Regenwald dazu meint, egal wie die Tiere behandelt werden - Hauptsache solches Fleisch kriegt das Fussvolk. Denn Madame wird das eh nie essen. Höchstens mit knarzigem Grinsen wenn eine Kamera in der Nähe ist. So was verlogenes…
    • dan2016 03.03.2018 10:42
      Highlight Highlight ich bin froh um Leute wie sie, die die Dummen und Einfachen vor Fehlkonsum schützen.
    • mogad 03.03.2018 10:55
      Highlight Highlight Und dann sagte Markwalder sinngem. man könne dem Ausland nicht die ökologischen Massstäbe der Schweiz aufzwingen! Sehr entlarvend!
    • reich&schön 03.03.2018 11:34
      Highlight Highlight Bezeichnend, dass Du das wichtigste Qualitätsmerkmal, nämlich dass das Fleisch gut schmecken soll, nicht erwähnst.

      Passt aber zur hiesigen Esskultur, teure Stücke zu kaufen um diese dann in Industriesauce zu ertränken... 🙄

      Merke: Ein Label macht noch keinen guten Geschmack!
  • Die Redaktion 03.03.2018 09:47
    Highlight Highlight Mit Gen-Soja gestopftes Fleisch um die Halbe Welt schiffen und traurig sein wenn die Regenwälder abgeholzt werden. So sind wir Konsumenten. Alternativ könnte man natürlich auch viel einfach weniger Fleisch, aber dafür biologisch angebautes aus der Region, essen.
    • Die Redaktion 03.03.2018 10:18
      Highlight Highlight Entschuldigt in meiner Rage habe ich doch die Wachstumshormone vergessen.
    • Tomjumper 03.03.2018 12:25
      Highlight Highlight Woher das Soja, der Dünger, die Maschinen und die Erntehelfer der Bauern kommen hast du auch noch vergessen.
  • Skip Bo 03.03.2018 09:45
    Highlight Highlight Gemäss einem Artikel in der WOZ besitzen in Paraguay 2% der Bevölkerung 80% des Agrarlandes.
    Von den Fleischliefeungen unter Mercosur profitieren einige Grossgrundbesitzer Familien. Die grosse Bevölkerungsmehrheit sieht nichts von den Gewinnen. Zudem werden in einem Gebiet aktuell pro Tag ungefähr 1000 ha (eintausend !) Trockenwald gerodet um neue Weideflächen zu schaffen.

    Die Futtermittelimporte in die CH sind zu reduzieren. In der Label Weidemast von Rindern ist der Einsatz von Soja nicht erlaubt. Dieses Fleisch kann in der CH bereits seit Jahren gekauft werden. Die Nachfrage ist gering.
  • Makatitom 03.03.2018 09:44
    Highlight Highlight Ich habe Anfangs der 80er Koch gelernt und danach 5 Jahre als solcher gearbeitet. ich hatte kein einziges Mal Schweizer Rindfleisch in den Fingern, das kam damals schon alles aus Argentinien. Der Ritter soll aufhören zu jammern. bedenkt mal, wie bspw. Rösti staatsschmarotzt. Als Bauer, Gemeindepräsi und Nationalrat. Und so viel Arbeit können die nicht haben, sonst würde nicht ein so kleiner %-Satz der Bevölkerung so gut in Bern vertreten sein
    • Hillbilly 03.03.2018 09:48
      Highlight Highlight Rösti arbeitet nicht als Bauer. Er ist promovierter Agronom und Berufspolitiker.
    • Die Redaktion 03.03.2018 10:41
      Highlight Highlight Ausserdem ist er Präsident von Swissoil und war erstaunlicherweise gegen die Energiestrategie 2050. Wer hätte das nur gedacht, wirklich erstaunlich.
  • LeChef 03.03.2018 09:29
    Highlight Highlight Arena, oder: Ökonomie für Bauern, Hausfrauen und Philosophiestudenten.

