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Demonstration am 31. Januar 2018 vor dem Tamedia-Hauptsitz in Zürich.
Demonstration am 31. Januar 2018 vor dem Tamedia-Hauptsitz in Zürich.Bild: KEYSTONE

Keine Einigung im SDA-Streit – der Verwaltungsrat möchte den Bund als Vermittler

16.02.2018, 14:5116.02.2018, 16:51

Nach den ersten drei Verhandlungsrunden bestehen zwischen den Delegationen des Verwaltungsrats und der Redaktionskommission SDA weiterhin Differenzen, die eine rasche Einigung verunmöglichen, wie die Redaktion der SDA am Freitag mitteilt. Aus diesem Grund hat sich die Delegation des Verwaltungsrats im Einverständnis mit der Redaktionskommission entschieden, die Schlichtungsstelle des Seco anzurufen, um die Differenzen im Arbeitsstreit zu überwinden.

Damit die Schlichtungsstelle des Seco aktiv werden kann, braucht es allerdings die Zustimmung beider Seiten zu diesem Schritt. Die Zustimmung der Redaktion ist noch keine beschlossene Sache: «Der Arbeitskonflikt bei der SDA ist noch nicht beendet», lässt die Redaktionskommission mitteilen. Sie sei offen für Gespräche und wolle für den Gang an die Schlichtungsstelle die Redaktionsversammlung konsultieren.

Voraussichtlich am Montag wird eine Vollversammlung darüber diskutieren. Sollte die Redaktion dem Gang vor die Schlichtungsstelle zustimmen, bestünde für die Dauer des Einigungsverfahrens die Pflicht zum Arbeitsfrieden. Eine Niederlegung der Arbeit durch die Redaktion wäre in diesem Fall untersagt.

In den bisherigen Verhandlungen hat die Delegation des Verwaltungsrats angeboten, den von Kündigungen Betroffenen über den bislang vorgelegten Sozialplan hinaus zusätzlich einen Monatslohn zu bezahlen. Ebenso sollen im Fall einer Änderungskündigung die Betroffenen den bisherigen Lohn einen Monat über die Kündigungsfrist hinaus erhalten.

Uneinigkeit herrscht jedoch über den Umfang des Stellenabbaus sowie die Ausgestaltung des Sozialplans. Während der Verwaltungsrat am bestehenden Umfang festhält, fordert die Redaktionskommission eine Reduktion des Abbaus. Weiter soll der Sozialplan für entlassene ältere Arbeitnehmer deutlich verbessert werden.

Eine Übereinkunft konnten die beiden Delegationen über die Einrichtung eines Fonds für Härtefälle erzielen. Ebenso herrscht Einigkeit darüber, dass der Basisdienst der SDA dem Service public verpflichtet ist. Die beiden Delegationen wünschen zudem, dass der Bund dabei die Kosten für die Mehrsprachigkeit übernimmt. 

Die Redaktionskommission und die sie unterstützenden Gewerkschaften Impressum und Syndicom auf der einen Seite und der Verwaltungsrat wollen sich am Montag für weitere Verhandlungen treffen. (cbe/whr/sda/ots)

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