    Eine zwanzig Jahre alte "Tatort"-Wiederholung wäre gehaltvoller gewesen. http://Ö
  • Mira Bond 03.03.2018 09:11
    Highlight Highlight Wer kauft heute noch Fleisch, dass zuerst 9000 km reisen musste...??
    • reaper54 03.03.2018 09:22
      Highlight Highlight Naja da gibt es schon einige spezielle Aspekte. Argentienisches Fleisch ist extrem gut und so 1x pro semester Gönne ich mir ein solches Stück. Kobe Rind aus Japan ist auch absolut exzellent.
    • Sportfan 03.03.2018 09:22
      Highlight Highlight Wir kaufen aber munter Fleisch, dessen Kraftfutter zuvor jahrelang 9'000 km reisen musste... Ökologischer ist es, wenn man erst das Endprodukt verschickt. Wenn man die Maschine als ganzes kauft, macht mehr Sinn, als jahrelang alle Teile herbei zu karren.
    • Töfflifahrer 03.03.2018 09:24
      Highlight Highlight Zu viele die beim Einkaufen auch nicht mal hinschauen woher das Zeugs kommt, sondern nur auf den Preis.
    Weitere Antworten anzeigen
  • durrrr 03.03.2018 09:09
    Highlight Highlight "Ein Menschenrecht, eine Schweinezucht zu betreiben, existiere nicht."
    Aber auf sein Schweinsschnitzel will er dann wahrscheinlich auch nicht verzichten. Da empfehl ich dem guten Herr von Swissmem doch mal ein Ausflug auf Grossbetriebe in Deutschland und Holland, wo die Schweine zusammengepfercht auf ihren eigenen Exkrementen dahinvegetieren. Dort ist man gesetzlich nicht mal verpflichtet einzustreuen.
    Und vom landwirtschaftlichen Freihandel profitieren in Südamerika die Agrarfirmen und gewiss nicht die Kleinbauern und arme Landbevölkerung.
    • Sagitarius 03.03.2018 10:21
      Highlight Highlight Swissmem sagt aber auch, dass man sich vielleicht mal aus seiner Komfort-Zone heraus bewegen sollte und nicht einfach immer und immer wieder auf Schutz des Schweizer Marktes und Subventionen zu pochen! Wie andere vor mir schon darauf hingewiesen haben, genauso wie die Landwirte könnten alle anderen Berufsgattungen auch auf Markt-Schutz und Unterstützung hoffen und die hohle Hand machen! So funktionierts aber nicht!
    • durrrr 03.03.2018 10:47
      Highlight Highlight Das ist eben genau der Denkfehler den Viele machen. Die Metallindustrie kann man nicht eins zu eins mit der Landwirtschaft gleichsetzen. Die Bauern haben zB Verfassungsaufträge zu erfüllen, welche nicht über den Markt abgegolten werden. Dezentrale Besiedlung, Biodiversität, Offenhaltung der Kulturlandschaft. Das hat nichts mit hohler Hand zu tun! Natürlich sind Innovationen in der Landwirtschaft wünschenswert, aber es macht auch Sinn die Tierhaltung, welche weltweit die höchsten Standards hat, durch Zölle auf Import zu schützen. Da muss man nicht immer arrogant den Bauern Vorwürfe machen!
    • Bert der Geologe 03.03.2018 13:33
      Highlight Highlight Verfassungsaufträge werden vertraglich mit dem jeweiligen Landwirt festgehalten und mit Direktzahlungen abgegolten. Innovative Bauern gibt es, z.B. gerade heute in der BZ:
      https://www.basellandschaftlichezeitung.ch/basel/baselbiet/innovativer-saeulihalter-dieser-reigoldswiler-jungbauer-gibt-schweinen-die-wuerde-zurueck-132271990
      Wichtig ist, dass wir für innovative Bauern gute Rahmenbedingungen haben. Z.B. als Konsument deren Produkte auch kaufen. Wir Konsumenten fordern sehr gerne und laut, gehen dann aber Beim Einkauf dann doch den billigen Weg.
  • Beggride 03.03.2018 09:06
    Highlight Highlight Ich will nicht auf Schweizer Fleisch verzichten, denn dort weiss man, wie es den Tieren gegangen ist. Deshalb kauf ich auch geute schon kein brasilianisches Fleisch. Dann eher kein Fleisch mehr...
    Ein weiterer Punkt ist dann, dass wir uns immer mehr Richtung Dienstleistungsgesellschaft bewegen, ohne irgend eine Alternative für Menschen, die ihre Talente wo anders haben (überspitzt gesagt)
  • Töfflifahrer 03.03.2018 09:03
    Highlight Highlight Ich habe das Problem für mich so gelöst, ich esse nicht mehr viel Fleisch und wenn, kaufe ich Fleisch beim Metzger ein der mir auch sagt woher das Fleisch stammt. Ich kenn den Betrieb und und manchmal sogar den Bauern.
    Seit ich weniger Fleisch esse geht es mir auch gesundheitlich besser.
    Das hat primär nichts mit den Preisen zu tun aber die vielen Berichte um das Leid und das Quälen der Tiere, letztmalig die berichte aus Südamerika betreffend Pferden, war und ist mir zu viel gewesen.
    • Heimwerkerkönig 03.03.2018 09:24
      Highlight Highlight gute Einstellung
    • Sagitarius 03.03.2018 10:23
      Highlight Highlight ich halte es genau so und einen nicht zu unterschätzender Teil der Konsumenten auch! Ich bin überzeugt, dass sich diese Problematik (ohne Fleisch kein richtiges Essen) von selbst erledigen bzw regulieren wird! Wir haben es in der Hand!
    • j_en 03.03.2018 16:36
      Highlight Highlight Finde ich super! Leider denkt kaum Einer wie du (und ich). Wenn es halb so teures Fleisch aus Argentinien gibt, wird in der Migros nicht lange überlegt, was man kaufen soll. Dadurch, dass es günstiger wird, haben wir auch bald wieder mehr Fleischkonsum (und die Tiere erfahren in Südamerika weit schlimmere Haltung). Wollen wir das wirklich fördern? Lieber etwas teureres Schweizer Qualitätsfleisch, dafür weniger.
  • wasdroht 03.03.2018 08:55
    Highlight Highlight Wenn ich "Landfrauenküche"schaue sehe ich nur sehr grosse Bauernhäuser mit konfortablen Küchen.Ich sehe auch Bauernhöfe mit 3 Traktoren u.4 Autos u.teuren Machienen.Arme Bauern die unsere Böden u.Bäche vergiften.
    • Bijouxly 03.03.2018 09:23
      Highlight Highlight Ja sollen sie denn alles von Hand machen? ^^
      Du hast im Büro ja auch einen Drucker (musst nichts von hand abschreiben), einen Schredder (könntest es ja auch selbst zerreissen), usw usw
    • Sauäschnörrli 03.03.2018 09:26
      Highlight Highlight Mein Gott, es ist Fernsehen. 🙄
    • Saraina 03.03.2018 09:34
      Highlight Highlight Das hat damit zu tun, das kleinere Betriebe selten geworden sind, weil sie schon länger nicht mehr rentieren. Schauen Sie doch als Gegenprogramm mal "Der Wildheuer". Der Film ist noch bei SRF abrufbar.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Freilos 03.03.2018 08:54
    Highlight Highlight Wenn der Deal das wegfallen von Zöllen bei importierten Lebensmitteln sein soll bin ich ebenfalls dagegen. Da habe ich irgendwie zu wenig Vertrauen in ausländische Bauern und Fleischverarbeiter.
    • Heimwerkerkönig 03.03.2018 09:25
      Highlight Highlight Du wirst ja nicht gezwungen, dieses Fleisch auch zu kaufen. Der Konsument hat es in den Händen, was er wo einkauft.
    • Sportfan 03.03.2018 09:44
      Highlight Highlight Dann kaufen sie das Fleisch einfach nicht. So einfach. Es steht auf jedem Produkt drauf, woher es kommt.

      Die Bauern bekommen jährlich 3 Mia direkt, 3 Mia bezahlen wir für deren Schutz beim Zoll (die Zölle zahlt ja der Konsument) dann kostet uns die Landwirtschaft, 750.-- pro Person und Jahr. Und damit haben wir noch nichts gekauft. Ich und meine Fam. bezahlen also 3000.-- pro Jahr Subvention an die Bauern, einfach so. Und dann kommt der Bauern Chef und sagt, wenn ein bisschen Zoll wegfällt, sind wir alle Tot? Ernsthaft?
    • Freilos 03.03.2018 09:58
      Highlight Highlight Das ist schon richtig, ich muss es nicht kaufen und werde es wohl auch nicht.
      Mir geht es auch nicht darum Schweizer Bauern zu unterstützen.
      Das ganze ist mir nunmal zu „Wirtschaftsfreundlich“. Es geht ja in erster Linie darum dass die Schweizer Wirtschaft mehr verkaufen kann. Dafür nimmt man in kauf dass das Fleisch günstiger importiert werden kann.
      Wenn man so ein Abkommen macht, dann soll man es richtig machen und zwar keine Zölle auf gar nichts was aus diesen Ländern kommt und umgekehrt keine Zölle auf Schweizer Ware dort. Bei allem anderen werden einzelne Wirtschaftszweige bevorzugt.
  • Gummibär 03.03.2018 08:54
    Highlight Highlight "Es gibt in der Schweiz nicht nur Bauernfamilien, sondern auch Konsumentenfamilien" Dieser eine Satz trifft ins Schwarze.
    Man darf auch fragen warum nur der Beruf des Bauern seit Jahrzehnten geschützt und massiv subventioniert wird. Warum nicht auch die Lithografen, Drucker und Setzer, Wagner, Küfer und Schmiede, Sattler, Sticker, Hafner, Giesser, Schuster, Schreiner und Gärtner, Kutscher und Bäcker, Färber, Weber ,Töpfer, Müller und Gastwirte...... Hat schon jemand untersucht wieviele der ursprünglich subventionierten Bauern heute noch bauern. Oder sind Milliarden nutzlos verpufft ?
    • Bijouxly 03.03.2018 09:24
      Highlight Highlight Weil die nichts zu essen produzieren.
    • Beggride 03.03.2018 09:37
      Highlight Highlight Ist zwar nur so eine Vermutung aber hat vermutlich mit der Geschichte zu tun. In beiden Weltkriegen war vermutlich die autonome Lebensmittelproduktion ein essenzielles Element für unser überleben...
    • Saraina 03.03.2018 09:37
      Highlight Highlight Weil Bauern, im Gegensatz zum Hafner und Litoraphen die Kulturlandschaft pflegen. Will heissen die Äcker, Weiden und offenen Flächen in den Bergen wären ohne Bauern längst vergandet und nur mit viel Aufwand wieder für die Nahrungsmittelproduktion zu gewinnen. Mal abgesehen vom Artenschutz vor allem auf den Bergweiden.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Homes8 03.03.2018 08:47
    Highlight Highlight Die Multis lachen, die Zollsteuer-Ausfälle deckt dann die Allgemeinheit
    Wie immer.
    Wenn das Erdöl den Preis kosten würde, den es den Schäden die es Verursacht verdient hätte und die Containerschiffe mit Ökodiesel und Filter, statt mit ungefiltertem Schweröl/Abfall fahren würden, sähe die Rechnung ganz anders aus. Den daraus gewonnenen "Wohlstand" werden die nächsten Generationen bezahlen.
    Auch ein Packet aus China und durch die ganze Schweiz transportiert kostet ein Viertel, wie wenn man ein Paket hier ins nächste Dorf schicken lässt.
    In Zukunft gibts nur noch eine Arbeits-Existenz bei Multis.
    • Heimwerkerkönig 03.03.2018 09:27
      Highlight Highlight Wir sagen an dem Ast, auf dem wir sitzen. Einige wenige sitzen aber auf der Stammseite.
    • Homes8 03.03.2018 10:29
      Highlight Highlight Auch die Stammseite an einem Baum nützt nichts, wenn keine Äste mehr dran sind.

      Eventuel kommen wir wieder auf die Welt und wundern uns dann, warum alles so kaputt ist.

      Auch das jetzige Leben ist eventuel das, was uns aufgrund eines früheren Leben zugefallen ist.
      Zufall ist das was einem zufällt. Kann einem auch zu Fall bringen
  • Chääschueche 03.03.2018 08:43
    Highlight Highlight "Mercosur-Abkommen, über das die Schweiz derzeit mit Argentinien, Brasilien, Paraguay und Uruguay verhandelt"

    4 Länder die für Ihre Tierquälereien bekannt sind sollen hier leichter Essen Verkaufen dürfen?
    Ist unseren Politikern eigentlich noch zu helfen?

    Kann mal bitte jemand eine Initiative startetn die das Ziel hat Parlementariar die solche Ideen haben durch ein Stück brot zu ersetzen? (Wäre für den Steuerzahler günstiger)

    • Bijouxly 03.03.2018 09:26
      Highlight Highlight A) du musst es ja nicht kaufen
      B) es beruht auf Gegenseitigkeit: sprich, ein riesiger Markt für uns
    • Sportfan 03.03.2018 09:49
      Highlight Highlight @Chääschueche: Wie gesagt, die Schweizer müssen die Produkte ja nicht kaufen. So einfach ist das. Aufs Produkt schreiben woher es kommt und gut.

      Dafür kann unsere Industrie besser "gschäfte" vor Ort. Und dann ist mir im Hinblick auf unsere "Kugel" ehrlich gesagt lieber, die Schweizer bauen die Maschinen in Südamerika und nicht die Chinesen. Einfach wenn sie mit Ökologie und Umweltschutz argumentieren wollen.
    • Chääschueche 03.03.2018 13:15
      Highlight Highlight @Bijoux
      Als ob sich da einer unser Fleisch leisten kann. (0,1% vielleicht)
      Wir Produzieren ja nicht einmal genug Fleisch für uns selbst...(Schweinefleisch ausgenommen)
    Weitere Antworten anzeigen
  • N. Y. P. D. 03.03.2018 08:42
    Highlight Highlight Wenn das unter schlechten Bedingungen produzierte argentinische Rindssteak günstiger sei... so Fabian Molina.

    Das ist mir neu. Würde ich mal als Fake abtun.

    Item.

    In den letzten Tagen habe ich aufgeschnappt, was für Müll (Fleisch) in den den Schweizer Kantinen aufgetischt wird. Dieser Dreck wird aus 1000 km Entfernung zu uns gekarrt.
    Ich Naivling dachte doch tatsächlich, dass wir Schweizer Schweizer (hihi 2x Schweizer) Fleisch essen.
    Nun gut, der Appetit ist jetzt erstmal weg.
    • SemperFi 03.03.2018 10:06
      Highlight Highlight @N.Y.P.: In jeder Kantine hängt eine Herkunftsdeklaration für das Fleisch.
    • N. Y. P. D. 03.03.2018 10:21
      Highlight Highlight Ja. Das weiss ich jetzt. Macht einem nicht fröhlich, was da drauf steht.
    • Lami23 03.03.2018 10:39
      Highlight Highlight Auf die Deklaration zu achten, ist eben die Verantwortung des Konsumenten. Und weil er diese eben oft nicht wahrnimmt (oder auch nicht wahrnehmen will) bin ich absolut dagegen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Michel@sith 03.03.2018 08:41
    Highlight Highlight Das nenn ich eine Intressante Idee. Zollfrei von Südamerika Fleisch importieren.
  • TheDude10 03.03.2018 08:38
    Highlight Highlight Freihandel mit Lebensmitteln die man selber Produziert ist Schwachsinn. Der freihandel würde erfunden um Güter zu exportieren welche das Importland nicht hat. Was wir mit diesem Schwachsinnigen Hin und her schieben generieren ist eine ökologische Katastrophe.
    In gewissen Ländern ist es zt. nicht mehr lukrative Mais anzupflanzen und sie steigen auf Opium um.
    • LeChef 03.03.2018 09:47
      Highlight Highlight Nein, da hast du etwas falsch verstanden. Es geht nicht um die Produktionsmöglichkeiten, sondern um die Produktionseffizienz. Wenn man in Land A Fleisch 10x günstiger herstellen kann, dann macht es keinen Sinn in Land B auch noch Fleisch zu produzieren, Transportkosten hin oder her.
    • Sportfan 03.03.2018 10:38
      Highlight Highlight Warum gibt es Zölle? Weil man die eigene Wirtschaft schützen will.

      Sie finden praktisch keine Zölle auf Produkte, welche die Schweiz nicht herstellt. (Ausser irgendwelche Lenkungsabgaben oder so). Also der Zoll schützt die eigene Wirtschaft, und genau deshalb macht man ja "Freihandelsverträge", damit man die eigenen Produkte in die anderen Märkte bringen kann ohne einen (Zoll-) Nachteil zu haben.
    • Lami23 03.03.2018 10:41
      Highlight Highlight Wenn man nur Kosten und Effizienz ansieht, macht das Sinn. Nur leider ist das für Umwelt und Tierschutz nicht optimal und da hat man dann halt auf die lange Zeit heraus nichts mehr von der Effizienz.
  • roger_dodger 03.03.2018 08:36
    Highlight Highlight Was soll die Panikmache? Es gibt sehr wohl viele Leute die auf Qualität schauen und auch für BIO–Fleisch mehr zahlen. Die Massenproduzenten könnten aber unter Druck kommen, vielleicht müssen sich diese Bauern halt neu ausrichten so wie es andere Industrien auch mussten.
    • Lami23 03.03.2018 10:41
      Highlight Highlight Auf das grosse ganze gesehen sind es nicht so viele.
    • durrrr 03.03.2018 11:13
      Highlight Highlight Biofleisch hat gesamtschweizerisch einen Marktanteil von knapp 5% am gesamten Fleischmarkt. Anscheinend gibt es eben nicht "sehr wohl viele" Leute die auf Qualität und Bio achten. Und "Massenproduzenten" gibt es gemessen an ausländischen Verhältnissen in der Schweiz nicht wirklich. Aber gegen Neuausrichtungen gibt es grundsätzlich nichts einzuwenden, da geb ich ihnen recht!
    • Sportfan 03.03.2018 12:41
      Highlight Highlight @durrr:
      Auch wenn der Anteil noch klein ist, die Schweizer Bauern können die Bio Nachfrage teils nicht abdecken (Beim Poulet).

      Beim Rindfleisch (Da fürchten sie die Schweizer Bauern ja vor der Konkurrenz aus Südamerika) hat Bio in der Schweiz bereits über 10 % Marktanteil.

      Natürlich noch tief, aber vielmehr kann unsere Landwirtschaft auch noch nicht liefern.
  • Gustav.s 03.03.2018 08:30
    Highlight Highlight Wenn dieses Abkommen durchkommt, wären die 2 Initiativen ja eigentlich nicht durchsetzbar. Das könnte interessant werden.
  • loplop717 03.03.2018 08:28
    Highlight Highlight Die Bauern leben sowieso von Subventionen macht also nicht wirklich einen Unterschied für sie ob jetzt Fleisch importiert wird oder nicht.
    • Bijouxly 03.03.2018 09:27
      Highlight Highlight Bitte informiere dich und rede mal mit einem 'normalen' Bauernbetrieb.
    • Homes8 03.03.2018 10:35
      Highlight Highlight Der Exportindustrie wird ja auch durch die Nationalbank (Frankenkurs) subventioniert.
      Also, wozu Zölle abschaffen ?
  • patnuk 03.03.2018 08:27
    Highlight Highlight Alles für billige Ware und zentrovertites Denken. Schweizerbauern , Schweizerfernsehen, Schweizerfirmen sollen verkauft und abgeschafft werden um die Rendite von Aktionnären und Investoren zu erhöhen.
    • SemperFi 03.03.2018 10:09
      Highlight Highlight Was um Himmels Willen ist zentrovertites Denken?
  • barbablabla 03.03.2018 08:17
    Highlight Highlight Dann wird wohl unsere Entscheidungskraft gefragt werden. Wollen wir weit hergeholtes Fleisch bill8g kaufen oder unterstützen wir unsere Bauern. Für mich schon lange keine Frage mehr. Lieber weniger Fleisch von unseren Bauern, als viel billiges Fleisch von weit weg. Werden auch unsere Bauern langsam wach und sehen in der Svp nicht mehr eine nahe Volkspartei, sondern eine verräterische Partei welche ihr Volk verrät?
  • Raembe 03.03.2018 08:16
    Highlight Highlight Schweizer Fleisch, alles andere ist Beilage.


    (Und nein ich hab nichts gegen Veganer und Vegis. Das war nur mein Comment zum Thema im Artikel)
  • cgk 03.03.2018 08:14
    Highlight Highlight „Wenn die hiesigen Bauern innovativ seien und sich nach den Bedürfnissen der Konsumenten ausrichteten, stehe auch ihnen eine rosige Zukunft bevor, lautete der Tenor auf der rechten Studioseite“.
    Eine völlige Liberalisierung der Landwirtschaft wäre ein Kahlschlag und profitieren würden nur große Agrokonzerne. Die Produktion von Lebensmitteln wird nie nach den Regeln der freien Marktwirtschaft und totaler Globalisierung funktionieren. Es ist eine Grundsatzfrage für die Schweiz: Inländische Landwirtschaft, ja oder nein?
    • Sportfan 03.03.2018 10:15
      Highlight Highlight Es spricht ja niemand von einer kompletten Liberalisierung der Schweizer Landwirtschaft. Das will niemand und alle wollen, dass die Landwirtschaft weiter besteht.

      Aber ist es nötig, wenn die Zölle für argentinisches Fleisch fallen sollten (also das Steak einfach 20 - 30 % günstiger wird), gleich das Ende des Bauernstandes auszurufen? Damit alle anderen Gewerbe in der Schweiz in Geiselhaft zu nehmen? Ich finde nicht. Den Bauern würde es gut tun, nicht nur für ihr Gärtchen zu denken.
    • durrrr 03.03.2018 11:05
      Highlight Highlight @Sportfan: deine Argumentation kann man auch umkehren. Warum ist es nötig hormonbehandeltes Fleisch aus Südamerika, auf Kosten der Umwelt und der hiesigen Landwirtschaft, billiger zu machen nur damit die Pharmaindustrie mehr zu exportieren hat und grössere Profite schreiben kann? Willst du mit dem Scheitern des Mercosur-Freihandels gleich das Ende der Schweizer Metall-, Uhren und Pharmaindustrie ausrufen? Und damit die Schweizer Landwirtschaft in Geiselhaft zu nehmen? Den Schweizer Pharmariesen würde es gut tun nicht nur für ihr Gärtchen zu denken ^^
    • Sportfan 03.03.2018 11:53
      Highlight Highlight @durrr: Natürlich kann man meine Argumentation umkehren, aber sie wird dadurch nicht besser.

      Es würden von einem Freihandelsvertrag folgende Menschen hier in der Schweiz profitieren (sagen Sie ja selber):

      Pharma (77'000 Mitarbeiter)
      Metallindustrie (320'000 MA)
      Uhrenindustrie (59'000 MA)

      Es haben Nachteile:

      Landwirtschaft (150'000 MA)

      Also dann muss ich sagen, sind mir die 456'000 Mitarbeiter in anderen Bereichen wichtiger als die 150'000 Landwirte.

      Die Zahlen stammen übrigens vom Bund.

      https://www.eda.admin.ch/aboutswitzerland/de/home/wirtschaft/taetigkeitsgebiete.html
    Weitere Antworten anzeigen
  • adi37 03.03.2018 08:12
    Highlight Highlight 2 Betriebsgrösse, Betriebsart:
    Der Bauer in unseren Breiten kann nicht mit völlig industrialisierten Landwirtschaftsbetrieben, wie sie in grosser Zahl im umliegenden Ausland existieren, verglichen werden, ohne, dass man in Kauf nimmt, dass viele weitere, gute Betriebe eingehen würden! Frei werdendes Land würde nicht mehr für landwirtschaftliche Produkte bebaut, sondern mit Häuser, Strassen, Fabriken, oder das Land würde der Natur überlassen und verwildern! Wollen wir das? (Wahrscheinlich möchte das die EU) Abhängigkeit!
    • Sportfan 03.03.2018 12:24
      Highlight Highlight @adi37: Ehm Zonenplan und so, kennen sie?

      Freiwerdendes Landwirtschaftsland (welches für Strassen, Häuser oder Fabriken genutzt werden könnte) wurde bisher immer, innerhalb einer Nannosekunde von einem anderen Betrieb übernommen und bewirtschaftet.

      Solange die Bauern noch tonnenweise Futter aus dem Ausland importieren, wird unser Kulturland immer für die Produktion mindestens von Heu und Gras genutzt werden. Zumindest hoffe ich das, sonst müssen wir dann ziemlich schnell über die Ökologie sprechen.

      Hört mal auf zu Jammern. Echt
  • adi37 03.03.2018 08:06
    Highlight Highlight
    1 Unsere Bauern haben viel mehr kleinere und vielfach schräge Flächen, die nur, dank Unterstützung durch den Staat, noch bebaut werden. Mit der Absicht unsere Bauern einem freien, weltweiten Markt auszusetzen, was in allen anderen Bereichen (Industrie) durchaus richtig ist/wäre, hätte zur Folge, dass mindestens 2/3 der heutigen Bauern, oder noch mehr, verschwinden würden! Die Berggebiete würden sich von Bauern entleeren - für die Umwelt selbstverständlich kein Schaden! Es gäbe viel Bauland, oder verwildernde Flächen! Wollen wir das?

    • LeChef 03.03.2018 09:53
      Highlight Highlight Ich sehe mit dem besten Willen das Problem nicht, wenn wir ein paar Bauern weniger subventionieren müssen.
    • cgk 03.03.2018 12:44
      Highlight Highlight @LeChef, ich sehe da gewisse Parallelen zur Abstimmung dieses Wochenendes. Vermutlich stimmst du ja zu NoBilag (?)
    • LeChef 03.03.2018 14:30
      Highlight Highlight Natürlich nicht. Im Gegensatz zu den Bauern produziert die SRG öffentliche Güter, die ihre Milliarden-Subvention rechtfertigen.
  • ... hm 03.03.2018 07:58
    Highlight Highlight Mercosur ist nicht nur für die Schweizer Landwirtschaft verheerend, sondern auch für die südamerikanische ... #rtfwoz

    https://www.woz.ch/1809/freihandel/warnruf-aus-dem-sueden
  • adi37 03.03.2018 07:58
    Highlight Highlight Bauernsterben fördern - eine logische Konsequenz?

    Die Schweiz ist kein typisches Agrarland! Natürlich gibt es einige Zonen, die sich gut, im europäischen Vergleich, einigermassen rationell bewirtschaften lassen. Wir könnten in friedlichen Zeiten problemlos alle notwendigen, landwirtschaftlichen Produkte (Überlebens-Mittel) in genügenden Mengen, natürlich zu günstigeren Preisen, importieren! Damit verbauen wir auch dem bäuerlichen Nachwuchs die Zukunft! Will das Volk diese Abhängigkeit? (Leider viele PolitikerInnen/VolksvertreterInnen insgeheim schon)
    • Sportfan 03.03.2018 11:02
      Highlight Highlight Sie wollen also eine Landwirtschaft aufbauen, die im Kriegsfall autark funktioniert und die uns dann ernährt, wenn die EU gegen uns in den Krieg zieht? Für diese 3 Minuten, die das realistisch dauern würde?

      Das sind ihre Argumente für eine starke Schweizer Landwirtschaft? Hmm, dann versuche ich mich lieber mit den Nachbarn gut zu verstehen, geht wesentlich einfacher und ist viel günstiger, friedlicher und erfolgreicher. Aber gute Beziehungen zu pflegen ist für Sie ja bereits Selbstaufgabe usw.
  • Ökonometriker 03.03.2018 07:53
    Highlight Highlight Die Lösung wäre ganz einfach: die Ausfälle der Bauern mit Subventionen wett machen, wenn man die Landwirtschaft schützen will.

    Die heutige Lösung, Essen per Zölle zu verteuern, bestraft die Armen. Subventionen würden aber vor allem aus dem Topf der Steuergelder bezahlt, zu welchem die Reichen überproportional beitragen. Daher wäre ein Abbau der Zölle bei Kompensation durch Subventionen sozialer - und erst noch ökonomisch effizienter, da der Markt im Vergleich weniger verzerrt würde.
  • Thurgauo 03.03.2018 07:43
    Highlight Highlight Sehe ich ähnlich. Die Schweizer Bauern sind zu wenig innovativ, kaum einer ist bereit Veränderungen mitzumachen nach dem Motto "So haben wir dass schon immer gemacht". Für mich denken auch viel zu wenig Bauern wirtschaftlich, jeder muss seine eigenen Maschinen haben, anstatt eine Gemeinschaft o.ä. zu gründen. Und ja, meiner Meinung nach gibt es auch Konsumenten. Wir subventionieren die Schweizer Bauern auch neben den Direktzahlungen schon enorm. Da muss man auch bereit sein, sich anzupassen. Denn langsam aber sicher ist es nicht mehr verhältnismässig.
    • 7immi 03.03.2018 10:40
      Highlight Highlight @thurgauo
      weshalb sagen die agrarwissenschaftler an der eth dann, dass die schweizer bauern zu den innovativsten gehören? nur weil mans nicht direkt sieht, wandelt sich das gewerbe stetig. gewisse maschinen (vollernter zb) werden geteilt. bei vielen maschinen ist aber der gleichzeitige bedarf ausschlaggebend. je nach wetter muss schnell gehandelt werden, da kann man nicht noch 2 tage auf einen traktor warten. der kanton hat ja auch nicht nur einen schneepflug. nicht die auslastung, die peaks sind das problem.
    • Lami23 03.03.2018 10:45
      Highlight Highlight Natürlich gibt es diese, wie überall. Aber es gibt auch viele, die Inovativ mit der Zeit gegangen sind. Aber auch diese können das Fleisch nicht so günstig verkaufen wie es der Konsument gerne hätte (ausser natürlich, es würden gewisse Regeln ausser acht gelassen und in Massen produziert.)
  • Caturix 03.03.2018 07:40
    Highlight Highlight Dann esse ich lieber kein Fleisch als Fleisch aus dem Ausland.
    • Sportfan 03.03.2018 10:20
      Highlight Highlight Oder sie kaufen Schweizer Fleisch. Steht übrigens so auf der Verpackung, woher das Fleisch kommt.

  • Baffes 03.03.2018 07:35
    Highlight Highlight Habe mir das gekreische von Herr Ritter gestern Abend angesehen. Wann war der bitte das letzte mal in einem Supermarkt? Fleisch aus Übersee liegt dort heute schon zu einem eklatant günstigeren Preis in der Auslage. Und? Stirbt jemand? Nein. Der Konsument entscheidet und er entscheidet sich in der Regel für schweizer Fleisch wenn das Portemonnaie es her gibt. Der Typ faselt grad zu beginn was von Elfenbeinturm, in dem er und seine Bauern sich allerdings recht Wohl fühlen.
  • p4trick 03.03.2018 07:30
    Highlight Highlight Die Schweizer Bauern sollen sich zusammen schliessen und nachhaltige qualitativ hochstehende Produkte liefern die auch teurer sein dürfen. Auf der anderen Seite sind günstigste Produkte für ärmere Familien sehr wünschenswert. Ich denke es gibt für beide Seiten einen Markt. Schweizer Bodenhaltung und Massentierhaltug bitte sofort einstellen.
    • cgk 03.03.2018 13:00
      Highlight Highlight Der Biomarkt in der Schweiz hat einen Anteil von 8,4%, der Konsument gibt jährlich rund 7% von seinem Haushaltseinkommens für Lebensmittel aus. Es gäbe also wichtigere Bereiche, wo man noch sparen könnte.
  • nJuice 03.03.2018 07:15
    Highlight Highlight Ein (1) Bauer muss 100 Schweine abschreiben.

    8'372'000 Schweizer können Fleisch mit bis zu 32% Ersparnis einkaufen.

    Eine wahrlich schwierige Entscheidung (etwas überspitzt, zugegeben, es gibt ja mehr Bauern).
    Trotzdem, unseren Bauern geht es zu gut, ein bisschen Markt tut auch denen gut.
  • rodolofo 03.03.2018 07:09
    Highlight Highlight Mein Herz schlägt für Maya Graf (Grüne), die für eine nachhaltige Globalisierung kämpft, also nicht für eine Nationalistische SVP-Abschottung nach dem Werbeslogan "Besser, aus aui Angere, wüu us de Schwizz!", sondern für Globale Spielregeln, welche ÜBERALL Qualität fördern und begünstigen!
    Mein Kopf dagegen sagt, dass -wie Christa Markwalder (FDP) realistisch sagte- die Welt leider noch nicht so weit ist, einzusehen, dass es solche QUALITÄT unterstützende und fördernde Spielregeln braucht, wenn wir nicht immer mehr im Strudel von (Bürger-)Kriegen und Umweltzerstörung versinken wollen.
    • Homes8 03.03.2018 09:40
      Highlight Highlight Bin ja meist Deiner Meinung, aber "nachhaltige Globalisierung" ist totaler Quatsch und der Tod jeder individuellen Freiheit.
      Die Idee von Rot und Grün sind ja vom Prinzip idiologisch gesehen edel. Nur leider sind die Leute meist zu blöd das entsprechend umzusetzen.

      Zuerst bräuchten wir global gültige Gesetze, bevor man über Globalisierung reden kann.
      In etwa wie zuerst rad.-Abfall neutralisieren können, bevor man Akws baut.
      Zeitweise bereue ich, dass ich Maya Graf meine Stimme für den NR gegeben habe. Weil in meinem Laden habe ich Sie noch nie gesehen, obwohl sie hier wohnt.
    • rodolofo 03.03.2018 10:21
      Highlight Highlight @ Homes8
      Das kleine Beispiel Ozon-Regulierung zeigt, dass auch eine zerstrittene "Weltgemeinschaft" (mit Betonung auf gemein) es schafft, solche weltweiten Richtlinien auszuarbeiten und durchzusetzen, wenn es um Leben, oder Tod geht!
      Ohne Ozonschicht sind wir alle mausetot, und zwar sowohl die arme Kirchenmaus, als auch die fette Kanalratte.
      Die Meisten haben einfach noch nicht begriffen dass die Entscheidung für- oder gegen Nachhaltigkeit genauso ist, wie die Entscheidung für- oder gegen die Ozonschicht.
      Und darum dürfte es noch ein Weilchen gehen, aber nicht mehr sehr lange...
    • Homes8 03.03.2018 11:04
      Highlight Highlight Dein KLEINES Beispiel zeigt eben dass es NICHT funktioniert. Weil es fast das einzige ist.
      Die Fische ersticken langsam, aber sicher, im Meer, weils bald mehr Plastik wie Plankton drin hat. Immer zuerst produzieren,statt durchdenken. Die Welt ist voll von solchen Industrie-geschaffenen Problemen.
      Die globalen Multis werden immer grösser und zahlen proportional immer weniger Steuern.
      Die Politik kann und will sie gar nicht kontrollieren. JSA ist das beste Beispiel.
      Am Ende heisst es "es ist alles legal abgelaufen"!
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  • Posersalami 03.03.2018 07:07
    Highlight Highlight Dann müssen sich die Bauern halt spezialisieren und das machen, was argentinisches Fleisch nicht sein kann: ökologisch sein.

    Es wird hier genügend wie mich geben die auf regionalität schauen auch das teurere kaufen, wenn es ökologischer und besser hergestellt ist. Massentierhaltung ist dann natürlich tot aber so ist das eben in einer Marktwirtschaft!
    • ströfzgi 03.03.2018 09:33
      Highlight Highlight Du achtest vielleicht schon auf Regionalität. Aber tut es Deine Kantine? Die Mensa? Restaurants? Dort weisst Du oft nicht was drin ist.
    • Posersalami 03.03.2018 10:06
      Highlight Highlight Und darum lassen wirs am besten gleich sein, gell!

Ade Pelz: Schweizer zeigen Canada Goose die kalte Schulter

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